Paracodin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Paracodin tropfen
  • Darreichungsform:
  • tropfen
  • Zusammensetzung:
  • dihydrocodeini thiocyanas 10 mg, synthetische, saccharinum natricum, arom.: vanillinum und andere Farbe.: E 150, conserv.: E 218, excipiens zur Lösung pro 1 g, Endwerte. 30 Tropfen, Endwerte. ethanolum 21 % V/V.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Paracodin tropfen
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • tosse

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 23774
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-11-1957
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Wann darf Paracodin nicht angewendet werden?; Wann ist bei der Einnahme von Paracodin Vorsicht

geboten?;Darf Paracodin während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?;

Wie verwenden Sie Paracodin?; Stand der Information

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, denn sie enthält wichtige Informationen.

Dieses Arzneimittel haben Sie entweder persönlich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben

erhalten oder Sie haben es ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke bezogen. Wenden Sie das

Arzneimittel gemäss Packungsbeilage beziehungsweise nach Anweisung des Arztes oder Apothekers

bzw. der Ärztin oder der Apothekerin an, um den grössten Nutzen zu haben. Bewahren Sie die

Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Paracodin®

Was ist Paracodin und wann wird es angewendet?

Paracodin enthält als Wirkstoff Dihydrocodein und ist ein hustenstillendes Arzneimittel. Durch die

ausgeprägte Wirkung auf das Hustenzentrum werden Häufigkeit und Intensität der Hustenstösse

vermindert. Paracodin wird bei Husten und Hustenreiz jeglicher Art angewendet.

Daneben wird Paracodin auch kurzfristig zur Symptombehandlung von Durchfällen angewendet.

Wann darf Paracodin nicht angewendet werden?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie an Störungen des Atemzentrums oder der

Atemfunktion, an Bewusstseinsstörungen oder an Zuständen mit erhöhtem Hirndruck leiden. Nicht

angezeigt ist die langandauernde Einnahme bei chronischer Verstopfung, da diese sonst verstärkt

werden kann.

Paracodin darf in folgenden Situationen nicht angewendet werden:

Dihydrocodein-haltige Arzneimittel dürfen bei Kindern unter 12 Jahren aufgrund des Risikos für

schwerwiegende Nebenwirkungen, einschliesslich Atemstörungen, nicht angewendet werden.

Stillende Frauen dürfen Dihydrocodein nicht einnehmen, da Dihydrocodein in die Muttermilch

übergehen und dem Säugling schaden kann.

Wann ist bei der Einnahme von Paracodin Vorsicht geboten?

Die Tropfen enthalten 21% Vol. Alkohol.

Bei einer Therapie mit Paracodin sollten keine alkoholischen Getränke eingenommen werden, weil

Alkohol die Wirkung des Arzneimittels in unvorhersehbarer Weise beeinflusst. Der Dauergebrauch

oder die missbräuchliche Einnahme dieses Arzneimittels kann zur Gewöhnung führen.

Bei lange bestehendem, immer wiederkehrendem, hartnäckigem Husten unklarer Ursache oder bei

offensichtlichem Behandlungsmisserfolg sollte vor der weiteren Verwendung dieses Arzneimittels

der Arzt bzw. die Ärztin konsultiert werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden. Vor allem betrifft dies Arzneimittel gegen Bluthochdruck, Schlafmittel und

Beruhigungsmittel.

Bei Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren, die an Atemstörungen leiden, wird Dihydrocodein

nicht empfohlen, da diese Patientenpopulation unter Umständen anfälliger für durch Dihydrocodein

bedingte Atemstörungen ist.

Das Risiko von Dihydrocodein für Patienten mit einem « ultraschnellen CYP206-Metabolisierer-

Phänotyp » ist weitgehend bekannt. Toxische Serum-Level des Opioids können auch in geringen

Dosen entstehen. Der Metabolismus von Dihydrocodein (und seine Umwandlung in

Dihydromorphin) ist demjenigen von Codein ähnlich.

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bei sich bemerken, beenden Sie die Einnahme dieses

Arzneimittels und holen Sie sofort ärztlichen Rat ein: langsame oder flache Atmung, Verwirrtheit,

Schläfrigkeit, enge Pupillen, Übelkeit oder Erbrechen, Appetitlosigkeit.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

und Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Darf Paracodin während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Paracodin soll nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

kann jedoch Ausnahmen machen.

Stillende Frauen dürfen Dihydrocodein nicht einnehmen, da Dihydrocodein in die Muttermilch

übergeht und dem Säugling schaden kann.

Wie verwenden Sie Paracodin?

Wenn vom Arzt bzw. der Ärztin nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsempfehlungen.

Alter Durchschnittliches Tagesdosis

(Jahre) Körpergewicht (kg) (Tropfen)

Ab 12 und 38–65 3-mal täglich

Erwachsene 24–35 Tropfen

Es empfiehlt sich, Paracodin nicht auf leeren Magen einzunehmen.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder die vom Arzt oder der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Paracodin haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Paracodin auftreten:

Vor allem zu Beginn der Behandlung können Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen auftreten.

Gelegentlich wird über Schläfrigkeit, leichte Kopfschmerzen, allergische Hautreaktionen (Rötung,

Juckreiz, Nesselausschlag) berichtet. Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder

Apothekerin Nebenwirkungen mit, die nicht von alleine zurückgehen oder die hier nicht aufgeführt

sind.

Bei missbräuchlicher Einnahme besteht die Gefahr einer Abhängigkeit.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel ist vor Licht geschützt, bei Raumtemperatur (15–25 °C), an einem trockenen Ort

und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Es darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Sollten Sie Packungen besitzen, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, so bringen Sie diese bitte in Ihre

Apotheke zur Vernichtung zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Paracodin enthalten?

Paracodin Tropfen

1 ml (entspricht ca. 30 Tropfen) enthält:

Wirkstoff: 10 mg Dihydrocodeinthiocyanat.

Hilfsstoffe: Rohrzucker, Saccharin, Arom.: Vanillin und andere, Alkohol (21 Vol.-%); Farbstoff:

Caramel (E 150), Konservierungsmittel: Methyl-p-hydroxybenzoat (E 218).

Zulassungsnummer

23774 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Paracodin? Welche Packungen sind erhältlich?

Die Tropfen sind in Apotheken ohne ärztliche Verschreibung erhältlich.

Folgende Packung ist erhältlich:

Paracodin

Tropfen (1%): 20 ml.

Zulassungsinhaberin

Farmaceutica Teofarma Suisse SA, 6901 Lugano.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.