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Prosolvin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Prosolvin 7,5 mg/ml Injektionslösung für Tiere
  • Einheiten im Paket:
  • 10 ml Glasdurchstechflasche Typ I mit Halogenbutylgummistopfen und kodierter Aluminiumkappe, Laufzeit: 60 Monate,2 ml Glasdurchs
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge
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Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Prosolvin 7,5 mg/ml Injektionslösung für Tiere
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 17573
  • Berechtigungsdatum:
  • 29-03-1984
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage


B. PACKUNGSBEILAGE 

Prosolvin 

PACKUNGSBEILAGE 

Prosolvin 7,5 mg/ml Injektionslösung für Tiere 

1.   NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN 

UNTERSCHIEDLICH DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE 

VERANTWORTLICH IST 

Virbac  

1 ère avenue 2065 m L.I.D. 

FR-06516 Carros 

2.  BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS 

Prosolvin 7,5 mg/ml Injektionslösung für Tiere 

3.  WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE 

1 ml enthält: 

Wirkstoff: 

Luprostiol  7,5 mg  

Sonstige Bestandteile, deren Kenntnis für eine zweckgemässe Verabreichung des Mittels 

erforderlich ist: 

Propylenglykol      709,85 mg 

4.  ANWENDUNGSGEBIET(E) 

RIND 

1.  Behandlung des Suböstrus 

Suböstrus (Stillbrünstigkeit) tritt häufig bei hochlaktierenden Kühen auf, besonders während der 

postpartalen Periode. Die Tiere sind zwar brünstig, zeigen jedoch keine sichtbaren 

Brunsterscheinungen. Nach Feststellung eines Corpus luteum bei rektaler Untersuchung   können 

die Tiere mit Prosolvin behandelt und anschließend bei Auftreten der Brunst  (2 – 4 Tage nach der 

Behandlung) besamt werden. Kühe, die nach einmaliger Injektion nicht brünstig werden, sollten 10 

- 12 Tage nach der ersten Behandlung eine weitere Injektion erhalten und 72 - 96 Stunden (3 und 4 

Tage) später besamt werden. 

2.  Abortusauslösung 

Ein Abbruch der Trächtigkeit bei unerwünscht gedeckten Tieren ist innerhalb von 150 Tagen nach 

der Belegung möglich. Der Abortus tritt 2 - 7 Tage nach der Behandlung ein. In manchen Fällen, z. 

B. bei Zwillingen, kann eine zweite Injektion erforderlich sein. 

3.  Geburtseinleitung 

Bei der Kuh kann die Geburt. nach dem 270. Tag der Trächtigkeit eingeleitet werden. Eine 

vorzeitige Geburt vor dem 270. Tag der Trächtigkeit kann durch die Verabreichung eines Langzeit-

Kortikosteroids und einer Prosolvin-Injektion wenige Tage danach eingeleitet werden. 

Chronische Endometritis, Pyometra und Vorliegen von mumifizierten (oder   mazerierten) Feten 

Eine Behandlung mit Prosolvin  bewirkt eine Luteolyse. Dadurch tritt der Abgang eitriger 

Flüssigkeit und/oder fetalen Materials in die Vagina gewöhnlich nach wenigen Tagen ein. Die 

Tiere müssen genau überwacht werden, damit die Entfernung solcher Ausscheidungen aus der 

Vagina sichergestellt wird. Eine Wiederholung der Behandlung nach 10 - 12 Tagen kann sich als 

notwendig erweisen. Eine geeignete antibiotische Begleittherapie kann angezeigt sein. Die Tiere 

sollten erst besamt werden, wenn sich der Uterus normalisiert hat. 

Prosolvin 

PFERD 

Der starke luteolytische Effekt von Prosolvin bewirkt eine Rückbildung des Corpus luteum bei Stuten. 

Der Luteolyse folgt normalerweise 2 - 4 Tage nach der Behandlung eine Rosse mit Ovulation. 

1.  Einleitung einer "zweiten Rosse" 20 Tage nach der Geburt 

Die Fohlenrosse ist im Allgemeinen von geringerer Fertilität begleitet als die zweite Rosse. Dies 

ist darauf zurückzuführen, dass Stuten häufig an puerperalen Infektionen und unzureichender 

Uterusrückbildung während der Fohlenrosse leiden. Durch eine Prosolvin-Injektion 20 Tage nach 

der Geburt wird eine zweite Rosse mit einer im Allgemeinen höheren Konzeptionsrate eingeleitet. 

2.  Behandlung der Anöstrie 

Wenn die Anöstrie durch eine persistierende Lutealfunktion verursacht wird, kann durch die 

Behandlung mit Prosolvin innerhalb von 2 - 4 Tagen eine normale Rosse hervorgerufen werden. 

Die Ovulation erfolgt 8 - 12 Tage nach der Injektion. 

3.  Behandlung der Anöstrie bei laktierenden Stuten 

Manche laktierende Stuten zeigen keinen regulären Rossezyklus. Nach einer Fohlenrosse kann 

auch der Fall eintreten, dass sie Monate hindurch keine Rosse aufweisen. Eine Untersuchung 

solcher Stuten kann ergeben, dass sie unter dem Einfluss eines persistierenden Corpus luteum 

stehen. In solchen Fällen löst Prosolvin eine normale Rosse und Ovulation aus. 

4.  Behandlung von Stuten nach Frühtod des Fetus und Resorption 

Bis zu 10 % aller Stuten, welche aufnehmen, verlieren die Frucht während der ersten 100 Tage der 

Trächtigkeit durch Resorption oder Fehlgeburt. Durch routinemäßige rektale Untersuchungen 

können solche Fälle diagnostiziert werden. Wenn solche Stuten infolge eines persistierenden 

Corpus luteum nicht mehr rossig werden, kann Prosolvin eingesetzt werden, um eine Luteolyse mit 

nachfolgender Rosse und Ovulation zu bewirken. 

5.  Behandlung von Stuten mit Pyometra und Endometritis 

In diesen Fällen ist oft ein funktionierendes Corpus luteum vorhanden. Daher ist die Behandlung 

mit Prosolvin allein oder in Kombination mit einer lokalen Antibiotikatherapie möglich. 

6.  Geburtseinleitung 

Eine einmalige Prosolvin-Injektion kann bei Stuten die Geburt auslösen, sofern sie 

- mehr als 330 Tage trächtig sind, 

- ein angebildetes Euter mit Kolostrum haben und 

- eingefallene Beckenbänder aufweisen.  

Die Behandlung solcher Stuten führt innerhalb weniger Stunden zur Geburt. Die Geburtseinleitung 

kann unter folgenden Umständen angezeigt sein: 

- Vermeidung von Kolostrumverlusten bei vorzeitig laktierenden Stuten, 

- Erleichterung der tierärztlichen Intervention, wenn diese z. B. nach früheren Benesch- oder 

Caslik-Eingriffen angebracht erscheint. 

SCHWEIN 

Geburtssynchronisation bzw. Geburtseinleitung ab Tag 113 der Gravidität bei der Sau durch eine 

einzige Injektion. (Tag 1 der Trächtigkeit ist der letzte Tag, an dem die Sau gedeckt oder besamt 

wurde). 

5.  GEGENANZEIGEN 

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der 

sonstigen Bestandteile. Prosolvin darf an trächtige Tiere außer bei beabsichtigter Abortus- oder 

Geburtseinleitung nicht verabreicht werden.  

6.  NEBENWIRKUNGEN 

Prosolvin wird von Pferden im Allgemeinen gut vertragen; in seltenen Fällen können jedoch 

vorübergehendes Schwitzen, Erhöhung der Atemfrequenz und leichte Kolikerscheinungen auftreten. 

Prosolvin 

Bei Sauen kann es gelegentlich zu Unruheerscheinungen, erhöhte Körpertemperatur und 

Atemfrequenz, vermehrter Speichelabsonderung, Rötung der Haut, vermehrtem Harn- und Kotabsatz 

kommen. 

Mit dem Auftreten von Infektionen durch anaerobe Keime ist zu rechnen, wenn die aseptischen 

Kautelen nicht beachtet werden. Dies gilt insbesondere für die i.m. Injektion. Wie bei anderen 

Maßnahmen zur Geburtseinleitung ist nach der Anwendung von Prosolvin mit vermehrtem Auftreten 

von Nachgeburtsverhaltungen zu rechnen.  

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei 

Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit. 

7.  ZIELTIERART(EN) 

Pferd, Rind, Schwein 

8.  DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG 

Zur intramuskulären Anwendung. 

Dosierung 

Schwein: 1 ml (= 7,5 mg Luprostiol) als einmalige Injektion 

Einmalige oder wiederholte Anwendung nach Indikation beim Pferd, Rind, und Kalb (siehe Abschnitt 

Anwendungsgebiete): 

Pferd: 1 ml (= 7,5 mg Luprostiol)   

Rind: 2 ml (= 15 mg Luprostiol) 

Für die Brunsteinleitung bei Kalbinnen genügt 1 ml (= 7,5 mg Luprostiol) 

9.  HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG 

Zur Verringerung der Gefahr einer Infektion durch anaerobe Keime sind Injektionen in verschmutzte 

Hautbezirke unbedingt zu vermeiden. Vor der Applikation ist die Injektionsstelle gründlich zu 

reinigen und zu desinfizieren.  

10.  WARTEZEIT 

Null Tage 

11.  BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE 

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. 

Vor Licht schützen. 

Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums 

nicht mehr verwenden. 

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen des Behältnisses: 28 Tage 

Prosolvin 

12.  BESONDERE WARNHINWEISE 

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren 

Die intravenöse Injektion ist zu vermeiden. Prosolvin sollte bei Schweinen zur Geburtseinleitung nur 

angewendet werden, wenn die Decktermine bekannt sind. Bei zu frühzeitiger Anwendung kann die 

Lebensfähigkeit der Ferkel beeinträchtigt werden. Dies ist der Fall, wenn das Tierarzneimittel mehr 

als 2 Tage vor dem erwarteten Geburtstermin verabreicht wird. 

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender 

Prostaglandine vom Typ PGF2α können durch die Haut resorbiert werden und Bronchospasmus und 

Fehlgeburten auslösen. Der direkte Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten ist zu vermeiden. 

Schwangere, Asthmatiker und Personen mit anderen Erkrankungen der Atemwege sollten den 

Umgang mit diesem Tierarzneimittel vermeiden. Bei der Verabreichung von Prosolvin sollten 

Handschuhe getragen werden. Bei Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten sollte diese sofort 

mit Wasser und Seife gereinigt werden. 

Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die 

Packungsbeilage oder das Etikett dem Arzt zu zeigen.  

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode 

Nicht anwenden während der Trächtigkeit außer  bei beabsichtigter Abortus- oder Geburtseinleitung. 

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen 

Da nicht-steroidale Antiphlogistika die körpereigene Prostaglandin-Synthese hemmen können, kann 

bei gleichzeitiger Anwendung solcher Tierarzneimittel die luteolytische Wirkung von Prosolvin 

vermindert sein. 

Da Oxytocika die körpereigene Prostaglandin-Synthese anregen, kann bei gleichzeitiger Anwendung 

solcher Tierarzneimittel die luteolytische Wirkung von Prosolvin verstärkt sein. 

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel), falls erforderlich 

Deutlich über der Anwendungsdosis liegende Dosierungen von Prosolvin führen zu Erhöhung von 

Puls- und Atemfrequenz, Ataxie, Bronchokonstriktion, Erhöhung der Körpertemperatur, 

Hypermotilität im Magen-Darm-Bereich, vermehrtem Absetzen von Kot und Urin, Salivation, Nausea, 

Vomitus. 

Wenn versehentlich höhere Dosen in den Kreislauf gelangen sind lebensbedrohliche Reaktionen 

(Blutdruckanstieg, Kreislaufkollaps) möglich. 

Inkompatibilitäten 

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen 

Tierarzneimitteln gemischt werden. 

13.  BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT 

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN 

ERFORDERLICH 

Abgelaufene oder nicht vollständig entleerte Packungen sind als gefährlicher Abfall zu behandeln und 

gemäß den geltenden Vorschriften einer unschädlichen Beseitigung zuzuführen. Leere Packungen sind 

mit dem Hausmüll zu entsorgen. 

Prosolvin 

14.  GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE 

Dezember 2012 

15.  WEITERE ANGABEN 

Z. Nr.: 17.573 

Packungsgrößen: 

2 ml, 10 ml, 20 ml 

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht. 

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