Ospen 400

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ospen 400 Sirup
  • Darreichungsform:
  • Sirup
  • Zusammensetzung:
  • phenoxymethylpenicillinum benzathinum 400000 U. I. phenoxymethylpenicillinum benzathinum tetrahydricum, arom.: ethylvanillinum, vanillinum und andere, saccharinum natricum, conserv.: E 216, E 218, excipiens um die suspension für 5 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ospen 400 Sirup
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Infektionskrankheiten

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 37057
  • Berechtigungsdatum:
  • 17-12-1971
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Ospen®

Was ist Ospen® und wann wird es angewendet?

Ospen ist ein Antibiotikum (Penicillin), das gegen bakterielle Infektionskrankheiten eingesetzt wird.

Es wirkt gegen eine Reihe von Bakterien, indem die Wand der Bakterienzelle geschädigt wird.

Ospen ist ein spezielles Penicillin, das geschluckt werden kann und das erst im Zwölffingerdarm

resorbiert wird.

Ospen darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin zur Behandlung von Infektionen

-im Hals-/Nasen-/Ohren-Bereich (Angina; Rachen-, Nasennebenhöhlen- und

Mittelohrentzündungen);

-der Atemwege (Bronchitis);

-der Haut;

-bei Scharlach und rheumatischem Fieber

eingenommen werden.

Zudem kann es auch vorbeugend eingesetzt werden, um Infektionen und deren Folgeerscheinungen

zu verhüten oder als Ergänzung einer mit Penicillin-Spritzen begonnenen Behandlung.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer

gegenwärtigen Erkrankung verschrieben.

Das Antibiotikum in Ospen ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche die obengenannten

Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht

richtig dosierten Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von

sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.

Wann darf Ospen® nicht eingenommen werden?

Wenn Sie auf Penicilline oder andere Antibiotika (z.B. Cephalosporine) allergisch reagieren, dürfen

Sie Ospen nicht anwenden.

Wann ist bei der Einnahme von Ospen® Vorsicht geboten?

Falls Allergien auf andere Antibiotika bekannt sind, ist dies dem Arzt bzw. der Ärztin mitzuteilen.

Bei anderen allergischen Erkrankungen, z.B. Asthma, sowie bei schweren Erkrankungen des Magen-

Darm-Trakts, der Nieren und der Leber ist bei der Einnahme Vorsicht geboten.

Eine gleichzeitige Behandlung mit anderen Antibiotika sollte nur auf ausdrückliche Verordnung des

Arztes bzw. der Ärztin erfolgen. In Kombination mit sogenannten bakteriostatisch wirkenden

Chemotherapeutika oder Antibiotika kann die Wirkung abgeschwächt oder aufgehoben werden. Die

Aufnahme von Penicillin kann nach Vorbehandlung mit Aminoglykosid-Antibiotika vermindert sein.

Eine Behandlung mit Ospen kann eine Therapie mit Blutverdünnungsmitteln

(Antikoagulationstherapie) beeinflussen.

Entzündungshemmende und fiebersenkende Arzneimittel (z.B. Aspirin, Indometacin) sowie

Gichtmittel (Probenecid) verlängern die Wirkung des Antibiotikums, weil es dann langsamer

ausgeschieden wird.

Unter der Behandlung mit Ospen kann der Schutz vor einer Schwangerschaft bei Einnahme der

«Pille» (orale Kontrazeptiva) nicht mehr gewährleistet sein. Während der Behandlung mit Ospen

sollen daher weitere empfängnisverhütende Massnahmen ergriffen werden.

Wenn Sie Ospen gleichzeitig mit einem Arzneimittel, welches den Wirkstoff Methotrexat enthält,

einnehmen, können die Nebenwirkungen von Methotrexat verstärkt werden.

Wenn Sie qleichzeitig Arzneimittel mit dem Wirkstoff Colestipol einnehmen, sollten Sie Ospen

mindestens 1 Stunde vor oder 4 Stunden nach der Einnahme von Colestipol einnehmen.

Treten Durchfälle auf, so kann die Aufnahme anderer, gleichzeitig aufgenommener Arzneimittel,

gestört und damit deren Wirkung beeinträchtigt werden.

Beim Auftreten von schweren und anhaltenden Durchfällen während oder nach der Behandlung

sollten Sie unverzüglich lhren Arzt oder Apotheker bzw. lhre Arztin oder Apothekerin informieren.

Beim Auftreten von Durchfall dürfen keine Arzneimittel. welche die Peristaltik (Darmbewegung)

hemmen. eingenommen werden.

Die Einnahme von Ospen sollte nicht gleichzeitig mit den Mahlzeiten erfolgen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Ospen® während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen, dürfen Sie Ospen nur nach Rücksprache

mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin anwenden. Überlassen Sie es

Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin zu entscheiden, ob Sie Ospen

während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit einnehmen dürfen.

Wie verwenden Sie Ospen®?

Nehmen Sie Ospen genau nach den Anweisungen des Arztes bzw. der Ärztin ein. Weder die tägliche

Dosis noch die Anwendungsdauer dürfen eigenmächtig geändert werden.

Im Allgemeinen gelten die folgenden Dosierungen:

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 1 Filmtablette Ospen 1000 oder 1 Messlöffel Ospen 750

3-4x täglich.

Falls notwendig: 1 Filmtablette Ospen 1500 3-4x täglich.

Kinder bis zu 2 Jahren: ¼-½ Messlöffel Ospen 400 3-4x täglich.

Kinder von 2-6 Jahren: ½-1 Messlöffel Ospen 400 3-4x täglich.

Kinder ab 6 Jahren: 1 Messlöffel Ospen 400 3-4x täglich oder 1 Messlöffel Ospen 750 3x täglich.

Die Einnahme von Ospen hat auf leeren Magen, möglichst 1 Stunde, spätestens ½ Stunde vor der

Mahlzeit zu erfolgen. Die Filmtabletten sollen unzerkaut mit Wasser geschluckt werden. Die

Filmtabletten können zur Erleichterung der Einnahme sowie zur Halbierung der Dosis geteilt

werden. Die Dosierung des Sirups erfolgt mit dem Messlöffel, welcher der Packung beiliegt.

Für einige spezielle Erkrankungsfälle können vom Arzt bzw. von der Ärztin abweichende

Dosierungen verordnet werden.

Bei einigen Infektionen muss mindestens 10 Tage lang behandelt werden, um zum Teil

schwerwiegenden Spätschäden vorzubeugen.

Die Behandlung sollte deshalb nicht ohne Bewilligung des Arztes bzw. der Ärztin abgebrochen,

sondern auch nach dem Abklingen der Krankheitssymptome fortgesetzt werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Ospen® haben?

Häufig können Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt auftreten wie z.B. Übelkeit, Erbrechen,

Bauchschmerzen, Entzündung der Mund- und Zungenschleimhaut und Durchfall. Beim Auftreten

von starken wässrigen Durchfällen, die mit Fieber und Bauchschmerzen einhergehen können, dürfen

Sie Ospen nicht mehr einnehmen und der Arzt bzw. die Ärztin ist sofort zu benachrichtigen.

Arzneimittel gegen Durchfall dürfen in diesem Fall nicht eingenommen werden.

Suchen Sie sofort Ihren Arzt bzw Ihre Ärztin auf sollten Sie Krämpfe, eine Versteifung der

Muskulatur, rhythmische Muskelzuckungen, Bewusstseinstörungen (bis zu Bewusstlosigkeit)

bekommen, welche Sie nicht beeinflussen können. Dies können Anzeichen einer Überdosierung sein.

Gelegentlich treten allergische Reaktionen (Überempflichkeitsreaktionen) auf wie Hautausschläge,

Juckreiz, schmerzende Schwellungen der Haut, verstopfte Nase, Atemnot, Kehlkopfschwellung,

Verkrampfungen der Atemmuskeln, Gelenkschmerzen, Arzneimittelfieber, allergische Entzündung

der Blutgefässe, akute Nierenentzündung oder Blutdruckabfall mit Kreislaufkollaps.

Schwere allergische Reaktionen der Haut mit Bildung von Blasen und/oder grossflächiger Ablösung

der Haut können ebenfalls auftreten. Im Falle Auftreten einer allergischen Reaktion darf das

Arzneimittel nicht mehr eingenommen und der Arzt bzw. Ihre Ärztin muss sofort informiert werden.

Selten kann Mundtrockenheit und Geschmacksveränderungen, eine sogenannte schwarze Haarzunge,

ein wunder Mund, Gelbfärbung der Haut oder der Augen (Anzeichen von Leberentzündung)

auftreten.

Sehr selten wurden eine Abnahme der Anzahl roter oder weisser Blutkörperchen bzw. Blutplättchen

und Gerinnungsstörungen sowie bestimmte Entzündungen der Nieren festgestellt.

Unter einer länger dauernden Behandlung mit Ospen kann es zu einer Pilzbesiedelung der

Schleimhäute kommen. In solchen Fällen sollte der Arzt/die Ärztin um Rat gefragt werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Ospen Filmtabletten: In der Originalverpackung, nicht über 25°C, vor Feuchtigkeit geschützt und

ausser Reichweite von Kindern lagern.

Ospen Sirup: In der Originalverpackung, im Kühlschrank (2‒8°C), vor Licht geschützt und ausser

Reichweite von Kindern lagern.

Nach dem ersten Öffnen kann Ospen Sirup 14 Tage im Kühlschrank (2-8 °C) aufbewahrt werden.

Anschliessend soll der Sirup nicht mehr verwendet werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Bringen Sie nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrem Arzt

oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin zum fachgerechten Entsorgen zurück.

Weitere Auskünfte erteilen Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Ospen® enthalten?

Als Wirkstoffe sind in den Filmtabletten Penicillin-V-Kalium und im Sirup Penicillin-V-Benzathin

Tetrahydrat enthalten.

Ospen 1500: Filmtabletten zu 1,5 Mio. I.E, Hilfsstoffe: Aroma, Saccharinum natricum sowie weitere

Hilfsstoffe

Ospen 1000: Filmtabletten zu 1 Mio. I.E, Hilfsstoffe: Aroma, Saccharinum natricum sowie weitere

Hilfsstoffe

Ospen 750: Sirup zu 750 000 I.E./5 ml (= 1 Messlöffel), Hilfsstoffe: Konservierungsmittel:

Propylparaben (E 216), Methylparaben (E 218); Aroma: Ethylvanillinum, Vanillinum; Saccharinum

natricum sowie weitere Hilfsstoffe

Ospen 400: Sirup zu 400 000 I.E./5 ml (= 1 Messlöffel). Hilfsstoffe: Konservierungsmittel:

Propylparaben (E 216), Methylparaben (E 218); Aroma: Ethylvanillinum, Vanillinum, Saccharinum

natricum, Natrium cyclamat sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

37057 (Sirup), 37523 (Filmtabletten) (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Ospen®? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Ospen 1500 Filmtabletten: 12 und 24 (mit Bruchrille, teilbar).

Ospen 1000 Filmtabletten: 12 und 24 (mit Bruchrille, teilbar).

Ospen 750 Sirup: 60 ml und 120 ml (Messlöffel = 5 ml).

Ospen 400 Sirup: 60 ml und 120 ml (Messlöffel = 5 ml).

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz

Diese Packungsbeilage wurde im März 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

3-8-2018

Scientific guideline:  Ledipasvir/sofosbuvir film-coated tablet 90 mg/400 mg product-specific bioequivalence guidance, adopted

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