Pen-V G.L.

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Pen-V G.L. 1 Mio. I.E. - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 12 Stück, Laufzeit: 60 Monate,30 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Pen-V G.L. 1 Mio. I.E. - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Phenoxymethylpenicillin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-20504
  • Berechtigungsdatum:
  • 20-06-1994
  • Letzte Änderung:
  • 08-03-2018

Packungsbeilage

GI – Pen-V G.L. 1 Mio. I.E.-Filmtabletten

zugelassen:

20.06.1994

Seite 1 (8)

geändert:

24.03.2014

erstellt: JD

bearbeitet: DS

kontrolliert:

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Pen-V G.L. 1 Mio. I.E.-Filmtabletten

Wirkstoff: Phenoxymethylpenicillin-Kalium

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Pen-V G.L. und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Pen-V G.L. beachten?

Wie ist Pen-V G.L. einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Pen-V G.L. aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Pen-V G.L. und wofür wird es angewendet?

Pen-V G.L. ist ein Antibiotikum, welches das Wachstum vieler verschiedener Bakterien durch

Störung ihres Zellwandaufbaues hemmt.

Pen-V G.L. ist geeignet für die Behandlung leichter bis mittelschwerer Infektionserkrankungen,

die durch Penicillin-empfindliche Erreger hervorgerufen werden. Dazu gehören:

Infektionen der oberen und unteren Atemwege:

Scharlach,

Entzündungen des Rachens und der Mandeln,

akute Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündung,

Bronchitis, Lungenentzündung.

Infektionen der Haut:

Wundrose

(Erysipel),

Eiterflechte

(Impetigo),

Furunkel,

Abszesse,

flächenhafte

Eiterungen (Phlegmone),

Rotlauf,

frühe

Form

Lyme-Borreliose

(eine

allem

durch

Zecken

übertragene

Infektionskrankheit), verbunden mit Wanderröte (Erythema migrans),

Verbrennungen.

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zum Schutz vor Ansteckung mit bestimmten Bakterien bei Patienten mit rheumatischem

Fieber.

zum Schutz vor Ansteckung mit bestimmten Bakterien (Pneumokokken) bei Kindern mit

Sichelzellenanämie (erbliche Erkrankung der roten Blutkörperchen).

zur Vorbeugung bei Scharlacherkrankungen im sozialen Umfeld.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Pen-V G.L. beachten?

Pen-V G.L. darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Phenoxymethylpenicillin, andere Penicilline oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Pen-V G.L. einnehmen.

Bitte melden Sie das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen während der Behandlung,

insbesondere

Juckreiz,

Frösteln,

Quaddelbildung,

Atemnot,

Beklemmungsgefühl

sowie

Durchfall oder Bauchschmerzen unverzüglich Ihrem Arzt.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie bereits früher überempfindlich (allergisch) auf

bestimmte Antibiotika (Cephalosporine) reagiert haben.

Wenn

Ihnen

bereits

eine

Überempfindlichkeiten

(Allergien)

gegen

Penicilline,

Cephalosporine

oder

andere

Allergiestoffe

bzw.

allergisches

Asthma,

Nesselsucht

oder

Heuschnupfen festgestellt worden ist, oder Sie an Mononukleose (Pfeiffer’sches Drüsenfieber,

eine

durch

Viren

verursachte

Erkrankung)

oder

lymphatischer

Leukämie

(bestimmte

Erkrankung der weißen Blutkörperchen) leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt mitteilen.

Informieren Sie bitte unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie schwere Nierenfunktionsstörungen mit

betroffener Kaliumausscheidung, Herzerkrankungen oder schwere Elektrolytstörungen haben.

In diesen Fällen ist der Kaliumgehalt in der Filmtablette (siehe weiter unten, „Pen-V G.L.

enthält Kalium“) zu berücksichtigen.

Bei schweren Magen-Darm-Erkrankungen mit anhaltendem Durchfall oder Erbrechen können

Pen-V G.L.-Filmtabletten nicht ausreichend vom Körper aufgenommen werden. Teilen Sie

daher Ihrem Arzt solche Beschwerden umgehend mit.

Informieren Sie sofort einen Arzt, wenn schwere, anhaltende Durchfälle während oder nach

einer Behandlung mit Pen-V G.L. auftreten. Diese Erscheinungen können ein Hinweis für eine

sehr selten beobachtete schwere Darmerkrankung sein. Ihr Arzt wird eine entsprechende

Behandlung einleiten. Arzneimittel, die die Darmtätigkeit hemmen, dürfen nicht angewendet

werden.

Zur Verhütung bzw. Rückfallverhütung von rheumatischem Fieber oder zur Vermeidung einer

Ausstreuung von Bakterien nach kleineren Operationen, z.B. Mandel- oder Zahnentfernung,

könnte

erforderlich

sein,

dass

Arzt

Dosierung

verdoppelt.

Orales

Phenoxymethylpenicillin sollte nicht als zusätzliche vorbeugende Behandlung bei genital-

urologischen

Untersuchungen

oder

Operationen,

Operationen

unteren

Darmtraktes,

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Darmspiegelung und Geburt verwendet werden. Patienten mit rheumatischem Fieber in der

Vorgeschichte,

welche

wiederholt

Vorbeugung

behandelt

wurden,

können

penicillin-

resistente

Organsimen

beherbergen.

Schweres

Empyem

(Eiteransammlung

einer

Körperhöhle),

Bakterien

Blut

(Bakteriämie),

Herzentzündung

(Perikarditis),

Gehirnhautentzündung (Meningitis) und entzündliche Gelenkserkrankungen (Arthritis) sollten

nicht mit Phenoxymethylpenicillin währen der akuten Phase behandelt werden.

Wenn Sie Pen-V G.L. über einen längeren Zeitraum einnehmen, wird Ihr Arzt eventuell

Kontrolluntersuchungen anordnen (Blutbild, Leber- und Nierenfunktion). Bitte halten Sie vom

Arzt verordnete Kontrollen unbedingt ein.

Bei langandauernder Behandlung kann es zum Überhandnehmen von Keimen und Pilzen

kommen

(Dermatomykosen), die nicht Phenoxymethylpenicillin-empfindlich sind. In so einem

Fall wird der Arzt die geeigneten Maßnahmen ergreifen.

Beeinflussung von Labor-Untersuchungen:

Wenn bei Ihnen ein bestimmter Bluttest (der so genannte Coombs-Test, siehe auch Abschnitt

4) oder Harntests (wie der Nachweis von Harnzucker oder Urobilinogen, einem Abbauprodukt

des Blutfarbstoffs) durchgeführt werden, teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie Pen-V G.L.

einnehmen. Die Tests können dadurch falsche Ergebnisse liefern.

In seltenen Fällen wurde über eine Verlängerung der Prothrombinzeit bei Patienten berichtet,

die Penicilline erhielten. Ihr Arzt wird dies entsprechend überwachen, wenn gleichzeitig

Antikoagulantien (Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung) verabreicht werden. Eine

Anpassung der Dosis der Antikoagulantien durch den Arzt kann notwendig sein.

Einnahme von Pen-V G.L. zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkung bestimmter Arzneimittel kann durch Pen-V G.L. verstärkt oder abgeschwächt

werden, selbst dann, wenn Sie diese Arzneimittel zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob Sie Pen-V G.L. einnehmen dürfen, wenn Sie

gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen, wie z.B.

entzündungshemmende,

fiebersenkende

Mittel

(Phenylbutazon,

Acetylsalicylsäure,

Indometacin, Sulfinpyrazon),

Mittel gegen Gicht (Probenecid),

andere

Antibiotika.

Pen-V

G.L.

sollte

nach

ausdrücklicher

Verordnung

Ihres

behandelnden Arztes zusammen mit anderen Antibiotika eingenommen werden, da

andere Antibiotika die Wirkung von Pen-V G.L. möglicherweise behindern können.

Methotrexat (Mittel zur Behandlung von Krebs und Autoimmunerkrankungen).

orale

Antikoagulantie

(Arzneimittel

Hemmung

Blutgerinnung,

z.B.

Acenocoumarol oder Warfarin). Bei gleichzeitiger Einnahme mit Pen-V G.L. wird Ihr

Arzt entsprechende Blutkontrollen durchführen.

Guarkernmehl.

Aufnahme

Pen-V

G.L.

kann

nach

Einnahme

Guarkernmehl vermindert sein.

Typhus-Impfstoffe. Penicilline können orale Typhus-Impfstoffe inaktivieren.

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Wie bei anderen Antibiotika, kann während der Einnahme von Pen-V G.L. möglicherweise die

Sicherheit von oralen Empfängnisverhütungsmitteln („Antibabypille“) beeinträchtigt werden.

Einnahme von Pen-V G.L. zusammen mit Nahrungsmitteln

Die Einnahme der Filmtabletten sollte nicht gleichzeitig mit der Nahrungsaufnahme erfolgen,

da sonst die Wirksamkeit vermindert wird.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Einnahme von Pen-V G.L. während Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet Ihr

Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Pen-V G.L. hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen.

Pen-V G.L. enthält Aspartam als Quelle für Phenylalanin und kann schädlich sein, wenn Sie

eine Phenylketonurie (erbliche Stoffwechselstörung) haben.

Pen-V

G.L.

enthält

Kalium

(66,2

Filmtablette).

Wenn

eingeschränkter

Nierenfunktion leiden oder eine kontrollierte Kalium-Diät (Diät mit niedrigem Kaliumgehalt)

einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

3.

Wie ist Pen-V G.L. einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Kinder unter 12 Jahren

Kinder unter 12 Jahren erhalten 50.000 bis 100.000 I.E. (ca. 30 bis 60 mg) Phenoxymethyl-

penicillin pro kg Körpergewicht pro Tag.

Die genaue Dosis wird vom Arzt festgelegt.

Für Säuglinge und Kleinkinder stehen niedriger dosierbare, flüssige Darreichungsformen

(Lösung/ Suspension, Saft) zur Verfügung.

Erwachsene und Jugendliche

1½ bis 4½ Filmtabletten (entsprechend ca. 900 bis 2.700 mg Phenoxymethylpenicillin) pro

Tag.

Üblicherweise wird die Tagesdosis in drei bis vier Einzeldosen gleichmäßig über den Tag

verteilt (möglichst im Abstand von 6 bis 8 Stunden) verabreicht. Bei Infektionen des Hals-

Nasen-Ohren-Bereichs ist die Verabreichung der Tagesdosis in nur zwei Einzeldosen –

vorzugsweise im Abstand von 12 Stunden – möglich.

Spezielle Dosierungshinweise

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Bei Scharlach-Erkrankungen im sozialen Umfeld kann eine 10-tägige Einnahme von

Pen-V G.L. (mit der gleichen Dosis, die zur Behandlung angewendet wird) das Auftreten

der Krankheit verhindern.

Zum Schutz vor Ansteckung mit bestimmten Bakterien bei Patienten mit rheumatischem

Fieber beträgt die übliche Dosis 2-mal täglich ½ Filmtablette.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Wenn

Ihre

Nierenfunktion

eingeschränkt

wird

Arzt

möglicherweise

eine

andere

Dosierung festlegen.

Art der Anwendung

Die Filmtabletten sollten 1 Stunde vor den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit eingenommen

werden.

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Behandlung entscheidet der Arzt.

Allgemeinen

folgendes

beachten:

Nach

Abklingen

Beschwerden

soll

Behandlung noch drei Tage fortgesetzt werden.

Bei Streptokokken-Infektionen (z.B. Angina, Scharlach) sollte Pen-V G.L. für zumindest 10

Tage eingenommen werden, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Die Behandlungsdauer der akuten Otitis media sollte auf 5 Tage begrenzt werden. Bei

Patienten mit einem Risiko für Komplikationen kann der Arzt eine Behandlungsdauer von 5

bis 10 Tagen für sinnvoll erachten.

Wenn Sie eine größere Menge von Pen-V G.L. eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Filmtabletten eingenommen haben, setzen Sie sich mit einem

Arzt in Verbindung.

Wenn Sie die Einnahme von Pen-V G.L. vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben. Setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Pen-V G.L. abbrechen

Beenden Sie die Einnahme der Filmtabletten nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem

Arzt. Wenn Sie mit der Behandlung vorzeitig aufhören kann es zu einer Verstärkung der

Beschwerden und zu einer Verschlechterung Ihres Zustandes kommen.

Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit Pen-V G.L.

abbrechen oder beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen wurden berichtet:

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Häufig (kann 1 bis 10 Behandelte von 100 betreffen)

Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Magendruck, Entzündung der Mundschleimhaut und

der Zunge, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und Blähungen

allergische Reaktionen, meist in Form von Hautreaktionen (z.B. Ausschläge, Juckreiz,

Nesselsucht). Eine sofortige Hautreaktion zeigt sich in der Regel bei einer allergischen

Reaktion

gegen

Penicillin.

Beenden

Einnahme

informieren

unverzüglich einen Arzt.

Selten (kann 1 bis 10 Behandelte von 10.000 betreffen)

allergische Hauterscheinungen in Form von Ausschlägen, Rötungen, Entzündungen,

Schwellungen

Blasenbildung

(Angioödem,

Erythema

multiforme,

exfoliative

Dermatitis) sowie schwarze Haarzunge

Geschmacksstörungen, Mundtrockenheit, Entzündung der Mundschleimhaut

Gelenksschmerzen

Fieber

Sehr selten (kann weniger als 1 Behandelten von 10.000 betreffen)

Vermehrung

weißen

Blutkörperchen

(Eosinophilie),

Blutarmut

(hämolytische

Anämie), Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verminderung bzw.

gefährliche

Verminderung

weißen

Blutkörperchen

(Leukopenie,

Neutropenie,

Agranulozytose), Blutgerinnungsstörungen

schwere

Überempfindlichkeitsreaktionen

(anaphylaktischer

Schock)

Kreislauf-

zusammenbruch

sowie

Arzneimittelfieber,

Schüttelfrost,

Gelenksschmerzen,

Erschöpfung, Angioödem, Kehlkopfschwellung, Herzrasen, Atemnot, Serumkrankheit

Nierenentzündung,

allergische

Gefäßentzündung,

Blutdruckabfall,

Asthma,

Hautrötungen und Magen-/Darmbeschwerden.

Wenn Sie an einer Pilzkrankheiten leiden, können zusätzliche allergische Reaktionen

auftreten.

Entzündliche

Erkrankung

Nieren,

Bluthochdruck

geschwollenen

Knöcheln führen kann (interstitielle Nephritis)

positiver direkter Coombs-Test (Bluttest zur Bestimmung von Antikörpern auf den roten

Blutkörperchen)

Leberentzündung und Gelbsucht

Häufigkeit

nicht

bekannt

(Häufigkeit

Grundlage

verfügbaren

Daten

nicht

abschätzbar)

zentralnervöse Störungen mit Krämpfen, Kribbeln oder periphere Nervenstörungen

wurden berichtet.

Verlängerung

Blutungszeit

Prothrombinzeit

(Wert

Beurteilung

Blutgerinnung)

schwere allergische Hautreaktionen (Lyell-Syndrom, Pemphigoid)

Wenn Sie an Pilzerkrankungen leiden, können allergische Reaktionen infolge einer möglichen

Allergengemeinschaft

zwischen

Stoffwechselprodukten

Hautpilzen

Penicillin

auftreten.

Wenn

während

Behandlung

Durchfälle

auftreten

kann

sein,

dass

eine

Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Colitis) haben (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen“). Wenn Sie diese Beschwerden haben, suchen Sie unverzüglich

einen Arzt auf.

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Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (siehe Angaben weiter unten). Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5.

Wie ist Pen-V G.L. aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

dürfen

dieses

Arzneimittel

nach

Blisterpackung

Umkarton

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen

Arzneimittel

nicht

Abwasser

oder

Haushaltsabfall.

Fragen

Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Pen-V G.L. enthält

Wirkstoff

ist:

Phenoxymethylpenicillin-Kalium.

Filmtablette

enthält

657,9

Phenoxymethylpenicillin-Kalium (entsprechend 1.000.000 I.E. und 66,2 mg Kalium).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Povidon,

Maisstärke,

Copovidon,

Crospovidon,

hydriertes

Rizinusöl,

hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat;

Tablettenüberzug:

Hypromellose,

Titandioxid

171),

Macrogol

6000,

Zitronensäure, Orangenaroma, Aspartam (E 951).

Wie Pen-V G.L. aussieht und Inhalt der Packung

Pen-V G.L. 1,0 Mio. I.E.-Filmtabletten sind weiße, runde Filmtabletten mit Bruchkerbe.

Pen-V G.L. ist in Blisterpackungen zu 12 und 30 Stück erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

GI – Pen-V G.L. 1 Mio. I.E.-Filmtabletten

zugelassen:

20.06.1994

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geändert:

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erstellt: JD

bearbeitet: DS

kontrolliert:

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Z.Nr.: 1-20504

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2014.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Symptome

Schwere, die Gesundheit stark beeinträchtigende Symptome nach einer akzidentellen oder

absichtlich herbeigeführten Überdosierung sind bisher nicht bekannt geworden. Mit vor allem

gastrointestinalen

unerwünschten

Arzneimittelwirkungen

Übelkeit,

Erbrechen,

Magendruck, Diarrhoe und selten Krampfanfällen ist allerdings zu rechnen. Wenn andere

Anzeichen auftreten, sollte die Möglichkeit einer allergischen Reaktion in Betracht gezogen

werden. Hyperkaliämie kann durch eine Überdosierung auftreten, besonders bei Patienten mit

Nierenschwäche.

Therapie

Die Behandlung erfolgt dem Schweregrad entsprechend symptomatisch. Ein spezifisches

Antidot

gibt

nicht.

Symptomatische

unterstützende

Behandlung

wird

empfohlen.

Aktivkohle mit einem Abführmittel wie z.B. Sorbitol können die Ausscheidung des Mittels

beschleunigen. Eine Elimination von Phenoxymethylpenicillin kann mittels Hämodialyse erzielt

werden.

Bei anaphylaktischen Reaktionen muss die Behandlung mit Pen V G.L. sofort abgebrochen

werden und die üblichen Maßnahmen müssen eingeleitet werden.

Im Fall einer pseudomembranösen Colitis ist die Therapie abhängig von der therapeutischen

Indikation abzubrechen und wenn notwendig unverzüglich eine alternative Behandlung zu

beginnen

(z.B.

Einnahme

speziellen

Antibiotika/Chemotherapeutika

klinisch

erwiesener Wirksamkeit). Peristaltikhemmende Präparate sind kontraindiziert.