Pentavac

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Pentavac injizierbare suspension et lyophilisat
  • Darreichungsform:
  • injizierbare suspension et lyophilisat
  • Zusammensetzung:
  • I) composant DPTa-IPV (suspension): toxoidum diphtheriae 30 U.I., toxoidum tetani 40 U.I., toxoidum pertussis 25 µg et haemagglutininum filamentosum 25 µg, virus poliomyelitis typus 1 inactivatum (D-antigène) 40 U., virus poliomyelitis typus 2 inactivatum (D-antigène) 8 U., virus poliomyelitis typus 3 inactivatum (D-antigène) 32 U., aluminium ut aluminii hydroxidum hydricum ad adsorptionem, formaldehydum 10 µg, conserv.: phenoxyethanolum 2.5 µl, residui: neomycinum, streptomycinum, polymyxini B sulfas, medium199, aqua q.s. ad suspensionem pro 0.5 ml. II) composant Hib (lyophilisat): polysaccharida haemophili influenzae typus B 1482 conjugatum cum toxoidum tetani 10 µg, trometamolum, saccharum, pro praeparatione.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Pentavac injizierbare suspension et lyophilisat
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Impfstoffe
  • Therapiebereich:
  • ab dem 2. monat vorbei bis zum 24eme monate vorbei sind, wird zur aktiven Immunisierung gegen diphtherie, tetanus, keuchhusten, kinderlähmung und haemophilus-influenzae-typ-b

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 613
  • Berechtigungsdatum:
  • 18-08-1999
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Transferiert von Sanofi Pasteur MSD AG

Pentavac®

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Zusammensetzung

Wirkstoffe: 1 Impfdosis besteht aus Lyophilisat, rekonstituiert mit 0,5 ml Suspension.

0,5 ml rekonstituierte Impfstoffsuspension enthält:

Diphtherietoxoid

mind. 201

I.E.*

Tetanustoxoid

mind. 401

I.E.*

Bordetella pertussis Antigene:

Gereinigtes Pertussistoxoid

25 µg

Gereinigtes filamentöses Hämagglutinin

25 µg

Inaktivierte Polioviren:

Typ 1

40 D.E.**

Typ 2

8 D.E.**

Typ 3

32 D.E.**

Haemophilus influenzae Typ b-Polysaccharide (Polyribosylribitolphosphat) konjugiert

an Tetanustoxoid (Hib-(PRP-T)

10 µg

1 als untere Konfidenzgrenze (p = 0,95)

Wirtssystem für den inaktivierten Poliomyelitis-Impfstoff: Vero-Zellen.

* Internationale Einheiten.

** D-Antigen-Einheiten gemäss WHO oder entsprechende D-Antigenmenge, bestimmt durch eine

geeignete immunchemische Methode.

Hilfsstoffe: DTPa-IPV-Suspension: 0,30 mg Aluminiumhydroxid als Adjuvans, 10 µg Formaldehyd,

2,5 µl Phenoxyethanol und 2,5 µl Ethanol. Spuren von Medium 199, Glutaraldehyd, Neomycin,

Streptomycin und Polymyxin B.

HIB-Lyophilisat: 0,6 mg Trometamol und 42,5 mg Saccharose.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Fertigspritze mit Suspension (0,5 ml) und Fläschchen mit Lyophilisat.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Pentavac wird zur Grundimmunisierung bei Kleinkindern ab dem vollendeten 2. Lebensmonat (bis

zum 2. Geburtstag) angewendet, sowie zur Auffrischimpfung (4. Dosis) bei Kindern, welche bereits

3 Impfdosen (= Grundimmunisierung) erhalten haben.

Pentavac sollte entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen angewendet werden.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Es gelten die folgenden Empfehlungen, wobei jeweils eine Impfdosis von 0,5 ml verabreicht wird:

Grundimmunisierung

1. Dosis im Alter von 2 Monaten.

2. Dosis im Alter von 4 Monaten.

3. Dosis im Alter von 6 Monaten.

Auffrischimpfung

Eine 4. Dosis wird im 2. Lebensjahr bei Kindern ab dem vollendeten 12. bis zum vollendeten 24.

Lebensmonat, vorzugsweise im Alter zwischen 15 und 18 Monaten verabreicht.

Die Auffrischimpfung kann mit Pentavac erfolgen, auch wenn die Grundimmunisierung zuvor mit

anderen Einzel- oder Kombinations-Impfstoffen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Poliomyelitis

oder Haemophilus-influenzae-b-Erkrankungen durchgeführt wurde.

Verabreichung mit anderen (kombinierten) Impfstoffen

Pentavac kann gleichzeitig mit dem Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff (MMR II) an zwei

verschiedenen Injektionsstellen verabreicht werden.

Obwohl noch keine Daten zur gleichzeitigen Anwendung von Pentavac mit anderen Impfstoffen

vorliegen, ist anzunehmen, dass Pentavac zur simultanen Injektion an kontralateralen

Injektionsstellen geeignet ist.

Anwendung

Zubereitung der gebrauchsfertigen Pentavac-Suspension:

Der gefriergetrocknete Haemophilus-influenzae-Typ-b-Impfstoff wird durch Mischen mit 0,5 ml

Suspension DTPa-IPV in der Fertigspritze rekonstituiert. Solange schütteln, bis das Lyophilisat

vollständig gelöst ist. Die Suspension hat nach Rekonstitution ein weisslich-trübes Aussehen. Der

gebrauchsfertige Pentavac Impfstoff ist unverzüglich zu injizieren.

Die Rekonstitution der Trockensubstanz (Hib-(PRP-T)-Komponente) darf ausschliesslich in der

beigefügten Impfstoffsuspension (DTPa-IPV-Komponente) erfolgen. Ein Mischen mit hierfür nicht

vorgesehenen Komponenten, Chargen oder anderen Impfstoffen ist nicht zulässig.

Pentavac wird intramuskulär injiziert. Die Injektion erfolgt antero-lateral in den Oberschenkel bei

Kleinkindern und in den Deltamuskel bei Kindern. Eine intravasale Injektion ist unbedingt zu

vermeiden. Vor der Injektion ist durch Aspiration zu prüfen, dass die Nadel nicht intravasal liegt.

Nicht intradermal injizieren.

Bei gleichzeitiger Verabreichung anderer injizierbarer Impfstoffe getrennte (kontralaterale)

Injektionsstellen wählen.

Kontraindikationen

·Bekannte Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Impfstoffes oder

Überempfindlichkeit nach früherer Anwendung eines monovalenten Diphtherie-, Tetanus-,

Pertussis-, Polio- oder Haemophilus-influenzae-Typ-b-Impfstoffes oder in einer Kombination.

·Schwerwiegende Nebenwirkungen im zeitlichen Zusammenhang mit einer früheren Impfung sind

bis zur Klärung der Ursache eine Kontraindikation gegen eine nochmalige Impfung mitdem gleichen

Impfstoff oder einem Impfstoff, der die gleichen Impfstoffe enthält.

·beginnende Enzephalopathie.

·Enzephalopathie innerhalb von 7 Tagen nach früherer Pertussisimpfung (mit Ganzzell-

Pertussisimpfstoff oder azellulärem Pertussisimpfstoff) in der Anamnese.

·Wie bei anderen Impfstoffen soll die Impfung bei Personen mit fieberhaften Erkrankungen oder

akuten Infektionen verschoben werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Früher aufgetretene Krämpfe, die nicht im Zusammenhang mit Impfungen stehen, sind keine

Kontraindikation. Es wird jedoch in solchen Fällen empfohlen, als vorbeugende Massnahme

Antiepileptika und/oder Antipyretika nach der Impfung zu verabreichen.

Da jede Impfdosis Spuren an Glutaraldehyd, Neomycin, Streptomycin und Polymyxin B (aus der

Herstellung) enthalten kann, soll die Impfung bei Personen mit Überempfindlichkeit auf diese

Substanzen unter spezieller Vorsicht erfolgen.

Vor jeder Injektion eines biologischen Wirkstoffs müssen alle bekannten Vorsichtsmassnahmen

getroffen werden, die der Prävention einer allergischen, oder irgendeiner anderen Reaktion dienen.

Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen sollte für eine allfällige anaphylaktische Reaktion nach der

Impfung eine angemessene medizinische Behandlung zur Verfügung stehen.

Die Immunogenität des Impfstoffes kann bei Kindern unter immunsuppressiver Behandlung oder bei

Immunschwäche reduziert sein. Es wird deshalb empfohlen, mit der Impfung bis nach Abschluss

einer solchen Behandlung oder bis zum Ende der Krankheit zu warten. Bei Kindern mit chronischer

Immunschwäche, wie HIV-Infektion, wird die Impfung mit Pentavac dennoch empfohlen, selbst

wenn die Antikörperantwort limitiert sein kann.

Ist nach früherer Impfung mit einem Tetanustoxoid enthaltenden Impfstoff ein Guillain-Barré-

Syndrom oder eine Neuritis des Armplexus aufgetreten, muss die Entscheidung zur Verabreichung

eines Tetanustoxoid enthaltenden Impfstoffs auf der Grundlage einer sorgfältigen Abwägung des

möglichen Nutzens und der möglichen Risiken erfolgen, beispielsweise mit der Frage, ob die

Grundimmunisierung abgeschlossen ist. In der Regel ist eine Impfung bei Säuglingen mit nicht

abgeschlossener Grundimmunisierung (d.h. wenn weniger als drei Dosen geimpft wurden) sinnvoll.

Bei Durchführung der Grundimmunisierungsreihe bei sehr unreifen Frühgeborenen (Geburt ≤28.

Gestationswoche) und besonders bei solchen mit nicht ausgereiftem Atemapparat in der Anamnese

sind das potenzielle Risiko einer Apnoe und die Notwendigkeit einer Atmungsüberwachung für 48-

72 Std. zu bedenken. Da der Nutzen der Impfung bei dieser Säuglingsgruppe hoch ist, sollte die

Impfung Frühgeborenen nicht vorenthalten und nicht auf geschoben werden.

Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen ist bei Anwendung des Impfstoffs bei Patienten mit

Thrombozytopenie oder einer Blutungsstörung Vorsicht angezeigt, da nach intramuskulärer

Verabreichung an solche Patienten Blutungen eintreten können.

Vor jeder Impfung mit PENTAVAC muss eine sorgfältige Anamnese erhoben werden. Die zu

impfende Person bzw. deren Eltern oder Erziehungsberechtigte sollten zur persönlichen und

Familienanamnese sowie zum bisherigen Gesundheitszustand befragt werden. Dazu gehören auch

Fragen zu früheren Impfungen, zu danach eventuell aufgetretenen Nebenwirkungen sowie zum

aktuellen Gesundheitszustand.

Bei Personen, die nach früheren Impfungen mit ähnlichen Antigenkomponenten innerhalb von 48

Stunden schwere Nebenwirkungen entwickelt haben, darf PENTAVAC nur nach sorgfältiger

Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Pentavac sollte nicht gegeben werden, wenn innerhalb von 48 Stundden nach einer vorangegangenen

Impfung mit einem Pertussis Impfstoff oder einem Pertussis Antigenhaltigen Kombinationsimpfstoff

die folgenden Symptome auftraten:

·Fieber ≥40 °C ohne sonst erkennbare Ursache;

·anhaltendes untröstliches Schreien über mehr als 3 Stunden;

·Krampfanfälle mit oder ohne Hyperthermie (innerhalb von 3 Tagen nach der Impfung);

·allergische Reaktionen;

·Kollaps oder schockähnlicher Zustand (Hypoton-hyporesponsive Episode).

Gegebenenfalls sind diese Kinder nur mit DT- und Polio-Impfstoff zu impfen.

Das Tetanus-Protein, welches im konjugierten Haemophilus-influenzae-Typ-b-Impfstoff enthalten

ist, kann unter keinen Umständen die übliche Tetanus-Schutzimpfung ersetzen.

Interaktionen

Bei Patienten unter immunsuppressiver Behandlung oder mit Immunschwäche kann der Impferfolg

beeinträchtigt oder vollständig unterdrückt sein (siehe auch unter «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»). Ansonsten wurde über keine signifikanten klinischen Interaktionen mit

anderen Behandlungen oder biologischen Präparaten berichtet. Pentavac kann gleichzeitig mit

einerMasern-Mumps-Röteln Impfung (MMR-Impfstoff) verabreicht werden, jedoch sind zwei

separate Injektionsstellen zu verwenden.

Gelegentlich wurde nach Erhalt eines Konjugatimpfstoffes gegen Haemophilus-influenzae-Typ-b

eine Antigenurie (PRP-Antigen) festgestellt. Daher ist der Antigennachweis im Urin in den zwei

Wochen nach der Immunisierung bei Verdacht auf Infektion mit Haemophilus-influenzae-Typ-b

nicht zwingend von gesichertem diagnostischem Wert.

Schwangerschaft/Stillzeit

Nicht zutreffend. Pentavac wird nur bei Kindern angewendet.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend. Pentavac ist nur für die Anwendung in der Pädiatrie bestimmt.

Unerwünschte Wirkungen

Die unerwünschten Wirkungen sind nach Häufigkeitsgruppen entsprechend folgender Konvention

aufgeführt:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100 bis <1/10)

Gelegentlich ( ≥1/1000 bis <1/100)

Selten (≥1/10 000 bis 1/1000)

Sehr selten (<1/10 000)

Daten aus klinischen Studien

In klinischen Studien mit Kindern, die mit Pentavac grundimmunisiert wurden, waren die am

häufigsten beobachteten Nebenwirkungen Lokalreaktionen an der Injektionsstelle, ungewöhnliches

Schreien, Reizbarkeit und Fieber. Diese Anzeichen und Symptome traten in der Regel innerhalb von

48 Stunden nach der Impfung auf und bilden sich spontan zurück, ohne eine besondere Behandlung

zu erfordern.

Nach der Grundimmunisierung erhöht sich tendenziell die Häufigkeit von Reaktionen an der

Injektionsstelle nach Verabreichung der Auffrischimpfung deutlich.

Störungen des Nervensystems

Sehr häufig: Schläfrigkeit (Benommenheit) (16.0%)

Gastrointestinale Störungen

Sehr häufig: Erbrechen (17.3%)

Häufig: Diarrhoe

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Anorexie (Störungen des Nahrungsaufnahmeverhaltens, 18.2%)

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Sehr häufig: Rötung an der Injektionsstelle (27.1%), Pyrexie (Fieber) ≥38 °C (25.0%), Schmerzen an

der Injektionsstelle (34.7%), Schwellung an der Injektionsstelle (19.1%)

Häufig: Verhärtung an der Injektionsstelle.

Gelegentlich: Rötung und Schwellung ≥5 cm an der Injektionsstelle, Pyrexie (Fieber) ≥39 °C

Selten: Pyrexie >40 °C (hohes Fieber). Nach der Impfung mit Konjugatimpfstoffen mit

Haemophilus-influenzae-Typ-b können ödematöse Reaktionen an einem oder beiden unteren

Gliedmassen auftreten, zumeist bei der Grundimmunisierung und innerhalb der ersten Stunden nach

der Injektion. Begleitend können Symptome wie Zyanose, Rötung, transiente Purpura und heftiges

Schreien auftreten. Alle Reaktionen bilden sich innerhalb von 24 Stunden ohne Folgen zurück.

Psychiatrische Störungen

Sehr häufig: Nervosität (Reizbarkeit) (23.6%), ungewöhnliches Schreien (27.0%)

Häufig: Schlafstörungen

Gelegentlich: Anhaltendes untröstliches Schreien

Daten aus der Anwendungsbeobachtung

Spontanmeldungen zufolge sind bei Anwendung des handelsüblichen Präparats folgende weitere

unerwünschte Wirkungen aufgetreten. Diese Wirkungen sind sehr selten gemeldet worden, dennoch

können die genauen Inzidenzraten nicht präzise berechnet werden, so dass deren Häufigkeit als

«unbekannt» klassifiziert wird.

Störungen des Nervensystems

Krämpfe mit oder ohne Fieber. Muskelhypotonie oder hypoton-hyporesponsive Episoden (HHE)

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Ausschlag, Nesselsucht (Urtikaria)

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Bei Kindern sind grossflächige (>50 mm) Reaktionen an der Injektionsstelle aufgetreten,

einschliesslich umfangreicher Gliedmassenschwellungen ab der Injektionsstelle bis hinter ein Gelenk

oder beide Gelenke. Solche Reaktionen setzen innerhalb von 24-72 Stunden nach der Impfung ein,

können mit Erythem, Wärmeentwicklung, Empfindlichkeit oder Schmerzen an der Injektionsstelle

einhergehen und bilden sich spontan innerhalb von 3-5 Tagen zurück. Das Risiko scheint von der

Anzahl früherer Dosen Pertussis-Impfstoffe (insbesondere azellulär) abzuhängen, wobei das Risiko

nach der 4. und 5. Dosis grösser ist.

Störungen des Immunsystems

Anaphylaktische Reaktionen wie Gesichtsödem, Quincke-Ödem oder Schock.

Potenzielle unerwünschte Ereignisse (d.h. unerwünschte Ereignisse, die bei anderen Impfstoffen

auftraten, welche mindestens einen der antigenen Inhaltsstoffe von PENTAVAC enthielten).

Nach Verabreichung von Impfstoffen mit Tetanustoxoid sind Plexus-brachialis Neuritis und

Guillain-Barré-Syndrom aufgetreten.

Zusätzliche Angaben zu besonderen Populationen:

Apnoe bei sehr unreifen Frühgeborenen (≤28. Gestationswoche) (siehe Abschnitt «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»).

Auftreten sehr häufiger Nebenwirkungen (%) in klinischen Studien nach der Impfung

(Grundimmunisierung (≥2664 Dosen) und Auffrischimpfung (828 Dosen)

Lokale und systemische

Nebenwirkungen

Lokal

Rötung

27.1

Schwellung (≥2 cm)

19.1

Schmerzen

34.7

Allgemein

Fieber (≥38 °C)

25.0

Ungewöhnliches Schreien 27.0

Reizbarkeit

23.6

Schläfrigkeit

16.0

Erbrechen

17.3

Anorexie

18.2

Überdosierung

Nicht dokumentiert.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J07CA06

Pharmakodynamik

Pentavac ist ein kombinierter Impfstoff und enthält detoxifiziertes und gereinigtes Diphterie- und

Tetanus-Toxoid, azelluläres Pertussistoxoid, bestehend aus den beiden Antigenen Pertussis-Toxoid

(PT) und filamentöses Haemagglutinin (FHA) von B. pertussis, inaktivierte Poliomyelitis-Viren der

Typen I, II und III, sowie an Tetanustoxoid konjugiertes Kapselpolysaccharid von Hämophilus-

influenzae-Typ-b. Die Diphtherie- und Tetanus-Toxine werden mit Formaldehyd detoxifiziert.

Poliomyelitis-Viren der Typen I, II und III werden in VERO-Zellen kultiviert und danach mit

Formaldehyd inaktiviert und gereinigt.

Die azellulären Pertussis-Impfstoff-Komponenten (PT und FHA) werden aus Bordetella pertussis-

Bakterien gewonnen und gereinigt. Das Pertussis-Toxin (PT) wird mit Glutaraldehyd detoxifiziert

(Ptxd). FHA ist nativ. Pertussis-Toxoid (PTxd) und FHA sind die wichtigsten Komponenten von B.

pertussis, die den Schutz vor Erkrankung gewährleisten.

Das Lyophilisat enthält gereinigte Polysaccharide der Kapsel von Haemophilus-influenzae-Typ-b

(PRP), gebunden an Tetanus-Protein (PRP-T). Durch die kovalente Bindung von PRP an Tetanus-

Protein wird die vorher T-Zell-unabhängige Immunantwort in eine T-Zell-abhängige umgewandelt,

mit Induktion eines immunologischen Gedächtnisses und spezifischer Anti-PRP-IgG.

Immunantwort nach Grundimmunisierung

Nach der Grundimmunisierung mit 3 Dosen Pentavac entwickelten alle Kleinkinder Antikörpertiter

von mehr als 0,01 I.E./ml gegen Diphtherie und Tetanus.

Gegen Pertussis erreichten mehr als 88% der Kleinkinder einen 4fachen Anstieg der PT- und FHA-

Antikörpertiter einen Monat nach der dritten Impfung (Grundimmunisierung). Da es für Pertussis

kein serologisches Korrelat für die Schutzwirkung gibt, wird ein vierfacher Anstieg des

Antikörpertiters als Zeichen für eine Serokonversion angesehen.

Mindestens 99% der Kinder hatten nach 3 Impfungen einen schützenden Antikörpertiter gegen alle

drei Poliomyelitis-Typen.

Die Anti-PRP-Antikörpertiter lagen bei mindestens 92% der Kleinkinder über 0,15 µg/ml und bei

mehr als 67% über 1 µg/ml 1 Monat nach der Grundimmunisierung.

Immunantwort auf die Boosterimpfung

Nach Anwendung eines Boosters (4. Impfung) mit Pentavac im 2. Lebensjahr zeigten alle Kinder,

die zuvor mit einem Ganzkeimimpfstoff, Pentavac oder einem anderen azellulären Pertussis-

Impfstoff grundimmunisiert wurden, hohe Antikörpertiter gegen alle Antigene.

Mehr als 97% der Kinder hatten einen Antikörpertiter von mind. 0,1 I.E./ml gegen Diphtherie. Alle

Kinder erreichten einen Antikörpertiter von mind. 0,1 I.E./ml gegen Tetanus, hatten einen im

Durchschnitt 5fachen Anstieg der Antikörpertiter gegen die Pertussisantigene PT und FHA und

schützende Titer gegen die drei Poliovirustypen. Mehr als 99% der Kinder entwickelten

Antikörpertiter gegen Haemophilus-influenzae-Typ-b von mehr als 1 µg/ml.

Pharmakokinetik

Entfällt.

Präklinische Daten

Daten aus tierexperimentellen Studien mit Einzeldosen und Mehrfachdosen und Studien zur lokalen

Toleranz lieferten keine unerwarteten Befunde und keine Hinweise auf Toxizität in Zielorganen.

Sonstige Hinweise

Pentavac darf nicht mit anderen Impfstoffen oder parenteral zu verabreichenden Arzneimitteln

gemischt oder in derselben Spritze verwendet werden.

Haltbarkeit

36 Monate. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden

Pentavac besteht aus zwei Teilkomponenten: einem Fläschchen mit Hib-(PRP-T)-Trockensubstanz

sowie einer Fertigspritze mit DTPa-IPV Suspension, die zum Auflösen der Hib-(PRP-T)-

Trockensubstanz verwendet wird. Aus produktionstechnischen Gründen wird für jede dieser

Teilkomponenten ein eigenes Verfalldatum auf den jeweiligen Primärbehältnissen angegeben. Das

Verfalldatum des rekonstituierten Produktes Pentavac richtet sich nach dem jeweils kürzeren

Verfalldatum der beiden Teilkomponenten und ist auf der Faltschachtel mit Monat und Jahr

aufgedruckt. Nach Ablauf des auf der Faltschachtel angegebenen Verfalldatums darf der Impfstoff

nicht mehr angewendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Pentavac soll im Kühlschrank bei +2 °C bis +8 °C aufbewahrt werden.

Nicht einfrieren. Vor Licht geschützt aufbewahren.

Eine Aufbewahrung über oder unter der empfohlenen Temperatur vermindert die Wirksamkeit des

Impfstoffes. Pentavac darf nicht eingefroren werden. Versehentlich falsch gelagerter oder

eingefrorener Impfstoff ist zu verwerfen.

Zulassungsnummer

00613 (Swissmedic).

Packungen

Pentavac Trockensub c susp (Amp 0,5 ml) Fertigspr 1 mit Nadeln. (B)

Pentavac Trockensub c susp (Amp 0,5 ml) Fertigspr 10 mit Nadeln. (B)

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Stand der Information

März 2015.

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