Panadol Extend

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Panadol Extend Retardtabletten
  • Darreichungsform:
  • Retardtabletten
  • Zusammensetzung:
  • paracetamolum 665 mg, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Panadol Extend Retardtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Analgetikum, Antipyretikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56986
  • Berechtigungsdatum:
  • 23-05-2006
  • Letzte Änderung:
  • 15-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Panadol® Extend

GSK Consumer Healthcare Schweiz AG

Was sind Panadol Extend Retardtabletten und wann werden sie angewendet?

Panadol Extend Retardtabletten enthalten den schmerzlindernden und fiebersenkenden Wirkstoff

Paracetamol. Durch die spezielle Zweischichtbefilmung hält die Wirkung von Panadol Extend

Retardtabletten 6 bis 8 Stunden an.

Panadol Extend Retardtabletten werden angewendet zur kurzfristigen Behandlung von

Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Schmerzen bei Zahneingriffen, Schmerzen im Bereich von

Gelenken und Bändern, Rückenschmerzen, Schmerzen während der Menstruation, Schmerzen nach

Verletzungen (z.B. Sportverletzungen). Symptomatische Behandlung von Arthroseschmerzen und

Fieber.

Panadol Extend Retardtabletten sind nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin erhältlich.

Was sollte dazu beachtet werden?

Panadol Extend Retardtabletten sollten nicht ohne Verordnung des Arztes bzw. der Ärztin länger als

5 Tage oder bei Fieber nicht länger als 3 Tage angewendet werden.

Schmerzmittel sollen nicht ohne ärztliche Kontrolle über längere Zeit regelmässig eingenommen

werden. Anhaltende Schmerzen oder Fieber bedürfen einer ärztlichen Abklärung.

Die angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung darf nicht überschritten

werden. Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere

Arzneimittel, die gleichzeitig eingenommen werden, kein Paracetamol enthalten.

Es ist auch zu bedenken, dass die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln ihrerseits dazu

beitragen kann, dass Kopfschmerzen weiter bestehen.

Die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer

schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines

Nierenversagens führen.

Wann dürfen Panadol Extend Retardtabletten nicht angewendet werden?

In folgenden Fällen dürfen Sie Panadol Extend Retardtabletten nicht anwenden:

Wenn Sie überempfindlich sind auf den Wirkstoff Paracetamol oder einen anderen Inhaltsstoff (siehe

«Was ist in Panadol Extend enthalten?»). Eine solche Überempfindlichkeit äussert sich z.B. durch

Asthma, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut und Schleimhäute oder

Hautausschläge (Nesselfieber).

Bei schweren Leber- oder Nierenerkrankungen.

Bei einer erblichen Leberstörung (so genannte Meulengracht-Krankheit).

Bei Alkoholüberkonsum.

Aufgrund der Dosierungsstärke sind Panadol Extend Retardtabletten für Kinder unter 12 Jahren nicht

geeignet.

Wann ist bei der Einnahme von Panadol Extend Retardtabletten Vorsicht geboten?

Sie sollten vor der Einnahme Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren:

·bei vorgeschädigter Niere oder Leber;

·bei einer seltenen erblichen Krankheit der roten Blutkörperchen, dem sogenannten «Glucose-6-

Phosphat-Dehydrogenasemangel»;

·bei gleichzeitigem Gebrauch von Arzneimitteln, die die Leber beeinflussen, namentlich gewisse

Mittel gegen Tuberkulose und Anfallsleiden (Epilepsie) oder bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff

Zidovudin, die bei Immunschwäche (AIDS) eingesetzt werden;

·falls Sie blutverdünnende Mittel (z.B. Marcoumar) einnehmen müssen;

·falls Sie eine schwere Infektion haben (z.B. eine Blutvergiftung).

Von der gleichzeitigen Einnahme von Paracetamol und Alkohol ist abzuraten. Besonders bei

fehlender gleichzeitiger Nahrungsaufnahme erhöht sich die Gefahr einer Leberschädigung.

Einzelne Personen mit Überempfindlichkeit auf Schmerz- oder Rheumamittel können auch auf

Paracetamol überempfindlich reagieren (siehe «Welche Nebenwirkungen können Panadol Extend

Retardtabletten haben?»).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie:

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Dürfen Panadol Extend Retardtabletten während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit

eingenommen werden?

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel

verzichten oder den Arzt oder Apotheker bzw. die Ärztin oder Apothekerin um Rat fragen.

Paracetamol ist ein Wirkstoff, der bei kurzfristiger Anwendung in der angegebenen Dosierung auch

in der Schwangerschaft verwendet werden kann.

Obwohl Paracetamol in sehr geringen Mengen in die Muttermilch übertritt, darf gestillt werden.

Wie verwenden Sie Panadol Extend Retardtabletten?

Einzeldosen nicht häufiger als alle 6 bis 8 Stunden einnehmen. Die angegebene maximale

Tagesdosis darf nicht überschritten werden.

Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren und über 40 kg Körpergewicht:

2 Retardtabletten, nach Bedarf bis zu 3-mal innerhalb von 24 Stunden. Die maximale Tagesdosis

beträgt 6 Retardtabletten (= 4 g Paracetamol).

Die Retardtabletten mit genügend Flüssigkeit einnehmen.

Panadol Extend Retardtabletten sind für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen können Panadol Extend Retardtabletten haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Panadol Extend Retardtabletten auftreten:

In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz, Schwellungen der Haut und

Schleimhäute oder Hautausschläge bis hin zu schweren Hautreaktionen (sehr selten) und Übelkeit

auftreten. Des Weiteren können Atemnot oder Asthma auftreten, vor allem, wenn diese

Nebenwirkungen auch schon früher bei der Verwendung von Acetylsalicylsäure oder anderen

nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) beobachtet wurden.

Treten Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion oder Blutungen/Blutergüsse auf, so ist das

Arzneimittel abzusetzen und der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren. Ausserdem wurden in seltenen

Fällen Veränderungen des Blutbildes, wie z.B. eine verringerte Anzahl von Blutplättchen

(Thrombozytopenie) oder eine starke Verminderung bestimmter weisser Blutkörperchen

(Agranulozytose) beobachtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel vor Kinderhand geschützt und bei Raumtemperatur (15-25 °C) aufbewahren!

Bei unkontrollierter Einnahme (Überdosierung), unverzüglich einen Arzt bzw. eine Ärztin

konsultieren. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit oder allgemeines

Krankheitsgefühl können ein Hinweis auf eine Überdosierung sein, treten aber erst mehrere Stunden

bis einen Tag nach Einnahme auf.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Panadol Extend Retardtabletten enthalten?

1 Retardtablette enthält 665 mg Paracetamol als Wirksubstanz und die Hilfsstoffe Hypromellose,

Povidon, vorverkleisterte Stärke, Magnesiumstearat, vorverkleisterte Maisstärke, Croscarmellose-

Natrium, Stearinsäure, Triacetin, Carnaubawachs.

Zulassungsnummer

56986 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Panadol Extend Retardtabletten? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 48 und 96 Retardtabletten.

Zulassungsinhaberin

GSK Consumer Healthcare Schweiz AG, Risch.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.