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Paracodin - Tropfen

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Paracodin - Tropfen
  • Einheiten im Paket:
  • 15 g, Laufzeit: 60 Monate,30 g, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge
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Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Paracodin  - Tropfen
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Opium-Alkaloide und Deriv
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 8202
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-01-1955
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage


Gebrauchsinformation

Paracodin-Tropfen

Wirkstoff: Dihydrocodeinhydrorhodanid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit 

der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

Heben  Sie  die  Packungsbeilage  auf.  Vielleicht  möchten  Sie  diese 

später nochmals lesen.

Wenn  Sie  weitere  Fragen  haben,  wenden  Sie  sich  bitte  an  Ihren  Arzt 

oder Apotheker.

Dieses  Arzneimittel  wurde  Ihnen  persönlich  verschrieben  und  darf 

nicht an Dritte weitergegeben werden. Es kann anderen Menschen 

schaden, auch wenn diese dasselbe Krankheitsbild haben wie Sie.

Wenn  eine  der  aufgeführten  Beschwerden  Sie  erheblich 

beeinträchtigt  oder  Sie  Nebenwirkungen  bemerken,  die  nicht  in 

dieser  Gebrauchsinformation  angegeben  sind,  informieren  Sie  bitte 

Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Paracodin und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Paracodin beachten?

Wie ist Paracodin einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Paracodin aufzubewahren?

Weitere Informationen

1. WAS IST PARACODIN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Paracodin ist ein Arzneimittel zur symptomatischen Behandlung des 

Reizhustens (unproduktiver Husten).

2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON PARACODIN 

BEACHTEN?

Paracodin darf nicht eingenommen werden

wenn Sie überempfindlich gegenüber bzw. allergisch auf 

Dihydrocodein und dessen Salze oder einem der sonstigen 

Bestandteile von Paracodin sind,

wenn Sie an anfallweise auftretender Atemnot (Asthma 

bronchiale) leiden,

wenn Sie eine funktionelle Atemschwäche (Ateminsuffizienz) oder 

Atemhemmung (Atemdepression) haben,

wenn Sie einen akuten Asthmaanfall erleiden,

bei Bewusstlosigkeit (Koma),

von Kindern unter 4 Jahren.

in der Stillzeit

bei drohender Fehlgeburt

im letzten Drittel der Schwangerschaft

-      bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten

  Stimmungsaufhellenden Arzneimitteln (MAO-Hemmern) bzw.  

  innerhalb von 14 Tagen nach deren Absetzen

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Paracodin ist 

erforderlich

Sie dürfen dihydrocodeinhaltige Arzneimittel, wie Paracodin, nur nach 

ärztlicher Verschreibung und unter ständiger ärztlicher Kontrolle 

einnehmen. Paracodin wurde Ihnen persönlich verschrieben und darf 

von Ihnen nicht an eine andere Person weitergegeben werden.

Paracodin wird nicht empfohlen bei:

Abhängigkeit von Schmerzmitteln (Opiatabkömmlingen)

Bewusstseinsstörungen 

– eingeschränkte Atemfunktion (COPD) und plötzlich einsetzende 

Atemhemmung

– Schwerem Cor pulmonale

Kopfverletzungen und/oder Zuständen mit erhöhtem Hirndruck 

eingeschränkter Leberfunktion

in den ersten vier Monaten der Schwangerschaft

chronischer Verstopfung, Entzündungen und Verengungen im 

Magen-Darmtrakt 

Phäochromozytom (bösartiger Tumor der Nebenniere)

Beschwerden beim Harnlassen

Engwinkelglaukom (Grüner Star)

Hypotension bei Hypovolämie (Blutdruckerniedrigung bei 

Verminderung der zirkulierenden Blutmenge)

Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose)

Alkoholproblemen bzw. Drogenproblemen in der Vergangenheit.

Bei  Patienten  mit  bestehendem  Anfallsleiden  sollte  Paracodin  mit 

Vorsicht angewendet und die Therapie überwacht werden.

Bei Husten mit erheblicher Schleimbildung sollten Sie Paracodin nur in 

Absprache  und  auf  Anweisung  des  Arztes  unter  besonderer  Vorsicht 

einnehmen,  weil  unter  diesen  Umständen  eine  Unterdrückung  des 

Hustens unerwünscht ist.

Zu Beginn der Behandlung sollte Ihr Ansprechen auf das Medikament 

kontrolliert werden, um eventuelle relative Überdosierungen schnell 

erkennen zu können. Dies gilt insbesondere für ältere Patienten, bei 

eingeschränkter Nierenfunktion und bei Atemfunktionsstörungen 

(Gefahr einer Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge) (siehe auch 

Abschnitt 3).

Wenn  Sie  an  einer  Gallenwegserkrankung  leiden  oder   Ihnen  die 

Gallenblase entfernt wurde (Cholezystektomie), dürfen Sie Paracodin 

nur  mit  Vorsicht  einnehmen.  Infolge  des  Zusammenziehens  des 

Schließmuskels  des  Gallenganges  (Sphinkter  Oddi)  können 

herzinfarktähnliche  Beschwerden  (mit  Schmerzen  hinter  dem 

Brustbein)  auftreten  und  die  Symptome  einer  bestehenden 

Entzündung  der  Bauchspeicheldrüse  (Pankreatitis  -  mit  akuten 

heftigen Schmerzen im Oberbauch) verstärkt werden.

Dihydrocodein,  der  Wirkstoff  von  Paracodin,  hat  ein 

Abhängigkeitspotential.  Bei  längerem  Gebrauch  von  Paracodin 

entwickeln  sich  eine  nachlassende  Wirksamkeit  (Toleranz),  seelische 

(psychische)  und  körperliche  (physische)  Abhängigkeit.  Es  besteht 

Kreuztoleranz  (Risiko  einer  nachlassenden  Wirkung  bei  verwandten 

Substanzen)  zu  anderen  Opioiden  (Opiatabkömmlingen).  Es  können 

Entzugserscheinungen  auftreten  wie  gesteigerte  Erregbarkeit,  Angst, 

Nervosität.  Schlaflosigkeit,  eine  übermäßige  Bewegungsaktivität, 

Zittern  und  Beschwerden  im  Magen-Darmtrakt.  Bei  einer  längeren 

Anwendung ist es zur Vermeidung von Entzugserscheinungen ratsam, 

die  Tagesdosis  über  einen  längeren  Zeitraum  stetig,  bis  zum 

vollständigen  Absetzen,  zu  verringern.  Aufgrund  des 

Abhängigkeitspotentials  von  Dihydrocodein  ist  eine  längerfristige 

Anwendung  von  Paracodin  zur  symptomatischen  Behandlung  von 

Reizhusten nicht sinnvoll.

Da Paracodin bei Patienten mit Asthma bronchiale nicht angewendet 

wird, sollte bedacht werden, dass chronischer Husten bei Kindern 

häufig ein frühes Symptom von Asthma bronchiale sein kann.

Bei  Patienten  mit  vorbestehender  Suchtgift  bzw.  Opiatabhängigkeit 

auch  solche  in  Rückbildung  (Remission)  ist  mit  Rückfällen  zu 

rechnen.  Paracodin  wird  von  Heroinabhängigen  als  Ersatzstoff 

betrachtet.  Bei  Abhängigen  von  Alkohol  und  Beruhigungsmitteln 

besteht die Gefahr einer missbräuchlichen Verwendung.

 Wenn  der  Husten  länger  als  drei  Wochen  anhält,  sprechen  Sie  bitte 

mit  Ihrem  Arzt,  weil  gegebenenfalls  eine  Abklärung  der 

Krankheitsursache erforderlich ist.

Bei Einnahme von Paracodin mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere 

Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem 

eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht 

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe kann bei 

gleichzeitiger Behandlung mit Paracodin beeinflusst werden.

Bei  gleichzeitiger  Gabe  von  anderen  Mitteln  gegen  Depressionen 

(MAO-Hemmern)  kann  es  zu  einer  Verstärkung  der  zentralnervösen 

Wirkungen  und  zu  anderen  Nebenwirkungen  (wie  z.B.  hohes  Fieber, 

Erregungszustände  sowie  Veränderungen  von  Atmungs-  und 

Kreislauffunktionen)  in  nicht  vorhersehbarem  Ausmaß  kommen. 

Paracodin  darf  daher  erst  zwei  Wochen  nach  dem  Ende  einer 

Therapie mit MAO-Hemmern angewendet werden.

Die  gleichzeitige  Anwendung  von  Paracodin  und  Arzneimitteln  mit 

dämpfender  Wirkung  auf  das  Zentralnervensystem  wie  z.B. 

Beruhigungs-  und  Schlafmittel  führt  zu  einer  verstärkt  beruhigenden 

oder die Atmung behindernden Wirkung.

Die gleichzeitige Anwendung von Paracodin und Antihistaminika (z.B. 

Meclozin)  führt  zu  einer  verstärkt  beruhigenden  oder  die  Atmung 

behindernden Wirkung

Durch bestimmte Mittel gegen Depressionen (trizyklische 

Antidepressiva), wie z. B. Imipramin, Amitriptylin und Opipramol kann 

eine Paracodin-bedingte Minderung   der Atmung verstärkt werden.

Die  Wirkung  von  Schmerzmitteln   wird  verstärkt.  Bestimmte  stark 

wirksame Schmerzmittel wie z. B. Buprenorphin, Pentacozin   können 

die Wirkung von Paracodin abschwächen.

Arzneimittel,  die  den  Leberstoffwechsel  beeinflussen,  können  die 

Wirkung  von  Paracodin  verstärken.  Dazu  gehören  Cimetidin  (zur 

Dämpfung  der  Magensaftproduktion)  und  Chinidin  (zur  Regulierung 

des  Herzrhythmus)  oder  Fluoxetin  (gegen  Depression).  Unter 

Morphinbehandlung  wurde  eine  Hemmung  des  Morphinabbaus 

(Schmerzmittelbehandlung)  mit  in  der  Folge  erhöhten 

Morphinkonzentrationen  im  Blut  beobachtet.  Für  Dihydrocodein  ist 

eine solche Wechselwirkung nicht auszuschließen.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem 

angewandte Arzneimittel gelten können.

Bei Einnahme von Paracodin zusammen mit Nahrungsmitteln und 

Getränken

Während der Anwendung von Paracodin dürfen Sie keinen Alkohol 

trinken. Paracodin vermindert zusammen mit Alkohol die Fähigkeit zur 

Lösung komplexer Aufgaben und des Konzentrationsvermögens 

(psychomotorische Leistungsfähigkeit) stärker als die Einzelstoffe.

Schwangerschaft

Wenn  Sie  schwanger  sind,  dürfen  Sie  Paracodin,  vor  allem  während 

der  ersten  vier  Monate  der  Schwangerschaft,  nur  auf  ausdrückliche 

Verordnung Ihres Arztes einnehmen, da unerwünschte Wirkungen auf 

die  Entwicklung  des  ungeborenen  Kindes  nicht  ausgeschlossen 

werden  können.  Es  wurde  eine  Beziehung  zwischen  der  Einnahme 

von  dem  strukturverwandten  Codein  in  den  ersten  vier  Monaten  der 

Schwangerschaft  und  dem  Auftreten  von  Fehlbildungen  des 

Respirationstraktes (Atmungstrakt) festgestellt.

Wenn Sie kurz vor der Niederkunft stehen oder wenn bei Ihnen eine 

drohende Frühgeburt festgestellt wurde, dürfen Sie Paracodin nicht 

anwenden, da der in Paracodin enthaltene Wirkstoff Dihydrocodein die 

Plazentaschranke passiert und beim Neugeborenen zu 

Atemstörungen führen kann (siehe Abschnitt 2.1). Neugeborene sind 

gegenüber Opioiden besonders empfindlich.

Bei  längerfristiger  Einnahme  von  Paracodin  besteht  die  Möglichkeit, 

dass  sich  eine  Opioidabhängigkeit  (Schmerzmittelabhängigkeit)  des 

Ungeborenen  entwickelt.  Berichte  über  Entzugserscheinungen  wie 

(z.B.  Zittern,  Erbrechen,  Durchfall  oder  schneller  Herzschlag)  beim 

Neugeborenen  nach  wiederholter  Anwendung  von  dem 

strukturverwandten  Codein  im  letzten  Drittel  der  Schwangerschaft 

liegen vor.

Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie eine 

Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind, um gemeinsam 

über eine Fortsetzung oder eine Umstellung der Therapie zu beraten.

Stillzeit

Paracodin  wird  in  die  Muttermilch  ausgeschieden  und  kann  beim 

Säugling unerwünschte Wirkungen verursachen. Paracodin dürfen Sie 

daher in der Stillzeit nicht einnehmen. Falls Ihr Arzt eine Behandlung 

während  der  Stillzeit  für  unbedingt  erforderlich  hält,  müssen  Sie  das 

Stillen während der Behandlung unterbrechen. Bitte wenden Sie sich 

daher umgehend an Ihren Arzt, um gemeinsam über eine Fortsetzung 

oder eine Umstellung der Therapie zu beraten.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch 

das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur 

aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen 

oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in 

verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol oder 

Medikamenten, die ihrerseits das Reaktionsvermögen beeinträchtigen 

können.  

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von 

Paracodin-Tropfen

Paracodin-Tropfen enthalten Glycerol. Bei Anwendung von Glycerol in 

hohen Dosen kann Kopfschmerzen, Magenverstimmung und Durchfall 

ausgelöst werden.

3. WIE IST PARACODIN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Paracodin immer genau nach der Anweisung des Arztes 

ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie 

sich nicht ganz sicher sind.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen. Paracodin Tropfen sind gebrauchsfertig und können, 

falls erforderlich, auch vermischt mit Speisen und Getränken 

eingenommen werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis: 

Die  folgenden  Angaben  gelten,  soweit  Ihnen  Ihr  Arzt  Paracodin  nicht 

anders  verordnet  hat.  Bitte  halten  Sie  sich  an  die 

Einnahmevorschriften, da Paracodin sonst nicht richtig wirken kann!

Alter 

(Jahre) Tagesdosis (Tropfen)

Kinder 

4 -6 4 – 8 Tropfen 3 mal täglich

(entsprechend 6 - 12 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid pro 

Tag)

Kinder 

6 – 9 8 Tropfen 3 mal täglich

(entsprechend 12 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid pro 

Tag)

Kinder

9 -12 8 – 16 Tropfen 3 mal täglich

(entsprechend 12 – 24 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid 

pro Tag)

Jugendliche 

ab 12 und 

Erwachsene 16 – 48 Tropfen 3 mal täglich

(entsprechend 24 - 72 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid 

pro Tag)

Spezielle Dosierungsanweisungen:

Bei  älteren  Patienten,  bei  Patienten  mit  stark  eingeschränkter 

Nierenfunktion   und  bei  Dialysepatienten  ist  die  Ausscheidung 

(Elimination)  von  Dihydrocodein  verlangsamt;  daher  soll  das 

Dosierungsintervall  (zeitlicher  Abstand  zwischen  zwei  Einnahmen) 

verlängert werden.

Die  Dauer  der  Anwendung  ist  abhängig  vom  Verlauf  der  Erkrankung 

und bestimmt der Arzt. Die Behandlung mit Paracodin soll nicht länger 

als  einige  Tage  dauern.  Bei  Fortbestehen  des  Hustens  über  einen 

Zeitraum  von  3  Wochen  hinaus  wird  Sie  Ihr  Arzt   noch  einmal 

untersuchen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass 

die Wirkung von Paracodin zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Paracodin eingenommen haben, als 

Sie sollten: 

Das  Charakteristische  einer  Überdosierung  mit  Paracodin  ist  die 

extreme  Verringerung  des  Atemantriebs.  Die  Symptome  gleichen 

weitgehend  denen  der  akuten  Morphinvergiftung  mit  extremer 

Schläfrigkeit,  Stupor  (Zustand  der  Reglosigkeit)  bis  hin  zur 

Bewusstlosigkeit.  Gleichzeitig  treten  in  der  Regel  enge  Pupillen, 

Erbrechen,  Kopfschmerzen  sowie  Harn-  und  Stuhlverhalten  auf. 

Unterversorgung  mit  Sauerstoff  (Zyanose,  Hypoxie),  kalte  Haut, 

herabgesetzte  Muskelspannung  und  fehlende  Reflexe  kommen  vor, 

mitunter  auch  Verlangsamung  der  Herzfrequenz  und  Blutdruckabfall; 

gelegentlich treten, vor allem bei Kindern, Krämpfe auf.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Paracodin ist in jedem Falle 

sofort ein Arzt zu verständigen.

Wenn Sie die Einnahme von Paracodin vergessen haben:

Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge ein, 

sondern führen Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung 

beschrieben, fort.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Paracodin Nebenwirkungen haben, die aber 

nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie Ihren Arzt oder 

Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich 

beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser 

Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende 

Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufig mehr als 1 von 10 Behandelten

häufig weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

gelegentlich  weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

selten weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10000 Behandelten

sehr selten weniger als 1 von 10000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Nebenwirkungen

Haut:

gelegentlich:  allergische Reaktionen, wie z. B. Juckreiz (Pruritus) 

und Nesselsucht (urtikarielles Exanthem)

selten:  schwere allergische Reaktionen einschließlich 

Stevens-Johnson-Syndrom (Infekt- oder Arzneimittel-

bedingte Hautreaktion), Schwellungen der Haut und 

Schleimhaut, vor allem im Bereich von Mund und 

Augen (Quincke-Ödeme)

Gastrointestinaltrakt:

sehr häufig:  Übelkeit, u. U. bis zum Erbrechen (insbesondere zu 

Therapiebeginn), Verstopfung (Obstipation), Magen-

Darm-Beschwerden

gelegentlich:  Mundtrockenheit

Nervensystem:

häufig:  leichte Kopfschmerzen, leichte Schläfrigkeit, 

Schwindelgefühl, leichte Benommenheit (Somnolenz)

gelegentlich:  Schlafstörungen

Psyche:

sehr selten:  krankhafte Hochstimmung (Euphorie) 

Atemwege:

gelegentlich:  Beeinträchtigung der Atmung (Kurzatmigkeit, Störung 

des Atemantriebs (Atemdepression))

Augen:

sehr selten:  Funktionsstörungen der Augen, z. B. enge Pupillen 

(Miosis) und Gesichtsfeldausfall (Skotom)

Herz-Kreislaufsystem:

sehr selten:  Kreislaufversagen, Angina pectoris (Schmerzen im 

Brustkorb infolge Durchblutungsstörungen des 

Herzens)

Bei höheren Dosen oder bei besonders empfindlichen Patienten 

können dosisabhängig die Fähigkeit zur optischen Fixierung von 

Gegenständen (visuomotorische Koordination) und die Sehleistung 

verschlechtert sein. 

Dihydrocodein kann, insbesondere bei Einzeldosen über 60 mg, den 

Muskelspannungszustand (Muskeltonus) der unwillkürlichen Muskeln 

(glatten Muskulatur) z. B. Darmmuskulatur, Harnblasenmuskulatur 

erhöhen.

Bei hohen therapeutischen Dosen und bei Vergiftungen können 

Ohnmachtsanfälle (Synkopen) und Blutdruckabfall auftreten, bei 

Patienten mit vorbestehenden Lungenfunktionsstörungen muss mit 

dem Auftreten von Lungenödemen (Wasseransammlung in der Lunge) 

gerechnet werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, 

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.   Dies gilt auch für 

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. 

Sie können Nebenwirkungen direkt über das

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website:  http://www.basg.gv.at/  anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen  

melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die 

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST PARACODIN AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. 

Nicht über 25 °C (Raumtemperatur) lagern!

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem 

Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Dauer der Haltbarkeit nach Anbruch: 3 Monate.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt 

werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu 

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme 

hilft die Umwelt zu schützen. 

6.   WEITERE INFORMATIONEN?

Was enthalten Paracodin-Tropfen?

Der Wirkstoff ist:

Dihydrocodeinhydrorhodanid.

1 g (= 20 Tropfen)  enthält 10 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid, 

entsprechend 8,3 mg Dihydrocodein

Die sonstigen Bestandteile sind:

Benzoesäure (2 mg pro 1g), Saccharin-Natrium (2 mg pro 1g) , Glycerol, 

Zuckercouleur (E150), Natriumchlorid, Thymianaroma, Eukalyptusaroma 

und gereinigtes Wasser

Wie Paracodein-Tropfen aussehen und Inhalt der Packung:

Paracodin-Tropfen sind eine klare braune Lösung zum Einnehmen 

und sind in Braunglasfläschchen mit Tropfeinsatz und 

Schraubverschluss zu 15 g und zu 30 g erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Zulassungsinhaber

Teofarma S.r.l.

Valle Salimbene

Via F.IIi Cervi, 8

27010- Italien

Hersteller:

Teofarma S.r.l.

Valle Salimbene

Via F.IIi Cervi, 8

27010- Italien

Oder 

Nordmark Arzneimittel GmbH & Co KG

25436 Uetersen

Deutschland

Zulassungsnummer: 8.202

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Juni 2014

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