Pirosol

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Pirosol Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • piroxicamum 20 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Pirosol Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Antirheumaticum, Antiphlogisticum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 50757
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-09-1995
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Pirosol®

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Pirosol und wann wird es angewendet?

Pirosol ist ein nicht-steroidales Antirheumatikum (NSAR) und enthält einen Wirkstoff mit

schmerzlindernder und entzündungshemmender Wirkung. Sein Wirkstoff Piroxicam besitzt eine über

24 Stunden anhaltende Wirkung, so dass eine einzige Gabe pro Tag ausreichend ist.

Pirosol wird zur Linderung der Begleiterscheinungen von Arthrose, Polyarthritis und Spondylitis

ankylosans (Morbus Bechterew), wie Schwellungen, Steifheit und Gelenkschmerzen, angewendet.

Pirosol kann diese Krankheiten nicht heilen sondern lediglich deren Symptome lindern, solange es

eingenommen wird.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Ihr Arzt/Ihre Ärztin hat Ihnen Pirosol nach sorgfältiger Abwägung Ihres persönlichen Risikos

Nebenwirkungen zu entwickeln verschrieben, und nur wenn Sie auf andere nicht-steroidale

Antirheumatika ungenügend angesprochen haben. Er/sie wird diese Entscheidung regelmässig

überprüfen.

Wann darf Pirosol nicht eingenommen werden?

Pirosol darf nicht eingenommen werden,

·wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von

Acetylsalicylsäure oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, so genannten nicht-steroidalen

entzündungshemmenden Arzneimitteln, Atemnot oder allergieähnliche Hautreaktionen hatten,

·im letzten Drittel der Schwangerschaft,

·in der Stillzeit,

·bei aktiven Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Magen-/Darm-Blutungen oder

wenn Sie solche früher schon einmal hatten,

·bei chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa),

·bei schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion,

·bei schwerer Herzleistungsschwäche,

·zur Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypassoperation am Herzen (resp. Einsatz

einer Herz-Lungen-Maschine).

Wann ist bei der Einnahme von Pirosol Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Pirosol können im oberen Magen-Darm-Trakt Schleimhautgeschwüre,

selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-, Darmdurchbrüche) auftreten. Diese

Komplikationen können während der Behandlung jederzeit auch ohne Warnsymptome auftreten. Um

dieses Risiko zu verringern, verschreibt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen die kleinste wirksame Dosis

während der kürzest möglichen Therapiedauer.

Auch der gleichzeitige Genuss von alkoholischen Getränken kann das Risiko für Nebenwirkungen

im oberen Magen-Darm-Trakt erhöhen.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Magenschmerzen haben und einen

Zusammenhang mit der Einnahme des Arzneimittels vermuten.

Für gewisse Schmerzmittel, die sogenannten COX-2-Hemmer, wurde unter hohen Dosierungen

und/oder Langzeitbehandlung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall festgestellt. Ob

dieses erhöhte Risiko auch für Pirosol zutrifft, ist noch nicht bekannt. Falls Sie bereits einen

Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Verschlusskrankheit der Beinarterien hatten, oder falls Sie

Risikofaktoren haben, wie hoher Blutdruck, Diabetes (Zuckerkrankheit), hohe Blutfettwerte und

Rauchen, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin entscheiden, ob Sie Pirosol trotzdem anwenden können.

Informieren Sie in jedem Fall Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darüber.

Die Einnahme von Pirosol kann die Funktion Ihrer Nieren beeinträchtigen, was zu einer Erhöhung

des Blutdrucks und/oder zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann. Informieren Sie Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie herzkrank oder nierenkrank sind, falls Sie Arzneimittel gegen

Bluthochdruck (z.B. harntreibende Mittel, ACE-Hemmer) einnehmen oder bei einem erhöhten

Flüssigkeitsverlust, z.B. durch starkes Schwitzen.

Während der Behandlung mit Pirosol wurden sehr selten schwere Haut- und

Überempfindlichkeitsreaktionen beobachtet. Pirosol ist bei den ersten Anzeichen von allergischen

Reaktionen (z.B. Hautausschlag, Schwellungen von Gesicht, Haut oder Schleimhäuten, Atemnot)

abzusetzen und der Arzt/die Ärztin zu kontaktieren.

Dieses Arzneimittel kann aufgrund möglicher Nebenwirkungen wie Benommenheit und

Schläfrigkeit die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Andere nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel, welche bei Schmerzen und Rheuma

oder, wie Acetylsalicylsäure, zur Blutverdünnung eingesetzt werden, sollten nicht gleichzeitig mit

Pirosol angewendet werden, da sie das Risiko für das Auftreten von Nebenwirkungen erhöhen. Sie

sollten daher Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über die gleichzeitige Anwendung solcher Arzneimittel in

Kenntnis setzen.

Teilen Sie es Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin auch mit, wenn Sie cortison-ähnliche,

blutgerinnungshemmende oder den Blutdruck oder den Blutzucker senkende Arzneimittel

einnehmen, bzw. wenn Sie an Magen/Darm-, Leber-, oder psychischen Erkrankungen leiden oder

gelitten haben und entsprechende Arzneimittel einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Pirosol Tabletten enthalten Laktose und dürfen daher von Patienten oder Patientinnen mit dem

seltenen, erblichen Krankheitsbild einer Galaktose-Intoleranz, eines Laktase-Mangels oder einer

gestörten Glukose-/Galaktoseresorption nicht eingenommen werden. Wenn Sie gegenüber gewissen

Zuckerarten Unverträglichkeitsreaktionen zeigen, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

konsultieren, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

Darf Pirosol während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Schwangerschaft

Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Pirosol nur nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin einnehmen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf

Pirosol nicht eingenommen werden.

Stillzeit

Auch während der Stillzeit soll Pirosol nicht eingenommen werden.

Informieren Sie in jedem Fall Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie schwanger sind oder wenn Sie

stillen.

Wie verwenden Sie Pirosol?

Falls von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin nicht anders verordnet, gelten für Jugendliche und

Erwachsene die nachstehenden Dosierungsangaben:

Die empfohlene Tagesmaximaldosis beträgt einmal täglich 20 mg Piroxicam.

20 mg Piroxicam entsprechen 1 Tablette Pirosol.

Für die meisten Patientinnen und Patienten eignet sich diese Dosierung auch als Erhaltungsdosis.

Bei einem kleinen Teil der Patientinnen und Patienten (z.B. untergewichtigen) genügt eine einmalige

tägliche Dosis von nur 10 mg Piroxicam.

Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird regelmässig überprüfen, ob Sie die optimale Dosis von Pirosol erhalten.

Er/sie wird Sie auf die für die Kontrolle Ihrer Beschwerden erforderliche, niedrigst mögliche Dosis

einstellen.

Insbesondere, wenn Sie älter als 70 Jahre sind, wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin möglicherweise die

Behandlungsdauer verkürzen oder die Tagesmaximaldosis reduzieren.

Eventuell wird Ihnen Pirosol zusammen mit anderen Arzneimitteln verschrieben, welche Magen und

Darm vor Nebenwirkungen schützen.

Pirosol Tabletten können mit etwas Flüssigkeit ganz oder aufgelöst in mindestens ½ Glas Wasser

geschluckt werden. Die Tabletten sind in der Mitte teilbar.

Kinder

Die Anwendung von Pirosol bei Kindern wird nicht empfohlen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Pirosol haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Pirosol auftreten: Übelkeit, Erbrechen,

Magenschleimhautentzündung, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Durchfall, Blähungen,

Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen. Sollte sich Ihr Stuhl dunkelbraun oder schwarz verfärben

(was das Zeichen einer Magen-Darmblutung sein kann), müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

umgehend aufsuchen.

Ebenso häufig werden Benommenheit, Schlafstörungen, Empfindungsstörungen, Kopfschmerzen,

Nervosität, Verwirrtheit, Halluzinationen, ungewöhnliche Träume, Stimmungsveränderungen und

Schwindel beobachtet, gelegentlich auch Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut (Ausschlag,

Juckreiz) oder erhöhte Licht- und Sonnenempfindlichkeit.

Ebenfalls gelegentlich können unter Pirosol Schwellungen (Flüssigkeitsansammlungen),

hauptsächlich im Knöchelbereich, Schwellungen oder Reizungen der Augen und verschwommenes

Sehen, Ohrensausen sowie erhöhter Blutzuckerspiegel auftreten.

Selten wurden Nasenbluten, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Nierenentzündungen,

Nierenversagen, Atemnot, Haarausfall sowie schwerwiegende allergische Reaktionen und

Hautallergien mit Blasenbildung beobachtet. Pirosol sollte beim ersten Auftreten von Hautröte,

Schleimhautverletzungen oder anderen Überempfindlichkeitsanzeichen abgesetzt und sofort der Arzt

bzw. die Ärztin aufgesucht werden. Insbesondere dann, wenn während der Behandlung

Halsbeschwerden (Angina), hohes Fieber und eventuell auch eine Anschwellung der Lymphknoten

in der Halsregion auftreten (ein sehr selten beobachtetes Krankheitsbild).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Pirosol enthalten?

1 Tablette Pirosol (aufschwemmbar) enthält 20 mg Piroxicam als Wirkstoff, Laktose und Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

50757 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Pirosol? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Pirosol Tabletten (teilbar, aufschwemmbar) zu 20 mg: Packungen mit 10, 30 und 100 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.