Persantin - Ampullen

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Persantin - Ampullen
  • Einheiten im Paket:
  • 5 x 2 ml, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Persantin - Ampullen
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Platelet aggregation inhi
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 10818
  • Berechtigungsdatum:
  • 11-11-1959
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Öffentlichen Beurteilungsberichts

Für diese Arzneispezialität steht kein NPAR zur Verfügung. Alle relevanten

Änderungen seit 01.07.2011 finden sich in der Life – Cycle Tabelle.

Relevante Änderungen

Art der Änderung

Genehmigungs

-Datum

Fachinformation

Gebrauchsinformation

Kennzeichnung

betroffen

Zusammenfassung der

Änderung bzw.

wissenschaftliche

Information

Änderung der

Adresse des

Herstellers

13.03.2012

Änderung der Adresse des

Herstellers auf: Boehringer

Ingelheim Espana S.A. E-

08174 Sant Cugat del

Valles Barcelona, Spanien

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

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Persantin - Ampullen

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PACKUNGSBEILAGE

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Persantin® - Ampullen

Wirkstoff: Dipyridamol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Persantin und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von Persantin beachten?

Wie ist Persantin anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Persantin aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

WAS IST PERSANTIN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Dieses Arzneimittel ist ein Diagnostikum.

Dipyridamol, der Wirkstoff von Persantin - Ampullen, besitzt eine gefäßerweiternde Wirkung. Durch

intravenös verabreichtes Dipyridamol kommt es bei Patienten mit erkrankten Herzkranzgefäßen zu

einer regionalen Umverteilung des Herzblutes, die mittels eines speziellen bildgebenden Verfahrens

(sogenannte Myokard-Szintigraphie) dargestellt werden kann. Dadurch wird eine Beurteilung

(Diagnose) Ihrer Herzerkrankung ermöglicht.

Ihr Arzt wird Ihnen Persantin - Ampullen verabreichen, wenn zur Beurteilung Ihrer Herzkrankheit

durch Myokard-Szintigraphien Belastungstests nötig wären und diese bei Ihnen nicht durchgeführt

werden können (die Ergebnisse von Myokard-Szintigraphien mit Belastung und mit Dipyridamol-

Gabe stimmen gut überein).

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON PERSANTIN BEACHTEN?

Persantin darf nicht angewendet werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Dipyridamol oder einen der sonstigen Bestandteile

von Persantin - Ampullen sind;

wenn Sie an ausgeprägt niedrigem Blutdruck (Hypotonie) leiden;

wenn Sie unter Schock stehen;

wenn Ihr Arzt eine andere Gegenanzeige für Belastungstests im Rahmen der Myokard-

Szintigraphie feststellt (z. B. wenn Sie an hochgradiger Herzmuskelschwäche leiden).

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Persantin ist erforderlich,

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wenn Sie an Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit),

Herzrhythmusstörungen, Atemwegsverkrampfungen oder Asthma leiden oder wenn diese

Erkrankungen früher einmal bei Ihnen aufgetreten sind;

wenn bei Ihnen schwere Herz- und Gefäßveränderungen – einschließlich Angina Pectoris, kurz

zurückliegenden Herzinfarktes und Herzmuskelschwäche – vorliegen;

wenn Sie an instabiler Angina Pectoris leiden – ein Belastungstest mit Persantin - Ampullen

sollte erst dann erfolgen, wenn sich Ihre Beschwerden über einen Zeitraum von zumindest 2 bis

3 Tagen stabilisiert haben;

wenn bei Ihnen ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht – Ihr Arzt wird Ihnen erläutern, auf welche

Anzeichen einer Blutung Sie achten müssen;

wenn Sie gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die das Blutungsrisiko erhöhen –

wie z. B. Arzneimittel, die zur Vermeidung oder Auflösung eines Blutgerinnsels angewendet

werden;

wenn Sie an einer bestimmten Form von Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden – eine

Neueinstellung Ihrer Behandlung kann notwendig sein.

Wenn Sie regelmäßig mit Dipyridamol (z. B. Asasantin retard - Kapseln) behandelt werden, kann die

Empfindlichkeit des intravenösen Belastungstests herabgesetzt sein. Wenn Ihr Arzt die intravenöse

Verabreichung von Dipyridamol zur Beurteilung einer Herzerkrankung als notwendig erachtet, wird er

Sie darauf hinweisen, dass Sie die Einnahme von Dipyridamol 24 Stunden vor Durchführung des

Tests unterbrechen sollen.

Ihr Arzt wird mit Ihnen die Gründe für die Anwendung von Persantin - Ampullen sowie Risiken und

Nutzen erläutern. Es können vergleichbare Reaktionen wie bei Belastungstests auftreten. Daher wird

Ihr Arzt Sie sorgfältig überwachen. Dazu wird er während der Verabreichung und in den ersten

10-15 Minuten danach regelmäßig Puls, Atmung, Körperwärme und Blutdruck kontrollieren sowie ein

EKG erstellen. Wenn Ihr Arzt es für erforderlich hält, wird er das EKG auch über einen längeren

Zeitraum erstellen.

Außerdem wird Ihr Arzt geeignete Arzneimittel bereithalten, um gegebenenfalls unerwünschte

Begleiterscheinungen wie Brustschmerzen oder Verkrampfungen der Atemwege zu behandeln.

Vorsichtsmaßnahmen für die Handhabung durch den Arzt

Da es bei intravenöser Verabreichung von Dipyridamol zu kardialen Nebenwirkungen oder Störungen

im Reizleitungssystem kommen kann, sind die Vitalzeichen (z. B. Puls, Atmung, Körperwärme,

Blutdruck) während und mindestens 10-15 Minuten nach der intravenösen Infusion von Persantin zu

überwachen, weiters ist eine EKG-Kurve mit mindestens einer Brustwandableitung zu erstellen. Bei

Bedarf ist das EKG länger zu verfolgen.

Wenn eine Thallium-Szintigraphie mit intravenöser Dipyridamol-Gabe durchgeführt wird, sollte

Aminophyllin zur parenteralen Applikation bereitliegen, um unerwünschte Begleiterscheinungen wie

Bronchospasmen oder Brustschmerzen zu beseitigen (langsame i.v.-Gabe von Aminophyllin

[50-100 mg über 30-60 Sekunden] in Dosen von 50-250 mg).

Im Fall einer schweren Hypotonie sollte der Patient vor der Gabe von parenteralem Aminophyllin in

Rückenlage gebracht werden, wenn nötig mit nach unten geneigtem Kopf. Wenn 250 mg

Aminophyllin nicht zur Beherrschung der anginalen Beschwerden ausreichen, kann Nitroglycerin

sublingual verabreicht werden. Bestehen die Brustschmerzen trotz der Verabreichung von

Aminophyllin und Nitroglycerin weiter, liegt möglicherweise ein Myokardinfarkt vor!

Sollte trotz Auftretens einer unerwünschten Begleiterscheinung der klinische Zustand des Patienten

einen einminütigen Aufschub der parenteralen Aminophyllin-Gabe zulassen, kann Thallium-201

injiziert und seine Verteilung im Kreislauf abgewartet werden. Auf diese Weise wird die Thallium-

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Szintigraphie möglich, bevor die pharmakologischen Wirkungen von Dipyridamol auf die

Koronardurchblutung durch Aminophyllin aufgehoben werden.

Bei Anwendung von Persantin mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden

bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die gefäßerweiternde Wirkung von Persantin - Ampullen wird durch Xanthinderivate (z. B.

Theophyllin, zur Behandlung von Bronchialasthma) abgeschwächt (siehe auch „Bei Anwendung von

Persantin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken“). Die Einnahme von Theophyllin-

Abkömmlingen sollte daher 24 Stunden vor der Verabreichung von Persantin - Ampullen zur

Beurteilung einer Herzerkrankung vermieden werden.

Persantin - Ampullen können die Wirkung blutdrucksenkender Arzneimittel verstärken und die

Wirkung von Arzneimitteln zur Behandlung einer krankhaften Muskelschwäche (sogenannte

„Myasthenia gravis“) aufheben.

Die gefäßerweiternde Wirkung von Adenosin wird durch die Anwendung von Persantin - Ampullen

verstärkt. Eine Anpassung der Adenosin-Dosierung durch Ihren Arzt kann erforderlich sein.

Wenn Sie regelmäßig mit Dipyridamol (z. B. Asasantin retard - Kapseln) behandelt werden, kann die

Empfindlichkeit des intravenösen Belastungstests herabgesetzt sein. Wenn Ihr Arzt die intravenöse

Verabreichung von Dipyridamol zur Beurteilung einer Herzerkrankung als notwendig erachtet, wird er

Sie darauf hinweisen, dass Sie die Einnahme von Dipyridamol 24 Stunden vor Durchführung des

Tests unterbrechen sollen.

Die Wirkung von Arzneimitteln, die zur Vermeidung oder Auflösung eines Blutgerinnsels angewendet

werden (Antikoagulanzien), kann durch Dipyridamol verstärkt werden.

Bei Anwendung von Persantin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die gefäßerweiternde Wirkung von Persantin - Ampullen wird durch Coffein abgeschwächt. Die

Einnahme von coffeinhaltigen Getränken sollte daher 24 Stunden vor der Verabreichung von

Persantin - Ampullen zur Beurteilung einer Herzerkrankung vermieden werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Nach langjähriger Erfahrung liegen keine Hinweise auf unerwünschte oder schädigende Wirkungen

während der Schwangerschaft vor. Ihr Arzt wird Persantin - Ampullen jedoch – vor allem in den

ersten drei Schwangerschaftsmonaten – nur bei absoluter Notwendigkeit anwenden.

Dipyridamol geht in die Muttermilch über. Ihr Arzt wird Ihnen daher in der Stillzeit Persantin -

Ampullen nur bei absoluter Notwendigkeit verabreichen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung:

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen! Dies gilt im verstärkten Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Persantin - Ampullen können auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch

Nebenwirkungen hervorrufen, die die Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr oder beim

Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Dazu zählen Kopfschmerzen,

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Schwindelgefühl, Übelkeit und Muskelschmerzen (siehe „Welche Nebenwirkungen sind

möglich?“) Wenn Sie diese Nebenwirkungen bemerken, dürfen Sie kein Fahrzeug

lenken und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

3.

WIE IST PERSANTIN ANZUWENDEN?

Ihr Arzt wird den Inhalt von Persantin - Ampullen verdünnen und Ihnen dann als Infusion in die Vene

verabreichen. Die Dosierung wird individuell an Ihr Gewicht angepasst.

2-4 Minuten nach Abschluss der Persantin-Infusion wird Ihr Arzt dann Thallium-201 in die Venen

spritzen, um mittels eines speziellen bildgebenden Verfahrens (sogenannte Myokard-Szintigraphie)

den Zustand Ihres Herzens untersuchen zu können.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (älter als 65 Jahre) lagen die Blutspiegel von Dipyridamol um ca. 30-50 % höher

als bei jüngeren Patienten (jünger als 55 Jahre). Ihr Arzt wird Sie möglicherweise länger unter

Beobachtung halten, wenn Sie über 65 Jahre alt sind.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion

Bei Einschränkung der Nieren- oder Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Über die Anwendung von Persantin - Ampullen bei Kindern und Jugendlichen liegen keine

Erfahrungen vor. Persantin - Ampullen sollten daher bei diesen Patienten nicht angewendet werden.

Hinweise für die Handhabung durch den Arzt

Zur intravenösen Anwendung. Am liegenden Patienten als langsame, streng intravenös zu

verabreichende Infusion. Vor der intravenösen Infusion muss der Inhalt von Persantin - Ampullen in

einem Verhältnis von mindestens 1:2 mit 0,45%iger oder 0,9%iger Kochsalzlösung bzw. mit 5%iger

Glucoselösung auf ein Gesamtvolumen von ca. 20-50 ml verdünnt werden. Die intravenöse Gabe von

unverdünnter Persantin-Lösung kann zu lokalen Reizungen führen.

Die Dosierung muss dem Gewicht des Patienten angepasst werden. Die empfohlene Dosis beträgt

0,142 mg/kg/Minute über 4 Minuten (insgesamt 0,57 mg/kg). Das Überschreiten einer Höchstdosis

von 0,84 mg/kg über 6-10 Minuten wird nicht empfohlen.

Thallium-201 sollte 2-4 Minuten nach der Persantin-Infusion injiziert werden. Die erste Szintigraphie

erfolgt 5 Minuten nach der Thallium-Injektion, weitere Szintigraphien 2,5 bis 4 Stunden später.

Wenn bei Ihnen eine größere Menge von Persantin angewendet wurde als vorgesehen

Wenn Sie das Gefühl haben, dass bei Ihnen die vorgesehene Dosierung erheblich überschritten wurde,

wenden Sie sich bitte sofort an den Arzt. Auf Grund der Anwendungsart (Einmalgabe unter

Überwachung) ist eine Überdosierung jedoch unwahrscheinlich.

Symptome, wie unter „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“ beschrieben, können erwartet

werden.

Wenn eine Anwendung von Persantin vergessen wurde

Keine Angaben, da Persantin - Ampullen zur einmaligen Anwendung durch den Arzt bestimmt sind.

Wenn die Anwendung von Persantin abgebrochen wird

Keine Angaben, da Persantin - Ampullen zur einmaligen Anwendung durch den Arzt bestimmt sind.

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Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel können Persantin - Ampullen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die folgende Einteilung wurde für die Häufigkeitsbeschreibungen der Nebenwirkungen verwendet:

Sehr häufig:

betrifft mehr als 1 Behandelten von 10

Häufig:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

In Studien mit Persantin wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Erkrankungen des Immunsystems

Selten:

Überempfindlichkeitsreaktionen

Sehr selten:

sofort einsetzende allergische Reaktionen mit Versagen des Herz-Kreislauf-

Systems (anaphylaktoide Reaktionen)

Nicht bekannt:

plötzlich auftretende Haut- und/oder Schleimhautschwellungen – diese treten vor

allem im Gesichtsbereich auf und sind bei Beteiligung von Nase, Kehlkopf und

Zunge möglicherweise mit Atemnot und Schluckbeschwerden verbunden

(Angioödem)

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig:

Schwindel, Kopfschmerzen

Häufig:

Missempfindungen

Selten:

Vorläufer des Schlaganfalls (transiente ischämische Attacken), Beeinträchtigungen

der Gehirngefäße (wie z. B. Schlaganfall)

Sehr selten:

Krämpfe

Herzerkrankungen

Sehr häufig:

Schmerzen in der Herzgegend, die möglicherweise in die Umgebung ausstrahlen

(Angina Pectoris)

Häufig:

Herzrhythmusstörungen, beschleunigte Herzschlagfolge

Gelegentlich:

Herzinfarkt, verlangsamte Herzschlagfolge

Sehr selten:

Herzstillstand, Vorhofflimmern

Nicht bekannt:

Ohnmacht, Sinusknotenarrest, AV-Block

Gefäßerkrankungen

Häufig:

schwerer Blutdruckabfall, Hitzewallungen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

Krämpfe der Atemmuskulatur

Nicht bekannt:

Stimmritzenkrampf

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Häufig:

Übelkeit

Gelegentlich:

Bauchschmerzen

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Nicht bekannt:

Erbrechen, Durchfall

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Nicht bekannt:

Hautausschlag, Nesselsucht

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Nicht bekannt:

Muskelschmerzen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Selten:

Herztod,

Nicht bekannt:

Hautschwellungen (Ödeme), Schmerzen an der Injektionsstelle

Untersuchungen

Häufig:

EKG-ST- und -T-Strecken-Veränderungen

Nicht bekannt:

EKG-Veränderungen

Die hohen Dipyridamol-Dosierungen, die im Rahmen eines Belastungstestes angewendet werden,

können häufigere und schwerwiegendere Nebenwirkungen verursachen als die Dosierungen bei

therapeutischer oraler Anwendung. Alle verfügbaren Daten zeigen aber, dass die Anwendung von

Dipyridamol bei der Myokard-Szintigraphie hinsichtlich des Nutzen/Risiko-Verhältnisses wie auch in

der Art und Häufigkeit der Nebenwirkungen mit der Anwendung von Thallium-201 bei der

Belastungsszintigraphie zumindest vergleichbar ist.

Nebenwirkungen wurden auch von Patienten berichtet, die Dipyridamol nicht zur einmaligen

Anwendung als Diagnostikum sondern zur Behandlung anderer Krankheiten erhielten. Dabei wurde

Dipyridamol in anderen Dosierungen, auch mit wiederholter Gabe, eingesetzt. Daher ist es nicht

möglich, exakt festzustellen, wie oft diese Nebenwirkungen auftreten. Diese Nebenwirkungen

umfassen:

Psychiatrische Erkrankungen

Angst

Erkrankungen des Nervensystems

Taubheitsgefühl, Muskelzittern, Nervosität

Augenerkrankungen

Sehstörung

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Ohrensausen (Tinnitus), Ohrenschmerzen

Herzerkrankungen

Herzrhythmusstörungen (Extrasystolen), Herzklopfen

Gefäßerkrankungen

Bluthochdruck

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Atemnot, Verkrampfung der Atemwege, vertiefte Atmung, Rachenentzündung, laufende und

verstopfte Nase (Rhinitis)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Veränderte Geschmacksempfindung, Mundtrockenheit

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Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Schwitzen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelsteifigkeit

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Müdigkeit, Schwächegefühl, Unwohlsein

Untersuchungen

Blutdruckschwankungen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5.

WIE IST PERSANTIN AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton als „verwendbar bis“ und auf dem Etikett als

„verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme

hilft die Umwelt zu schützen.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was Persantin enthält

Der Wirkstoff ist: Dipyridamol (1 Ampulle enthält 10 mg Dipyridamol)

Die sonstigen Bestandteile sind: Weinsäure, Macrogol 600, Salzsäure, Wasser für

Injektionszwecke

Wie Persantin aussieht und Inhalt der Packung

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Klare, gelbe Lösung, frei von Schwebeteilchen, pH-Wert 2,5-3,0

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Weißglasampullen (I)

Packung mit 5 Ampullen zu 2 ml

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber

Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG

Dr. Boehringer-Gasse 5-11, 1121 Wien

Hersteller

Boehringer Ingelheim España S.A.

E-08174 Sant Cugat del Vallès

Barcelona, Spanien

Z.Nr.: 10818

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im November 2013.

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Symptome

Bei der Anwendung von Dipyridamol im Rahmen von Myokard-Szintigraphien wurde bislang nicht

über Überdosierungen berichtet. Auf Grund der Anwendungsart (Einmalgabe unter Überwachung) ist

eine Überdosierung unwahrscheinlich. Symptome wie in Abschnitt 4.8 beschrieben können erwartet

werden.

Therapie

Allgemein unterstützende Maßnahmen. Da die gefäßerweiternde Wirkung von Dipyridamol durch

Xanthin-Derivate aufgehoben wird, ist die langsame i.v.-Gabe von Aminophyllin (50-100 mg über

30-60 Sekunden) in Dosen von 50-250 mg zu empfehlen. Wenn 250 mg Aminophyllin nicht zur

Beherrschung der anginalen Beschwerden ausreichen, kann Nitroglycerin sublingual verabreicht

werden. Bestehen die Brustschmerzen trotz der Verabreichung von Aminophyllin und Nitroglycerin

weiter, liegt möglicherweise ein Myokardinfarkt vor!

Infolge seiner hohen Verteilung in die Gewebe und seiner vorwiegend hepatischen Elimination ist

Dipyridamol einer forcierten Ausscheidung nicht zugänglich.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

10-9-2018

Medivitan® iV Ampullen

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