Prisulfan -

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Prisulfan - 200/1000 mg Boli für Kälber
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Boli, Laufzeit: 36 Monate,50 Boli, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Prisulfan - 200/1000 mg Boli für Kälber
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Produktbesonderheiten:
  • NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt); Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 8-00261
  • Berechtigungsdatum:
  • 17-11-1995
  • Letzte Änderung:
  • 01-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

933725_F_GI_11_01_04_Prisulfan-Boli Kalb.doc

GEBRAUCHSINFORMATION

Prisulfan – 200/1000 mg Boli für Kälber

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND,

WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber und Hersteller:

Norbrook Laboratories Limited, Station Works, Newry, Co Down, BT35 6JP, Nordireland,

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Prisulfan – 200/1000 mg Boli für Kälber

Trimethoprim, Sulfadiazin

3.

WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

1 Bolus enthält:

Trimethoprim

200 mg

Sulfadiazin

1000 mg

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Zur Behandlung bakterieller Infektionen bei Kälbern verursacht durch Sulfadiazin-Trimethoprim-

empfindliche Erreger.

Prisulfan – 200/1000 mg Boli werden daher bei Kälbern primär zur oralen Behandlung bakteriell

bedingter Durchfallerkrankungen empfohlen, außerdem bei lokalen Infektionen und bei systemischen

Infektionen, wie z.B. akuter Salmonellose und bakterieller Pneumonie.

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht anwenden bei

- bekannter Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen oder einem der sonstigen Bestandteile,

- Rindern mit abgeschlossener anatomisch-funktioneller Entwicklung der Vormägen,

- schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen,

- Übersäuerung des Harns bzw. Erkrankungen, die mit verminderter Flüssigkeitsaufnahme bzw.

Flüssigkeitsverlusten einhergehen,

- Störungen des Blutbildes (Störungen in der Bildung der Blutzellen),

- Resistenz (Unempfindlichkeit) gegenüber Sulfonamiden oder Trimethoprim.

Nicht bei Neugeborenen anwenden.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Gelegentlich allergische Reaktionen.

Bei länger andauernder hoher Dosierung kann es zu Veränderungen des Blutbildes (gesteigerter

Abbau bzw. Zerfall der roten Blutkörperchen, starke Verminderung der Granulozyten) kommen.

Bei hoher Dosierung und niedrigem pH-Wert des Harns kann es Auskristallisation der Sulfonamide in

Niere

kommen,

wobei

Inappetenz,

Hämaturie,

Kristallurie,

Nierenkoliken

zwanghafter

Harnabsatz auftreten. In diesem Fall ist die Behandlung abzubrechen und ausreichend Flüssigkeit

zuzuführen.

Sulfonamide setzen die Vitamin K-Produktion der Darmbakterien herab (erhöhte Blutungsneigung).

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Früh-

Neugeborenen

kann

durch

Verdrängung

Bilirubin

Plasmaproteinbindung ein Kernikterus (Gelbsucht) ausgelöst werden.

In Fällen von allergischen oder anaphylaktischen Reaktionen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen

und es sind unverzüglich Gegenmaßnahmen (z.B. Glukokortikoide, Antihistaminika, Kreislaufmittel)

einzuleiten.

Falls Sie Nebenwirkungen bei Ihrem Tier/Ihren Tieren feststellen, die nicht in der Packungsbeilage

aufgeführt sind, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

ZIELTIERART(EN)

Kalb

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zum Eingeben..

1 Bolus pro 40 kg Körpergewicht täglich (vorzugsweise aufgeteilt auf 2mal täglich).

Der Bolus kann mit der Hand oder mit einer Dispensierpistole oder in Wasser suspendiert verabreicht

werden.

Die Behandlung sollte 5 Tage lang im Falle von Salmonellose und bakterieller Pneumonie oder bis 2

Tage nach Abklingen der klinischen Symptome durchgeführt werden.

Die Behandlungsdauer sollte 5 Tage nicht überschreiten.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Das Körpergewicht des zu behandelnden Tieres sollte möglichst genau bestimmt werden, um eine

korrekte Dosierung zu gewährleisten.

10.

WARTEZEIT

Essbare Gewebe: 17 Tage

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für von Kinder aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern. Vor Licht schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr

anwenden.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren

Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte unter Berücksichtigung einer Empfindlichkeitsprüfung

der isolierten Erreger erfolgen. Sollte nach maximal drei Tagen Behandlungsdauer keine deutliche

Besserung eingetreten sein, so ist die Erregersensitivität erneut zu überprüfen und gegebenenfalls eine

Therapieumstellung vorzunehmen

Zur Vermeidung von Nierenschäden durch Kristallurie ist während der Behandlung für eine

ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen, gegebenenfalls kann der Harn alkalisiert werden.

Bei Tieren mit deutlich gestörtem Allgemeinbefinden und /oder Inappetenz muss eine parenterale

Therapie erfolgen.

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Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Trimethoprim und Sulfonamiden sollten den

Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollten

Schutzhandschuhe getragen werden. Suchen Sie im Falle einer Überempfindlichkeitsreaktion (z.B.

Hautrötung) nach Kontakt mit dem Tierarzneimittel einen Arzt auf, und legen Sie die Packungsbeilage

oder das Etikett vor. Im Falle schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Schwellungen des

Gesichtes, der Lippen sowie der Augenlider holen Sie sofort ärztliche Hilfe und legen Sie die

Packungsbeilage vor.

Wechselwirkungen:

Phenylbutazon,

Salizylate

andere

schwache

Säuren

verzögern

Nierenausscheidung

Sulfonamide.

Lokalanästhetika, die Derivate der p-Aminobenzoesäure sind (Procain, Tetracain), beeinträchtigen die

antibakterielle Wirkung von Sulfonamiden.

Methenamin

(Hexamethylentetramin)

kann

Sulfonamid-Wirkungsabschwächung

Kristallbildung in den harnableitenden Wegen führen.

gleichzeitige

Gabe

Antikoagulantien

(Gerinnungshemmern)

sowie

Phenytoin

vermeiden.

Nicht

Kombination

bakterizid

(bakterientötend)

wirkenden

Arzneimitteln

(Penicilline,

Aminoglykosidantibiotika) anwenden, weil dadurch die antibakterielle Wirksamkeit beeinträchtigt

werden kann.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich

Nach Überdosierung können vor allem gastrointestinale Störungen, ZNS-Symptome (Ataxie,

Muskelzuckungen und -krämpfe sowie komatöse Zustände), Störungen des Blutbildes und

Leberschädigungen auftreten.

Neurotrope Effekte können symptomatisch mit zentral sedierenden Substanzen behandelt werden

(z.B. Barbiturate). Zusätzlich zur Vitamin-K- oder Folsäure-Gabe ist eine Erhöhung der renalen

Sulfonamid-Ausscheidung durch alkalisierende Mittel (Natriumbikarbonat) angezeigt.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Leere Packungen können mit dem Hausmüll entsorgt werden. Bitte bringen Sie abgelaufene oder nicht

vollständig entleerte Packungen zu einer Problemstoff-Sammelstelle oder geben Sie diese Ihrem Tierarzt

zurück!

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Dezember 2010

15.

WEITERE ANGABEN

Z.Nr.: 8-00261

Packungsgrößen: 20 und 50 Boli

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

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Falls weitere Informationen über das Arzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung:

Vertrieb: Richter Pharma AG, A-4600 Wels

Zusätzliche Informationen:

Wirkung

beiden

Wirkstoffe

beruht

einer

sequentiellen

doppelten

Blockade

bakteriellen Folsäuresynthese. Dieser Synergismus führt zu einer bakterizid wirkenden Hemmung der

Synthese von Purinen, die zur DNA-Synthese benötigt werden.

Die Wirkstoffkombination besitzt eine breite Wirkung gegenüber vielen grampositiven und

gramnegativen Bakterien wie Staphylokokken, Streptokokken, Pneumokokken, Aktinomyzeten,

Nokardien, Aktinobazillen, Haemophilus, Pasteurellen,

E.coli

, Salmonellen und andere

Enterobakteriazeen. Im gesamten Wirkungsspektrum muss allerdings mit z.T. erheblichen Resistenzen

gegenüber Sulfonamiden gerechnet werden, als besonders ungünstig erscheint die Resistenzlage

gegenüber

Rhodococcus equi

. Resistenz gegen eine der beiden Komponenten bedingt den Wegfall des

für den Therapieerfolg wichtigen synergistischen Effektes der Kombination. Resistenz gegen ein

Sulfonamid betrifft immer die ganze Gruppe der Sulfonamide.

Trimethoprim und Sulfadiazin werden gut über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und über die

Nieren ausgeschieden