Okrido

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Okrido
  • Darreichungsform:
  • Lösung zum Einnehmen
  • Zusammensetzung:
  • Prednisolondihydrogenphosphat-Dinatrium (Ph.Eur.) 8.1mg
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Okrido
    Deutschland
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
  • Zulassungsnummer:
  • 88676.00.00
  • Letzte Änderung:
  • 11-04-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Okrido

6 mg/ml Lösung zum Einnehmen

Prednisolon als Prednisolondihydrogenphosphat-Dinatrium (Ph.Eur.)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Okrido und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Okrido beachten?

Wie ist Okrido einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Okrido aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Okrido und wofür wird es angewendet?

Okrido

ist eine Lösung zum Einnehmen, die Prednisolon als Prednisolondihydrogenphosphat-

Dinatrium enthält. Es gehört zur Arzneimittelgruppe der Corticosteroide oder „Steroide“, die

normalerweise zur Entzündungshemmung angewendet werden. Diese Arzneimittelgruppe

sollte nicht mit „anabolen“ Steroiden verwechselt werden, die missbräuchlich von manchen

Bodybuildern und Sportlern angewendet werden.

Okrido dient zur Behandlung einer Reihe von Erkrankungen, die eine systemische Therapie

Glucocorticoiden

erfordern.

Behandlung

hängt

Symptomen

Schweregrad der betreffenden Erkrankung ab.

Okrido kann bei folgenden Erkrankungen/Zuständen angewendet werden:

Allergien,

schwere

allergische

Reaktionen

(anaphylaktische

Reaktionen)

Bronchialasthma

Erkrankungen des Blutes, der Blutgefäße und des Herzens:

hämolytische Anämie (Autoimmunerkrankung)

einige Arten von Leukämie

malignes Lymphom (Krebserkrankung der Lymphknoten oder -gewebe)

multiples Myelom (Krebserkrankung der weißen Blutkörperchen)

idiopathische

thrombozytopenische

Purpura

(rote

oder

violette

Hautverfärbungen)

Polymyositis (chronische Muskelentzündung)

Arteritis (Entzündung der Arterienwände), z. B. Riesenzellarteritis, Polyarteritis

nodosa

rheumatisches Fieber mit schwerer Karditis (Herzentzündung)

Hauterkrankungen:

Kollagenose (eine Art von Bindegewebserkrankung)

systemischer

Lupus

erythematodes

(Autoimmunerkrankung

Bindegewebes)

Pemphigus vulgaris (Hauterkrankung mit Hautläsionen)

bullöses

Pemphigoid

(akute

oder

chronische

Hauterkrankung

Blasenbildung)

Pyoderma gangraenosum (Hautgeschwüre)

Lungenerkrankungen:

Verschlechterung

einer

chronisch-obstruktiven

Lungenerkrankung

(COPD,

einschließlich

Lungenemphysem

[Lungenüberblähung]

chronische

Bronchitis)

interstitielle Lungenerkrankungen wie akute Alveolitis (Entzündung von Teilen

der Lunge)

Lungenfibrose (Bildung von übermäßigem Gewebe in den Lungen)

Langzeittherapie von chronischen Formen der Sarkoidose der Stadien II und III

(chronische Entzündung) mit Atemnot, Husten und Verschlechterung der

Lungenfunktionswerte

Prophylaxe (Vorbeugung) des Atemnotsyndroms bei Frühgeborenen

schwere Formen von Heuschnupfen und allergischer Rhinitis (allergische

Entzündung der Nasenschleimhaut)

Krupp (Entzündung der oberen Atemwege)

Quincke-Ödem (schnell auftretende Schwellung)

Asthma

Magen- und Darmerkrankungen:

Morbus Crohn (eine entzündliche Darmerkrankung)

Colitis ulcerosa (eine entzündliche Darmerkrankung)

chronisch-aktive Autoimmunhepatitis (Leberentzündung)

Erkrankungen des Nervensystems:

Myasthenia

gravis

(Schwäche

Skelettmuskeln

verschiedenen

Schweregrades)

chronisches

Guillain-Barré-Syndrom

(eine

Störung

peripheren

Nervensystems)

Tolosa-Hunt-Syndrom (Kopfschmerzen mit Lähmung der Muskeln um das

Auge herum)

Polyneuropathie bei monoklonaler Gammopathie

subakute demyelinisierende Polyneuropathie

Multiple Sklerose (Erkrankung des Gehirns und Rückenmarks)

akute Verschlechterung einer Multiplen Sklerose

Hirnödem

(übermäßige

Flüssigkeitsansammlung

Gehirn)

infolge

Hirnmetastasen

Systemische und immunologische Augenerkrankungen:

Schädigung des Sehnervs infolge einer Entzündung der Arterienwände im Auge

Minderdurchblutung oder Verletzung

Morbus Behçet (Seidenstraßenkrankheit)

Sarkoidose (chronische Entzündung)

Nierenerkrankungen:

Einzelfälle von nephrotischem Syndrom

Rheumatische Erkrankungen:

rheumatoide Arthritis

Polymyalgia rheumatica (Schmerzen oder Steifheit, meist im Hals, in den

Schultern und Hüften)

juvenile chronische Arthritis

systemischer

Lupus

erythematodes

(Autoimmunerkrankung

Bindegewebes)

Dermatomyositis (Entzündung der Muskeln und der Haut)

Polymyositis (chronische Muskelentzündung)

Toxische

Zustände

Zusammenhang

schweren

Infektionskrankheiten

Verbindung mit Antibiotika/Chemotherapie):

tuberkulöse Meningitis (Infektion oder Reizung der Hirnhäute)

schwere Form der progressiven Lungentuberkulose

Substitutionstherapie:

Nebennierenrindeninsuffizienz

(Hormonstörung)

jeglicher

Ursache

Morbus Addison, adrenogenitales Syndrom, Adrenalektomie, ACTH-Mangel)

nach der Wachstumsphase

Verschiedenes:

Hyperpyrexie (ungewöhnlich hohes Fieber)

als Immunsuppressivum bei Organtransplantationen

zur Verhütung von Übelkeit und Erbrechen bei bestimmten Krebstherapien

Multiorganversagen

Viele verschiedene Erkrankungen können durch die überlegte Anwendung von Arzneimitteln

wie Okrido, die hauptsächlich entzündungshemmend wirken, gebessert werden. Fragen Sie

Ihren Arzt, wenn Sie nicht genau wissen, warum Sie diese Lösung zum Einnehmen erhalten.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Okrido beachten?

Okrido darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Prednisolondihydrogenphosphat-Dinatrium oder einen der

in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie gerade geimpft wurden oder eine Impfung geplant ist.

wenn Sie eine Infektion des ganzen Körpers haben (z. B. Masern, Windpocken, Herpes

simplex oculi oder Gürtelrose).

wenn Sie ein Zwölffingerdarm- oder Magengeschwür (peptisches Ulkus) haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Okrido einnehmen,

wenn Sie an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden.

wenn Sie an Bluthochdruck oder einer Herzerkrankung leiden.

wenn Sie an Diabetes leiden oder eine familiäre Vorbelastung mit Diabetes besteht.

wenn Sie an Knochenschwund (Osteoporose) leiden, insbesondere wenn Sie eine Frau

nach den Wechseljahren sind.

wenn bei Ihnen unter der Behandlung mit diesem Steroid oder anderen Steroiden in der

Vergangenheit eine Muskelschwäche aufgetreten ist.

wenn Sie erhöhten Augeninnendruck haben (Glaukom) oder bei Ihnen eine familiäre

Vorbelastung mit Glaukom besteht.

wenn Sie seelische Probleme haben oder an einer seelischen Erkrankung leiden, die

sich durch diese Art von Arzneimitteln verschlechtert hat, wie z. B. eine “Steroid-

Psychose”.

wenn Sie ein Anfallsleiden (Epilepsie) haben.

wenn Sie eine Schilddrüsenunterfunktion haben.

wenn Sie eine Infektion mit Parasiten, z. B. tropischen Würmern, haben.

wenn Sie Tuberkulose (TB) haben.

wenn Sie an Sklerodermie leiden (auch bekannt als systemische Sklerose, eine

Autoimmunerkrankung), da tägliche Dosen von 15 mg oder mehr das Risiko für eine

schwere Komplikation, der sogenannten sklerodermiebedingten renalen Krise, erhöhen

können. Zu den Anzeichen einer sklerodermiebedingten renalen Krise zählen erhöhter

Blutdruck und verringerte Harnbildung. Der Arzt kann Sie anweisen, regelmäßig Ihren

Blutdruck und Ihren Urin überprüfen zu lassen.

Wenn bei Ihnen eine Infektion auftritt, während Sie dieses Arzneimittel einnehmen, sollten Sie

Ihren Arzt informieren.

Vermeiden Sie den Kontakt mit Personen, die an Masern, Windpocken oder Gürtelrose leiden,

wenn Sie selbst diese Krankheiten noch nicht hatten. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn

Sie während der Behandlungsphase oder in den letzten drei Monaten persönlichen Kontakt mit

solchen Patienten hatten.

Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich

an Ihren Arzt.

Bitte informieren Sie jeden Arzt, Zahnarzt oder jede Person, die Ihnen möglicherweise ein

Arzneimittel gibt, dass Sie derzeit Steroide einnehmen oder diese früher eingenommen haben.

Ältere Patienten

Die Plasmakonzentrationen von Prednisolon sind bei älteren Patienten erhöht. Daher können

im Alter häufige Nebenwirkungen von Steroiden schwerere Folgen haben, insbesondere

Knochenschwund (Osteoporose), Bluthochdruck (Hypertonie), niedriger Kaliumgehalt im Blut

(Hypokaliämie), Diabetes, Anfälligkeit gegenüber Infektionen und Dünnwerden der Haut. Der

Arzt soll bei älteren Patienten regelmäßig Kontrolluntersuchungen durchführen, um das Risiko

für Komplikationen zu minimieren.

Kinder und Jugendliche

Wenn Okrido

einem Kind verschrieben wird, stellen Sie sicher, dass die Lösung zum

Einnehmen gemäß den Anweisungen Ihres Arztes oder dieser Packungsbeilage eingenommen

wird. Bei Kindern kann die Einnahme hoher Dosen über einen längeren Zeitraum das

Wachstum beeinträchtigen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken:

Die Anwendung von Okrido kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Okrido als Dopingmittel können nicht

abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Einnahme von Okrido zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben, auch wenn es sich um Arzneimittel handelt, die ohne

ärztliche Verschreibung erhältlich sind.

Die Wirksamkeit bestimmter Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Einnahme beeinträchtigt

werden.

bestimmte Antiepileptika (Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin oder Primidon),

bestimmte Antibiotika (Fluorchinolone, Rifampicin, Rifabutin oder Erythromycin),

einen in Husten- und Erkältungsmitteln enthaltenen Wirkstoff (Ephedrin),

Gerinnungshemmer (z. B. Warfarin, Acenocoumarol),

Aminoglutethimid (reduziert die natürlichen körpereigenen Steroide),

Antidiabetika (z. B. Insulin, Glibenclamid, Metformin),

Acetazolamid (bei bestimmten Augenerkrankungen),

Diuretika, z. B. Bendrofluazid und Furosemid (gegen Bluthochdruck, Herzinsuffizienz,

Wasseransammlungen und Schwellungen),

andere Arzneimittel gegen Bluthochdruck,

Herzglykoside,

Digoxin

(zur

Behandlung

Herzinsuffizienz

unregelmäßigem Herzschlag),

nichtsteroidale Entzündungshemmer, z. B. Ibuprofen, Ketoprofen und Diclofenac,

Langzeitbehandlung mit Aspirin oder anderen Salicylaten,

Östrogene (Bestandteil der „Pille“, der Hormonersatztherapie (HRT) und bestimmter

Krebstherapien),

Mittel gegen Pilzinfektionen (Amphotericin oder Ketoconazol),

Somatropin (zur Wachstumsförderung),

Theophyllin (gegen Asthma und Bronchitis),

Hochdosierte

Asthmamittel

Arzneimittel

gegen

andere

Atemprobleme:

Bambuterol, Fenoterol, Formoterol, Salbutamol, Salmeterol und Terbutalin;

Ritodrin (bei vorzeitigen Wehen),

Carbenoxolon (zur Behandlung von Geschwüren in der Speiseröhre),

Ritonavir (zur Behandlung von Virusinfektionen),

Ciclosporin (zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr bei Knochenmark- oder

Organtransplantationen),

Cholinesterasehemmer (zur Behandlung von Myasthenia gravis),

Methotrexat

(bei

rheumatoider

Arthritis,

Psoriasis

bestimmten

Krebserkrankungen),

Mifepriston (zum Schwangerschaftsabbruch).

Lebendimpfstoffe,

Fluorochinolon.

Einige Arzneimittel können die Wirkungen von Okrido verstärken und Ihr Arzt wird Sie

möglicherweise sorgfältig überwachen, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen (einschließlich

einiger Arzneimittel gegen HIV: Ritonavir, Cobicistat).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Steroide während der Schwangerschaft längere Zeit oder wiederholt eingenommen

werden,

kann

Risiko

für

eine

Wachstumsverlangsamung

Babys

Mutterleib

ansteigen. In bestimmten klinischen Situationen (wenn das Absetzen von Okrido für Mutter

und Kind noch mehr Risiko bedeuten würde) kann die Einnahme jedoch fortgesetzt werden.

Ihr Arzt wird Sie beraten, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.

Stillzeit: Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Keine Auswirkungen bekannt

Okrido enthält Sorbitol und Natrium

Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol. Bitte nehmen Sie Okrido erst nach Rücksprache mit

Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber

bestimmten Zuckern leiden. 1 ml Okrido enthält 500 mg Sorbitol entsprechend ca. 0,04

Broteinheiten

(BE).

Wenn

eine

Diabetes-Diät

einhalten

müssen,

sollten

dies

berücksichtigen. Der Kalorienwert beträgt 2,6 kcal/g Sorbitol. Sorbitol kann eine leicht

abführende Wirkung haben.

1 ml Okrido enthält 0,07 mmol Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen,

sollten Sie dies berücksichtigen.

3.

Wie ist Okrido einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Bei einer akuten oder schweren Erkrankung ist eventuell eine anfänglich hochdosierte Therapie

erforderlich. Die Dosierung kann bei Erwachsenen sehr unterschiedlich sein und zwischen 5

mg und 100 mg täglich betragen. Die Tagesdosis kann in Teildosen aufgeteilt werden. Die

Dosis wird so bald wie möglich auf die niedrigste wirksame Dosis gesenkt.

Manche Patienten können anstatt einer täglichen Dosis vorzugsweise eine Einzeldosis jeden

zweiten Tag oder in noch längeren Abständen erhalten.

Die Dosis sollte bei der Langzeittherapie um nicht mehr als 5-7,5 mg pro Tag reduziert werden.

Wenn Okrido längere Zeit eingenommen wird, wird die Dosis in Zeiten starker Belastung oder

bei einer Krankheitsverschlechterung möglicherweise vorübergehend erhöht.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Bei Allergien und Hauterkrankungen beträgt die übliche Anfangsdosis 5 bis 15 mg

täglich.

Bei Kollagenosen beträgt die übliche Anfangsdosis 20 bis 30 mg täglich. Wenn Sie

stärkere Symptome haben, kann es sein, dass Sie höhere Dosen benötigen.

Bei rheumatoider Arthritis beträgt die übliche Anfangsdosis 10 bis 15 mg täglich. Ihre

Dosis wird später möglicherweise auf ein Niveau gesenkt, das die Symptomlinderung

Ihrer Arthritis aufrechterhält.

Bei Bluterkrankungen und Lymphom ist häufig eine Anfangsdosis von 15-60 mg

erforderlich, die nach einem adäquaten klinischen oder hämatologischen Ansprechen

reduziert wird. Zur Einleitung der Remission bei akuter Leukämie sind möglicherweise

höhere Dosen erforderlich.

Bitte beachten Sie, dass Okrido dazu beiträgt, Ihre Krankheitssymptome zu verringern und zu

lindern, Ihre Krankheit jedoch nicht heilt.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Für

Kinder

Jugendliche

werden

folgenden

Dosisreduktionen

empfohlen.

endgültige Dosis hängt genau wie bei Erwachsenen vom Ansprechen des Kindes bzw.

Jugendlichen auf das Arzneimittel ab.

Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein und mit der niedrigsten möglichen Dosis

durchgeführt werden. Falls möglich, sollte jeden zweiten Tag eine Einzeldosis eingenommen

werden.

Alter von 1-6 Jahren – ein Viertel der Erwachsenendosis

Alter von 7-11 Jahren – die Hälfte der Erwachsenendosis

Alter von 12-17 Jahren – drei Viertel der Erwachsenendosis

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Wenn Sie nicht sicher sind, wie viel Sie einnehmen sollen und wann die Einnahme

erfolgen muss, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Lösung zum Einnehmen wird am besten unverdünnt eingenommen.

Vor der Einnahme gut schütteln.

Wenn die Behandlung länger dauert, vergewissern Sie sich, dass immer genug Lösung

zum Einnehmen vorrätig ist.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, nehmen Sie jeden Morgen eine Einzeldosis

Okrido ein.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die

Wirkung von Okrido zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Okrido eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Okrido eingenommen haben, als Sie sollten benachrichtigen

Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker oder suchen Sie die Notaufnahme der nächstgelegenen

Klinik auf.

Sie müssen die auf dem Etikett Ihres Arzneimittels angegebene Dosis unbedingt einhalten. Die

Einnahme einer höheren Dosis kann gefährlich sein, besonders wenn eine größere Menge der

Lösung auf einmal eingenommen wurde.

Wenn Sie die Einnahme von Okrido vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Es ist sehr wichtig, dies sobald wie möglich nachzuholen. Falls es bereits fast Zeit für die

nächste Einnahme ist, überspringen Sie die vergessene Einnahme. Setzen Sie danach die

Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Okrido abbrechen

Die Einnahme der Lösung darf nicht plötzlich ohne Anordnung des Arztes abgebrochen

werden, da dies den Behandlungserfolg gefährdet. Wenn Ihr Arzt die Steroidbehandlung

beendet, geschieht dies möglicherweise durch schrittweise Verringerung der Dosis über einen

längeren Zeitraum,

wenn

Steroidbehandlung

(mit

Tabletten,

Lösungen

Einnehmen

oder

Injektionen) länger als 3 Wochen gedauert hat.

wenn Sie bereits mehrmals mit Steroiden behandelt wurden.

wenn in den letzten 12 Monaten eine Langzeitbehandlung mit Steroiden beendet wurde.

wenn Sie an einer Hormonstörung (adrenokortikale Insuffizienz) leiden. Fragen Sie

Ihren Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind.

wenn Sie täglich hochdosierte Steroide eingenommen haben (z. B. mehr als 40 mg

Prednisolondihydrogenphosphat-Dinatrium).

wenn Sie für gewöhnlich abends eine Steroiddosis eingenommen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen. Die meisten Behandelten stellen fest, dass die Lösung zum

Einnehmen

keine

Probleme

verursacht,

wenn

niedrigste

wirksame

Dosis

über

kürzestmöglichen Zeitraum eingenommen wird.

folgenden

Beschwerden

können

Anzeichen

einer

allergischen

Reaktion

sein.

Benachrichtigen

Sie

sofort

Ihren

Arzt

oder

suchen

Sie

die

Notfallaufnahme

der

nächstgelegenen Klinik auf

, wenn Sie

einen Hautausschlag oder Juckreiz an der Haut,

Atemnot bemerken oder drohende Ohnmacht befürchten.

Suchen Sie sobald wie möglich Ihren Arzt auf, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen

bemerken:

Magen-

Darmbeschwerden:

Geschwüre

Rachen,

Magengeschwüre,

durchbrechen oder bluten können, Verdauungsstörungen, Übelkeit oder Erbrechen,

aufgeblähter Magen, stärkerer Appetit als gewöhnlich, Schluckauf, Durchfall, Soor

Entzündung

Bauchspeicheldrüse:

Dies

kann

starken

Rücken-

oder

Bauchschmerzen führen.

Störungen des Salzhaushalts im Körper, wie zu viel Natrium oder zu wenig Kalium

oder Kalzium im Blut. Dies kann zu Wassereinlagerung führen.

Herz- und Bluterkrankungen: Bluthochdruck, Blutgerinnsel, Herzmuskelstörungen

nach

einem

kürzlich

erlittenen

Herzinfarkt,

Anstieg

Anzahl

weißen

Blutkörperchen

Knochenschädigung:

Knochenschwund

(Osteoporose)

erhöhtem

Risiko

für

Knochenbrüche, Knochenerkrankung, Sehnenriss und Muskelschwäche

Wiederholt auftretende Infektionen, die sich jedes Mal weiter verschlechtern, wie z. B.

Soor, aber auch Windpocken und Tuberkulose

Hautprobleme: langsamer heilende Wunden, Blutergüsse, Akne

Augenprobleme: erhöhter Augeninnendruck einschließlich Glaukom (grüner Star),

Augenerkrankungen wie Katarakt (grauer Star), Augeninfektionen

Hormonstörungen:

unregelmäßige

oder

ausbleibende

Monatsblutungen,

Wachstumsverzögerung bei Kindern und Jugendlichen, Schwellung des Gesichts (als

„Mondgesicht“ bezeichnet). Wenn Sie Diabetes haben, kann es sein, dass Sie höhere

Dosen blutzuckersenkender Arzneimittel benötigen. Es kann sein, dass Ihr Körper nicht

normal auf starke Belastungen wie Unfälle, Operationen oder Krankheiten reagieren

kann. Verstärkte Körperbehaarung (insbesondere bei Frauen), verstärkter Appetit oder

Gewichtszunahme

Störungen des Nervensystems: mögliche Verschlechterung von Anfällen oder einer

Epilepsie, starke ungewöhnliche Kopfschmerzen mit Sehstörungen, Schlaflosigkeit,

depressive Verstimmung, extreme Stimmungsschwankungen, Verschlechterung einer

Schizophrenie, Kopfschmerzen oder Sehstörungen (einschließlich Augenschmerzen

oder -schwellung)

Allgemeine Beschwerden: mögliches allgemeines Unwohlsein oder Müdigkeit

Corticoide allgemein können eine Porphyrie auslösen.

Es wurde ein Fall eines reversiblen, induzierten Stevens-Johnson-Syndroms gemeldet.

Wenn Sie die Einnahme von Okrido abbrechen, kann ein „Entzugssyndrom“ auftreten

(siehe Abschnitt 3 „Wenn Sie die Einnahme von Okrido abbrechen“).

Unbekannte Häufigkeit:

Sklerodermiebedingte renale Krise bei Patienten, die bereits an Sklerodermie (einer

Autoimmunerkrankung)

leiden.

Anzeichen

einer

sklerodermiebedingten

renalen Krise zählen erhöhter Blutdruck und verringerte Harnbildung.

Verschwommenes Sehen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen

erheblich

beeinträchtigt

oder

Nebenwirkungen

bemerken,

nicht

dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger

Allee

D-53175

Bonn,

Website:

http://www.bfarm.de

anzeigen.

Indem

Nebenwirkungen

melden,

können

dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

5.

Wie ist Okrido aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Arzneimittel, die jemand

anderem verschrieben wurden, können für Kinder gefährlich sein.

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren. Nicht im Kühlschrank lagern.

dürfen

dieses

Arzneimittel

nach

Umkarton

Etikett

nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Eine Flasche Okrido ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt.

Entsorgen Sie nicht verwendetes oder verbrauchtes Arzneimittel über den Hausmüll, nicht

jedoch im Abwasser, wie z. B. über das Waschbecken oder die Toilette. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Okrido enthält

Wirkstoff

Prednisolon

Prednisolondihydrogenphosphat-Dinatrium

(Ph.Eur.).

1 ml

Lösung

Einnehmen

enthält

6 mg

Prednisolon

Prednisolondihydrogenphosphat-Dinatrium (Ph.Eur.)).

Die sonstigen Bestandteile sind: Sorbitol-Lösung 70% (nicht kristallisierend) (Ph.Eur.);

Glycerol

85%;

Acesulfam-Kalium;

Natriumedetat

(Ph.Eur.);

Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat;

Natriumhydroxid-Lösung

m/m);

gereinigtes Wasser; Kirscharoma

Wie Okrido aussieht und Inhalt der Packung

Okrido

ist eine farblose, durchsichtige, homogene, sirupartige Lösung. Das Arzneimittel ist in

braunen Flaschen mit weißem kindersicherem Schraubdeckel erhältlich, die 10 oder 20 ml

Lösung zum Einnehmen enthalten.

Die Flasche befindet sich zusammen mit einer Dosierspritze in einem Umkarton.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Pharmazeutischer Unternehmer:

Pharmapol Arzneimittelvertrieb-GmbH

Kaddenbusch 11

25578 Dägeling

Tel.: (0 48 21) 90 06 06 01

Fax: (0 48 21) 90 06 06 02

Diese Packungsbeilage enthält nicht alle Informationen zu Ihrem Arzneimittel. Wenn Sie

Fragen haben oder sich nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, der über die

gewünschten Informationen verfügt und Sie beraten wird.

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des

pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung. Möglicherweise

finden Sie weitere Informationen zu den Ihnen verschriebenen Arzneimitteln in öffentlichen

Bibliotheken.

Die vorliegenden Informationen gelten nur für

Okrido.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2017