Panzytrat 25'000

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Panzytrat 25'000 Kapseln
  • Darreichungsform:
  • Kapseln
  • Zusammensetzung:
  • Pankreas-Pulver 219-264 mg Endwerte. lipasum 25000 U. Ph. Eur. und amylasum 22500 U. Ph. Eur. und proteasum 1250 U. Ph. Eur., excipiens für die Kapsel.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Panzytrat 25'000 Kapseln
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Gastroenterologisches Enzympräparat

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 50708
  • Berechtigungsdatum:
  • 11-09-1990
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Transferiert von Alfasigma Schweiz AG

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, denn sie enthält wichtige Informationen.

Dieses Arzneimittel haben Sie entweder persönlich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben

erhalten oder Sie haben es ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke bezogen. Wenden Sie das

Arzneimittel gemäss Packungsbeilage beziehungsweise nach Anweisung des Arztes oder Apothekers

bzw. der Ärztin oder Apothekerin an, um den grössten Nutzen zu haben.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Panzytrat® 10'000/- 25'000

Was ist Panzytrat und wann wird es angewendet?

Panzytrat enthält den Wirkstoff Pankreatin. Pankreatin ist ein Extrakt aus Bauchspeicheldrüsensaft,

der die für die Verdauung der Nahrung im Dünndarm notwendigen Bauchspeicheldrüsenenzyme

enthält (Lipase: fettverdauend; Amylase: stärkeverdauend; Protease: eiweissverdauend). Panzytrat

ermöglicht insbesondere eine Verbesserung der Fettverdauung und damit verbunden die bessere

Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A, D, E und K).

Panzytrat wird zur Ergänzung von körpereigenen Verdauungsenzymen bei Verdauungsschwäche

infolge ungenügender oder fehlender Funktion der Bauchspeicheldrüse z.B. bei chronischer

Bauchspeicheldrüsenentzündung, zystischer Pankreasfibrose (Mukoviszidose) oder nach

Operationen am Verdauungstrakt eingesetzt.

In den Kapseln sind Mikrofilmtabletten enthalten, welche mit einem gegen den Magensaft

resistenten Film überzogen sind, so dass das säureempfindliche Pankreatin im Magen geschützt ist

und die Wirkung nicht vor Erreichen des Dünndarmes entfaltet wird.

Was sollte dazu beachtet werden?

Damit der Wirkstoff nicht schon vom Magensaft zersetzt wird und so der Wirkstoff frühzeitig

verloren geht, dürfen diese Mikrofilmtabletten nicht zerkaut werden. Zusätzlich können beim

Zerkauen der Mikrofilmtabletten Schleimhautschädigungen im Mund entstehen. Zur Einnahme

dürfen sie aber der Kapsel entnommen werden, was insbesondere bei niedriger Dosierung notwendig

ist.

Auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit muss während der gesamten Behandlung geachtet

werden.

Liegt ein Mangel an Verdauungsenzymen vor, sollte die tägliche Nahrungsmenge auf mehrere kleine

Mahlzeiten verteilt werden.

Wann darf Panzytrat nicht angewendet werden?

Bei Allergie gegen Schweinefleisch oder einen der Inhaltsstoffe.

Wann ist bei der Einnahme von Panzytrat Vorsicht geboten?

Bei Kindern mit zystischer Pankreas-Fibrose sollen regelmässige Kontrollen in spezialisierten

Zentren vorgenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben (speziell gegen Schweinefleisch) oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Panzytrat während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Panzytrat ist nur im Dünndarm wirksam. Die Enzyme werden nicht ins Blut aufgenommen.

Auf Grund der bisherigen Erfahrung ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das

Kind bekannt.

Wie verwenden Sie Panzytrat?

Die Dosierung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Die für eine optimale

Fettaufnahme notwendige Dosis sollte nicht überschritten werden und Menge als auch

Zusammensetzung der Mahlzeit sollten berücksichtigt werden.

Falls vom Arzt oder der Ärztin nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis für Erwachsene:

20'000 bis 75'000 Einheiten* Lipase pro Mahlzeit (entsprechend 2-7 Kapseln Panzytrat 10'000 oder

1-3 Kapseln Panzytrat 25'000 pro Mahlzeit) und 10'000 bis 25'000 Einheiten* pro Zwischenmahlzeit

(entsprechend 1-2 Kapseln Panzytrat 10'000 oder 1 Kapsel Panzytrat 25'000).

Bei Kindern ist die empfohlene Dosis 500 bis 4000 Einheiten* Lipase pro Gramm Fett (entsprechend

50'000-100'000 Einheiten* Lipase pro Tag oder 5-10 Kapseln Panzytrat 10'000 oder 2-4 Kapseln

Panzytrat 25'000 pro Tag).

* Ph. Eur. Einheiten

Bei bestimmten Erkrankungen kann der Arzt oder die Ärztin Ihnen jedoch auch eine höhere Dosis

verordnen.

Bei Kindern wird mit Vorteil Panzytrat 10’000 verwendet.

Für Säuglinge und Kleinkinder ist die Kapsel wegen des niedrigen Körpergewichtes zu hoch dosiert.

Für sie werden die Kapseln geöffnet und die darin enthaltenen Mikrofilmtabletten verwendet.

Eine Mikrofilmtablette entspricht einem Enzymgehalt von 400 Einheiten Lipase. Dabei ist es

wichtig, dass die vom Arzt oder von der Ärztin festgelegte Dosierung genau eingehalten wird.

Um keinen Wirkungsverlust zu haben, ist es notwendig, die Kapseln bzw. die Mikrofilmtabletten

richtig anzuwenden:

Wichtig ist, dass die Tagesdosis auf alle Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten verteilt wird. Während

der gesamten Behandlung ist auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit zu achten. Die

Kapseln, resp. Mikrofilmtabletten werden während den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser oder Saft

(nicht mit Milch) oder für Säuglinge und Kleinkinder z.B. auch mit Apfelmus eingenommen. Die

Mikrofilmtabletten dürfen nicht zerkaut werden, da sie Schleimhautschädigungen im Mund

verursachen können.

Halten Sie sich an die in dieser Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Panzytrat haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Panzytrat auftreten:

Bei einer Überempfindlichkeit auf Schweineeiweiss (sehr seltene Allergie) kann eine Verstärkung

der Beschwerden wie Bauchkrämpfe und Durchfall als Zeichen der allergischen Reaktion auftreten.

Sollte eine derartige Verstärkung der Beschwerden auftreten, stoppen Sie die Einnahme des

Arzneimittels und informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Auch kann es zu raschen allergischen Reaktionen wie Ausschlag, Niesen, tränenden Augen und

Krampfzuständen der Bronchialmuskulatur kommen.

Abdominalschmerzen sind sehr häufig. Verstopfung, Durchfall und Blähungen sind häufig.

Unter hohen Tagesdosen von Pankreasenzympräparaten, wie sie manchmal bei der Behandlung der

zystischen Pankreasfibrose (Mukoviszidose) notwendig sind, kann es in seltenen Fällen zu

anhaltenden Bauchschmerzen mit Erbrechen und Verstopfung kommen. In diesem Fall muss die

Behandlung abgebrochen und der Arzt oder die Ärztin sofort informiert werden.

Bei Patienten mit zystischer Pankreasfibrose kann besonders unter hohen Tagesdosen die

Ausscheidung von Harnsäure im Urin erhöht sein und sollte in diesen Fällen vom Arzt oder von der

Ärztin überwacht werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Panzytrat ist vor Licht geschützt, an einem trockenen Ort und bei Raumtemperatur (15-25°C) zu

lagern. Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren!

Nach Anbruch der Packung sind Panzytrat 10’000 3 Monate und Panzytrat 25’000 6 Monate haltbar.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Panzytrat enthalten?

1 Kapsel Panzytrat enthält magensaftresistent überzogene Mikrofilmtabletten mit dem Wirkstoff

Pankreatin.

1 Kapsel Panzytrat 10’000 enthält 89.3-113.7 mg Pankreatin entsprechend 10’000 Einheiten

(Ph.Eur.) Lipase, 9’000 Einheiten (Ph.Eur.) Amylase und 500 Einheiten (Ph.Eur.) Protease, sowie

Hilfsstoffe.

1 Kapsel Panzytrat 25’000 enthält 219-264 mg Pankreatin entsprechend 25’000 Einheiten (Ph.Eur.)

Lipase, 22’500 Einheiten (Ph.Eur.) Amylase und 1‘250 Einheiten (Ph.Eur.) Protease, sowie

Hilfsstoffe.

1 Mikrofilmtablette enthält Pankreatin entsprechend 400 Einheiten (Ph.Eur.) Lipase, 360 Einheiten

(Ph.Eur.) Amylase und 20 Einheiten (Ph.Eur.) Protease, sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

50708 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Panzytrat? Welche Packungen sind erhältlich?

Sie erhalten Panzytrat in Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Packungen Panzytrat 10’000 und 25’000 zu je 50 und 100 Kapseln.

Zulassungsinhaberin

Allergan AG, Zürich

Diese Packungsbeilage wurde im April 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

16-8-2018

Rote-Hand-Brief zu THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und THIOPENTAL ROTEXMEDICA 1000 mg.

Rote-Hand-Brief zu THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und THIOPENTAL ROTEXMEDICA 1000 mg.

Die Firma Rotexmedica GmbH Arzneimittelwerk möchte in Abstimmung mit dem Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein über die folgende vorsorgliche Einschränkung der Anwendung auf strenge Indikationsstellungen sowie eine Vertriebseinschränkung auf Krankenhäuser und Kliniken für die Produkte THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und 1000 mg, Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung, informieren.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

25-10-2018

Vancomycin Lyomark 1000 mg Pulver

Rote - Liste