Oxyfluke

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Oxyfluke 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Oxyfluke 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 838127
  • Berechtigungsdatum:
  • 19-01-2018
  • Letzte Änderung:
  • 01-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION

Oxyfluke 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe

1.

NAME

UND

ANSCHRIFT

DES

ZULASSUNGSINHABERS

UND,

WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber und Hersteller, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist:

Norbrook Laboratories Limited

Station Works

Newry

Co. Down

BT35 6JP

Nordirland

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Oxyfluke 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe

Oxyclozanid

3.

WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

1 ml Suspension enthält:

Wirkstoff:

Oxyclozanid

34,0

Sonstige Bestandteile:

Methyl-4-Hydroxybenzoat

Propyl-4-Hydroxybenzoat

0,15

Natriummetabisulfit

Weiße bis beigefarbene Suspension.

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Zur Behandlung der chronischen Fascioliasis verursacht durch Befall mit adulten Fasciola hepatica,

die empfindlich gegenüber Oxyclozanid sind.

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Oxyclozanid oder

einem der sonstigen Bestandteile.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Bei empfohlener Dosierung von Oxyclozanid können Rinder etwas weicheren Kot aufweisen, wobei

gelegentlich die Tiere häufigeren Kotabsatz und vorübergehende Inappetenz zeigen.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei

Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie

dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

ZIELTIERART(EN)

Rind, Schaf

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zum Eingeben mit Hilfe einer Drenchpistole. Vor Gebrauch die Suspension gut aufschütteln.

Rind:

Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg Oxyclozanid/kg Körpergewicht, entsprechend einer Dosierung

von 3 ml des Tierarzneimittels pro 10 kg Körpergewicht.

Rind - Körpergewicht (kg)

Dosis (ml)

≥ 350

Oxyfluke sollte mit einer Drenchpistole verabreicht werden. Es kann auch bei Rindern, die einzeln

gefüttert werden, mit dem Futter verabreicht werden. Gießen Sie die zu verabreichende Menge an

Suspension auf das Futter. Melasse oder Salz kann bei scheuen Rindern zugegeben werden.

Schaf:

Die empfohlene Dosis beträgt 15 mg Oxyclozanid/kg Körpergewicht, entsprechend einer Dosierung

von 4,5 ml des Tierarzneimittels pro 10 kg Körpergewicht.

Schaf - Körpergewicht (kg)

Dosis (ml)

13,5

18,0

≥ 45

20,0

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Zum Eingeben mit Hilfe einer Drenchpistole. Vor Gebrauch die Suspension gut aufschütteln.

Um eine korrekte Dosierung sicherzustellen, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich bestimmt

und die Genauigkeit der Dosiervorrichtung überprüft werden.

Befolgen Sie den Anweisungen des Herstellers für die Einstellung der Drenchpistole, um eine genaue

Dosierung zu erzielen, sowie für die Wartung der Applikators nach Gebrauch.

Wenn die Tiere gemeinsam und nicht individuell behandelt werden, sollten sie, um eine Unter- oder

Überdosierung zu vermeiden, entsprechend ihrem Körpergewicht in Gruppen eingeteilt und dosiert

werden.

10.

WARTEZEIT(EN)

Rind:

Essbare Gewebe: 13 Tage

Milch: 108 Stunden (4,5 Tage)

Schaf:

Essbare Gewebe: 14 Tage

Milch: 7 Tage

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Vor Licht schützen.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis nach „EXP“ angegebenen Verfalldatum

nicht mehr anwenden.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 6 Monate

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:

Bei üblicher Dosierung ist Oxyclozanid nicht wirksam gegen unreife Trematoden im Lebergewebe.

Milchküche,

insbesondere

Hochleistungskühe,

können

innerhalb

eines

Zeitraumes

ungefähr

48 Stunden nach der Behandlung eine um 5% oder mehr verminderte Leistung aufweisen. Die

Auswirkung dieses geringen Verlustes kann durch die Verteilung der Herdenbehandlung über einen

Zeitraum von etwa einer Woche minimiert werden.

Folgende Situationen sollten vermieden werden, da diese zur Erhöhung der Resistenz und letztendlich

zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können:

Zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzklasse über einen

längeren Zeitraum.

Unterdosierung, verursacht durch Unterschätzung des Körpergewichts, falsche Verabreichung des

Tierarzneimittels oder durch mangelhafte Kalibrierung der Dosiervorrichtung (falls vorhanden).

Bei Verdacht auf Anthelminthika-Resistenz sollten weiterführende Untersuchungen mit geeigneten

Tests (z. B. Eizahlreduktionstest) durchgeführt werden. Falls die Testergebnisse deutlich auf die

Resistenz gegenüber einem bestimmten Anthelminthikum hinweisen, sollte ein Anthelminthikum aus

einer anderen Substanzklasse und mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus Verwendung finden.

Bisher

wurden

keine

Resistenzen

gegenüber

Oxyclozanid

berichtet.

Anwendung

Tierarzneimittels sollte unter Berücksichtigung

lokaler (regional, betrieblich) epidemiologischer

Erhebungen zur Empfindlichkeit von Nematoden sowie Empfehlungen zur Eindämmung

weiterer

Resistenzen von Anthelminthika erfolgen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Die Verabreichung des Tierarzneimittels mit Hilfe der Dosierpistole sollte vorsichtig erfolgen, um eine

Verletzung in der Maul- oder Rachenhöhle zu vermeiden.

Die physische Kondition der zu behandelnden Tiere muss immer ausreichend beachtet werden,

insbesondere bei Tieren im fortgeschrittenen Stadium der Trächtigkeit und/oder Tieren, die infolge

schlechter Wetterbedingungen, Ernährung, Haltung, schlechtem Umgang usw. unter Stress stehen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Dieses Tierarzneimittel kann Haut-, Augen- und Schleimhautreizungen hervorrufen.

Bei versehentlichem Kontakt sollte die betroffene Stelle sofort mit reichlich Wasser abgespült werden.

Kontaminierte Kleidung sollte schnellst möglich gewechselt werden.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Während der Anwendung undurchlässige Handschuhe tragen.

Während der Handhabung des Tierarzneimittels nicht essen, trinken oder rauchen.

Personen

bekannter

Überempfindlichkeit

gegenüber

Oxyclozanid

oder

einem

sonstigen

Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen:

Oxyclozanid-haltige Faeces, die von behandelten Tieren auf einer Weide ausgeschieden werden,

können die Anzahl von Dungorganismen reduzieren. Dies kann einen negativen Einfluss auf den

Dungabbau haben. Nach der Behandlung werden potentiell toxische Dosen von Oxyclozanid über

einen Zeitraum von bis zu 8 Tagen über die Faeces ausgeschieden.

Oxyclozanid ist giftig für Dungfauna und Wasserorganismen. Das Risiko für aquatische Ökosysteme

und Dungfauna kann durch die Vermeidung einer zu häufigen und wiederholten Anwendung von

Oxyclozanid bei Rindern reduziert werden. Das Risiko für aquatische Ökosysteme kann weiter

reduziert werden, indem die behandelten Rinder fünf Tage nach der Behandlung von Gewässern fern

gehalten werden.

Trächtigkeit und Laktation:

Das Tierarzneimittel kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Keine bekannt.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):

Symptome einer Oxyclozanid-Überdosierung können allgemeine Schwäche und weicher Kot

Schafen

etwaiger

Durchfall,

Inappetenz

Gewichtsverlust

Rindern

sein.

Diese

Nebenwirkungen

können

gelegentlich

Tieren

schweren

Lebererkrankungen

und/oder

Dehydratation zum Zeitpunkt der Behandlung verstärkt sein. Bei höheren Überdosierungen nimmt der

Schweregrad der Symptome zu und Dosierungen ab 50 mg/kg können zum Tod führen.

Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen

Tierarzneimitteln gemischt werden.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Oxyfluke darf nicht in Gewässer gelangen, da es eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen

darstellen kann.

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie

Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Maßnahmen dienen

dem Umweltschutz.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Jänner 2018

15.

WEITERE ANGABEN

Packungsgrößen:

Weiße

hochdichte

Polyethylen-Rucksäcke

weißen

Polypropylen-

Schraubverschlüssen.

1 x 1 L im Karton

1 x 2,5 l im Karton

1 x 5 L im Karton

2 x 5 L im Karton

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Zul.-Nr.: ….