Olmesartan Amlodipin Sandoz 20mg/5mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Olmesartan Amlodipin Sandoz 20mg/5mg Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • Filmtablette: olmesartanum medoxomilum 20 mg, amlodipinum 5 mg zu amlodipini besilas, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Olmesartan Amlodipin Sandoz 20mg/5mg Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Essentielle Hypertonie

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 66468
  • Berechtigungsdatum:
  • 03-10-2017
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Patienteninformation

Olmesartan Amlodipin Sandoz®

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Olmesartan Amlodipin Sandoz und wann wird es angewendet?

Olmesartan Amlodipin Sandoz enthält zwei Wirkstoffe mit den Namen Olmesartanmedoxomil und

Amlodipin (als Amlodipinbesilat vorliegend). Beide Substanzen dienen zur Kontrolle von zu hohem

Blutdruck.

·Olmesartanmedoxomil gehört zu einer Gruppe von Wirkstoffen, die «Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten» genannt werden und den Blutdruck senken, indem sie die Blutgefässe erweitern.

·Amlodipin gehört zu einer Gruppe von Wirkstoffen, die «Kalziumkanalblocker» genannt werden.

Amlodipin verhindert, dass Kalzium in die Wand der Blutgefässe eindringt und verhindert dadurch

ein Engerwerden der Gefässe, was ebenfalls den Blutdruck senkt.

Die Wirkweise beider Substanzen trägt dazu bei, eine Straffung der Blutgefässe zu hemmen, so dass

die Blutgefässe sich entspannen und der Blutdruck sinkt.

Olmesartan Amlodipin Sandoz wird angewendet bei der Behandlung von hohem Blutdruck (auch

bekannt unter dem Namen «Hypertonie») bei Patienten, deren Blutdruck nicht ausreichend alleine

durch Olmesartanmedoxomil oder Amlodipin kontrolliert werden kann. Ein hoher Blutdruck kann

die Blutgefässe in den Organen schädigen, so beispielsweise im Herzen, den Nieren, Gehirn und den

Augen. In manchen Fällen kann dies zu einem Herzinfarkt, zu Herz- oder Nierenfunktionsstörungen,

zu einem Schlaganfall oder Blindheit führen. Bis zu diesem Zeitpunkt verursacht ein hoher

Blutdruck normalerweise keine Beschwerden. Daher ist es wichtig, den Blutdruck zu kontrollieren,

um diese Schäden zu verhindern.

Ein hoher Blutdruck kann durch eine Behandlung mit Medikamenten wie Olmesartan Amlodipin

Sandoz kontrolliert werden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat Ihnen möglicherweise auch einige

Änderungen in der Lebensweise empfohlen, die Ihnen helfen, den Blutdruck zu senken (z.B.

Gewichtsreduzierung, ein Rauchstopp, eine Reduktion der konsumierten Alkoholmenge und eine

Reduktion des verwendeten Salzes in der Nahrung). Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat Sie

möglicherweise auch angewiesen, regelmässig Sport zu betreiben, wie beispielsweise Wandern oder

Schwimmen. Es ist sehr wichtig, den Ratschlägen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin zu folgen.

Wann darf Olmesartan Amlodipin Sandoz nicht eingenommen werden?

·Wenn Sie allergisch (überempfindlich) sind auf Amlodipin oder andere Medikamente des

Dihydropyridin-Typs.

·Wenn Sie allergisch sind auf Olmesartanmedoxomil oder Amlodipin oder andere Bestandteile von

Olmesartan Amlodipin Sandoz. Wenn Sie glauben, dass Sie allergisch sind, wenden Sie sich vor

einer Einnahme von Olmesartan Amlodipin Sandoz an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

·Wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

·Wenn Sie ab dem vierten Schwangerschaftsmonat schwanger sind (siehe «Darf Olmesartan

Amlodipin Sandoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»).

·Wenn Sie schwere Leberprobleme haben, wenn der Abfluss der Gallenflüssigkeit aus der Leber

vermindert oder der Abfluss der Gallenflüssigkeit aus der Gallenblase verhindert ist (z.B. durch

Gallensteine), oder wenn Sie eine Gelbsucht haben (Gelbfärbung der Haut und der Augen).

·Wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben.

·Wenn Sie eine unzureichende Blutversorgung des Körpergewebes haben, die sich z.B. durch

niedrigen Blutdruck, langsamen Puls oder schnellen Herzschlag (Schock, einschliesslich

kardiogenem Schock) äussern kann. Als kardiogenen Schock bezeichnet man einen Schock, der

durch schwere Herzprobleme verursacht wird.

·Wenn der Blutfluss von Ihrem Herzen behindert ist (z.B. aufgrund einer Verengung der

Aortenklappe [Aortenstenose]).

·Wenn Sie eine verminderte Pumpleistung des Herzens nach einem Herzanfall (akuter Herzinfarkt)

haben, die sich durch Kurzatmigkeit oder Schwellung von Füssen und Knöcheln bemerkbar macht.

Wann ist bei der Einnahme von Olmesartan Amlodipin Sandoz Vorsicht geboten?

Olmesartan Amlodipin Sandoz Filmtabletten enthalten Lactose. Patienten mit Galactose- oder

Lactose-Unverträglichkeit oder Malabsorption von Glucose-Galactose dürfen dieses Arzneimittel

nicht einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur

Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

·einen ACE-Hemmer (z.B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme

aufgrund von Diabetes mellitus haben,

·Aliskiren.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die

Elektrolytwerte (z.B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmässigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Rubrik «Wann darf Olmesartan Amlodipin Sandoz nicht eingenommen werden?».

Wenn Sie eines der folgenden Gesundheitsprobleme haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin, bevor Sie diese Filmtabletten einnehmen:

·Nierenprobleme oder Nierentransplantation,

·Leberstörungen,

·Herzerkrankungen oder Probleme mit Ihren Herzklappen oder dem Herzmuskel,

·schweres Erbrechen, Durchfall, Behandlung mit grossen Dosen von harntreibenden Arzneimitteln

(Diuretika) oder wenn Sie eine salzarme Diät durchführen,

·erhöhte Kaliumkonzentrationen in Ihrem Blut,

·Probleme mit Ihren Nebennierendrüsen (hormonproduzierende Drüsen auf der Oberseite der

Nieren).

Verständigen Sie Ihren Arzt, wenn Sie starken anhaltenden Durchfall bekommen und dadurch

erheblich an Gewicht verlieren.

Ihr Arzt wird Ihre Beschwerden beurteilen und entscheiden, wie Ihr Blutdruck weiter behandelt

werden soll.

Wie bei allen blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann ein starkes Absenken des Blutdruckes bei

Patienten, die an Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirnes leiden zu einem

Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird daher Ihren Blutdruck sorgfältig

kontrollieren.

Bei Einnahme mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie aktuell

oder vor kurzem eines der folgenden Arzneimittel eingenommen haben, oder beabsichtigen es

einzunehmen:

·Andere blutdrucksenkende Medikamente, da die Wirkung von Olmesartan Amlodipin Sandoz

verstärkt werden kann und die Häufigkeit der Nebenwirkungen höher sein kann.

·Kaliumzusätze, Salzersatzlösungen, die Kalium enthalten, harntreibende Arzneimittel (Diuretika)

oder Heparin (zur Verdünnung des Blutes und Verhinderung von Blutgerinnseln). Die Anwendung

dieser Medikamente zur gleichen Zeit wie Olmesartan Amlodipin Sandoz kann die Konzentration

von Kalium in Ihrem Blut ansteigen lassen.

·Lithium (ein Arzneimittel zur Behandlung von Stimmungsschwankungen und bestimmten Arten

von Depressionen) und Olmesartan Amlodipin Sandoz zur gleichen Zeit angewendet kann die

Toxizität von Lithium verstärken. Wenn Sie Lithium einnehmen, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die

Lithiumkonzentrationen in Ihrem Blut messen.

·Nichtsteroidale anti-inflammatorische Medikamente (NSAID, Arzneimittel zur Linderung von

Schmerzen, Schwellungen und anderen Beschwerden bei Entzündungen, einschliesslich Arthritis)

und Olmesartan Amlodipin Sandoz zur gleichen Zeit angewendet, kann das Risiko eines

Nierenversagens erhöhen. Die Wirkung von Olmesartan Amlodipin Sandoz kann durch NSAID

vermindert werden.

·Bestimmte Säurehemmer (Arzneimittel gegen Magenverstimmungen und Sodbrennen), da die

Wirkung von Olmesartan Amlodipin Sandoz leicht beeinträchtigt werden kann.

·Medikamente zur Behandlung von HIV/AIDS (z.B. Retrovir®, Indinavir, Nelfinavir) oder zur

Behandlung von Pilzinfektionen (z.B. Ketoconazol, Itraconazol).

·Diltiazem, Verapamil (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und hohem

Blutdruck).

·Rifampicin, Erythromycin, Clarithromycin (Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose oder

anderen Infektionen).

·Johanniskraut (Hypericum perforatum), ein pflanzliches Heilmittel bei Angststörungen und

Depressionen.

·Dantrolen (eine Infusion zur Behandlung schwerer Störungen der Körpertemperatur).

·Simvastatin, ein Arzneimittel zur Senkung der Cholesterin- und Triglyzeridwerte (fettartige

Substanzen) im Blut.

·Tacrolimus, Ciclosporin, Arzneimittel zur Beeinflussung Ihres Immunsystems, damit Ihr Körper ein

transplantiertes Organ annehmen kann.

Bei Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Personen, die Olmesartan Amlodipin Sandoz einnehmen, sollten keine Grapefruit essen und keinen

Grapefruitsaft trinken, weil hierdurch der Blutspiegel des Wirkstoffs Amlodipin erhöht werden kann,

was möglicherweise zu einer unvorhersehbaren Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung von

Olmesartan Amlodipin Sandoz führt.

Ältere Patienten

Wenn Sie älter als 65 Jahre sind, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihren Blutdruck regelmässig bei

Erhöhung der Dosis kontrollieren und damit sichergehen, dass Ihr Blutdruck nicht zu niedrig wird.

Patienten schwarzer Hautfarbe

Wie bei ähnlichen Medikamenten kann die blutdrucksenkende Wirkung von Olmesartan Amlodipin

Sandoz bei Patienten schwarzer Hautfarbe leicht vermindert sein.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Möglicherweise fühlen Sie sich während der Behandlung Ihres zu hohen Blutdrucks gelegentlich

unwohl, müde, Ihnen wird schwindelig oder sie bekommen Kopfschmerzen. Falls eine solche

Wirkung auftritt, führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, bis die Symptome

abgeklungen sind. Fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie:

·an andern Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen!

Darf Olmesartan Amlodipin Sandoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit

eingenommen werden?

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger

werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen empfehlen, Olmesartan

Amlodipin Sandoz vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind,

abzusetzen, und er/sie wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von

Olmesartan Amlodipin Sandoz in den drei ersten Schwangerschaftsmonaten wird nicht empfohlen

und Olmesartan Amlodipin Sandoz darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Olmesartan Amlodipin Sandoz in diesem Stadium zu

schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Olmesartan Amlodipin Sandoz wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr

Arzt bzw. Ihre Ärztin kann eine andere Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen, vor

allem, solange Ihr Kind im Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt

oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin um Rat.

Wie verwenden Sie Olmesartan Amlodipin Sandoz?

Wenden Sie Olmesartan Amlodipin Sandoz immer genau nach den Anweisungen Ihres Arztes bzw.

Ihrer Ärztin an. Sie sollten mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin

nachprüfen, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die übliche Dosis beträgt eine Filmtablette Olmesartan Amlodipin Sandoz pro Tag.

Die Filmtabletten können mit den Mahlzeiten oder nüchtern eingenommen werden. Schlucken Sie

die Filmtablette mit etwas Wasser. Olmesartan Amlodipin Sandoz darf nicht mit Grapefruitsaft

eingenommen werden. Wenn möglich sollten Sie die Tagesdosis immer zur gleichen Tageszeit

einnehmen, z.B. während des Frühstücks.

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)

Die Anwendung von Olmesartan Amlodipin Sandoz bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

wird nicht empfohlen.

Wenn Sie eine grössere Menge Olmesartan Amlodipin Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine grössere Menge Filmtabletten als verordnet eingenommen haben, oder wenn ein Kind

unbeabsichtigt Filmtabletten geschluckt hat, kann der Blutdruck zu niedrig werden, was sich in Form

von Schwindelgefühl oder zu schnellem bzw. zu langsamem Puls äussern kann. Wenden Sie sich in

diesen Fällen umgehend an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder an die nächste Notaufnahme und

nehmen Sie Ihr Arzneimittel oder diese Packungsbeilage mit.

Wenn Sie die Einnahme von Olmesartan Amlodipin Sandoz vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis Olmesartan Amlodipin Sandoz vergessen haben, so nehmen Sie die normale

Dosis wie üblich am nächsten Tag ein. Nehmen Sie keine zusätzlichen Filmtabletten zum Ausgleich

der vergessenen Dosis ein.

Wenn Sie die Einnahme von Olmesartan Amlodipin Sandoz abbrechen

Es ist wichtig, Olmesartan Amlodipin Sandoz so lange einzunehmen, bis Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

Ihnen rät, die Behandlung abzubrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene

Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit

Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Olmesartan Amlodipin Sandoz haben?

Wie alle Arzneimittel kann Olmesartan Amlodipin Sandoz Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Die folgenden zwei Nebenwirkungen können schwerwiegend sein, auch wenn nicht viele Personen

davon betroffen sind

Allergische Reaktionen, die möglicherweise den ganzen Körper betreffen, mit Schwellung des

Gesichtes, des Mundes und des Larynx (Kehlkopf), zusammen mit Juckreiz und Hautausschlag

können während der Behandlung mit Olmesartan Amlodipin Sandoz auftreten. Nehmen Sie in

diesem Fall kein Olmesartan Amlodipin Sandoz mehr ein und kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt oder

Ihr Ärztin.

Olmesartan Amlodipin Sandoz kann bei dafür empfänglichen Personen oder als Folge einer

allergischen Reaktion zu einem starken Abfall des Blutdruckes führen. Dies kann schweren

Schwindel und Bewusstlosigkeit hervorrufen. Wenn dieser Fall eintritt, so kontaktieren Sie sofort

Ihren Arzt oder Ihre Ärztin und legen Sie sich hin.

Andere mögliche Nebenwirkungen von Olmesartan Amlodipin Sandoz

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Schwindel; Kopfschmerzen; Schwellung von Fussgelenken, Füssen, Beinen, Händen oder Armen;

Müdigkeit.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Schwindel beim Aufstehen; Kraftlosigkeit; Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Händen oder

Füssen; Schwindelgefühl; starkes Herzklopfen; schneller Herzschlag; niedriger Blutdruck mit

Symptomen wie Schwindel und Benommenheit; erschwertes Atmen; Husten, Übelkeit; Erbrechen;

Verdauungsstörungen; Durchfall; Verstopfung; trockener Mund; Schmerzen im Oberbauch;

Ausschlag; Krämpfe; Schmerzen in Armen oder Beinen; Rückenschmerzen; erhöhter Harndrang;

verminderte Libido; Schwierigkeiten beim Erlangen und Aufrechterhalten einer Erektion;

Schwächegefühl.

Einige Veränderungen in den Blutwerten wurden ebenfalls beobachtet und schliessen unter anderem

ein: Erhöhte oder erniedrigte Kaliumkonzentration im Blut; erhöhte Kreatininkonzentrationen im

Blut; erhöhte Harnsäure; erhöhte Leberwerte (gamma-Glutamyltransferase).

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

Arzneimittelüberempfindlichkeit; Ohnmacht; Gesichtsröte und Wärmegefühl im Gesicht;

Quaddelbildung (Nesselsucht); Schwellungen des Gesichtes.

Weitere Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Olmesartanmedoxomil

oder Amlodipin (die einzelnen Wirkstoffe, welche in Olmesartan Amlodipin Sandoz enthalten sind)

beobachtet wurden

Olmesartanmedoxomil

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Bronchitis; Halsschmerzen; laufende oder verstopfte Nase; Husten; Bauchschmerzen; Magen-Darm-

Entzündung; Durchfall; Verdauungsstörungen; Übelkeit; Schmerzen in den Gelenken und Knochen;

Rückenschmerzen; Blut im Urin; Infektionen des Harntraktes; Schmerzen im Brustkorb;

grippeähnliche Beschwerden; Schmerzen; Veränderungen in den Ergebnissen von

Blutuntersuchungen wie erhöhte Blutfettwerte (Hypertriglyceridämie), erhöhte Harnstoff- oder

Harnsäurewerte im Blut und Anstieg der Laborwerte zur Untersuchung von Leber und Muskulatur.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Abnahme der Anzahl der Blutplättchen, was dazu führen kann, dass Sie leichter Blutergüsse

bekommen oder Wunden länger bluten als üblich.

Überempfindlichkeitsreaktionen, die den ganzen Körper betreffen können und die sowohl

Atemprobleme als auch einen raschen Blutdruckabfall, der sogar bis zum Ohnmachtsanfall führen

kann, verursachen können (anaphylaktische Reaktionen, zum Teil schwere Reaktionen); Angina

pectoris (Schmerzen oder Druckgefühl im Brustkorb); Juckreiz; Hautausschlag; allergischer

Hautausschlag mit oder ohne Quaddeln; Schwellungen des Gesichtes; Muskelschmerzen;

allgemeines Unwohlsein.

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

Schwellung des Gesichts, des Mundes und/oder des Kehlkopfes (Stimmapparat); angioneurotisches

Ödem; akutes Nierenversagen und Nierenfunktionsstörungen; Antriebslosigkeit.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10'000 Behandelten betreffen)

Starker, anhaltender Durchfall, welcher zu Gewichtsverlust führt.

Amlodipin

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Ödeme (Flüssigkeitsansammlung im Körper).

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Bauchschmerzen; Übelkeit; Schwellung der Fussgelenke; Schläfrigkeit; Rötung und Wärmegefühl

des Gesichtes; Sehstörungen, einschliesslich Doppeltsehen und verschwommenes Sehen;

Herzklopfen; Durchfall; Verstopfung; Verdauungsstörungen; Krämpfe; Schwäche; schweres Atmen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Schlaflosigkeit; Schlafstörungen; Stimmungsschwankungen, einschliesslich Angstgefühlen;

Depressionen; Reizbarkeit; Zittern; Geschmacksveränderungen; Ohnmacht; Läuten im Ohr

(Tinnitus), (Verschlechterung einer) Angina pectoris (Schmerzen und unangenehmes Gefühl in der

Brust); unregelmässiger Herzschlag; Husten; laufende oder verstopfte Nase; Haarausfall; rote Punkte

oder Flecken auf der Haut aufgrund kleinster Blutungen (Purpura); Juckreiz; Verfärbungen der Haut;

Quaddeln; übermässiges Schwitzen; Hautausschlag; Muskel- und Gelenkschmerzen; Schwierigkeiten

beim Wasserlassen; nächtlicher Harndrang; erhöhter Harndrang; Brustvergrösserung bei Männern;

Schmerzen im Brustkorb; Schmerzen; Unwohlsein; Gewichtsverlust oder –zunahme, veränderte

Stuhlgewohnheiten.

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

Verwirrtheit.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10'000 Behandelten betreffen)

Abnahme der Anzahl der weissen Blutkörperchen, wodurch das Infektionsrisiko erhöht sein kann;

Abnahme der Anzahl der Blutplättchen, was dazu führen kann, dass Sie leichter Blutergüsse

bekommen oder Wunden länger bluten als üblich; Anstieg des Blutzuckerspiegels; erhöhte

Muskelspannung oder erhöhter Widerstand der Muskeln gegen Bewegung (Muskelhypertonie);

Kribbeln oder Taubheitsgefühl der Hände oder Füsse; Herzinfarkt; Entzündung der Blutgefässe;

Entzündung der Leber oder der Bauchspeicheldrüse; Entzündung der Magenschleimhaut;

Zahnfleischschwellung; erhöhte Leberenzymwerte; Hepatitis; Gelbfärbung von Haut und Augen;

erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut; allergische Reaktionen (Juckreiz, Ausschlag, Schwellung des

Gesichts, des Mundes und/oder des Kehlkopfes [Stimmapparat] zusammen mit Juckreiz und

Ausschlag, schwere Hautreaktionen mit starkem Hautausschlag, Hautrötung am ganzen Körper,

heftiger Juckreiz, Blasenbildung, Abschälen und Schwellung der Haut, Entzündung von

Schleimhäuten, die manchmal sogar lebensbedrohlich sein können; Steven-Johnson-Syndrom.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalverpackung, nicht über 25 °C, vor Feuchtigkeit geschützt und ausser Reichweite von

Kindern lagern. Filmtablette erst unmittelbar vor der Einnahme aus dem Blister entnehmen.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag dieses Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren

Apotheker bzw. Ihre Apothekerin wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

benötigen. Diese Massnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen

verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Olmesartan Amlodipin Sandoz enthalten?

Olmesartan Amlodipin Sandoz Filmtabletten enthalten die Wirkstoffe Olmesartanmedoxomil und

Amlodipin (als Amlodipinbesilat), Lactose sowie weitere Hilfsstoffe.

1 Filmtablette Olmesartan Amlodipin Sandoz 20 mg/5 mg enthält 20 mg Olmesartanmedoxomil und

5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

1 Filmtablette Olmesartan Amlodipin Sandoz 40 mg/5 mg enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil und

5 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

1 Filmtablette Olmesartan Amlodipin Sandoz 40 mg/10 mg enthält 40 mg Olmesartanmedoxomil

und 10 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Zulassungsnummer

66468 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Olmesartan Amlodipin Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung erhältlich.

Olmesartan Amlodipin Sandoz 20 mg/5 mg: Packungen zu 28 und 98 Filmtabletten.

Olmesartan Amlodipin Sandoz 40 mg/5 mg: Packungen zu 28 und 98 Filmtabletten.

Olmesartan Amlodipin Sandoz 40 mg/10 mg: Packungen zu 28 und 98 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im November 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

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