Prontolax

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Prontolax Suppositorien
  • Darreichungsform:
  • Suppositorien
  • Zusammensetzung:
  • bisacodylum 10 mg, excipiens pro suppositorio.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Prontolax Suppositorien
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Laxans

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 38077
  • Berechtigungsdatum:
  • 21-05-1975
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Patienteninformation

Prontolax®, Suppositorien

Streuli Pharma AG

Was ist Prontolax und wann wird es angewendet?

Prontolax ist ein Abführmittel mit Wirkung am Dickdarm. Es löst die stuhlfördernde Eigenbewegung

des Dickdarms aus. Prontolax kann auch verabreicht werden, wenn Pressdruck vermieden werden

muss, z.B. bei Hämorrhoiden und Afterschrunden.

Prontolax wird kurzfristig bei Darmträgheit (Obstipation), Verstopfung infolge Bettruhe,

ungewohnter Kost oder auf Reisen angewendet. Vor Röntgenaufnahmen im Magendarmbereich und

vor Operationen hilft Prontolax zur Darmentleerung.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bei Kindern, Patientinnen und Patienten mit schweren Erkrankungen ist ärztliche Beratung

erforderlich. Bei chronischer Verstopfung muss deren Ursprung vom Arzt bzw. von der Ärztin

bestimmt werden. Langzeitbehandlung gehört unter ärztliche Kontrolle.

Allgemeine Hinweise

Bei Verstopfung sollten Sie, wenn möglich, ballaststoffreiche Nahrung (Gemüse, Früchte,

Vollkornbrot) sowie viel und regelmässig Flüssigkeit einnehmen und auf körperliche Betätigung

(Sport) achten.

Wann darf Prontolax nicht angewendet werden?

Prontolax darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem

Wirkstoff oder einem der Inhaltsstoffe, bei Darmverengung, Darmverschluss (Ileus), akuten

Erkrankungen in der Bauchhöhle wie akuter Blinddarmentzündung und akuter Darmentzündung

sowie bei starken abdominalen Schmerzen in Kombination mit Übelkeit und Erbrechen, welche auf

eine schwere Erkrankung hindeuten.

Prontolax darf nicht angewendet werden bei schwerem Flüssigkeits- und Kaliummangel, siehe

«Wann ist bei der Anwendung von Prontolax Vorsicht geboten?»).

Wann ist bei der Anwendung von Prontolax Vorsicht geboten?

Kindern unter 12 Jahre sollte Prontolax nur nach ärztlicher Empfehlung verabreicht werden. Wie bei

allen Laxantien ist auch bei Prontolax eine kontinuierliche tägliche Anwendung über einen längeren

Zeitraum als 1–2 Wochen nicht angezeigt. Wenn Laxantien täglich gebraucht werden, sollte die

Ursache der Verstopfung untersucht werden. Langzeitbehandlungen gehören unter ärztliche

Kontrolle.

Bei längerdauernder oder hochdosierter Anwendung können Wasser- und Mineralverluste (Kalium)

eintreten und zu Muskelschwäche führen sowie eine Verstärkung der Darmträgheit verursachen.

Flüssigkeitsverluste im Darm können einen Flüssigkeitsverlust im Körper begünstigen, welcher

Durst und verminderte Harnausscheidung auslösen kann. Bei Patienten, bei welchen sich dies

nachteilig auswirken könnte, wie z.B. bei Niereninsuffizienz und älteren Patienten, sollte Prontolax

abgesetzt und nur unter ärztlicher Aufsicht wieder eingesetzt werden. Es kann ein im Allgemeinen

milder, selbst limitierender Blutstuhl auftreten. Patientinnen oder Patienten, die wassertreibende

Arzneimittel, orale Kortikosteroide oder Digitalispräparate einnehmen, sollten Prontolax nur nach

Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin einnehmen.

In sehr seltenen Einzelfällen sind bei Patientinnen und Patienten, die Prontolax eingenommen haben,

Schwindel- oder kurzzeitige Bewusstlosigkeitsanfälle (Synkopen) aufgetreten. Nach den

entsprechenden Fallberichten handelt es sich dabei vermutlich um Synkopen, die entweder auf den

Abführvorgang an sich, auf das Pressen oder auf über das Nervensystem auf Grund von

verstopfungsbedingten Unterleibsschmerzen vermittelte Gefässreaktionen, nicht notwendigerweise

aber auf die Anwendung von Prontolax selbst zurückgehen.

Wenn abdominale Krämpfe auftreten, sollten potenziell gefährliche Tätigkeiten wie Autofahren oder

das Bedienen von Maschinen vermieden werden.

Prontolax wirkt im Dickdarm. Zur Beeinflussung der Nährstoffaufnahme und somit der

Kalorienzufuhr ist es nicht wirksam, da die Nährstoffaufnahme vorwiegend bereits im Dünndarm

stattfindet.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst

gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Prontolax während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und der Stillzeit möglichst auf

Arzneimittel verzichten.

Nur Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann entscheiden, ob Prontolax in der Schwangerschaft oder Stillzeit

verwendet werden darf.

Wie verwenden Sie Prontolax?

Soweit vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verschrieben:

Erwachsene und Kinder über 12 Jahre

Durchschnittliche Einzeldosis: 1 Zäpfchen pro Tag, welches von der Folienhülle befreit und mit dem

spitzen Ende in den Mastdarm eingeführt wird.

Kennzeichnend für die Wirkung ist die Auslösung von ein bis zwei beschwerdefreien Entleerungen

schon innerhalb von 20 Minuten (im Bereich von 10-30 Minuten).

Kinder von 4–12 Jahren

Nach Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin.

Zäpfchen können besonders bei Patienten mit Afterschrunden und akuter Enddarmentzündung zu

Schmerzempfindungen und lokalen Reizungen führen.

Allgemeine Empfehlung

Es wird empfohlen mit der niedrigsten Dosis zu beginnen. Um einen regelmässigen Stuhlgang zu

erreichen, kann die Dosis bis zur empfohlenen Maximaldosis erhöht werden. Die tägliche

Maximaldosis darf nicht überschritten werden.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Prontolax haben?

Nach Einnahme von Prontolax kann es zu unangenehmen Empfindungen wie Blähungen kommen:

häufig treten Bauchkrämpfe, Bauchschmerzen oder Durchfall auf; gelegentlich kommt es zu

Erbrechen, Schwindel, Blutstuhl und Beschwerden im Bauch- und/oder im Analbereich. Selten treten

Synkopen (kurz andauernde Bewusstlosigkeit), Dehydratation, Dickdarmentzündung und

Überempfindlichkeitsreaktionen auf, die bis hin zu allergischen Haut- und Schockerscheinungen

(Angioödem, anaphylaktische Reaktionen) führen können.

Das Auftreten von Durchfall ist Zeichen einer zu hohen Dosierung und ist nur vor dem Röntgen oder

vor Operationen erwünscht.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15-25 °C), vor Wärme geschützt und ausser Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Prontolax enthalten?

Wirkstoff: Bisacodyl 10 mg und Hilfsstoffe pro Zäpfchen.

Zulassungsnummer

38077 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Prontolax? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 10 Zäpfchen.

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 50 Zäpfchen.

Zulassungsinhaberin

Streuli Pharma AG, 8730 Uznach.

Diese Packungsbeilage wurde im Juli 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.