Prednison Galepharm 5 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Prednison Galepharm 5 mg Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • prednisonum 5 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Prednison Galepharm 5 mg Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Glukokortikosteroid-Therapie

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 50821
  • Berechtigungsdatum:
  • 12-10-1992
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Prednison Galepharm

GALEPHARM AG

Was ist Prednison Galepharm und wann wird es angewendet?

Prednison Galepharm enthält als Wirkstoff Prednison, ein synthetisch hergestelltes Hormon, das zu

den sogenannten Kortikosteroiden gehört. Kortikosteroide sind Hormone, die im Körper von der

Nebenniere produziert werden. Sie beeinflussen lebenswichtige Vorgänge im Körper wie z.B. den

Flüssigkeitshaushalt, den Mineralstoffwechsel und die Anpassung des Organismus an

Belastungssituationen. Unabhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung hemmt Prednison

Galepharm überdies, wie alle Kortikosteroide, entzündliche und allergische Reaktionen. Prednison

Galepharm Tabletten werden auf Verschreibung und unter ständiger Kontrolle des Arztes bzw. der

Ärztin zur Behandlung aller Erkrankungen, die eine allgemeine Kortikosteroidbehandlung erfordern,

angewendet.

Dazu zählen:

rheumatische Erkrankungen (z.B. chronische Polyarthritis, Arthrosen, rheumatische

Herzentzündung, Entzündungen der Schleimbeutel oder Sehnenscheiden, Tennisellenbogen) als

kurzzeitige Zusatzbehandlung während eines akuten Schubs oder, in ausgewählten Fällen, als niedrig

dosierte Dauerbehandlung;

schwere entzündliche Hautkrankheiten (z.B. generalisiertes Ekzem, Schuppenflechte);

schwere Formen von allergischen Erkrankungen (z.B. Bronchialasthma, Heuschnupfen,

Überempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel, Kontaktekzeme), wenn diese auf herkömmliche

Behandlung nicht oder nur ungenügend ansprechen;

gewisse Blutkrankheiten (z.B. gewisse Formen von «Blutarmut» [Anämie]);

gewisse Nierenkrankheiten (z.B. nephrotisches Syndrom);

als Zusatzbehandlung bei gewissen bösartigen Wucherungen (Tumoren) der weissen Blutkörperchen

(gewisse Formen von Leukämie) und gewisser Organe (z.B. Lymphknotentumor);

gewisse Magen-Darm-Krankheiten (z.B. während kritischer Phasen geschwürartiger

Darmwandzerstörung, sogenannte Cotitis ulcerosa oder Enteritis regionalis);

vermehrte Flüssigkeitsansammlung in den Geweben (Ödeme) z.B. bei Hirntumor oder

Hirnoperationen;

hormonelle Störungen bei Erkrankungen bestimmter Organe (z.B. bei Unterfunktion der (auf den

Nieren liegenden) Nebennieren). ln einem solchen Fall wird der Arzt bzw. die Ärztin zusätzlich ein

sogenanntes Mineralokortikoid verschreiben. Bei Kindern ist die gleichzeitige Einnahme dieses

zweiten Präparates besonders wichtig.

In der Regel wird Prednison Galepharm nicht als Ersatz, sondern zusätzlich zur Behandlung der

Grundkrankheit verwendet.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die Beachtung der folgenden Empfehlungen trägt bei einer Langzeitbehandlung zur Verbesserung

der Verträglichkeit bei:

keine Gewichtszunahme (täglich wägen, Gewichtsanpassung durch Anpassung der Kalorienzufuhr);

Zurückhaltung mit Salz und Zucker;

möglichst kaliumreiche Ernährung (Obst und Gemüse, speziell Aprikosen und Bananen);

ausreichende Kalziumzufuhr (Milch, Milchprodukte);

ausreichend Eiweiss in der Nahrung.

Wann darf Prednison Galepharm nicht angewendet werden?

Prednison Galepharm Tabletten dürfen nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit auf den

Wirkstoff Prednison.

Eine länger dauernde Behandlung mit Prednison Galepharm darf nicht erfolgen bei folgenden

Krankheiten bzw. Zuständen: Allgemeininfektionen durch Amöben oder Pilze (Mykosen), akute

Magen- und Darmgeschwüre, bakterielle Infektionen und Viruserkrankungen (Herpes, Gürtelrose,

Masern, Windpocken, Kinderlähmung), stark erhöhte Knochenbrüchigkeit (Knochenschwund

[Osteoporose]), mit Arzneimitteln schlecht kontrollierbarer Bluthochdruck, erhöhter

Augeninnendruck (grüner Star [Glaukom]), ungenügende Nierenfunktion, schwere Zuckerkrankheit

(Diabetes), frische Lungen- und Knochen-Tuberkulose, schwere Muskelerkrankungen,

Lymphknotenveränderungen nach Tuberkulose-Impfung und ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach

Schutzimpfungen mit Lebendimpfstoff (z.B. gegen Windpocken oder Masern). Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin weiss, was in solchen Fällen zu tun ist. In Notfällen kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin jedoch

entscheiden, Ihnen auch bei diesen Krankheiten die Tabletten für eine kurzfristige (höchstens einige

Tage dauernde) Behandlung zu verschreiben. Bei Kindern unter 12 Jahren wird sich der Arzt bzw.

die Ärztin im Allgemeinen darauf beschränken, Prednison Galepharm nur in Notfällen zu

verschreiben.

Wann ist bei der Einnahme von Prednison Galepharm Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen, und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen!

Bei den folgenden Erkrankungen darf die Anwendung nur auf ausdrückliche Verschreibung durch

den Arzt bzw. die Ärztin erfolgen: Diabetes mellitus, Tuberkulose, Bluthochdruck, Herz- und

Nierenfunktionsschwäche, frischer Herzinfarkt, schwere Lebererkrankung, Unterfunktion der

Schilddrüse, Krankheiten mit hormonellen Störungen (z.B. Cushing-Krankheit), Muskelschwäche,

psychische Störungen (z.B. Depressionen, Psychosen).

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin unbedingt mit, wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes)

leiden, denn durch die Behandlung mit Prednison Galepharm kann sich der Zuckerstoffwechsel

verschlechtern. Bei zuckerkranken Patienten bzw. Patientinnen und solchen mit einer entsprechenden

familiären Belastung wird der Arzt bzw. die Ärztin daher häufigere Kontrollen des Blutzuckers

machen, und es kann möglich sein, dass er bzw. sie die Dosierung der Arzneimittel gegen zu hohen

Blutzucker neu festlegen muss.

Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie eine der folgenden Krankheiten

durchgemacht haben: ansteckende Krankheiten (z.B. Tuberkulose), Herz-Kreislaufstörungen (hoher

Blutdruck, Herzschwäche, Herzinfarkt), Magen-Darm-Krankheiten wie Geschwüre (Ulcus),

geschwürartige Darmwandzerstörung (Colitis ulcerosa), Entzündungen von Darmausstülpungen

(Divertikulitis), chronischer Durchfall, schwere Leber- oder Nierenerkrankungen, Krankheiten mit

hormonellen Störungen, Knochenerkrankungen (Knochenschwund [Osteoporose]), Muskelschwäche

(Myasthenia gravis), grüner Star (Glaukom), Blutgerinnsel in den Beinen oder in der Lunge

(Thrombose, Embolie), psychische Störungen (z.B. Depressionen, Psychosen).

Bei Frauen in oder nach den Wechseljahren, aber auch bei betagten männlichen Patienten wird der

Arzt bzw. die Ärztin wegen der erhöhten Neigung zu Knochenschwund die Behandlung mit

Prednison Galepharm besonders sorgfältig überwachen.

Da eine langdauernde Einnahme von Kortikosteroiden zu einer Linsentrübung (grauer Star

[Katarakt]) oder erhöhtem Augeninnendruck (grüner Star [Glaukom]) führen kann, wird Ihr Arzt

bzw. Ihre Ärztin Sie möglicherweise periodisch vom Augenarzt bzw. von der Augenärztin

untersuchen lassen. Falls Sie an einem Magen- oder Darmgeschwür erkrankt sind oder kürzlich einen

Herzinfarkt hatten, ist bei einer Behandlung mit Prednison Galepharm erhöhte Vorsicht geboten. Ihr

Arzt bzw. Ihre Ärztin wird das Vorgehen mit Ihnen besprechen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin des Weiteren, wenn Sie eine besondere Diät (mit wenig

Salz und/oder viel Kalium) einhalten müssen, wenn Sie eine schwere Verletzung haben oder wenn

Sie mit Lebendimpfstoffen, z.B. Polio (gegen spinale Kinderlähmung) oder BCG (gegen

Tuberkulose) geimpft wurden.

Während der Behandlung mit Prednison Galepharm sollten Sie sich nicht impfen lassen. Ihr Arzt

bzw. Ihre Ärztin weiss, was in diesem Falle zu tun ist. Teilen Sie ihm bzw. ihr ebenfalls mit, wenn

Sie in letzter Zeit tropische Länder besucht haben.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich, wenn im Laufe der Behandlung mit

Prednison Galepharm eine Infektionskrankheit auftritt. Dies ist besonders wichtig, wenn Kinder an

Windpocken erkranken (bei Erwachsenen ist dies selten), da Windpocken unter diesen Umständen

eine schwere Verlaufsform annehmen können. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin weiss, was in einem solchen

Fall zu tun ist.

Falls Sie sich einem medizinischen Test unterziehen, ist es wichtig, den betreffenden Arzt bzw. die

Ärztin vorher darüber zu informieren, dass Sie Prednison Galepharm nehmen, denn wie jedes

Kortikosteroid kann auch dieses Präparat die Ergebnisse einiger Hauttests verfälschen.

Da Kortikosteroide bei Kindern das Wachstum und die Entwicklung hemmen, sollte auch Prednison

Galepharm nur mit grösster Vorsicht an Kinder verabreicht werden. Die Anweisungen des Arztes

bzw. der Ärztin sind genau zu befolgen.

Viele andere Arzneimittel und Prednison Galepharm können sich bei gleichzeitiger Verabreichung

gegenseitig in ihrer Wirkung abschwächen oder verstärken. Dazu gehören gewisse Antibiotika,

gewisse Arzneimittel, die zur Verhinderung von über das Gehirn ausgelösten (besonders

epilepsieartigen) Krämpfen, zur psychischen Dämpfung von Angst- und Erregungszuständen, zur

Empfängnisverhütung («Pille») sowie zur Behandlung von Herzmuskelschwäche, Zuckerkrankheit,

Geschwulsten, einer gewissen Form von Muskelschwäche (Myasthenie) oder Störungen der

Blutgerinnung eingenommen werden müssen. Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie gleichzeitig

gewisse Arzneimittel gegen entzündliche oder rheumatische Erkrankungen verwenden oder

harntreibende Mittel einnehmen.

Nur Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann darüber entscheiden, in welcher Form die Behandlung mit

Prednison Galepharm und einem dieser Arzneimittel angepasst werden muss.

Während der Behandlung mit Prednison Galepharm sollten Sie auf alkoholische Getränke

verzichten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Prednison Galepharm während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind oder einen Kinderwunsch haben, oder wenn Sie Ihr Kind stillen, sollten

Sie vorsichtshalber möglichst auf Arzneimittel verzichten.

Wirkstoffe vom Typ, wie sie in Prednison Galepharm enthalten sind, durchqueren die Plazenta,

treten auch in die Muttermilch über und können die Entwicklung Ihres Kindes beeinträchtigen.

Deshalb darf das Arzneimittel während der Schwangerschaft, besonders in den ersten drei Monaten,

nur auf ausdrückliche ärztliche Verschreibung und nur in Notfällen eingenommen werden.

Bei einer vermuteten oder bestätigten Schwangerschaft sollten Sie unbedingt den Arzt bzw. die

Ärztin verständigen, bevor Sie mit der Einnahme von Prednison Galepharm fortfahren. Sollte eine

Behandlung mit Prednison Galepharm während der Schwangerschaft zwingend notwendig sein, wird

der Arzt bzw. die Ärztin den Säugling nach der Geburt besonders sorgfältig auf Zeichen untersuchen,

die auf Prednison Galepharm zurückzuführen sein könnten, und er bzw. sie wird gegebenenfalls eine

geeignete Behandlung einleiten.

Da Kortikosteroide in die Muttermilch übertreten, besteht die Gefahr von unerwünschten Wirkungen

auf den Säugling. Deshalb dürfen Sie Prednison Galepharm nicht nehmen, wenn Sie stillen, oder Sie

müssen abstillen.

Wie verwenden Sie Prednison Galepharm?

Die Dosis wird vom Arzt bzw. von der Ärztin für jeden einzelnen Patienten, je nach Art und Schwere

der Erkrankung, festgelegt. Der Arzt bzw. die Ärztin wird auch darüber entscheiden, ob der

Behandlung mit Prednison Galepharm eine intravenöse Injektion («Spritze») eines anderen

Arzneimittels vom gleichen Typ vorausgehen muss, ob im Laufe der Behandlung die Dosierung

erhöht werden muss oder schrittweise gesenkt werden kann und ob eine Zusatzbehandlung oder eine

Umstellung auf ein anderes Arzneimittel vom gleichen Typ wie Prednison Galepharm erforderlich

ist.

Prednison Galepharm wird, wie vom Arzt bzw. von der Ärztin verschrieben, ein- oder mehrmals

täglich eingenommen. Im Allgemeinen erhalten Erwachsene zu Anfang der Behandlung 5–60 mg

Prednison täglich. Um Magenbeschwerden zu vermeiden, sollten sie zusammen mit dem Essen

eingenommen werden. Bei Langzeitbehandlungen kann es vorteilhaft sein, wenn (in Anpassung an

den Rhythmus der körpereigenen Produktion von Kortikosteroiden, das wichtigste heisst Cortisol)

die gesamte Tagesdosis morgens vor 8 Uhr eingenommen wird.

Zur Vermeidung der weiter unten beschriebenen Nebenwirkungen wird der Arzt bzw. die Ärztin,

sobald es Ihr Zustand erlaubt, die Dosierung soweit wie möglich und schrittweise herabsetzen.

Bei Kindern wird der Arzt bzw. die Ärztin eine Dosierung verschreiben, die sich mehr nach dem

Schweregrad der Krankheit als nach dem Alter und Körpergewicht richtet.

Wenn Sie einmal die Einnahme bzw. die Verabreichung einer Dosis vergessen haben, holen Sie dies

nach, sobald Sie sich daran erinnern. Sollte es jedoch bald Zeit für die nächste Dosis sein, lassen Sie

die vergessene Dosis aus und nehmen bzw. verabreichen Sie die Tabletten einfach weiter zu den

gewohnten Zeiten und in der vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebenen Menge. Sie dürfen die

Dosis auf keinen Fall verdoppeln. Sollten Sie einmal wesentlich mehr Tabletten als verschrieben

genommen haben, müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber informieren.

Da unter einer Langzeitbehandlung mit Kortikosteroiden die Reaktion des Körpers auf plötzliche

starke Belastungen («Stress», schwere Infektionen, Verletzungen oder operative Eingriffe) gestört

ist, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin vor, während und nach solchen Situationen die Dosierung von

Prednison Galepharm möglicherweise vorübergehend erhöhen oder Ihnen zusätzlich ein anderes

Arzneimittel verschreiben. Nach einer Langzeitbehandlung ist die Reaktion auf Belastungen unter

Umständen noch bis zu einem Jahr nach Absetzen der Behandlung gestört und macht in Stress-

Situationen eine vorbeugende Kortikosteroideinnahme erforderlich! Das Vorgehen wird von Ihrem

Arzt bzw. Ihrer Ärztin festgelegt.

Um bei länger dauernder, hochdosierter Behandlung mit Prednison Galepharm einem

möglicherweise gesteigerten Verlust von Kalium und einer erhöhten Salz- oder Wasseransammlung

entgegenzuwirken, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin vielleicht die Verwendung von Diätsalz

empfehlen. Einem Kaliumverlust können Sie selbst vorbeugen, indem Sie Prednison Galepharm mit

einem Glas Orangensaft einnehmen.

Nach Beendigung einer länger dauernden Behandlung mit Kortikosteroiden kann es zu

Entzugserscheinungen wie Fieber, Unwohlsein, Muskel- oder Gelenkschmerzen, aber auch zu

schweren oder sogar bedrohlichen Störungen kommen, die durch einen Funktionsausfall der

Nebennieren verursacht werden. Deshalb darf eine länger dauernde Behandlung auf keinen Fall

abrupt abgebrochen werden, sondern Prednison Galepharm muss unter ärztlicher Kontrolle sehr

langsam und schrittweise (über mehrere Wochen bis Monate) abgesetzt werden.

Nach einer Langzeitbehandlung ist es notwendig, dass Sie auch nach dem Absetzen von Prednison

Galepharm weiterhin ärztlich kontrolliert werden, damit wieder auftretende Beschwerden frühzeitig

erkannt und behandelt werden können.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Prednison Galepharm haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Prednison Galepharm auftreten:

Nebenwirkungen treten unter einer Kortikosteroidtherapie in Abhängigkeit von der Höhe der Dosis

und der Behandlungsdauer auf. Bei kurzfristiger Anwendung ist Prednison Galepharm im

Allgemeinen gut verträglich. Bei der Verabreichung hoher Dosen oder über einen längeren Zeitraum

können jedoch die für Kortikosteroide typischen Nebenwirkungen auftreten:

Flüssigkeitsansammlungen in den Geweben (Ödeme, z.B. Anschwellen von Händen und Füssen),

Appetitzunahme, vermehrter Durst, Gewichtszunahme, Fettverteilungsstörung (wie Vollmondgesicht

und so genannte Stammfettsucht), Blutdruckanstieg, übermässiges Schwitzen, ungewöhnliche

Müdigkeit oder Schwäche, Muskelschwäche, erhöhte Knochenbrüchigkeit (Osteoporose), Magen-

und Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen) mit dem Risiko des Wiederaufbrechens von Magen-

Darm-Geschwüren, Muskelschmerzen, Rückenschmerzen oder allgemeine Knochenschmerzen,

verzögerte Wundheilung, Hautveränderungen (rote Streifen, punktförmige Hautblutungen,

Blutergüsse), Augenveränderung (Linsentrübung (grauer Star [Katarakt]), erhöhter Augeninnendruck

(grüner Star [Glaukom]), Erhöhung der Anfälligkeit für Infektionen und Bildung von Blutgerinnseln

in den Blutgefässen (Thrombosen), psychische Veränderungen mit Stimmungs- und

Persönlichkeitsveränderungen, die von Euphorie (gesteigertes Lebensgefühl) zu Depressionen und

psychotischen Zuständen reichen können, Störungen der Freisetzung der Geschlechtshormone (was

beim Mann zu Impotenz und bei der Frau zum Ausbleiben der Regelblutung und zur Zunahme der

Körperbehaarung (Hirsutismus) führen kann).

Bei Kindern kann es zu Wachstumsstörungen kommen.

Unter einer Behandlung mit Kortikosteroiden kann eine Verschlechterung des

Kohlenhydratstoffwechsels auftreten (siehe oben: Wann ist bei der Einnahme von Prednison

Galepharm Vorsicht geboten?).

Beim Auftreten von Nebenwirkungen benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Eine Kortikosteroidbehandlung 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach einer Impfung kann eine

Verminderung oder ein Ausbleiben der Immunisierung verursachen.

Mit Ausnahme der Knochenbrüchigkeit (Osteoporose) dem grünen Star, dem grauen Star und den

Wachstumsstörungen im Kindesalter verschwinden die Nebenwirkungen nach Absetzen des

Präparates im Allgemeinen nach und nach. Benachrichtigen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn

bei Ihnen Anzeichen dieser Nebenwirkungen auftreten.

Ausser den oben aufgeführten können in Einzelfällen noch andere Nebenwirkungen auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) vor Licht geschützt in der Originalpackung aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Prednison Galepharm enthalten?

1 Tablette enthält entweder 5 mg, 20 mg oder 50 mg Prednison sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

50821 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Prednison Galepharm? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es sind jeweils Packungen zu 20 und 100 Tabletten erhältlich.

Zulassungsinhaberin

Galepharm AG, Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im November 2005 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.