Phenylephrin HCl Bichsel 0.1mg/ml

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Phenylephrin HCl Bichsel 0.1mg/ml Injektionslösung / Infusionslösung (i.v.)
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung / Infusionslösung (i.v.)
  • Zusammensetzung:
  • phenylephrini hydrochloridum 0.1 mg, natrii chloridum, natrii citras dihydricus, acid citricum monohydricum, antiox.: E 223 1 mg, Wasser für iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Phenylephrin HCl Bichsel 0.1mg/ml Injektionslösung / Infusionslösung (i.v.)
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Sympathomimetikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 66508
  • Berechtigungsdatum:
  • 22-12-2017
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels: dosierung, wechselwirkungen, nebenwirkungen

Fachinformation

Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml, 10 mg/ml

Zusammensetzung

Wirkstoff: Phenylephrini hydrochloridum.

Hilfsstoffe: Natrii chloridum Natrii citras dihydricus, Acidum citricum monohydricum, Antioxidans:

E223 (1 mg/ml), Aqua ad injectabilia.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml Injektionslösung/Infusionslösung i.v.

1 ml enthält 0.1 mg Phenylephrini hydrochloridum;

1 Ampulle zu 10 ml enthält 1 mg Phenylephrini hydrochloridum.

Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml Injektionslösung s.c., i.m. / Konzentrat zur Herstellung einer

Infusionslösung (i.v.)

1 ml enthält 10 mg Phenylephrini hydrochloridum;

1 Ampulle zu 1 ml enthält 10 mg Phenylephrini hydrochloridum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Phenylephrin HCl «Bichsel» ist angezeigt:

Zur Behandlung der (medikamentös induzierten) Hypotonie, zur Notfallbehandlung von

Schockzuständen durch Kreislaufkollaps (auch iatrogenen Ursprungs).

Bei Rückenmarksanästhesie zur Vorbeugung und Behandlung eines Blutdruckabfalls.

Als Zusatz zu einem Anästhetikum zur Verlängerung und Verstärkung der Anästhesie.

Zur Vasokonstriktion bei lokaler oder regionaler Anästhesie.

Bei paroxysmaler supraventrikulärer Tachykardie.

Dosierung/Anwendung

Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml wird generell subkutan, intramuskulär oder in einer

verdünnten Lösung als kontinuierliche intravenöse Infusion verabreicht.

Phenylephrin HCl «Bichsel» ist auch in Form einer bereits verdünnten (gebrauchsfertigen) Lösung

für die kontinuierliche intravenöse Infusion oder Bolusinjektion erhältlich (Phenylephrin HCl

«Bichsel» 0.1 mg/ml).

Bei Patienten mit paroxysmaler supraventrikulärer Tachykardie und bei entsprechender Indikation in

Notfällen wird Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml intravenös verabreicht. Die Dosis muss an die

Blutdruckreaktion angepasst werden.

Phenylephrin HCl «Bichsel» darf nur von geschulten Ärzten mit ausreichender Erfahrung verabreicht

werden.

Leichte oder mittelgradige Hypotonie

Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml Injektionslösung/Infusionslösung (gebrauchsfertig)

Langsame intravenöse Injektion oder intravenöse Infusion

Berechnung der Dosis

Benötigte Dosis

Anwendung von Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml

(0.01 %)

50 µg

0.5 ml

75 µg

0.75 ml

100 µg

1 ml

Langsame intravenöse Bolusinjektion

Die übliche Dosis beträgt 50 µg (0.5 ml Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml), die bis zum

Erreichen der gewünschten Wirkung wiederholt gegeben werden kann. Im Fall einer schweren

Hypotonie können höhere Dosen angewendet werden, wobei eine Bolusdosis von 100 µg (1 ml

Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml) nicht überschritten werden darf.

Kontinuierliche Infusion

Die Initialdosis beträgt 25 bis 50 µg pro Minute bis zu 180 µg pro Minute. Die Dosen können erhöht

oder vermindert werden, um den systolischen arteriellen Druck nahe dem Normalwert zu halten.

Dosen zwischen 25 und 100 µg pro Minute (0.25 ml – 1.0 ml Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml

pro Minute) wurden als wirksam beurteilt.

Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml Injektionslösung

Berechnung der Dosis

Benötigte Dosis

Anwendung von Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml

(1 %)

10 mg

1 ml

5 mg

0.5 ml

1 mg

0.1 ml

Subkutane oder intramuskuläre Anwendung

Die übliche Dosis beträgt 2 mg bis 5 mg (0.2 ml – 0.5 ml Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml). Es

können Dosen von 1 mg bis 10 mg (0.1 ml – 1 ml Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml)

angewendet werden. Die Initialdosis darf 5 mg (0.5 ml Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml) nicht

überschreiten.

Eine intramuskuläre Dosis von 5 mg (0.5 ml Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml) induziert

gewöhnlich einen Blutdruckanstieg über eine bis zwei Stunden.

Eine intravenöse Dosis von 0.5 mg induziert gewöhnlich einen Blutdruckanstieg über etwa

15 Minuten.

Starke Hypotonie und Schock einschliesslich medikamentös induzierter Hypotonie

Vor Verabreichung von Vasopressoren muss eine bestehende Volumendepletion stets möglichst

vollständig korrigiert werden. Wenn als Notfallmassnahme der intraaortale Druck aufrechterhalten

werden muss, um eine Ischämie der zerebralen oder koronaren Arterien zu vermeiden, kann

Phenylephrin HCl «Bichsel» vor und gleichzeitig mit dem Volumenersatz verabreicht werden.

Eine Überdosierung und Idiosynkrasie nach Verabreichung bestimmter Arzneimittel, insbesondere

adrenerge Blocker und Ganglionblocker, Rauwolfia- und Veratrum-Alkaloide und Phenothiazin-

Tranquilizer, können zu Hypotonie und gelegentlich zu schwerem Schock führen. Patienten, die vor

einer Operation ein Phenothiazin-Derivat erhalten, sind für solche Reaktionen besonders anfällig. Bei

der Behandlung derartiger Reaktionen ist Phenylephrin HCl «Bichsel» eine geeignete zusätzliche

Behandlung zur Wiederherstellung des Blutdrucks.

Bei Patienten mit anhaltender oder unbehandelter schwerer Hypotonie bzw. Schock sind höhere

Initial- und Erhaltungsdosen von Phenylephrin HCl «Bichsel» erforderlich. Eine intensive

Behandlung kann auch im Fall von Hypotonie notwendig sein, die durch wirkungsvolle periphere

adrenerge Blocker, Chlorpromazin oder Ablation eines Phäochromozytoms ausgelöst wurde.

Kontinuierliche Infusion

Zugabe von 10 mg des Arzneimittels (1 ml Lösung von Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml) zu

500 ml Dextrose- oder Natriumchlorid-Infusionslösung (ergibt eine 1:50'000-Lösung). Um den

Blutdruck rasch zu erhöhen, ist die Infusion mit ungefähr 100 μg bis 180g bis 180 μg bis 180g pro Minute zu beginnen

(entspricht 100 bis 180 Tropfen pro Minute auf Basis von 20 Tropfen pro Milliliter). Wenn der

Blutdruck stabil ist (auf einem für den Patienten niedrigen normalen Niveau), reicht üblicherweise

eine Infusionsrate von 40 bis 60 μg bis 180g pro Minute aus (entspricht 40 bis 60 Tropfen pro Minute auf

Basis von 20 Tropfen pro Milliliter). Sollte die Tropfengrösse des Infusionssystems nicht 20 Tropfen

pro Milliliter betragen, ist die Dosis entsprechend anzupassen.

Wenn keine rasche pressorische Antwort zu erzielen ist, wird der Infusion schrittweise mehr

Phenylephrin HCl «Bichsel» (10 mg oder mehr) hinzugefügt. Die Flussrate ist anzupassen, bis der

gewünschte Blutdruck erreicht ist (in einigen Fällen kann ein wirkungsvollerer Vasopressor

erforderlich sein, etwa Noradrenalin-Bitartrat). Eine Hypertonie ist zu vermeiden. Der Blutdruck

muss engmaschig überprüft werden. Kopfschmerzen und/oder eine Bradykardie können auf eine

Hypertonie hinweisen. Arrhythmien sind selten.

Spinalanästhesie - Hypotonie

Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml

Subkutane/intramuskuläre Anwendung

Für die Prophylaxe und Behandlung einer Hypotonie während einer Spinalanästhesie wird eine

routinemässige parenterale Gabe von Phenylephrin HCl «Bichsel» empfohlen. Die Anwendung

erfolgt vorzugsweise subkutan oder intramuskulär drei oder vier Minuten vor Injektion des

Spinalanästhetikums. Die benötigte Gesamtdosis beträgt üblicherweise 3 mg (0.3 ml Phenylephrin

HCl «Bichsel» 10 mg/ml) für ein hohes und 2 mg (0.2 ml Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml) für

ein niedrigeres Narkoseniveau.

Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml

Intravenöse Anwendung

In Notfällen, bei hypotensiven Episoden während einer Spinalanästhesie, kann Phenylephrin HCl

«Bichsel» 0.1 mg/ml intravenös mit einer Initialdosis von 0.2 mg (2 ml Phenylephrin HCl «Bichsel»

0.1 mg/ml) verabreicht werden.

Alle darauf folgenden Dosen sollten die vorherige Dosis nicht um mehr als 0.1 mg bis 0.2 mg (1 ml

bis 2 ml Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml) überschreiten, und jede Dosis sollte unter 0.5 mg

(5 ml Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml) liegen.

Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml

Verlängerung der Spinalanästhesie

Die zusätzliche Gabe von 2 mg bis 5 mg (0.2 ml bis 0.5 ml Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml)

zur Narkoselösung verlängert die Dauer der motorischen Blockade um bis zu rund 50 %, ohne dass

die Inzidenz von Komplikationen wie Übelkeit, Erbrechen oder Blutdruckstörungen zunimmt.

Vasokonstriktor für die Regionalanästhesie

Es wird etwa das 10-Fache der Konzentration, die bei Gabe von Adrenalin als Vasokonstriktor

verwendet wird, empfohlen. Die optimale Konzentration beträgt 1:20'000 (hergestellt durch Zugabe

von 1 mg (0.1 ml Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml) zu 20 ml der Lokalnarkoselösung). Bei

Anwendung von 2 mg (0.2 ml Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml) oder mehr kann mit einer

pressorischen Antwort gerechnet werden.

Paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie

Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml

Schnelle intravenöse Injektion

Eine schnelle intravenöse Injektion (über 20 bis 30 Sekunden) wird empfohlen. Die Initialdosis darf

0.5 mg (5 ml Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml) nicht übersteigen, und die darauf folgenden

Dosen, die sich nach der anfänglichen Blutdruckreaktion richten, dürfen die vorhergehende Dosis um

nicht mehr als 0.1 bis 0.2 mg überschreiten und keinesfalls höher als 1 mg (10 ml Phenylephrin HCl

«Bichsel» 0.1 mg/ml) liegen.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung und Anwendungssicherheit von Phenylephrin wurden bei Kindern und Jugendlichen

bisher nicht untersucht. Daher wird eine Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen.

Kontraindikationen

Phenylephrin HCl «Bichsel» darf nicht bei Patienten mit schwerer Hypertonie, ventrikulärer

Tachykardie, Engwinkelglaukom oder mit Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder

einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Der Blutdruck muss während der Behandlung überwacht werden.

Phenylephrin HCl «Bichsel» ist vorsichtig anzuwenden bei Patienten mit:

·Diabetes

·arterieller Hypertonie

·Aneurysma

·unkontrollierter Hyperthyreose

·Erkrankung des Myokards

·koronarer Herzkrankheit und chronischer Herzerkrankung

·Bradykardie

·partiellem Herzblock

·Tachykardie

·Arrhythmie

·Angina pectoris (Phenylephrin kann bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit und anamnestisch

bekannter Angina pectoris eine Angina pectoris auslösen oder verschlimmern)

·nicht-schwerer peripherer vaskulärer Insuffizienz

·schwerer Atherosklerose.

Phenylephrin HCl «Bichsel» kann zu einer Abnahme des Herzzeitvolumens führen. Deshalb sollte

das Arzneimittel bei Patienten mit Atheriosklerose, älteren Menschen und Patienten mit

eingeschränkter zerebraler oder koronarer Durchblutung mit äusserster Vorsicht angewendet werden.

Bei Patienten mit akuter Herzinsuffizienz oder kardiogenem Schock kann Phenylephrin HCl

«Bichsel» infolge der induzierten Vasokonstriktion (Zunahme der Nachlast) eine Verschlimmerung

der Herzinsuffizienz verursachen.

Bei Patienten mit reduziertem Herzzeitvolumen oder peripherer arterieller Erkrankung sollten die

Vitalfunktionen engmaschig überwacht werden, und wenn der systolische Blutdruck die Untergrenze

erreicht, sollte dies als Kriterium für eine Dosisreduktion oder ein Absetzen von Phenylephrin HCl

«Bichsel» betrachtet werden.

Die Injektion von Phenylephrin muss mit besonderer Sorgfalt erfolgen, um eine Extravasation zu

vermeiden, da diese zu Gewebenekrosen führen kann.

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz können niedrigere Dosen erforderlich sein.

Bei Patienten mit Leberzirrhose können höhere Dosen nötig sein.

Aufgrund des Risikos einer mit seiner indirekten sympathomimetischen Wirkung verbundenen

Vasokonstriktion und/oder hypertensiven Krise wird von der gleichzeitigen Anwendung von

Phenylephrin HCl «Bichsel» und der folgenden Arzneimittel abgeraten:

·dopaminerge (Bromocriptin, Cabergolin, Lisurid, Pergolid) oder vasokonstriktive

Mutterkornalkaloide (Dihydroergotamin, Ergotamin oder Methysergid, Methylergometrin)

·in Kombination mit Linezolid

Zu berücksichtigen bei Patienten, die eine streng salzarme Diät einhalten müssen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Phenylephrin HCl «Bichsel» und oxytocinartigen Arzneimitteln

(Oxytocin, HHL-Extrakte, Mutterkornalkaloide usw.) wird die Wirkung von Sympathomimetika

verstärkt.

Interaktionen

Oxytocin, MAO-Inhibitoren und trizyklische Antidepressiva verstärken die Wirkung von

Phenylephrin HCl «Bichsel».

Vasopressoren, insbesondere Metaraminol, können während einer Halothan-Narkose schwere

kardiale Arrhythmien hervorrufen und dürfen daher nur mit äusserster Vorsicht angewendet werden.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine tierexperimentellen Studien zu den Auswirkungen auf die Schwangerschaft, die

embryonale und fötale Entwicklung und/oder die postnatale Entwicklung vor. Das potentielle Risiko

für den Menschen ist nicht bekannt.

Phenylephrin HCl «Bichsel» darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei

denn, die Behandlung ist unbedingt erforderlich.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Phenylephrin in die Muttermilch übergeht. Phenylephrin HCl «Bichsel» darf

daher nicht während der Stillzeit angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurde keine entsprechende Studie durchgeführt. Während der Anwendung von Phenylephrin

wurde gelegentlich über unerwünschte Wirkungen wie Übelkeit und Kopfschmerzen berichtet.

Hiervon betroffene Patienten dürfen weder ein Fahrzeug steuern noch Maschinen bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Sehr häufig (≥1/10), häufig (<1/10, ≥1/100), gelegentlich (<1/100, ≥1/1'000), selten (<1/1'000,

≥1/10'000), sehr selten (<1/10'000).

Die meisten unerwünschten Wirkungen von Phenylephrin sind dosisabhängig und Folge des

erwarteten pharmakodynamischen Profils.

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind Bradykardie, hypertensive Episoden, Übelkeit und

Erbrechen. Eine Hypertonie tritt häufiger unter höheren Dosen auf.

Es kann zu folgenden unerwünschten Wirkungen kommen:

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeit.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Störung des Glucosestoffwechsels.

Psychiatrische Erkrankungen

Euphorie, Agitiertheit, Angst, psychotische Zustände, geistige Verwirrtheit.

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Kopfschmerzen, Kribbelgefühl, Schweregefühl im Kopf, Nervosität, Insomnie,

Parästhesie, Zittern.

Augenerkrankungen

Mydriasis, Verschlimmerung eines vorbestehenden Engwinkelglaukoms.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Reflexbradykardie, Arrhythmie, Tachykardie, Herzstillstand, anginöse Schmerzen,

Palpitationen, Myokardischämie.

Gefässerkrankungen

Zerebrale Hämorrhagie, Hypertonie, Hypotonie mit Schwindelgefühl, Ohnmacht, Flush, kalte Haut,

Blässe.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Dyspnoe, Lungenödem.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich: Übelkeit, Hypersalivation, Erbrechen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Diaphorese, Gänsehaut, Schweissabsonderung, Erblassen der Haut.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Miktionsstörungen, Harnverhalt.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Nekrose an der Injektionsstelle bei Extravasation.

Überdosierung

Im Fall einer Überdosierung, vor allem bei direkter i.v.-Gabe, können ventrikuläre Extrasystolen und

sogar kleine Krisen einer ventrikulären Tachykardie auftreten.

Massnahmen bei Überdosierung

Im Fall eines übermässigen Anstiegs des Blutdrucks kann dieser mit einem alpha-adrenergen

Blocker, z.B. Phentolamin, sofort gesenkt werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C01CA06

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Die durch Phenylephrin ausgelöste Vasokonstriktion hält nach intravenöser Injektion 20 Minuten

und nach subkutaner Injektion bis zu 50 Minuten an. Phenylephrin verlangsamt die Herzfrequenz

und erhöht das systolische Volumen, ohne die Herzfrequenz zu beeinflussen.

Phenylephrin ist ein Agonist der postsynaptischen alpha-adrenergen Rezeptoren mit begrenzter

Wirkung auf die Beta-Rezeptoren des Herzens. In therapeutischen Dosen bewirkt es keine oder nur

eine geringe Stimulation des Rückenmarks oder Gehirns. Bei wiederholten Injektionen können

vergleichbare Wirkungen erzielt werden.

Phenylephrin wirkt in erster Linie auf das kardiovaskuläre System. Die parenterale Anwendung

induziert beim Menschen und anderen Spezies einen Anstieg des systolischen und diastolischen

Blutdrucks. Mit der pressorischen Antwort auf Phenylephrin geht eine deutliche Reflexbradykardie

einher, die mit Atropin gehemmt werden kann; nach Gabe von Atropin führen hohe Dosen des

Arzneimittels nur zu einem begrenzten Anstieg der Herzfrequenz. Beim Menschen ist das

Herzminutenvolumen leicht reduziert und der periphere Widerstand erheblich erhöht. Die

Zirkulationszeit ist leicht verlängert und der Venendruck leicht erhöht; eine ausgeprägte Konstriktion

der Venen liegt nicht vor. Die meisten Gefässbetten sind verengt; die Durchblutung von Nieren,

Splanchnikus, Haut und Extremitäten ist verringert, die koronare Durchblutung erhöht. Die

pulmonalen Gefässe sind verengt und der pulmonalarterielle Druck steigt an.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach oraler Absorption beträgt die Bioverfügbarkeit 38 %.

Distribution

Die Halbwertszeit der Distribution beträgt 5 Minuten und das Distributionsvolumen liegt bei über

40 Litern. Nach i.v.-Gabe ist das Distributionsvolumen im zentralen Kompartiment vergleichbar mit

dem extrazellulären Volumen (etwa 40 Liter), während das Distributionsvolumen im

Fliessgleichgewicht bei 340 Litern liegt.

Metabolismus

Phenylephrin wird zu m-Hydroxymandelsäure und phenolischen Konjugaten metabolisiert. Der

Abbau zu phenolischen Konjugaten ist bei oraler Gabe verstärkt und bei intravenöser Anwendung

reduziert. Die Metabolisierung erfolgt in der Leber und in der Darmwand.

Elimination

Nach i.v.-Anwendung beläuft sich die Eliminationshalbwertszeit auf 2 bis 3 Stunden, die renale

Ausscheidung liegt bei 80 bis 86 %, wobei 16 % des Wirkstoffs unverändert im Urin ausgeschieden

werden. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt 2 bis 3 Stunden.

Präklinische Daten

Es liegen keine tierexperimentellen Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität von

Phenylephrin vor.

Präklinische Daten aus Studien an Ratten und Mäusen deuten nicht auf ein kanzerogenes oder

genotoxisches Potential hin.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Phenylephrin HCl «Bichsel» ist inkompatibel mit alkalischen Lösungen, Salzen von Eisen und

anderen Metallen, Phenytoin-Natrium und Oxidantien.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Das Präparat enthält keine Konservierungsmittel. Aus mikrobiologischen Gründen muss die

Lösung nach dem Öffnen sofort verwendet werden.

Wird die verdünnte Lösung nicht sofort verwendet, kann sie über maximal 24 Stunden im

Kühlschrank (2-8 °C) gelagert werden. Nach der Verwendung verbleibende Restmengen sind zu

entsorgen.

Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) in der Originalverpackung vor Licht geschützt aufbewahren. Für

Kinder unzugänglich aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Nur klare Lösungen und intakte Ampullen verwenden

Nach Anbruch der Ampulle Lösung sofort verwenden. Restlösung verwerfen.

Zulassungsnummer

66508 (Swissmedic).

Packungen

Phenylephrin HCl «Bichsel» 0.1 mg/ml, 10 Ampullen à 10 ml (B)

Phenylephrin HCl «Bichsel» 10 mg/ml, 10 Ampullen à 1 ml (B)

Zulassungsinhaberin

Grosse Apotheke Dr. G. Bichsel AG

3800 Interlaken

Stand der Information

Oktober 2016

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