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Phenoxymethylpenicillin Kalium "Sandoz" 125 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Phenoxymethylpenicillin Kalium "Sandoz" 125 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 12 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge
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Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Phenoxymethylpenicillin Kalium "Sandoz" 125 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Phenoxymethylpenicillin

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 15754
  • Letzte Änderung:
  • 29-08-2016

Packungsbeilage


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER 

Phenoxymethylpenicillin Kalium "Sandoz" 125 mg - Tabletten 

Wirkstoff: Phenoxymethylpenicillin Kalium 

Lesen  Sie  die  gesamte  Packungsbeilage  sorgfältig  durch,  bevor  Sie  mit  der  Einnahme 

dieses Arzneimittels beginnen. 

-  Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. 

-  Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. 

-  Dieses  Arzneimittel  wurde  Ihnen  persönlich  verschrieben.  Geben  Sie  es  nicht  an  Dritte 

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden 

haben wie Sie.  

-  Wenn  eine  der  aufgeführten  Nebenwirkungen  Sie  erheblich  beeinträchtigt  oder  Sie 

Nebenwirkungen  bemerken,  die  nicht  in  dieser  Gebrauchsinformation  angegeben  sind, 

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. 

Diese Packungsbeilage beinhaltet

1.  Was  ist  PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ"  und  wofür  wird  es 

angewendet? 

2.  Was  müssen  Sie  vor  der  Einnahme  von  PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM 

"SANDOZ" beachten? 

3.  Wie ist PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" einzunehmen? 

4.  Welche Nebenwirkungen sind möglich? 

5.  Wie ist PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" aufzubewahren? 

6.  Weitere Informationen 

1.  WAS IST PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" UND WOFÜR WIRD ES 

ANGEWENDET? 

PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ"  ist  ein  Antibiotikum,  welches  das 

Wachstum  vieler  verschiedener  Bakterien  durch  Störung  ihres  Zellwandaufbaues  hemmt  und 

daher bei vielen verschiedenen Erkrankungen angewendet werden kann. 

PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ"  gelangt  nach  der  Einnahme  rasch  und 

nahezu vollständig in die Blutbahn. Die Ausscheidung erfolgt durch die Niere. 

PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ"  ist  geeignet  zur  Behandlung  von  leichten 

bis mittelschweren Infektionskrankheiten, die durch Penicillin-empfindliche Erreger hervorgerufen 

werden. Dazu gehören: 

Infektionen der oberen und unteren Atemwege wie z.B.: 

  Scharlach 

  Entzündungen  des  Rachens,  der  Mandeln;  akute  Mittelohr-  und 

Nasennebenhöhlenentzündung;  Bronchitis;  Lungenentzündung  (wenn  keine  parenterale 

Penicillin-Therapie erforderlich ist) 

Infektionen der Haut 

  Rotlauf  (Wundrose),  Schweinerotlauf,  Eiterflechte,  Furunkeln,  Abszesse,  flächenhafte 

Eiterungen (Phlegmone), Wanderröte (Erythema chronicum migrans bzw. Lyme-Borreliose) 

  Bissverletzungen (z.B. Gesichtswunden oder tiefe Wunden der Hand)  und Verbrennungen 

  Verhütung  bzw.  Rückfallverhütung  von  einer  Entzündungsreaktion  auf  bestimmte  Bakterien 

(rheumatisches  Fieber),  Gelenksentzündungen,  Bewegungsstörungen  (Chorea), 

Entzündungen der Niere und der Herzinnenwand 

  Schutz  vor  der  Ausstreuung  von  Bakterien  nach  kleineren  Operationen,  z.B.  Mandel-  oder 

Zahnentfernung 

  Schutz  vor  Infektionen  mit  bestimmten  Erregern  (Pneumokokken)  bei  Kindern  mit 

Sichelzellenanämie (erbliche Erkrankung der roten Blutkörperchen). 

2.  WAS  MÜSSEN  SIE  VOR  DER  EINNAHME  VON  PHENOXYMETHYLPENICILLIN 

KALIUM "SANDOZ" BEACHTEN? 

PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" darf nicht eingenommen werden, 

-  wenn  Sie  gegen  Penicillin  bzw.  gegenüber  einem  der  sonstigen  Bestandteile  überempfindlich 

(allergisch)  sind,  darf  Ihnen  kein  PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ"  

verabreicht werden. Wenn bei Ihnen schon einmal eine Arzneimittelallergie festgestellt worden ist, 

sollten Sie Ihrem Arzt davon berichten. 

Besondere  Vorsicht  bei  der  Einnahme  von  PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM 

"SANDOZ" ist erforderlich: 

Bitte  melden  Sie  die  ersten  Anzeichen  von  Nebenwirkungen  (z.  B.  Hautausschlag,  starke 

Müdigkeit, Halsschmerzen oder Entzündungen im Mund) unverzüglich Ihrem Arzt. 

Wenn  bei  Ihnen  bereits  eine  Allergie  (=  Überempfindlichkeit)  bzw.  allergisches  Asthma, 

Heuschnupfen  festgestellt  worden  ist  oder  Sie  an  Mononukleose  (durch  Viren  verursachte 

Erkrankung) oder akuter lymphatischer Leukämie leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt mitteilen.  

Informieren  Sie  bitte  unbedingt  Ihren  Arzt,  wenn  Sie  schwere  Nierenfunktionsstörungen  mit 

betroffener Kaliumausscheidung, Herzerkrankungen oder schwere Elektrolytstörungen haben. In 

diesen  Fällen  ist  der  Kaliumgehalt  in  der  PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ" 

Tablette (ca. 14 mg Kalium) zu berücksichtigen.  

Beim  Auftreten  von  Allergieerscheinungen,  insbesondere  Juckreiz,  Frösteln,  Quaddelbildung, 

Atemnot,  Beklemmungsgefühl  sowie  Durchfall  oder  Bauchschmerzen  ist  die  Therapie 

abzubrechen und der Arzt unverzüglich zu Rate zu ziehen. 

Bei  schweren  Magen-Darmerkrankungen  mit  anhaltendem  Durchfall  oder  Erbrechen  können 

Penicillin-Tabletten  vom  Körper  nicht  ausreichend  aufgenommen  werden.  Teilen  Sie  daher  Ihrem 

Arzt solche Beschwerden umgehend mit. 

Zur  Verhütung  bzw.  Rückfallverhütung  von  rheumatischem  Fieber  oder  zur  Vermeidung  einer 

Ausstreuung von Bakterien nach kleineren Operationen, z.B. Mandel- oder Zahnentfernung, könnte 

es erforderlich sein, dass Ihr Arzt die Dosierung verdoppelt. 

Bei  einer  Langzeitbehandlung  werden  Blutbildkontrollen,  Leberfunktionskontrollen  und 

Nierenfunktionstests empfohlen. 

Bei  langandauernder  Behandlung  kann  es  zum  Überhandnehmen  nicht  phenoxymethylpenicillin-

empfindlicher Keime bzw. Pilze kommen. In diesem Fall sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen.  

Bei  Auftreten  schwerer  anhaltender  Durchfälle  ist  an  eine  Dickdarmentzündung  zu  denken.  In 

diesem Fall ist die Therapie abzubrechen und ein Arzt aufzusuchen.  

Phenoxymethylpenicillin  kann  falsch  positive  Ergebnisse  bei  bestimmten  Methoden  der 

Zuckerbestimmung  und  Eiweißbestimmung  bzw.  Urobilinogennachweis  (Abbauprodukt  von 

Bilirubin) im Harn vortäuschen.  

Bei  Einnahme  von  PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ"  mit  anderen 

Arzneimitteln 

Bitte  informieren  Sie  Ihren  Arzt  oder  Apotheker,  wenn  Sie  andere  Arzneimittel 

einnehmen/anwenden  bzw.  vor  kurzem  eingenommen/angewendet  haben,  auch  wenn  es  sich 

um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt. 

PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" sollte nur nach ausdrücklicher Verordnung 

Ihres behandelnden Arztes zusammen mit anderen Antibiotika eingenommen werden, da andere 

Antibiotika die Wirkung von PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" möglicherweise 

behindern können. 

Andere Arzneimittel wie z.B. entzündungshemmende, fiebersenkende Mittel sowie Rheuma- oder 

Gichtmittel  können  ebenfalls  die  Wirkung  von  PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM 

"SANDOZ" beeinflussen. 

Wie  bei  anderen  Antibiotika  kann  während  der  Einnahme  von  PHENOXYMETHYLPENICILLIN 

KALIUM  "SANDOZ"  möglicherweise  die  Sicherheit  von  oralen  Empfängnisverhütungsmitteln 

("Antibabypille")  beeinträchtigt  werden.  Es  wird  daher  empfohlen,  zusätzlich  nicht-hormonelle 

Verhütungsmittel anzuwenden. 

Die  Aufnahme  von  PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ"  kann  nach 

Vorbehandlung mit Aminoglykosid-Antibiotika vermindert sein.  

Teilen Sie Ihrem Arzt daher mit, ob andere Medikamente in Verwendung stehen, und fragen Sie, 

welche  unbedenklich  gleichzeitig  mit  PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ" 

verwendet werden können. 

Bei  Einnahme  von  PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ"  zusammen  mit 

Nahrungsmitteln und Getränken 

Die Einnahme sollte eine Stunde vor den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser erfolgen, wobei die 

Tabletten unzerkaut zu schlucken sind. 

Schwangerschaft und Stillzeit 

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. 

PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ"  kann  in  der  Schwangerschaft 

eingenommen werden. Über die Dosis in der Schwangerschaft entscheidet der Arzt. 

Phenoxymethylpenicillin  erscheint  nach  Einnahme  in  geringer  Menge  in  der  Muttermilch. 

Schädigungen  der  Schwangeren,  des  ungeborenen  oder  neugeborenen  Kindes  sind  bisher  nicht 

beschrieben worden.  

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen 

PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ"  beeinträchtigt  nicht die  Verkehrstüchtigkeit 

und das Bedienen von Maschinen. 

3.  WIE IST PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" EINZUNEHMEN? 

Nehmen Sie PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" immer genau nach Anweisung 

des  Arztes  ein.  Bitte fragen  Sie  bei  Ihrem  Arzt oder  Apotheker  nach,  wenn  Sie  sich  nicht ganz 

sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten. 

Dosierung 

Kinder unter 12 Jahren: 

Die Dosierung beträgt für Kinder 30 - 60 mg Phenoxymethylpenicillin pro kg Körpergewicht pro 

Tag 

Für  Säuglinge  und  Kleinkinder  stehen  niedriger  dosierbare,  flüssige  Darreichungsformen 

(Lösung/Suspension, Saft) zur Verfügung.  

Erwachsene und Jugendliche: 

1500 - 3000 mg Phenoxymethylpenicillin pro Tag. 

Es  wird  empfohlen  die  Tagesdosis  auf  zwei  bis  drei  Einzelgaben  aufzuteilen.  Eine  Tagesdosis 

von  15  mg  Phenoxymethylpenicillin  pro  kg  Körpergewicht  sollte  bei  Kindern  und  Erwachsenen 

nicht  unterschritten  werden.  Dosierungen  bis  zu  4000  mg  Phenoxymethylpenicillin  pro  Tag 

werden von Erwachsenen komplikationslos vertragen. 

Im  Allgemeinen  wird  für  Kinder  und  Jugendliche  empfohlen,  je  nach  Schwere  der  Infektion  

1 - 3 Tabletten 3-4 x täglich zu verabreichen. 

Bei schweren Erkrankungen kann Ihr Arzt die Dosis erhöhen. 

Spezielle Dosierungshinweise zur Verhütung bestimmter Infektionskrankheiten 

  Bei  Streptokokkenerkrankungen  (z.B.  Angina,  Scharlach):  Die  gleiche  Dosis,  die  zur 

Behandlung  angewandt  wird,  über  zehn  Tage  eingenommen,  kann  das  Auftreten  der 

Krankheit verhindern. 

  Wird PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" zur Verhütung von rheumatischem 

Fieber  (eine  Entzündungsreaktion  auf  bestimmte  Bakterien)  eingenommen,  muss  die 

Einnahme  unter  Umständen  jahrelang  erfolgen.  Sie  sollte  ohne  Rücksprache  mit  Ihrem  Arzt 

nicht unterbrochen werden. 

  Zur  Verhütung  von  Keimverschleppung  auf  dem  Blutweg  (bei  kleineren  Operationen  wie 

Mandel- oder Zahnentfernung): 

  Bei  Kindern  bis  30  kg  Körpergewicht  cirka  eine  Stunde  vor  dem  Eingriff  1000  mg 

PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ",  dann  250  mg  alle  sechs  Stunden  bis 

zwei Tage nach der Operation; 

  bei Jugendlichen cirka eine Stunde vor dem Eingriff 2000 mg PHENOXYMETHYLPENICILLIN 

KALIUM "SANDOZ", dann 500 mg alle sechs Stunden bis zwei Tage nach der Operation. 

Bei  Leber-  oder  Nierenerkrankungen  ist  im  Allgemeinen  wegen  der  guten  Verträglichkeit  von 

PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" keine Herabsetzung der Dosis erforderlich. 

Sie  sollten  dennoch  Ihrem  Arzt  vom  Bestehen  solcher  Erkrankungen  berichten,  damit  er  Sie 

individuell betreuen kann. 

Art der Anwendung 

Die  Einnahme  sollte  1  Stunde  vor  den  Mahlzeiten  mit  einem  Glas  Wasser  erfolgen,  wobei  die 

Tabletten unzerkaut zu schlucken sind.  

Dauer der Anwendung 

Die  Dauer  der  Therapie  muss  individuell  vom  Arzt  festgelegt  werden.  Nach  Abklingen  der 

klinischen  Symptome  soll  die  Behandlung  2  -  3  Tage  fortgesetzt  werden.  Bei 

Streptokokkeninfektionen (z. B. Angina) beträgt die empfohlene Therapiedauer 10 Tage. 

Wenn  Sie  eine  größere  Menge  von  PHENOXYMETHYLPENICILLIN  KALIUM  "SANDOZ" 

eingenommen haben, als Sie sollten 

Selbst  die  versehentliche  Einnahme  hoher  Dosen  führt  im  Allgemeinen  nicht  zu 

Vergiftungserscheinungen. Eine Überdosierung kann Anzeichen von Magen-/Darmbeschwerden 

bzw.  einer  Dickdarmentzündung  (pseudomembranöse  Colitis)  sowie  Störungen  des  Flüssigkeits- 

und Elektrolythaushaltes hervorrufen.  

Sollten  zu  viele  Tabletten  eingenommen  worden  sein,  setzen  Sie  sich  mit  einem  Arzt  in 

Verbindung. 

Wenn Sie die Einnahme von PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" vergessen 

haben 

Eine versäumte Einnahme von PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" sollten Sie 

unverzüglich nachholen. 

Nehmen  Sie  nicht  die  doppelte  Dosis  ein,  wenn  Sie  die  vorherige  Einnahme  vergessen  haben, 

sondern fragen Sie Ihren Arzt. 

Wenn Sie die Einnahme von PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" abbrechen 

Auch  wenn  eine  Besserung  der  Krankheitssymptome  oder  Beschwerdefreiheit  eintritt,  darf  die 

Behandlung  keinesfalls  ohne  ärztliche  Anweisung  geändert  oder  abgebrochen  werden,  um  eine 

erneute Verschlechterung bzw. ein Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden. 

Wenn  Sie  weitere  Fragen  zur  Anwendung  des  Arzneimittels  haben,  fragen  Sie  Ihren  Arzt  oder 

Apotheker. 

4.  WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH? 

Wie alle Arzneimittel kann PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" Nebenwirkungen 

haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. 

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie 

erheblich  beeinträchtigt  oder  Sie  Nebenwirkungen  bemerken,  die  nicht  in  dieser 

Gebrauchsinformation angegeben sind. 

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000 

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000 

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar. 

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems 

Sehr selten

Blutarmut  (hämolytische  Anämie),  Verminderung  bzw.  gefährliche  Verminderung  der  weißen 

Blutkörperchen  (Leukopenie,  Agranulozytose),  Vermehrung  der  weißen  Blutkörperchen 

(Eosinophilie), Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie).  

Erkrankungen des Immunsystems  

Häufig: 

Allergische Reaktionen, meist in Form von Hautreaktionen (z.B. Ausschläge, Juckreiz, Nesselsucht). 

Eine sofortige Hautreaktion zeigt in der Regel eine allergische Reaktion gegen Penicillin. Beenden 

Sie die Einnahme und informieren Sie unverzüglich einen Arzt. 

Sehr selten

Schwere  Überempfindlichkeitsreaktionen  (anaphylaktischer  Schock)  mit  Kreislauf-

zusammenbruch  sowie  Arzneimittelfieber,  Gelenksschmerzen,  angioneurotisches  Ödem, 

Kehlkopfschwellung,  Herzrasen,  Atemnot,  Serumkrankheit,  allergische  Gefäßentzündung, 

Blutdruckabfall, Asthma, Hautrötungen und Magen-Darmbeschwerden.  

Bei oraler Gabe verlaufen diese Reaktionen seltener und milder als bei Injektionen.   

Erkrankungen des Magen-/Darmtrakts 

Häufig:  

Übelkeit,  Durchfall,  Erbrechen,  Magendruck,  Entzündung  der  Mundschleimhaut  und  Zunge, 

Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und Blähungen.  

Häufigkeit nicht bekannt: 

Treten während der Therapie Durchfälle auf, sollte an die Möglichkeit einer Dickdarmentzündung 

(pseudomembranöse Colitis) gedacht werden.  

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes 

Gelegentlich

Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz 

Selten

Allergische Hauterscheinungen in Form von Hautausschlägen, Hautrötungen, Hautentzündungen, 

Hautschwellungen  und  Blasenbildungen  (angioneurotisches  Ödem,  Erythema  multiforme, 

exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom, Pemphigoid).  

Skelettmuskulatur-, Bindegewebes- und Knochenerkrankungen 

Selten:  

Gelenksschmerzen 

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort 

Selten

Fieber 

Untersuchungen 

Sehr selten: 

Positiver  direkter  Coombs-Test  (Bluttest  zur  Bestimmung  von  Antikörpern  auf  roten 

Blutkörperchen). 

Im  Falle  von  Nebenwirkungen  sollte  das  Präparat  abgesetzt  werden  und  unverzüglich  Ihre 

Ärztin/Ihren Arzt zur Rate gezogen werden. 

5.  WIE IST PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" AUFZUBEWAHREN? 

Nicht über 25°C lagern.  

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. 

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. 

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr 

anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. 

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren 

Apotheker  wie  das  Arzneimittel  zu  entsorgen  ist,  wenn  Sie  es  nicht  mehr  benötigen.  Diese 

Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen. 

6.  WEITERE INFORMATIONEN 

Was PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" enthält 

-  Der Wirkstoff ist Phenoxymethylpenicillin Kalium. Eine Tablette enthält 125 mg (entspricht ca. 

200.000 IE) Phenoxymethylpenicillin als Kalium-Salz. 

-  Die  sonstigen  Bestandteile  sind:  Magnesiumstearat  (E-572),  Macrogol  6000,  Malto  Dextrin, 

Talk, Povidon. 

Wie PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM "SANDOZ" aussieht und Inhalt der Packung 

Weiße  bis  schwach  cremefarbene  Tabletten,  rund,  flach,  Facettenrand  beidseitig,  Bruchkerbe 

einseitig, Durchmesser ca. 7 mm. 

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht zum 

Aufteilen in gleiche Dosen. 

Blisterpackung aus PVC/PVDC/Aluminiumfolie. 

Packungsgröße: 12 Stück 

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller 

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich 

Z.Nr.: 15.754 

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Jänner 2010. 

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