Peritoneal-Dialyse-Lösung XIII Bichsel

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Peritoneal-Dialyse-Lösung XIII Bichsel Peritoneal-Dialyse-Lösung XIII Bichsel
  • Darreichungsform:
  • Peritoneal-Dialyse-Lösung XIII Bichsel
  • Zusammensetzung:
  • Natrium 135 mmol, magnesium 0.25 mmol, calcium 1.25 mmol, chloridum 103 mmol, l-lactas 35 mmol, glucose anhydricum 22.5 g, Wasser ad iniectabilia q.s. die Lösung für 1000 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Peritoneal-Dialyse-Lösung XIII Bichsel Peritoneal-Dialyse-Lösung XIII Bichsel
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Peritonealdialyse

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 33507
  • Berechtigungsdatum:
  • 09-10-1967
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Peritoneal-Dialyse-Lösungen

I–XX «Bichsel»

GROSSE APOTHEKE DR. G. BICHSEL

Zusammensetzung

Natrium, Magnesium, Calcium, Chloridum, Acetas, L-Lactas, Glucosum

anhydricum, Aqua ad iniect.

Galenische Form und Wirkstofmenge pro Einheit

Peritoneal-Dialyse-Lösung I

Natrium 130 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum

99,5 mmol, Acetas 35 mmol, Glucosum anhydricum 15 g, Aqua ad iniect.

q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung II

Natrium 130 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum

99,5 mmol, Acetas 35 mmol, Glucosum anhydricum 40 g, Aqua ad iniect.

q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung III

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum

104,5 mmol, Acetas 35 mmol, Glucosum anhydricum 15 g, Aqua ad

iniect q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung IV

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum

104,5 mmol, Acetas 35 mmol, Glucosum anhydricum 22,5 g, Aqua ad

iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung V

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum

104,5 mmol, Acetas 35 mmol, Glucosum anhydricum 25 g, Aqua ad

iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung VI

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum

104,5 mmol, Acetas 35 mmol, Glucosum anhydricum 40 g, Aqua ad

iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung VII

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum

104,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 42,5 g, Aqua ad

iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung VIII

Natrium 140 mmol, Magnesium 0,75 mmol, Calcium 1,8 mmol,

Chloridum 100,1 mmol, L-Lactas 45 mmol, Glucosum anhydricum 15 g,

Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung IX

Natrium 140 mmol, Magnesium 0,75 mmol, Calcium 1,8 mmol,

Chloridum 100,1 mmol, L-Lactas 45 mmol, Glucosum anhydricum 25 g,

Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung X

Natrium 140 mmol, Magnesium 0,75 mmol, Calcium 1,8 mmol,

Chloridum 100,1 mmol, L-Lactas 45 mmol, Glucosum anhydricum 40 g,

Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung XI

Natrium 140 mmol, Magnesium 0,75 mmol, Calcium 1,8 mmol,

Chloridum 100,1 mmol, L-Lactas 45 mmol, Glucosum anhydricum 42,5 g,

Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung XII

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 1,25 mmol,

Chloridum 103 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 15 g,

Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung XIII

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 1,25 mmol,

Chloridum 103 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 22,5 g,

Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung XIV

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 1,25 mmol,

Chloridum 103 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 40 g,

Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung XV

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 1,5 mmol,

Chloridum 103,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 15 g,

Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung XVI

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 1,5 mmol,

Chloridum 103,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 22,5 g,

Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung XVII

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 1,5 mmol,

Chloridum 103,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 40 g,

Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung XVIII

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum

104,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 15 g, Aqua ad

iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung XIX

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum

104,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 22,5 g, Aqua ad

iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Peritoneal-Dialyse-Lösung XX

Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum

104,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 40 g, Aqua ad

iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Die Peritonealdialyse ist bei akutem und chronischem Nierenversagen

indiziert. Weitere Anwendungsmöglichkeiten bestehen im Entzug

überschüssiger Körperfüssigkeiten, in der Behandlung von Störungen

des Wasser- und Elektrolythaushaltes und von Intoxikationen mit

dialysierbaren Stofen.

Dosierung/Anwendung

Die Peritonealdialyselösungen sind nur intraperitoneal einzusetzen. Der

Dialysearzt legt die Einzelheiten der Dialysebehandlung fest. Die

Dosierung und die Wahl der jeweiligen Lösung richten sich nach dem

klinischen Zustand und der Konstitution des Patienten. Je nach Art der

Anwendung für die intermittierende oder kontinuierliche

Peritonealdialyse werden Flussraten, Verweildauer der

Peritonealdialyselösung in der Bauchhöhle sowie die Frequenz des

Dialysatwechsels vom behandelnden Arzt festgelegt.

Zur Vermeidung einer Dehydratation und einer Hypovolämie mit

einhergehendem Proteinverlust sollte man sich bei der Wahl der Lösung

an der Wasserbilanz orientieren und grundsätzlich Lösungen mit

geringer Hyperosmolarität verwenden. Für den Entzug grösserer

Flüssigkeitsmengen kommen die Lösungen mit höherer

Glucosekonzentration zur Anwendung, wobei das Körpergewicht des

Patienten als Orientierung dient.

Im Allgemeinen werden als Richtdosis 3–5mal täglich 1500–2000 ml

empfohlen (entsprechend einem 3–5maligen Dialysatwechsel).

Zur Vermeidung von Beschwerden und von zu grossem Wärmeverlust

des Patienten wird der Beutel nach dem Auspacken auf

Körpertemperatur erwärmt.

Zur Vermeidung einer Infektion (bakterielle Peritonitis) ist ein streng

aseptisches Arbeiten unerlässlich: Händedesinfektion, Desinfektion der

Anschlussstücke (Verbindungsstelle Beutel-Besteck-Katheter) vor dem

Zusammenfügen und nach dem Trennen, Schutz der Verbindungsstellen

mit je einem Protektor.

Konfektion und Anwendung

Der Sterilbeutel wird mit oder ohne angeschlossenes Infusionsbesteck

geliefert.

Der Beutel mit Besteck wird direkt an den Katheter angeschlossen. Der

Beutel ohne Besteck wird vorher mit dem am Katheter montierten

Besteck verbunden.

Medikamentöse Zusätze

Vor der Anwendung können beispielsweise Heparin, Antibiotika oder

konzentrierte Zuckerlösung durch die Membrane in den Beutel

eingespritzt werden. Es dürfen nur Zusätze bekannter Kompatibilität

zugegeben werden. Auch hier ist ein aseptisches Arbeiten unerlässlich.

Ausserdem muss für eine gute Durchmischung der Zusätze mit der

Dialyselösung gesorgt werden.

Kontraindikationen

Krankheiten oder Zustände, die eine ausreichende Proteinernährung

verunmöglichen, Unterernährung, schwere respiratorische Insufzienz,

vor kurzem durchgeführte Bauchoperationen, intraabdominale

Verwachsungen und Fisteln. Hernia abdominalis, Ileus, Verbrennungen

und Hautinfektionen im Bauchbereich.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Zur Vermeidung von Komplikationen ist die Überwachung des

Plasmaelektrolyt- und Wasserhaushaltes, der Blutproteine, der

wasserlöslichen Vitamine und des Körpergewichts unerlässlich.

Hochkonzentrierte Glucoselösungen können zu Dehydratation führen.

Bei Auftreten einer Peritonitis mit Schmerzen, Fieber und Trübung des

Dialysats sollte eine aggressive Antibiotikatherapie eingeleitet werden.

Interaktionen

Dialysierbare Substanzen können bei der Dialyse ausgeschwemmt

werden. Eine Dosierungsanpassung kann unter Umständen erforderlich

sein. Arzneimittel, welche über eine Beeinfussung des

Elektrolythaushaltes ihre Wirkung entfalten (z.B. Diuretika) können in

ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt werden.

Bei Einnahme von Herzglykosiden sollte der Serumkaliumspiegel eng

überwacht werden (zur Vermeidung von Herzrythmusstörungen und

-stillstand).

Bei Diabetikern muss zusätzlich, zur Vermeidung von Hyperglykämie, die

Insulindosis oder die Dosierung blutzuckersenkender Medikamente

angepasst werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Eine Anwendungseinschränkung während der Stillzeit ist nicht zu

bestimmen, da die Peritonealdialyselösungen keine pharmakologisch

wirksame Substanzen enthalten.

Während der Schwangerschaft müssen die Risiken einer

Peritonealdialyse-Behandlung sorgfältig abgewogen werden. Gegen

Ende der Schwangerschaft ist das abdominale Volumen vermindert und

kann somit die Behandlung in Frage stellen. Bei fortgeschrittener

Schwangerschaft ist die Zugabe hypertonischer PD-Lösungen (PDL 4%,

PDL 4,25%) absolut kontraindiziert.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien durchgeführt. Es wird nicht erwartet, dass die

Lösungen selber diese Aktivitäten beeinträchtigen. Das Grundleiden oder

eine nicht adäquate Therapie können aber den Allgemeinzustand des

Patienten wesentlich beeinfussen.

Unerwünschte Wirkungen

Mögliche Komplikationen sind: Peritonitis, Störungen des Elektrolyt- und

Flüssigkeitshaushaltes, Hyper- und Hypotonie, Hyper- und Hypovolämie,

Muskelkrämpfe, Bauchschmerzen, Blutungen, Ileus, Übelkeit, Erbrechen,

Bewusstseinsstörungen, Eiweissverluste, Verlust von Aminosäuren und

wasserlöslichen Vitaminen, die einer adäquaten Substitution bedürfen.

Überdosierung

Bei zu schneller und intensiver Dialyse bestehen folgende Risiken:

Dehydratation mit einhergehendem Verlust an wasserlöslichen

Substanzen wie Proteine, Aminosäuren, Vitamine und daraus

resultierender kardialer Dekompensation. Die Behandlung dieser

Situation besteht in der Anpassung von Frequenz, Volumen, Kontaktzeit

und Dialysedauer sowie in der strengen Überwachung aller wesentlichen

klinischen Parameter.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC Code: B05DB

Mit Hilfe der Peritonealdialyse werden toxische Substanzen, Metaboliten

sowie überschüssiges Wasser und Elektrolyte, welche normalerweise

renal ausgeschieden werden, aus dem Blut entfernt. Dabei dient das

Peritoneum als natürliche Austauschmembran. Ausser Lactat und Acetat,

welche die Rolle des Bicarbonatprecursors spielen, sind die

Ionenkonzentrationen in der Peritonealdialyselösung denen der

physiologischen, extrazellulären Flüssigkeit ähnlich.

Durch den Zusatz von Glucose wird die Lösung, bezogen auf das Blut,

hyperosmolar. Aufgrund dieses Gradienten wird dem Körper bei der

Dialyse Wasser entzogen. Elektrolyte und harnpfichtige Substanzen,

welche durch das Peritoneum in die Dialysefüssigkeit difundieren,

werden beim Wechsel des Dialysats aus dem Organismus entfernt.

Die Peritonealdialyselösung ist pharmakologisch inaktiv. Glucose kann in

unterschiedlichen Mengen resorbiert werden, abhängig von der

Konzentration in der Dialysefüssigkeit und vom Grad der Urämie.

Pharmakokinetik

Es liegen keine Daten vor.

Präklinische Daten

Es liegen keine Daten vor.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Gewisse Arzneimittel-Zusätze können inkompatibel sein: vor Einsatz

gleichzeitiger Medikamente muss die Kompatibilität geprüft werden. Eine

Inkompatibilität wird oft durch Farbveränderungen bzw. die Bildung von

Ausfällungen angezeigt.

Haltbarkeit

Verfalldatum beachten.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Zimmertemperatur (15–25 °C) und vor Licht geschützt aufbewahren.

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Es dürfen nur klare Lösungen in unbeschädigten Beuteln verwendet

werden. Restmengen sind zu vernichten.

Zulassungsnummer

33507 (Swissmedic).

Packungen

Peritoneal-Dialyse-Lösungen I-XX «Bichsel» Beutel 6 × 1000 ml, 5 ×

1500 ml, 4 × 2000 ml, 4 × 2500 ml, 3 × 3000 ml (B).

Zulassungsinhaberin

Grosse Apotheke Dr. G. Bichsel AG, 3800 Interlaken.

Stand der Information

Februar 2006.

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