Pentasa 1g

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Pentasa 1g Depot-Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Depot-Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • mesalazinum 1 g, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Pentasa 1g Depot-Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Colitis ulcerosa

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 47502
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-09-1989
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Welche Nebenwirkungen kann ... haben?

Pentasa® Depot-Tablette/Depot-Granulat

Was ist Pentasa Depot-Tablette/Depot-Granulat und wann wird es angewendet?

Pentasa ist ein Arzneimittel zur Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen. Es wirkt im akuten

Stadium entzündungshemmend und verhindert oder verzögert das erneute Auftreten von

Entzündungen im Dickdarm. Pentasa darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin

angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Pentasa entfaltet auch bei Durchfall seine Wirkung. Sie müssen jedoch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin

über diesen Zustand informieren.

Wann darf Pentasa Depot-Tablette/Depot-Granulat nicht angewendet werden?

Bei überempfindlichkeit gegen Mesalazin, andere Bestandteile des Präparates oder Salicylate (wie

z.B. Aspirin) darf Pentasa nicht eingenommen werden.

Kinder unter 2 Jahren, Patienten mit Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, Patienten mit

krankhaft erhöhter Blutungsneigung sowie Patienten mit schweren Leber- und

Nierenfunktionsstörungen sollen Pentasa nicht anwenden.

Wann ist bei der Einnahme von Pentasa Depot-Tablette/Depot-Granulat Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Bei Leber- und Nierenfunktionsstörung sollte Pentasa mit Vorsicht unter Kontrolle der Leber- und

Nierenwerte im Blut eingenommen werden.

Möglich sind Wechselwirkungen mit Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Azathioprin, Tioguanin (ein

Medikament gegen gewisse Arten von Krebs) oder Mercaptopurin (zur Behandlung von

Erkrankungen des Immunsystems); die Wirkung von Azathioprin oder Mercaptopurin kann verstärkt

werden.

Die blutzuckersenkende Wirkung von Arzneimitteln gegen Diabetes kann verstärkt werden. Die

Verträglichkeit von Methotrexat (Arzneimittel gegen gewisse Tumore) kann verschlechtert werden

(stärkere Nebenwirkungen).

Die Wirkung von harnsäureausscheidenden Arzneimitteln kann vermindert werden. Ebenfalls kann

die Wirkung von wassertreibenden Arzneimitteln vermindert und die Wirkung von Rifampicin

(Arzneimittel gegen Tuberkulose) abgeschwächt werden.

Die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln kann verstärkt werden. Die Magen

spezifischen unerwünschten Wirkungen (Reizung der Magenschleimhaut) von Kortisonpräparaten

können verstärkt werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen.

Darf Pentasa Depot-Tablette/Depot-Granulat während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit

eingenommen werden?

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit soll Pentasa nur mit ausdrücklicher Genehmigung

des behandelnden Arztes bzw. der behandelnden Ärztin angewendet werden.

Pentasa geht in die Muttermilch über. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie eine

Schwangerschaft planen, schwanger sind oder Ihr Kind stillen.

Wie verwenden Sie Pentasa Depot-Tablette/Depot-Granulat?

Pentasa Depot-Tabletten während der Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit einnehmen. Die 500 mg

Depot-Tabletten sind mit einer Bruchrille versehen und können geteilt werden. Die 1 g Depot-

Tablette hat keine Bruchrille und kann nicht geteilt werden. Bei Schluckschwierigkeiten können Sie

die Depot-Tabletten vorgängig in einem Esslöffel oder Glas mit Wasser aufquellen lassen und sofort

einnehmen. Depot-Tabletten nicht zerreiben und nicht kauen.

Pentasa Depot-Granulat: Den Inhalt eines Sachet in den Mund leeren und mit Flüssigkeit

herunterspülen. Nicht zerkauen.

Erwachsene

Dosierung bei akuten entzündlichen Darmerkrankungen:

Depot-Tabletten 500 mg: 6-8 Depot-Tabletten, aufgeteilt in 2-4 Einzeldosen täglich.

Depot-Tabletten 1 g: 3-4 Depot-Tabletten, aufgeteilt in 2-4 Einzeldosen täglich.

Depot-Granulat 1 g und 2 g: 3-4 g, aufgeteilt in 2-4 Einzeldosen täglich.

In speziellen Fällen kann der Arzt oder die Ärztin eine von diesem Schema abweichende Dosierung

verordnen.

Dosierung zum Vorbeugen gegen Rückfälle:

Depot-Tabletten 500 mg: ½ Depot-Tablette, 3x täglich.

Kinder und Jugendliche

Behandlung von akuten entzündlichen Darmerkrankungen und Vorbeugung von Rückfällen:

Die Dosierung wird vom Arzt bzw. von der Ärztin individuell festgelegt.

Kinder unter 2 Jahren dürfen Pentasa nicht einnehmen.

ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Pentasa Depot-Tablette/Depot-Granulat haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Pentasa auftreten:

Selten können während einer Therapie mit Pentasa dosisunabhängige

überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschläge, erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut auf die

Sonne und ultraviolettes Licht (Photosensibilität, schwere Reaktionen wurden berichtet bei Patienten

mit vorbestehender atopischer Dermatitis/Ekzem), Fieber, Krampf der Bronchialmuskeln

(Bronchospasmus) und andere allergische Reaktionen auftreten. Gelegentlich treten Kopfschmerzen,

Schwindel, Magen-Darmstörungen wie Brechreiz, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen,

Blähungen und Ausschlag (Nesselausschlag, Hautrötung) auf. Selten können Entzündung des

Herzens und akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse auftreten.

Sehr selten können vorübergehender Haarausfall, Lupus erythematodes-ähnliche Reaktionen (eine

Autoimmunkrankheit), erhöhte Leberenzym- und Bilirubinwerte, Lebererkrankungen

(Leberentzündung, Zirrhose, Leberversagen), Nierenschäden, Verfärbung des Urins, allergische

Lungenreaktionen (wie z.B. Husten, Atemnot, Entzündung der Lungenbläschen), Gelenk- und

Muskelschmerzen, vorübergehend verminderte Spermienproduktion und Blutbildveränderungen

auftreten.

Falls eine dieser Nebenwirkungen auftritt, oder falls Sie Krankheitszeichen bemerken, die hier nicht

beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin

informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Die Pentasa Depot-Tabletten sind braun gefleckt. Dieses Farbmuster ist normal und kennzeichnet die

besonderen Eigenschaften von Pentasa, welche eine verzögerte Wirkstoff-Freigabe im Darmbereich

ermöglichen.

Pentasa Depot-Tabletten und Depot-Granulat sind im Originalbehälter vor Licht geschützt bei

Raumtemperatur (15-25ºC) aufzubewahren.

Arzneimittel ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "Exp." bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen

verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Pentasa Depot-Tablette/Depot-Granulat enthalten?

1 Depot-Tablette enthält 500 mg oder 1 g Mesalazin als Wirkstoff sowie Hilfsstoffe.

1 Sachet Depot-Granulat enthält 1 g oder 2 g Mesalazin als Wirkstoff sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

47502, 53431 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Pentasa Depot-Tablette/Depot-Granulat? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Depot-Tabletten 500 mg: Packungen zu 100 und 300 Stück.

Depot-Tabletten 1 g: Packungen zu 60 Stück.

Depot-Granulat zu 1 g: Packungen zu 50 und 150 Sachets.

Depot-Granulat zu 2 g: Packungen zu 60 Sachets.

Zulassungsinhaberin

Ferring AG, 6340 Baar

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2018 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.