Pantelmin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Pantelmin 100 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 6 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Pantelmin 100 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Mebendazol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 15800
  • Berechtigungsdatum:
  • 27-11-1975
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Pantelmin 100 mg -Tabletten

Mebendazol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Pantelmin und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Pantelmin beachten?

Wie ist Pantelmin einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Pantelmin aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Pantelmin und wofür wird es angewendet?

Pantelmin ist ein Arzneimittel, das gegen herkömmliche Wurminfektionen wirksam ist. Pantelmin

hemmt bei Wurmparasiten die Aufnahme von Nährstoffen. Dadurch kommt es zur Zerstörung des

Parasitengewebes, während der menschliche Organismus unbeeinflusst bleibt. Pantelmin eignet sich

zur Behandlung von Rund- und Bandwurminfektionen.

Anwendungsgebiet

Infektionen durch:

Madenwürmer (Enterobiasis, Oxyuriasis), Spulwürmer (Ascariasis), Peitschenwürmer (Trichuriasis),

Hakenwürmer (Ankylostomiasis), Zwergfadenwürmer (Strongyloidiasis), Bandwürmer (Taeniasis).

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Pantelmin beachten?

Pantelmin darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Mebendazol, Gelborange S (E110) oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Pantelmin einnehmen.

Die Anwendung von Mebendazol bei Patienten mit Leberfunktionsstörung sollte nur nach

strenger Nutzen-Risiko-Abschätzung durch den Arzt erfolgen. In diesen Fällen sollten Blutbild

und Leber- und Nierenfunktionsparameter regelmäßig kontrolliert werden. Wenn Sie Anzeichen

und Beschwerden einer Nierenerkrankung, Veränderungen des Blutbildes oder einer

Lebererkrankung bei sich beobachten, wie Appetitlosigkeit, Gelbsucht, Dunkelfärbung des

Urins, Juckreiz oder Druckempfindlichkeit des Bauches oder Verringerung der Anzahl der

Blutkörperchen brechen Sie die Einnahme von Pantelmin ab und holen Sie ärztlichen Rat ein.

Bei schweren Lebererkrankungen und hoher erforderlicher Mebendazol-Dosierung wie z.B. bei

der Behandlung von Zwergfadenwürmern (Strongyloidiasis) oder Bandwürmern (Taeniasis)

sollte Pantelmin nicht gegeben werden.

Ergebnisse einer Untersuchung, die das Auftreten einer schweren Hautreaktion (Stevens-

Johnson-Syndroms/toxisch epidermalen Nekrolyse (SJS/TEN)) untersuchte, deuteten auf eine

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mögliche Beziehung zwischen SJS/TEN und der gemeinsamen Gabe von Mebendazol und

Metronidazol (ein Antibiotikum) hin. Die gemeinsame Anwendung von Mebendazol und

Metronidazol sollte daher vermieden werden.

Bei der Behandlung von Infektionskrankheiten, die durch Parasiten hervorgerufen werden, und

der gleichzeitigen Gabe von Arzneimitteln, die die Funktion des Immunsystems vermindern

(Immunsuppressiva wie z.B. Glukokortikoide), kann das Krankheitsbild insbesondere bei

höheren Dosierungen oder längerfristiger Anwendung speziell der Glukokortikoide unter

Umständen ungünstig beeinflusst werden. Dies gilt vor allem bei der Behandlung von

Zwergfadenwürmern (Strongyloidiasis).

Während der Behandlung mit Pantelmin sollte von weiblichen wie auch von männlichen

Patienten eine wirksame Empfängnisverhütung vorgenommen werden, da vorübergehende

Veränderungen am Erbgut nicht ausgeschlossen werden können.

Bei Diabetikern sollte eine sorgfältige Überwachung des Blutzuckerspiegels erfolgen.

Keine speziellen Diätmaßnahmen oder Abführmittel sind notwendig. Um Rückfälle zu

vermeiden, sollten besondere Maßnahmen beachtet werden: Sorgfältige Körperhygiene, wie

oftmaliges und gründliches Reinigen der Hände (Verwendung einer Nagelbürste) sowie

häufiges Wechseln und Auskochen von Leib- und Bettwäsche. Alle im gemeinsamen Haushalt

lebenden Personen sollten sich gleichzeitig einer Behandlung unterziehen.

Kinder:

Da für Kinder unter 2 Jahren keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, darf Pantelmin

Kleinkindern bis zum Ende des zweiten Lebensjahres nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abschätzung

und bei Fehlen anderer Behandlungsmöglichkeiten gegeben werden. Bei der Behandlung von Kindern,

einschließlich Kleinkindern unter einem Jahr, wurde nach Markteinführung sehr selten über

Krampfanfälle berichtet (siehe „Welche Nebenwirkungen sind möglich“).

Einnahme von Pantelmin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Gleichzeitige Einnahme von Cimetidin (ein Arzneistoff, der die Magensäurefreisetzung hemmt) kann

den Abbau von Mebendazol in der Leber verzögern, woraus sich, insbesondere bei längerer

Behandlung, erhöhte Blutspiegel ergeben. Eine gleichzeitige Behandlung mit Phenytoin oder

Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung epileptischer Anfälle), kann den Blutspiegel des

Arzneimittels vermindern. Eine Langzeitbehandlung mit Ritonavir (Arzneimittel zur Behandlung von

HIV-Infektion) hat zu einem Abfall der Mebendazolaufnahme geführt.

Pantelmin sollte nicht zusammen mit Metronidazol (ein Antibiotikum) angewendet werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Mebendazol, der Wirkstoff von Pantelmin steht in Verdacht, Erbschäden zu verursachen. Pantelmin

wird daher in der Schwangerschaft nicht gegeben, es sei denn, dies ist nach ärztlicher Konsultation

dringendst erforderlich.

Da Mebendazol in geringen Mengen in die Muttermilch übergeht, wird während einer Behandlung mit

Pantelmin nicht gestillt .

Reproduktionsstudien mit Mebendazol, dem Wirkstoff von Pantelmin, zeigten bei Dosierungen bis

einschließlich 10 mg/kg/Tag keine Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

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Pantelmin beeinträchtigt nicht das Reaktionsvermögen und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am

Straßenverkehr.

Pantelmin enthält Gelborange S (E 110) - dieser Bestandteil kann allergische Reaktionen

hervorrufen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

3.

Wie ist Pantelmin einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt bei Erwachsenen:

Madenwurmbefall:

Je 1 Tablette an 3 aufeinanderfolgenden Tagen. Da bei Madenwurmbefall der

Entwicklungszyklus des Wurmes sehr kurz ist, besteht eine hohe Wiederinfektionsgefahr. Daher

wird eine Wiederholung der Behandlung nach 2-4 Wochen empfohlen.

Spulwurm-, Peitschenwurm-, Hakenwurmbefall:

Je 1 Tablette morgens und abends an 3 aufeinanderfolgenden Tagen.

Bei ungenügender Wirksamkeit wird nicht die Dosis erhöht, sondern die Behandlung

wiederholt. Bei starkem Wurmbefall sind die Durchfallerkrankung und die Entzündung der

Darmschleimhaut zusätzlich zu behandeln.

Bandwurm und Zwergfadenwurmbefall:

Obwohl gute Resultate auch mit niedrigeren Dosen zu erzielen sind, werden zwecks

Verbesserung der Heilungsquote folgende Dosierungen angeraten:

Jeweils 2 Tabletten morgens und abends an 3 aufeinanderfolgenden Tagen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Kinder ab 2 Jahre

Madenwurm-, Spulwurm-, Peitschenwurm-, Hakenwurmbefall:

Die Kinderdosis entspricht der Erwachsenendosis.

Bandwurm und Zwergfadenwurmbefall:

Je 1 Tablette morgens und abends an 3 aufeinanderfolgenden Tagen.

Kinder unter 2 Jahre

Pantelmin wird für die Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren aufgrund nicht ausreichender

Erfahrungen nicht empfohlen (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).

Die Tabletten können mit etwas Flüssigkeit während der Mahlzeiten zerkaut oder zerdrückt

eingenommen werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung

von Pantelmin zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Pantelmin eingenommen haben, als Sie sollten

Bei versehentlicher Überdosierung können Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall

auftreten. Als Gegenmittel kann Tierkohle eingenommen werden, sicherheitshalber sollten Sie jedoch

Ihren Arzt verständigen, damit dieser Blutbild und Leberwerte überwachen kann.

Wenn Sie die Einnahme von Pantelmin vergessen haben

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Wenn Sie Ihr Versehen noch am gleichen Tag bemerken, nehmen Sie die zu wenig eingenommene

Arzneimenge noch am selben Tag nachträglich ein. Bemerken Sie Ihr Versehen erst am nächsten Tag,

so kann es erforderlich sein, die Behandlung um einen Tag zu verlängern. Sprechen Sie in solchen

Fällen bitte mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Pantelmin abbrechen

Wenn Sie die Behandlung vorzeitig beenden oder sie zeitweise unterbrechen, gefährden Sie den

Behandlungserfolg. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt informieren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

und Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Patienten mit starkem Wurmbefall wiesen während einer Behandlung mit Pantelmin Durchfall und

Bauchschmerzen auf.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Bauchschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Bauchbeschwerden, Durchfall, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten von betreffen):

Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen). Diese

Reaktionen können sich in Form von Hauterscheinungen mit und ohne Juckreiz, wie

Hautausschlag, Nesselsucht, Schwellung von Haut und Schleimhaut (Angioödem), aber auch

durch Luftnot oder Herz-/Kreislaufreaktionen äußern.

Schwindel

Krampfanfälle

Leberentzündung (Hepatitis) und krankhaft veränderte Leberwerte

Schwere Hauterkrankungen (toxisch epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom).

Exanthem, Angio-Ödem, Urtikaria, Ausschlag, Haarausfall

Blutbildveränderungen (Verminderung der weißen Blutkörperchen)

Entzündung der Nieren

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

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5.

Wie ist Pantelmin aufzubewahren?

Zwischen 15° und 30°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu

schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blisterstreifen und dem Umkarton angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie das Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Pantelmin enthält:

Der Wirkstoff ist Mebendazol. 1 Tablette enthält 100 mg Mebendazol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Saccharin-Natrium, mikrokristalline Zellulose, Natriumstärkeglykolat, Talk, Maisstärke,

Magnesiumstearat, Baumwollsamenöl, hochdisperses Siliziumdioxid, Natriumlaurylsulfat,

Orangengeschmack, Gelborange S

Wie Pantelmin aussieht und Inhalt der Packung

Hellorange, runde, flache Tabletten mit abgerundeter Kante und einer Bruchrille in AL/PVC

Blisterstreifen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Packungsgrößen

6 Stück

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Pharmazeutischer Unternehmer:

JANSSEN - CILAG Pharma GmbH., 1020 Wien

Hersteller:

Lusomedicamenta S.A., Queluz, Portugal

Z.Nr.: 15.800

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Jänner 2018.