Plaquenil

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Plaquenil comprimés pelliculés
  • Darreichungsform:
  • comprimés pelliculés
  • Zusammensetzung:
  • hydroxychloroquini sulfas 200 mg, excipiens pro compresso obducto.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Plaquenil comprimés pelliculés
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Paludisme, lupus érythémateux, polyarthrite chronique

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53831
  • Berechtigungsdatum:
  • 23-01-1998
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Plaquenil®

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Was ist Plaquenil und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin.

Plaquenil ist ein Antimalaria-Mittel und ein Medikament zur Behandlung der chronischen

Polyarthritis (Gelenkrheumatismus). Es wird zudem zur Behandlung der Hauterkrankung Lupus

erythematodes (Schmetterlingsflechte) und zum Schutz gegen Photodermatosen (Sonnenallergien)

eingesetzt.

Was sollte dazu beachtet werden?

Plaquenil wird hauptsächlich zur Basistherapie der chronischen Polyarthritis eingesetzt. Durch die

regelmässige Einnahme von Plaquenil kann der Verlauf der Krankheit gebremst und die Dauer sowie

der Schweregrad der akuten Schübe verringert werden. Dieser günstige Effekt wird meist erst nach

mehrmonatiger Behandlung sichtbar.

Für die Verwendung von Plaquenil als Antimalaria-Mittel (Vorbeugung und Therapie) sind die

Richtlinien des Schweizerischen Tropeninstitutes resp. Ihres Arztes zu beachten.

Dieses Medikament wurde Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer

gegenwärtigen Erkrankung (oder Malariaprophylaxe) verschrieben. Wenden Sie es nicht von sich

aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.

Wann darf Plaquenil nicht angewendet werden?

Plaquenil darf bei Überempfindlichkeit gegen Hydroxychloroquin oder Chloroquin und bei

bestimmten angeborenen oder erworbenen Stoffwechselstörungen (Porphyrie und Glukose-6-

phosphatdehydrogenase-Mangel) nicht angewendet werden.

Bei Vorliegen einer Psoriasis sowie bei eingeschränktem Gesichtsfeld oder bei Myasthenia gravis

(Muskelkrankheit) darf Plaquenil ebenfalls nicht angewendet werden.

An Säuglinge und Kleinkinder unterhalb von 6 Jahren oder mit weniger als 35 kg Körpergewicht

darf Plaquenil nicht verabreicht werden. Kinder sollten nicht länger als 6 Monate mit Plaquenil

behandelt werden.

Wann ist bei der Anwendung von Plaquenil Vorsicht geboten?

Plaquenil ist bei schweren Leber- und Nierenerkrankungen, bei Erkrankungen der blutbildenden

Organe (Knochenmark) und bei Alkoholmissbrauch nur mit Vorsicht zu verabreichen. Bei

Langzeitverabreichung wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin von Zeit zu Zeit Ihr Blutbild überprüfen und

Augenuntersuchungen anordnen.

Bei Epileptikern ist wegen der Möglichkeit einer Anfallsauslösung erhöhte Vorsicht geboten.

Dieses Arzneimittel kann vorübergehende Sehstörungen hervorrufen, wie Flimmern oder

Schwierigkeiten, die Farben zu unterscheiden. Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die

Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Die gleichzeitige Anwendung von Plaquenil mit Arzneimitteln, die eine retinale Toxizität

verursachen können (zum Beispiel Tamoxifen), sollte vermieden werden.

Plaquenil darf nicht an Personen, die Lebertoxische Medikamente einnehmen, verabreicht werden. 4-

Aminochinoline dürfen nicht gleichzeitig mit MAO-Hemmern angewendet werden. Substanzen, die

eine Sensibilisierung oder eine Dermatitis hervorrufen, wie zum Beispiel Phenylbutazon oder

Goldpreparate, sollten nach Möglichkeit bei Patienten, die Plaquenil einnehmen, vermieden werden.

Die gleichzeitige Abgabe von Hydroxychloroquine und Digoxin kann einen erhöhten Blutspiegel an

Digoxine verursachen. Bei Patienten, die durch diese beiden Präparate gleichzeitig behandelt werden

muss der Blutspiegel an Digoxin sorgfältig kontrolliert werden.

Hydroxychloroquine kann den Bedarf an hypoglykämischen Präparaten herabsetzen. Patienten, die

mit diesen Substanzen behandelt werden, sollten ihren Blutzuckerspiegel öfters als gewohnt bei

Beginn einer Therapie mit Hydroxychloroquine kontrollieren.

Es können schwere Hypoglykämien auftreten, einschliesslich solcher, die zum Bewusstseinsverlust

führen können. Bitte kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt, falls bei Ihnen Hypoglykämie-

Symptome wie Schwitzen, Herzrasen, Hunger, Agitation, Ängstlichkeit, Müdigkeit, Reizbarkeit,

Kopfschmerzen, Konzentrationsverlust, Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Koordinationsstörungen,

vorübergehende Seh- oder Sprachstörungen oder sogar Krämpfe auftreten.

Hydroxychloroquine kann die Entwicklung einer Kardiomyopathie bewirken. Regelmässige

medizinische Kontrollen sind empfohlen, und die Einnahme von Plaquenil muss unterbrochen

werden, falls es zur Entwicklung einer Kardiomyopathie kommt. Herzrhythmusstörungen können bei

gleichzeitiger Verabreichung von Plaquenil mit anderen Medikamenten, die den Herzrhythmus

modifizieren, ebenfalls auftreten.

Die Einnahme von Hydroxychloroquine kann die Anzahl an Konvulsionen erhöhen, indem es die

Wirkung von Medikamenten zur Behandlung von Epilepsie vermindert.

Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Plaquenil behandelt wurden, hatten Gedanken daran, sich

selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche

Gedanken haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Plaquenil während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Plaquenil sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht verabreicht werden.

Wie verwenden Sie Plaquenil?

Die Dosierung und Anwendungsdauer sind entsprechend der Indikation unterschiedlich und werden

durch Ihren Arzt bzw. Ihrer Ärztin bestimmt.

Chronische Polyarthritis, Lupus erythematodes oder Photodermatosen

Soweit nicht anders verordnet, beträgt die übliche Dosierung zu Beginn der Behandlung 2-3mal

täglich 1 Filmtablette. Später kann die Dosierung auf Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin auf

1-2mal täglich 1 Filmtablette reduziert werden. Die Filmtabletten sind zu den Mahlzeiten mit

genügend Flüssigkeit einzunehmen.

Malariatherapie

Wenn Sie Plaquenil gegen Malaria verwenden, so folgen Sie den Dosierungsanweisungen Ihres

Arztes bzw. Ihrer Ärztin.

Malariaprophylaxe

Die vorbeugende Behandlung soll 2 Wochen vor Ankunft in einem Malariagebiet beginnen und über

8 Wochen nach Rückkehr aus dem Gebiet weitergeführt werden. Die übliche Dosierung für

Erwachsene beträgt 2 Filmtabletten 1mal pro Woche, die immer am gleichen Wochentag auf einmal

einzunehmen sind.

Wenn Sie versehentlich zu viel Plaquenil eingenommen haben, wenden Sie sich unverzüglich an

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Plaquenil haben?

Plaquenil kann Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen:

Die Häufigkeit der mit der Einnahme von Plaquenil verbundenen Nebenwirkungen ist unten

aufgeführt.

Sehr häufige Nebenwirkungen (mehr als eine von 10 Personen): Übelkeit, Magendrücken

(Völlegefühl).

Häufige Nebenwirkungen (weniger als 1 von 10 Personen): Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall,

nervöse Erscheinungen, Kopfschmerzen, vorübergehende Sehstörungen wie Flimmern oder

Beeinträchtigung des Farbsehens, Hautreaktionen wie Juckreiz, ausgedehnter Hautausschlag mit

systemischem Symptom.

Gelegentliche Nebenwirkungen (weniger als 1 von 100 Personen): Schwindel, Ohrensausen,

Benommenheit, Ausschläge auf der Haut (Rötungen), Blutdruckabfall, Haarschwund oder

Entfärbung der Haare, Kribbeln.

Einzelfälle: Hypoglykämie, Hörschäden, Krämpfe, psychische Störungen, suizidale Gedanken,

bleibende Augenschäden, Kardiomyopathie, Verspannungen der Skelettmuskulatur, Zittern,

unwillkürliche Bewegungen, allergische Reaktionen.

Einige Erscheinungen verschwinden im Allgemeinen rasch, wenn die Dosis verringert oder das

Medikament abgesetzt wird.

Wenn Sie irgendwelche Nebenwirkungen bemerken, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre

Ärztin oder Apothekerin informieren. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die hier möglicherweise

nicht beschrieben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Vor und während der Behandlung mit Plaquenil wird in der Regel alle 3-6 Monate eine gründliche

Augenuntersuchung durchgeführt. Die vom Arzt vorgeschriebenen Kontrolluntersuchungen sind

unbedingt durchzuführen.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Bewahren Sie das Medikament in der verschlossenen Originalpackung, bei Raumtemperatur (15-

25 °C) und ausser Reichweite von Kindern auf. Nach Beendung der Behandlung das Medikament

mit dem restlichen Inhalt Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin zum

fachgerechten Entsorgen bringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Plaquenil enthalten?

1 Filmtablette enthält 200 mg Hydroxychloroquinsulfat sowie Hilfsstoffe zur Herstellung der

Tabletten. Enthält Laktose.

Zulassungsnummer

53831 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Plaquenil? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen mit 30 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.