Palladia

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Palladia
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Palladia
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Hunde
  • Therapiebereich:
  • Antineoplastische Mittel
  • Anwendungsgebiete:
  • Behandlung von nicht-resektablen, kutanen Mastzelltumoren von Patnaik Grad II (intermediär) oder -III (hochgradig) bei Hunden.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Autorisiert
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/V/C/000150
  • Berechtigungsdatum:
  • 23-09-2009
  • EMEA-Code:
  • EMEA/V/C/000150
  • Letzte Änderung:
  • 24-02-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

+44 (0)20 7418 8416

© European Medicines Agency, 2013. Reproduction is authorised provided the source is acknowledged.

EMEA/V/C/150

Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit

Palladia

Toceranib

Das vorliegende Dokument ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen

Beurteilungsberichts (EPAR), in dem erläutert wird, wie der Ausschuss für Tierarzneimittel

(CVMP) aufgrund der Beurteilung der vorgelegten Unterlagen zu den Empfehlungen bezüglich

der Anwendung des Tierarzneimittels gelangt ist.

Dieses Dokument kann das persönliche Gespräch mit dem Tierarzt nicht ersetzen.

Wenn Sie

weitere

Informationen

über

Gesundheitszustand

oder

Behandlung

Ihres

Tieres

benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt. Wenn Sie weitere Informationen bezüglich

der Grundlage der Empfehlungen des CVMP wünschen, lesen Sie bitte die wissenschaftliche

Diskussion (ebenfalls Teil des EPAR).

Was ist Palladia?

Palladia enthält den Wirkstoff Toceranib, der zu einer Arzneimittelgruppe mit krebshemmender

Aktivität gehören. Es ist als Tabletten erhältlich: 10 mg (blau), 15 mg (orange) und 50 mg (rot).

Wofür wird Palladia angewendet?

Palladia wird zur Behandlung von Hunden mit Mastzellentumoren (einer Art Hautkrebs)

angewendet. Es wird in schweren Fällen (Schweregrad 2 oder 3) angewendet, bei denen die

Tumoren wieder aufgetreten sind und nicht chirurgisch entfernt werden können. Die übliche Dosis

beträgt 3,25 mg/kg Körpergewicht und die Anzahl der zu verabreichenden Tabletten wird sorgfältig

für jeden Hund berechnet. Die Tabletten werden jeden zweiten Tag, mit oder ohne Nahrung

verabreicht. Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Ansprechen des Hundes auf die

Behandlung.

Palladia

Seite 2/3

Wie wirkt Palladia?

Der Wirkstoff in Palladia, Toceranib, ist ein Rezeptor-Tyrosinkinase-Inhibitor. Dies bedeutet, dass

er bestimmte Enzyme blockiert, die als Tyrosinkinasen bezeichnet werden. Diese Enzyme befinden

sich in Mastzellentumoren, wo sie an Wachstum und Ausbreitung der Krebszellen beteiligt sind,

sowie am Wachstum von Blutgefäßen. Durch Blockierung dieser Enzyme kann Palladia dazu

beitragen, das abnorme Zellwachstum einzudämmen und eine weitere Entwicklung dieser Tumorart

zu verhindern.

Wie wurde die Wirksamkeit von Palladia untersucht?

Eine Reihe von Studien wurde an Laborhunden oder tierischen Patienten in Tierarztpraxen oder -

kliniken durchgeführt.

Die Hauptstudie wurde in zwei Phasen an 151 Hunden mit Mastzellentumoren durchgeführt. In

einer ersten Phase (bis zu sechs Wochen) wurde Palladia mit Placebo (einer Scheinbehandlung)

verglichen. Wenn sich die Krankheit verschlechterte, wurde die Behandlung mit Palladia beendet

und der Hund wurde aus der Studie genommen. Nach sechs Wochen (zweite Phase) wurde die

Studie an allen übrigen Hunden fortgesetzt, die Palladia dann für durchschnittlich viereinhalb

Monate erhielten.

Die Behandlung wurde mit der empfohlenen Dosis begonnen, wurde jedoch später bei einigen

Hunden herabgesetzt. Ferner wurde die Behandlung bei einigen Hunden für einige Tage

unterbrochen. Der Hauptindikator für die Wirksamkeit war das „objektive Ansprechen“ (eine

Beurteilung der Veränderung des Tumors während der Behandlung durch einen Tierarzt) und die

Zeitdauer, bis sich der Tumor verschlimmerte.

Welchen Nutzen hat Palladia in diesen Studien gezeigt?

Die objektiven Ansprechraten waren bei den Hunden, die mit Palladia behandelt wurden, nach

sechswöchiger Behandlung höher (37 %) als bei denjenigen Hunden, die mit Placebo behandelt

wurden (8 %). Ein vollständiges Ansprechen (Verschwinden des Tumors) war bei rund 8 % und ein

teilweises Ansprechen (Verkleinerung des Tumors) war bei rund 29 % der Hunde zu verzeichnen,

die mit Palladia behandelt wurden. Bei Hunden, die mit Palladia behandelt wurden, dauerte es

außerdem länger bis sich der Tumor verschlimmerte (im Durchschnitt neun bis zehn Wochen) als

bei den Hunden, die ein Placebo erhielten (durchschnittlich drei Wochen).

Welches Risiko ist mit Palladia verbunden?

Die häufigsten Nebenwirkungen von Palladia sind Durchfall und Erbrechen, Appetitlosigkeit,

Lethargie (Antriebslosigkeit), Neutropenie (geringe Anzahl weißer Blutkörperchen), Schwierigkeiten

beim Gehen (Lahmheit) und Gewichtsverlust. Diese Reaktionen sind in der Regel leicht bis

mittelschwer und vorübergehend. Hunde sollten regelmäßig von einem Tierarzt auf

Nebenwirkungen überwacht werden (zu Beginn der Behandlung sollte dies mindestens ein Mal pro

Woche geschehen). Falls Nebenwirkungen auftreten, könnten Tierärzte entscheiden, die Dosis von

Palladia herabzusetzen oder die Behandlung auszusetzen bzw. zu beenden.

Palladia

Seite 3/3

Palladia darf nicht bei Hunden angewendet werden, die jünger als zwei Jahre sind oder weniger als

3 kg wiegen, trächtig oder laktierend oder für die Zucht bestimmt sind. Es darf nicht bei Hunden

angewendet werden, die möglicherweise überempfindlich (allergisch) gegen Toceranib oder einen

der sonstigen Bestandteile sind. Es darf nicht bei Hunden angewendet werden, die Blutung im

Magen oder Darm haben. Die vollständige Auflistung der Nebenwirkungen oder

Vorsichtsmaßnahmen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen von Personen, die das

Arzneimittel verabreichen oder mit dem Tier in Kontakt kommen,

getroffen werden?

Die Tabletten sind im Ganzen zu verabreichen und sollten nicht geteilt, zerbrochen oder zermahlen

werden. Falls zerbrochene Tabletten oder Erbrochenes, Urin oder Kot von behandelten Hunden mit

Haut oder den Augen in Kontakt kommen, muss der betroffene Bereich sofort mit reichlich Wasser

abgespült werden. Kinder sollten keinen engen Kontakt zu behandelten Hunden oder Kot oder

Erbrochenem von behandelten Hunden haben. Im Falle einer versehentlichen Einnahme von

Palladia ist sofort einen Arzt zurate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett zu zeigen.

Nähere Informationen sind der Packungsbeilage zu entnehmen.

Warum wurde Palladia zugelassen?

Der Ausschuss für Tierarzneimittel (CVMP) gelangte zu dem Schluss, dass die Vorteile von Palladia

zur Behandlung von inoperablen Mastzelltumoren vom Grad II (mittelschwer) oder Grad III (sehr

schwer), rezidivierenden, kutanen Mastzellentumoren bei Hunden gegenüber den Risiken

überwiegen und empfahl, die Genehmigung für das Inverkehrbringen von Palladia zu erteilen. Das

Nutzen-Risiko-Verhältnis ist in Modul 6 dieses EPAR zu finden.

Weitere Informationen über Palladia:

Am 23.09.2009 erteilte die Europäische Kommission eine Genehmigung für das Inverkehrbringen

von Palladia in der gesamten Europäischen Union. Informationen über den Verschreibungsstatus

dieses Arzneimittels finden Sie auf dem Etikett/der äußeren Umhüllung.

Diese Zusammenfassung wurde zuletzt am 06.2013 aktualisiert.

Packungsbeilage

B. PACKUNGSBEILAGE

GEBRAUCHSINFORMATION FÜR

Palladia 10 mg Filmtabletten für Hunde

Palladia 15 mg Filmtabletten für Hunde

Palladia 50 mg Filmtabletten für Hunde

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND,

WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber:

Zoetis Belgium SA

Rue Laid Burniat 1

1348 Louvain-la-Neuve

BELGIEN

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Pfizer Italia s.r.l.

Località Marino del Tronto

63100 Ascoli Piceno (AP)

ITALIEN

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Palladia 10 mg Filmtabletten für Hunde

Palladia 15 mg Filmtabletten für Hunde

Palladia 50 mg Filmtabletten für Hunde

Toceranib

3.

WIRKSTOFF UND SONSTIGE BESTANDTEILE

Eine Filmtablette enthält Toceranibphosphat entsprechend 10 mg, 15 mg oder 50 mg Toceranib als

Wirkstoff.

Eine Tablette enthält außerdem Laktose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat,

hochdisperses Siliziumdioxid und Crospovidon.

Palladia Filmtabletten sind rund und haben einen farbigen Überzug, um das Risiko, mit dem in den

Tabletten enthaltenen Wirkstoff in Kontakt zu kommen, so gering wie möglich zu halten und dem

Anwender zu helfen, die richtige Tablettenstärke zu finden:

Palladia 10 mg: blau

Palladia 15 mg: orange

Palladia 50 mg: rot

4.

ANWENDUNGSGEBIET

Behandlung von nicht resezierbaren rezidivierenden kutanen Mastzelltumoren des Grades II

(mittelgradig) oder III (hochgradig) nach Patnaik bei Hunden.

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht anwenden bei trächtigen oder säugenden Hündinnen oder Zuchttieren.

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der

sonstigen Bestandteile.

Nicht anwenden bei Hunden, die jünger als 2 Jahre sind oder weniger als 3 kg wiegen.

Nicht anwenden bei Hunden mit Magenblutungen (Magen-Darm-Blutungen). Ihr Tierarzt wird Ihnen

sagen, ob dies bei Ihrem Hund der Fall ist.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Die Ergebnisse der klinischen Feldstudie mit 151 Hunden, die mit Palladia oder Placebo behandelt

wurden, zeigten, dass die klinischen Zeichen der Erkrankung (Mastzelltumor) und die

behandlungsbezogenen Nebenwirkungen sehr ähnlich sind.

Einige sehr häufige (bei mehr als 10% der behandelten Hunde beobachtete) Nebenwirkungen, die

unter der Behandlung mit Palladia-Tabletten auftraten, sind Gewichtsabnahme, Durchfall,

Neutropenie (geringe Anzahl weißer Blutkörperchen), blutiger Kot bzw. blutiger Durchfall oder

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Anorexie (Appetitlosigkeit), Lethargie, Erbrechen, Lahmheit

bzw. nicht näher bezeichnete Erkrankungen des Bewegungsapparates, Dehydratation

(Austrocknung), Dermatitis (Hautentzündung), Pruritus (Hautirritationen/Kratzen), Erhöhung der

Alanin-Aminotransferase, Thrombozytopenie (verminderte Blutplättchenzahl), verminderte

Albuminkonzentration, verminderter Hämatokrit.

Weitere Nebenwirkungen, die häufig (bei 1-10% der behandelten Hunde) beobachtet wurden und die

zu starken Beeinträchtigungen führen, sind: Erbrechen, Durchfall, Anorexie (Appetitlosigkeit),

Lethargie, Dehydratation (Austrocknung), Hautnekrose, Fieber, Blut im Kot bzw.blutiger Durchfall

oder Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Zwölffingerdarmgeschwür, Übelkeit, Septikämie

(Blutvergiftung), Gewichtsabnahme, Erhöhung der Alanin-Aminotransferase, verminderter

Hämatokrit.

Andere häufig beobachtete Nebenwirkungen, die zu leichten bis mittelschweren Beeinträchtigungen

führen, waren: Lokalisierte oder diffuse Schmerzen, Übelkeit, Flatulenz (Blähungen), Tachypnoe

(beschleunigte Atmung), Polydipsie (vermehrtes Trinken), Fieber, Erkrankung der Harnwege,

erhöhtes Bilirubin, erhöhtes Kreatinin. Bei einigen Hunden können auch Farbverluste im Bereich der

Nase, Veränderungen der Fellfarbe (kann heller erscheinen), und Haarverluste auftreten.

Die folgenden unerwünschten Ereignisse traten gelegentlich (bei 0,1-1% der behandelten Hunde)

auf:

Schwerwiegende Lahmheiten bzw. nicht näher bezeichnete Erkrankungen des

Bewegungsapparates.

Schwerwiegender Kreislaufschock.

Im Verlauf dieser Studie traten zwei möglicherweise arzneimittelbedingte Todesfälle auf. Der

pathologische Befund zeigte bei einem dieser Hunde einen Gefäßverschluss mit

disseminierter intravasaler Gerinnung (DIC) und eine Pankreatitis

(Bauchspeicheldrüsenentzündung). Der andere Hund starb an den Folgen einer

Magenperforation.

Es gab zwei weitere Todesfälle; ein Zusammenhang mit der Behandlung konnte jedoch nicht

festgestellt werden.

Zwei Hunde entwickelten Nasenbluten, das nicht mit einer Thrombozytopenie (verminderte

Blutplättchenzahl) verbunden war. Ein weiterer Hund entwickelte Nasenbluten bei

gleichzeitig vorliegender disseminierter intravasaler Gerinnung.

Drei Hunde hatten krampfanfallähnliche Reaktionen; ein Zusammenhang mit der Behandlung

konnte jedoch nicht festgestellt werden.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind,

bei Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

ZIELTIERART

Hund

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zum Eingeben.

Die Anfangsdosis beträgt 3,25 mg/kg Körpergewicht jeden zweiten Tag (Einzelheiten siehe

Dosierungstabelle).

Ihr Tierarzt kann die Anzahl der Tabletten für Ihren Hund anpassen, um Nebenwirkungen zu

kontrollieren. Verabreichen Sie deshalb immer die von Ihrem Tierarzt verordnete Dosis, auch wenn

diese von den Angaben in der Dosierungstabelle abweicht.

Die verabreichte Dosis sollte auf der Grundlage der tierärztlichen Untersuchungen festgelegt

werden, die während der ersten 6 Behandlungswochen wöchentlich und anschließend alle 6 Wochen

stattfinden sollten.

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Ansprechen. Im Fall einer stabilen Erkrankung

oder einem teilweisen bzw. vollständigen Rückgang des Tumors sollte die Behandlung fortgesetzt

werden, sofern das Arzneimittel ausreichend gut vertragen wird. Zeigt sich ein Fortschreiten des

Tumors, hat die Behandlung wenig Aussicht auf Erfolg und sollte überdacht werden.

DOSIERUNGSTABELLE: PALLADIA-TABLETTEN: 3,25 mg/kg KÖRPERGEWICHT

Körpergewicht

des Hundes

(k g)

Anzahl Tabletten

10 mg

(blau)

15 mg

(orange)

50 mg

(rot)

5,0* - 5,3

1

5,4 – 6,9

2

7,0 - 8,4

1

plus

1

8,5 - 10,0

2

10,1 - 11,5

2

plus

1

11,6 - 13,0

1

plus

2

13,1 - 14,6

3

14,7 - 16,1

1

16,2 - 17,6

1

plus

3

17,7 - 19,2

1

plus

1

19,3 - 20,7

1

plus

1

20,8 - 23,0

2

plus

1

23,1 - 26,9

2

plus

1

27,0 - 29,9

3

plus

1

30,0 - 32,3

2

32,4 - 34,6

1

plus

2

34,7 - 36,1

1

plus

2

36,2 - 38,4

2

plus

2

38,5 - 43,0

2

plus

2

43,1 - 47,6

3

47,7 - 49,9

1

plus

3

50,0 - 51,5

1

plus

3

51,6 - 53,8

2

plus

3

53,9 - 58,4

2

plus

3

58,5 - 63,0*

4

* Die Anzahl der für Hunde mit einem Körpergewicht von unter 5,0 kg bzw. über 63 kg benötigten

Tabletten ist auf Grundlage des Dosierungsregimes von 3,25 mg/kg zu berechnen.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Die Tabletten können mit oder ohne Futter verabreicht werden.

Die Tabletten müssen ganz verabreicht werden und sollten nicht geteilt, zerbrochen oder zermahlen

werden. Wenn eine zerbrochene Tablette nach dem Kauen vom Hund ausgespuckt wird, sollte sie

entsorgt werden. Zur Verabreichung der richtigen Dosis müssen möglicherweise Tabletten

unterschiedlicher Stärken („Farben”) wie in der Tabelle beschrieben kombiniert werden.

Wenn eine Dosis versäumt wird, sollte die nächste fällige Dosis wie verordnet verabreicht werden.

Sie dürfen die Dosis nicht erhöhen oder verdoppeln. Falls Sie mehr als die verordnete Anzahl an

Tabletten verabreicht haben, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.

Die Hunde sind nach der Gabe aufmerksam zu beobachten, um sicherzustellen, dass alle Tabletten

geschluckt wurden.

Es gibt einige Arzneimittel, die Sie Ihrem Hund während der Behandlung mit Palladia nicht geben

sollten, weil beide zusammen schwerwiegende unerwünschte Wirkungen verursachen können.

Informieren Sie Ihren Tierarzt über alle Arzneimittel, einschließlich nicht verschreibungspflichtiger

Arzneimittel, die Sie Ihrem Hund geben wollen.

Es liegen keine Informationen zu möglichen Kreuzresistenzen mit anderen zytostatischen

Arzneimitteln vor.

10.

WARTEZEIT

Nicht zutreffend.

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Karton angegebenen Verfalldatum nach dem

“Verwendbar bis:“ nicht mehr anwenden.

Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:

Für

alle

Mastzelltumoren,

chirurgisch

behandelt

werden

können,

sollte

chirurgische

Entfernung das Mittel der Wahl sein.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Die behandelten Hunde sollten sorgfältig überwacht werden. Zur Kontrolle von Nebenwirkungen

muss die Dosis unter Umständen gesenkt und / oder die Behandlung unterbrochen werden. Die

Behandlung sollte in den ersten 6 Wochen wöchentlich und anschließend alle 6 Wochen oder in

Abständen, die vom Tierarzt als geeignet angesehen werden, überprüft werden. Ihr Tierarzt muss

unter Umständen Blut- und Urinproben bei Ihrem Hund entnehmen, um entsprechende

Untersuchungen durchzuführen.

Sie sollten die Behandlung mit Palladia sofort beenden und Ihren Tierarzt informieren, wenn

Sie eine der folgenden Veränderungen bei Ihrem Hund beobachten:

Verweigerung der Futteraufnahme

Erbrechen und wässriger Kot (Durchfall), insbesondere, wenn häufiger als zweimal

innerhalb von 24 Sunden

schwarzer, teerartiger Kot

leuchtendrotes Blut im Erbrochenem oder im Kot

unerklärliche Blutergüsse oder Blutungen

oder wenn Ihr Hund andere Veränderungen zeigt, die Sie beunruhigen.

Die Behandlung sollte dauerhaft beendet werden, wenn schwerwiegende Nebenwirkungen trotz

geeigneter unterstützender Maßnahmen und einer Dosisreduktion erneut auftreten oder anhalten.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:Kinder dürfen nicht in Kontakt mit

Palladia kommen. Halten Sie Kinder von Kot, Urin oder Erbrochenem behandelter Hunde

fern.

Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie Palladia generell nicht verabreichen; wenn Sie Ihrem

Hund die Tabletten dennoch geben möchten, sollten Sie besonders vorsichtig sein und die

unten stehenden Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung genau beachten.

Falls Palladia versehentlich von Ihnen oder einem Familienmitglied eingenommen

(verschluckt oder gegessen) wird, ist unverzüglich ärztliche Hilfe zu suchen. Es ist wichtig,

dem behandelnden Arzt ein Exemplar dieser Packungsbeilage zu zeigen. Nach

versehentlicher Einnahme von Palladia kann es zu Magen-Darm-Beschwerden wie

Erbrechen oder Durchfall kommen.

Die folgenden Vorsichtsmaßnahmen für die Handhabung tragen dazu bei, den Kontakt mit dem in

Palladia enthaltenen Wirkstoff für Sie und andere in Ihrem Haushalt lebende Personen möglichst

gering zu halten:

Jede Person, die Palladia an Ihren Hund verabreicht, sollte sich nach der Handhabung der

Tabletten stets die Hände waschen.

Beachten Sie bezüglich der Anwendung der Tabletten Folgendes:

Zerbrechen oder zermahlen Sie die Tabletten nicht.

Verabreichen Sie die Palladia-Tabletten sofort nach der Entnahme aus dem

Blisterstreifen. Lassen Sie die Tabletten nicht herumliegen, so dass ein Kind mit

diesen in Berührung kommen oder diese schlucken könnte.

Legen Sie den Blisterstreifen nach Entnahme einer oder mehrerer Tabletten immer in

die Packung zurück.

Wenn die Palladia-Tabletten im Futter „versteckt“ werden, vergewissern Sie sich,

dass der Hund die gesamte Dosis aufgenommen hat. Dies verringert die Gefahr,

dass Kinder oder andere im Haushalt lebende Personen versehentlich in Kontakt mit

Palladia geraten.

Trächtigkeit, Laktation und Fortpflanzungsfähigkeit:

Nicht anwenden bei trächtigen oder laktierenden Hündinnen oder bei Zuchttieren (siehe Abschnitt 5).

Von anderen antiangiogen wirkenden Antineoplastika ist bekannt, dass sie die embryonale

Sterblichkeit erhöhen und vermehrt fetale Missbildungen verursachen. Da die Angiogenese große

Bedeutung für die embryonale und fetale Entwicklung hat, muss damit gerechnet werden, dass ihre

Hemmung nach Verabreichung von Palladia zu unerwünschten Wirkungen auf die Trächtigkeit der

Hündin führt.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Es wurden keine Wechselwirkungsstudien mit Toceranib durchgeführt. Es liegen keine

Informationen über mögliche Kreuzresistenzen mit anderen zytostatischen Arzneimitteln vor.

Da Toceranib wahrscheinlich weitestgehend durch Metabolisierung in der Leber eliminiert wird,

sollte die Kombination mit anderen Substanzen, die in der Lage sind, Leberenzyme zu induzieren

oder zu hemmen, mit Vorsicht erfolgen.

Es ist nicht bekannt, in welchem Maß Toceranib die Elimination anderer Substanzen beeinflusst.

Aufgrund eines erhöhten Risikos für gastrointestinale Ulzeration oder Perforation ist bei der

gleichzeitigen Anwendung von Palladia und nichtsteroidalen Antiphlogistika Vorsicht geboten.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):

Zeichen von Überdosierung wurden in einer Toxizitätsstudie an gesunden erwachsenen Hunden

beobachtet. Die Tiere erhielten in dieser Studie über einen Zeitraum von 13 aufeinanderfolgenden

Wochen ohne Behandlungsunterbrechung jeden zweiten Tag eine Toceranib-Dosis von 2 mg/kg,

4 mg/kg oder 6 mg/kg Körpergewicht. Toceranib wurde in einer Dosierung von 2 mg/kg gut

vertragen. Bei 4 mg/kg wurden bei einigen Hunden Nebenwirkungen beobachtet, so dass ein

NOAEL nicht ermittelt werden konnte.

Hunde in der Gruppe mit 6 mg/kg jeden zweiten Tag zeigten die meisten unerwünschten Reaktionen,

darunter verminderte Futteraufnahme und Gewichtsabnahme. Vereinzelt auftretende dosisabhängige

Lahmheit, Steifheit, Schwäche und Schmerzen in den Extremitäten besserten sich ohne Behandlung.

Es traten dosisabhängige Anämie, Neutropenie und Eosinopenie auf. Zwei Hunde (6 mg/kg) wurden

nach etwa drei Wochen wegen behandlungsbedingter klinischer Toxizität euthanasiert, die mit

verminderter Futteraufnahme und Meläna begann und zu Anorexie, Gewichtsabnahme und

Hämatochezie (Blut im Kot) führte.

Zielorgane der toxischen Wirkungen sind vor allem der Gastrointestinaltrakt, das Knochenmark, die

Gonaden und der Bewegungsapparat.

Bei Auftreten von unerwünschten Reaktionen infolge hoher Dosierung ist die Behandlung bis zum

Abklingen der Symptome abzusetzen und anschließend mit der empfohlenen therapeutischen Dosis

wieder aufzunehmen.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Maßnahmen

dienen dem Umweltschutz.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel finden Sie auf der Website der Europäischen

Arzneimittel-Agentur unter http://www.ema.europa.eu/

15.

WEITERE ANGABEN

Karton mit vier kindergesicherten Alu-PVC- Blisterpackungen.

Ein Blister enthält 5 Tabletten.

Die Filmtabletten sind in drei unterschiedlichen Wirkstärken erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit

dem örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien

Zoetis Belgium SA

Tél/Tel.: +32 (0) 800 99 189

Lietuva

Oriola Vilnius UAB

Tel: +370 610 05088

Република България

Zoetis Belgium SA

Teл: +359 2 4775791

Luxembourg/ Luxemburg

Zoetis Belgium SA

Tél/Tel.: +352 8002 4026

Česká republika

Zoetis Česká republika, s.r.o.

Tel: +420 257 101 111

Magyarország

Zoetis Hungary Kft.

Tel: +361 224 5222

Danmark

Orion Pharma Animal Health

Tlf: +45 86 14 00 00

Malta

Agrimed Limited

Tel: +356 21 465 797

Deutschland

Zoetis Deutschland GmbH

Tel: +49 30 330063 0

Nederland

Zoetis B.V.

Tel: +31 (0)10 714 0900

Eesti

Oriola Vilnius UAB

Tel: +370 610 05088

Norge

Orion Pharma Animal Health

Tlf: +47 40 00 41 90

Ελλάδα

Zoetis Hellas S.A.

Τηλ.: +30 210 6791900

Österreich

Zoetis Österreich GmbH

Tel: +43 1 2701100 110

España

Zoetis Spain, S.L.

Tel: +34 91 4191900

Polska

Zoetis Polska Sp. z o.o.

Tel: +48 22 2234800

France

Zoetis France

Tél: +33 (0)810 734 937

Portugal

Zoetis Portugal, Lda.

Tel: +351 21 042 72 00

Hrvatska

Zoetis B.V., Podružnica Zagreb za promidžbu

Tel: +385 1 644 1460

România

Zoetis România S.R.L.

Tel: +4021 202 3083

Ireland

Zoetis Belgium SA

Tel: +353 (0) 1 256 9800

Slovenija

Zoetis B.V., Podružnica Zagreb za promidžbu

Tel: +385 1 644 1460

Ìsland

Icepharma hf.

Sími: +354 540 80 00

Slovenská republika

Zoetis Česká republika, s.r.o.

Tel: +420 257 101 111

Italia

Zoetis Italia S.r.l.

Tel: +39 06 3366 8133

Suomi/Finland

Zoetis Finland Oy

Puh/Tel: +358 (0)9 4300 40

Kύπρος

Zoetis Hellas S.A.

Τηλ.: +30 210 6791900

Sverige

Orion Pharma Animal Health

Tel: +46 (0)8 623 64 40

Latvija

Oriola Vilnius UAB

Tel: +370 610 05088

Zoetis UK Limited

Tel: +44 (0) 845 300 8034

Besondere Informationen für den Tierarzt

Die behandelten Hunde sollten sorgfältig überwacht werden. Zur Kontrolle von Nebenwirkungen

muss die Dosis unter Umständen gesenkt und/ oder die Behandlung unterbrochen werden. Die

Behandlung sollte in den ersten 6 Wochen wöchentlich und anschließend alle 6 Wochen oder in

Abständen, die vom Tierarzt als geeignet angesehen werden, überprüft werden. Bei der Überprüfung

sollten auch die vom Hundebesitzer beschriebenen klinischen Anzeichen bewertet werden.

Um die Tabelle zur Dosisanpassung korrekt anwenden zu können, empfiehlt es sich, vor und etwa

einen Monat nach Beginn der Behandlung ein großes Blutbild anzufertigen sowie eine blutchemische

und eine Harnuntersuchung durchzuführen; anschließend sollten diese Untersuchungen in Abständen

von etwa 6 Wochen oder wie vom Tierarzt festgelegt erfolgen. Die regelmäßige Überwachung der

Laborwerte sollte im Zusammenhang mit den klinischen Krankheitszeichen, dem Zustand des Tieres

sowie den Laborbefunden früherer Besuche erfolgen.

Die Verträglichkeit von Palladia wurde bei Hunden mit Mastzelltumor, die die folgenden Laborwerte

aufwiesen, untersucht:

Absolute Neutrophilenzahl >1500/Mikroliter

Hämatokrit >25%

Thrombozytenzahl >75 000/Mikroliter

ALT oder AST <3-fach des oberen Normwertes

Bilirubin <1,25-fach des oberen Normwertes

Kreatinin <2,5 mg/dl

Blut-Harnstoff-Stickstoff <1,5-fach des oberen Normwertes

Palladia kann eine vaskuläre Dysfunktion verursachen, die zu Ödemen und Thromboembolien

einschließlich Thromboembolien der Lunge führen kann Die Behandlung ist bis zur Normalisierung

des klinischen Zustands und der Laborwerte zu unterbrechen. Die Behandlung ist mindestens 3 Tage

vor einem chirurgischen Eingriff abzusetzen, um die Stabilität des Gefäßsystems zu gewährleisten.

Bei Vorliegen einer systemischen Mastozytose sind vor Beginn der Behandlung mit Palladia die

üblichen Vorsorgemaßnahmen zu treffen (z. B. H1- und H2-Blocker), um eine klinisch bedeutsame

Mastzelldegranulation und damit verbundene, möglicherweise schwerwiegende systemische

Nebenwirkungen zu verhindern oder zu minimieren.

Unter Therapie mit Palladia traten Fälle von Durchfall oder gastrointestinalen Blutungen auf. Diese

können schwerwiegend sein und bedürfen einer sofortigen Behandlung. Je nach Schweregrad der

klinischen Zeichen können Behandlungsunterbrechungen und Dosisreduktionen erforderlich sein.

In seltenen Fällen ist es bei mit Palladia behandelten Hunden zu schwerwiegenden und teilweise

tödlichen gastrointestinalen Komplikationen einschließlich gastrointestinaler Perforation gekommen.

Bei Verdacht auf eine gastrointestinale Ulzeration ist unabhängig davon, ob diese durch Palladia oder

eine Degranulation des Mastzelltumors verursacht wurde, die Verabreichung von Palladia

einzustellen und eine geeignete Behandlung einzuleiten.

Toceranib wird in der Leber metabolisiert und sollte in Anbetracht des Fehlens von Studien zu den

Auswirkungen einer Nieren- oder Leberfunktionsstörung bei leberkranken Hunden mit Vorsicht

angewendet werden.

Die Behandlung sollte dauerhaft beendet werden, wenn schwerwiegende Nebenwirkungen trotz

geeigneter unterstützender Maßnahmen und einer wie in der folgenden Tabelle beschriebenen

Dosisreduktion erneut auftreten oder anhalten.

Dosisanpassung auf Grundlage von klinischen Zeichen/Symptomen

Klinische Zeichen / Symptome

Dosisanpassung*

Anorexie

<50% Futteraufnahme ≥2 Tage

Behandlung unterbrechen, Futter umstellen ± unterstützende

Maßnahmen ergreifen, bis sich die Futteraufnahme bessert.

Anschließend die Dosis um 0,5 mg/kg Körpergewicht

reduzieren.

Diarrhoe

<4-mal wässriger Kot/Tag über

weniger als 2 Tage oder weicher Kot

Dosis beibehalten und unterstützende Maßnahmen ergreifen

>4-mal wässriger Kot/Tag oder über

mindestens 2 Tage

Behandlung unterbrechen, bis geformter Kot abgesetzt wird

und unterstützende Maßnahmen ergreifen. Anschließend die

Dosis um 0,5 mg/kg Körpergewicht reduzieren.

Gastrointestinale Blutung

Frisches Blut im Kot oder

schwarzer, teerartiger Kot länger als

>2 Tage oder deutlich sichtbare

Beimischungen von Blut oder

Blutgerinnseln im Kot

Behandlung unterbrechen und unterstützende Maßnahmen

ergreifen, bis alle klinischen Zeichen von Blut im Kot

verschwunden sind. Anschließend die Dosis um 0,5 mg/kg

Körpergewicht reduzieren.

Hypoalbuminämie (Albumin)

Albumin <1,5 g/dl

Behandlung unterbrechen, bis der Wert über 1,5 g/dl liegt

und die klinischen Zeichen normal sind. Anschließend die

Dosis um 0,5 mg/kg Körpergewicht reduzieren.

Neutropenie (Neutrophilenzahl)

>1000/mcl

Dosis beibehalten

≤1000/mcl oder neutropenisches

Fieber oder Infektion

Behandlung unterbrechen, bis der Wert über 1000/mcl liegt

und die klinischen Zeichen normal sind. Anschließend die

Dosis um 0,5 mg/kg Körpergewicht reduzieren.

Anämie (Hämatokrit)

>26%

Dosis beibehalten

≤26%

Behandlung unterbrechen, bis der Wert über 26% liegt.

Anschließend die Dosis um 0,5 mg/kg Körpergewicht

reduzieren.

Hepatische Toxizität (ALT, AST)

>1- –3-fach des oberen Normwertes

Dosis beibehalten; falls eingesetzt, sind hepatotoxische

Arzneimittel abzusetzen.

>3-fach des oberen Normwertes

Behandlung unterbrechen, bis der Wert bei oder unter dem

3-fachen des oberen Normwertes liegt, falls eingesetzt, sind

hepatotoxische Arzneimittel abzusetzen. Anschließend die

Dosis um 0,5 mg/kg Körpergewicht reduzieren.

Renale Toxizität (Kreatinin)

<1,25-fach des oberen Normwertes

Dosis beibehalten

≥1,25-fach des oberen Normwertes

Behandlung unterbrechen, bis der Wert unter dem 1,25-

fachen des oberen Normwertes liegt. Anschließend die Dosis

um 0,5 mg/kg Körpergewicht reduzieren.

Gleichzeitig auftretende Anämie, Azotämie, Hypoalbuminämnie und Hyperphosphatämie

Behandlung für 1 bis 2 Wochen unterbrechen, bis die Werte sich gebessert haben und die

Albuminkonzentration oberhalb von 2,5 g/dl liegt. Anschließend die Dosis um 0,5 mg/kg

Körpergewicht reduzieren.

*Eine Reduktion der Dosis um 0,5 mg/kg Körpergewicht entspricht einer Reduktion von 3,25 mg/kg

Körpergewicht auf 2,75 mg/kg Körpergewicht oder von 2,75 mg/kg Körpergewicht auf 2,25 mg/kg

Körpergewicht. Die Dosis sollte nicht weniger als 2,2 mg/kg Körpergewicht betragen.