Piromed dispers

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Piromed dispers Tablette 20 mg
  • Dosierung:
  • 20 mg
  • Darreichungsform:
  • Tablette
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Piromed dispers Tablette 20 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE183355
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Piromed dispers 20 mg Tabletten

Piroxicam

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Ihre

Pflegefachkraft.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Ihre

Pflegefachkraft. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Piromed dispers 20 mg Tabletten und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Piromed dispers 20 mg Tabletten beachten?

Wie ist Piromed dispers 20 mg Tabletten einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Piromed dispers 20 mg Tabletten aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST PIROMED DISPERS 20 MG TABLETTEN UND WOFÜR WIRD ES

ANGEWENDET?

Vor einer Verschreibung von Piromed dispers wird Ihr Arzt die Nutzen dieses Arzneimittels

gegen das Risiko für das Auftreten möglicher Nebenwirkungen abwägen. Ihr Arzt wird unter

Umständen einige Untersuchungen bei Ihnen durchführen und wird Ihnen auch mitteilen, wie

oft Sie untersucht werden müssen, während Sie mit Piromed dispers behandelt werden.

Piromed dispers wird zur Linderung der Beschwerden bei aktivierter Arthrose (Reizzustände

degenerativer

Gelenkerkrankungen),

rheumatoider

Arthritis

Morbus

Bechterew/Spondylitis ankylosans (rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule) wie etwa

Schwellungen, Steifigkeit und Gelenkschmerzen angewendet. Piromed dispers bewirkt keine

Heilung der Arthritis und wird Ihnen nur solange helfen, solange Sie es verwenden.

Ihr Arzt wird Ihnen Piromed dispers nur dann verschreiben, wenn andere nicht-steroidale

Antirheumatika (NSAR) keine zufriedenstellende Linderung der Beschwerden mit sich

gebracht haben.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON PIROMED DISPERS 20 MG

TABLETTEN BEACHTEN?

Piromed dispers darf nicht angewendet werden,

wenn sie allergisch gegen Piroxicam oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie bereits einmal ein Magen- oder Darmgeschwür, eine Blutung oder einen

Durchbruch (Perforation) im Magen-Darm-Bereich hatten.

wenn Sie derzeit ein Magen- oder Darmgeschwür, eine Blutung oder einen Durchbruch

(Perforation) im Magen-Darm-Bereich haben.

wenn Sie derzeit oder in Ihrer Vorgeschichte eine Magen-Darm-Erkrankung (Magen- oder

Darmentzündung) haben, welche das Risiko einer Blutung erhöhen kann, wie Colitis

ulcerosa, Morbus Crohn, Magen- oder Darmkrebs oder Divertikulitis (entzündete oder

infizierte Ausstülpungen oder „Taschen“ im Dickdarm)

wenn Sie andere NSAR einschließlich COX-2-selektiver NSAR und Acetylsalicylsäure

(eine Substanz, die in vielen Medikamenten enthalten ist, die zur Linderung von

Schmerzen und zur Fiebersenkung eingesetzt werden) verwenden.

wenn Sie gerinnungshemmende Arzneimittel, wie etwa Warfarin, zur Vorbeugung gegen

Blutgerinnsel verwenden.

wenn Sie bereits einmal eine schwere allergische Reaktion auf Piroxicam, andere NSAR

oder andere Arzneimittel hatten, vor allem ernste Hautreaktionen (ungeachtet ihres

Schweregrads) wie etwa exfoliative Dermatitis (starke Hautrötung mit Hautabschuppung

oder - abschälung).

Bei Anwendung von Piroxicam wurde über potenziell lebensbedrohliche Hautausschläge

(Stevens-Johnson-

Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) berichtet, die anfänglich als rötliche

zielscheibenähnliche Punkte oder runde Flecken mit zentralen Blasen am Rumpf

erscheinen.

Weitere Anzeichen, auf die zu achten ist, umfassen Geschwüre in Mund, Rachen, Nase und

an den

Genitalien sowie Konjunktivitis (rote und geschwollene Augen).

Die potenziell lebensbedrohlichen Hautausschläge sind oft mit grippeähnlichen

Symptomen verbunden. Der Ausschlag kann zu ausgedehnter Blasenbildung oder

Abschälen der Haut führen.

Das Risiko auf schwere Hautreaktionen ist in den ersten Behandlungswochen am höchsten.

Wenn sich bei Ihnen während der Anwendung von Piroxicam ein Stevens-Johnson-

Syndrom oder eine toxische epidermale Nekrolyse entwickelt hat, dürfen Sie nicht mehr

mit Piroxicam behandelt werden. Wenn sich bei Ihnen ein Ausschlag oder diese

Hautsymptome entwickeln, müssen Sie Piroxicam absetzen, sich sofort an einen Arzt

wenden und ihm sagen, dass Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

wenn Sie sich in den ersten oder letzten drei Monaten einer Schwangerschaft befinden. Die

Anwendung von Piroxicam während der Schwangerschaft und Stillzeit ist nicht

empfohlen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaβnahmen

Bei der Anwendung von Piromed dispers ist besondere Vorsicht geboten; informieren Sie

daher vor der Anwendung von Piromed dispers immer Ihren Arzt. Wie alle nichtsteroidalen

Antirheumatika kann Piromed dispers schwerwiegende Reaktionen im Magen-Darm-Bereich

wie etwa Schmerzen, Blutung, Geschwüre und Durchbruch (Perforation) verursachen.

Sie müssen die Anwendung von Piroxicam sofort beenden und Ihren Arzt verständigen, wenn

Sie Magenschmerzen haben oder Anzeichen für eine Blutung im Magen oder Darm wie etwa

schwarzen oder blutigen Stuhl oder Erbrechen von Blut, bei sich feststellen.

Sie müssen die Anwendung von Piroxicam sofort beenden und Ihren Arzt verständigen, wenn

Sie eine allergische Reaktion wie etwa einen Hautausschlag, eine Schwellung im Gesicht,

pfeifendes Atmen oder Schwierigkeiten beim Atmen haben.

Wenn Sie älter als 70 Jahre sind, wird Ihr Arzt unter Umständen die Behandlungsdauer

reduzieren und Sie während der Behandlung mit Piroxicam häufiger untersuchen wollen.

Wenn Sie älter als 70 Jahre sind oder andere Arzneimittel wie Kortikosteroide, bestimmte

Arzneimittel gegen Depression (auch als selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)

bezeichnet) oder Acetylsalicylsäure (zur Vermeidung von Blutgerinnsel) verwenden, wird

Ihnen Ihr Arzt unter Umständen eine Kombinationstherapie mit Piromed dispers und einem

Magenschleimhaut-schützenden Arzneimittel verschreiben.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie älter als 80 Jahre sind.

Falls Sie bereits einmal Probleme mit Arzneimitteln oder Allergien hatten oder derzeit haben

oder wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob Sie Piroxicam verwenden können, sprechen Sie

bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden.

Achten Sie bitte darauf, dass Sie Ihren Arzt über alle anderen Arzneimittel informiert haben,

die Sie verwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Piromed dispers ist erforderlich wenn Sie an

Bluthochdruck leiden. Der Blutdruck muss sorgfältig beim Einsetzen und während der ganzen

Dauer der Behandlung mit Piroxicam kontrolliert werden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Piromed dispers ist erforderlich wenn Sie bereits

sonstige Arzneimittel einnehmen. Lesen Sie ebenfalls unter „Einnahme von Piromed dispers

zusammen mit anderen Arzneimitteln“ nach.

Arzneimittel wie Piromed dispers sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko

für Herzanfälle („Herzinfarkt“) oder Schlaganfälle verbunden. Jedwedes Risiko ist

wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht

die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer.

Wenn Sie Herzprobleme oder einen vorangegangenen Schlaganfall haben oder denken, dass

Sie ein Risiko für diese Erkrankungen aufweisen könnten (z. B. wenn Sie hohen Blutdruck,

Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung

mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.

Bitte verständigen Sie Ihren Arzt, wenn eine der oben erwähnten Vorsichtsmaßnahmen für Sie

zutrifft oder in der Vergangenheit zutraf.

Halten Sie die Dosierungsempfehlungen exakt ein. Lesen Sie ebenfalls unter „Wie ist

Piromed dispers 20 mg Tabletten einzunehmen?“ nach.

Kinder

Die Anwendungsgebiete für Kinder unter 16 Jahren wurden nicht ermittelt. Deshalb wird

Piromed dispers bei Kinder unter 16 Jahren nicht empfohlen.

Einnahme von Piromed dispers zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich

andere Arzneimittel

eingenommen

haben

oder

beabsichtigen

andere

Arzneimittel

einzunehmen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimitteln handelt.

Arzneimittel können sich in manchen Fällen gegenseitig beeinflussen. Ihr Arzt wird unter

Umständen die Anwendung von Piroxicam oder von anderen Arzneimitteln reduzieren oder

Sie werden unter Umständen andere Arzneimittel verwenden müssen.

Für Ihren Arzt ist es besonders wichtig zu wissen, ob Sie folgende Arzneimittel verwenden:

Aspirin oder andere nicht-steroidale Antirheumatika zur Schmerzlinderung;

Glucocorticoide, d.h. Arzneimittel zur Behandlung verschiedener Krankheiten wie etwa

Allergien oder Störungen im Hormonhaushalt;

gerinnungshemmende Arzneimittel wie etwa Warfarin zur Vermeidung von Blutgerinnsel;

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, die man als selektive

Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) bezeichnet;

Arzneimittel wie Aspirin zur Vermeidung einer Verklumpung der Blutplättchen;

Falls Sie eines der genannten Arzneimittel anwenden, sprechen Sie bitte sofort mit Ihrem

Arzt.

Informieren Sie insbesondere Ihren Arzt, wenn Sie Lithium (zur Behandlung von

Depressionen), Methotrexat (Therapie bei Krebs, Schuppenflechte und rheumatoider

Polyarthritis),

Diuretika

(zur

Behandlung

Ödemen

Bluthochdruck)

oder

Antihypertonika (Blutdrucksenker) anwenden; im Fall einer gleichzeitigen Einnahme eines

dieser Arzneimittel und von Piroxicam sollten Sie für eine eventuelle Dosisanpassung Ihren

Arzt konsultieren.

Eine Arzneimittelwechselwirkung kann bei gleichzeitiger Anwendung von Piroxicam und

Arzneimitteln mit möglicher toxischer Wirkung auf die Nieren eintreten. In diesem Fall muss

die Nierenfunktion überwacht werden.

Einnahme von Piromed dispers zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und

Alkohol

Piromed dispers wird direkt mit etwas Flüssigkeit eingenommen oder vor der Einnahme in

mindestens 50 ml Wasser aufgelöst.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Die Anwendung von Piromed dispers während der Schwangerschaft ist nicht empfohlen und

während der ersten und letzten drei Schwangerschaftsmonate gegenangezeigt.

Von einer Anwendung von Piromed dispers während der Stillzeit wird abgeraten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Wirkung von Piroxicam auf die Fähigkeit, ein Fahrzeug zu lenken oder Maschinen zu

bedienen, wurde nicht untersucht.

3.

WIE IST PIROMED DISPERS 20 MG TABLETTEN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird bei Ihnen regelmäßige Kontrollen durchführen, um sicherzustellen, dass Sie die

optimale Dosis von Piroxicam erhalten. Ihr Arzt wird Ihre Behandlung auf die niedrigste

Dosis einstellen, mit der Ihre Symptome am besten unter Kontrolle sind. Sie dürfen unter

keinen Umständen die Dosis ändern, ohne zuvor mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben.

Erwachsene und ältere Patienten:

Die Tageshöchstdosis ist 20 mg Piroxicam in Form einer einzelnen Dosis pro Tag. Falls Sie

älter als 70 Jahre sind, wird Ihnen Ihr Arzt unter Umständen eine niedrigere Dosis

verschreiben oder die Dauer der Behandlung reduzieren.

Ihr Arzt kann Ihnen Piroxicam gemeinsam mit einem anderen Arzneimittel verschreiben, um

so Ihren Magen und Darm gegen mögliche Nebenwirkungen zu schützen.

Die Dosis darf nicht erhöht werden.

Falls Sie das Gefühl haben, dass das Arzneimittel nicht ausreichend wirkt, sprechen Sie bitte

immer mit Ihrem Arzt.

Orale Anwendung.

Nehmen Sie Piromed dispers direkt mit etwas Flüssigkeit oder aufgelöst in mindestens 50 ml

Wasser ein.

Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den

kürzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird (siehe Rubrik 4

„Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Ihr Arzt wird die Wirksamkeit und die Verträglichkeit innerhalb von 14 Tagen überprüfen.

Falls eine weitere Behandlung notwendig ist, sollte diese engmaschig überwacht werden.

Allgemeine Empfehlung / Anwendung bei älteren Personen

Die Behandlung mit dieser Art von Arzneimittel muss mit der kleinsten wirksamen Dosis

erfolgen und auf den zur Besserung des Zustands des Patienten nötigen Zeitraum beschränkt

bleiben. Durch diese Vorsichtsmaßnahme können eventuelle Nebenwirkungen so gering wie

möglich gehalten werden. Für ältere Patienten gilt die Anwendung der geringsten wirksamen

Dosis. Die erforderliche Anfangsdosis beträgt 10 mg pro Tag.

Eine Gabe von 20 mg täglich ist nur tolerierbar, wenn eine Dosis von 10 mg keine

ausreichende Wirkung zeigt; sie sollte aufgrund des erhöhten Risikos auftretender Blutungen

und Magen-Darm-Geschwüre nur kurzfristig erfolgen.

Eine Anwendung bei Patienten im Alter von über 80 Jahren sollte vermieden werden.

Anwendung bei Kindern

Die empfohlenen Dosen und Anwendungsgebiete für Kinder unter 16 Jahren wurden nicht

ermittelt.

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Piromed dispers anwenden müssen. Bitte

unterbrechen Sie Ihre Behandlung nicht frühzeitig.

Sollten Sie während Ihrer Behandlung mit Piromed dispers in ein Krankenhaus eingewiesen

werden, informieren Sie bitte das medizinische Personal darüber, dass dieses Arzneimittel bei

Ihnen angewendet wird.

Wenn Sie eine größere Menge von Piromed dispers eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine gröβere Menge von Piromed dispers eingenommen haben, kontaktieren Sie

sofort Ihren Arzt, Ihren Apotheker, Ihre Pflegefachkraft oder das Giftinformationszentrum

(070/245.245).

Wenn Sie die Einnahme von Piromed dispers vergessen haben

Holen Sie die Anwendung nach, sobald Sie sich daran erinnern. Falls jedoch fast die Zeit für

die nächste Dosis erreicht ist, nehmen Sie bitte die versäumte Dosis nicht ein, sondern setzen

Sie die Behandlung einfach mit der nächsten Dosis zur vorgesehenen Zeit fort. Nehmen Sie

nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Piromed dispers abbrechen

Wenden Sie sich stets an Ihren Arzt, wenn Sie die Behandlung abbrechen wollen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt, Apotheker oder Ihre Pflegefachkraft.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Symptome des Magen-Darm-Bereichs sind die häufigsten berichteten Nebenwirkungen.

Nachfolgend

finden

eine Auflistung

festgestellter

Nebenwirkungen,

nach

Organsystemen klassifiziert sind.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Ohrensausen, Taubheit. Selten eine Verminderung der Hörschärfe.

Herz- und Gefäßerkrankungen

Arzneimittel wie Piromed dispers sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko

für Herzanfälle („Herzinfarkt“) oder Schlaganfälle verbunden.

Herzrasen und Blutdruckanstieg.

Wie alle nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) kann Piroxicam einen Ausbruch eines

neuen

Blutdruckanstiegs

hervorrufen

oder

einen

bestehenden

Blutdruckanstieg

verschlimmern. Diese beiden Konditionen können das Risiko von kardiovaskulären

Ereignissen erhöhen. Die NSAR, einschließlich Piroxicam, müssen mit Vorsicht bei Patienten

mit Blutdruckanstieg angewendet werden. Der Blutdruck muss sorgfältig bei Einsetzen und

während der ganzen Dauer der Behandlung mit Piroxicam kontrolliert werden.

Bei einem geringen Anteil an Patienten wurden Ödeme beobachtet (Wassereinschluss),

insbesondere Knöchelödeme.

Erkrankungen des Nervensystems

Schwindel,

Cephalgien

(Kopfschmerzen),

Schläfrigkeit,

Schlaflosigkeit,

Depression,

Nervosität, Halluzinationen, Stimmungsschwankungen, Albträume, geistige Verwirrtheit,

Sensibilitätsstörungen und Schwindelgefühl.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Stomatitis, Appetitlosigkeit, Unwohlsein, Gastritis, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung,

Bauchbeschwerden, Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Magen-

oder Darmperforationen, Geschwüre und Erosionen der Verdauungsschleimhaut (Magen oder

Darm) mit okkultem Blutverlust, Blutbrechen, schwarzem Stuhl.

Seltene Fälle einer Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) wurden berichtet.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Veränderungen der Blutzusammensetzung (Anämie, Verminderung der Blutplättchen,

Rückgang der roten und weißen Blutkörperchen).

In seltenen Fällen Nasenbluten.

Leber- und Gallenerkrankungen

Veränderungen der verschiedenen Parameter der Leberfunktion (Anstieg des

Transaminaseserumspiegels); selten schwere Leberinsuffizienz einschließlich Gelbsucht oder

Hepatitis mit Todesfolge. Sollten die Ergebnisse aus Leberfunktionstests gestört bleiben oder

sich verschlimmern und manifeste Anzeichen und Symptome für eine Lebererkrankung

auftreten, muss die Behandlung abgebrochen werden; Ihr Arzt wird Sie darüber unterrichten.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Kurzatmigkeit und Bronchospasmen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, für gewöhnlich in Form von Hautausschlag

(Urtikaria)

Juckreiz;

gelegentlich

Sonnenallergie.

Selten

Hautreaktionen

Bläschenbildung und Ausschlag; selten Ablösen von Nägeln und Haarausfall.

Sehr selten: über potenziell lebensbedrohliche Hautausschläge (Stevens-Johnson-Syndrom,

toxische epidermale

Nekrolyse) wurde berichtet (siehe Abschnitt 2).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Anstieg des Harnstickstoffs im Blut, Erhöhung des Serumkreatinins (Parameter des

Nierenfunktionstests).

Selten akute interstitielle Nephritis (Nierenentzündung), unter gewissen Umständen

Niereninsuffizienz

insbesondere

bereits

vorbestehender

Einschränkung

Nierenkreislaufs, wie zum Beispiel bei schwerer Herzdekompensation, Dehydrierung, dem

nephrotischen Syndrom (charakterisiert durch einen hohen Eiweißgehalt im Urin, einen

geringen Eiweißgehalt im Blut, einen Anstieg der Blutfette und Ödembildung), Leberzirrhose

oder nachgewiesener Nierenerkrankung.

Augenerkrankungen

Beeinträchtigung des Sehvermögens, Schwellung der Lider und Augenreizungen.

Sonstige Erkrankungen

Seltene Einzelfälle von positiven antinuklearen Antikörpern wurden bei Patienten berichtet,

die mit Piroxicam behandelt wurden.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Unwohlsein und Müdigkeit, selten Überempfindlichkeitsreaktionen wie anaphylaktische

Reaktionen (Schock), Bronchospasmen, Urtikaria, Angioödeme (allergische Reaktion mit

Ödem im Gesichts- und Halsbereich), Gefäßentzündungen und Serumstörungen (mit einer

Gesamtsymptomatik wie Fieber, Gliederschmerzen und Hautausschlag).

Gelegentlich treten Stoffwechselstörungen wie ein Abfall oder Anstieg des

Blutzuckerspiegels, eine Gewichtszunahme bzw. ein Gewichtsverlust auf.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen über die

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte - Abteilung Vigilanz,

Eurostation II, Victor Hortaplein, 40/40,

B- 1060 Brüssel

Website: www.fagg-afmps.be;

E-mail: patientinfo@fagg-afmps.be.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST PIROMED DISPERS 20 MG TABLETTEN AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Bei Zimmertemperatur (15-25°C) aufbewahren.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚EXP‘ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Piromed dispers enthält

Der Wirkstoff ist Piroxicam. Jede Tablette enthält 20 mg Piroxicam.

Die sonstigen Bestandteile sind mikrokristalline Cellulose, kolloidales wasserfreies

Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Sodium Stärke Glycolat.

Wie Piromed dispers aussieht und Inhalt der Packung

Piromed dispers ist in Form von Tabletten zu 20 mg zum Einnehmen in Blisterpackungen in

einem Umkarton zu 30 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Amophar bvba, - Molenberglei 36, - B-2627 Schelle

Hersteller

SANICO n.v. – I.Z. 4, Veedijk 59 - B-2300 Turnhout

Art der Abgabe: verschreibungspflichtig.

Zulassungsnummer: BE183355.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im xx/201x.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im 12/2016.