Paracodin - Tropfen

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Paracodin - Tropfen
  • Einheiten im Paket:
  • 15 g, Laufzeit: 60 Monate,30 g, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Paracodin - Tropfen
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Opium-Alkaloide und Deriv
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 8202
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-01-1955
  • Letzte Änderung:
  • 01-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Paracodin - Tropfen

Wirkstoff: Dihydrocodeinhydrorhodanid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Paracodin und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Paracodin beachten?

Wie ist Paracodin einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Paracodin aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Paracodin und wofür wird es angewendet?

Paracodin ist ein Arzneimittel zur symptomatischen Behandlung des Reizhustens (unproduktiver

Husten).

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Paracodin beachten?

Paracodin darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Dihydrocodein und dessen Salze oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie an anfallweise auftretender Atemnot (Asthma bronchiale) leiden.

wenn Sie eine funktionelle Atemschwäche (Ateminsuffizienz) oder Atemhemmung

(Atemdepression) haben.

wenn Sie einen akuten Asthmaanfall erleiden.

bei Bewusstlosigkeit (Koma).

von Kindern unter 4 Jahren.

in der Stillzeit.

bei drohender Fehlgeburt.

im letzten Drittel der Schwangerschaft.

bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten stimmungsaufhellenden Arzneimitteln (MAO-

Hemmern) bzw. innerhalb von 14 Tagen nach deren Absetzen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Paracodin einnehmen.

Sie dürfen dihydrocodeinhaltige Arzneimittel, wie Paracodin, nur nach ärztlicher Verschreibung und

unter ständiger ärztlicher Kontrolle einnehmen. Paracodin wurde Ihnen persönlich verschrieben und

darf von Ihnen nicht an eine andere Person weitergegeben werden.

Paracodin wird nicht empfohlen bei:

Abhängigkeit von Schmerzmitteln (Opiatabkömmlingen)

Bewusstseinsstörungen

eingeschränkte Atemfunktion (COPD) und plötzlich einsetzende Atemhemmung

Schwerem Cor pulmonale

Kopfverletzungen und/oder Zuständen mit erhöhtem Hirndruck

eingeschränkter Leberfunktion

in den ersten vier Monaten der Schwangerschaft

chronischer Verstopfung, Entzündungen oder Verengungen im Magen-Darmtrakt

Phäochromozytom (bösartiger Tumor der Nebenniere)

Beschwerden beim Harnlassen

Engwinkelglaukom (Grüner Star)

Hypotension bei Hypovolämie ( Blutdruckerniedrigung bei Verminderung der zirkulierenden

Blutmenge)

Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose)

Alkoholproblemen bzw. Drogenproblemen in der Vergangenheit

Bei Patienten mit bestehendem Anfallsleiden muss Paracodin mit Vorsicht angewendet und die

Therapie überwacht werden.

Bei Husten mit erheblicher Schleimbildung sollten Sie Paracodin nur in Absprache und auf

Anweisung des Arztes unter besonderer Vorsicht einnehmen, weil unter diesen Umständen eine

Unterdrückung des Hustens unerwünscht ist.

Zu Beginn der Behandlung sollte Ihr Ansprechen auf das Medikament kontrolliert werden, um

eventuelle relative Überdosierungen schnell erkennen zu können. Dies gilt insbesondere für ältere

Patienten, bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei Atemfunktionsstörungen (Gefahr einer

Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge) (siehe auch Abschnitt 3).

Wenn Sie an einer Gallenwegserkrankung leiden oder Ihnen die Gallenblase entfernt wurde

(Cholezystektomie), dürfen Sie Paracodin nur mit Vorsicht einnehmen. Infolge des Zusammenziehens

des Schließmuskels des Gallenganges (Sphinkter Oddi) können herzinfarktähnliche Beschwerden (mit

Schmerzen hinter dem Brustbein) auftreten und die Symptome einer bestehenden Entzündung der

Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis - mit akuten heftigen Schmerzen im Oberbauch) verstärkt werden.

Dihydrocodein, der Wirkstoff von Paracodin, hat ein Abhängigkeitspotential. Bei längerem Gebrauch

von Paracodin entwickeln sich eine nachlassende Wirksamkeit (Toleranz), seelische (psychische) und

körperliche (physische) Abhängigkeit. Es besteht Kreuztoleranz (Risiko einer nachlassenden Wirkung

bei verwandten Substanzen) zu anderen Opioiden (Opiatabkömmlingen). Es können

Entzugserscheinungen auftreten wie gesteigerte Erregbarkeit, Angst, Nervosität. Schlaflosigkeit, eine

übermäßige Bewegungsaktivität, Zittern und Beschwerden im Magen-Darmtrakt. Bei einer längeren

Anwendung ist es zur Vermeidung von Entzugserscheinungen ratsam, die Tagesdosis über einen

längeren Zeitraum stetig, bis zum vollständigen Absetzen, zu verringern. Aufgrund des

Abhängigkeitspotentials von Dihydrocodein ist eine längerfristige Anwendung von Paracodin zur

symptomatischen Behandlung von Reizhusten nicht sinnvoll.

Da Paracodin bei Patienten mit Asthma bronchiale nicht angewendet wird, muss bedacht werden, dass

chronischer Husten bei Kindern häufig ein frühes Symptom von Asthma bronchiale sein kann.

Bei Patienten mit vorbestehender Suchtgift bzw. Opiatabhängigkeit

auch solche in Rückbildung

(Remission)

ist mit Rückfällen zu rechnen. Paracodin wird von Heroinabhängigen als Ersatzstoff

betrachtet. Bei Abhängigen von Alkohol und Beruhigungsmitteln besteht die Gefahr einer

missbräuchlichen Verwendung.

Wenn der Husten länger als drei Wochen anhält, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, weil

gegebenenfalls eine Abklärung der Krankheitsursache erforderlich ist.

Einnahme von Paracodin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Paracodin

beeinflusst werden.

Bei gleichzeitiger Gabe von anderen Mitteln gegen Depressionen (MAO-Hemmern) kann es zu einer

Verstärkung der zentralnervösen Wirkungen und zu anderen Nebenwirkungen (wie z.B. hohes Fieber,

Erregungszustände sowie Veränderungen von Atmungs- und Kreislauffunktionen) in nicht

vorhersehbarem Ausmaß kommen. Paracodin darf daher erst zwei Wochen nach dem Ende einer

Therapie mit MAO-Hemmern angewendet werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Paracodin und Beruhigungs- und Schlafmitteln wie Benzodiazepine

oder verwandte Arzneimittel erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression),

Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund ist die gleichzeitige Anwendung nur in

Betracht zu ziehen, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Wenn Ihr Arzt jedoch Paracodin zusammen mit Beruhigungs- und Schlafmitteln verschreibt, wird die

Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle Beruhigungs- und Schlafmittel, die Sie einnehmen und

halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, Freunde

oder Verwandte darüber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome

zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.

Die gleichzeitige Anwendung von Paracodin und Antihistaminika (z.B. Meclozin) führt zu einer

verstärkt beruhigenden oder die Atmung behindernden Wirkung

Durch bestimmte Mittel gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva), wie z. B. Imipramin,

Amitriptylin und Opipramol kann eine Paracodin-bedingte Minderung der Atmung verstärkt werden.

Die Wirkung von Schmerzmitteln wird verstärkt. Bestimmte stark wirksame Schmerzmittel wie z. B.

Buprenorphin, Pentacozin können die Wirkung von Paracodin abschwächen.

Arzneimittel, die den Leberstoffwechsel beeinflussen, können die Wirkung von Paracodin verstärken.

Dazu gehören Cimetidin (zur Dämpfung der Magensaftproduktion) und Chinidin (zur Regulierung des

Herzrhythmus) oder Fluoxetin (gegen Depression). Unter Morphinbehandlung wurde eine Hemmung

des Morphinabbaus (Schmerzmittelbehandlung) mit in der Folge erhöhten Morphinkonzentrationen im

Blut beobachtet. Für Dihydrocodein ist eine solche Wechselwirkung nicht auszuschließen.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.

Einnahme von Paracodin zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Während der Anwendung von Paracodin dürfen Sie keinen Alkohol trinken. Paracodin vermindert

zusammen mit Alkohol die Fähigkeit zur Lösung komplexer Aufgaben und des

Konzentrationsvermögens (psychomotorische Leistungsfähigkeit) stärker als die Einzelstoffe.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Paracodin, vor allem während der ersten vier Monate der

Schwangerschaft, nur auf ausdrückliche Verordnung Ihres Arztes einnehmen, da unerwünschte

Wirkungen auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes nicht ausgeschlossen werden können. Es

wurde eine Beziehung zwischen der Einnahme von dem strukturverwandten Codein in den ersten vier

Monaten der Schwangerschaft und dem Auftreten von Fehlbildungen des Respirationstraktes

(Atmungstrakt) festgestellt.

Wenn Sie kurz vor der Niederkunft stehen oder wenn bei Ihnen eine drohende Frühgeburt festgestellt

wurde, dürfen Sie Paracodin nicht anwenden, da der in Paracodin enthaltene Wirkstoff Dihydrocodein

die Plazentaschranke passiert und beim Neugeborenen zu Atemstörungen führen kann (siehe

Abschnitt 2.1). Neugeborene sind gegenüber Opioiden besonders empfindlich.

Bei längerfristiger Einnahme von Paracodin besteht die Möglichkeit, dass sich eine

Opioidabhängigkeit (Schmerzmittelabhängigkeit) des Ungeborenen entwickelt. Berichte über

Entzugserscheinungen wie (z.B. Zittern, Erbrechen, Durchfall oder schneller Herzschlag) beim

Neugeborenen nach wiederholter Anwendung von dem strukturverwandten Codein im letzten Drittel

der Schwangerschaft liegen vor.

Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder

bereits schwanger sind, um gemeinsam über eine Fortsetzung oder eine Umstellung der Therapie zu

beraten.

Stillzeit

Paracodin wird in die Muttermilch ausgeschieden und kann beim Säugling unerwünschte Wirkungen

verursachen. Paracodin dürfen Sie daher in der Stillzeit nicht einnehmen. Falls Ihr Arzt eine

Behandlung während der Stillzeit für unbedingt erforderlich hält, müssen Sie das Stillen während der

Behandlung unterbrechen. Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren Arzt, um gemeinsam über

eine Fortsetzung oder eine Umstellung der Therapie zu beraten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und

Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit

verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von

Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße

im Zusammenwirken mit Alkohol oder Medikamenten, die ihrerseits das Reaktionsvermögen

beeinträchtigen können.

Paracodin - Tropfen enthalten Glycerol. Bei Anwendung von Glycerol in hohen Dosen können

Kopfschmerzen, Magenverstimmung und Durchfall ausgelöst werden.

Paracodin Tropfen enthalten Benzoesäure:

Dieses Arzneimittel enthält 0,1 mg Benzoesäure pro Tropfen, entsprechend 2 mg/g.

Paracodin Tropfen enthalten Saccharin-Natrium und Natriumchlorid:

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tropfen, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

3.

Wie ist Paracodin einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen. Paracodin - Tropfen sind gebrauchsfertig und können, falls erforderlich, auch

vermischt mit Speisen und Getränken eingenommen werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Paracodin nicht anders verordnet hat. Bitte

halten Sie sich an die Einnahmevorschriften, da Paracodin sonst nicht richtig wirken kann!

Alter (Jahre)

Tagesdosis (Tropfen)

Kinder

4 -6

4 – 8 Tropfen 3 mal täglich

(entsprechend 6 - 12 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid pro Tag)

Kinder

6 – 9

8 Tropfen 3 mal täglich

(entsprechend 12 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid pro Tag)

Kinder

9 -12

8 – 16 Tropfen 3 mal täglich

(entsprechend 12 – 24 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid pro Tag)

Jugendliche ab

12 und

Erwachsene

16 – 48 Tropfen 3 mal täglich

(entsprechend 24 - 72 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid pro Tag)

Spezielle Dosierungsanweisungen:

Bei älteren Patienten, bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion und bei Dialysepatienten

ist die Ausscheidung (Elimination) von Dihydrocodein verlangsamt; daher soll das

Dosierungsintervall (zeitlicher Abstand zwischen zwei Einnahmen) verlängert werden.

Die Dauer der Anwendung ist abhängig vom Verlauf der Erkrankung und bestimmt der Arzt. Die

Behandlung mit Paracodin soll nicht länger als einige Tage dauern. Bei Fortbestehen des Hustens über

einen Zeitraum von 3 Wochen hinaus wird Sie Ihr Arzt noch einmal untersuchen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Paracodin zu

stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Paracodin eingenommen haben, als Sie sollten

Das Charakteristische einer Überdosierung mit Paracodin ist die extreme Verringerung des

Atemantriebs. Die Symptome gleichen weitgehend denen der akuten Morphinvergiftung mit extremer

Schläfrigkeit, Stupor (Zustand der Reglosigkeit) bis hin zur Bewusstlosigkeit. Gleichzeitig treten in

der Regel enge Pupillen, Erbrechen, Kopfschmerzen sowie Harn- und Stuhlverhalten auf.

Unterversorgung mit Sauerstoff (Zyanose, Hypoxie), kalte Haut, herabgesetzte Muskelspannung und

fehlende Reflexe kommen vor, mitunter auch Verlangsamung der Herzfrequenz und Blutdruckabfall;

gelegentlich treten, vor allem bei Kindern, Krämpfe auf.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Paracodin ist in jedem Falle sofort ein Arzt zu verständigen.

Wenn Sie die Einnahme von Paracodin vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben,

sondern führen Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben, fort.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Übelkeit, u. U. bis zum Erbrechen (insbesondere zu Therapiebeginn)

Verstopfung (Obstipation)

Magen-Darm-Beschwerden

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

leichte Kopfschmerzen

leichte Schläfrigkeit

Schwindelgefühl

leichte Benommenheit (Somnolenz)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

allergische Reaktionen, wie z. B. Juckreiz (Pruritus) und Nesselsucht (urtikarielles Exanthem)

Mundtrockenheit

Schlafstörungen

Beeinträchtigung der Atmung (Kurzatmigkeit, Störung des Atemantriebs (Atemdepression))

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

schwere allergische Reaktionen, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (Infekt- oder

Arzneimittel-bedingte Hautreaktion), Schwellungen der Haut und Schleimhaut, vor allem im

Bereich von Mund und Augen (Quincke-Ödeme)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

krankhafte Hochstimmung (Euphorie)

Funktionsstörungen der Augen, z. B. enge Pupillen (Miosis) und Gesichtsfeldausfall (Skotom)

Kreislaufversagen

Angina pectoris (Schmerzen im Brustkorb infolge Durchblutungsstörungen des Herzens)

Bei höheren Dosen oder bei besonders empfindlichen Patienten können dosisabhängig die Fähigkeit

zur optischen Fixierung von Gegenständen (visuomotorische Koordination) und die Sehleistung

verschlechtert sein.

Dihydrocodein kann, insbesondere bei Einzeldosen über 60 mg, den Muskelspannungszustand

(Muskeltonus) der unwillkürlichen Muskeln (glatten Muskulatur) z. B. Darmmuskulatur,

Harnblasenmuskulatur erhöhen.

Bei hohen therapeutischen Dosen und bei Vergiftungen können Ohnmachtsanfälle (Synkopen) und

Blutdruckabfall auftreten, bei Patienten mit vorbestehenden Lungenfunktionsstörungen muss mit dem

Auftreten von Lungenödemen (Wasseransammlung in der Lunge) gerechnet werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

Österreich

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/ anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Paracodin aufzubewahren?

Nicht über 25 °C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verwendbar

bis“ bzw. „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Dauer der Haltbarkeit nach Anbruch: 3 Monate.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Paracodin - Tropfen enthalten

Der Wirkstoff ist: Dihydrocodeinhydrorhodanid

1 g (= 20 Tropfen) enthält 10 mg Dihydrocodeinhydrorhodanid, entsprechend 8,3 mg Dihydrocodein.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Benzoesäure (E 210), Saccharin-Natrium, Glycerol (E 422), Zuckercouleur (E 150), Natriumchlorid,

Thymianaroma, Eukalyptusaroma und gereinigtes Wasser

Wie Paracodein-Tropfen aussehen und Inhalt der Packung:

Paracodin-Tropfen sind eine klare braune Lösung zum Einnehmen und sind in Braunglasfläschchen

mit Tropfeinsatz und Schraubverschluss zu 15 g und zu 30 g erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Teofarma S.r.l.

Via F. IIi Cervi, 8

27010Valle Salimbene

Italien

Hersteller

Teofarma S.r.l.

Via F.IIi Cervi, 8

27010 Valle Salimbene

Italien

Nordmark Arzneimittel GmbH & Co KG

25436 Uetersen

Deutschland

Z.Nr.: 8.202

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2018.