Pamorelin LA 3.75 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Pamorelin LA 3.75 mg poudre et solvant pour reconstitution d'une suspension pour injection
  • Darreichungsform:
  • poudre et solvant pour reconstitution d'une suspension pour injection
  • Zusammensetzung:
  • Praeparatio cryodesiccata: triptorelinum 3.75 mg ut triptorelini pamoas hydricus, copoly(dl-lactidum-glycolidum), mannitolum, carmellosum natricum, polysorbatum 80, pro vitro. Solvens: aqua ad iniectabilia 2 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Pamorelin LA 3.75 mg poudre et solvant pour reconstitution d'une suspension pour injection
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Analogue synthétique de la GnRH / LH-RH naturelle

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 52815
  • Berechtigungsdatum:
  • 14-01-1998
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Pamorelin® LA 3,75 mg

Debiopharm Research & Manufacturing SA

Zusammensetzung

Wirkstoff: Triptorelinum (D-Trp6-LH-RH) 3,75 mg ut triptorelini pamoas hydricus.

Hilfsstoffe

Durchstechflasche mit Pulver: Copoly (dl-lactidum-glycolidum), mannitolum, carmellosum

natricum, polysorbatum 80, pro vitro.

Ampulle mit Lösungsmittel: Aqua ad iniectabilia 2 ml.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension. Nach Rekonstitution enthält

die Injektionssuspension 1,875 mg Triptorelinum pro ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Fortgeschrittenes hormonabhängiges Prostatakarzinom.

Endometriose.

Downregulation im Rahmen der Reproduktionsmedizin.

Dosierung/Anwendung

Die übliche Dosierung besteht in einer intramuskulären Injektion von Pamorelin LA 3,75 mg in

monatlichen Abständen unter Überwachung durch Fachpersonal.

Die Anwendung von Pamorelin LA 3,75 mg darf nur durch Ärzte/Ärztinnen oder anderes

medizinisches Fachpersonal erfolgen.

Die Injektionsstelle muss regelmässig gewechselt werden.

Bei Endometriose beträgt die übliche Therapiedauer 4–6 Monate, entsprechend 4–6 Injektionen

Pamorelin LA 3,75 mg.

Downregulation im Rahmen der assistierten Reproduktionsmedizin (IVF, GIFT) oder

Follikelreifungsinduktion bei nicht-assistierten Behandlungsmethoden usw.:

Verschiedene Protokolle werden für die Anwendung von Pamorelin LA 3,75 mg vorgeschlagen.

·Beim «long protocol» bewirkt eine einmalige Injektion von Pamorelin LA 3,75 mg eine

vollständige hypophysäre Suppression (Downregulation) bevor die Stimulierung mit exogenen

Gonadotropinen eingeleitet wird. Das Ausmass der hypophysären Suppression wird anhand des

zirkulierenden Östrogenspiegels ermittelt. Die Stimulierung mit exogenen Gonadotropinen wird erst

eingeleitet, wenn die E2-Spiegel <50 pg/ml betragen.

Das «long protocol» wird auch ausserhalb der assistierten Reproduktionsmedizin angewendet. Die

Dosierung der zu verabreichenden Gonadotropine zur Induktion einer Follikelreifung muss angepasst

werden, da hier das Behandlungsziel eine monofollikuläre Reifung ist.

·Beim «short protocol» wird die Stimulierung mit exogenen Gonadotropinen gleichzeitig oder kurz

nach einer einmaligen Injektion von Pamorelin LA 3,75 mg eingeleitet. In diesem Fall verstärkt die

Wirkung des GnRH-Agonisten während der ersten Tage der Stimulierung die Effekte der exogenen

Gonadotropine («flare up»). Das «short protocol» sollte nicht ausserhalb der assistierten

Reproduktionsmedizin eingesetzt werden.

Behandlungskontrolle

Prostatakarzinom

Die Wirksamkeit der Behandlung kann durch Messung der Serumspiegel von Testosteron und

prostataspezifischem Antigen (PSA) sowie durch subjektive Beurteilung (symptomatische

Verbesserung, z.B. von Miktionsbeschwerden, Karzinomschmerzen etc.) kontrolliert werden. Der

Testosteronspiegel kann unmittelbar vor oder nach der Verabreichung gemessen werden.

Endometriose

Während der Therapie ist eine Besserung der Symptome (wie z.B. Dysmenorrhö, Dyspareunie,

Tenesmen, Beckenschmerzen) zu erwarten. Nötigenfalls können die üblichen Laborwerte (E2,

Progesteron) zur Therapiekontrolle herangezogen werden.

Reproduktionsmedizin

Das Ausmass der hypophysären Suppression (beim «long protocol») kann anhand des E2-Spiegels

bestimmt werden. Regelmässige biologische und endokrinologische Untersuchungen sowie

ultrasonographische Kontrollen sind während der assistierten Reproduktionsmedizin angebracht. Im

Falle einer übermässigen ovarialen Stimulierung sollte die Zugabe von Gonadotropinen reduziert

oder unterbrochen werden.

Spezielle Dosierungsempfehlungen

Kinder/Jugendliche: Die Sicherheit und Wirksamkeit von Pamorelin LA 3,75 mg wurde bei Kindern

und Jugendlichen nicht nachgewiesen. In dieser Altersgruppe besteht keine Indikation.

Ältere Patienten/Patientinnen: Eine Dosisanpassung aufgrund des Alters ist nicht erforderlich.

Bei Frauen nach der Menopause besteht keine Indikation für das Arzneimittel.

Leber- und Niereninsuffizienz: Bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion ist

keine Dosisanpassung erforderlich.

Kontraindikationen

Allgemeine Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber LH-RH, gegenüber dem Wirkstoff Triptorelin, anderen GnRH-

Analoga oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Prostatakarzinom

Pamorelin LA 3,75 mg darf nicht verabreicht werden, wenn Hinweise vorliegen, dass der Tumor

hormonunabhängig ist, oder nach chirurgischer Kastration.

Pamorelin LA 3,75 mg ist bei Patienten mit einer Rückenmarkskompression, verursacht durch

Metastasen des Prostatakarzinoms, kontraindiziert.

Endometriose/Reproduktionsmedizin

Ungeklärte vaginale Blutungen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Allergische Reaktionen: Kurz nach der Injektion von Pamorelin LA 3,75 mg wurden vereinzelt

allergische Reaktionen beobachtet. Fälle von anaphylaktischem Schock und angioneurotischem

Ödem nach der Verabreichung von Triptorelin wurden selten berichtet. In solchen Fällen soll die

Behandlung mit Pamorelin LA 3,75 mg sofort abgesetzt und geeignete Massnahmen ergriffen

werden.

Parästhesien und schwere Migräne sind selten. Die Behandlung soll in schweren oder

wiederkehrenden Fällen unterbrochen werden.

Mit Antikoagulantien behandelte Patienten: Aufgrund der möglichen Entstehung von Hämatomen an

der Injektionsstelle ist bei Patienten Vorsicht geboten, die mit Antikoagulantien behandelt werden.

Stimmungsschwankungen/Depression: Bei der Behandlung mit Triptorelin wurden Fälle von

(teilweise schwerwiegenden) Stimmungsschwankungen bis hin zur Depression berichtet. Patienten,

die bereits unter einer Depression leiden (bzw. bei Depressionen in der Anamnese), müssen während

der Verabreichung von Pamorelin LA 3,75 mg sorgfältig überwacht werden.

Hypophysenapoplexie: seltene Fälle von Hypophysenapoplexie (ein klinisches Syndrom, infolge

eines Hypophyseninfarktes) nach Verabreichung von LH-RH-Agonisten wurden beschrieben. Die

meisten Fälle traten innerhalb von 2 Wochen nach der ersten Verabreichung auf, einige Fälle

innerhalb der ersten Stunde. In diesen Fällen präsentiert sich die Hypophysenapoplexie mit

plötzlichen Kopfschmerzen, Erbrechen, Sehveränderungen, Ophthalmoplegie, verändertem

mentalem Status und manchmal kardiovaskulärem Kollaps.

Unverzügliche medizinische Intervention ist notwendig.

Bei der Mehrheit der Fälle war ein Hypophysenadenom diagnostiziert worden.

Bei bekanntem Hypophysenadenom sollte aus diesem Grund ein LH-RH-Agonist nicht gegeben

werden.

Prostatakarzinom

Wie andere LH-RH-Agonisten verursacht Triptorelin eine vorübergehende Erhöhung des

zirkulierenden Testosteronspiegels während der ersten Woche nach der ersten Injektion der Form mit

verzögerter Wirkstofffreisetzung. Eine vorübergehende Erhöhung des Testosteronspiegels ist

ebenfalls möglich, falls das Intervall zwischen 2 Verabreichungen 1 Monat übersteigt. Im Gegenteil

zum Orchiektomie-bedingten Abfall des Testosteronspiegels kann es bei einem kleinen Prozentsatz

der Patienten (<5%) aufgrund der anfänglichen Erhöhung des zirkulierenden Testosteronspiegels zu

einer vorübergehenden Verschlechterung der Zeichen und Symptome des Prostatakarzinoms

kommen. Dies manifestiert sich zumeist in einer Zunahme der Karzinomschmerzen, hauptsächlich

als Neuropathie, Hämaturie und Knochenschmerzen, die sich symptomatisch bewältigen lassen. In

Einzelfällen kann es zu einer Verschlimmerung der Krankheitssymptome, wie zu einer Obstruktion

der Harnröhre oder des Blasensphinkters oder einer Rückenmarkskompression infolge

Metastasenbildung kommen, die mit Lähmungen mit oder ohne letalen Ausgang einhergehen kann.

Wenn es zur Entwicklung einer Rückenmarkskompression oder zur Beeinträchtigung der

Nierenfunktion kommt, sollte eine Standardbehandlung dieser Komplikationen eingeleitet und in

extremen Fällen eine sofortige Orchiektomie in Erwägung gezogen werden.

Deshalb ist während den ersten Behandlungswochen eine sorgfältige Überwachung notwendig,

speziell bei Patienten, die an vertebralen Metastasen und/oder Harnwegsobstruktionen leiden.

Während der Anfangsphase der Behandlung sollte die zusätzliche Gabe eines geeigneten

Antiandrogens in Betracht gezogen werden, um dem initialen Anstieg des Serumtestosteronspiegels

und einer Verschlechterung der klinischen Symptomatik entgegenzuwirken.

Diabetes-Risiko/Herz-Kreislauf-Risiko: Bei mit GnRH-Agonisten behandelten Männern wurde ein

erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus und/oder für Herz-Kreislauf-Vorfälle berichtet. Bei Patienten,

die an Bluthochdruck, Hyperlipidämie oder Herz-Kreislauf-Störungen leiden, empfiehlt sich deshalb

eine besonders sorgfältige Überwachung dieser Risiken während der Triptorelinbehandlung.

Auswirkungen auf das QT-/QTc-Intervall: Der langfristige Androgenentzug kann das QT-Intervall

verlängern. Bei Patienten mit Long-QT-Syndrom, Elektrolytstörungen oder Herzinsuffizienz

empfiehlt sich deshalb eine besonders sorgfältige Überwachung. Die gleichzeitige Anwendung von

Triptorelin und Medikamenten, die bekanntermassen das QT-Intervall verlängern oder Torsade de

pointes-Tachykardien hervorrufen können – wie Antiarrhythmika der Klasse IA (z.B. Quinidin,

Disopyramid) oder der Klasse III (z.B. Amiodaron, Sotalol) – muss deshalb sorgfältig geprüft

werden (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Osteoporose/Knochendichte: Die Anwendung synthetischer LH-RH-Analoga zur Behandlung des

Prostatakarzinoms kann mit einem vermehrten Knochenschwund einhergehen und zu Osteoporose

führen sowie das Risiko von Knochenbrüchen erhöhen. Als Folge kann es zu einer fälschlichen

Diagnose von Knochenmetastasen kommen. Besonders aufmerksam müssen Patienten beobachtet

werden, bei denen zusätzliche Risikofaktoren für Osteoporose vorliegen (z.B. chronischer

Alkoholmissbrauch, Tabakkonsum, Fehl-/Unterernährung, Osteoporosefälle in der familiären

Vorgeschichte oder eine Langzeitbehandlung mit Medikamenten, die die Knochendichte reduzieren,

wie z.B. Kortikoide oder Antikonvulsiva).

Bei mit LH-RH-Analoga behandelten Patienten wurde eine Erhöhung der Lymphozytenanzahl

beschrieben. Diese sekundäre Lymphozytose steht offensichtlich mit der LH-RH-induzierten

Kastration in Verbindung und scheint darauf hinzuweisen, dass Gonadenhormone in die

Thymusrückbildung involviert sind.

Endometriose

Vor der Verabreichung von Triptorelin gilt es, die Ursachen eventueller vaginaler Blutungen

abzuklären.

Zu den klinischen Auswirkungen einer Therapie von mehr als 6 Monaten Dauer gibt es keinerlei

Datenmaterial.

Nach der Menopause ist eine medikamentöse Therapie der Endometriose nur in seltenen

Ausnahmefällen angebracht (z.B. bei östrogenproduzierenden Tumoren, die eine Reaktivierung der

Endometriose zur Folge haben und wenn ein chirurgischer Eingriff kontraindiziert ist).

Vor Beginn einer Therapie mit Pamorelin LA 3,75 mg bei Endometriose muss eine mögliche

Schwangerschaft ausgeschlossen werden. Während der Therapie und nach Therapieende bis zum

Wiederauftreten normaler Menstruationszyklen sollten nicht-hormonelle Methoden der

Kontrazeption angewendet werden. Pamorelin LA 3,75 mg verursacht normalerweise eine

Amenorrhöe. Sollte die Menses persistieren, müssen die Patientinnen ihren Arzt informieren.

Die Triptorelin-Behandlung kann zu einer Verringerung der mineralischen Knochendichte führen,

die jedoch im Allgemeinen nach Behandlungsende umkehrbar ist.

Reproduktionsmedizin

Das Risiko einer ovarialen Hyperstimulierung kann auch bei einer Vorbehandlung mit Triptorelin

nicht ausgeschlossen werden. Höchste Vorsicht (klinische und echographische Überwachung) ist bei

den ersten Anzeichen einer Hyperstimulierung geboten, vor allem, falls die Stimulierung mit Hilfe

exogener Gonadotropine während oder am Ende der lutealen Phase eingeleitet wurde.

Klinische und paraklinische Anzeichen einer schon moderaten Hyperstimulierung bestehen in

Hypovolämie, Tachykardie, Hypotension, Oligurie, Dehydratation, Aszites, Pleuralerguss sowie

Störungen der Nierenfunktion und der Koagulation, welche je nach Ausmass eine Hospitalisierung

erfordern können.

Bei Stimulierung mit exogenen Gonadotropinen ist das Risiko multipler oder ektoper

Schwangerschaften (im Rahmen der assistierten Reproduktionsmedizin) erhöht. Eine frühzeitige

echographische Überwachung einer eingetretenen Schwangerschaft ist daher innerhalb der ersten

4 Wochen angezeigt.

Interaktionen

Wird Triptorelin zusätzlich zu anderen Arzneimitteln verabreicht, die die Gonadotropin-Sekretion

durch die Hypophyse beeinflussen, ist besondere Vorsicht geboten. In diesen Fällen empfiehlt sich

eine Überwachung des Hormonstatus des Patienten.

Die Cytochrome P450 (CYP) sind höchstwahrscheinlich nicht an der Verstoffwechselung und

Ausscheidung von Triptorelin beteiligt. Zudem haben In-vitro-Studien gezeigt, dass Triptorelin

weder ein Inhibitor oder Induktor von CYP noch ein Substrat oder Inhibitor des P-Glykoproteins (P-

gp) ist. Daher sind Wechselwirkungen anderer Arzneimittel mit Triptorelin unwahrscheinlich.

Schwangerschaft/Stillzeit

Studien über die Anwendung bei schwangeren Frauen liegen nicht vor. Tierexperimentelle Studien

ergaben keine Hinweise auf teratogene Effekte. Embryotoxische Effekte konnten nur in

maternaltoxischen Bereichen festgestellt werden.

Es besteht jedoch keine Indikation für die Verabreichung von Triptorelin während einer

Schwangerschaft. Vor dem Beginn einer Triptorelin-Behandlung sollte eine Schwangerschaft

deshalb gänzlich ausgeschlossen werden.

Sollte es während der Verabreichung von Triptorelin zu einer Schwangerschaft kommen, muss die

Behandlung unterbrochen werden.

Es ist nicht bekannt, ob Triptorelin in die Muttermilch übertritt. Triptorelin führt jedoch zu einer

leichten Senkung des Prolaktins und kann somit die Milchproduktion einschränken. Das Präparat

Pamorelin LA 3,75 mg darf darum während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Jedoch können verschiedene unerwünschte

Wirkungen wie Benommenheit, epileptische Anfälle und abnormes Sehen die Reaktionsfähigkeit,

die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Unerwünschte Wirkungen

Allgemein

Vereinzelt wurden allergische Hautreaktionen kurze Zeit nach der Injektion von Pamorelin LA 3,75

mg festgestellt, die jedoch unter konventioneller Therapie abklangen.

Prostatakarzinom

7 bis 10 Tage nach der ersten Injektion kann es zu einer Zunahme der Karzinomschmerzen kommen,

weil sich der Testosteronspiegel vorübergehend erhöht (siehe auch «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»). Sobald das Karzinom auf die Behandlung anspricht, gehen diese

Schmerzen normalerweise wieder zurück. Eine vorübergehende Behandlung mit einem

Antiandrogen kann in Betracht gezogen werden.

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen, die unter der Behandlung mit Triptorelin beobachtet

wurden, waren auf die erwarteten physiologischen Effekte zurückzuführen: Anfängliche Erhöhung

des Testosteronspiegels, gefolgt von nahezu vollständiger Unterdrückung des Testosterons. Zu

diesen unerwünschten Wirkungen, die sehr häufig beobachtet wurden, zählten Hitzewallungen,

Gesichtsrötung (vor allem zu Beginn der Behandlung), Impotenz und verminderte Libido.

Folgende unerwünschte Wirkungen, bei denen ein zumindest möglicher Zusammenhang mit der

Behandlung gesehen wurde, wurden berichtet, wobei ein kausaler Zusammenhang bei Patienten mit

metastasiertem Prostatakarzinom oft schwer festzustellen ist. Die Häufigkeit dieser unerwünschten

Wirkungen ist wie folgt geordnet: Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich

(≥1/1'000, <1/100); selten (≥1/10'000, <1/1'000); sehr selten (<1/10'000); unbekannt (Grundlage sind

hauptsächlich spontane Anzeigen aus der Marktüberwachung; die genaue Häufigkeit kann dabei

nicht angegeben werden).

Infektionen

Häufig: Harnwegsinfektionen.

Neoplasmen

Häufig: Vorübergehendes Aufflammen des Tumors.

Blut- und Lymphsystem

Gelegentlich: Anämie.

Selten oder sehr selten: Lymphadenopathie.

Immunsystem

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Endokrine Störungen

Sehr häufig: Grössenabnahme der Genitalien (12,2%).

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Häufig: Anorexie, Anstieg der alkalischen Phosphatasen, Gicht.

Gelegentlich: Hyperglykämie, Anstieg des Harnstoff-Stickstoffs, Diabetes mellitus, Anstieg des

Stickstoffgehalts im Blut, der nicht von Proteinen stammt, Gewichtszunahme.

Psychiatrische Störungen

Häufig: Stimmungsschwankungen, verminderte Libido, Depression.

Gelegentlich: Nervosität, Amnesie, Euphorie.

Nervensystem

Häufig: Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Schlaflosigkeit.

Gelegentlich: Parästhesien, Schläfrigkeit, Ohnmachtsanfälle.

Selten: Migräne.

Selten oder sehr selten: Dysgeusie, Rückenmarkskompression, Hypästhesie, Konvulsion.

Augenleiden

Häufig: Schmerzen beim Sehen, Konjunktivitis.

Selten oder sehr selten: Sehstörungen, Störungen des Gesichtsfeldes, Stauungspapille.

Gelegentlich: Tinnitus.

Herz und Gefässe

Häufig: Hypertonie.

Gelegentlich: Hypotonie, tiefe Venenthrombose, Lungenembolie.

Selten und sehr selten: Myokardialischämie.

Atmungsorgane

Häufig: Husten, Dyspnoe, Pharyngitis.

Gelegentlich: Rhinitis.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: Abdominalschmerzen, Übelkeit, Obstipation, Diarrhö, Dyspepsie.

Gelegentlich: Erbrechen, Tenesmus, gastro-ösophagaler Reflux.

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Häufig: Abnormale Leberfunktion.

Gelegentlich: Cholestatische Hepatitis.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Exanthem.

Gelegentlich: vermehres Schwitzen, Alopezie, Pruritus ani, Ekzem, Eruptio bullosa.

Selten oder sehr selten: Urtikaria, Lichtempfindlichkeitsreaktionen.

Muskelskelettsystem

Sehr häufig: Knochenschmerzen (25,8%).

Häufig: Rückenschmerzen, Beinschmerzen, Arthralgie, Myalgie, Muskelkrämpfe der unteren

Extremitäten.

Gelegentlich: Arthrose, Muskelschwäche.

Selten oder sehr selten: pathologische Frakturen.

Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Häufig: Dysurie, Harnverhaltung.

Gelegentlich: Pollakisurie, Nykturie, Funktionsstörungen der Urethra, Urininkontinenz, Schmerzen

an den Nieren, Hämaturie, abnormale Nierenfunktion.

Reproduktionssystem und Brust

Häufig: Impotenz, Gynäkomastie, Schmerzen der Brustdrüsen.

Gelegentlich: Funktionsstörung der Prostata, Funktionsstörung der Hoden, Entzündung der

Brustdrüsen.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Sehr häufig: Hitzewallungen (70,4%).

Häufig: Schmerzen, Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb, Asthenie, periphere Ödeme, Schmerzen an

der Injektionsstelle.

Gelegentlich: Unwohlsein, Verstärkung postoperativer Beschwerden, Entzündungen und andere

Reaktionen an der Injektionsstelle.

Selten oder sehr selten: Schmerzen am Damm.

Während der Post-Marketing-Phase traten seltene Fälle von Hypophysenapoplexie (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen») auf.

Endometriose/Reproduktionsmedizin

In den ersten zehn Behandlungstagen kann wegen des vorübergehenden Östrogen-Anstiegs eine

Verstärkung der subjektiven Beschwerden beobachtet werden. Mit dem Absinken der Östrogen- und

Progesteronwerte auf Kastrationsniveau nehmen auch diese Beschwerden ab.

Eine Therapiedauer von mehr als 6 Monaten sollte vermieden werden, da der behandlungsbedingte

Östradiolabfall bei Langzeittherapien zu einer Reduktion der Knochendichte führt.

Immunsystem

Sehr selten: Allergische Reaktionen.

Psychiatrische Störungen

Sehr häufig: Libidoverlust (17,5%), emotionale Störungen (15,1%).

Unbekannt: Depression.

Nervensystem

Sehr häufig: Kopfschmerzen (16,6%).

Selten: Migräne, Parästhesien.

Funktionsstörungen der Gefässe

Andere vasomotorische Störungen.

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Unbekannt: abnormale Leberfunktion.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Unbekannt: Exanthem (einschliesslich Eruptio bullosa).

Reproduktionssystem und Brust

Sehr häufig: Schmierblutungen (56%), trockene Scheide (24,8%).

Gelegentlich: Dyspareunie.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Sehr häufig: Hitzewallungen (fast 100%).

Unbekannt: Reaktionen an der Injektionsstelle (Rötungen, Entzündungen und Schmerzen).

Überdosierung

Die pharmakologischen Eigenschaften von Triptorelin und seine Anwendungsart machen eine

versehentliche oder beabsichtigte Überdosierung unwahrscheinlich. Tierversuche deuten darauf hin,

dass keine anderen Wirkungen ausser der beabsichtigten therapeutischen Wirkung auf die

Konzentration der Sexualhormone und das Fortpflanzungssystem bei höheren Dosen von Triptorelin

auftreten. Eine eventuelle Überdosierung sollte symptomatisch behandelt werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L02AE04

Wirkungsmechanismus

Durch Austausch der Aminosäure Glycin mit D-Tryptophan an Position 6 von Gonadorelin entsteht

ein in seiner biologischen Aktivität stärker wirkender Agonist des natürlich vorkommenden

Gonadotropin-Releasing-Hormons (GnRH, LH-RH). Diese Wirkungssteigerung kann auf eine

verstärkte Affinität zu den hypophysären Rezeptoren und auf eine langsamere Inaktivierung im

Zielgewebe zurückgeführt werden.

Pharmakodynamik

Bei einmaliger und intermittierender Verabreichung von LH-RH wird die Freisetzung von LH und

FSH aus der Hypophyse stimuliert. Bei kontinuierlicher Dosierung hingegen, wie dies nach Injektion

von Pamorelin LA 3,75 mg durch die verzögerte Wirkstofffreisetzung der Fall ist, wird ein

«paradoxer» Effekt beobachtet: Die Plasmaspiegel von LH/FSH, Testosteron und

Östrogen/Progesteron sinken, nach einem vorübergehenden Anstieg zu Behandlungsbeginn, innert

etwa 2 Wochen auf Kastrationsniveau ab.

Die Derivate Triptorelin-Pamoat und -Acetat sind hinsichtlich ihrer Pharmakodynamik und Toxizität

äquivalent und austauschbar.

Klinische Wirksamkeit

Prostatakarzinom

Etwa 80% der Prostatakarzinome sind androgenabhängig. Aus diesem Grund kann durch

Sekretionshemmung des Testosterons oft eine Teilremission oder eine Verzögerung der

Tumorprogression und damit eine symptomatische Besserung (Harnverhalten, Karzinomschmerzen)

erzielt werden. Diese Hemmung kann einerseits operativ (Orchiektomie, Adrenalektomie,

Hypophysektomie), andererseits durch chemische Kastration (Behandlung mit Östrogenen und Anti-

Androgenen) oder, wie beschrieben, durch kontinuierliche Verabreichung von Pamorelin LA 3,75

mg erreicht werden.

Endometriose

Das Therapiekonzept der Endometriose mit Pamorelin LA 3,75 mg besteht in einer zeitlich

begrenzten und reversiblen Hemmung der Ausschüttung von hypophysären Gonadotropinen. Damit

wird erreicht, dass Östrogene und Progesteron auf Kastrationsniveau gesenkt werden. In der Folge

kommt es zu einer Besserung der Symptome wie Dysmenorrhö, Tenesmen, Dysurie, Dyspareunie

und Abdominal- und Sakralschmerzen sowie zur Auflösung von ektopen Endometriumherden.

Downregulation im Rahmen der Reproduktionsmedizin

Im Rahmen der Therapie des sterilen Paares führt die selektive Hypophysensuppression durch

Vorbehandlung mit Triptorelin zu einer Verbesserung der Erfolgsrate der ovarialen Stimulierung

durch exogene Gonadotropine.

Während der Stimulierung mit Gonadotropinen kommt es aufgrund der raschen Überschreitung der

Plasma-Östradiol-Konzentration öfter zur Auslösung eines verfrühten LH-Gipfels mit

einhergehender Luteinisierung des unreifen Follikels, wobei dann der Behandlungszyklus

abgebrochen werden muss. Dies ist der Fall bei etwa 30% der nicht vorbehandelten Patientinnen

innerhalb eines IVF-Programms und bei 30–50% der Zyklen bei einem polyzystischen

Ovarialsyndrom. Die Vorbehandlung mit Triptorelin führt zu einer vollständigen hypophysären

Suppression (Downregulation) mit einhergehender Blockierung der LH-Ausschüttung. Die ovariale

Stimulierung wird alleine durch die exogene Gonadotropinzufuhr kontrolliert. Dadurch lässt sich

eine Verbesserung der Follikelreifung, der Oozytenausbeute und der Schwangerschaftsrate sowie

eine Reduktion der Häufigkeit des Hyperstimulierungssyndroms und der Therapieabbrüche erzielen.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach intramuskulärer Injektion von Pamorelin LA 3,75 mg werden 1–3 Stunden nach Injektion

maximale Serumkonzentrationen von ungefähr 30 ng/l erreicht. Die Konzentrationen verringern sich

schnell und stabilisieren sich auf Plasmawerte in Höhe von 0,1 ng/l, die während mindestens einem

Monat bestehen bleiben. Ungefähr 80% der Wirksubstanz werden in diesem 4-wöchigen Intervall

freigesetzt. Es bestehen keine Anhaltspunkte für eine Akkumulation der Wirksubstanz nach

wiederholter Verabreichung.

Distribution

Nach intravenöser Bolusgabe erfolgt die Verteilung von Triptorelin entsprechend einem 3

Kompartiment-Modell mit Halbwertszeiten von 6 Minuten, 45 Minuten und 3 Stunden. Das

Verteilungsvolumen beträgt im Steady State ca. 30 Liter.

Triptorelin wird in klinisch relevanten Konzentrationen nicht an Plasmaproteine gebunden.

Metabolismus

Triptorelin-Metaboliten sind beim Menschen nicht nachgewiesen worden.

Humanpharmakokinetische Daten deuten jedoch daraufhin, dass durch Gewebsabbau entstandene C-

terminale Fragmente entweder in den Geweben vollständig abgebaut, im Plasma rasch weiter

abgebaut oder über die Nieren ausgeschieden werden.

Elimination

Triptorelin wird sowohl über die Leber als auch über die Nieren ausgeschieden. Nach intravenöser

Verabreichung von 0,5 mg Triptorelin wurden 42% der Dosis als unverändertes Triptorelin mit dem

Urin ausgeschieden.

Die Gesamtclearance von Triptorelin beträgt etwa 200 ml/min und die terminale Halbwertszeit 2,8

Stunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Alter: Der Einfluss des Alters auf die Pharmakokinetik von Triptorelin wurde nicht systematisch

untersucht. Die pharmakokinetischen Daten wurden bei jungen, männlichen Versuchpersonen im

Alter von 20 bis 22 Jahren mit einer supraphysiologischen Kreatinin-Clearance (ca. 150 ml/Min)

erhoben. Sie zeigen, dass Triptorelin bei jungen Menschen doppelt so schnell ausgeschieden wird,

was darauf zurückzuführen ist, dass die Kreatinin-Clearance mit dem Alter nachlässt.

Nierenfunktion: Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird das Triptorelin verzögert ausgeschieden.

Die Halbwertszeit lag bei Patienten mit mässiger Niereninsuffizienz bei 6,7 Stunden

(durchschnittliche Kreatinin-Clearance: 40 ml/Min) und bei Patienten mit schwerer

Niereninsuffizienz bei 7,8 Stunden (durchschnittliche Kreatinin-Clearance: 8,9 ml/Min).

Leberfunktion: Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion lag die Halbwertszeit von Pamorelin

bei 7,65 Stunden. Der über den Urin ausgeschiedene nicht-verstoffwechselte Triptorelin-Anteil stieg

bei diesen Patienten auf 62% an. Dies zeigt, dass die Leber für das Ausscheiden von Triptorelin eine

wesentliche Rolle spielt.

Volkszugehörigkeit: Der Einfluss der Ethnizität auf die Pharmakokinetik von Triptorelin wurde nicht

untersucht.

Präklinische Daten

Die akute Toxizität von Triptorelin ist sehr gering. Die beobachteten Effekte resultierten

hauptsächlich aus der Übersteigerung der pharmakologischen Wirkung von Triptorelin.

In Studien zur chronischen Toxizität bei klinisch relevanten Dosen führte Triptorelin zu makro- und

mikroskopischen Veränderungen der Fortpflanzungsorgane bei männlichen Ratten und Hunden.

Diese werden als Reaktion der Unterdrückung der Gonadenfunktion durch die pharmakologische

Aktivität des Wirkstoffes angesehen. Diese Veränderungen gingen während der Erholungsphase

teilweise zurück.

Nach subkutaner Verabreichung von 10 µg/kg an Ratten an den Tagen 6 bis 15 der Gestation

(verglichen mit der klinischen Dosis von 3,75 mg jede 4. Woche beim Menschen) hatte Triptorelin

keine embryotoxische, teratogene oder fetotoxische Wirkung. Bei 100 µg/kg hingegen wurde eine

Verringerung der mütterlichen Gewichtszunahme und ein Ansteigen der Resorption beobachtet.

Triptorelin ist weder in vitro noch in vivo mutagen.

Die Anwendung bei Mäusen zeigte keine onkogene Wirkung von Triptorelin bei einer Dosierung bis

zu 6'000 µg/kg nach 18 Monaten Behandlung.

Eine 23-monatige Kanzerogenitätsstudie bei Ratten zeigte ein fast 100%iges Auftreten gutartiger

Hypophysentumore bei jeder Dosisstufe, die zum frühzeitigen Tod führten. Das erhöhte Vorkommen

von gutartigen Hypophysentumoren bei Ratten ist ein häufig vorkommender Effekt bei der

Behandlung mit LH-RH-Agonisten. Die klinische Relevanz dieser Beobachtung ist nicht bekannt.

Tierexperimentell wurde bei einer Dosis, die ein 8-faches der empfohlenen Dosis beim Menschen

(auf die Körperoberfläche bezogen) beträgt, eine Toxizität während der Organogenese bei Ratten

gezeigt (mütterliche Toxizität und Embryotoxizität). Einzelfälle von Hydroureter wurden bei jungen

Ratten, die im Uterus erhöhten Triptorelin-Dosen ausgesetzt waren, festgestellt.

Im Rahmen der assistierten Reproduktionsmedizin wurde Triptorelin häufig in kontrollierten Studien

zur Suppression der endogenen Gonadotropine und Östrogene eingesetzt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Da keine Verträglichkeitsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Die Anwendung von Triptorelin in therapeutischer Dosis bewirkt eine Unterdrückung des

hypophysären gonadalen Systems. Gewöhnlich normalisiert sich die Funktion nach

Behandlungsende wieder. Resultate von diagnostischen hypophysären gonadalen Funktionstests,

welche während der Behandlung oder 4 bis 12 Wochen nach Abbruch der Behandlung mit LH-RH-

Agonisten durchgeführt werden, können daher irreführend sein.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Zubereitete Suspension: Aus mikrobiologischen Gründen muss das Präparat nach Rekonstitution

sofort verabreicht werden.

Besondere Lagerungshinweise

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Durchstechflasche mit Pulver: Nicht über 25 °C lagern.

Hinweise für die Handhabung

Die Herstellung der Injektionssuspension sollte unmittelbar vor der Injektion erfolgen.

1. Vorbereitung der Injektion

Im Set sind 2 Nadeln enthalten:

- Rekonstitutionsnadel ohne Sicherheitssystem

- Injektionsnadel mit Sicherheitssystem

·Klopfen Sie die eventuell in der Ampullenspitze befindliche Lösung zurück in das Hauptreservoir

der Lösungsmittelampulle.

·Drehen Sie die Nadel ohne Sicherheitssystem auf die Spritze (den Nadelschutz noch nicht

entfernen!).

·Brechen Sie die Lösungsmittelampulle auf (Brechpunkt dem Körper zuwenden).

·Entfernen Sie den Nadelschutz von der

Rekonstitutionsnadel und ziehen Sie das

Lösungsmittel vollständig in die Spritze auf (Abb.

·Legen Sie die Spritze mit dem Lösungsmittel

beiseite.

·Nehmen Sie die Flasche mit dem Pulver. Klopfen

Sie das Pulver, das sich eventuell im oberen Bereich

der Flasche angesammelt hat, zurück auf den

Flaschenboden.

·Entfernen Sie den Kunststoffdeckel von der Flasche.

·Nehmen Sie die Spritze mit dem Lösungsmittel,

durchstechen Sie den Gummistopfen der Flasche und

spritzen Sie das Lösungsmittel langsam und nach

Möglichkeit so in die Flasche, dass es sich

breitflächig am Flaschenrand ergiesst (Abb. B).

·Ziehen Sie die Nadel über den Flüssigkeitsspiegel

und schwenken Sie die Flasche leicht, bis eine

homogene, milchige Injektionssuspension entsteht

(Abb. C).

Fahren Sie damit fort, bis sich das Pulver vollständig

aufgelöst hat und in der Flasche kein Pulver mehr

vorhanden ist.

Achtung: Das Mischen darf nicht durch mehrmaliges

Aufziehen und Entleeren mit der Spritze erfolgen!

·Ziehen Sie nun die Injektionssuspension möglichst

vollständig in die Spritze auf (Abb. D).

·Entfernen Sie die Rekonstitutionsnadel. Drehen Sie

die Injektionsnadel mit Sicherheitssystem auf die

Spritze (fest aufschrauben). Umfassen Sie dabei nur

die farbige Hülse.

·Schieben Sie die Schutzhülse hinter die Nadel in

Richtung Spritzenkörper (Abb. E1). Die Schutzhülse

verbleibt in dieser Position.

·Entfernen Sie den Nadelschutz von der

Injektionsnadel.

·Entfernen Sie die Luft aus der Spritze (Abb. E2).

2. Injektion

·Injizieren Sie die Injektionssuspension relativ

schnell und ohne Absetzen intramuskulär (Abb. F).

3. Nach dem Gebrauch

·Aktivieren Sie das Sicherheitssystem der

Injektionsnadel durch eine der folgenden Methoden:

·Der Sicherheitsschutz sollte mit einer Hand nach

vorne gedrückt werden, um die Nadel zu bedecken

und den Sicherheitsschutz zu schliessen (Abb. G).

Behalten Sie den Zeigefinger oder Daumen immer

hinter der Spitze der Nadel.

ODER

·Drücken Sie den nach unten gerichteten

Sicherheitsschutz auf eine gerade Oberfläche, z.B.

auf den Tisch, um die Nadel zu bedecken und den

Sicherheitsschutz zu schliessen (Abb. H).

·Der Sicherheitsschutz der Injektionsnadel ist

verschlossen, sobald die Spitze der Nadel komplett

bedeckt ist (Abb. I). Vergewissern Sie sich davon

durch hörbare, fühlbare und/oder optische Zeichen.

·Werfen Sie die Nadeln in einen dafür vorgesehenen

Behälter.

·Nur zum einmaligen Gebrauch. Jede nicht

verwendete Suspension muss verworfen werden.

ODER

Zulassungsnummer

52815 (Swissmedic).

Packungen

1 Set enthält:

1 Durchstechflasche mit Pulver mit 3,75 mg Triptorelin,

1 Ampulle mit Lösungsmittel mit 2 ml Wasser für Injektionszwecke,

1 Spritze und 2 Nadeln. (A)

Zulassungsinhaberin

Debiopharm Research & Manufacturing SA, 1920 Martigny.

Stand der Information

April 2016.

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier

21-7-2018

Allergy Alert for Undeclared Milk in Food Lion Brand Dill Pickle Flavored Potato Chips

Allergy Alert for Undeclared Milk in Food Lion Brand Dill Pickle Flavored Potato Chips

Shearer’s Foods, LLC of Massillon, OH is recalling Food Lion brand 7.75 ounce packages of Dill Pickle Flavored Potato Chips because they may contain undeclared milk. People who have an allergy or severe sensitivity to milk run the risk of serious or life-threatening allergic reaction if they consume this product. The recalled Dill Pickle Flavored Potato Chips were distributed to Food Lion stores in NC, SC, GA, PA, KY, VA, TN, DE, MD, and WV between Dec 1st, 2017 and July 19, 2018.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

14-7-2018

Dringende Sicherheitsinformation zu Stamey Needle,Clarke-Reich Laparoscopic Knot Pusher,Endoscopic Introducer/Extractor,Pereyra Ligature Carrier '75,Pereyra-Raz Ligature Carrier von Cook Incorporated / Cook Vascular

Dringende Sicherheitsinformation zu Stamey Needle,Clarke-Reich Laparoscopic Knot Pusher,Endoscopic Introducer/Extractor,Pereyra Ligature Carrier '75,Pereyra-Raz Ligature Carrier von Cook Incorporated / Cook Vascular

Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

14-7-2018

Dringende Sicherheitsinformation zu Pereyra-Raz Ligature Carrier, Pereyra Ligature Carrier '75, Stamey Needle von Cook Incorporated

Dringende Sicherheitsinformation zu Pereyra-Raz Ligature Carrier, Pereyra Ligature Carrier '75, Stamey Needle von Cook Incorporated

Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

30-5-2018

Therios 75 ad us. vet., teilbare Kautabletten

Therios 75 ad us. vet., teilbare Kautabletten

● Die Neuzulassung erfolgte am 30.05.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

7-10-2016

Experts for the European Pharmacopoeia's groups of experts and working parties

Experts for the European Pharmacopoeia's groups of experts and working parties

A very large part of the work related to the drafting of new monographs for the European Pharmacopoeia (EDQM) is carried out by external experts in 75 groups of experts and working parties. Experts for the groups are appointed for a period of three years, and the EDQM is now seeking experts for the period from 2017 to 2019.

Danish Medicines Agency

10-8-2018

IBRANCE® 75/100/125 mg Hartkapseln

Rote - Liste

3-8-2018

Xolair® 75 mg Injektionslösung

Rote - Liste

3-8-2018

Pradaxa® 75 mg Hartkapseln

Rote - Liste

30-7-2018

Amitriptylin-CT 25 mg/75 mg Tabletten

Rote - Liste

26-7-2018

Tafinlar® 50 mg/75 mg Hartkapseln

Rote - Liste

3-7-2018

GONAL-f 75 I.E. (Pulver)

Rote - Liste

11-6-2018

Isentress (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Isentress (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Isentress (Active substance: raltegravir) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3767 of Mon, 11 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/860/T/75

Europe -DG Health and Food Safety

7-6-2018

Pergoveris 150 I.E./75 I.E.

Rote - Liste