Pexion

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Pexion
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Pexion
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Hunde
  • Therapiebereich:
  • Antiepileptika, andere Antiepileptika
  • Anwendungsgebiete:
  • Zur Reduzierung der Häufigkeit von generalisierten Anfällen aufgrund idiopathischer Epilepsie bei Hunden zur Verwendung nach sorgfältiger Bewertung alternativer Behandlungsoptionen.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Autorisiert
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/V/C/002543
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-02-2013
  • EMEA-Code:
  • EMEA/V/C/002543
  • Letzte Änderung:
  • 24-02-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

EMA/807398/2012

EMEA/V/C/002543

Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit

Pexion

Imepitoin

Dies ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR) für Pexion.

Hierin wird erläutert, wie die Agentur dieses Tierarzneimittel beurteilt hat, um zu ihren Empfehlungen

für die Zulassung des Arzneimittels in der Europäischen Union (EU) und die Anwendungsbedingungen

zu gelangen. Diese Zusammenfassung ist nicht als praktischer Rat zur Anwendung von Pexion zu

verstehen.

Wenn Sie als Tierbesitzer oder -halter praktische Informationen über Pexion benötigen, lesen Sie bitte

die Packungsbeilage oder wenden Sie sich an Ihren Tierarzt oder Apotheker.

Was ist Pexion und wofür wird es angewendet?

Pexion ist ein Tierarzneimittel zur Behandlung von Hunden zur Verringerung der Häufigkeit

generalisierter Krampfanfälle (Anfälle, die den Großteil des Gehirns oder das gesamte Gehirn betreffen)

bei Epilepsie unbekannter Ursache (idiopathische Epilepsie). Es sollte nach sorgfältiger Abwägung

alternativer Behandlungsmöglichkeiten angewendet werden. Pexion enthält den Wirkstoff Imepitoin.

Wie wird Pexion angewendet?

Pexion ist in Form von Tabletten und nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Die Dosis wird nach

dem Gewicht des Hundes berechnet: Die Behandlung mit Pexion sollte in einer Dosis von 10 mg pro kg

Körpergewicht zweimal täglich eingeleitet werden. Wenn die Anfälle nach einer Woche nicht ausreichend

kontrolliert sind, kann der Tierarzt die Dosis um 50 % bis 100 % auf die Maximaldosis von 30 mg pro

kg Körpergewicht zweimal täglich steigern.

Wie wirkt Pexion?

Der Wirkstoff in Pexion, Imepitoin, ist ein Arzneimittel gegen Epilepsie. Epilepsie wird durch

übermäßige elektrische Aktivität im Gehirn verursacht. Imepitoin aktiviert im Gehirn teilweise die

Rezeptoren für den Neurotransmitter GABA, einer Substanz, die die elektrische Aktivität im Gehirn

verringert. Neurotransmitter wie GABA sind chemische Substanzen (Botenstoffe), die es den

Nervenzellen ermöglichen, miteinander zu kommunizieren. Durch die Aktivierung seiner Rezeptoren

Pexion

EMA/127931/2013

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steigert Imepitoin die Wirkungen von GABA und trägt somit zur Verhinderung von Anfällen bei.

Imepitoin wirkt zudem als schwacher Kalziumkanalblocker. Kalziumkanäle sind Poren, die den Eintritt

von Kalzium in die Nervenzellen und somit die Übertragung von elektrischen Impulsen zwischen

Nervenzellen ermöglichen. Diese hemmende Wirkung kann auch zur Kontrolle von Anfällen beitragen.

Welchen Nutzen hat Pexion in den Studien gezeigt?

In einer EU-Feldstudie an 226 Hunden verringerte sich unter Pexion in einer Dosis von 10 mg/kg bis

30 mg/kg zweimal täglich nach 20 Behandlungswochen die durchschnittliche Anzahl generalisierter

Anfälle von 2,3 auf 1,1 pro Monat. Im Vergleich dazu verringerte sich die Anzahl der Anfälle unter

Phenobarbital (einem anderen Arzneimittel gegen Epilepsie) von 2,4 auf 1,1 pro Monat. Während der

12-wöchigen Bewertungsphase traten bei 47 % (30 von 64) der mit Pexion behandelten Hunde keine

generalisierten Anfälle auf, während der Anteil der anfallsfreien Hunde unter Phenobarbital 58 % (51

von 88) betrug. Obwohl der Anteil der anfallsfreien Hunde unter Pexion geringer als unter Phenobarbital

war, waren einige Hunde gut mit Pexion kontrolliert. Da Nebenwirkungen seltener als unter

Phenobarbital auftraten, stellt Pexion insbesondere unter Berücksichtigung seines Sicherheitsprofils für

einige Hunde eine geeignete Therapiemöglichkeit dar.

In einer zweiten, in den USA durchgeführten Feldstudie an 151 Hunden traten bei 21 % (21 von 99)

der Hunde bei 12-wöchiger Behandlung mit Pexion in einer festen Dosis von 30 mg/kg zweimal täglich

keine generalisierten Anfälle auf, verglichen mit 8 % (4 von 52) der Hunde, die eine Scheinbehandlung

erhalten hatten. 25 % der Hunde sprachen nicht auf die Behandlung mit Pexion an und hatten dieselbe

oder eine erhöhte Anzahl von Anfällen.

Welche Risiken sind mit Pexion verbunden?

Milde und im Allgemeinen kurz anhaltende Nebenwirkungen von Pexion waren Polyphagie (übermäßige

Futteraufnahme), Anorexie (Appetitverlust), Hyperaktivität, Polyurie (vermehrter Harndrang),

Polydipsie (übermäßige Wasseraufnahme), Somnolenz (Schläfrigkeit), vermehrter Speichelfluss,

Erbrechen, Ataxie (Unfähigkeit, die Muskelbewegungen zu koordinieren), Apathie (mangelndes

Interesse an der Umgebung), Durchfall, Desorientierung, Vorfall der Nickhaut (Vorwölbung des „dritten

Augenlids“ über das Auge), eingeschränktes Sehvermögen und Geräuschempfindlichkeit.

Pexion darf nicht bei Hunden mit schwer eingeschränkter Leber-, Nieren- oder Herzfunktion

angewendet werden.

Die Wirksamkeit von Pexion bei der Behandlung von Hunden im Status epilepticus und mit Cluster-

Anfällen wurde nicht untersucht. Deshalb sollte Pexion nicht zur primären Therapie von Hunden mit

Cluster-Anfällen (Serie von dicht aufeinanderfolgenden Anfällen) und im Status epilepticus

(fortwährende Anfälle) angewendet werden.

Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit Pexion berichteten Nebenwirkungen und

Einschränkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen von Personen, die das Arzneimittel

verabreichen oder mit dem Tier in Kontakt kommen, getroffen werden?

Im Falle einer versehentlichen Einnahme des Tierarzneimittels sollte, insbesondere bei Kindern,

unverzüglich ärztlicher Rat eingeholt und dem Arzt die Packungsbeilage oder das Etikett vorgezeigt

werden.

Pexion

EMA/127931/2013

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Um eine versehentliche Einnahme zu verhindern, sollte der Flaschenverschluss sofort nach der

Entnahme der erforderlichen Anzahl Tabletten für eine Dosis wieder aufgesetzt werden.

Warum wurde Pexion zugelassen?

Der Ausschuss für Tierarzneimittel (CVMP) der Agentur gelangte zu dem Schluss, dass der Nutzen von

Pexion gegenüber den Risiken überwiegt, und empfahl, es zur Anwendung in der EU zuzulassen.

Weitere Informationen über Pexion:

Am 25. Februar 2013 erteilte die Europäische Kommission eine Genehmigung für das Inverkehrbringen

von Pexion in der gesamten Europäischen Union.

Den vollständigen Wortlaut des EPAR für Pexion finden Sie auf der Website der Agentur:

ema.europa.eu/Find medicine/Veterinary medicines/European public assessment reports. Wenn Sie als

Tierbesitzer oder -halter weitere Informationen über die Behandlung mit Pexion benötigen, lesen Sie

bitte die Packungsbeilage oder wenden Sie sich an Ihren Tierarzt oder Apotheker.

Diese Zusammenfassung wurde zuletzt im Juni 2017 aktualisiert.

Packungsbeilage

B. PACKUNGSBEILAGE

GEBRAUCHSINFORMATION

Pexion 100 mg Tabletten für Hunde

Pexion 400 mg Tabletten für Hunde

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber und Hersteller, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist:

Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH

55216 Ingelheim/Rhein

DEUTSCHLAND

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Pexion 100 mg Tabletten für Hunde

Pexion 400 mg Tabletten für Hunde

Imepitoin

3.

WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

Weiße, rechteckige Tabletten mit Bruchrille und einseitig eingeprägtem Aufdruck „I 01“ (100 mg)

bzw. „I 02“ (400 mg).

Die Tablette kann in zwei gleiche Hälften geteilt werden.

Eine Tablette enthält:

Imepitoin

100 mg

Imepitoin

400 mg

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Zur Reduktion der Häufigkeit generalisierter Anfälle bei idiopathischer Epilepsie bei Hunden.

Anwendung nach sorgfältiger Abwägung alternativer Behandlungsmöglichkeiten.

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen

Bestandteile.

Nicht anwenden bei Hunden mit schwerer Leber- oder Nierenfunktionsstörung oder schweren Herz-

Kreislaufstörungen. Siehe auch Abschnitt "Trächtigkeit oder Laktation".

6.

NEBENWIRKUNGEN

Folgende milde und im Allgemeinen vorübergehende Nebenwirkungen wurden in präklinischen und

klinischen Studien beobachtet (in Reihenfolge abnehmender Häufigkeit): Polyphagie (vermehrter

Appetit) zu Beginn der Behandlung (sehr häufig), Anorexie (Appetitlosigkeit), Hyperaktivität (sehr

viel aktiver als üblich), Polyurie (vermehrter Harndrang), Polydypsie (vermehrter Durst), Somnolenz

(Schläfrigkeit), vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Ataxie (Gangstörungen), Apathie, Durchfall,

Desorientiertheit, Vorfall der Nickhaut (drittes sichtbares Augenlid), eingeschränktes Sehvermögen

und Geräuschempfindlichkeit.

Im klinischen Einsatz wurde in seltenen Fällen ein Auftreten von Aggressivität berichtet.

Möglicherweise steht diese Aggressivität mit der Behandlung in Zusammenhang. Jedoch kann eine

Aggressivität auch im Rahmen der postiktalen Phase oder als erkrankungsbedingte

Verhaltensänderung auftreten.

Eine leichte Erhöhung der Kreatinin-, Harnstoff- und Cholesterin-Plasmaspiegel wurde bei Hunden,

die mit Imepitoin behandelt wurden, beobachtet. Diese überschritten jedoch im Allgemeinen nicht die

physiologischen Referenzbereiche und waren nicht mit klinisch bedeutsamen Beobachtungen oder

Ereignissen verbunden.

Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)

Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)

Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)

Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)

Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei

Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, informieren

Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.

7.

ZIELTIERART(EN)

Hund

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE ZIELTIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Imepitoin wird in einer Dosis von 10 mg bis 30 mg pro kg Körpergewicht zweimal täglich im Abstand

von ungefähr 12 Stunden eingegeben. Die Tabletten können halbiert werden, um eine dem

individuellen Körpergewicht des Hundes entsprechend angepasste Dosis zu verabreichen.

Zurückbleibende halbe Tabletten sollten für die nächste Dosis verwendet werden.

Die erforderliche Dosis ist von Hund zu Hund verschieden und hängt von der Schwere der Erkrankung

ab. Die empfohlene Initialdosis von Imepitoin beträgt 10 mg pro kg Körpergewicht zweimal täglich.

Die initiale Dosis kann anhand des Körpergewichts in der Dosiertabelle abgelesen werden. Wenn die

Anfälle nach wenigstens einer Behandlungswoche mit der gewählten Dosis nicht ausreichend

reduziert werden, sollte der Hund dem behandelnden Tierarzt erneut vorgestellt werden. Wenn der

Hund das Tierarzneimittel gut verträgt, kann die Dosis in 50 – 100 % Schritten auf die Maximaldosis

von 30 mg je kg Körpergewicht zweimal täglich gesteigert werden.

Die Bioverfügbarkeit ist höher, wenn das Tierarzneimittel dem nüchternen Hund verabreicht wird. Der

Zeitabstand zwischen Tabletteneingabe und Fütterung sollte gleich bleiben.

Anzahl der Tabletten (zweimal täglich einzugeben) zur Einleitung der Behandlung:

Körpergewicht (kg)

Anzahl Tabletten

100 mg Tabletten

400 mg Tabletten

5,1–10,0

10,1–15,0

1 ½

15,1–20,0

20,1–40,0

40,1–60,0

1 ½

Über 60

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Die Tabletten können halbiert werden, um dem individuellen Körpergewicht des Hundes entsprechend

angepasste Dosis zu verabreichen.

10.

WARTEZEIT(EN)

Nicht zutreffend.

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Karton angegebenen Verfalldatum

nicht mehr anwenden.

Haltbarkeit nach Anbruch der Flasche: 8 Monate.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Es liegt in der Natur der Epilepsie, dass das pharmakologische Ansprechen auf die Behandlung

unterschiedlich sein kann. Einige Hunde werden anfallsfrei, einige zeigen eine Reduzierung der

Anfallshäufigkeit, während andere Hunde nicht auf die Behandlung ansprechen. Daher bedarf die

Entscheidung, einen stabil eingestellten Hund auf Imepitoin umzustellen, einer sorgfältigen

Abwägung. Bei nicht ansprechenden Hunden kann die Anfallshäufigkeit ansteigen. Wenn die Anfälle

nicht ausreichend reduziert werden können, sollten weitere diagnostische Maßnahmen und eine andere

antiepileptische Behandlung in Betracht gezogen werden. Wenn den Wechsel zwischen verschiedenen

Antiepileptika medizinisch erforderlich ist, sollte die Umstellung schrittweise und unter angemessener

klinischer Überwachung vollzogen werden.

Bei der Nutzen-Risiko-Beurteilung für den jeweiligen Hund sollte die nachfolgend beschriebenen

Einzelheiten berücksichtigt werden.

Die Wirksamkeit des Tierarzneimittels bei Hunden im Status epilepticus und mit Serienanfällen

(Cluster-Anfällen) wurde nicht untersucht. Deshalb sollte Imepitoin nicht zur primären Therapie von

Hunden mit Cluster-Anfällen und im Status epilepticus eingesetzt werden.

In vierwöchigen experimentellen Studien wurde kein Verlust der antikonvulsiven Wirksamkeit

(Toleranzentwicklung) während einer fortlaufenden Behandlung über die gesamte Dauer beobachtet.

Aus den begrenzt verfügbaren Studien können keine definitiven Schlussfolgerungen zur Wirksamkeit

von Imepitoin als Zusatztherapie zu Phenobarbital, Kaliumbromid und/oder Levetiracetam gezogen

werden (siehe Abschnitt „Wechselwirkungen“).

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren

Die Verträglichkeit des Tierarzneimittels wurde nicht untersucht bei Hunden mit weniger als 5 kg

Körpergewicht oder bei Hunden mit Nieren-, Leber- oder Herzerkrankungen sowie Magen-Darm-

oder anderen Erkrankungen. Bei plötzlichem Absetzen der Imepitoin-Therapie können leichte

Verhaltensänderungen oder muskuläre Symptome beobachtet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

Bei versehentlicher Einnahme insbesondere durch Kinder ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen

und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Um einer versehentlichen Einnahme der Tabletten vorzubeugen, sollte die Flasche sofort wieder

verschlossen werden, nachdem die für eine Anwendung nötige Anzahl Tabletten entnommen wurde.

Trächtigkeit und Laktation

Die Anwendung des Tierarzneimittels wird nicht empfohlen bei Zuchtrüden oder bei Hündinnen

während der Trächtigkeit und Laktation. Siehe auch Abschnitt „Überdosierung“.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Das Tierarzneimittel wurde in Kombination mit Phenobarbital, Kaliumbromid und/oder in wenigen

Fällen mit Levetiracetam angewendet und dabei wurden keine gesundheitsschädlichen

Wechselwirkungen beobachtet (siehe Abschnitt „Besondere Warnhinweise“).

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel)

Bei wiederholter Überdosierung bis zum Fünffachen der empfohlenen Maximaldosis wurden

zentralnervöse und gastrointestinale Symptome und eine reversible Verlängerung des QT-Intervalls

verzeichnet. In der Regel sind die Symptome bei solchen Dosen nicht lebensbedrohlich und sind unter

symptomatischer Behandlung im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden reversibel.

Die zentralnervösen Symptome können den Verlust der Stellreflexe, verminderte Aktivität,

Lidschluss, Tränenfluss, trockene Augen und Nystagmus einschließen.

Beim Fünffachen der empfohlenen Dosis kann das Körpergewicht abnehmen.

Bei Rüden, denen das Zehnfache der höchsten empfohlenen therapeutischen Dosis verabreicht wurde,

wurde eine diffuse Atrophie der Samenkanälchen in den Hoden in Verbindung mit einer niedrigeren

Spermienanzahl beobachtet (siehe Abschnitt “Trächtigkeit und Laktation).

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie

Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Maßnahmen dienen

dem Umweltschutz.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel finden Sie auf der Website der Europäischen

Arzneimittel-Agentur unter http://www.ema.europa.eu/.

15.

WEITERE ANGABEN

In einer europäischen Feldstudie wurde die Wirksamkeit von Imepitoin mit Phenobarbital bei

226 Hunden mit erstmals diagnostizierter idiopathischer Epilepsie verglichen. 45% der Tiere der

Imepitoin-Gruppe und 20 % der Phenobarbital-Gruppe wurden aus der Wirsamkeitsanalyse

ausgeschlossen, unter anderem wegen unzureichendem Ansprechen auf die Behandlung. In der

verbliebenen Hundepopulation (64 Hunde der Pexion-Gruppe und 88 Hunde der Phenobarbital-

Gruppe) wurden folgende klinischen Ergebnisse beobachtet: die durchschnittliche Häufigkeit

generalisierter Anfälle wurde von 2,3 Anfällen im Monat in der Imepitoin-Gruppe und 2,4 Anfällen im

Monat in der Phenobarbital-Gruppe auf 1,1 Anfälle im Monat in beiden Gruppen nach 20 Wochen

Behandlung reduziert. Der Unterschied zwischen der Imepitoin- und der Phenobarbital-Gruppe in der

monatlichen Anfallshäufigkeit während der Behandlung lag (unter Berücksichtigung des Unterschieds

in den Ausgangswerten) bei 0,004 mit einem 95 % Konfidenzintervall [-0,928; 0,935]. Während der

Auswertungsphase von 12 Wochen machte der Anteil anfallsfreier Hunde 47 % (30 Hunde) in der

Imepitoin-Gruppe und 58 % (51 Hunde) in der Phenobarbital-Gruppe aus.

Auch wenn die Wirksamkeit bei einzelnen Hunden begrenzt sein kann, wird Imepitoin aufgrund seines

Verträglichkeitsprofils als geeignete Therapiemöglichkeit bei Hunden betrachtet.

Die Verträglichkeit bei den Behandlungen wurde mit den Daten der gesamten Studienpopulation

ausgewertet (116 Tiere in der Imepitoin-Gruppe und 110 Tiere in der Phenobarbital-Gruppe).

Steigende Dosierungen von Phenobarbital waren verbunden mit einem Anstieg der Leberenzyme

ALT, AP, AST, GGT und GLDH.

Im Vergleich dazu führte eine Erhöhung der Imepitoin Dosis nicht zum Anstieg dieser Enzyme. Ein

leichter Anstieg des Kreatinin-Blutspiegels im Vergleich zum Ausgangswert wurde bei Hunden, die

mit Imepitoin behandelt wurden, beobachtet. Dennoch blieb der obere Grenzwert des

Konfidenzintervalls für Kreatinin bei allen Probeentnahmezeitpunkten im Referenzbereich. Außerdem

wurden im Vergleich von Imepitoin mit Phenobarbital weniger Nebenwirkungen in Bezug auf

Polyurie (10 % ggü. 19 % der Hunde), Polydipsie (14 % ggü. 23 %) und eine merkliche Sedierung

(14 % ggü. 25 %) verzeichnet. Zu Einzelheiten siehe Abschnitt „Nebenwirkungen“.

In einer US-Feldstudie wurde die Wirksamkeit einer festgelegten Dosis von 30 mg/kg Imepitoin

zweimal täglich mit einem Placebo bei 151 Hunden mit idiopathischer Epilepsie während einer 84-

tägigen Behandlung verglichen. Der Anteil von Hunden ohne generalisierte Anfälle betrug 21 % (21

von 99 Hunden; 95 % Konfidenzintervall [0,131; 0,293]) in der Imepitoin-Gruppe und 8 % (4 von

52 Hunden; 95 % Konfidenzintervall [0,004; 0,149]) in der Placebo-Gruppe. 25 % der Hunde haben

auf die Behandlung mit Imepitoin nicht angesprochen (dieselbe oder höhere Häufigkeit von Anfällen).

Packungsgrößen:

Flaschen mit 100 Tabletten oder 250 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

28-5-2018

Pending EC decision:  Pexion, imepitoin, Opinion date: 25-May-2018

Pending EC decision: Pexion, imepitoin, Opinion date: 25-May-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

9-7-2018

Pexion (Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH)

Pexion (Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH)

Pexion (Active substance: Imepitoin) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)4433 of Mon, 09 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/V/C/2543/II/11/G

Europe -DG Health and Food Safety