Plasmalyte A Viaflo

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Plasmalyte A Viaflo Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Infusionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Plasmalyte A Viaflo Infusionslösung
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Elektrolyte.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE334241
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

Plasmalyte

Baxter S.A.

Gebrauchsinformation

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Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Plasmalyte A Viaflo, Infusionslösung

Wirkstoffe: Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Magnesiumchlorid-Hexahydrat, Natriumacetat-Trihydrat und

Natriumglukonat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Plasmalyte A und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Plasmalyte A beachten?

Wie ist Plasmalyte A anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Plasmalyte A aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Plasmalyte A und wofür wird es angewendet?

Pharmakotherapeutische Gruppe: Elektrolyten , ATC-Code: “B05BB01”

Plasmalyte A ist eine Lösung aus Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Magnesiumchlorid-Hexahydrat,

Natriumacetat-Trihydrat und Natriumglukonat in Wasser.

Natrium, Kalium, Magnesium, Chlorid, Acetat und Glukonat sind chemische Stoffe, die sich im Blut

befinden.

Plasmalyte A wird angewendet:

zur Versorgung des Körpers mit Flüssigkeit, z.B. bei:

Verbrennungen;

Kopfverletzung;

Frakturen;

Infektion;

peritoneale Irritation (Entzündungen im Bauchraum).

zur Versorgung des Körpers mit Flüssigkeiten während eines chirurgischen Eingriffs.

zur Behandlung eines Schocks aufgrund von Blutverlust und anderer Bedingungen, die einen

raschen Ersatz von Blut und/oder Flüssigkeiten erfordern.

bei metabolischer Azidose (Übersäuerung des Bluts), die nicht lebensbedrohend ist.

bei Laktatazidose (eine Art der metabolischen Azidose, verursacht durch die Akkumulation von

Milchsäure im Körper). Milchsäure wird hauptsächlich von den Muskeln produziert, und wird in

der Leber abgebaut.

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Gebrauchsinformation

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Plasmalyte A kann verwendet werden bei:

Erwachsenen, älteren Personen und Jugendlichen;

Säuglingen und Kleinkindern im Alter zwischen 28 Tagen und 23 Monaten sowie Kindern im

Alter zwischen 2 und 11 Jahren.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Plasmalyte A beachten?

Plasmalyte A darf NICHT angewendet werden, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden

Hyperkaliämie (ein anormal hoher Kaliumgehalt im Blut);

Nierenversagen;

kardialer Block (sehr langsamer Herzschlag);

metabolische oder respiratorische Alkalose (Störungen, bei den das Blut zu basisch wird);

Hypochlorhydrie (mangelnde Säureabscheidung im Magen);

wenn Sie allergisch gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Plasmalyte

angewendet werd.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden bzw. gelitten haben:

Herzschwäche;

respiratorische Insuffizienz (Funktionsschwäche der Lunge);

Nierenversagen;

(Bei den oben genannten Erkrankungen ist möglicherweise eine spezielle Überwachung

erforderlich.)

Hypertonie (erhöhter Blutdruck);

peripheres Ödem (Flüssigkeitsansammlung unter der Haut, insbesondere im Bereich der Knöchel);

Lungenödem (Flüssigkeitsansammlung in der Lunge);

Präeklampsie oder Eklampsie (erhöhter Blutdruck während der Schwangerschaft);

Aldosteronismus (eine Erkrankung, die zu hohen Spiegeln des Hormons Aldosteron führt);

jegliche andere Erkrankung, die mit einer Natriumretention (zu viel Natrium wird im Körper

zurückbehalten) im Zusammenhang steht, wie etwa bei einer Behandlung mit Steroiden (siehe auch

“Anwendung von Plasmalyte A zusammen mit anderen Arzneimitteln”);

Hyperchlorämie (ein anormal hoher Chloridgehalt im Blut);

Hypernatriämie (ein anormal hoher Natriumgehalt im Blut);

Hypokalzämie (ein anormal niedriger Calciumgehalt im Blut);

jede Erkrankung, die mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Hyperkaliämie (ein anormal hoher

Kaliumgehalt im Blut) verbunden ist, wie z.B.:

Nierenversagen;

Nebennierenrindeninsuffizienz (diese Erkrankung der Nebennieren beeinflusst die

Hormone, die die Konzentrationen der Chemikalien im Körper steuern);

akute Dehydratation (Wasserverlust des Körpers), wie z.B. durch Erbrechen oder Diarrhoe;

großflächige Gewebezerstörung (wie sie bei schweren Verbrennungen auftritt).

In diesen Fällen muss der Kaliumgehalt im Blut engmaschig kontrolliert werden.

Myasthenia gravis (eine Krankheit, die progressive Muskelschwäche verursacht);

Genesung nach einem chirurgischen Eingriff.

Wenn Ihnen diese Infusionslösung verabreicht wird, entnimmt der Arzt Blut- und Harnproben, um folgendes

zu überwachen:

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den Flüssigkeitshaushalt in Ihrem Körper;

Ihre Plasma- und Harnelektrolyten (die Konzentrationen an Chemikalien wie z.B. Natrium und

Kalium in Ihrem Blut und in Ihrem Harn);

Ihre Säure-Basen-Haushalt (den Säuregehalt des Bluts und des Harns).

Plasmalyte A enthält zwar Kalium, aber nicht in ausreichenden Mengen, um schweren Kaliummangel (sehr

geringer Kaliumgehalt im Blutplasma) auszugleichen.

Plasmalyte A enthält Substanzen, die eine metabolische Alkalose (das Blut wird zu basisch) verursachen

kann.

Wenn eine wiederholte Behandlung erforderlich ist, wird Ihnen Ihr Arzt auch andere Infusionsarten

verabreichen. Diese werden den Bedarf Ihres Körpers an anderen Chemikalien und Nährstoffen

(Lebensmittel) decken.

Wenn Ihr Blut auf das Vorhandensein von Aspergillus (einem Schimmelpilz) überprüft wird, so kann eine

Existenz dieses Schimmelpilzes durch den auch dann Test festgestellt werden, wenn er gar nicht vorhanden

ist.

Anwendung von Plasmalyte A zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor

kurzem eingenommen/angewendet haben.

Die Verwendung folgender Arzneimittel wird nicht empfohlen, wenn Sie Plasmalyte A verabreicht

bekommen:

kaliumsparende Diuretika (bestimmte entwässernde Tabletten, z.B. Amilorid, Spironolacton,

Triamteren, Kaliumcanrenoate);

Angiotensin-Konversionsenzym-Hemmer (ACE-Hemmer) (zur Behandlung von Bluthochdruck);

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (zur Behandlung von Bluthochdruck);

Tacrolimus (um die Abstoßung eines Transplantats zu verhindern und zur Behandlung einiger

Hauterkrankungen);

Ciclosporin (um die Abstoßung eines Transplantats zu verhindern).

Diese Arzneimittel können den Kaliumgehalt im Blut erhöhen. Diese Wirkung kann lebensbedrohlich sein.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kaliumgehalt im Blut ansteigt, ist höher, wenn Sie an einer

Nierenerkrankung leiden.

Andere Arzneimittel, die Plasmalyte A beeinflussen bzw. davon beeinflusst werden können:

Kortikosteroide (entzündungshemmende Arzneimittel);

Carbenoxolon (ein entzündungshemmendes Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren);

Neuromuskuläre Blocker (z.B. Tubocurarin, Suxamethonium und Vecuronium). Diese

Arzneimittel werden bei chirurgischen Eingriffen verwendet, und werden von Ihrem Anästhesisten

kontrolliert.

Acetylcholine;

Aminoglycoside (eine Antibiotika-Klasse);

Nifedipine (verwendet zur Behandlung eines hohen Blutdrucks und von Brustschmerzen);

säurehaltige Arzneimittel, wie z.B.:

Salicylate (zur Behandlung von Entzündungen) (Aspirin);

Barbiturate (Schlaftabletten);

Lithium (zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen).

alkaline (basische) Arzneimittel, wie z.B.:

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Sympathomimetika (Arzneimittel mit anregender Wirkung (Stimulanzien), wie z.B.

Ephedrin und Pseudoephedrin, die in Husten- und Erkältungspräparaten verwendet werden);

andere Stimulanzien (z.B. Dexamphetamin, Phenfluramin).

Anwendung von Plasmalyte A zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Fragen Sie Ihren Arzt, was Sie essen oder trinken können.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Plasmalyte A kann angewendet werden, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Ihr Arzt wird die

Konzentrationen der Chemikalien in Ihrem Blut und den Flüssigkeitshaushalt in Ihrem Körper überwachen.

Falls Ihnen jedoch während der Schwangerschaft oder Stillzeit zusätzlich zu Ihrer Infusionslösung ein

anderes Arzneimittel hinzugefügt werden soll, müssen Sie unbedingt Ihren Arzt informieren und die

Gebrauchsinformation des hinzuzufügenden Arzneimittels lesen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen.

3.

Wie ist Plasmalyte A anzuwenden?

Plasmalyte A wird Ihnen von einem Arzt oder einer Krankenschwester verabreicht. Ihr Arzt entscheidet,

welche Dosis Sie erhalten und wann es Ihnen verabreicht wird. Dies hängt ab von Ihrem Alter, Gewicht,

Zustand sowie dem Behandlungsgrund. Die Dosierung kann auch von anderen Begleittherapien abhängen.

Plasmalyte A darf Ihnen NICHT verabreicht werden, wenn die Lösung Partikel aufweist oder der

Beutel beschädigt ist.

Plasmalyte A wird normalerweise über einen Plastikschlauch und eine damit verbundene Kanüle in eine

Vene verabreicht. Meist wird für die Infusion eine Armvene verwendet. Möglicherweise entschließt sich Ihr

Arzt aber auch, Ihnen das Arzneimittel über einen anderen Verabreichungsweg zu verabreichen.

Restmengen müssen verworfen werden. Plasmalyte A darf NICHT aus einem bereits angebrochenen Beutel

verabreicht werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Plasmalyte A erhalten haben, als Sie sollten

Falls Ihnen Plasmalyte A in zu großer Menge (Überinfusion) oder zu schnell verabreicht wurde, können

folgende Symptome auftreten:

Überschuss an Wasser und/oder Natrium (Salz), wobei sich durch die Ödem

(Flüssigkeitsansammlung im Gewebe) eine Schwellung bildet;

Parästhesie (Kribbeln in Armen und Beinen);

Muskelschwäche;

Paralyse (Lähmung);

Herzarrhythmien (unregelmäßiger Herzschlag);

kardialer Block (sehr langsamer Herzschlag);

Herzstillstand (das Herz hört auf zu schlagen; eine lebensbedrohliche Situation);

Verwirrung;

Verlust der Sehnenreflexe;

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respiratorische Depression (reduzierte Atmung);

Nausea (Übelkeit);

Erbrechen;

Flushing (Rötung) der Haut;

Durst;

Hypotonie (zu niedriger Blutdruck);

Benommenheit;

Bradykardie (verlangsamter Herzschlag);

Koma (Bewusstlosigkeit);

Azidose (Übersäuerung des Bluts) und in Folge dessen Müdigkeit, Verwirrung, Lustlosigkeit und

beschleunigte Atmung;

Hypokaliämie (ein anormal niedriger Kaliumgehalt im Blut) und metabolische Alkalose (das Blut

wird zu basisch), insbesondere bei Patienten mit Nierenversagen;

Stimmungsschwankungen;

Müdigkeit;

Kurzatmigkeit;

Muskelrigidität;

Muskelzucken;

Muskelkontraktion.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie solche Symptome feststellen. Die Infusion wird

abgebrochen und Ihre anschließende Behandlung hängt von den jeweiligen Symptomen ab.

Wenn an Plasmalyte A ein Arzneimittel hinzugefügt wurde, bevor es zur Überinfusion kam, kann auch dieses

Arzneimittel Symptome verursachen. Die möglichen Symptome sind in der Gebrauchsinformation des

hinzugefügten Arzneimittels aufgeführt.

Wenn Sie zu viel Plasmalyte A angewendet oder eingenommen haben, nehmen Sie unverzüglich Kontakt mit

Ihrem Arzt, Ihrem Apotheker oder mit dem Antigift-Zentrum (070-245 245) auf.

Wenn Sie die Anwendung von Plasmalyte A abbrechen

Ihr Arzt entscheidet, wann diese Infusion abgebrochen wird.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder das

medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Wenn Sie eines der folgenden Symptome feststellen, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre

Krankenschwester. Diese können Anzeichen einer sehr schweren oder sogar tödlichen

Überempfindlichkeitsreaktion (allergische Reaktion) sein:

Schwellung der Gesichtshaut, der Lippen und des Rachens;

Atembeschwerden;

Hautausschlag;

Erythem (Hautrötung).

Ihre anschließende Behandlung hängt von den jeweiligen Symptomen ab.

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Die anderen Nebenwirkungen sind:

Reaktionen in Zusammenhang mit der Verabreichungstechnik:

Fieber (Fieberreaktion);

Infektion an der Einstichstelle;

brennendes Gefühl;

lokale Schmerzen oder Reaktionen (Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle);

Phlebitis (Reizung und Entzündung der Vene, in die die Lösung infundiert wird), die zu

Rötung, Schmerzen oder Brennen und einer Schwellung entlang der betreffenden Vene

führen kann;

Venenthrombose (Blutgerinnselbildung) an der Einstichstelle, die Schmerzen, Schwellung

oder Rötung verursacht im Bereich des Gerinnsels;

Extravasation (Austreten von Infusionslösung in das die Vene umgebende Gewebe), die zu

Gewebeschäden und Narbenbildung führen kann;

Hypervolämie (Überschuss an Flüssigkeit im Körper);

Anfälle;

Urtikaria (Nesselsucht);

schwerwiegende allergische Reaktion, die zu Atemproblemen oder Benommenheit führt

(anaphylaktoide Reaktion);

hoher Pulsschlag (Tachykardie);

Herzklopfen;

Schmerzen in der Brust;

Beklemmungsgefühl in der Brust;

Atemnot (Dyspnoe);

erhöhte Atemfrequenz;

Gesichtsrötung;

Hyperämie;

Schwächegefühl (Asthenie);

Gefühlsstörungen;

Gänsehaut;

peripheres Ödem;

Pyrexie (Fieber).

Wenn dieser Infusionslösung ein Arzneimittel hinzugefügt wurde, kann auch dieses hinzugefügte

Arzneimittel Nebenwirkungen verursachen. Diese Nebenwirkungen sind abhängig von dem jeweiligen

hinzugefügten Arzneimittel. Die möglichen Symptome sind in der Gebrauchsinformation des hinzugefügten

Arzneimittels aufgeführt.

Sonstige Nebenwirkungen, die mit ähnlichen Produkten beobachtet wurden:

Sonstige Überempfindlichkeitsreaktionen/Infusionsreaktionen: Hypotonie (niedriger Blutdruck),

Keuchatmung, kalter Schweiß, Schüttelfrost;

Hyperkaliämie.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt anzeigen :

Belgien

Föderalagentur für Arzneimittel und

Gesundheitsprodukte

Abteilung Vigilanz

EUROSTATION II

Luxembourg/Luxemburg

Direction de la Santé – Division de la Pharmacie et des

Médicaments

Villa Louvigny – Allée Marconi

L-2120 Luxembourg

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Gebrauchsinformation

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Victor Hortaplein, 40/40

B-1060 BRUSSEL

Website: www.fagg-afmps.be

E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Site internet:

http://www.ms.public.lu/fr/activites/pharmacie-

medicament/index.html

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Plasmalyte A aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Beutel nach “EXP” angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass die Lösung Partikel aufweist oder

der Beutel beschädigt ist.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Plasmalyte A enthält

Die Wirkstoffe sind:

Natriumchlorid: 5,26 g pro Liter.

Kaliumchlorid: 0.37 g pro Liter.

Magnesiumchlorid-Hexahydrat: 0,30 g pro Liter.

Natriumacetat-Trihydrat: 3,68 g pro Liter.

Natriumglukonat: 5,02 g pro Liter.

Die sonstigen Bestandteile sind Wasser für Injektionszwecke und Natriumhydroxyd.

Wie Plasmalyte A aussieht und Inhalt der Packung

Plasmalyte A ist eine klare Lösung, die keine sichtbaren Partikel aufweist. Das Mittel wird in

Polyolefin/Polyamid-Plastikbeuteln (Viaflo) angeboten. Jeder Beutel ist in eine Plastik-Umverpackung

eingeschweißt.

Die Packungsgrößen sind 500 ml und 1000 ml.

Die Beutel werden in Kartons geliefert. Jeder Karton enthält eine der folgenden Packungseinheiten:

- 20 Beutel zu 500 ml,

- 10 Beutel zu 1000 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Baxter S.A., Bd René Branquart 80, B-7860 Lessines, Belgien

Hersteller:

Baxter S.A., Bd René Branquart 80, B-7860 Lessines, Belgien

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Baxter Healthcare Ltd, Caxton Way, Thetford, Norfolk IP24 3SE, Großbritannien

Bieffe Medital, Ctra de Biescas-Senegüé, E-22666 Sabiñánigo (Huesca), Spanien

Baxter Manufacturing Sp. z o.o., 42 B Wojciechowska Str., 20-704 Lublin, Polen

Zulassungsnummern

Plasmalyte A Viaflo, Infusionslösung (500 ml):

BE 334232.

Plasmalyte A Viaflo, Infusionslösung (1000 ml):

BE 334241.

Verkaufsabgrenzung

Apothekenpflichtig.

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den

folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich:

Plasmalyt-Infusionslösung

Belgizn, Luxemburg:

Plasmalyte A Viaflo, solution pour perfusion

Kroatien:

Plasma-Lyte 148 (pH 7,4) Viaflo, otopina za infuziju

Tschechische Republik:

Plasmalyte roztok

Zypern:

Plasma-Lyte 148 (pH 7,4) Solution for infusion

Spanien:

Viaflo Plasmalyte 148 (pH 7,4), solución para perfusion

Dänemark:

Plasmalyte, infusionsvæske, opløsning

Finnland:

Plasmalyte infuusioneste, liuos

Frankreich:

Plasmalyte Viaflo, solution pour perfusion

Griechenland:

Plasma-Lyte 148 (pH 7,4) Solution for infusion

Island:

Plasmalyte innrennslislyf, lausn

Irland:

Plasma-Lyte 148 (pH 7.4) Solution for infusion

Italien:

CrystalSol Solution for infusion

Litauen:

Plasmalyte infuzinis tirpalas

Malta:

Plasma-Lyte 148 (pH 7.4) Solution for infusion

Niederlande:

Plasma-Lyte 148, oplossing voor infusie

Norwegen:

Plasmalyte infusjonsvæske, oppløsning

Polen:

Plasmalyte roztwór do infuzji

Portugal:

Plasma-Lyte (ph 7,4) 148 Viaflo

Slowenien:

Plaslyte raztopina za infundiranje

Slowakei:

Plasmalyte infúzny roztok

Schweden:

Plasmalyte infusionsvätska, lösning

Vereinigtes Königreich:

Plasma-Lyte 148(pH 7.4) Solution for Infusion

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 04/2017.

Baxter und Viaflo sind eingetragene Merken von Baxter International Inc.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Hinweise für die Handhabung und Vorbereitung

Diese Lösung ist vor der Anwendung einer Sichtprüfung auf Partikel und Verfärbungen zu unterziehen, wann

immer die Lösung und der Beutel dies zulassen. Nur anwenden, wenn die Lösung klar und das Siegel intakt

ist. Den Beutel erst unmittelbar vor Gebrauch aus der Umverpackung entnehmen.

Der Innenbeutel gewährleistet die Sterilität des Produkts. Nach dem Anschließen des Infusionsbestecks

sofort verabreichen.

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Nicht mehrere Plastikbeutel miteinander verbinden. Ein solcher Gebrauch kann zu einer Luftembolie durch

Lufteinschlüsse im Primärbeutel führen, die aspiriert werden können, bevor der Inhalt des Sekundärbeutels

vollständig appliziert ist. Wird ein flexibles Kunststoffbehältnis mit einer intravenösen Lösung

zusammengedrückt, um die Flussrate zu erhöhen, besteht das Risiko einer Luftembolie, wenn das

Behältnis

vor der Anwendung nicht vollständig entlüftet wurde.

Die Verwendung eines intravenösen Infusionsbestecks mit Entlüftung und dem Entlüfter in offener Position

kann zu einer Luftembolie führen. Intravenöse Infusionsbestecke mit Entlüftung und geöffnetem Entlüfter

dürfen nicht zusammen mit flexiblen Plastikbehältnissen verwendet werden.

Die Lösung muss unter aseptischen Bedingungen mit einem sterilen Infusionssystem intravenös verabreicht

werden. Das Infusionssystem mit der Lösung spülen, um es zu entlüften.

Hinzuzufügende Arzneimittel können der Lösung vor oder während der Infusion über den

wiederverschließbaren Zuspritzanschluss beigefügt werden. Beim Zumischen anderer Arzneimittel oder

durch eine falsche Verabreichungstechnik können Pyrogene in den Kreislauf gelangen und Fieber

hervorrufen. Wenn Nebenwirkungen auftreten, die Infusion sofort abbrechen.

Nach einmaligem Gebrauch verwerfen.

Restmengen verwerfen.

Angebrochene Beutel nicht wieder anschließen.

1. Öffnen der Umverpackung

Den Viaflo-Beutel erst unmittelbar vor Gebrauch aus der Umverpackung nehmen.

Der Innenbeutel fest zusammendrücken und so auf kleinste Undichtigkeiten überprüfen. Sind undichte

Stellen vorhanden, die Lösung verwerfen, da die Sterilität nicht mehr gewährleistet ist.

Prüfen, ob die Lösung klar ist und keine Fremdpartikel aufweist. Wenn sie trübe ist oder Fremdpartikel

enthält, die Lösung verwerfen.

2. Vorbereiten der Verabreichung

Für die Vorbereitung und Verabreichung sterile Materialien verwenden.

Den Beutel an der Ausstanzung am Infusionsständer aufhängen.

Die Plastik-Schutzkappe vom Verabreichungsanschluss an der Unterseite des Beutels wie folgt abziehen:

den kleineren Flügel am Anschluss mit einer Hand fassen;

mit der anderen Hand den größeren Flügel an der Schutzkappe fassen und drehen;

die Schutzkappe löst sich vom Anschluss.

Die Infusion aseptisch vorbereiten.

Das Infusionsbesteck anschließen. Bitte die vollständige Gebrauchsinformation des Infusionsbestecks

zum Anschließen und Spülen des Infusionsbestecks und zum Verabreichen der Lösung lesen.

3. Verfahren zur Injektion von hinzuzufügenden Arzneimitteln

Vorsicht! Hinzuzufügende Arzneimittel können inkompatibel sein. Vor der Verwendung ist zu überprüfen, ob

die hinzuzufügenden Arzneimittel mit der Lösung und dem Beutel kompatibel sind. Bei Verwendung eines

hinzuzufügenden Arzneimittels vor der parenteralen Verabreichung sicherstellen, dass die Lösung an

isotonische Verhältnisse angepasst wird. Das hinzugefügte Arzneimittel muss unter aseptischen Bedingungen

gründlich und sorgfältig gemischt werden. Lösungen mit hinzugefügten Arzneimitteln sofort anwenden und

nicht lagern (siehe weiter unten, Abschnitt 5., “Inkompatibilitäten mit hinzuzufügenden Arzneimitteln”).

Hinzufügen von Arzneimitteln vor der Verabreichung

Den Zuspritzanschluss desinfizieren.

Unter Verwendung einer Spritze mit 19-Gauge-Kanüle (1,10 mm) oder 22-Gauge-Kanüle (0,70 mm) den

wiederverschließbaren Zuspritzanschluss punktieren und das hinzuzufügende Arzneimittel in den Beutel

mit Lösung injizieren.

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Die Lösung und das Arzneimittel gründlich mischen. Für Arzneimittel hoher Dichte wie z.B.

Kaliumchlorid die Anschlüsse senkrecht halten, leicht dagegen klopfen und die Lösung und das

Arzneimittel mischen.

Achtung: Beutel mit hinzugefügten Arzneimitteln nicht aufbewahren.

Hinzufügen von Arzneimitteln während der Verabreichung

Die Klemme am Infusionsbesteck schließen.

Den Zuspritzanschluss desinfizieren.

Unter Verwendung einer Spritze mit 19-Gauge-Kanüle (1,10 mm) oder 22-Gauge-Kanüle (0,70 mm) den

wiederverschließbaren Zuspritzanschluss punktieren und das hinzuzufügende Arzneimittel in den Beutel

mit Lösung injizieren.

Den Beutel vom Infusionsständer nehmen und/oder in senkrechte Position bringen.

Beide Anschlüsse entlüften, indem Sie leicht dagegen klopfen, während sich der Beutel in senkrechter

Position befindet.

Die Lösung und das Arzneimittel gründlich mischen.

Den Beutel wieder an den Infusionsständer hängen, die Klemme öffnen und die Verabreichung fortsetzen.

4. Haltbarkeit nach dem Öffnen der Umverpackung: das Produkt muss unmittelbar verwendet

werden.

Hatlbarkeit von dem hergestellten Produkt mit hinzugefügte Arzneimittel

Vor Anwendung muss die chemische und physikalische Stabilität des hinzuzufügenden Arzneimittels im

Viaflo-Beutel beim Säuregehalt von Plasmalyte A ermittelt werden.

Aus mikrobiologischen Gründen muss das verdünnte Produkt unmittelbar verwendet werden. Wird das

verdünnte Produkt nicht umgehend verabreicht, ist der Anwender nach dem Öffnen der Umverpackung und

vor Gebrauch für die Lagerungsdauer und Lagerungsbedingungen verantwortlich. Im Regelfall darf dann ein

Zeitraum von 24 h bei 2°C – 8°C nicht überschritten werden, es sei denn, die Lösung wurde unter

kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen hergestellt.

5. Inkompatibilitäten mit hinzuzufügenden Arzneimitteln

Hinzuzufügende Arzneimittel müssen Plasmalyte A unter aspetischen Bedingungen zugeführt werden. Nach

dem Hinzufügen der Arzneimittel die Lösung gründlich mischen. Lösungen mit hinzugefügten Arzneimitteln

dürfen nicht gelagert werden.

Vor dem Hinzufügen eines Arzneimittels muss dessen Kompatibilität mit der Lösung im Viaflo-Beutel

ermittelt werden.

Unbedingt die Gebrauchsinformation des hinzuzufügenden Arzneimittels beachten.

Vor dem Hinzufügen einer Substanz oder eines Arzneimittels sicherstellen, dass diese(s) in Wasser löslich

und/oder stabil ist und dass der Säuregehalt von Plasmalyte A geeignet ist (pH 6,5 -8,0). Nach dem

Hinzufügen auf mögliche Verfärbungen und/oder das Auftreten eines Niederschlags, nicht löslicher

Komplexe oder Kristalle hin überprüfen.

Keine hinzuzufügenden Arzneimittel verwenden, bei denen eine Inkompatibilität bekannt ist.

Baxter und Viaflo sind eingetragene Merken von Baxter International Inc.

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