Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz 330 mg - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 10 Stück, Laufzeit: 48 Monate,12 Stück, Laufzeit: 48 Monate,20 Stück, Laufzeit: 48 Monate,30 Stück, Laufzeit: 48 Monate,100 Stüc
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz 330 mg - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Phenoxymethylpenicillin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-18790
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-10-1989
  • Letzte Änderung:
  • 08-03-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz 330 mg - Filmtabletten

Wirkstoff: Phenoxymethylpenicillin Kalium

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz beachten?

Wie ist Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM SANDOZ UND WOFÜR WIRD ES

ANGEWENDET?

Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz ist ein Antibiotikum, welches das Wachstum vieler

verschiedener Bakterien durch Störung ihres Zellwandaufbaues hemmt und daher bei vielen

verschiedenen Erkrankungen angewendet werden kann.

Phenoxymethylpenicillin

Kalium

Sandoz

gelangt

nach

Einnahme

rasch

nahezu

vollständig in die Blutbahn. Die Ausscheidung erfolgt durch die Niere.

Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz ist geeignet zur Behandlung von bzw. zum Schutz vor

leichten

mittelschweren

Infektionskrankheiten,

durch

Penicillin-empfindliche

Erreger

hervorgerufen werden. Dazu gehören:

Infektionen der oberen und unteren Atemwege wie z. B. Entzündungen der Mandeln, akute

Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Lungenentzündung (wenn keine

parenterale Penicillin-Therapie erforderlich ist)

Infektionen der Haut wie z. B. Rotlauf (Wundrose), Schweinerotlauf, Eiterflechte, Furunkeln,

Abszesse, flächenhafte Eiterungen (Phlegmone), Wanderröte (Erythema chronicum migrans

bzw. Lyme-Borreliose)

Bissverletzungen (z. B. Gesichtswunden oder tiefe Wunden der Hand) und Verbrennungen

Schutz vor der Ausstreuung von Bakterien nach kleineren Operationen, z. B. Mandel- oder

Zahnentfernung

2.

WAS

SOLLTEN

SIE

VOR

DER

EINNAHME

VON

PHENOXYMETHYLPENICILLIN

KALIUM SANDOZ BEACHTEN?

Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Penicillin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittelssind

wenn bei Ihnen schon einmal eine Arzneimittelallergie (Pencillinallergie) festgestellt worden ist

Informieren Sie darüber Ihren Arzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Phenoxymethylpenicillin Kalium

Sandoz einnehmen.

Bitte melden Sie die ersten Anzeichen von Nebenwirkungen (z. B. Hautausschlag, starke

Müdigkeit, Halsschmerzen oder Entzündungen im Mund) unverzüglich einem Arzt.

Wenn bei Ihnen bereits eine Allergie (= Überempfindlichkeit) gegen Penicilline, Cephalosporine

oder andere Allergiestoffe bzw. allergisches Asthma, Heuschnupfen festgestellt worden ist oder

Sie an Mononukleose (durch Viren verursachte Erkrankung) oder akuter lymphatischer Leukämie

leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt mitteilen.

Informieren Sie bitte unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie schwere Nierenfunktionsstörungen mit

betroffener Kaliumausscheidung, Herzerkrankungen oder schwere Elektrolytstörungen haben. In

diesen Fällen ist der Kaliumgehalt in der Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz Tablette (ca. 33

mg Kalium) zu berücksichtigen.

Beim Auftreten von Allergieerscheinungen, insbesondere Juckreiz, Frösteln, Quaddelbildung,

Atemnot, Beklemmungsgefühl sowie Durchfall oder Bauchschmerzen ist unverzüglich ein Arzt zu

Rate zu ziehen.

Bei schweren Magen-Darmerkrankungen mit anhaltendem Durchfall oder Erbrechen können

Penicillin-Tabletten vom Körper nicht ausreichend aufgenommen werden. Teilen Sie daher Ihrem

Arzt solche Beschwerden umgehend mit.

Zur Verhütung bzw. Rückfallverhütung von rheumatischem Fieber oder zur Vermeidung einer

Ausstreuung von Bakterien nach kleineren Operationen, z.B. Mandel- oder Zahnentfernung,

könnte

erforderlich

sein,

dass

Arzt

Dosierung

verdoppelt.

Orales

Phenoxymethylpenicillin

sollte

nicht

zusätzliche

vorbeugende

Behandlung

genital-

urologischen

Untersuchungen

oder

Operationen,

Operationen

unteren

Darmtraktes,

Darmspiegelung und Geburt verwendet werden. Patienten mit rheumatischem Fieber in der

Vorgeschichte,

welche

wiederholt

Vorbeugung

behandelt

wurden,

können

Penicillin-

resistente

Organsimen

beherbergen.

Schweres

Empyem

(Eiteransammlung

einer

Körperhöhle),

Bakterien

Blut

(Bakteriämie),

Herzentzündung

(Perikarditis),

Gehirnhautentzündung

(Meningitis) und entzündliche Gelenkserkrankungen

(Arthritis)

sollten

nicht mit Phenoxymethylpenicillin während der akuten Phase behandelt werden.

einer

Langzeitbehandlung

werden

Blutbildkontrollen,

Leberfunktionskontrollen

Nierenfunktionstests empfohlen.

Bei langandauernder Behandlung kann es zum Überhandnehmen nicht phenoxymethylpenicillin-

empfindlicher Keime bzw. Pilze kommen (Dermatomykosen). In diesem Fall sind geeignete

Maßnahmen zu ergreifen.

Bei Auftreten schwerer anhaltender Durchfälle ist an eine Dickdarmentzündung zu denken. In

diesem Fall sind die Therapie abzubrechen und ein Arzt aufzusuchen.

Phenoxymethylpenicillin

kann

falsch

positive

Ergebnisse

bestimmten

Methoden

Zuckerbestimmung

Eiweißbestimmung

bzw.

Urobilinogennachweis

(Abbauprodukt

Bilirubin) im Harn vortäuschen.

In seltenen Fällen wurde über eine Verlängerung der Prothrombinzeit bei Patienten berichtet, die

Penicilline

erhielten.

Arzt

wird

dies

entsprechend

überwachen,

wenn

gleichzeitig

Antikoagulanzien verabreicht werden. Eine Anpassung der Dosis der oralen Antikoagulanzien

durch den Arzt kann notwendig sein.

Einnahme

von

Phenoxymethylpenicillin

Kalium

Sandoz

zusammen

mit

anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder Sie beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Phenoxymethylpenicillin

Kalium

Sandoz

sollte

nach

ausdrücklicher

Verordnung

Ihres

behandelnden Arztes zusammen mit anderen Antibiotika eingenommen werden, da andere

Antibiotika die Wirkung von Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz möglicherweise behindern

können. Zum Beispiel schränken Chloramphenicol, Erythromycin und Tetrazyklin die bakterielle

Aktivität von Penicillin ein und die gleichzeitige Verwendung wird daher nicht empfohlen.

Andere

Arzneimittel

entzündungshemmende,

fiebersenkende

Arzneimittel

sowie

Rheuma- oder Gichtmittel können ebenfalls die Wirkung von Phenoxymethylpenicillin Kalium

Sandoz beeinflussen.

Aufnahme

Phenoxymethylpenicillin

Kalium

Sandoz

kann

nach

Vorbehandlung

Aminoglykosid-Antibiotika sowie nach Einnahme von Guarkernmehl vermindert sein.

Penicilline können orale Typhus-Impfstoffe inaktivieren.

gleichzeitiger

Behandlung

Methotrexat

wird

Arzt

Methotrexat-Serumspiegel

überwachen.

gleichzeitiger

Einnahme

oralen

Antikoagulanzien

(Arzneimittel

Hemmung

Blutgerinnung, z. B. Acenocoumarol oder Warfarin) wird Ihr Arzt entsprechende Blutkontrollen

durchführen.

Wird Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz zu den Mahlzeiten eingenommen, kommt es zu

einer Minderung der Aufnahme in den Körper.

Teilen Sie Ihrem Arzt daher mit, ob andere Arzneimittel in Verwendung stehen, und fragen Sie,

welche unbedenklich gleichzeitig mit Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz verwendet werden

können.

Einnahme von Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz zusammen mit Nahrungsmitteln

und Getränken

Die Einnahme sollte eine Stunde vor den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser erfolgen, wobei die

Tabletten unzerkaut zu schlucken sind.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz kann in der Schwangerschaft nach sorgfältiger Nutzen-

Risiko-Abwägung eingenommen werden. Über die Dosis und Einnahme in der Schwangerschaft

entscheidet der Arzt.

Phenoxymethylpenicillin

erscheint

nach

Einnahme

geringer

Menge

Muttermilch.

Schädigungen der Schwangeren, des ungeborenen oder neugeborenen Kindes sind bisher nicht

beschrieben worden.

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz beeinträchtigt nicht die Verkehrstüchtigkeit und das

Bedienen von Maschinen.

Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz enthält Kalium

Dieses Arzneimittel enthält 0,85 mmol (oder 33 mg) Kalium pro Filmtablette. Wenn Sie an

eingeschränkter Nierenfunktion leiden oder eine kontrollierte Kalium-Diät (Diät mit niedrigem

Kaliumgehalt) einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

3.

WIE IST PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM SANDOZ EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Kinder unter 12 Jahren:

Dosierung

beträgt

für

Kinder

50.000

100.000

Phenoxymethylpenicillin

Körpergewicht pro Tag.

Für

Säuglinge

Kleinkinder

stehen

niedriger

dosierbare,

flüssige

Darreichungsformen

(Lösung/Suspension, Saft) zur Verfügung.

Erwachsene und Jugendliche:

3,0 – 4,5 Mega IE Phenoxymethylpenicillin pro Tag.

Üblicherweise wird die Tagesdosis in 3 bis 4 Einzeldosen gleichmäßig über den Tag verteilt –

möglichst im Abstand von 6 bis 8 Stunden – verabreicht.

Bei Infektionen des Hals-, Nasen- oder Ohrenbereichs ist die Verabreichung der Tagesdosis in

nur 2 Einzeldosen – vorzugsweise im Abstand von 12 Stunden – möglich.

Eine

Tagesdosis

25.000

Phenoxymethylpenicillin

Körpergewicht

sollte

Jugendlichen und Erwachsenen nicht unterschritten werden. Dosierungen bis zu 6,0 Mega IE

Phenoxymethylpenicillin pro Tag werden von Erwachsenen komplikationslos vertragen.

Bei schweren Erkrankungen kann Ihr Arzt die Dosis erhöhen.

Spezielle Dosierungshinweise

Zur Verhütung von Keimverschleppung auf dem Blutweg (bei kleineren Operationen wie Mandel-

oder Zahnentfernung bei angeborenen bzw. rheumatischen Herzerkrankungen):

Kinder (bis 40 kg Körpergewicht) erhalten ca. eine Stunde vor dem Eingriff 3 Filmtabletten, dann

1 Filmtablette alle sechs Stunden bis zwei Tage nach der Operation;

Jugendliche

über

Erwachsene

erhalten

eine

Stunde

Eingriff

Filmtabletten, dann 2 Filmtabletten alle sechs Stunden bis zwei Tage nach der Operation.

Bei Leber- oder Nierenerkrankungen ist im Allgemeinen wegen der guten Verträglichkeit von

Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz keine Herabsetzung der Dosis erforderlich. Sie sollten

dennoch Ihrem Arzt vom Bestehen solcher Erkrankungen berichten, damit er Sie individuell

betreuen kann.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Einnahme sollte 1 Stunde vor den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser erfolgen, wobei die

Tabletten unzerkaut zu schlucken sind.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Therapie muss individuell vom Arzt festgelegt werden. Nach Abklingen der

Symptome ist die Behandlung noch 3 Tage fortzusetzen.

Behandlung

Infektionen

bestimmten

Streptokokken

sollte

Therapie

mindestens zehn Tage betragen, um Spätkomplikationen (rheumatisches Fieber) vorzubeugen.

Die Behandlungsdauer der akuten Mittelohrentzündung sollte auf 5 Tage begrenzt werden.

Bei Patienten mit einem Risiko für Komplikationen kann eine Behandlungsdauer von 5 bis 10

Tagen empfehlenswert sein.

Wenn Sie eine größere Menge von Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz eingenommen

haben als Sie sollten

Selbst

versehentliche

Einnahme

hoher

Dosen

führt

Allgemeinen

nicht

Vergiftungserscheinungen. Eine Überdosierung kann Anzeichen von Magen-/Darmbeschwerden

bzw. einer Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Colitis) sowie Störungen des Flüssigkeits-

und Elektrolythaushaltes hervorrufen.

Sollten

viele

Tabletten

eingenommen

worden

sein,

setzen

sich

einem

Arzt

Verbindung.

Wenn Sie die Einnahme von Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz vergessen haben

Eine versäumte Einnahme von Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz sollten Sie unverzüglich

nachholen.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben,

sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz abbrechen

Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder Beschwerdefreiheit eintritt, darf die

Behandlung keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden, um eine

erneute Verschlechterung bzw. ein Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

allergische Reaktionen, meist in Form von Hautreaktionen (z. B. gerötete oder masernartige

Ausschläge, Juckreiz, Nesselsucht). Eine sofortige Hautreaktion zeigt in der Regel eine

allergische

Reaktion

gegen

Penicillin.

Beenden

Einnahme

informieren

unverzüglich einen Arzt.

Übelkeit,

Durchfall,

Erbrechen,

Magendruck,

Entzündung

Mundschleimhaut,

Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Blähungen und Entzündung der Zunge

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

schwere allergische Reaktionen, die ein angioneurotisches Ödem, Kehlkopfschwellung oder

Anaphylaxie verursachen

schwere

allergische

Hauterscheinungen

Form

Hautausschlägen,

Hautrötungen,

Hautentzündungen,

Hautschwellungen

Blasenbildungen

(angioneurotisches

Ödem,

Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis)

Entzündungen im Mund, schwarze Haarzunge (Verfärbung der Zunge)

Treten

während

Therapie

Durchfälle

auf,

sollte

Möglichkeit

einer

Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Colitis) gedacht werden.

Geschmacksstörung

(Dysgeusie),

Mundtrockenheit

(Xerostomie),

Entzündung

Schleimhaut (Mucositis)

Gelenksschmerzen

Nierenerkrankungen

Fieber

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Veränderungen des Blutbildes einschließlich Blutarmut (hämolytische Anämie), Verminderung

bzw. gefährliche Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie und

Agranulozytose), Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Eosinophilie), Verminderung der

Blutplättchen (Thrombozytopenie), Blutgerinnungsstörungen

schwere

Überempfindlichkeitsreaktionen

(anaphylaktischer

Schock)

Kreislauf-

zusammenbruch

sowie

Arzneimittelfieber,

Schüttelfrost,

Gelenksschmerzen,

Erschöpfung,

Herzrasen, Atemnot, Serumkrankheit mit Nierenentzündung, allergische Gefäßentzündung,

Blutdruckabfall,

Asthma,

Hautrötungen

Magen-/Darmbeschwerden.

oraler

Gabe

verlaufen diese Reaktionen seltener und milder als bei Injektion.

Bei Patienten, die an Pilzkrankheiten leiden, können allergische Reaktionen infolge einer

möglichen

Allergengemeinschaft

zwischen

Stoffwechselprodukten

Hautpilzen

Penicillin auftreten.

Serumkrankheit-ähnliche

Reaktionen,

gekennzeichnet

durch

Fieber,

Schüttelfrost,

Gelenkschmerzen und Ödeme

Leberentzündung und Gelbsucht

bakterielle Entzündung der Nieren (interstitielle Nephritis)

positiver

direkter

Coombs-Test

(Bluttest

Bestimmung

Antikörpern

roten

Blutkörperchen)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Superinfektionen

resistenten

Keimen

oder

Sprosspilzen

(siehe

auch

Abschnitt

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

Verlängerung der Blutungszeit und Prothrombinzeit

zentralnervöse Störungen mit Krämpfen (besonders bei hohen Dosen oder bei schwerer

Nierenfunktionsstörung), Kribbeln (bei längerer Verwendung) oder periphere Nervenstörungen

schwere Hauterkrankungen (Lyell-Syndrom, Pemphigoid)

oberflächliche

Zahnverfärbungen

(meist

Suspension):

Diese

sind

zumeist

nach

mehreren Wochen durch Zähneputzen bzw. nach professioneller Zahnreinigung reversibel.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST PHENOXYMETHYLPENICILLIN KALIUM SANDOZ AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Ein Aufbewahren von Restmengen für spätere Krankheitsfälle ist nicht erlaubt.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton bzw. der Blisterpackung nach

„Verwendbar bis“/“Verw.bis“angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz enthält

Der Wirkstoff ist Phenoxymethylpenicillin Kalium. Eine Filmtablette enthält 330 mg (entspricht

ca. 500.000 IE) Phenoxymethylpenicillin als Kalium-Salz (entspricht ca. 33 mg Kalium).

Die sonstigen Bestandteile sind: 0,05 mg Saccharin-Natrium, Magnesiumstearat (E-572),

Macrogol

6000,

Malto

Dextrin,

Povidon,

Talk,

Pfefferminzöl,

Titandioxid

(E-171),

Hypromellose.

Wie Phenoxymethylpenicillin Kalium Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Weiße

schwach

cremefarbene

Filmtabletten,

rund,

bikonvex

(nach

außen

gewölbt),

Durchmesser ca. 10 mm.

Blisterpackung aus PVC/PVDC/Aluminiumfolie.

10, 12, 20, 30 und 100 Stück, Bündelpackung zu 120 (10x12) Stück.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich

Z.Nr.: 1-18790

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2016.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

20-6-2018

Anti-Kalium Na, Granulat

Rote - Liste