Prisulfan

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Prisulfan 400 mg/g - Granulat für Pferde
  • Einheiten im Paket:
  • 10 Beutel zu je 37,5 g, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Prisulfan 400 mg/g - Granulat für Pferde
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Produktbesonderheiten:
  • NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt); Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 8-00306
  • Berechtigungsdatum:
  • 04-03-1997
  • Letzte Änderung:
  • 01-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Prisulfan – Granulat für Pferde

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GEBRAUCHSINFORMATION

PACKUNGSBEILAGE

Prisulfan 400 mg/g - Granulat für Pferde

1.

NAME

UND

ANSCHRIFT

DES

ZULASSUNGSINHABERS

UND,

WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber und Hersteller:

Norbrook Laboratories Limited, Newry, Nordirland

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Prisulfan 400 mg/g - Granulat für Pferde

3.

ARZNEILICH WIRKSAME BESTANDTEILE UND SONSTIGE BESTANDTEILE

1 Säckchen zu 37,5 g enthält:

Arzneilich wirksame Bestandteile:

Sulfadiazin

12,50 g

Trimethoprim

2,50 g

Sonstige Bestandteile:

Povidon, Carboxymethylstärke-Natrium, Lactose

4.

ANWENDUNGSGEBIETE

Prisulfan

wird

Behandlung

Infektionen,

verursacht

durch

Sulfadiazin-Trimethoprim-

empfindliche Mikroorganismen, angewendet.

Diese

umfassen

Infektionen

Magen-Darm-Traktes

(v.a.

Durchfall),

Atmungsorgane

(Lungenentzündung,

Brustfellentzündung,

etc.),

weiters

Wundinfektionen,

Blutvergiftung

generalisierte Infektionen.

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht anwenden bei

- bekannter Überempfindlichkeit gegenüber den arzneilich wirksamen Bestandteilen, oder einem der

sonstigen Bestandteile,

- schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen,

- Übersäurung des Harns bzw. Erkrankungen, die mit verminderter Flüssigkeitsaufnahme bzw.

Flüssigleitsverlusten einhergehen,

- Störungen des Blutbildes (Störungen in der Bildung der Blutzellen),

- Resistenz (Unempfindlichkeit) gegenüber Sulfonamiden oder Trimethoprim,

Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr bestimmt ist.

Nicht bei Neugeborenen anwenden.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Gelegentlich allergische Reaktionen (Schweißausbruch, Zittern, Kreislaufkollaps, Hautausschlag).

Gelegentlich

kann

eine

vorübergehende

Schwäche

auftreten,

jedoch

nach

Abschluss

Behandlung vollständig verschwindet.

Bei länger andauernder hoher Dosierung kann es zu Veränderungen des Blutbildes (gesteigerter

Abbau bzw. Zerfall der roten Blutkörperchen, starke Verminderung der Granulozyten) kommen.

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Prisulfan – Granulat für Pferde

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Erscheinungen

infolge

eines

beschleunigten

Abbaus

roten

Blutkörperchen

können

neugeborenen Tieren vorkommen (blasse oder gelbe Schleimhäute, kalte Haut).

Sulfonamide setzen die Vitamin K-Produktion der Darmbakterien herab (erhöhte Blutungsneigung

möglich).

hoher

Dosierung

niedrigem

Harn-pH

Kristallausfällung

Nieren

möglich

(erschwerter Harnabsatz).

Falls Sie eine ernste Nebenwirkung bei Ihrem Tier/Ihren Tieren feststellen insbesondere solche, die

nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt mit.

7.

ZIELTIERART

Pferd

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zum Eingeben über das Futter oder die Tränke.

Die tägliche Dosis beträgt 30 mg pro kg Körpergewicht für beide Wirkstoffe zusammen (5 mg

Trimethoprim und 25 mg Sulfadiazin pro kg KGW) verteilt auf zwei gleichgroße Dosen morgens und

abends. Ein Säckchen zu 37,5 g Granulat enthält die täglich erforderliche Dosis für ein Pferd mit 500

kg Körpergewicht.

Dosierungsschema:

Körpergewicht:

Tägliche Dosis Prisulfan 400 mg/g -Granulat verteilt auf zwei gleichgroße

Dosen morgens und abends

100 kg 7,50 g

200 kg

15,00 g

300 kg

22,50 g

400 kg

30,00 g

500 kg

37,50 g

Die vorgesehene Dosis Prisulfan-Granulat für Pferde wird morgens und abends mit der gewohnten

Ration Kraftfutter vermischt und sollte vollständig aufgenommen werden. Den Fohlen kann es mit

ein wenig Wasser vermischt eingegeben werden oder aber nach dem Aufschlämmen im Wasser mit

der Sonde in den Magen eingegeben werden.

Die Behandlung soll 5 Tage lang bzw. mindestens bis 2 Tage nach Abklingen der klinischen

Symptome durchgeführt werden, d.h. noch 2 Tage, wenn Ihr Pferd bereits wieder gesund erscheint.

Hören Sie nicht vorzeitig mit der Behandlung auf, da sonst die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls

sehr groß ist.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Vor der Anwendung ist vom Tierarzt die Erregerempfindlichkeit abzuklären (Antibiogramm). Sollte

nach maximal drei Tagen Behandlungsdauer keine deutliche Besserung eingetreten sein, so ist die

Empfindlichkeit der Erreger erneut zu überprüfen und gegebenenfalls eine Therapieumstellung durch

den Tierarzt vorzunehmen

Durch

ausreichende

Flüssigkeitszufuhr

kann

Gefahr

einer

Nierenschädigung

durch

Kristallausfällung vermieden werden.

Bei Tieren mit deutlich gestörtem Allgemeinbefinden und /oder stark verminderter Fresslust muss

eine parenterale Therapie (unter Umgehung des Verdauungstraktes, durch Injektion oder Infusion)

erfolgen.

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Prisulfan – Granulat für Pferde

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10.

WARTEZEIT

Essbare Gewebe:

10 Tage

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel außer Reich- und Sichtweite von Kindern aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr

anwenden.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

In Fällen von allergischen Reaktionen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der behandelnde

Tierarzt zu verständigen.

Eine Überdosierung kann sich vor allem in einer Störung der Darmflora und damit verbundenen

Durchfällen sowie als Störung des Nervensystems, des Blutbildes und einer Leberschädigung äußern.

Wechselwirkungen:

Phenylbutazon,

Salizylate

andere

schwache

Säuren

verzögern

Nierenausscheidung

Sulfonamide.

Lokalanästhetika, die Derivate der p-Aminobenzoesäure sind (Procain, Tetracain), beeinträchtigen die

antibakterielle Wirkung von Sulfonamiden.

gleichzeitige

Gabe

Antikoagulantien

(Gerinnungshemmern)

sowie

Phenytoin

vermeiden.

Methenamin

(Hexamethylentetramin)

kann

Sulfonamid-Wirkungsabschwächung

Kristallbildung in den harnableitenden Wegen führen.

Nicht

Kombination

bakterizid

(bakterientötend)

wirkenden

Arzneimitteln

(Penicilline,

Aminoglykosidantibiotika) anwenden, weil dadurch die antibakterielle Wirksamkeit beeinträchtigt

werden kann.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Trimethoprim und Sulfonamiden sollten den

Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollten

Schutzhandschuhe getragen werden.

Anwendung während Trächtigkeit und Laktation:

Trächtigkeit

anwenden

nach

entsprechender

Nutzen-Risiko-Bewertung

durch

behandelnden Tierarzt.

Kann während der Laktation angewendet werden.

Siehe auch unter Punkt 5..

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Leere Packungen können mit dem Hausmüll entsorgt werden. Bitte bringen Sie abgelaufene oder nicht

vollständig entleerte Packungen zu einer Problemstoff-Sammelstelle oder geben Sie diese Ihrem

Tierarzt zurück!

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Februar 2007

Gelöscht:

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Prisulfan – Granulat für Pferde

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15.

WEITERE ANGABEN

Z. Nr.: 8-00306

Packungsgröße: 10 Säckchen à 37,5 g

Falls weitere Informationen über das Arzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung:

Vertrieb: Richter Pharma AG, A-4600 Wels

Rezept- und apothekenpflichtig,

Zusätzliche Information:

Trimethoprim und Sulfadiazin wirken hemmend auf das Bakterienwachstum (bakteriostatisch). Die

beiden Substanzen blockieren die Folsäuresynthese der Bakterien an zwei aufeinanderfolgenden

Schritten, wodurch ein sich gegenseitig verstärkender Effekt ihrer Wirksamkeit und eine Erweiterung

des Wirkungsspektrums erfolgt. Eine hohe therapeutische Wirksamkeit besitzen die Sulfonamide in

den frühen Stadien einer akuten (plötzlich auftretenden, rasch und heftig verlaufenden) Infektion, da

für wachsende und sich vermehrende Mikroorganismen die Folsäuresynthese essentiell ist.

Wirkungsspektrum

umfasst

zahlreiche

grampostive

gramnegative

Bakterien

Staphylokokken,

Streptokokken,

Pneumokokken,

Aktinomyzeten,

Nokardien,

Aktinobazillen,

Haemophilus, Pasteurellen,

E.coli

, Salmonellen und andere Enterobakteriazeen. Die Anwendung von

Trimethoprim und Sulfadiazin bei einer Infektion mit

Rhodococcus equi

ist aufgrund mangelnder

Wirksamkeit

nicht

empfehlenswert.

Allgemein

muss

gesamten

Wirkungsspektrum

z.T.

erheblichen Resistenzen (Unempfindlichkeiten) gegenüber Sulfonamiden gerechnet werden,

Unempfindlichkeit

gegen

eine

beiden

Komponenten

bedingt

Wegfall

für

Therapieerfolg

wichtigen

Zusammenwirkens

beider

Substanzen

damit

Wegfall

wirkungsverstärkenden Effektes der Kombination. Unempfindlichkeit gegen ein Sulfonamid betrifft

immer die ganze Gruppe der Sulfonamide.

Trimethoprim und Sulfadiazin werden gut über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und über die

Nieren ausgeschieden.

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