Parkemed - Suspension zur oralen Anwendung

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Parkemed - Suspension zur oralen Anwendung
  • Einheiten im Paket:
  • 125 ml, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Parkemed - Suspension zur oralen Anwendung
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Mefenaminsäure
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 13621
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-10-1967
  • Letzte Änderung:
  • 08-03-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Parkemed

®

- Suspension zur oralen Anwendung

Wirkstoff: Mefenaminsäure

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Parkemed und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Parkemed beachten?

Wie ist Parkemed einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Parkemed aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Parkemed und wofür wird es angewendet?

Parkemed enthält als Wirkstoff Mefenaminsäure, eine Substanz, die neben der schmerzstillenden auch

eine ausgeprägte entzündungshemmende sowie eine fiebersenkende Wirkung besitzt.

Parkemed wird zur Behandlung der folgenden Krankheitszustände angewendet:

leichte bis mittelschwere akute und chronische Schmerzen, besonders bei rheumatischen

Erkrankungen

Muskelschmerzen, Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule

Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen oder Operationen

Zusatzbehandlung bei leichten fiebrigen Infektionen im Kindesalter

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Parkemed beachten?

Parkemed darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Mefenaminsäure oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie nach Einnahme von Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder anderen Schmerzmitteln aus der

Gruppe der sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) mit Asthma, Nesselsucht oder

allergischem Schnupfen reagiert haben,

bei gesteigerter Blutungsneigung,

bei Patienten mit Geschwüren oder chronischen Entzündungen des oberen oder unteren Magen-

Darm-Traktes oder mit solchen Krankheiten in der Vorgeschichte,

bei Patienten mit Nierenerkrankungen in der Vorgeschichte oder mit eingeschränkter

Nierenfunktion,

bei Patienten mit Herzschwäche oder Störungen der Leberfunktion,

bei Patienten mit Störungen der Blutbildung,

bei der Behandlung von Schmerzen nach einer Herzoperation (Bypass-Operation),

im letzten Schwangerschaftsdrittel.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Parkemed einnehmen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt über alle Krankheiten, an denen Sie sonst noch leiden.

Parkemed soll nicht gleichzeitig mit anderen Mitteln zur Behandlung von rheumatischen

Erkrankungen wie nichtsteroidale Antirheumatika (einschließlich sogenannter COX-2-Hemmer)

angewendet werden.

Herz-Kreislauf

Die Anwendung von Arzneimitteln wie Parkemed könnte mit einem erhöhten Risiko, einen

Gefäßverschluss, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein. Dieses Risiko steigt mit

der Dauer der Anwendung. Wenn Sie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben oder Ihr Risiko für Herz-

Kreislauf-Erkrankungen erhöht ist, haben Sie möglicherweise aufgrund Ihrer Ausgangssituation ein

höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse. Steigern Sie daher nicht die Ihnen empfohlene

Dosierung und/oder Therapiedauer. Wenn Sie Herz-Kreislauf-Beschwerden bei sich feststellen,

wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie Probleme mit dem Herz oder dem Kreislauf haben, an Bluthochdruck leiden, schon einmal

einen Schlaganfall hatten oder denken, dass bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für solche Umstände

vorliegt (wie z.B.: Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte oder wenn Sie Raucher sind), informieren Sie

bitte Ihren Arzt.

Flüssigkeitsansammlungen und Schwellungen

Wie mit anderen Mitteln, die die Prostaglandine hemmen, wurden auch mit nicht-steroidalen

Rheumamitteln einschließlich Parkemed Flüssigkeitsansammlungen und Ödeme (Schwellungen)

beschrieben, daher ist besondere Vorsicht geboten, wenn Sie eine beeinträchtigte Herzfunktion haben

oder andere Erkrankungen, die zu solchen Flüssigkeitsansammlungen führen können.

Magen-Darm-Trakt

Bei Patienten, die langfristig mit Rheumamitteln behandelt werden, können spontan Nebenwirkungen

an Magen und Darm wie Entzündungen, Blutungen, Geschwüre oder Durchbruch auftreten. Daher ist

bei der Anwendung von Parkemed entsprechende Vorsicht geboten. Dies gilt besonders für ältere

Patienten, Patienten mit Herzerkrankungen, Patienten, die gleichzeitig Aspirin, Kortisonpräparate,

Arzneimittel zur Verzögerung der Blutgerinnung (sogenannte "Blutverdünner") oder bestimmte

Antidepressiva (SSRIs) verwenden, die Alkohol konsumieren oder Patienten mit einer

Krankengeschichte mit Magen-Darm-Erkrankungen. Informieren Sie Ihren Arzt sofort, wenn Sie

Anzeichen für solche Nebenwirkungen bei sich feststellen, weil sich in sehr seltenen Fällen schwere

Leberentzündungen oder Magengeschwüre mit lebensgefährlichem Verlauf entwickeln können.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Durchfall oder andere Beschwerden im Bauchraum

bekommen, da in solchen Fällen die Dosis reduziert oder die Behandlung vorübergehend abgebrochen

werden muss.

Hautreaktionen

Da unter Behandlung mit anderen Rheumamitteln in sehr seltenen Fällen schwere Hautreaktionen

beschrieben wurden, sollte die Behandlung bei Auftreten solcher Hautreaktionen abgebrochen werden

(siehe auch "Nebenwirkungen")

Leber und Niere

Bei Auftreten von Leber- oder Nierennebenwirkungen muss die Behandlung abgebrochen werden.

Befolgen Sie daher alle vom Arzt angeordneten Kontrolluntersuchungen.

Gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln

kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen. Falls Sie

häufiger Schmerzmittel benötigen, lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch von Schmerzmitteln

Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte

Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der

Einnahme von Parkemed häufig unter Kopfschmerzen leiden!

Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Flüssigkeitsverlust und Epilepsie.

Im Falle einer Schwangerschaft informieren Sie bitte unbedingt Ihren Arzt.

Einnahme von Parkemed zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden. Viele Arzneimittel beeinflussen sich gegenseitig in ihrer Wirkungsweise

und mögliche Nebenwirkungen können gehäuft oder verstärkt auftreten.

Dies gilt besonders für Blutgerinnungshemmer wie Warfarin, Glukokortikoide (kortisonhältige

Arzneimittel), Lithium und Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, sogenannte SSRIs (Psychopharmaka

zur Behandlung von Depression), Antidiabetika zum Einnehmen (gegen Zuckerkrankheit),

Methotrexat (gegen Krebskrankheiten), Ciclosporin und Tacrolimus (zur Dämpfung der

Immunabwehr), Diuretika (entwässernde Mittel) und andere Blutdruckmedikamente, andere

Schmerzmittel der NSAR-Gruppe oder Chinolone (gegen Infektionskrankheiten).

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Mefenaminsäure darf während des ersten und zweiten Drittels der Schwangerschaft nicht angewendet

werden, außer es ist unbedingt erforderlich. In diesem Fall ist die Dosis so niedrig und die Behandlung

so kurz wie möglich zu halten. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf Mefenaminsäure

keineswegs angewendet werden. Es kann der Entwicklung Ihres ungeborenen Kindes schaden.

Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann Parkemed es Ihnen

erschweren, schwanger zu werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie planen schwanger zu werden

oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden. Die Anwendung von Mefenaminsäure im 2.

und 3. Schwangerschaftsdrittel kann eine Nierenfunktionsstörung beim Ungeborenen verursachen, die

zu einer Verminderung der Fruchtwassermenge (in schweren Fällen zu zu wenig Fruchtwasser) führen

kann. Solche Effekte können kurz nach Behandlungsbeginn auftreten und sind meist reversibel. Bei

schwangeren Frauen, die Parkemed anwenden, sind regelmäßige Fruchtwasseruntersuchungen

durchzuführen.

Da Mefenaminsäure in die Muttermilch übertritt, soll Parkemed während der Stillzeit nicht

eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Untersuchungen zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Parkemed enthält Alkohol, Saccharose und Sorbitol

Dieses Arzneimittel enthält Alkohol, d.h. bis zu 140 mg pro Dosis (bei einer Dosierung von 5

Messlöffel) entsprechend 3,4 ml Bier, 1,4 ml Wein pro Dosis.

Gesundheitliches Risiko besteht für Patienten, die unter Alkoholismus leiden.

Ist bei Schwangeren bzw. Stillenden sowie bei Kindern und Patienten mit erhöhtem Risiko aufgrund

einer Lebererkrankung oder Epilepsie zu berücksichtigen.

Dieses Arzneimittel enthält Saccharose und Sorbitol. Bitte nehmen Sie Parkemed erst nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit

leiden.

Vorsicht Diabetiker: Zuckergehalt von 1 g/Messlöffel berücksichtigen.

3.

Wie ist Parkemed einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten. Kinder ab 6 Monate bis 12 Jahre und

Jugendliche bis 14 Jahre erhalten als Basisdosierung ca. 6,5 mg/kg Körpergewicht Mefenaminsäure

bis zu dreimal täglich. Für Jugendliche ab 14 Jahre stehen Parkemed – Filmtabletten zur Verfügung.

Alter (Jahre)

Messlöffel Suspension (1 Messlöffel = 5ml = 50 mg)

½ - 1

1 - 2

2 - 5

5 - 9

9 - 12

12 - 14

3 x täglich 1 Messlöffel

3 x täglich 1½ Messlöffel

3 x täglich 2 Messlöffel

3 x täglich 3 Messlöffel

3 x täglich 4 Messlöffel

3 x täglich 5 Messlöffel

Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen, ältere Patienten (ab 65 Jahren)

Siehe 2. "Parkemed darf nicht eingenommen werden“ bzw. “Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“.

Die genannten Tagesdosen sollen nicht überschritten werden.

Art der Anwendung

Suspension zum Einnehmen.

Parkemed-Suspension wird mit den Mahlzeiten eingenommen. Vor Gebrauch schütteln.

Dauer der Anwendung

Bei Kindern soll Parkemed nicht länger als 7 Tage verabreicht werden, es sei denn zur Behandlung

des Morbus Still.

Für die Behandlung bei Erwachsenen stehen Parkemed 250 mg Kapseln, Parkemed 500 mg

Filmtabletten und Parkemed 500 mg Suppositorien zur Verfügung.

Wenn Sie eine größere Menge von Parkemed eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung kann es zu Krampfanfällen, Verwirrtheit, Schwindel, Halluzinationen,

Nierenversagen, schweren Magen- und Darmbeschwerden mit Blutungen, Hautausschlägen,

allgemeiner Blutungsneigung und Bewusstlosigkeit kommen.

Im Fall einer Überdosierung informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder wenden Sie sich an das

nächstliegende Krankenhaus.

Wenn Sie die Einnahme von Parkemed vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben,

sondern setzen Sie die Einnahme mit der normalen Dosis zum nächsten Einnahmezeitpunkt fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Im Allgemeinen können das Auftreten und die Schwere von Nebenwirkungen vermindert werden,

wenn Sie Parkemed in der niedrigsten erforderlichen Stärke und so selten wie möglich einnehmen.

Angaben über die Häufigkeit des Auftretens von Nebenwirkungen:

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Durchfall; bei anhaltendem Durchfall muss die Dosis reduziert bzw. die Behandlung abgebrochen

werden. Verstopfung, Übelkeit mit oder ohne Erbrechen und Bauchschmerzen, Vermehrung

bestimmter Formen der weißen Blutkörperchen (Eosinophilie).

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Blähungen, Darmentzündungen, Magen-Darm-Geschwür mit oder ohne

Blutungen oder Durchbruch, Benommenheit.

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Fettstuhl, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, in seltenen Fällen kann es zu anaphylaktischen

Reaktionen (Atemnot, Erbrechen, Schwindel und Blutdruckabfall) bis zum Schock kommen,

verminderte Konzentration von Natrium im Blut, Zuckerverwertungsstörung bei Diabetikern,

Nervosität, Depression, Hirnhautentzündung, verschwommenes Sehen, Krampfanfälle, Schwindel,

Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit, Sehstörungen, Augenreizungen, vorübergehender

Verlust des Farbsehens, Ohrenschmerzen, Ohrensausen, niedriger Blutdruck, erhöhter Blutdruck,

Herzklopfen, Herzschwäche, Asthma, Atemnot, Gelbsucht, Leberentzündung, Nierenversagen in

Folge einer Lebererkrankung, Leberfunktionsstörung, Schwellungen im Bereich des Gesichts, der

Lippen oder der Zunge, Kehlkopfschwellung, allergische Hautausschläge, schwere Hautreaktionen,

teilweise mit Schleimhautbeteiligung (Erythema multiforme und Stevens-Johnson-Syndrom), Lyell

Syndrom (Blasenbildung mit Ablösung der äußeren Hautschichten), Schweißausbrüche, Nesselsucht.

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Blutarmut durch beschleunigten Abbau von roten Blutkörperchen, Blutbildveränderungen, Mangel an

weißen Blutkörperchen, kleinfleckige Schleimhaut- und Hautblutungen mit Blutplättchenmangel,

Verminderung der Granulozyten (bestimmte Form der weißen Blutkörperchen), Verminderung der

Blutzellen aller Systeme, Blutarmut und Blutbildungsstörungen unterschiedlichen Grades im

Knochenmark, Nierenentzündung, Nierenfunktionsstörung, Nierenversagen, Blut im Harn, Schmerzen

beim Harnlassen.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Magen-Darm-Entzündung, Hemmung der Blutgerinnung, Wasseransammlung, Juckreiz,

Hautentzündung mit Hautablösung, Entzündung des Nierengewebes, nephrotisches Syndrom (Eiweiß

im Harn, erhöhte Blutfettwerte und periphere Ödeme), Flüssigkeitsansammlungen, falsch-positive

Werte für Urobilinogen im Harn, abnormaler Leberfunktionstest.

Kinder und Jugendliche

Nicht bekannt: Bei Kindern wurde auch Unterkühlung beschrieben.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Parkemed aufzubewahren?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach "Verw. bis"

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Parkemed enthält

Der Wirkstoff ist Mefenaminsäure. 5 ml Suspension enthalten 50 mg Mefenaminsäure.

Die sonstigen Bestandteile sind: Gluconsäure-delta-lacton, Saccharin-Natrium, Saccharose,

Sorbitol-Lösung 70% (nicht kristallisierend), Carmellose-Natrium 700, Povidon K30, Aluminium-

Magnesium-Silicat, Natriumbenzoat (E211), Schokoladenaroma, Bananenaroma, Anis-

Pfefferminz-Aroma, Salzsäure-Lösung, Natriumhydroxid, Ethanol 96%, gereinigtes Wasser

Wie Parkemed aussieht und Inhalt der Packung

Parkemed ist eine weiße bis weißliche Suspension und ist in einer Braunglasflasche mit einem Inhalt

von 125 ml und mit einem Doppelmesslöffel (aus Polypropylen) zum Abmessen von 2,5 ml (1/2

Messlöffel) bzw. 5 ml (1 Messlöffel) erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber: Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Wien

Hersteller: Famar S.A., Avlona, Griechenland

Famar Orléans, Orléans Cedex 2, Frankreich

Z.Nr.: 13621

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2017.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Wechselwirkung

Harnuntersuchungen mit dem Diazotablettentest können falsche positive Werte für Gallenfarbstoff

ergeben.

Überdosierung

Bei Überdosierung kann es zu epileptischen Anfällen, Verwirrungszuständen, Vertigo,

Halluzinationen, Nierenversagen, schweren gastrointestinalen und zentralnervösen Symptomen,

Hautausschlägen, allgemeiner Blutungsneigung und Bewusstlosigkeit kommen.

Therapie bei Überdosierung: Akutintervention: Einleiten von Erbrechen, Magenspülung mit

nachfolgender Gabe von Tierkohle und Kontrolle der Vitalfunktionen und des Wasser- und

Elektrolythaushalts.