Octaplex

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Octaplex 1000
  • Darreichungsform:
  • Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • Blutgerinnungsfaktor II 560-1520I.E.; Blutgerinnungsfaktor VII 360-960I.E.; Blutgerinnungsfaktor IX vom Menschen 800-1240I.E.; Blutgerinnungsfaktor X 720-1200I.E.; Plasmaprotein C vom Menschen 520-1240I.E.; Plasmaprotein S vom Menschen 480-1280I.E.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Octaplex 1000
    Deutschland
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
  • Zulassungsnummer:
  • PEI.H.02312.02.1
  • Letzte Änderung:
  • 11-04-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

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GEBRAUCHSINFORMATION UND FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Octaplex 500

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer i.v. Infusionslösung

Octaplex 1000

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer i.v. Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Octaplex enthält den humanen Prothrombinkomplex (PPSB) und wird als Pulver und Lösungsmittel

zur Herstellung einer i.v. Infusionslösung angeboten. Octaplex enthält nominell:

Name des Bestandteils

Octaplex 500

Menge pro 20 ml

Durchstechflasche

(I.E.)

Octaplex 1000

Menge pro 40 ml

Durchstechflasche

(I.E.)

Octaplex

Menge nach

Rekonstitution mit

Wasser für

Injektionszwecke

(I.E./ml)

Wirkstoffe

Blutgerinnungsfaktor II

280 – 760

560 - 1520

14 - 38

Blutgerinnungsfaktor VII

180 – 480

360 - 960

9 - 24

Blutgerinnungsfaktor IX

1000

Blutgerinnungsfaktor X

360 – 600

720 - 1200

18 - 30

Weitere wirksame Bestandteile

Protein C

260 – 620

520 - 1240

13 - 31

Protein S

240 - 640

480 - 1280

12 - 32

Der Gesamtproteingehalt pro Durchstechflasche beträgt 260 – 820 mg (500 I.E.) 520 -1640 mg

(1000 I.E.).

Die spezifische Aktivität des Produkts, bezogen auf die Faktor-IX-Aktivität, ist ≥ 0,6 I.E./mg Protein.

Sonstige Bestandteile, die bekanntermaßen einen Effekt haben: Natrium (75 – 125 mg pro 500 I.E.

Flasche/ 150 – 250 mg pro 1000 I.E. Flasche), Heparin (100 – 250 I.E. pro 500 I.E. Flasche/ 200 - 500

I.E. pro 1000 I.E. Flasche bzw. 0,2 – 0,5 I.E./I.E. Faktor IX).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer intravenösen Infusionslösung.

Das Pulver ist weiß bis leicht bläulich.

Das Lösungsmittel ist klar und farblos.

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4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung von Blutungen und perioperative Prophylaxe von Blutungen bei einem erworbenen

Mangel an Prothrombinkomplex-Faktoren, wenn eine schnelle Korrektur des Mangels erforderlich

ist, wie zum Beispiel ein durch die Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten verursachter

Mangelzustand, oder im Falle einer Überdosierung von Vitamin-K-Antagonisten.

Behandlung von Blutungen und perioperative Prophylaxe bei einem angeborenen Mangel der

Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren II und X, wenn Einzelfaktorkonzentrate nicht zur

Verfügung stehen.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Nachstehend werden nur allgemeine Dosierungsrichtlinien gegeben. Die Behandlung sollte unter

Aufsicht eines Spezialisten mit Erfahrung in der Behandlung von Gerinnungsstörungen begonnen

werden. Dosierung und Dauer der Substitution hängen vom Schweregrad der Störung, dem Ort und

Ausmaß der Blutung und von dem klinischen Zustand des Patienten ab.

Die Menge und die Häufigkeit der Verabreichung sollten individuell für den einzelnen Patienten

kalkuliert werden. Die Dosierungsintervalle müssen an die unterschiedlichen Halbwertzeiten der

verschiedenen Gerinnungsfaktoren des Prothrombinkomplexes angepasst sein (siehe Abschnitt 5.2).

Grundlage der individuellen Dosierung ist die regelmäßige Bestimmung der Plasmakonzentration der

entsprechenden Gerinnungsfaktoren, die Messung von Globalparametern der Prothrombinkomplex-

Konzentration (z.B. Quickwert, INR) sowie die kontinuierliche Überwachung des klinischen

Zustandes des Patienten.

Im Falle größerer chirurgischer Eingriffe ist die genaue Überwachung der Substitutionstherapie mittels

Gerinnungstests unerlässlich (spezifische Gerinnungsfaktortests und/oder allgemeine Tests zur

Ermittlung des Prothrombinkomplex-Spiegels).

Behandlung von Blutungen und perioperative Prophylaxe von Blutungen bei einem erworbenen

Mangel an Prothrombinkomplex-Faktoren:

Die Dosierung hängt von der INR vor Behandlung und der gewünschten INR ab. In der folgenden

Tabelle ist die ungefähre Dosis (ml gelöstes Produkt/kg Körpergewicht) angegeben, welche für die

Normalisierung der INR (

1,2 innerhalb einer Stunde) bei unterschiedlichen initialen INR benötigt

wird:

Initiale INR

2 – 2,5

2,5 – 3

3 – 3,5

> 3,5

Ungefähre Dosis*

(ml Octaplex/kg Körpergewicht)

0,9 –1,3

1,3 – 1,6

1,6 – 1,9

> 1,9

* Die Einzeldosis sollte 3.000 I.E. (120 ml Octaplex) nicht überschreiten.

Alternativ kann auch der Quick-Wert zur Dosierung von Octaplex herangezogen werden. Es gilt die

folgende Faustregel: 1 I.E. pro kg Körpergewicht hebt den Quick-Wert um ca. 1 % an.

Zur Dosisberechnung kann die folgende Richtformel benutzt werden:

Initialdosis (I.E.) = Körpergewicht (kg) x gewünschter Quick-Wert-Anstieg (%) x 1 (I.E./[kg x %])

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Hohe initiale Dosen von 40 I.E./kg Körpergewicht (KG) sind angezeigt bei bedrohlichen bzw.

ausgedehnten Blutungen (z.B. Hirnblutung, Zungenbiss, retroperitoneale Blutungen,

Muskelblutungen, gastrointestinale und Mundhöhlenblutungen), Operationen mit großen Wundflächen

und/oder hoher Blutungsgefahr (auch bei Tonsillektomie).

Dosen von mehr als 40 I.E./kg KG sollten in mehreren Teilmengen verabreicht werden.

Niedrige initiale Dosierungen von 20 I.E./kg KG sind angezeigt bei kleineren Haut- und

Muskelblutungen, Nasenbluten (Epistaxis), Blut im Urin (Hämaturie) und Operationen mit kleinen

Wundflächen [z.B. Zahnextraktion, Leistenbruchoperation (Herniotomie)].

Blutungsereignis

Therapeutisch notwendiger

Quickwert

leichtere Blutungen bzw. kleinere

Verletzungen oder Eingriffe

30 - 50%

ca. 1,6 – 2,4

schwere Verletzungen oder größere

Operationen

60 - 80 %

ca. 1,15 – 1,4

Höhere Aktivitäten können in Einzelfällen erforderlich sein.

Die durch das Prothrombinkomplex-Konzentrat innerhalb kurzer Zeit erreichte Umkehr der durch den

Vitamin-K-Antagonisten hervorgerufenen Verminderung der Blutgerinnung hält 6 – 8 Stunden an. Die

gleichzeitige Verabreichung von Vitamin K mit dem Prothrombinkomplex-Konzentrat (s. 6.2

Inkompatibilitäten) sollte immer in Erwägung gezogen werden, da durch Vitamin K die

Normalisierung der Synthese der Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren nach 4-6 h erreicht wird.

Bei gleichzeitiger Gabe von Vitamin K ist eine wiederholte Behandlung mit Prothrombinkomplex-

Konzentrat normalerweise nicht erforderlich.

Da diese Empfehlungen auf empirischen Daten beruhen und Wiederfindungsrate (Recovery) und

Wirkungsdauer variieren können, ist eine kontinuierliche Überwachung des INR bzw. des Quick-

Wertes erforderlich.

Blutungen und perioperative Prophylaxe bei einem angeborenen Mangel der Vitamin-K-

abhängigen Gerinnungsfaktoren II und X, wenn Einzelfaktorkonzentrate nicht zur Verfügung

stehen:

Die Berechnung der erforderlichen Dosierung für die Behandlung basiert auf der empirischen

Erkenntnis, dass die Gabe von 1 I.E. Faktor II/kg Körpergewicht die Faktor-II-Aktivität im Plasma um

ca. 0,02 I.E./ml erhöht bzw. 1 I.E. Faktor X/kg Körpergewicht die Faktor-X-Aktivität im Plasma um

ca. 0,017 I.E./ml erhöht.

Die Dosis eines verabreichten spezifischen Faktors wird in Internationalen Einheiten (I.E.) angegeben

- bezogen auf den aktuellen WHO - Standard für diesen Faktor. Die Aktivität eines spezifischen

Gerinnungsfaktors im Plasma wird entweder als Prozentsatz (relativ zu normalem Plasma) oder in

Internationalen Einheiten (relativ zum Internationalen Standard für den spezifischen Faktor)

angegeben.

Eine Internationale Einheit (I.E.) an Gerinnungsfaktorenaktivität entspricht der Menge, die in 1 ml

normalem humanem Plasma zu finden ist.

Zum Beispiel wird die erforderliche Dosis für Faktor X auf Grundlage des empirischen Ergebnisses

ermittelt, dass 1 Internationale Einheit (I.E.) Faktor X/kg Körpergewicht die Faktor-X-Aktivität im

Plasma um 0,017 I.E./ml anhebt. Die erforderliche Dosis wird nach folgender Formel ermittelt:

Erforderliche Einheiten = Körpergewicht (kg) x gewünschter Faktor-X-Anstieg (I.E./ml) x 60

(ml/kg)

4/13

wobei 60 (ml/kg) der reziproke Wert der geschätzten Wiederfindungsrate ist.

Erforderliche Dosis für den Faktor II:

Erforderliche Einheiten = Körpergewicht (kg) x gewünschter Faktor-II-Anstieg (I.E./ml) x 50

(ml/kg)

Wenn die individuelle Wiederfindungsrate bekannt ist, sollte dieser Wert für die Berechnung

verwendet werden.

Art der Anwendung

Octaplex muss intravenös verabreicht werden. Die Infusion sollte unter aseptischen Bedingungen mit

einer Geschwindigkeit von 1 ml pro Minute eingeleitet und mit 2-3 ml pro Minute weitergeführt

werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen oder einem der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Aktuelle oder aus der Anamnese bekannte allergisch bedingte Thrombozytopenie (Typ II) auf

Heparin.

Patienten mit IgA-Mangel und bekannten Antikörpern gegen IgA.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Der Rat eines Spezialisten mit Erfahrung in der Behandlung von Gerinnungsstörungen sollte eingeholt

werden.

Octaplex sollte bei Patienten mit einem erworbenen Mangel an Vitamin-K-abhängigen

Gerinnungsfaktoren (z. B. verursacht durch die Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten) nur

verwendet werden, wenn eine schnelle Korrektur des Prothrombinkomplex-Spiegels erforderlich ist,

wie zum Beispiel bei starken Blutungen oder einer Notoperation. In anderen Fällen ist normalerweise

die Verringerung der Dosis des Vitamin-K-Antagonisten und/oder die Verabreichung von Vitamin K

ausreichend.

Patienten, die einen Vitamin-K-Antagonisten erhalten, können eine Hyperkoagulationsbereitschaft

aufweisen, die sich durch die Infusion des Prothrombinkomplex-Konzentrats verstärken kann.

Wenn allergische oder anaphylaktische Reaktionen auftreten, muss die Infusion sofort unterbrochen

werden. Im Falle eines Schocks sind die medizinischen Standards für die Behandlung eines Schocks

zu befolgen.

Zur Verhinderung von Infektionen, die durch die Verwendung von Arzneimitteln entstehen, die aus

humanem Blut oder Plasma hergestellt werden, werden verschiedene Maßnahmen getroffen. Hierzu

gehören die Auswahl der Spender, das Testen der einzelnen Spenden und Plasma-Pools auf

spezifische Infektionsmarker, sowie effektive Herstellungsschritte für die Inaktivierung/Entfernung

von Viren.

Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen kann bei der Verabreichung von Arzneimitteln, die aus humanem

Blut oder Plasma hergestellt werden, die Möglichkeit der Übertragung von infektiösen

Krankheitserregern nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Dies trifft auch auf unbekannte oder

neu auftretende Viren sowie andere Krankheitserreger zu.

Die getroffenen Maßnahmen werden als wirksam für umhüllte Viren wie humanes Immundefizienz-

Virus (HIV), Hepatitis-B-Virus (HBV) und Hepatitis-C-Virus (HCV) angesehen. Die getroffenen

5/13

Maßnahmen können bei nicht umhüllten Viren, wie Hepatitis-A-Virus (HAV) und Parvovirus B19,

von eingeschränkter Wirksamkeit sein. Eine Parvovirus-B19-Infektion kann für Schwangere

(Infektion des Fetus) und für Patienten mit einem Immunmangel oder einer erhöhten Erythropoese (z.

B. bei hämolytischer Anämie) schwerwiegend sein.

Es wird empfohlen, Patienten gegen Hepatitis A und Hepatitis B zu impfen, wenn sie regelmäßig oder

wiederholt aus humanem Plasma hergestellte Prothrombinkomplex-Konzentrate erhalten.

Es wird auf die Dokumentationspflicht gemäß Transfusionsgesetz hingewiesen.

Bei Patienten mit entweder angeborenem oder erworbenem Mangel besteht insbesondere bei

wiederholter Gabe von Prothrombinkomplex-Konzentraten ein Risiko einer Thrombose oder einer

disseminierten intravasalen Gerinnung.

Patienten, denen ein humaner Prothrombinkomplex verabreicht wird, sollten genau auf Symptome

einer intravasalen Gerinnung oder Thrombose hin beobachtet werden. Aufgrund des Risikos

thromboembolischer Komplikationen sollten bei der Verabreichung von humanen

Prothrombinkomplex-Produkten Patienten mit der Anamnese einer koronaren Herzerkrankung oder

eines Herzinfarktes, mit einer Lebererkrankung, mit einem Risiko eines thromboembolischen

Ereignisses oder einer disseminierten intravasalen Gerinnung, peri- oder postoperative Patienten und

Neugeborene genau beobachtet werden. In jeder dieser Situationen sollte der potentielle Vorteil der

Behandlung gegen das Risiko dieser Komplikationen abgewogen werden.

Es liegen keine Daten zum Gebrauch von Octaplex im Fall perinataler Blutungen aufgrund eines

Vitamin-K-Mangels bei Neugeborenen vor.

Octaplex enthält 75 - 125 mg Natrium pro 500 I.E. Flasche/ 150 – 250 mg Natrium pro 1000 I.E.

Flasche. Bei Patienten mit einer Natriumdiät ist dies zu berücksichtigen.

Bei einem angeborenen Mangel an einem der Vitamin-K-abhängigen Faktoren sollte ein

Einzelfaktorpräparat eingesetzt werden, wenn dieses zur Verfügung steht.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Humane Prothrombinkomplex - Produkte neutralisieren den Effekt der Behandlung mit Vitamin-K-

Antagonisten. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.

Beeinflussung von biologischen Tests:

Bei der Durchführung von Gerinnungstests, die empfindlich auf Heparin reagieren, ist der

Heparingehalt des verabreichten Prothrombinkomplex-Produktes zu berücksichtigen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Die Sicherheit von humanem Prothrombinkomplex zum Gebrauch in der Schwangerschaft und

während der Stillzeit ist nicht untersucht worden. Tierversuche sind nicht geeignet, um die Sicherheit

im Hinblick auf eine Schwangerschaft, die Entwicklung des Embryos/Fetus, die Entbindung oder die

postnatale Entwicklung zu beurteilen. Daher sollten humane Prothrombinkomplexe bei schwangeren

oder stillenden Frauen nur bei einer klaren Indikation verabreicht werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt.

6/13

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils:

Eine Substitutionstherapie kann zur Bildung von zirkulierenden Antikörpern gegen einzelne

Gerinnungsfaktoren führen. Wenn solche Inhibitoren auftreten, wird der infundierte

Prothrombinkomplex teilweise oder vollständig inaktiviert. Dadurch wird die klinische

Wirksamkeit von Prothrombinkomplex-Konzentraten eingeschränkt.

Allergische oder anaphylaktische Reaktionen können in seltenen Fällen auftreten (

1/10.000, <

1/1.000). Dies schließt auch schwere anaphylaktische Reaktionen ein.

Ein Anstieg der Körpertemperatur wurde in sehr seltenen Fällen beobachtet (< 1/10.000).

Es besteht das Risiko von Thromboembolien nach der Verabreichung von humanem

Prothrombinkomplex (siehe Abschnitt 4.4).

Tabellarische Liste der Nebenwirkungen von Octaplex

Die Nebenwirkungen sind in der nachstehenden Tabelle gemäß MedDRA-Systemorgan-Klassifikation

(SOC und Bevorzugte Begriffe [Preferred Terms]) aufgeführt. Bei den Häufigkeitsangaben, basierend

auf Daten aus klinischen Studien, werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: sehr häufig (≥ 1/10);

häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100); selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000);

sehr selten (< 1/10.000) oder nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar).

MedDRA-Standard-Systemorganklasse ¶

Nebenwirkungen

Häufigkeit

Psychiatrische Erkrankungen

Angst

gelegentlich

Gefäßerkrankungen

Tiefe Venenthrombose

häufig

Thrombose

gelegentlich

Hypertonie

gelegentlich

Erkrankungen der Atemwege, des

Brustraums und Mediastinums

Lungenembolie

gelegentlich

Bronchospasmus

gelegentlich

Hämoptyse

gelegentlich

Epistaxis

gelegentlich

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden

am Verabreichungsort

Brennen an der

Injektionsstelle

gelegentlich

Untersuchungen

Fibrin-D-Dimer erhöht

gelegentlich

Blutthrombin erhöht

gelegentlich

Leberfunktionsstörung

gelegentlich

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe

bedingte Komplikationen

Device-Thrombosen

gelegentlich

Die folgenden Nebenwirkungen wurden während der Anwendung von Octaplex nach

Markteinführung beobachtet. Da die Meldung von Nebenwirkungen nach der Markteinführung auf

freiwilliger Basis erfolgt und die Daten von einer Population ungewisser Größe stammen, können für

die Häufigkeiten dieser Nebenwirkungen keine verlässlichen Werte angegeben werden.

7/13

Erkrankungen des Immunsystems

Anaphylaktischer Schock, Überempfindlichkeit

Erkrankungen des Nervensystems

Tremor

Herzerkrankungen

Herzstillstand, Tachykardie

Gefäßerkrankungen

Kreislaufkollaps, Hypotonie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Dyspnoe, Ateminsuffizienz

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Übelkeit

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Urtikaria, Hautausschlag

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Schüttelfrost

Selten werden Heparin-Antikörper-vermittelte schwere Thrombozytopenien (Typ II) mit

Thrombozytenwerten deutlich unter 100.000 /

l oder einem schnellen Abfall auf weniger als 50 %

des Ausgangswertes beobachtet. Bei Patienten ohne vorbestehende Überempfindlichkeit gegen

Heparin beginnt der Thrombozytenabfall in der Regel 6–14 Tage nach Behandlungsbeginn. Bei

Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber Heparin tritt dieser Abfall unter Umständen innerhalb

von Stunden auf. Die schwere Form der Thrombozytopenie kann verbunden sein mit arteriellen und

venösen Thrombosen/Thromboembolien, Verbrauchskoagulopathie, evtl. Hautnekrosen an der

Injektionsstelle, Petechien, Purpura und Meläna. Dabei kann die blutgerinnungshemmende Wirkung

des Heparins vermindert sein (Heparintoleranz).

Bei Patienten, bei denen die genannten allergischen Reaktionen auftreten, muss Octaplex sofort

abgesetzt werden. Bei ihnen darf auch in Zukunft kein heparinhaltiges Arzneimittel mehr angewendet

werden. Wegen der genannten gelegentlich auftretenden ungünstigen Wirkung des Heparins auf die

Thrombozyten muss deren Zahl, insbesondere zu Beginn der Behandlung mit Octaplex, engmaschig

kontrolliert werden.

Angaben zur Sicherheit im Hinblick auf übertragbare Krankheitserreger: siehe Abschnitt 4.4.

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Daten zur Anwendung von Octaplex bei Kindern und Jugendlichen vor.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

8/13

Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel

Paul-Ehrlich-Institut

Paul-Ehrlich-Str. 51-59

63225 Langen

Tel: +49 6103 77 0

Fax: +49 6103 77 1234

Website: www.pei.de

4.9

Überdosierung

Die Verwendung hoher Dosen humaner Prothrombinkomplex-Produkte ist mit Fällen eines

Myokardinfarkts, einer disseminierten intravasalen Gerinnung, Venenthrombose und Lungenembolie

in Verbindung gebracht worden. Im Falle einer Überdosis ist daher das Risiko für die Entstehung

thromboembolischer Komplikationen oder einer disseminierten intravasalen Gerinnung erhöht.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antihämorrhagika, Blutgerinnungsfaktoren IX, II, VII und X in

Kombination, ATC-Code: B02BD01.

Die Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X, die Vitamin-K-abhängig in der Leber synthetisiert werden,

werden im Allgemeinen als Prothrombinkomplex bezeichnet. Zusätzlich zu den Gerinnungsfaktoren

sind in Octaplex die Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsinhibitoren Protein C und Protein S enthalten.

Faktor VII ist das Zymogen der aktiven Serinprotease Faktor VIIa. Der Komplex aus

Gewebsthromboplastin und Faktor VIIa

aktiviert die Gerinnungsfaktoren X und IX zu Xa und IXa. In

der weiteren Aktivierung der Gerinnungskaskade wird Prothrombin (Faktor II) zu Thrombin

gespalten. Durch Thrombin wird aus Fibrinogen Fibrin gebildet, das zu einem Gerinnsel vernetzt wird.

Der isolierte schwere Mangel an Faktor VII führt aufgrund einer gestörten primären Hämostase mit

einer reduzierten Thrombin- und Fibrinbildung zu Blutungsneigungen. Der isolierte Mangel an Faktor

IX ist eine der klassischen Hämophilien (Hämophilie B). Der isolierte Mangel an Faktor II oder Faktor

X ist sehr selten, kann aber in schweren Fällen Blutungen wie bei klassischen Hämophilien

verursachen.

Die weiteren Bestandteile, die Gerinnungsinhibitoren Protein C und Protein S, werden ebenfalls in der

Leber synthetisiert. Die biologische Aktivität von Protein C wird durch den Cofaktor Protein S

verstärkt.

Aktiviertes Protein C hemmt die Gerinnung durch Inaktivierung der Gerinnungsfaktoren Va und

VIIIa. Protein S ist als Cofaktor von Protein C an der Hemmung der Gerinnung beteiligt. Protein-C-

Mangel kann mit einem Thromboserisiko einhergehen.

Die Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten kann zu einem Mangel an Vitamin-K-abhängigen

Gerinnungsfaktoren führen (erworbener Mangel). Schwerwiegende Mangelerscheinungen führen zu

starken Blutungen, die eher durch retroperitoneale oder zerebrale Blutungen als durch Muskel- und

Gelenksblutungen gekennzeichnet sind. Eine schwere Leberinsuffizienz führt ebenfalls zu einer

deutlichen Reduzierung der Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren und einer Blutungsneigung,

die oft aufgrund einer gleichzeitig reduzierten intravasalen Gerinnung, einer Reduzierung der

Gerinnungsinhibitoren, einer verminderten Fibrinolyse sowie einer erniedrigten Thrombozytenzahl

komplex ist.

9/13

Die Verabreichung von humanem Prothrombinkomplex führt zu einem Anstieg der Vitamin-K-

abhängigen Gerinnungsfaktoren im Plasma und kann die Gerinnungsstörung vorübergehend bei den

Patienten korrigieren, die unter einem Mangel an einem oder mehreren dieser Faktoren leiden.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Halbwertzeiten in Plasma lauten für:

Faktor II

48 - 60 Stunden

Faktor VII

1,5 - 6 Stunden

Faktor IX

20 - 24 Stunden

Faktor X

24 - 48 Stunden

Protein C

1,5 - 6 Stunden

Protein S

24 - 48 Stunden

Octaplex ist aufgrund der intravenösen Verabreichung sofort und vollständig verfügbar.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die Faktoren des humanen Prothrombinkomplexes (im Konzentrat) verhalten sich wie die

körpereigenen Gerinnungsfaktoren II, VII, IX, X.

Toxizitätsuntersuchungen mit wiederholten Dosen an Tieren sind wegen der Antikörperbildung gegen

heterologe Proteine nicht durchführbar.

Präklinische und klinische Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf ein erhöhtes thrombogenes

Potential von Octaplex.

Bisherige klinische Erfahrungen geben keine Hinweise auf onkogene oder mutagene Wirkungen von

Prothrombinkomplex-Präparaten.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Pulver:

Heparin: 0,2 – 0,5 I.E./I.E. Faktor IX

Tri-Natriumcitrat-Dihydrat

Lösungsmittel:

Wasser für Injektionszwecke

6.2

Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Die chemische und physikalische Haltbarkeit der gebrauchsfertigen Lösung ist für bis zu 8 Stunden

bei Raumtemperatur (bis max. + 25°C) belegt.

10/13

Vom mikrobiologischen Standpunkt aus muss das Produkt sofort verwendet werden, es sei denn, die

Rekonstitution fand unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen statt. Wenn die

Lösung nicht sofort verwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeit und die Bedingungen vor

Anwendung in der Verantwortung des Anwenders.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern. Nicht einfrieren. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor

Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Packungsgrößen:

Octaplex 500 I.E.

Eine Packung enthält:

1 Durchstechflasche mit Pulver (Glas Typ I mit Halobutyl-Stopfen und Flip-off-Bördelkappe)

1 Durchstechflasche mit 20 ml Wasser für Injektionszwecke (Glas Typ I oder Typ II mit

Halobutyl-Stopfen und Flip-off-Bördelkappe)

1 Transferset Mix2Vial™

Octaplex 1000 I.E.

Eine Packung enthält:

1 Durchstechflasche mit Pulver (Glas Typ I mit Halobutyl-Stopfen und Flip-off-Bördelkappe)

1 Durchstechflasche mit 40 ml Wasser für Injektionszwecke (Glas Typ I mit Halobutyl-Stopfen

und Flip-off-Bördelkappe)

1 Transferset Mix2Vial™.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige

Hinweise zur

Handhabung

Bitte lesen Sie alle Anweisungen durch und befolgen Sie sie sorgfältig!

Der Lösungsvorgang des Präparates und die Injektion müssen unter aseptischen Bedingungen

erfolgen!

Das Produkt löst sich bei Raumtemperatur schnell in eine klare oder leicht opaleszente Lösung auf

(eine leichte Blaufärbung ist möglich). Verwenden Sie keine Lösungen, die trüb sind oder

Ablagerungen aufweisen. Rekonstituiertes Produkt sollte vor der Anwendung visuell auf Partikel und

Verfärbungen überprüft werden.

Nach Rekonstitution sollte die gebrauchsfertige Lösung umgehend verwendet werden.

Die gebrauchsfertige Lösung ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt.

Es wird empfohlen, das in der Packung enthaltene Transferset zu verwenden.

Nicht verbrauchte Lösung verwerfen. Nicht verwendetes Arzneimittel und Abfallmaterialien sind

entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

Hinweis für Allergiker: Die verwendeten Gummistopfen sind latexfrei.

Herstellung der Lösung:

11/13

Falls erforderlich, Lösungsmittel (Wasser für Injektionszwecke) und Pulver in den

ungeöffneten Flaschen auf Raumtemperatur bringen. Diese Temperatur sollte während der

Rekonstitution beibehalten werden. Wird zum Erwärmen des Lösungsmittels ein Wasserbad

benutzt, muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht mit dem

Gummistopfen oder dem Verschluss der Flaschen in Berührung kommt. Die Temperatur des

Wasserbades darf maximal 37°C betragen.

2. Schutzdeckel (Flip-off) von der Pulverflasche (P) und der Lösungsmittelflasche (LM)

entfernen und die Gummistopfen beider Flaschen mit einem Alkoholtupfer desinfizieren.

Die Schutzfolie von der äußeren Verpackung des Mix2Vial™ entfernen, aber das

Mix2Vial™ nicht aus dem Blister entnehmen. Die Lösungsmittelflasche (LM) auf eine ebene

Fläche stellen und festhalten. Das Mix2Vial™ mit dem Blister fassen und den Dorn des

blauen Adapters senkrecht durch das Zentrum des Stopfens der Lösungsmittelflasche (LM)

stechen, bis es einrastet (Abb. 1).

Die Verpackung vom Mix2Vial™ entfernen, indem man die Lösungsmittelflasche (LM)

festhält und den Blister senkrecht nach oben abzieht. Dabei ist darauf zu achten, dass nicht

das Mix2Vial™ entfernt wird (Abb. 2).

4. Die Pulverflasche (P) auf eine ebene Fläche stellen und festhalten. Die

Lösungsmittelflasche (LM) mit dem Mix2Vial™ umdrehen und senkrecht mit dem

transparenten Ende auf die Pulverflasche (P) aufsetzen und nach unten drücken, bis es

einrastet (Abb. 3). Das Lösungsmittel fließt automatisch in die Pulverflasche.

LM

LM

Abb.. 2

Abb.. 1

12/13

5. Während beide Flaschen noch verbunden sind, die Pulverflasche leicht schwenken

(nicht schütteln) bis das Pulver gelöst ist. Octaplex löst sich bei Raumtemperatur schnell

zu einer farblosen bis leicht blauen Lösung. Die Lösungsmittelflasche zusammen mit

dem blauen Mix2Vial™-Adapter von der Pulverflasche abdrehen (Abb. 4).

Die Lösungsmittelflasche mit dem blauen Teil des Mix2Vial™-Adapters verwerfen.

Wenn sich das Pulver nicht vollständig auflöst oder sich Rückstände bilden, dürfen Sie das Präparat

nicht verwenden.

Anweisungen für die Infusion:

Als Vorsichtsmaßnahme sollte die Pulsfrequenz des Patienten vor und während der Infusion

kontrolliert werden. Wenn ein deutlicher Anstieg der Pulsfrequenz erfolgt, muss die

Infusionsgeschwindigkeit verringert oder die Verabreichung unterbrochen werden.

1. Eine 20 ml (für 500 I.E.) oder 40 ml (für 1000 I.E.) - Einmalspritze mit dem transparenten

Mix2Vial™-Adapter der Pulverflasche verbinden. Die Flasche samt Einmalspritze umdrehen und

das aufgelöste Präparat in die Spritze aufziehen.

Nachdem die Lösung in die Spritze überführt wurde, den Spritzenzylinder fassen und die Spritze

vom transparenten Mix2Vial™-Adapter der Pulverflasche entfernen. Dabei die Spritze weiter

nach unten halten. Verwerfen Sie die leere Pulverflasche mit dem Mix2Vial™-Adapter.

2. Vorgesehene Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer desinfizieren.

3. Das Präparat wird langsam (zu Beginn 1 ml/ Minute, nicht mehr als 2-3 ml pro Minute) intravenös

appliziert.

Es ist darauf zu achten, dass kein Blut in die gefüllte Spritze gelangt, da die Gefahr besteht, dass es

dort gerinnt und dadurch Fibringerinnsel injiziert werden. Das Mix2Vial™ist nur zum einmaligen

Gebrauch bestimmt.

13/13

7.

PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER UND HERSTELLER

OCTAPHARMA GmbH

Elisabeth-Selbert-Str. 11

40764 Langenfeld

Tel.: 02173-917-0

Fax: 02173-917-111

E-Mail: info@octapharma.de

www.octapharma.de

8.

ZULASSUNGSNUMMER

Octaplex 500 I.E.

PEI.H.02312.01.1

Octaplex 1000 I.E.

PEI.H.02312.02.1

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Octaplex 500 I.E.

Datum der Erteilung der Zulassung: 14.03.2003

Datum der Verlängerung der Zulassung: 11.08.2008

Octaplex 1000 I.E.

Datum der Erteilung der Zulassung: 11.08.2015

10.

STAND DER INFORMATION

11/2017

11.

VERSCHREIBUNGSSTATUS / APOTHEKENPFLICHT

Verschreibungspflichtig

12.

HERKUNFTSLAND DES BLUTPLASMAS

Deutschland, Belgien, Estland, Finnland, Kroatien, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Portugal,

Schweden, Schweiz, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn, USA.

13.

SONSTIGE HINWEISE

Kontrollen der Thrombozytenzahlen sollen

- vor Beginn der Heparingabe

- am 1. Tag nach Beginn der Heparingabe und

- anschließend während der ersten drei Wochen regelmäßig alle drei bis vier Tage erfolgen.

Darüber hinaus wird eine Kontrolle der Thrombozytenzahl am Ende der Heparingabe empfohlen.

30-10-2018

EU/3/18/2080 (Freeline Therapeutics Ltd)

EU/3/18/2080 (Freeline Therapeutics Ltd)

EU/3/18/2080 (Active substance: Recombinant adeno-associated viral vector serotype S3 containing codon-optimised expression cassette encoding human coagulation factor IX variant) - Orphan designation - Commission Decision (2018)7281 of Tue, 30 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/127/18

Europe -DG Health and Food Safety

30-10-2018

EU/3/18/2079 (Spark Therapeutics Ireland Ltd)

EU/3/18/2079 (Spark Therapeutics Ireland Ltd)

EU/3/18/2079 (Active substance: Recombinant adeno-associated viral vector containing a bioengineered capsid and a codon-optimised expression cassette to drive the expression of the SQ form of a B-domain deleted human coagulation factor VIII) - Orphan designation - Commission Decision (2018)7280 of Tue, 30 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/104/18

Europe -DG Health and Food Safety

29-8-2018

Coagadex (Bio Products Laboratory Ltd)

Coagadex (Bio Products Laboratory Ltd)

Coagadex (Active substance: human coagulation factor X) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)5772 of Wed, 29 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3855/II/07

Europe -DG Health and Food Safety

29-5-2018

EU/3/18/2015 (Baxalta Innovations GmbH)

EU/3/18/2015 (Baxalta Innovations GmbH)

EU/3/18/2015 (Active substance: Adeno-associated viral vector serotype 8 containing a functional copy of the codon-optimised F8 cDNA encoding the B-domain deleted human coagulation factor VIII) - Orphan designation - Commission Decision (2018)3382 of Tue, 29 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/010/18

Europe -DG Health and Food Safety

23-3-2018

EU/3/18/1999 (uniQure Biopharma B.V.)

EU/3/18/1999 (uniQure Biopharma B.V.)

EU/3/18/1999 (Active substance: Recombinant adeno-associated viral vector containing a codon-optimized Padua derivative of human coagulation factor IX cDNA) - Orphan designation - Commission Decision (2018)1888 of Fri, 23 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/232/17

Europe -DG Health and Food Safety

8-3-2018

Human coagulation factor VIII

Human coagulation factor VIII

Human coagulation factor VIII (Active substance: Human coagulation factor VIII) - Corrigendum - Commission Decision (2017)7630 of Thu, 08 Mar 2018

Europe -DG Health and Food Safety