Optiray 320

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Optiray 320 Injektionslösung
  • INN (Internationale Bezeichnung):
  • iodine
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • ioversolum 678 mg Endwerte. JOD 320 mg, natrii calcium edetas, trometamoli hydrochloridum, Wasser ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Optiray 320 Injektionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Röntgenkontrastmittel

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 49999
  • Berechtigungsdatum:
  • 18-07-1990
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Transferiert von Guerbet Imaging Switzerland AG

OPTIRAY 300, 350

Niederosmolares nicht-ionisches Röntgenkontrastmittel

Zusammensetzung

Wirkstoff: Ioversol

Hilfsstoffe: Natrium-calcium edetat, Trometamol, Trometamol hydrochlorid, Wasser steril zur

Injektion

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Gebrauchsfertiges, niederosmolares, nicht-ionisches Röntgenkontrastmittel (monomer) zur Injektion

oder Infusion in zwei Iodkonzentrationen:

Optiray 300: 1 ml enthält 636 mg Ioversol entsprechend einem Iodgehalt von 300 mg/ml.

Optiray 350: 1 ml enthält 741 mg Ioversol entsprechend einem Iodgehalt von 350 mg/ml.

Indikationen / Anwendungsmöglichkeiten

Belegte Indikationen:

Niederosmolares nicht-ionisches Röntgenkontrastmittel für die digitale Subtraktionsangiografie

(DSA), zerebrale Arteriografie, Koronararteriografie, Ventrikulografie (links),

Abdominalarteriografie, periphere Arteriografie, Phlebografie, intravenöse Ausscheidungsurografie

und die kontrastverstärkte Computertomografie.

Die Anwendung von Optiray in der Pädiatrie ist für Optiray 300 in der Peripher- und

Abdominalarteriografie sowie der intravenösen Ausscheidungsurografie belegt.

Dosierung / Anwendung

Die Dosierung richtet sich nach dem Allgemeinzustand des Patienten, seinem Alter, Gewicht,

Herzzeitvolumen, der klinischen Fragestellung, Art und Volumen des zu untersuchenden

Gefässgebietes, der Untersuchungstechnik, der apparativen Ausstattung sowie nach der gewählten

Iodkonzentration. Zur Verringerung der physiologischen Belastung sollte die geringste mögliche

Dosis bei optimalem diagnostischem Ergebnis angestrebt werden.

Allgemein sollte der Patient nüchtern, aber ausreichend hydratisiert sein. Störungen des Elektrolyt-

und/oder Wasserhaushaltes sind besonders bei gefährdeten Patienten (Diabetikern,

Niereninsuffizienten, multiplem Myelom, Poly- oder Oligurie, Hyperurikämie, Kleinkindern) vor

und nach der Untersuchung auszugleichen. Bei diesen Patienten muss Optiray vorsichtig dosiert

werden. Intravasale Kontrastmittelgaben sind möglichst am liegenden Patienten, der noch wenigstens

60 Minuten unter Aufsicht bleiben soll, vorzunehmen, da erfahrungsgemäss die Mehrzahl aller

unerwünschten Reaktionen innerhalb dieser Zeitperiode auftritt (siehe "Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen " und/oder "Unerwünschte Wirkungen").

Basierend auf der klinischen Erfahrung können folgende Dosierungsempfehlungen (wenn nicht

spezifiziert, nur gültig für Erwachsene) abgegeben werden:

Anwendungsgebiet

Konzentration Dosis

Maximaldosis

Arteriografie

abdominal und renal

Erwachsene

Kinder

300, 350

Aorta: 10 - 80 ml

A. coeliaca: 12 - 60 ml

A. mesenterica sup.: 15 - 60 ml

A. renalis o. mesenterica inf: 6 - 15 ml

1 - 3 ml/kg Körpergewicht

wiederholbar

bis 250 ml

100 ml

Arteriografie

periphere

Erwachsene

Kinder

300, 350

Aortenbifurkation: 20 - 90 ml

A. iliaca comm.: 10 - 40 ml

A. femoralis: 10 - 40 ml

Aa. subclavia: 15 - 30 ml

Aa. brachialis: 15 - 30 ml

1 - 3 ml/kg Körpergewicht

wiederholbar

bis 250 ml

100 ml

Arteriografie

zerebrale

300,

Aa. carotis, vertebralis: 2 - 12 ml

Aortenbogen: 20 - 50 ml

200 ml

Computertomografie

kraniale

300, 350

50 - 150 ml

150 ml

Ganzkörper-

300, 350

Bolus: 25 - 75 ml Infusion: 50 - 100 ml

als Initialbolus oder Schnellinfusion

respektive Kombination beider.

Applikationsgeschwindigkeit,

Phasendiagramm sowie Früh- oder

Spätschichtung hängen von der

klinischen Fragestellung ab.

150 ml

(max. bis zu 2-

3 ml/kg KG)

Digitale

Subtraktionsangiografie

intraarterielle (i.a. DSA)

intravenöse (i.v. DSA)

300, 350

A. carotis: 6 - 10 ml

A. vertebralis: 4 - 8 ml

Aorta: 25 - 50 ml

Aa. subclavia u. brachialis: 2 - 10 ml

A. abdominalis: 2 - 20 ml

pro Injektion 30 - 50 ml.

periphervenös: Flussrate von 8- 12 ml/s;

zentralvenös präatrial: Flussrate von 10 -

20 ml/s. Gegebenenfalls 20-50 ml 0,9%

NaCl Lösung nachspritzen.

wiederholbar

bis 200 ml

wiederholbar

250 ml

Koronararteriografie und

Ventrikulografie

300, 350

A. coron. sin.: 2 - 10 ml

A. coron. dex.: 1 - 10 ml

linker Ventrikel: 30 - 50 ml

wiederholbar

250 ml

Phlebografie

300, 350

pro Extremität: 50 - 100 ml

Im Anschluss das venöse System mit

0,9% NaCl Lsg oder 5% Dextroselösung

spülen.

Zum rascheren Abfliessen des

Kontrastmittels Massage und

Hochlagern.

250 ml

I.v.

Ausscheidungsurografie

Erwachsene

Säuglinge und Kinder

50 - 100 ml bis max. 1,5-2 ml/kg KG

50 - 75 ml bis max. 1,4 ml/kg KG

Höhere Dosen (1,5-2 ml/kg KG) können

bei unzureichender Kontrastierung

(eingeschränkter Nierenfunktion, älteren

Patienten) angezeigt sein, allerdings unter

Berücksichtigung der Maximaldosen.

Möglichst rasche Infusion zur Erzielung

optimaler Ergebnisse.

Bis 1 Jahr: 3 ml/kg KG

über 1 Jahr: 2 ml/kg KG

150 ml

140 ml

100 ml

Die Maximaldosis ist sowohl vom Patientenstatus als auch vom Zeitraum, in welchem die

Gesamtdosis verabreicht wird, abhängig. Kleinkinder, Patienten mit verminderter kardialer Reserve,

mit reduziertem Verteilungsvolumen, mit lädierter Blut-Hirn-Schranke, mit eingeschränkter Leber-

oder Nierenfunktion weisen ein höheres relatives Risiko einer Kontrastmittelüberdosierung auf. Falls

die Maximaldosis überschritten wurde, kann die intravasale Kontrastmitteluntersuchung in

dringenden Fällen frühestens 10 Stunden später wiederholt oder fortgesetzt werden. In diesen Fällen

wird eine möglichst sorgfältige, mindestens 72 Stunden abdeckende Überwachung der

Nierenfunktion nahe gelegt. Grundsätzlich gilt es bei der Anwendung von Kontrastmitteln die

allgemeinen Hygienevorschriften für sterile Lösungen zu beachten (siehe „Sonstige Hinweise“).

Kontraindikationen

Manifeste Hyperthyreose, bekannte schwere Kontrastmittelreaktion auf Optiray (Ioversol) in der

Anamnese, Unverträglichkeit auf einen der Inhaltsstoffe, hochgradige Niereninsuffizienz mit

schweren Leberschäden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Schwerwiegende oder tödliche Reaktionen sind im Zusammenhang mit der Anwendung von Iod-

haltigen Röntgenkontrastmitteln aufgetreten. Es ist unbedingt erforderlich, dass die Untersuchung

von spezialisiertem Personal durchgeführt wird.

Bei bekannter Kontrastmittelunverträglichkeit, dekompensierter Herz-Kreislaufinsuffizienz,

Lungenemphysem, sehr schlechtem Allgemeinzustand, kombinierter Nieren- und Lebererkrankung,

fortgeschrittener zerebraler Arteriosklerose, zerebralem Krampfleiden, latenter Hyperthyreose,

blanden Knotenstrumen, multiplem Myelom oder anderen Paraproteinosen, Phäochromozytom,

länger bestehendem Diabetes mellitus, Neigung zu Allergien, Störungen des Gerinnungsstatus,

Homozystinurie, sowie bei intravasaler Verabreichung an Patienten, die homozygote Träger der

Sichelzellkrankheit sind, ist die Indikation besonders streng zu stellen. Bei Diabetikern mit

eingeschränkter Nierenfunktion sollten Kontrastmittel nicht angewendet werden, es sei denn, eine

Nutzen/Risiko-Abschätzung fällt positiv aus. Bei Patienten mit Homozystinurie besteht ein erhöhtes

Risiko einer Thrombose oder Embolie.

Hypersensitivitätsrisiko:

Bei Patienten mit erhöhtem Hypersensitivitätsrisiko sollen iodierte Kontrastmittel nur nach

sorgfältiger Nutzen-/Risikoevaluation sowie allenfalls nach antiallergischer Prämedikation erfolgen.

Jede Prämedikation birgt selber Risiken und schützt nicht vollkommen. Für den Fall des Auftretens

einer anaphylaktischen / anaphylaktoiden Reaktion müssen geeignete Reanimationsmöglichkeiten

und insbesondere Adrenalin zur parenteralen Anwendung bereitgestellt werden (s. unten). Bei

Patienten unter Betablockern siehe unter “Interaktionen“.

Besondere Vorsicht ist bei bekannter Unverträglichkeit auf Prostaglandinhemmer, Kontrastmittel,

Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergie, Atopie / Asthma (erhöhtes Risiko einer

Überempfindlichkeitsreaktion oder eines Bronchospasmus), Leber-, Nieren-, Herz-Kreislauf- oder

respiratorischer Insuffizienz geboten. Das Vortesten mit kleinen Kontrastmittelmengen ermöglicht

keine sichere Prognose schwerer Kontrastmittelreaktionen.

Schwerwiegende, lebensbedrohliche, systemische Hypersensitivitätsreaktionen wie das

Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (= DRESS Syndrom - drug

rash with eosinophilia and systemic symptoms) sind nach der Gabe von Optiray berichtet worden.

Frühzeitige oder auch späte Anzeichen einer Hypersensitivität wie Fieber oder eine

Lymphadenopathie können auch ohne sichtbare Hautmanifestationen in Erscheinung treten. Falls

solche Symptome auftreten, sollte der Patient sofort ärztlich betreut werden.

Überempfindlichkeitsreaktionen:

Wie bei allen iodhaltigen Kontrastmitteln, können anaphylaktoide Reaktionen mit unter Umständen

lebensbedrohlichen kardiovaskulären (Schock) oder respiratorischen (Larynx-Ödem,

Bronchospasmus) Komplikationen, sowie Abdominalsymptomen, Urtikaria, Angioödem oder

neurologischen Komplikationen auftreten.

Bei jeder Untersuchung müssen deshalb die personellen Voraussetzungen für eine Notfalltherapie

erfüllt sein und das notwendige Material verwendungsbereit sein (Sauerstoff, Adrenalin oder andere

Medikamente je nach Komedikation, Infusionsmaterial, Intubations- und Beatmungsmöglichkeiten,

u.a.). Es ist unbedingt erforderlich, mit der Durchführung sämtlicher Notfallmassnahmen vertraut zu

sein. Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz sollten mehrere Stunden nach

Kontrastmittelgabe unter Aufsicht bleiben, um verzögerte hämodynamische Auswirkungen zu

erkennen, die mit der vorübergehenden Erhöhung der osmotischen Belastung des Kreislaufs

einhergehen können; die übrigen noch mindestens 60 Minuten, da erfahrungsgemäss die Mehrzahl

aller unerwünschten Reaktionen innerhalb dieser Zeit auftritt (siehe „Unerwünschte Wirkungen“).

Jedoch sind verspätete Reaktionen auch nach Stunden oder Tagen möglich.

Man beachte zudem die allgemeinen Anwendungsempfehlungen unter "Dosierung / Anwendung".

Risikofaktor Schilddrüsenfunktionsstörung:

Iodierte Röntgenkontrastmittel beeinflussen die Schilddrüsenfunktion aufgrund ihres Gehaltes an

freiem Iodid und können bei prädisponierten Patienten zu einer Hyperthyreose führen. Um diese

Stoffwechselstörung zu vermeiden, ist es notwendig, mögliche thyreoidale Risikofaktoren zu

erfassen. Gefährdet sind Patienten mit latenter Hyperthyreose oder funktioneller Autonomie. Bei

potenziell gefährdeten Patienten muss vor der Untersuchung die Schilddrüsenfunktion untersucht

und eine Hyperthyreose ausgeschlossen werden. Eine vorbeugende medikamentöse

Schilddrüsenblockade ist zu erwägen. Zudem kann die Gabe iodierter Kontrastmittel bei Neu- sowie

ganz besonders bei Frühgeborenen eine Hypothyreose auslösen. Aus diesem Grunde sollten die

TSH- und T4-Werte sieben bis zehn Tage sowie einen Monat nach der Kontrastmittelgabe überprüft

werden. Man beachte auch die „Interaktionen“, „Unerwünschte Wirkungen“ und „Sonstige

Hinweise“

Risikofaktor Nierenfunktionsstörung:

In seltenen Fällen kann es besonders bei vorgeschädigten Nieren zu einem akuten Nierenversagen

kommen, das in der Mehrzahl der Fälle reversibel verläuft. Als prädisponierende Faktoren gelten:

bestehende Niereninsuffizienz, besonders diabetische Nephropathie, Alter über 60 Jahre,

Dehydratation, fortgeschrittene Gefässsklerose, Plasmozytom, dekompensierte Herzinsuffizienz,

hohe Kontrastmitteldosen und Mehrfachinjektionen, direkte Kontrastmittelverabreichung in die

Arteria renalis, Exposition mit weiteren Nephrotoxinen. Unklar ist das Risiko bei Hypertonie,

Hyperurikämie und Proteinurie. Als präventive Massnahmen werden empfohlen: Sicherstellen einer

ausreichenden Flüssigkeitszufuhr vor und auch nach Kontrastmittelgabe, vorzugsweise durch

Infusion von Kochsalzlösung (0,45 % NaCl), Vermeidung aller zusätzlichen Nephrotoxine,

Reduktion der Dosis auf das unbedingt Notwendige, Einhalten eines genügend langen Zeitintervalls

zwischen zwei Kontrastmittelgaben (mindestens 48 Stunden). Dialysepflichtige Patienten können

Kontrastmittel für radiologische Untersuchungen erhalten, da iodhaltige Kontrastmittel mittels

Dialyse eliminiert werden können.

Risikofaktor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen weisen ein höheres Risiko für schwerwiegende

Veränderungen der kardialen Hämodynamik und Elektrophysiologie (Reizbildung und Reizleitung)

auf. Dies gilt vor allem nach intrakoronarer, linksventrikulärer und rechtsventrikulärer KM-

Applikation respektive hohen Kontrastmitteldosen. Für kardiale Reaktionen besonders prädestiniert

sind Patienten mit Herzinsuffizienz, mit schwerer koronarer Herzkrankheit, mit instabiler Angina

pectoris, mit Erkrankungen der Herzklappen, mit kurz zurückliegendem Herzinfarkt, mit koronaren

Bypässen und Patienten mit pulmonaler Hypertonie.

Risikofaktor Phäochromozytom

Bei Patienten mit Verdacht auf oder bekanntem Phäochromozytom wird wegen der Gefahr von

schweren Blutdruckkrisen eine geeignete Prämedikation und sorgfältige Nutzen-Risiko-Abschätzung

empfohlen. Wenn nach Ansicht des Arztes der Nutzen überwiegt, kann die Untersuchung

durchgeführt werden, allerdings mit der geringstmöglichen Kontrastmitteldosis. Der Blutdruck sollte

während der Untersuchung überwacht werden und Massnahmen zur Behandlung einer hypertensiven

Krise vorbereitet sein.

Risikofaktor Sichelzellkrankheit:

Bei intravasaler Verabreichung von Kontrastmitteln an Patienten, die homozygote Träger der

Sichelzellkrankheit sind, kann die Bildung von Sichelzellen verstärkt werden.

Risikofaktor Myasthenia gravis

Die Verabreichung von Röntgenkontrastmitteln kann sich nachteilig auf die Symptome einer

Myasthenia gravis auswirken.

Risiko Paravasat:

Vorsicht ist erforderlich, um Paravasate während der Injektion zu vermeiden, insbesondere bei

Patienten mit schwerer Erkrankung der Arterien oder Venen.

Risikofaktor Allgemeinanästhesie:

Allgemeinanästhesie kann bei einigen Verfahren in ausgewählten Patienten erforderlich sein;

allerdings ist von einer höheren Rate von Nebenwirkungen unter diesen Umständen berichtet

worden. Der hypotone Effekt des Anästhetikums oder die Unfähigkeit dieser Patienten,

unerwünschte Symptome zu identifizieren, ist möglicherweise hierfür verantwortlich zu machen.

Für die einzelnen Anwendungsarten sind folgende Hinweise und Vorsichtsmassnahmen zu beachten:

Zerebralarteriografie: Bei Patienten mit fortgeschrittener Ateriosklerose, schwerer Hypertonie,

Herzdekompensation, Senilität und vorausgegangener Zerebralthrombose oder -embolie und

Migräne ist besondere Vorsicht angezeigt. Es können hier verstärkt Herz-Kreislauf-Reaktionen wie

Bradykardie und Blutdruckanstieg oder -abfall auftreten.

Periphere Arteriografie: In der Arterie, in die injiziert werden soll, sollte Pulsation vorhanden sein.

Bei Thrombangiitis obliterans oder aszendierenden Infektionen in Verbindung mit schweren

Ischämien sollte die Angiografie nur mit besonderer Vorsicht, wenn überhaupt, durchgeführt werden.

Abdominalarteriografie und Aortografie: Bei der Aortografie kann es in Abhängigkeit von der

verwendeten Technik zu Verletzungen der Aorta und benachbarter Organe, Pleurapunktionen,

Retroperitonealblutungen, Rückenmarksverletzungen und Symptomen einer Querschnittslähmung

kommen.

Koronararteriografie und Ventrikulografie: Bei der Koronararteriografie und linksseitigen

Ventrikulografie können Herzdekompensation, schwere Arrhythmien, Ischämie und Herzinfarkt

auftreten. Es ist unbedingt erforderlich, dass die Untersuchung von spezialisiertem Personal

durchgeführt wird und dass EKG-Geräte und ausreichende Möglichkeiten zur Reanimation und

Kardioversion zur Verfügung stehen. Eine Überwachung des EKG und der Vitalfunktionen sollte

während der gesamten Untersuchung routinemässig stattfinden. So wie mit jedem Kontrastmittel

können schwerwiegende neurologische Zwischenfälle während der Angiokardiografie beobachtet

werden. Ein ursächlicher Zusammenhang zum Kontrastmittel ist allerdings bisher nicht bestätigt

worden, da die Grunderkrankung und die technische Verfahrensweise selbst verursachende Faktoren

darstellen.

Phlebografie: Bei Patienten mit Verdacht auf Thrombosen, Phlebitis, schwerer Ischämie, lokalen

Infektionen oder einem Totalverschluss des Venensystems ist besondere Vorsicht geboten. Um

Extravasation während der Injektion zu vermeiden, wird eine Röntgendurchleuchtung empfohlen.

Interaktionen

Cholezystografika: Die intravasale Verabreichung von Kontrastmitteln an Patienten, die kurz vorher

ein cholezystografisches Kontrastmittel erhalten haben, sollte auf einen späteren Zeitpunkt

verschoben werden, da bei einigen wenigen Patienten mit Leberfunktionsstörungen nierentoxische

Reaktionen auftraten.

Antidiabetika der Biguanid-Gruppe (Metformin, Buformin): Die beim Diabetiker häufig beobachtete

funktionelle Nierenbeeinträchtigung nach höheren Kontrastmitteldosen kann eine Milchsäureazidose

verursachen. Die Biguanidbehandlung sollte bei normaler Nierenfunktion frühestens zwei Tage nach

der Untersuchung respektive nach Ausgleich der Nierenfunktion wieder aufgenommen werden. Bei

vorbestehender Niereninsuffizienz sind Biguanide kontraindiziert. Bei Notfalluntersuchungen ohne

Nierenfunktionskontrolle müssen alle Massnahmen zur Verhinderung einer Niereninsuffizienz

respektive Laktatazidose eingehalten werden. Ergänzend beachte man die „Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen“.

Interleukin-2 (IL-2), Interferon: Eine erhöhte Überempfindlichkeit auf Kontrastmittel respektive eine

verstärkte IL-2 Toxizität mit Symptomen wie z. B. Hautrötung, Erythem, Fieber bzw. grippeartige

Symptome sowie allergische Spätreaktionen können mit der gleichzeitigen Gabe von Interleukin-2

assoziiert werden. Ähnliches wird auch von anderen Immunmodulatoren wie Interferon berichtet.

Nach Möglichkeit sollte eine Kontrastmitteluntersuchung bei Patienten unter IL-2 Behandlung

vermieden und auf einen Termin mindestens zwei Wochen nach Therapieende angesetzt werden.

Betarezeptorblocker: Die idiosynkratische Reaktionsbereitschaft wird bei Patienten unter

Betarezeptorenblockern durch die Modulation der Adenylatzyklase und der hierdurch erhöhten

Ausschüttung anaphylaktoider Mediatoren erhöht, dadurch besteht ein erhöhtes Risiko eines

Bronchospasmus. Ausserdem bewirken Betablocker eine verringerte kardiale und vaskuläre

Kompensationsfähigkeit. Zusätzlich gilt es die geringere Reaktionsbereitschaft auf Adrenalin resp.

Betasympathomimetika bei der Notfallmedikation zu berücksichtigen. Empfohlen werden neben

einer sorgfältigen Notfallvorbereitung (anstelle der Katecholamine evtl. Glucagon), falls klinisch

vertretbar, das (langsame) Absetzen des Betarezeptorenblockers besonders bei Hochrisikopatienten

(Asthmatiker, kardiovaskuläre Insuffizienz, vorhergehende Kontrastmittelreaktion) sowie eine

Prämedikation mit Antihistaminika oder/und Steroiden.

Krampfschwelle erniedrigende Medikamente: Arzneimittel, die die Krampfschwelle erniedrigen, wie

z.B. Phenothiazine, trizyklische Antidepressiva, MAO-Hemmer, Analeptika, Neuroleptika,

Anästhetika sollten besonders bei Epileptikern oder Patienten mit fokalen Hirnschäden, falls ärztlich

vertretbar, 48 Stunden vor einer zerebralen Arteriografie bis 24 Stunden danach abgesetzt werden.

Diuretika: Auf Grund der hyperosmolaren Eigenschaften von Optiray kommt es zu einem additiven

diuretischen Effekt. Eine Dehydratation, ein erhöhtes Nephropathierisiko, eine Elektrolytdisbalance

sowie hypotensive Störungen mit kardialen Folgeerscheinungen können auftreten oder verstärkt

werden. Besondere Vorsicht gilt es bei Diabetikern, Niereninsuffizienten, älteren multimorbiden

Patienten, Medikamenten mit enger therapeutischer Breite sowie hohen Kontrastmitteldosen

anzuwenden. Vorsichtsmassnahmen beinhalten eine genügende Hydrierung, das allfällige

Unterbrechen der Ko-Medikation sowie eine entsprechende Überwachung des Patienten.

Vasopressiva: Kontrastmittel sollten niemals intraarteriell verabreicht werden, wenn vorher

Vasopressiva verabreicht wurden, da hierdurch die neurologischen Nebenwirkungen verstärkt

werden.

Potenziell nephrotoxische Medikamente: Arzneimittel, die potenziell nephrotoxisch wirken können,

wie z.B. Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) Hemmer, Aminoglykoside, Amphotericin, nicht-

steroidale Antirheumatika, Diuretika oder Ciclosporin können zusammen mit Röntgenkontrastmitteln

die Nierenfunktion stärker beeinträchtigen und zu einem dauerhaften Schaden führen. Deshalb sollte

besonders bei Risikopatienten (Diabetiker, Niereninsuffizienten) die Clearance unter einer guten

Hydrierung bis zu 72 Stunden nach der Kontrastmittelverabreichung überwacht und im Notfall eine

(Hämo)-Dialyse eingeleitet werden.

Fibrinolytika: In vitro beeinträchtigen Röntgenkontrastmittel konzentrationsabhängig die Wirkung

von Fibrinolytika. Wegen dieser je nach Fibrinolytikum variierenden Enzyminhibiton sollten

Röntgenkontrastmittel nicht gleichzeitig eingesetzt werden.

Weitere Informationen zur Gerinnungshemmung unter „Sonstige Hinweise“

Radioiodtherapie der Schilddrüse: Die Aufnahmefähigkeit des Schilddrüsengewebes respektive von

Schilddrüsentumoren und Metastasen für Radioisotope (Iod-131) wird durch iodhaltige

nierengängige Röntgenkontrastmittel bis zu zwei Wochen und in seltenen Fällen länger

beeinträchtigt.

Schwangerschaft, Stillzeit

Es gibt klare Hinweise für Risiken des menschlichen Fötus infolge von Röntgenuntersuchungen

(Röntgenstrahlen). Tierversuche mit Ratten und Kaninchen zeigten keine substanzspezifischen

teratogenen Effekte. Klinisch besteht nur wenig Erfahrung mit Optiray, so dass es während der

Schwangerschaft möglichst nicht angewendet werden sollte, ausser es ist unbedingt nötig.

Stillzeit: Es ist unbekannt ob Ioversol über die Muttermilch ausgeschieden wird. Allgemein werden

injizierte Röntgenkontrastmittel unverändert zu ca. 1% über die Brustmilch eliminiert. Optiray sollte

deshalb während der Stillzeit nicht angewendet werden. Sollte dies unbedingt erforderlich sein, wird

zu einer 24 – 48 stündigen Unterbrechung des Stillens geraten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden diesbezüglich keine klinischen Studien durchgeführt. Da allgemein im Laufe der ersten

Stunde nach Verabreichung von Kontrastmitteln mit einer akuten Reaktion gerechnet werden muss,

sollte kein Fahrzeug oder Maschine während dieser Zeitperiode bedient werden.

Der Einfluss der Grundkrankheit und der Untersuchung auf den Allgemeinzustand des Patienten ist

zu beachten (vgl. „Unerwünschte Wirkungen“).

Unerwünschte Wirkungen

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen wird wie folgt beschrieben:

Beschreibung Häufigkeit

Prozentzahl

sehr häufig

gleich oder mehr als 1/10

Patienten

≥ 10 %

häufig

1/100 bis 1/10 Patienten

≥ 1 % - 10 %

gelegentlich

1/1.000 bis 1/100 Patienten

≥ 0,1 % - 1 %

selten

1/10.000 bis 1/1.000 Patienten

≥ 0,01 % - 0,1 %

sehr selten

Weniger als 1/10.000 Patienten

< 0,01 %

Die unerwünschten Wirkungen sind in den meisten Fällen leicht bis mittelschwer ausgeprägt.

Schwere und lebensbedrohliche Nebenwirkungen sind sehr selten bis selten.

Leichte Nebenwirkungen können erste Anzeichen einer Progredienz respektive von schweren,

generalisierten Reaktionen sein. In solchen Fällen muss die Verabreichung sofort unterbrochen

werden und je nach Fortschreiten der Symptomatik eine geeignete Therapie (siehe auch

"Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen") eingeleitet werden.

Die meisten Nebenwirkungen treten während der ersten Minuten nach der Kontrastmittelgabe auf. Es

werden allerdings auch sehr selten verzögerte Reaktionen gemeldet, die bis zu einigen Tagen nach

der Kontrastmittelgabe auftreten (Spätreaktionen). Neben Hautreaktionen kommen neurologische

Komplikationen, die Nierenfunktionseinschränkung, die Schilddrüsenautonomie, Fieber sowie

gastrointestinale Beschwerden (Nausea, Erbrechen) vor.

Sehr häufig werden leichte Missempfindungen wie Wärmegefühl nach der Gabe iodhaltiger

Röntgenkontrastmittel beobachtet. Häufig treten auch Schmerzen bei der Injektion auf. Andere

Nebenwirkungen traten insgesamt bei 1.1% aller Patienten auf – am häufigsten Übelkeit (0.4%),

Hautreaktionen wie z.B. Urtikaria, Erytheme oder Juckreiz (0.3%) sowie Erbrechen (knapp 0.1%).

Alle übrigen Symptome fanden sich bei weniger als 0.1% aller Patienten.

Immunsystem

Sehr selten anaphylaktoide/anaphylaktische Reaktionen bis hin zu anaphylaktoiden/anaphylaktischen

Schockreaktionen. Es sind auch allergische Spät-Typ Reaktionen beschrieben.

Endokrine Störungen

Iodhaltige Kontrastmittel können bei Schilddrüsenüberfunktion (latenter Hyperthyreose) zu akuten

Entgleisungen des Stoffwechsels führen (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“). Fälle

von Hypothyreose durch Iod-Überlastung wurden bei Neu- und vor allem auch bei Frühgeborenen

gemeldet.

Psychiatrische Störungen

Sehr selten Unruhe, Konfusion, Desorientierung, Angstzustände.

Nervensystem

Selten Kreislaufkollaps (vasovagale Synkope), Kribbelgefühl oder Zittern, Schwindel,

Kopfschmerzen, Parästhesien, Geschmacksveränderungen

Sehr selten Bewusstlosigkeit, Schläfrigkeit, Aphasie, Taubheitsgefühl, Starre, Sprachstörungen.

Nach intraarterieller Injektion sind auch Fälle mit Dyskinesie, Lähmungen, Krämpfen, Amnesie und

anderen Erscheinungen beschrieben.

Augen

Selten Sehstörungen.

Sehr selten allergische Konjunktivitis (einschließlich Augenirritation, Rötung der Bindehaut,

Tränenfluss und Schwellung der Konjunktiven). Es sind auch Fälle von vorübergehender Blindheit

beschrieben.

Ohr und Innenohr

Sehr selten Ohrensausen.

Herz

Selten Tachykardie.

Sehr selten Bradykardie, Herzrhythmusstörungen, Vorhofflimmern, Überleitungsstörungen (z.B.

Herzblock), EKG-Veränderungen, pektanginöse Beschwerden. Es sind auch Fälle von Herzstillstand,

Kammerflimmern, Koronarspasmus, Zyanose, Extrasystolen und Herzklopfen beschrieben.

Gefässe

Selten Hypotonie, Vasodilatation,

Sehr selten Hypertonie, Thrombophlebitiden, zerebrovaskuläre oder andere Durchblutungsstörungen.

Es sind auch Fälle lebensbedrohlicher Zustände mit Kreislaufversagen und Schock, Thrombosen,

Vasospasmen beschrieben,

Atmungsorgane

Selten Kehlkopfspasmen, Ödeme und Obstruktion (einschließlich Symptomen wie Halsenge und

Stridor), Halsirritation, Dyspnoe, heuschnupfenartige Beschwerden, Husten.

Sehr selten Lungenödem, Hypoxie. Es sind auch Fälle von Atemstillstand, Asthma, Bronchospasmen

und Dysphonie beschrieben.

Gastrointestinale Störungen

Gelegentlich Übelkeit.

Selten Erbrechen, Mundtrockenheit.

Sehr selten Bauchschmerzen, Zungenödem, Schluckbeschwerden, erhöhter Speichelfluss,

Sialoadenitis und Pharyngitis. Es sind auch Fälle von Durchfall beschrieben.

Haut

Gelegentlich Hautquaddeln (Urticaria).

Selten Rötungen, Ausschläge und Juckreiz.

Sehr selten Angioödem, vermehrtes Schwitzen. Es sind auch Fälle mit toxischer epidermaler

Nekrolyse (z.B. Stevens-Johnson-Syndrom), akutem generalisiertem pustulösem Exanthem,

Erythema multiforme und Blässe beschrieben.

Mit unbekannter Häufigkeit sind Arzneimittelexantheme mit Eosinophilie und systemischen

Symptomen (= DRESS Syndrom - drug rash with eosinophilia and systemic symptoms) beobachtet

worden.

Muskelskelettsystem

Sehr selten Muskelkrämpfe.

Niere und Harnwege

Selten Harndrang.

Sehr selten unkontrolliertes/r Wasserlassen/Stuhlgang (Inkontinenz), Nierenfunktionsstörungen mit

erhöhten Kreatininwerten, reduzierter Clearancerate, Oligurie, Anurie oder Hämaturie; akutes

Nierenversagen, Nierenschäden und/oder Schädigung der Nierenkanälchen. Es sind auch

schmerzhafte oder erschwerte Miktion und Anurie beschrieben. Bezüglich der Patienten mit

erhöhtem Risiko sei auf die entsprechenden „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“ verwiesen.

Allgemeine Störungen

Sehr häufig allgemeines Wärmegefühl. Selten Kältegefühl, Gesichtsödeme oder periorbitale Ödeme.

Sehr selten Ödeme, Brustschmerzen, Müdigkeit, Schwäche, anormales Gefühl. Es sind auch Fälle

von Fieber beschrieben.

Reaktionen an der Applikationsstelle

Häufig Schmerzen während der Injektion.

In sehr seltenen Fällen an der Injektionsstelle lokale Reaktionen mit Schwellungen, Hautausschlägen,

Vasospasmen oder Entzündungen. Lokalreaktionen nach Paravasaten bilden sich im Regelfall von

selbst zurück, in sehr seltenen Fällen können chirurgische Massnahmen (Operation) zur Beseitigung

von Ulcera erforderlich sein. Es sollte auf die korrekte intravasale Applikation geachtet werden.

Überdosierung

Überdosierungen können lebensbedrohend sein und betreffen meist das Lungen- und Herz-

Kreislaufsystem sowie die Nieren. Die Behandlung muss auf die Aufrechterhaltung der

lebenswichtigen Funktionen und auf den schnellen Einsatz einer geeigneten Symptombehandlung

hinzielen. In gewissen Fällen kann die Beschleunigung der Elimination mittels Dialyse angezeigt

sein. (Siehe auch "Dosierung/Anwendung" und "Unerwünschte Wirkungen").

Eigenschaften / Wirkungen

ATC-Code: V08AB07

Das im Ioversolmolekül organisch gebundene Iod erlaubt eine positive Kontrastdarstellung im

Organismus, da Röntgenstrahlen durch Iod stärker absorbiert werden als durch Weichteilgewebe.

Optiray gehört zur Klasse der triiodierten (monomeren), wasserlöslichen, niederosmolaren, nicht-

ionischen Röntgenkontrastmittel. Die gebrauchsfertige Injektionslösung ist klar, farblos bis leicht

gelblich gefärbt und hat die folgenden physiko-chemischen Eigenschaften:

Konzentration pH-Wert

Osmolalität

(mOsm/kg H2O)

Viskosität bei 25° C (in

mPa•s)

Viskosität bei 37° C

(in mPa•s)

Optiray 300

6,0 - 7,4 645

Optiray 350

6,0 - 7,4 780

14,3

Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik von Ioversol nach intravenöser Gabe ist unter Verwendung von Optiray 320

untersucht worden.

Verteilung:

Ioversol verteilt sich wie andere iodhaltige, wasserlösliche Röntgenkontrastmittel im intravasalen

und im interstitiellen Raum. Es vermag die intakte Blut-Hirn-Schranke nicht zu überwinden, bindet

sich aufgrund seiner hohen Hydrophilie (Wasserlöslichkeit > 125% M/V) nur in geringem Ausmass

(9-13%) an Serumproteine und wird nicht metabolisiert.

Elimination:

Die mittlere Plasma-Eliminationshalbwertszeit beträgt 118 Minuten nach Applikation von 50 ml und

105 Minuten nach Applikation von 150 ml Optiray 320. Ioversol wird hauptsächlich renal, mittels

glomerulärer Filtration, ohne tubuläre Reabsorption ausgeschieden. Mehr als 95% der verabreichten

Dosis werden innerhalb der ersten 24 Stunden ausgeschieden, wobei die maximale

Urinkonzentration innerhalb der ersten zwei Stunden nach der Injektion auftritt. Die Ausscheidung

durch die Fäzes ist vernachlässigbar.

Kinetik in besonderen klinischen Situationen:

Bei einer Niereninsuffizienz erfolgt die Ausscheidung deutlich verlangsamt, z.T. heterotop über die

Gallenwege, so dass eine Dialyse notwendig werden kann.

Präklinische Daten

In den Untersuchungen zur akuten Toxizität lagen die LD50-Werte für Ioversol nach i.v. Applikation

bei Ratte und Maus zwischen 15 und 18 g Iod/kg. Es kam zum Auftreten von Atemdepression,

Hypoaktivität, Faszikulationen, Ataxie, Tremor und Krämpfen.

Bei den Untersuchungen zur Toxizität bei wiederholter Gabe rief Ioversol (i.v.-Applikation) bei der

Ratte ab 0,8 g Iod/kg/Tag reversible zytoplasmatische Vakuolisierungen der proximalen

Tubulusepithelien der Niere hervor, und beim Hund kam es nach i.v. Gabe bei 3,2 g Iod/kg/Tag zu

reversiblen Vakuolisierungen und Verfettungen von Hepatozyten.

Beim Hund rief Ioversol ähnlich wie andere nicht-ionische Kontrastmittel eine Abnahme des

peripheren Gefässwiderstandes und vereinzelt ventrikuläre Arrhythmien hervor. Bei lokalen

Verträglichkeitsprüfungen an Ratten wurden nach einmaliger subkutaner und intramuskulärer

Verabreichung geringgradige entzündliche Reaktionen beobachtet.

Untersuchungen zur Mutagenität verliefen negativ. In den Prüfungen auf embryotoxische und

teratogene Wirkungen an Ratten und Kaninchen wurden keine Hinweise auf ein teratogenes

Potenzial festgestellt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilität:

Optiray soll auf keinen Fall mit anderen Medikamenten gemischt werden. Dies gilt nicht für den

Zusatz von Heparin, welches bei interventionellen Techniken kombiniert wird.

Beeinflussung diagnostischer Methoden:

Schilddrüsenfunktionstest: Die Aufnahmefähigkeit des Schilddrüsengewebes für Radioisotope zur

Schilddrüsendiagnostik wird durch iodhaltige nierengängige Röntgenkontrastmittel bis zu zwei

Wochen und in seltenen Fällen länger beeinträchtigt. Schilddrüsenfunktionstests, die nicht auf der

Bestimmung der Iodaufnahme beruhen, z .B. T3-Triiodthyronin- und Thyroxin- (Gesamt-T4)

Bestimmungen bleiben unbeeinflusst.

Hinweise zur Verhaltensweise bei kontrastmittelbedingten Zwischenfällen:

Angesichts der Unvorhersehbarkeit eines Zwischenfalles bei der Gabe iodierter

Röntgenkontrastmittel, wird die Bereitstellung aller in Frage kommender Notfallmassnahmen für

eine Reanimation und Notfalltherapie gefordert. (siehe auch "Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen"). Während der Untersuchung sollte der Allgemeinzustand des Patienten

durch den Arzt regelmässig überwacht werden (Puls, Blutdruck) und zur unverzüglichen Behandlung

eines Zwischenfalles ein intravenöser Zugang aufrechterhalten werden.

Hinweise zu Katheterismus und Vermeidung thromboembolischer Komplikationen:

Katheterangiografische Kontrastmitteluntersuchungen sind mit den Risiken verbunden,

atherosklerotische Plaques durch die Kathetermanipulationen und Kontrastmittelinjektionen im

Gefäss zu dislozieren und/oder die Gefässwand zu verletzen oder zu perforieren. Testinjektionen

werden empfohlen, um die Katheterlage zu kontrollieren

Schwerwiegende thromboembolische Zwischenfälle wurden während Katheteruntersuchungen mit

jodierten Kontrastmitteln beobachtet.

Nicht-ionische Röntgenkontrastmittel haben eine schwächere gerinnungshemmende Wirkung als

ionische Röntgenkontrastmittel. Zur Vermeidung von Blutgerinnseln oder thromboembolischer

Komplikationen muss auf eine besonders sorgfältige angiografische Technik, das Vermeiden von

bewegungsarmen Mischzonen mit Blut, das häufige Spülen der benutzten Katheter und

Gefässzugänge mit (heparinisierten) Kochsalzlösungen, eine möglichst kurze Untersuchungsdauer,

die Verwendung von Kunststoff- statt Glasspritzen, auf die Komedikation sowie die zusätzliche

Gabe von blutgerinnungshemmenden Stoffen (z.B. Heparin) geachtet werden.

Hygienehinweise

Grundsätzlich gilt es bei der Anwendung von Kontrastmitteln die allgemeinen Hygienevorschriften

für sterile Lösungen zu beachten. Da die Lösungen nicht konserviert sind und es sich um

Eindosenbehälter handelt, sind die in einem Untersuchungsgang nicht verbrauchten Restmengen zu

verwerfen.

Bei der Verwendung der 500 ml Infusionsflasche oder der Fertigspritzen, z.B. in Verbindung mit

einem Injektomaten, sind alle Vorsichtsmassnahmen zur Verhinderung einer Kontamination oder

Partikelbelastung wahrzunehmen. Beispielsweise müssen die (mit Vorteil mit Rückstrom-

Sicherheitsventilen versehenen) Verbindungsschläuche zum Patienten nach jeder Untersuchung

ausgewechselt werden. Bei der Kontrastmittelentnahme werden geschlossene Systeme, die mit

Sterilluftfiltern versehen sind, empfohlen. Am Ende des Untersuchungstages sind die in der

Infusionsflasche, dem Spritzenkolben, den Anschlussschläuchen und allen Einmalartikeln des

Injektorsystems verbliebene Reste des Kontrastmittels zu verwerfen. Ergänzende

Anwendungshinweise der jeweiligen Geräte- und Medizinproduktehersteller sind unbedingt zu

beachten.

Haltbarkeit

Das Präparat darf nur bis zu dem mit „EXP“ bezeichneten Verfalldatum verwendet werden.

Nach Anbruch sollte das Kontrastmittel als unkonservierte Injektionslösung unmittelbar

aufgebraucht und allfällige Restmengen vernichtet werden. Beim Anbruch der Vials mit einem

Trokar, der einen Sterilfilter enthält, kann der Inhalt bis zu 24 Stunden bei Raumtemperatur gelagert

respektiv klinisch eingesetzt werden.

Besondere Lagerungshinweise

Vor Licht, insbesondere Röntgenstrahlen, geschützt und bei Raumtemperatur zwischen 15 und 25°C

aufbewahren. Die Fertigspritzen sollten nicht dem Frost ausgesetzt werden. Optiray kann bis zu 1

Monat lang bei 37°C in einem Kontrastmittelwärmer mit Umluft vorgewärmt werden. Sollten vor der

Applikation Teilchen, Kristalle oder eine Verfärbung beobachtet werden, darf die Lösung nicht

verwendet werden.

Zulassungsnummer

49999 (Swissmedic)

Packungen

Optiray wird in durchsichtigen, farblosen Typ I oder Typ II (Ph. Eur.) Glasvials mit latexfreien

Bromobutylgummi- und Aluminiumring-Verschlüssen angeboten. Ausserdem stehen vorgefüllte

Fertigspritzen zur manuellen oder maschinellen Druckinjektorgabe zur Verfügung. Letztere bestehen

aus Polypropylen, weisen eine Verschlusskappe und Kolben aus Naturgummi auf. Damit Latex-

Allergiker vor direktem Kontakt mit dem Naturgummi geschützt sind, ist der Kolben

teflonbeschichtet. Die Aussenseite der Fertigspritzen ist nicht steril. Weitere Anleitungen zur

Verwendung der Fertigspritzen sind auf den Originalpackungen aufgebracht.

Optiray 300: (B)

1 x 50 ml, 1 x 100 ml Vials,

10 x 200 ml, 5 x 500 ml Vials,

1 Fertigspritze zur manuellen Injektion: 1x50 ml,

1 Fertigspritze zur Hochdruckinjektion: 1x50 ml, 1x75 ml, 1x100 ml und 1x125 ml.

Optiray 350: (B)

1 x 50 ml, 1 x 100 ml Vials,

10 x 200 ml, 5 x 500 ml Vials,

1 Fertigspritze zur manuellen Injektion: 1x50 ml,

1 Fertigspritze zur Hochdruckinjektion: 1x50 ml, 1x75 ml, 1x100 ml und 1x125 ml.

Zulassungsinhaberin

Guerbet AG, Zürich

Stand der Information

Juli 2015

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier

20-9-2018

Getinge Issues Worldwide Voluntary Correction of Maquet/Getinge Cardiosave Intra-Aortic Balloon Pump (IABP) For Interruption and/or Inability to Start Therapy at Altitudes above 3,200 Feet/975 Meters

Getinge Issues Worldwide Voluntary Correction of Maquet/Getinge Cardiosave Intra-Aortic Balloon Pump (IABP) For Interruption and/or Inability to Start Therapy at Altitudes above 3,200 Feet/975 Meters

Getinge is voluntarily initiating a Worldwide recall involving a field correction of approximately 5,223 Maquet/Getinge Cardiosave Intra-Aortic Balloon Pumps (IABP) sold by Datascope Corp., for a potential interruption and/or inability to start therapy to the patient regarding the use of certain Intra-Aortic Balloons (IABs) prior to or during the use with Cardiosave IABP for users who are at altitudes above 3200 feet/975 meters. This condition could potentially lead to patient hemodynamic instability.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

9-8-2018

Camber Pharmaceuticals, Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of Valsartan Tablets, USP, 40mg, 80mg, 160mg and 320mg Due to The Detection of Trace Amounts of N-Nitrosodimethylamine (NDMA) Impurity, Found in an Active Pharmaceutical Ingredient (API)

Camber Pharmaceuticals, Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of Valsartan Tablets, USP, 40mg, 80mg, 160mg and 320mg Due to The Detection of Trace Amounts of N-Nitrosodimethylamine (NDMA) Impurity, Found in an Active Pharmaceutical Ingredient (API)

As a precautionary measure, Camber Pharmaceuticals, Inc. is voluntarily recalling all unexpired lots of Valsartan Tablets, USP, 40mg, 80mg, 160mg and 320mg to the hospital, retail and consumer level. This recall of multiple batches of Valsartan Tablets was prompted due to the detection of trace amounts of N-Nitrosodimethylamine (NDMA), a possible process impurity or contaminant in an active pharmaceutical ingredient, manufactured by Hetero Labs Limited, Unit – I (API manufacturer).

FDA - U.S. Food and Drug Administration

7-8-2018

Seaweed consumption: remain vigilant to the risk of excess iodine intake

Seaweed consumption: remain vigilant to the risk of excess iodine intake

Over the last few years, seaweed has become increasingly common on our plates. Fresh, dried or as a food supplement, its iodine content varies and can sometimes be high. ANSES assessed the risk of excess iodine intake from the consumption of seaweed-based products. In view of the non-negligible risk of exceeding the upper limit of safe intake for iodine, the Agency advises against the consumption of seaweed and seaweed-based food supplements by certain at-risk populations, and recommends that regular con...

France - Agence Nationale du Médicament Vétérinaire

13-7-2018

Prinston Pharmaceutical Inc Issues Voluntary Nationwide Recall of Valsartan and Valsartan HCTZ Tablets Due to Detection of a Trace Amount of Unexpected Impurity, N-Nitrosodimethylamine (NDMA) in The Products

Prinston Pharmaceutical Inc Issues Voluntary Nationwide Recall of Valsartan and Valsartan HCTZ Tablets Due to Detection of a Trace Amount of Unexpected Impurity, N-Nitrosodimethylamine (NDMA) in The Products

Prinston Pharmaceutical Inc. dba Solco Healthcare LLC. is recalling all lots of Valsartan Tablets, 40 mg, 80mg, 160mg, and 320mg; and Valsartan-Hydrochlorothiazide Tablets, 80mg/12.5mg, 160mg/12.5mg, 160mg/25mg, 320mg/12.5mg, and 320mg/25mg to the retail level. This product recall is due to the detection of a trace amount of an unexpected impurity, N-nitrosodimethylamine (NDMA), made by the manufacturer – Zhejiang Huahai Pharmaceutical Co. Ltd. -- that is used in the manufacture of the subject product ...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

29-5-2018

Dringende Sicherheitsinformation zu Leica M320 F12 von Leica Microsystems (Schweiz) AG

Dringende Sicherheitsinformation zu Leica M320 F12 von Leica Microsystems (Schweiz) AG

Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

15-10-2018

L-Thyroxin Jod Winthrop

Rote - Liste

24-9-2018

Ovitrelle (Merck Europe B.V.)

Ovitrelle (Merck Europe B.V.)

Ovitrelle (Active substance: Choriogonadotrophin alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6220 of Mon, 24 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/320/T/75

Europe -DG Health and Food Safety

24-8-2018

Jodgamma 200 µg

Rote - Liste

30-7-2018

Hyrimoz (Sandoz GmbH)

Hyrimoz (Sandoz GmbH)

Hyrimoz (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5097 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4320

Europe -DG Health and Food Safety

24-7-2018

Jodthyrox®

Rote - Liste