Oxycaloxon

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Oxycaloxon 10 mg/5 mg Retardtabletten
  • Darreichungsform:
  • Retardtablette
  • Zusammensetzung:
  • Oxycodonhydrochlorid (Ph.Eur.) 10.mg; Naloxonhydrochlorid-Dihydrat 5.45mg
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Oxycaloxon 10 mg/5 mg Retardtabletten
    Deutschland
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
  • Zulassungsnummer:
  • 97503.00.00
  • Letzte Änderung:
  • 11-04-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Oxycaloxon

®

10 mg/5 mg; - 20 mg/10 mg;

- 40 mg/20 mg Retardtabletten

1.

BEZEICHNUNG

DES

ARZNEIMITTELS

Oxycaloxon

10 mg/5 mg Retardtabletten

Oxycaloxon

20 mg/10 mg Retardtabletten

Oxycaloxon

40 mg/20 mg Retardtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATI-

VE ZUSAMMENSETZUNG

10 mg/5 mg Retardtabletten:

Jede Retardtablette enthält 10 mg Oxyco-

donhydrochlorid

(entsprechend

Oxycodon) und 5 mg Naloxonhydrochlorid

(als

5,45

Naloxonhydrochlorid-

Dihydrat, entsprechend 4,5 mg Naloxon).

20 mg/10 mg Retardtabletten:

Jede Retardtablette enthält 20 mg Oxyco-

donhydrochlorid

(entsprechend

Oxycodon) und 10 mg Naloxonhydrochlo-

(als

10,9

Naloxonhydrochlorid-

Dihydrat, entsprechend 9 mg Naloxon).

40 mg/20 mg Retardtabletten:

Jede Retardtablette enthält 40 mg Oxyco-

donhydrochlorid

(entsprechend

Oxycodon) und 20 mg Naloxonhydrochlo-

(als

21,8

Naloxonhydrochlorid-

Dihydrat, entsprechend 18 mg Naloxon).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wir-

kung:

Jede

mg/5

Retardtablette

enthält

66,45 mg Lactose (als Monohydrat).

Jede 20 mg/10 mg Retardtablette enthält

51,78 mg Lactose (als Monohydrat).

Jede 40 mg/20 mg Retardtablette enthält

103,78 mg Lactose (als Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Be-

standteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Retardtablette

Oxycaloxon 10 mg/5 mg Retardtabletten:

Weiße, ovale, leicht bikonvexe filmüberzo-

gene Retardtabletten, mit einer gravierten

„10“ auf einer Seite der Tablette (Abmes-

sungen: 9,5 mm x 4,5 mm).

Oxycaloxon 20 mg/10 mg Retardtabletten:

Hellrosa, ovale, leicht bikonvexe filmüber-

zogene Retardtabletten mit einer gravierten

„20“ auf einer Seite der Tablette (Abmes-

sungen: 9,5 mm x 4,5 mm).

Oxycaloxon 40 mg/20 mg Retardtabletten:

Bräunlich-gelbe, kapselförmige, leicht bi-

konvexe

filmüberzogene

Retardtabletten

mit einer gravierten „40“ auf einer Seite der

Tablette

(Abmessungen:

14,0

mm).

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Starke

Schmerzen,

Opioid-

Analgetika ausreichend behandelt werden

können.

Der Opioidantagonist Naloxon ist enthal-

ten, um einer Opioid-induzierten Obstipati-

on entgegenzuwirken, indem er die Wir-

kung des Oxycodons an den Opioidrezepto-

ren lokal im Darm blockiert.

Oxycaloxon wird angewendet bei Erwach-

senen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Analgesie

analgetische

Wirksamkeit

Oxycaloxon

entspricht

Oxyco-

donhydrochlorid in retardierter Form.

Die Dosierung ist an die Schmerzintensität

und an die individuelle Empfindlichkeit des

Patienten anzupassen. Es gelten folgende

allgemeine

Dosierungsempfehlungen

für

Oxycaloxon:

Erwachsene

übliche

Anfangsdosis

für

nicht-

opioidgewöhnte Patienten beträgt 10 mg/5

Oxycodonhydrochlo-

rid/Naloxonhydrochlorid alle 12 Stunden.

Es sind niedrigere Wirkstärken verfügbar,

um die Dosistitration bei der Einleitung der

Opioidtherapie zu ermöglichen und für die

individuelle Dosisanpassung.

Patienten, die bereits Opioide erhalten ha-

ben,

können

unter

Berücksichtigung

vorherigen Opioidbedarfs die Therapie mit

Oxycaloxon in einer höheren Dosis begin-

nen.

Die Tageshöchstdosis von Oxycaloxon be-

trägt 160 mg Oxycodonhydrochlorid und

80 mg Naloxonhydrochlorid. Diese Tages-

höchstdosis wird nur für Patienten empfoh-

len, die zuvor bereits eine Dauertherapie

mit Oxycaloxon erhalten haben und nun ei-

ne höhere Dosis benötigen.

Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion und bei Pa-

tienten mit geringfügig beeinträchtigter Le-

berfunktion

geboten,

wenn

eine

erhöhte

Dosis in Erwägung gezogen wird. Für Pati-

enten,

höhere

Dosierungen

Oxycaloxon benötigen, sollte im gleichen

Zeitschema die zusätzliche Gabe von retar-

diertem

Oxycodonhydrochlorid

erwogen

werden, wobei die Tageshöchstdosis von

400 mg Oxycodonhydrochlorid zu berück-

sichtigen ist. Im Falle einer zusätzlichen

Gabe von Oxycodonhydrochlorid, kann der

günstige Einfluss von Naloxonhydrochlorid

auf die Darmtätigkeit beeinträchtigt wer-

den.

Nach

Absetzen

Therapie

Oxycaloxon mit anschließendem Wechsel

auf ein anderes Opioid ist mit einer Ver-

schlechterung der Darmfunktion zu rech-

nen.

Einige Patienten, die Oxycaloxon nach ei-

nem festen Zeitschema erhalten, benötigen

schnell

freisetzende

Analgetika

darfsmedikation zur Therapie von Durch-

bruchschmerzen. Oxycaloxon ist eine retar-

dierte Formulierung und daher für die Be-

handlung von Durchbruchschmerzen nicht

vorgesehen.

Für

Behandlung

Durchbruchschmerzen sollte eine Einzeldo-

sis der Bedarfsmedikation ungefähr 1/6 der

entsprechenden

Tagesdosis

Oxyco-

donhydrochlorid betragen. Wird eine Be-

darfsmedikation häufiger als zweimal pro

Tag benötigt, ist dies üblicherweise ein An-

zeichen dafür, dass eine Dosiserhöhung von

Oxycaloxon erforderlich ist. Diese Anpas-

sung sollte zweimal täglich alle 1-2 Tage

erfolgen. Das Ziel ist eine patientenspezifi-

sche zweimal tägliche Dosierung, die eine

adäquate Analgesie mit so wenig Bedarfs-

medikation wie möglich so lange aufrecht-

erhält, wie eine Schmerztherapie notwendig

ist.

Oxycaloxon wird in der ermittelten Dosie-

rung

zweimal

täglich

nach

einem

festen

Zeitschema

eingenommen.

Obwohl

gleichmäßige Gabe (gleiche Dosis morgens

und abends) nach einem festen Zeitschema

(alle 12 Stunden) für die Mehrzahl der Pati-

enten angemessen ist, kann es für einige

Patienten von Vorteil sein - in Abhängig-

keit von der individuellen Schmerzsituation

- die Dosis ungleich zu verteilen. Im All-

gemeinen

sollte

kleinste

analgetisch

wirksame Dosis gewählt werden.

Behandlung

Nicht-

Tumorschmerzen

sind

Tagesdosierungen

mg/20

Oxycodonhydrochlo-

rid/Naloxonhydrochlorid

Allgemeinen

ausreichend;

höhere

Dosierungen

können

jedoch erforderlich sein.

Für

Dosierungen,

dieser

Stärke

nicht realisierbar sind, stehen andere Stär-

ken dieses Arzneimittels zur Verfügung.

Dauer der Anwendung

Oxycaloxon sollte nicht länger als unbe-

dingt notwendig angewendet werden. Falls

mit Blick auf die Art und Schwere der Er-

krankung

eine

Langzeitbehandlung

erfor-

derlich ist, ist eine sorgfältige und regelmä-

ßige Überwachung notwendig, um festzu-

stellen, ob und in welchem Ausmaß eine

Fachinformation

Oxycaloxon

®

10 mg/5 mg; - 20 mg/10 mg;

- 40 mg/20 mg Retardtabletten

weitere Behandlung erforderlich ist.

Analgesie

Wenn

Patient

keine

Opioid-Therapie

mehr

benötigt,

sollte

Therapie

aus-

schleichend

beendet

werden

(siehe

schnitt 4.4).

Ältere Patienten

Wie bei jüngeren Erwachsenen sollte die

Dosierung an die Schmerzintensität und an

die individuelle Empfindlichkeit des Pati-

enten angepasst werden.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

In einer klinischen Studie wurde gezeigt,

dass die Plasmaspiegel von Oxycodon und

Naloxon bei Patienten mit Leberfunktions-

störungen erhöht waren. Der Naloxonplas-

maspiegel war dabei stärker erhöht als der

von Oxycodon (siehe Abschnitt 5.2). Die

klinische Relevanz des relativ hohen Na-

loxonplasmaspiegels bei Patienten mit Le-

berfunktionsstörungen ist bisher nicht be-

kannt.

Patienten

leichter

Leber-

funktionsstörung

Anwendung

von Oxycaloxon Vorsicht geboten (siehe

Abschnitt 4.4). Bei Patienten mit mittel-

schwerer bis schwerer Leberfunktionsstö-

rung ist Oxycaloxon kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3).

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

In einer klinischen Studie wurde gezeigt,

dass die Plasmaspiegel von Oxycodon und

Naloxon bei Patienten mit Nierenfunktions-

störungen

erhöht

waren

(siehe

Abschnitt

5.2). Der Naloxonplasmaspiegel war dabei

stärker erhöht als der von Oxycodon. Die

klinische Relevanz des relativ hohen Na-

loxonplasmaspiegels bei Patienten mit Nie-

renfunktionsstörungen ist bisher nicht be-

kannt. Bei Patienten mit Nierenfunktions-

störungen

Anwendung

Oxycaloxon Vorsicht geboten (siehe Ab-

schnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Sicherheit

Wirksamkeit

Oxycaloxon bei Kindern und Jugendlichen

unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen

keine Daten vor.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Oxycaloxon wird in der festgelegten Dosie-

rung

zweimal

täglich

nach

einem

festen

Zeitschema eingenommen.

Retardtabletten

können

entweder

den Mahlzeiten oder unabhängig davon mit

ausreichend Flüssigkeit eingenommen wer-

den.

Oxycaloxon

Retardtabletten

müssen

im Ganzen geschluckt werden und dürfen

nicht zerteilt, zerbrochen, zerkaut oder zer-

rieben werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit

gegen

Wirk-

stoffe oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile

Jegliche Situationen, in denen Opioide

kontraindiziert sind,

Schwere Atemdepression mit Hypoxie

und/oder Hyperkapnie,

Schwere

chronisch

obstruktive

Lun-

generkrankung,

Cor pulmonale,

Schweres Bronchialasthma,

Nicht

Opioid-bedingter

paralytischer

Ileus,

Mittschwere

schwere

Leberfunkti-

onsstörung.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vor-

sichtsmaßnahmen für die Anwendung

Das Hauptrisiko einer Opioidüberdosierung

ist eine Atemdepression.

Vorsicht ist geboten bei der Anwendung

Oxycaloxon

älteren

oder

schwächten

Patienten,

Patienten

Opioid-bedingtem paralytischem Ileus, bei

Patienten

schwerer

Beeinträchtigung

Lungenfunktion,

Patienten

Schlafapnoe,

Myxödem,

Hypothyreose,

Addisonscher

Krankheit

(Nebennierenrin-

den-Insuffizienz),

Intoxikations-Psychose,

Cholelithiasis, Prostatahypertrophie, Alko-

holismus,

Delirium

tremens,

Pankreatitis,

Hypotonie,

Hypertonie,

vorbestehenden

Herzkreislauferkrankungen,

Kopfverlet-

zungen (aufgrund des Risikos von erhöh-

tem Hirndruck), Epilepsie oder Prädisposi-

tion zu Krampfanfällen oder bei Patienten,

die MAO-Hemmer einnehmen.

Vorsicht ist auch geboten bei der Anwen-

dung

Oxycaloxon

Patienten

leichter

Leberfunktionsstörung

oder

Nierenfunktionsstörung.

Eine

sorgsame

medizinische Überwachung ist insbesonde-

re bei Patienten mit schwerer Nierenfunkti-

onsstörung notwendig.

Diarrhoe kann als mögliche Nebenwirkung

von Naloxon betrachtet werden.

Die Umstellung von Patienten unter Lang-

zeitanwendung von hohen Dosierungen von

Opioiden auf Oxycaloxon kann anfänglich

Entzugssymptome auslösen. Eine besonde-

re Beobachtung dieser Patienten kann not-

wendig sein.

Oxycaloxon ist nicht zur Behandlung von

Entzugssymptomen geeignet.

Bei längerfristiger Anwendung kann es zur

Entwicklung einer Toleranz gegenüber dem

Arzneimittel kommen, so dass eine höhere

Dosierung zum Erzielen des erwünschten

Effektes erforderlich sein könnte. Die chro-

nische Anwendung von Oxycaloxon kann

zu physischer Abhängigkeit führen. Bei ab-

rupter

Beendigung

Therapie

können

Entzugssymptome auftreten. Falls die The-

rapie mit Oxycaloxon nicht länger erforder-

lich ist, kann es deshalb ratsam sein, die

Tagesdosis allmählich zu reduzieren, um

das Auftreten von Entzugssymptomen zu

vermeiden. (siehe Abschnitt 4.2)

Eine psychische Abhängigkeit (Arzneimit-

telsucht) kann sich nach Gabe opioidhalti-

ger Analgetika, einschließlich Oxycaloxon,

entwickeln. Bei Patienten mit einer Vorge-

schichte

Alkohol-

Drogenmiss-

brauch sollte Oxycaloxon nur mit besonde-

rer Vorsicht verordnet werden. Oxycodon

für sich hat, ähnlich wie andere stark wirk-

same

Opioidrezeptoragonisten,

Miss-

brauchspotential.

Um die Verzögerung der Wirkstofffreiset-

zung nicht zu beeinträchtigen, müssen die

Retardtabletten

Ganzen

eingenommen

werden und dürfen nicht zerteilt, zerbro-

chen, zerkaut oder zerrieben werden. Die

Einnahme zerteilter, zerbrochener, zerkau-

ter oder zerriebener Retardtabletten führt zu

einer schnelleren Wirkstofffreisetzung und

Resorption

einer

möglicherweise

letalen

Dosis von Oxycodon (siehe Abschnitt 4.9).

Patienten, die an Benommenheit und/oder

Episoden plötzlichen Einschlafens leiden,

dürfen keine Fahrzeuge führen oder Ma-

schinen bedienen. Überdies sollte eine Re-

duktion

Dosis

oder

Beendigung

Therapie

Erwägung

gezogen

werden.

Aufgrund möglicher additiver Wirkungen

ist Vorsicht geboten, wenn Patienten andere

sedierende

Arzneimittel

Kombination

Oxycaloxon

einnehmen

(siehe

schnitte 4.5 und 4.7).

Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol

und Oxycaloxon kann die Nebenwirkungen

von Oxycaloxon verstärken; Die gleichzei-

tige Einnahme sollte vermieden werden.

Es wurden keine Studien zur Sicherheit und

Wirksamkeit von Oxycaloxon bei Kindern

und Jugendlichen unter 18 Jahren durchge-

führt. Aus diesem Grund wird eine Anwen-

dung bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren nicht empfohlen.

Es liegen keine klinischen Erfahrungen bei

Krebspatienten mit Peritonealkarzinose o-

der beginnender Darmobstruktion im fort-

geschrittenen

Stadium

Tumorerkran-

kungen

Verdauungstraktes

oder

Fachinformation

Oxycaloxon

®

10 mg/5 mg; - 20 mg/10 mg;

- 40 mg/20 mg Retardtabletten

ckenbereichs vor. Daher wird eine Anwen-

dung von Oxycaloxon bei diesen Patienten

nicht empfohlen.

Anwendung

Oxycaloxon

wird

präoperativ und während der ersten 12 - 24

Stunden postoperativ nicht empfohlen. In

Abhängigkeit von Art und Umfang des chi-

rurgischen Eingriffs, dem gewählten Anäs-

thesieverfahren, der sonstigen Begleitmedi-

kation

sowie

individuellen

Zustand

des Patienten ist der Zeitpunkt des postope-

rativen

Einsatzes

Oxycaloxon

nach

sorgfältiger

Nutzen-Risiko-Bewertung

Einzelfall festzulegen.

jedem

Missbrauch

Oxycaloxon

durch Drogenabhängige wird dringend ge-

warnt.

Wenn Oxycaloxon von Personen, die von

Opioidrezeptoragonisten wie Heroin, Mor-

phin oder Methadon abhängig sind, paren-

teral, intranasal oder oral missbraucht wird,

sind

Grund

Opioidrezeptor-

antagonistischen

Eigenschaften

loxon deutliche Entzugssymptome zu er-

warten

oder

bereits

bestehende

Entzugs-

symptome können verstärkt werden (siehe

Abschnitt 4.9).

Oxycaloxon besteht aus einer dualen Poly-

mer-Matrix und ist nur zum Einnehmen be-

stimmt.

Eine

missbräuchliche

parenterale

Anwendung der Tablettenbestandteile (ins-

besondere von Talkum) kann zur Nekrose

lokalen Gewebes und zu Lungengranulo-

men oder zu anderen schwerwiegenden, po-

tenziell letalen Nebenwirkungen führen.

Die leere Matrix der Retardtabletten wird

unter Umständen sichtbar mit dem Stuhl

ausgeschieden.

Die Anwendung von Oxycaloxon kann bei

Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen

führen. Die Anwendung von Oxycaloxon

als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung

der Gesundheit führen.

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patien-

ten mit der seltenen hereditären Galactose-

Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption

sollten

Oxycaloxon nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arz-

neimitteln und sonstige Wechselwirkun-

gen

Zentral dämpfend wirkende Substanzen (z.

andere

Opioide,

Sedativa,

Hypnotika,

Antidepressiva, Phenothiazine, Neurolepti-

ka, Antihistaminika und Antiemetika) kön-

nen den ZNS-dämpfenden Effekt (z. B. die

Atemdepression) von Oxycaloxon verstär-

ken.

Alkohol

kann

pharmakodynamischen

Effekte

Oxycaloxon

verstärken;

gleichzeitige

Einnahme

sollte

vermieden

werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Oxyco-

don und Cumarin-Antikoagulantien wurden

klinisch

relevante

Veränderungen

Thromboplastinzeit (International Normali-

zed Ratio/INR bzw. Quick-Wert) in beide

Richtungen beobachtet.

Oxycodon

wird

hauptsächlich

über

CYP3A4-abhängige Stoffwechselwege und

Teil über CYP2D6 abgebaut (siehe

Abschnitt

5.2).

Aktivität

dieser

bauwege kann durch verschiedene gleich-

zeitig angewendete Arzneimittel oder Nah-

rungsbestandteile gehemmt oder induziert

werden. Die Dosen von Oxycaloxon müs-

sen unter Umständen entsprechend ange-

passt werden.

CYP3A4-Inhibitoren wie z. B. Makrolid-

Antibiotika (z. B. Clarithromycin, Eryth-

romycin,

Telithromycin),

Azol-

Antimykotika (z. B. Ketoconazol, Vorico-

nazol,

Itraconazol,

Posaconazol),

Pro-

teasehemmer

Ritonavir,

Indinavir,

Nelfinavir,

Saquinavir),

Cimetidin

Grapefruitsaft können zu einer verminder-

ten Clearance von Oxycodon führen, was

einen

Anstieg

Plasmakonzentrationen

von Oxycodon verursachen könnte. Unter

Umständen sind eine Senkung der Dosis

von Oxycaloxon und eine daran anschlie-

ßende erneute Titration erforderlich.

CYP3A4-Induktoren wie z. B. Rifampicin,

Carbamazepin,

Phenytoin

Johannis-

kraut können den Abbau von Oxycodon be-

schleunigen und die Clearance des Wirk-

stoffs erhöhen, was zu einer Abnahme der

Plasmakonzentrationen

Oxycodon

führt. Vorsicht ist geboten und unter Um-

ständen ist eine zusätzliche Titration erfor-

derlich, um eine angemessene Schmerzlin-

derung zu erzielen.

Theoretisch können Arzneimittel mit hem-

mender

Wirkung

Aktivität

CYP2D6 wie z. B. Paroxetin, Fluoxetin und

Chinidin zu einer verminderten Clearance

von Oxycodon führen, was einen Anstieg

der Plasmakonzentrationen von Oxycodon

verursachen könnte. Die gleichzeitige An-

wendung

zusammen

CYP2D6-

Inhibitoren hatte keine bedeutenden Aus-

wirkungen auf die Elimination von Oxyco-

don und gleichermaßen keinen Einfluss auf

die pharmakodynamischen Wirkungen von

Oxycodon.

In-vitro-Studien zur Metabolisierung zeig-

ten, dass keine klinisch relevanten Wech-

selwirkungen zwischen Oxycodon und Na-

loxon zu erwarten sind.

In therapeutischen Konzentrationen ist die

Wahrscheinlichkeit

für

klinisch

relevante

Wechselwirkungen von Paracetamol, Ace-

tylsalicylsäure

oder

Naltrexon

Kombination von Oxycodon und Naloxon

äußerst gering.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Still-

zeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Daten zur Anwendung von

Oxycaloxon bei Schwangeren

oder unter

der Geburt vor. Begrenzte Daten zur An-

wendung

Oxycodon

während

Schwangerschaft

beim

Menschen

deuten

nicht auf ein erhöhtes Risiko von angebo-

renen Fehlbildungen hin. Für Naloxon sind

nur unzureichende klinische Daten über ex-

ponierte Schwangerschaften verfügbar. Die

systemische Exposition von Naloxon bei

Frauen nach der Einnahme von Oxycaloxon

ist jedoch relativ gering (siehe Abschnitt

5.2). Sowohl Oxycodon als auch Naloxon

passieren die Plazenta. Tierstudien für die

Kombination von Oxycodon mit Naloxon

wurden nicht durchgeführt (siehe Abschnitt

5.3). Tierstudien mit Oxycodon oder Na-

loxon,

Einzelsubstanzen

angewendet,

haben keine teratogenen oder embryotoxi-

schen Wirkungen gezeigt.

Oxycodon kann bei längerfristiger Anwen-

dung während der Schwangerschaft zu Ent-

zugssymptomen beim Neugeborenen füh-

ren. Unter der Geburt angewendet, kann

Oxycodon beim Neugeborenen eine Atem-

depression hervorrufen.

Oxycaloxon sollte während der Schwanger-

schaft nur angewendet werden, wenn der

Nutzen die möglichen Risiken für das un-

geborene

Kind

oder

Neugeborene

überwiegt.

Stillzeit

Oxycodon geht in die Muttermilch über. Es

wurde

Milch-Plasma-

Konzentrationsverhältnis von 3:4:1 gemes-

sen und Oxycodon-Effekte beim gestillten

Kind sind daher denkbar. Es ist nicht be-

kannt, ob Naloxon ebenfalls in die Mutter-

milch

übergeht.

Systemische

Naloxon-

Spiegel

sind

nach

einnahme

Oxycaloxon jedoch sehr niedrig (siehe Ab-

schnitt 5.2). Ein Risiko für das gestillte

Kind kann, insbesondere nach wiederholter

Einnahme von Oxycaloxon durch die stil-

lende Mutter, nicht ausgeschlossen werden.

Während

einer

Behandlung

Oxycaloxon sollte das Stillen unterbrochen

werden.

Fachinformation

Oxycaloxon

®

10 mg/5 mg; - 20 mg/10 mg;

- 40 mg/20 mg Retardtabletten

Fertilität

Es liegen keine Daten in Bezug auf die Fer-

tilität vor.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüch-

tigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen

Oxycaloxon hat einen mäßigen Einfluss auf

die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen. Dies ist ins-

besondere zu Beginn einer Therapie

Oxycaloxon, nach einer Dosiserhöhung o-

der dem Wechsel des Arzneimittels, sowie

beim

Zusammenwirken

Oxycaloxon

mit anderen ZNS-dämpfenden Substanzen

zu erwarten. Bei Patienten, die stabil auf

eine bestimmte Dosis eingestellt sind, sind

Beschränkungen nicht zwangsläufig erfor-

derlich. Deshalb sollten Patienten mit ihrem

behandelnden Arzt besprechen, ob sie ein

Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen

dürfen.

Patienten, die unter Oxycaloxon Benom-

menheit entwickeln und/oder plötzlich ein-

schlafen, müssen darüber aufgeklärt wer-

den, dass sie kein Fahrzeug führen oder an-

dere Aktivitäten ausüben dürfen, bei denen

eine

beeinträchtigte

Aufmerksamkeit

selbst oder anderen Personen dem Risiko

ernsthafter

Verletzungen

oder

Todes

aussetzt (z. B. Bedienen von Maschinen),

bevor

solche

wiederkehrenden

Episoden

und die Benommenheit abgeklungen sind

(siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.5).

4.8 Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen

werden

folgende

Häufigkeiten

zugrunde

gelegt:

Sehr häufig (

1/10)

Häufig (

1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (

1/1.000 bis < 1/100)

Selten (

1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundla-

verfügbaren

Daten

nicht

schätzbar)

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden

Nebenwirkungen

nach

abnehmendem

Schweregrad angegeben.

Systemorganklasse

MedDRA

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht bekannt

Erkrankungen des Im-

munsystems

Überempfindlich-

keitsreaktionen

Stoffwechsel- und Er-

nährungsstörungen

Appetitabnahme bis

zum Appetitverlust

Psychiatrische

Erkrankungen

Schlaflosigkeit

Denkstörungen

Angstzustände

Verwirrtheitszustände

Depressionen

Nervosität

Unruhe

euphorische Stim-

mung

Halluzinationen

Alpträume

Erkrankungen des Ner-

vensystems

Schwindelgefühl

Kopfschmerz

Somnolenz

Konvulsionen

Aufmerksamkeitsstö-

rungen

Sprachstörungen

Synkope

Tremor

Parästhesien

Sedierung

Augenerkrankungen

Sehstörungen

Erkrankungen des Ohrs

und des Labyrinths

Vertigo

Herzerkrankungen

Angina pectoris

Palpitationen

Tachykardie

Gefäßerkrankungen

Hitzewallungen

Blutdruckabfall

Blutdruckanstieg

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und Medi-

astinums

Dyspnoe

Rhinorrhoe

Husten

Gähnen

Atemdepression

Erkrankungen des Gas-

trointestinaltrakts

Abdominalschmerz

Obstipation

Diarrhoe

Mundtrockenheit

Dyspepsie

Erbrechen

Übelkeit

Flatulenz

Aufgeblähter Bauch

Zahnerkran-

kungen

Aufstoßen

Leber- und Gallener-

krankungen

Erhöhung der Lebe-

renzyme

Gallenkolik

Erkrankungen der Haut

und des Unterhautzell-

gewebes

Pruritus

Hautreaktionen

Hyperhidrosis

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Muskelkrämpfe

Muskelzucken

Fachinformation

Oxycaloxon

®

10 mg/5 mg; - 20 mg/10 mg;

- 40 mg/20 mg Retardtabletten

Knochenerkrankungen

Myalgie

Erkrankungen der Nie-

ren und Harnwege

Harndrang

Harnretention

Erkrankungen der Ge-

schlechtsorgane und der

Brustdrüse

Erektionsstörungen

Allgemeine Erkrankun-

gen und Beschwerden

am Verabreichungsort

Schwächezustände (As-

thenie)

Erschöpfung

Brustschmerz

Schüttelfrost

Arzneimittelentzugs-

syndrom

Unwohlsein

Schmerzen

periphere Ödeme

Untersuchungen

Gewichtsabnahme

Gewichtszu-

nahme

Verletzung, Vergiftung

und durch Eingriffe be-

dingte Komplikationen

Verletzungen durch

Unfälle

insbesondere bei Personen mit Epilepsie oder Prädisposition zu Krampfanfällen

insbesondere bei Patienten mit vorher bestehender koronarer Herzkrankheit

Für den Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid sind die folgenden zusätzlichen Nebenwirkungen bekannt:

Auf Grund seiner pharmakologischen Eigenschaften kann Oxycodonhydrochlorid Atemdepression, Miosis, Bronchospasmus und

Spasmen der glatten Muskulatur hervorrufen sowie den Hustenreflex dämpfen.

Systemorganklasse

MedDRA

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht bekannt

Infektionen und parasi-

täre Erkrankungen

Herpes simp-

Erkrankungen des Im-

munsystems

Anaphylaktische

Reaktionen

Stoffwechsel- und Er-

nährungsstörungen

Dehydratation

Appetitsteige-

rung

Psychiatrische

Erkrankungen

Stimmungs- und Per-

sönlichkeitsveränderun-

verminderte Aktivität

psychomotorische Hy-

peraktivität

Agitiertheit

Wahrnehmungsstö-

rungen (z. B. Dereali-

sation)

verminderte Libido

Arzneimittelabhän-

gigkeit

Erkrankungen des Ner-

vensystems

Konzentrationsstö-

rungen

Migräne

Geschmacksstörungen

erhöhter Muskeltonus

unwillkürliche Mus-

kelkontraktionen

Hypoästhesie

Koordinationsstörun-

Erkrankungen des Ohrs

und des Labyrinths

Hörstörungen

Gefäßerkrankungen

Vasodilatation

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und Medi-

astinums

Dysphonie

Erkrankungen des Gas-

trointestinaltrakts

Schluckauf

Dysphagie

Ileus

Mundulzerationen

Stomatitis

Melaena

Zahnfleisch-

bluten

Leber- und Gallener-

krankungen

Cholestase

Fachinformation

Oxycaloxon

®

10 mg/5 mg; - 20 mg/10 mg;

- 40 mg/20 mg Retardtabletten

Erkrankungen der Haut

und des Unterhautzell-

gewebes

Trockene Haut

Urtikaria

Erkrankungen der Nie-

ren und Harnwege

Dysurie

Erkrankungen der Ge-

schlechtsorgane und der

Brustdrüse

Amenorrhoe

Allgemeine Erkrankun-

gen und Beschwerden

am Verabreichungsort

Ödeme

Durst

Arzneimitteltoleranz

Meldung

Verdachts

Nebenwirkungen

Meldung

Verdachts

Nebenwirkungen

nach

Zulassung

von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine

kontinuierliche Überwachung des Nutzen-

Risiko-Verhältnisses

Arzneimittels.

Angehörige

Gesundheitsberufen

sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Ne-

benwirkung

Bundesinstitut

für

Arz-

neimittel und Medizinprodukte, Abt. Phar-

makovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee

3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Symptome

Abhängig von der individuellen Anamnese,

kann

sich

eine

Überdosierung

Oxycaloxon durch Symptome äußern, die

entweder

durch

Oxycodon

(Opioidrezep-

toragonist) oder durch Naloxon (Opioidre-

zeptorantagonist) hervorgerufen werden.

Symptome

einer

Oxycodonüberdosierung

sind Miosis,

Atemdepression,

Somnolenz

bis hin zum Stupor, erniedrigter Muskelto-

nus, Bradykardie sowie Abfall des Blut-

drucks.

In schwereren Fällen können Koma,

nicht-kardiogenes Lungenödem und Kreis-

laufversagen, unter Umständen mit letalem

Ausgang, auftreten.

Symptome einer reinen Überdosierung mit

Naloxon sind kaum zu erwarten.

Therapie

Entzugssymptome aufgrund einer Überdo-

sierung mit Naloxon sollten unter umfas-

sender Beobachtung symptomatisch behan-

delt werden.

Bei klinischen Symptomen, die auf eine

Oxycodon-Überdosierung

hinweisen,

gegebenenfalls die intravenöse Gabe eines

Opioidrezeptorantagonisten (z. B. 0,4-2 mg

Naloxonhydrochlorid

intravenös)

ange-

zeigt. Diese Einzeldosis muss je nach klini-

scher Erfordernis in zwei- bis dreiminüti-

gen Abständen wiederholt werden. Auch

Gabe

einer

Infusion

loxonhydrochlorid in 500 ml Natriumchlo-

ridlösung 9 mg/ml (0,9 %) oder Glucoselö-

sung 50 mg/ml (5 %) (entsprechend 0,004

mg Naloxon/ml) ist möglich. Dabei soll die

Infusionsgeschwindigkeit

zuvor

verabreichten

Bolusdosierungen

Reaktion des Patienten abgestimmt sein.

Eine Magenspülung kann in Erwägung ge-

zogen werden.

Unterstützende

Maßnahmen

(künstliche

Beatmung, Sauerstoffzufuhr, Gabe von Va-

sopressoren und Infusionstherapie) sollten,

falls erforderlich, zur Behandlung eines be-

gleitend auftretenden Kreislaufschocks an-

gewendet werden. Bei Herzstillstand oder

Arrhythmien kann eine Herzdruckmassage

oder Defibrillation angezeigt sein. Falls er-

forderlich, sollte eine assistierte Beatmung

sowie Aufrechterhaltung des Wasser- und

Elektrolythaushaltes erfolgen.

5.

PHARMAKOLOGISCHE

EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Analgeti-

ka; Opioide; natürliche Opium-Alkaloide

ATC-Code: N02AA55

Wirkmechanismus

Oxycodon und Naloxon besitzen eine Affi-

nität

Kappa-,

Delta-

Opioidrezeptoren im Gehirn, im Rücken-

mark und in den peripheren Organen (z. B.

Darm). Oxycodon wirkt an diesen Rezepto-

ren als Opioidrezeptoragonist und bindet an

die endogenen Opioidrezeptoren im ZNS.

Im Gegensatz dazu ist Naloxon ein reiner

Antagonist an allen Opioidrezeptortypen.

Pharmakodynamische Wirkungen

Grund

ausgeprägten

First-pass-

Metabolismus

liegt

Bioverfügbarkeit

von Naloxon bei oraler Gabe bei < 3 %, so

dass

eine

klinisch

relevante

systemische

Wirkung kaum zu erwarten ist. Aufgrund

des lokalen kompetitiven Antagonismus der

Opioidrezeptor-vermittelten

Wirkung

Oxycodon durch Naloxon im Darm, redu-

ziert Naloxon das Auftreten der für eine

Behandlung mit Opioiden typischen Darm-

funktionsstörungen.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Opioide

können

Hypothalamus-

Hypophysen-Nebennieren- oder -Gonaden-

Achsen beeinflussen. Zu den Veränderun-

gen, die beobachtet werden können, zählen

ein Anstieg des Prolaktins im Serum und

eine Abnahme von Kortisol und Testoste-

ron im Plasma. Eine Manifestation klini-

scher

Symptome

Grund

dieser

Hor-

monveränderungen ist möglich.

Präklinische Studien zeigen unterschiedli-

Wirkungen

natürlicher

Opioide

Komponenten des Immunsystems. Die kli-

nische Bedeutung dieser Befunde ist nicht

bekannt. Es ist nicht bekannt, ob Oxyco-

don, ein semisynthetisches Opioid, ähnliche

Wirkungen auf das Immunsystem aufweist

wie natürliche Opioide.

Analgesie

In einer zwölfwöchigen, doppelblinden Pa-

rallelgruppenstudie mit 322 Patienten mit

Opioid-induzierter Obstipation hatten Pati-

enten,

Oxycodonhydrochlo-

rid/Naloxonhydrochlorid behandelt wurden,

im Vergleich zu Patienten, die weiterhin

ähnliche Dosen von Oxycodonhydrochlorid

Retardtabletten erhielten, im Durchschnitt

einen zusätzlichen spontanen (ohne Laxan-

tien)

Stuhlgang

letzten

Behand-

lungswoche (p < 0,0001). Der Gebrauch

von Laxantien in den ersten 4 Wochen war

signifikant niedriger in der Oxycodonhyd-

rochlorid/Naloxonhydrochlorid-Gruppe

Vergleich

Oxycodonhydrochlorid-

Monotherapiegruppe (31 % vs 55 %, ent-

sprechend, p < 0,0001). Ähnliche Ergebnis-

se wurden in einer Studie mit 265 Nicht-

Tumorpatienten erzielt, bei der Tagesdosie-

rungen von 60 mg/30 mg bis 80 mg/40 mg

Oxycodonhydrochlo-

rid/Naloxonhydrochlorid

Oxyco-

donhydrochlorid als Monotherapie im glei-

chen Dosierungsbereich verglichen wurden.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Oxycodonhydrochlorid

Resorption

Oxycodon hat nach Einnahme eine hohe

absolute Bioverfügbarkeit von bis zu 87 %.

Fachinformation

Oxycaloxon

®

10 mg/5 mg; - 20 mg/10 mg;

- 40 mg/20 mg Retardtabletten

Verteilung

Nach der Resorption wird Oxycodon im

gesamten Körper verteilt. Die Plasmapro-

teinbindung beträgt etwa 45 %.

Oxycodon passiert die Plazenta und lässt

sich in der Muttermilch nachweisen.

Biotransformation

Oxycodon wird im Darm und in der Leber

Noroxycodon

Oxymorphon

mehreren

Glucuroniden

abgebaut.

Noroxycodon,

Oxymorphon,

Noroxymor-

phon werden durch das Cytochrom-P450-

System

generiert.

Chinidin

reduziert

Entstehung von Oxymorphon im Menschen

ohne einen substantiellen Einfluss auf die

Pharmakodynamik von Oxycodon zu ha-

ben. Der Beitrag der Metaboliten zur Wir-

kung ist vernachlässigbar.

Elimination

Oxycodon und seine Stoffwechselprodukte

werden sowohl mit dem Urin als auch mit

dem Stuhl ausgeschieden.

Naloxonhydrochlorid

Resorption

Bei Einnahme hat Naloxon eine geringe

systemische Verfügbarkeit von < 3 %.

Verteilung

Naloxon passiert die Plazenta. Es ist nicht

bekannt, ob Naloxon ebenfalls in die Mut-

termilch übergeht.

Biotransformation und Elimination

Nach parenteraler Anwendung beträgt die

Plasma-Halbwertszeit ungefähr eine Stun-

de. Die Dauer der Wirksamkeit ist abhängig

von der Dosis und der Art der Anwendung.

Die intramuskuläre Injektion bewirkt eine

längere Wirkung als die intravenöse An-

wendung. Naloxon wird in der Leber meta-

bolisiert und über den Urin ausgeschieden.

Hauptmetaboliten

sind

Naloxon-3-

Glucuronid,

6β-Naloxol

seine

Glucuronide.

Oxycodonhydrochlo-

rid/Naloxonhydrochlorid

Kombination

(Oxycaloxon)

Pharmakokinetische/pharmakodynamische

Zusammenhänge

pharmakokinetischen

Eigenschaften

von Oxycodon in Oxycaloxon sind äquiva-

lent

Oxycodonhydrochlorid-

Retardtabletten bei gleichzeitiger Anwen-

dung

Naloxonhydrochlorid-

Retardtabletten.

Alle Wirkstärken von Oxycaloxon sind un-

tereinander austauschbar.

Bei Einnahme von Oxycaloxon in maxima-

ler Dosierung bei gesunden Probanden sind

die Plasmakonzentrationen von Naloxon so

gering, dass eine pharmakokinetische Ana-

lyse nicht durchführbar ist. Die pharmako-

kinetische Analyse kann mit dem Surrogat-

parameter Naloxon-3-Glucuronid erfolgen,

da mit diesem messbare Plasmakonzentra-

tionen erreicht werden.

Insgesamt waren die Bioverfügbarkeit und

die maximale Plasmakonzentration (C

von Oxycodon bei Einnahme nach einem

fettreichen Frühstück im Durchschnitt um

16 % bis 30 % höher als bei Einnahme in

nüchternem Zustand. Dies wurde als kli-

nisch

nicht

relevant

eingestuft,

dass

Oxycaloxon Retardtabletten entweder mit

Nahrung oder ohne eingenommen werden

können (siehe Abschnitt 4.2).

In-vitro-Studien zur Metabolisierung haben

gezeigt, dass das Auftreten von klinisch re-

levanten

Wechselwirkungen

Oxycaloxon mit anderen Substanzen nicht

zu erwarten ist.

Ältere Patienten

Oxycodon

Die Oxycodon AUC

stieg bei älteren im

Vergleich

jüngeren

Probanden

durchschnittlich 118 % (90 % C.I.: 103,

135). Die Oxycodon C

stieg auf durch-

schnittlich 114 % (90 % C.I.: 102, 127).

Die Oxycodon C

stieg auf durchschnitt-

lich 128 % (90% C.I.: 107, 152).

Naloxon

Naloxon

stieg

älteren

Vergleich

jüngeren

Probanden

durchschnittlich 182 % (90 % C.I.: 123,

270). Die Naloxon C

stieg auf durch-

schnittlich 173 % (90 % C.I.: 107, 280).

Die Naloxon C

stieg auf durchschnittlich

317 % (90 % C.I.: 142, 708).

Naloxon-3-Glucuronid

Die Naloxon-3-Glucuronid AUC

stieg bei

älteren im Vergleich zu jüngeren Proban-

den auf durchschnittlich 128 % (90 % C.I.:

113, 147). Die Naloxon-3-Glucuronid C

stieg durchschnittlich auf 127 % (90 % C.I.:

112, 144). Die Naloxon-3-Glucuronid C

stieg durchschnittlich auf 125 % (90 % C.I.:

105, 148).

Patienten mit Leberfunktionsstörung

Oxycodon

Die Oxycodon AUC

stieg bei Patienten

mit leichter, mittelschwerer und schwerer

Leberfunktionsstörung im Vergleich zu ge-

sunden Probanden auf durchschnittlich 143

% (90 % C.I.: 111, 184), 319 % (90 % C.I.:

248, 411) und 310 % (90 % C.I.: 241, 398).

Die Oxycodon C

stieg bei Patienten mit

leichter, mittelschwerer und schwerer Le-

berfunktionsstörung

Vergleich

sunden Probanden auf durchschnittlich 120

% (90 % C.I.: 99, 144), 201 % (90 % C.I.:

166, 242) und 191 % (90 % C.I.: 158, 231).

Die Oxycodon t

1/2Z

stieg bei Patienten mit

leichter, mittelschwerer und schwerer Le-

berfunktionsstörung

Vergleich

sunden

Probanden

durchschnittlich

108 % (90 % C.I.: 70, 146), 176 % (90 %

C.I.: 138, 215) und 183 % (90 % C.I.: 145,

221).

Naloxon

Die Naloxon AUC

stieg bei Patienten mit

leichter, mittelschwerer und schwerer Le-

berfunktionsstörung

Vergleich

sunden Probanden auf durchschnittlich 411

% (90 % C.I.: 152, 1112), 11518 % (90 %

C.I.: 4259, 31149) und 10666 % (90 % C.I.:

3944, 28847). Die Naloxon C

stieg bei

Patienten mit leichter, mittelschwerer und

schwerer

Leberfunktionsstörung

Ver-

gleich zu gesunden Probanden auf durch-

schnittlich 193 % (90 % C.I.: 115, 324),

5292 % (90 % C.I: 3148, 8896) und 5252

% (90 % C.I.: 3124, 8830). Die Naloxon

1/2Z

und die entsprechende AUC

konnte

auf Grund einer ungenügenden Datenlage

nicht errechnet werden. Der Vergleich der

Bioverfügbarkeiten für Naloxon beruht da-

her auf AUC

-Werten.

Naloxon-3-Glucuronid

Naloxon-3-Glucuronid

stieg

bei Patienten mit leichter, mittelschwerer

schwerer

Leberfunktionsstörung

Vergleich

gesunden

Probanden

durchschnittlich

C.I.:

279), 128 % (90 % C.I.: 72, 227) und 125

% (90 % C.I.: 71, 222). Die Naloxon-3-

Glucuronid C

stieg im Vergleich zu ge-

sunden Probanden bei Patienten mit leichter

Leberfunktionsstörung auf durchschnittlich

141 % (90 % C.I.: 100, 197), bei und mit-

telschwerer

Leberfunktionsstörung

durchschnittlich 118 % (90 % C.I.: 84, 166)

und sank bei schwerer Leberfunktionsstö-

rung auf durchschnittlich 98 % (90 % C.I.:

70, 137). Die Naloxon-3-Glucuronid t

1/2Z

stieg im Vergleich zu gesunden Probanden

leichter

Leberfunktionsstörung

durchschnittlich 117 % (90 % C.I.: 72, 161)

an, und sank bei mittelschwerer und schwe-

rer Leberfunktionsstörung auf durchschnitt-

lich 77 % (90 % C.I.: 32, 121) und 94 %

(90 % C.I.: 49, 139).

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Oxycodon

Die Oxycodon AUC

stieg bei Patienten

mit leichter, mittelschwerer und schwerer

Nierenfunktionsstörung

Vergleich

gesunden

Probanden

durchschnittlich

Fachinformation

Oxycaloxon

®

10 mg/5 mg; - 20 mg/10 mg;

- 40 mg/20 mg Retardtabletten

153 % (90 % C.I.: 130, 182), 166 % (90 %

C.I.: 140, 196) und 224 % (90 % C.I.: 190,

266). Die Oxycodon C

stieg bei Patien-

ten mit leichter, mittelschwerer und schwe-

rer Nierenfunktionsstörung im Vergleich zu

gesunden

Probanden

durchschnittlich

110 % (90 % C.I.: 94, 129), 135 % (90 %

C.I.: 115, 159) und 167 % (90 % C.I.: 142,

196). Die Oxycodon t

1/2Z

stieg im Vergleich

zu gesunden Probanden auf durchschnitt-

lich 149 %, 123 % und 142 % bei Patienten

mit leichter, mittelschwerer und schwerer

Nierenfunktionsstörung.

Naloxon

Die Naloxon AUC

stieg bei Patienten mit

leichter, mittelschwerer und schwerer Nie-

renfunktionsstörung

Vergleich

sunden

Probanden

durchschnittlich

2850 % (90 % C.I.: 369, 22042), 3910 %

(90 % C.I.: 506, 30243) und 7612 % (90 %

C.I.: 984, 58871). Die Naloxon C

stieg

bei Patienten mit leichter, mittelschwerer

schwerer

Nierenfunktionsstörung

Vergleich

gesunden

Probanden

durchschnittlich 1076 % (90 % C.l.: 154,

7502), 858 % (90 % C.I.: 123, 5981) und

1675 % (90 % C.I.: 240, 11676). Die Na-

loxon t

1/2Z

und die entsprechende AUC

konnte auf Grund einer ungenügenden Da-

tenlage nicht errechnet werden. Der Ver-

gleich der Bioverfügbarkeiten für Naloxon

beruht daher auf AUC

-Werten. Die Quoti-

enten wurden möglicherweise dadurch be-

einflusst, dass die Naloxonplasmaspiegel in

gesunden Probanden nicht ausreichend cha-

rakterisiert werden konnten.

Naloxon-3-Glucuronid

Naloxon-3-Glucuronid

stieg

bei Patienten mit leichter, mittelschwerer

schwerer

Nierenfunktionsstörung

Vergleich

gesunden

Probanden

durchschnittlich 220 % (90 % C.I.: 148,

327), 370 % (90 % C.I.: 249, 550) und 525

% (90 % C.I.: 354, 781). Die Naloxon-3-

Glucuronid

stieg

Patienten

leichter, mittelschwerer und schwerer Nie-

renfunktionsstörung

Vergleich

sunden Probanden auf durchschnittlich 148

% (90 % C.I.: 110, 197), 202 % (90 % C.I.:

151, 271) und 239 % (90 % C.I.: 179, 320).

Die Naloxon-3-Glucuronid t

1/2Z

zeigte kei-

ne signifikante Änderung bei renaler Insuf-

fizienz im Vergleich zu gesunden Proban-

den.

Missbrauch

Retardwirkung

Oxycaloxon

nicht zu zerstören, dürfen die Retardtablet-

ten nicht zerteilt, zerbrochen, zerrieben o-

der zerkaut werden, da dies zu einer schnel-

leren

Wirkstofffreisetzung

führt.

Darüber

hinaus

verfügt

Naloxon

intranasaler

Gabe

über

eine

langsamere

Elimination.

Beides führt dazu, dass eine missbräuchli-

che Anwendung von Oxycaloxon nicht die

beabsichtigte

Wirkung

zeigt.

Ratten,

die von Oxycodon abhängig waren, führte

intravenöse

Anwendung

Oxyco-

donhydrochlorid/Naloxonhydrochlorid

Verhältnis 2:1 zu Entzugssymptomen.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Es gibt keine Studiendaten zur Reprodukti-

onstoxizität der Kombination von Oxyco-

don und Naloxon.

Studien mit den Einzelsubstanzen zeigten,

dass Oxycodon in Dosierungen von bis zu 8

mg/kg

Körpergewicht

keine

Auswirkung

auf die Fertilität und die frühe embryonale

Entwicklung bei

männlichen und weibli-

chen Ratten hatte und keine Fehlbildungen

in Ratten in Dosen bis zu 8 mg/kg und in

Kaninchen in Dosen von bis zu 125 mg/kg

Körpergewicht

induzierte.

Wurden

beim

Kaninchen Daten der einzelnen Feten zur

statistischen

Auswertung

herangezogen,

konnte jedoch eine dosisabhängige Zunah-

Entwicklungsvarianten

beobachtet

werden (erhöhte Inzidenz an 27 präsakralen

Wirbeln, zusätzliche Rippenpaare). Wenn

diese Parameter unter Berücksichtigung der

Wurfgröße statistisch ausgewertet wurden,

war nur die Inzidenz der 27 präsakralen

Wirbel

erhöht

dies

mg/kg Gruppe, einem Dosisniveau, das bei

trächtigen

Muttertieren

schweren

pharmakotoxischen

Wirkungen

führte.

einer Studie zur prä- und postnatalen Ent-

wicklung in Ratten war das Körpergewicht

der F1 Generation bei 6 mg/kg/Tag niedri-

ger als in der Kontrollgruppe, bei einer Do-

sis, bei der Körpergewicht und Nahrungs-

aufnahme der Muttertiere verringert waren

(NOAEL 2/mg/kg Körpergewicht). Es gab

weder Wirkungen auf die physischen, re-

flexologischen und sensorischen Entwick-

lungsparameter

noch

Verhaltens-

oder Reproduktionskennzahlen.

Die Standardstudien zur Reproduktionsto-

xizität zeigen, dass

Naloxon nach oraler

Gabe hoher Dosen weder teratogen noch

embryo/fetotoxisch

peri-

/postnatale Entwicklung nicht beeinträch-

tigte.

In sehr hohen Dosen (800 mg/kg/Tag) be-

wirkte Naloxon eine erhöhte Jungtiersterb-

lichkeit unmittelbar nach der Geburt in Do-

sen, die signifikante Toxizität in den Mut-

tertieren hervorrief (z. B. Gewichtsverlust,

Krämpfe). In überlebenden Jungtieren wur-

den jedoch keine Auswirkungen auf Ent-

wicklung oder Verhalten festgestellt.

Langzeitstudien zur Kanzerogenität mit ei-

ner Kombination von Oxycodon und Na-

loxon oder Oxycodon als Einzelsubstanz

wurden

nicht

durchgeführt.

Für

Naloxon

wurde eine 24-monatige orale Kanzeroge-

nitätsstudie in Ratten mit Naloxon-Dosen

bis zu 100 mg/kg/Tag durchgeführt. Die

Ergebnisse zeigen, dass Naloxon unter die-

sen Bedingungen nicht kanzerogen ist.

Einzelwirkstoffe

Oxycodon

loxon zeigten in in-vitro -Untersuchungen

klastogenes

Potential.

Unter

in-vivo-

Bedingungen wurden jedoch entsprechende

Befunde selbst bei toxischen Dosierungen

nicht

beobachtet.

Ergebnisse

zeigen,

dass ein mutagenes Risiko von Oxycodon

und Naloxon beim Menschen bei therapeu-

tischen Konzentrationen mit hinreichender

Sicherheit ausgeschlossen werden kann.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Hyprolose

Ethylcellulose

Glyceroldistearat (Ph.Eur.)

Lactose-Monohydrat

Talkum

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)[pflanzlich]

Filmüberzug

Poly(vinylalkohol)

Titandioxid (E171)

Macrogol 3350

Talkum

Eisen(III)-oxid

(E172)

(nur

in

den

20

mg/10 mg Retardtabletten)

Eisen(III)-hydroxid-oxid

(E172)

(nur in den 40 mg/20 mg Retardtabletten)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für

die Aufbewahrung

Nicht über 30°C lagern.

Originalverpackung

aufbewahren,

um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

10 mg/5 mg Retardtabletten:

Kindergesicherte

Blisterpackung

(PVC/PVDC // Papier/Al-Folie):

Packungen mit 10, 14, 20, 28, 30, 50, 56,

60, 90, 98, 100 oder 112 Retardtabletten in

einer Faltschachtel.

Kindergesicherte

perforierte

Blister

Abgabe

Einzeldosen

(PVC/PVDC

PET/Al-Folie):

Packungen

10x1,

14x1, 20x1,

28x1,

30x1, 50x1, 56x1, 60x1, 90x1, 98x1, 100x1

oder 112x1 Retardtabletten in einer Falt-

schachtel.

20 mg/10 mg Retardtabletten:

Kindergesicherte

Blisterpackung

Fachinformation

Oxycaloxon

®

10 mg/5 mg; - 20 mg/10 mg;

- 40 mg/20 mg Retardtabletten

(PVC/PVDC // Papier/Al-Folie):

Packungen mit 10, 20, 28, 30, 50, 56, 60,

90, 98, 100 oder 112 Retardtabletten in ei-

ner Faltschachtel.

Kindergesicherte

perforierte

Blister

Abgabe

Einzeldosen

(PVC/PVDC

PET/Al-Folie):

Packungen mit 10x1, 20 x1, 28 x1, 30 x1,

50 x1, 56 x1, 60 x1, 90 x1, 98 x1, 100 x1

oder 112 x1 Retardtabletten in einer Falt-

schachtel.

40 mg/20 mg Retardtabletten:

Kindergesicherte

Blisterpackung

(PVC/PVDC // Papier/Al-Folie):

Packungen mit 10, 20, 28, 30, 50, 56, 60,

90, 98, 100 oder 112 Retardtabletten in ei-

ner Faltschachtel.

Kindergesicherte

perforierte

Blister

Abgabe

Einzeldosen

(PVC/PVDC

PET/Al-Folie):

Packungen mit 10x1, 20 x1, 28 x1, 30 x1,

50 x1, 56 x1, 60 x1, 90 x1, 98 x1, 100 x1

oder 112 x1 Retardtabletten in einer Falt-

schachtel.

Es werden möglicherweise nicht alle Pa-

ckungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für

die

Beseitigung

und

sonstige

Hinweise

zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen für die

Beseitigung.

7. INHABER DER ZULASSUNG

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Tel.: (04721) 606-0

Fax: (04721) 606-266

E-Mail: info@tad.de

8. ZULASSUNGSNUMMERN

97503.00.00

97504.00.00

97505.00.00

9.

DATUM

DER

ERTEILUNG

DER

ZULASSUNG

07.04.2017

10. STAND DER INFORMATION

Dezember 2017

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig, Betäubungsmittel

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier

4-6-2018

Hospira Issues a Voluntary Nationwide Recall for Two Lots of Naloxone Hydrochloride Injection, USP, in the Carpuject™ Syringe System due to the Potential Presence of Particulate Matter

Hospira Issues a Voluntary Nationwide Recall for Two Lots of Naloxone Hydrochloride Injection, USP, in the Carpuject™ Syringe System due to the Potential Presence of Particulate Matter

Hospira, Inc., a Pfizer company, is voluntarily recalling lots 72680LL and 76510LL of Naloxone Hydrochloride Injection, USP, 0.4 mg/mL, 1 mL in 2.5 mL, Carpuject Single-use cartridge syringe system (NDC 0409-1782-69), to the hospital/institution level due to the potential presence of embedded and loose particulate matter on the syringe plunger.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

4-6-2018

Naloxone Hydrochloride Injection, USP, 0.4 mg/mL, 1 mL in 2.5 mL in the Carpuject™ Single-use Cartridge Syringe System   by Hospira: Recall - Due to the Potential Presence of Particulate Matter

Naloxone Hydrochloride Injection, USP, 0.4 mg/mL, 1 mL in 2.5 mL in the Carpuject™ Single-use Cartridge Syringe System by Hospira: Recall - Due to the Potential Presence of Particulate Matter

The patient has a low likelihood of experiencing adverse events ranging from local irritation, allergic reactions, phlebitis, end-organ granuloma, tissue ischemia, pulmonary emboli, pulmonary dysfunction, pulmonary infarction, and toxicity.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

10-8-2018

Brinavess (Correvio)

Brinavess (Correvio)

Brinavess (Active substance: vernakalant hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5523 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1215/T/31

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Segluromet (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Segluromet (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Segluromet (Active substance: ertugliflozin / metformin hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5103 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4314/T/2

Europe -DG Health and Food Safety

3-7-2018

Efficib (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Efficib (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Efficib (Active substance: sitagliptin / metformin hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018) 4254 of Tue, 03 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/896/T/90

Europe -DG Health and Food Safety

3-7-2018

Ristfor (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Ristfor (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Ristfor (Active substance: sitagliptin / metformin hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018) 4249 of Tue, 03 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1235/T/77

Europe -DG Health and Food Safety

3-7-2018

Velmetia (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Velmetia (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Velmetia (Active substance: sitagliptin / metformin hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018) 4252 of Tue, 03 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/862/T/93

Europe -DG Health and Food Safety

3-7-2018

Janumet (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Janumet (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Janumet (Active substance: sitagliptin / metformin hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018) 4251 of Tue, 03 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/861/T/90

Europe -DG Health and Food Safety

19-6-2018

Dany's BienenWohl (Dany Bienenwohl GmbH)

Dany's BienenWohl (Dany Bienenwohl GmbH)

Dany's BienenWohl (Active substance: oxalic acid dihydrate) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)3892 of Tue, 19 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/V/C/4667

Europe -DG Health and Food Safety

30-5-2018

Eviplera (Gilead Sciences Ireland UC)

Eviplera (Gilead Sciences Ireland UC)

Eviplera (Active substance: emtricitabine / rilpivirine (as hydrochloride) / tenofovir disoproxil (as fumarate)) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3453 of Wed, 30 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2312/T/91

Europe -DG Health and Food Safety

29-5-2018

EU/3/18/2017 (Spedding Research Solutions SAS)

EU/3/18/2017 (Spedding Research Solutions SAS)

EU/3/18/2017 (Active substance: Ambroxol hydrochloride) - Orphan designation - Commission Decision (2018)3384 of Tue, 29 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/236/17

Europe -DG Health and Food Safety

24-5-2018

Velmetia (Merck Sharp and Dohme Limited)

Velmetia (Merck Sharp and Dohme Limited)

Velmetia (Active substance: sitagliptin / metformin hydrochloride) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)3261 of Thu, 24 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/2003/201708

Europe -DG Health and Food Safety

24-5-2018

Ristfor (Merck Sharp and Dohme Limited)

Ristfor (Merck Sharp and Dohme Limited)

Ristfor (Active substance: sitagliptin / metformin hydrochloride) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)3262 of Thu, 24 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/2003/201708

Europe -DG Health and Food Safety

24-5-2018

Janumet (Merck Sharp and Dohme Limited)

Janumet (Merck Sharp and Dohme Limited)

Janumet (Active substance: sitagliptin / metformin hydrochloride) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)3260 of Thu, 24 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/2003/201708

Europe -DG Health and Food Safety

24-5-2018

Efficib (Merck Sharp and Dohme Limited)

Efficib (Merck Sharp and Dohme Limited)

Efficib (Active substance: sitagliptin / metformin hydrochloride) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)3276 of Thu, 24 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/2003/201708

Europe -DG Health and Food Safety

21-5-2018

EU/3/14/1353 (Lupin Europe GmbH)

EU/3/14/1353 (Lupin Europe GmbH)

EU/3/14/1353 (Active substance: Mexiletine hydrochloride) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3134 of Mon, 21 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/074/14/T/03

Europe -DG Health and Food Safety

21-5-2018

EU/3/14/1421 (Incyte Biosciences Distribution B.V.)

EU/3/14/1421 (Incyte Biosciences Distribution B.V.)

EU/3/14/1421 (Active substance: Ponatinib hydrochloride) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3141 of Mon, 21 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/212/14/T/02

Europe -DG Health and Food Safety

15-5-2018

Votrient (Novartis Europharm Limited)

Votrient (Novartis Europharm Limited)

Votrient (Active substance: Pazopanib hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3062 of Tue, 15 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1141/T/46

Europe -DG Health and Food Safety

21-3-2018

EU/3/11/919 (Monopar Therapeutics SARL)

EU/3/11/919 (Monopar Therapeutics SARL)

EU/3/11/919 (Active substance: Clonidine hydrochloride) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)1817 of Wed, 21 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/069/11/T/02

Europe -DG Health and Food Safety

5-2-2018

Oxybee (Dany Bienenwohl GmbH)

Oxybee (Dany Bienenwohl GmbH)

Oxybee (Active substance: oxalic acid dihydrate) - New authorisation - Commission Decision (2018)684 of Mon, 05 Feb 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/V/C/4296

Europe -DG Health and Food Safety