Nurofen

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Nurofen 200 mg - Dragees
  • Einheiten im Paket:
  • 12 Stück, Laufzeit: 36 Monate,24 Stück, Laufzeit: 36 Monate,48 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Nurofen 200 mg - Dragees
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Ibuprofen
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 14712
  • Berechtigungsdatum:
  • 02-02-1971
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Nurofen 200 mg Dragees

Wirkstoff: Ibuprofen

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau

nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packunsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Wenn Sie sich nach folgender Anzahl an Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden

Sie sich an Ihren Arzt:

bei Jugendlichen nach 3 Tagen

bei Erwachsenen nach 3 Tagen Fieber bzw. nach 4 Tagen mit Schmerzen.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Nurofen und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Nurofen beachten?

Wie ist Nurofen einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Nurofen aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Nurofen und wofür wird es angewendet?

Ibuprofen, der Wirkstoff in Nurofen, hat eine ausgeprägte schmerzstillende, entzündungshemmende

und fiebersenkende Wirkung.

Anwendungsgebiete:

Schmerzzustände (z. B. Rückenschmerzen, Zahnschmerzen, Muskelschmerzen,

Gelenkschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Nervenschmerzen)

Zur Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit und ohne Aura und zur

Behandlung von Spannungskopfschmerzen

Schmerzen bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.

Wenn Sie sich nach folgender Anzahl an Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie

sich an Ihren Arzt:

bei Jugendlichen nach 3 Tagen

bei Erwachsenen nach 3 Tagen Fieber bzw. nach 4 Tagen mit Schmerzen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Nurofen beachten?

Nurofen darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Ibuprofen oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind;

wenn Sie nach vorherigen Einnahmen von Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder ähnlichen

Schmerzmitteln (NSAR) schon einmal unter Kurzatmigkeit, Asthma, laufender Nase,

Schwellungen Ihres Gesichts und/oder Ihrer Hände oder Nesselausschlag gelitten haben;

wenn Sie schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen oder Herzschwäche haben;

wenn Sie Magengeschwüre oder Magenblutungen haben oder hatten (mindestens 2 Episoden);

wenn Sie in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer Therapie mit nicht-steroidalen

Antirheumatika (NSAR) eine Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) hatten;

wenn Sie Hirnblutungen (zerebrovasculäre Blutungen) oder andere aktive Blutungen haben

wenn Sie ungeklärte Blutbildungsstörungen haben;

wenn Sie ernsthaft dehydriert sind (verursacht durch Erbrechen, Durchfall oder unzureichende

Flüssigkeitsaufnahme);

während der letzten 3 Schwangerschaftsmonate;

von Kindern unter 20 kg Körpergewicht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Nurofen einnehmen,

bei bestimmten Hautkrankheiten (systemischer Lupus erythematodes (SLE), oder bestimmte

Bindegewebserkrankungen (Mischkollagenose));

wenn Sie schwere Hautreaktionen haben wie exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom

und toxische epidermale Nekrolyse. Beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen,

Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion muss Nurofen

sofort abgesetzt werden;

wenn Sie bestimmte erbliche Störungen bei der Blutbildung haben (z. B. akute intermittierende

Porphyrie);

wenn Sie an Blutgerinnungsstörungen leiden;

wenn Sie an Magen- und Darmkrankheiten leiden oder gelitten haben (Colitis ulcerosa, Morbus

Crohn);

wenn Sie jemals Bluthochdruck und/oder eine Herzerkrankung hatten;

bei verminderter Nierenfunktion;

bei Leberfunktionsstörungen;

wenn Sie versuchen schwanger zu werden;

Wenn Sie an Asthma oder allergischen Reaktionen leiden oder gelitten haben, kann Atemnot

auftreten;

Wenn Sie an Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronischen obstruktiven Atemerkrankungen

leiden, ist das Risiko einer allergischen Reaktion größer. Die allergischen Reaktionen können als

Asthmaanfälle (sogenanntes Schmerzmittel-Asthma), Quincke-Ödem oder Nesselsucht auftreten;

wenn Sie eine Herzerkrankung, einschließlich Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Angina

(Brustschmerzen), haben oder einen Herzinfarkt, eine Bypass-Operation, eine periphere arterielle

Verschlusskrankheit (Durchblutungsstörungen in den Beinen oder Füßen aufgrund verengter oder

verschlossener Arterien) oder jegliche Art von Schlaganfall (einschließlich Mini-Schlaganfall oder

transitorischer ischämischer Attacke (TIA)) hatten;

wenn Sie Bluthochdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinspiegel haben oder Herzerkrankungen

oder Schlaganfälle in Ihrer Familienvorgeschichte vorkommen oder wenn Sie Raucher sind;

Arzneimittel wie Nurofen sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für

Herzanfälle („Herzinfarkt“) oder Schlaganfälle verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher

mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis

oder Behandlungsdauer, welche für Jugendliche 3 Tage und für Erwachsene 3 Tage bei Fieber und

4 Tage bei Schmerzen beträgt;

Die Einnahme von Nurofen während einer Windpockenerkrankung ist nicht empfehlenswert;

Bei einer längeren Einnahme von Nurofen sollten Ihre Leberwerte, Ihre Nierenfunktion und Ihr

Blutbild regelmäßig überwacht werden;

Nebenwirkungen können durch die Einnahme der kleinsten wirksamen Dosis über die kürzest

mögliche Zeit minimiert werden;

Bei älteren Personen können häufiger Nebenwirkungen auftreten;

Im Allgemeinen kann die gewohnheitsmäßige Verwendung von (verschiedenen Arten von)

Schmerzmitteln zu einem bleibenden schwerwiegenden Nierenschaden führen. Durch physische

Belastung in Verbindung mit Salzverlust und Dehydratation kann das Risiko erhöht werden. Dies

sollte man vermeiden;

Bei einer längeren Einnahme jeder Art von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen können diese

schlimmer werden. Ist dies der Fall oder vermuten Sie es, sollten Sie ärztlichen Rat einholen und

die Behandlung abbrechen. Bei Patienten, die trotz (oder wegen) der regelmäßigen Einnahme von

Kopfschmerzmitteln häufig oder täglich Kopfschmerzen haben, sollte die Diagnose

Analgetikakopfschmerz in Betracht gezogen werden;

Eine gleichzeitige Anwendung von Nurofen mit anderen NSAR, einschließlich COX-2-Hemmern

(Cyclooxigenase-2-Hemmer), vergrößert das Risiko von Nebenwirkungen (siehe Abschnitt

„Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln“) und sollte deshalb vermieden werden;

Es besteht ein Risiko für Nierenfunktionsstörungen bei dehydrierten Jugendlichen;

Direkt nach einem größeren chirurgischen Eingriff ist besondere ärztliche Überwachung

notwendig;

NSAR können die Symptome einer Infektion oder von Fieber maskieren.

Nurofen darf Kindern unter 12 Jahren nur über ärztliche Verschreibung gegeben werden.

Einnahme von Nurofen zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Nurofen kann andere Arzneimittel beeinträchtigen oder von diesen beeinträchtigt werden. Zum

Beispiel:

Arzneimittel, die gerinnungshemmend wirken (d. h. das Blut verdünnen/die Blutgerinnung

verhindern, z. B. Acetylsalicylsäure, Warfarin, Ticlopidin)

Arzneimittel, die hohen Blutdruck senken (ACE-Hemmer wie z. B. Captopril, Betablocker wie z.B.

Atenolol-haltige Arzneimittel, Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten wie z. B. Losartan)

Einige Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündung (z. B. Acetylsalicylsäure, es sei denn, Ihr

Arzt hat Ihnen eine geringe Dosis empfohlen)

Andere Nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAR) einschließlich so genannter COX-2-

Hemmern (Cyclooxigenase-2-Hemmer)

Einige andere Arzneimittel können die Behandlung mit Nurofen ebenfalls beeinträchtigen oder durch

eine solche selbst beeinträchtigt werden. Sie sollten daher vor der Anwendung von Nurofen

zusammen mit anderen Arzneimitteln immer den Rat Ihres Arztes oder Apothekers einholen.

Dies gilt insbesondere für die Einnahme folgender Arzneimittel:

Kombination von Ibuprofen (dem

Wirkstoff in Nurofen) mit:

mögliche Reaktionen:

Acetylsalicylsäure oder andere NSAR

(entzündungs- und schmerzhemmende

Mittel),

da sich dadurch das Risiko von Magen-und Darmgeschwüren

oder Blutungen erhöhen kann;

Digoxin (gegen Herzinsuffizienz),

da die Wirkung von Digoxin verstärkt werden kann;

Glucocorticoide (Arzneimittel, die

Kortison oder kortisonähnliche Stoffe

enthalten):

Erhöhung des Risikos von Magen-Darm-Geschwüren oder

Blutungen (siehe Punkt 2 „Besondere Vorsicht bei der

Einnahme von Nurofen ist erforderlich“);

Thrombozytenaggregationshemmer,

da sich dadurch das Risiko von Blutungen erhöhen kann;

Acetylsalicylsäure (geringe Dosis),

da sich der blutverdünnende Effekt verringern kann;

Arzneimittel zur Blutverdünnung (wie

z. B. Warfarin),

da Ibuprofen die blutverdünnende Wirkung dieser

Arzneimittel verstärken kann;

Phenytoin (gegen Epilepsie),

da die Wirkung von Phenytoin verstärkt werden kann;

selektive Serotonin-Wieder-

aufnahmehemmer (Arzneimittel gegen

Depression),

da diese das Risiko von Magen-/Darmblutungen erhöhen

können;

Lithium (ein Arzneimittel gegen

Manisch-Depressive Krankheit und

Depression),

da die Wirkung von Lithium verstärkt werden kann;

Probenecid und Sulfinpyrazon

(Arzneimittel gegen Gicht),

da dadurch die Ausscheidung von Ibuprofen verzögert werden

kann;

Arzneimittel gegen hohen Blutdruck und

Entwässerungstabletten,

da Ibuprofen die Wirkung dieser Arzneimittel abschwächen

kann und dadurch möglicherweise ein erhöhtes Risiko für die

Nieren entsteht;

Kaliumsparende Diuretika,

da dadurch eine Hyperkalämie (zu viel Kalium im Blut)

auftreten kann;

Methotrexat (ein Arzneimittel zur

Krebsbehandlung oder

Rheumabehandlung),

da die Wirkung von Methotrexat verstärkt werden kann;

Tacrolimus und Cyclosporin

(Arzneimittel zur Immunsuppression),

da dadurch Nierenschäden auftreten können;

Zidovudin (ein Arzneimittel zur

Behandlung von HIV/AIDS):

Bei HIV-positiven Hämophilie-Patienten („Blutern“) kann das

Risiko für Gelenkblutungen (Hämarthrosen) oder Blutungen,

die zu Schwellungen führen, erhöht sein;

Sulfonylharnstoffe (Arzneimittel zur

Senkung des Blutzuckers),

da Wechselwirkungen möglich sind;

Chinolon-Antibiotika,

da ein erhöhtes Risiko für Krampfanfälle besteht;

CYP2C9-Hemmer:

Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen und CYP2C9-

Hemmern kann die Exposition gegenüber Ibuprofen

(CYP2C9-Substrat) erhöhen. In einer Studie mit Voriconazol

und Fluconazol (CYP2C9-Hemmern) wurde eine um etwa 80

– 100 % erhöhte Exposition gegenüber S(+)-Ibuprofen

gefunden. Eine Reduktion der Ibuprofendosis sollte in

Betracht gezogen werden, wenn gleichzeitig potente

CYP2C9-Hemmer angewendet werden, insbesondere wenn

hohe Dosen von Ibuprofen zusammen mit entweder

Voriconazol oder Fluconazol verabreicht werden;

Alkohol:

Erhöhte Gefahr des Auftretens und der Verstärkung von

Magen-Darm-Blutungen und mögliche Verstärkung der

Wirkungen auf das Zentralnervensystem (Kombination sollte

vermieden werden);

Mifepriston (Wirkstoff der sogenannten

Abtreibungspille):

NSAR sollten nicht 8-12 Tage nach einer Mifepriston Gabe

angewendet werden, da NSAR die Wirkung von Mifepriston

verringern können.

Einnahme von Nurofen zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Während der Anwendung von Nurofen sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken (siehe

obenstehende Tabelle).

Patienten mit einem empfindlichen Magen wird empfohlen, Nurofen zusammen mit der Mahlzeit

einzunehmen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Sie dürfen Nurofen in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft nicht einnehmen. Nehmen Sie

dieses Arzneimittel in den ersten 6 Monaten der Schwangerschaft nicht ein, außer Ihr Arzt empfiehlt

es Ihnen.

Stillzeit

Der Wirkstoff Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen nur in geringen Mengen in die Muttermilch

über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei

kurzfristiger Anwendung eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Wird

eine längere Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen verordnet, sollte jedoch ein frühzeitiges

Abstillen erwogen werden.

Fortpflanzungsfähigkeit

Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, wenn Sie schwanger werden wollen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei der einmaligen oder kurzzeitigen Anwendung von Nurofen sind keine besonderen

Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Nurofen enthält Natrium und Sucrose

Dieses Arzneimittel enthält Sucrose (Zucker). Bitte nehmen Sie Nurofen erst nach Rücksprache mit

Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten

Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enthält Natrium: 2 überzogene Tabletten enthalten 1,1 mmol (25,1 mg) Natrium.

Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

3.

Wie ist Nurofen einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau

nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach,

wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Halten Sie die angegebene Dosierung genau ein. Beginnen Sie die Behandlung mit 1–2 überzogenen

Tabletten. Nehmen Sie danach bei Bedarf alle 4 Stunden wieder 1–2 überzogene Tabletten.

Nehmen Sie aber nicht mehr als 6 überzogene Tabletten (1.200 mg) pro Tag ein!

Beenden Sie die Behandlung, wenn Sie beschwerdefrei sind.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen und nur zur kurzzeitigen Anwendung.

Nehmen Sie die überzogenen Tabletten unzerkaut zusammen mit ausreichend Flüssigkeit ein.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Nurofen darf Kindern unter 12 Jahren nur über ärztliche Verschreibung gegeben werden.

Jugendliche

Wenn bei Jugendlichen die Einnahme dieses Arzneimittels für mehr als 3 Tage erforderlich ist oder

wenn sich die Symptome verschlimmern, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Erwachsene

Sollten sich Ihre Symptome verschlechtern oder sich nach 3 Tagen (bei Fieber) bzw. nach 4 Tagen

(bei Schmerzen) nicht verbessern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Wenn Sie eine größere Menge von Nurofen eingenommen haben, als Sie sollten

Falls Sie mehr Nurofen eingenommen haben als Sie sollten, oder falls Kinder aus Versehen das

Arzneimittel eingenommen haben, wenden Sie sich immer an einen Arzt oder ein Krankenhaus in Ihrer

Nähe, um eine Abschätzung des Risikos und Rat zur weiteren Behandlung zu bekommen

Die Symptome können Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen (möglicherweise auch mit Blut),

Kopfschmerzen, Ohrgeräusch (Tinnitus), Verwirrtheit, Augenzittern oder seltener Durchfall umfassen.

Zusätzlich wurde bei hohen Dosen über Magen-Darm-Blutungen, Schwindel, verschwommene Sicht

Blutdruckabfall, Erregung, Verwirrtheit, Koma, Hyperkaliämie, erhöhte Prothrombin-Zeit/INR, akutes

Nieren- und Leberversagen, Atemdepression, Zyanose, Verschlechterung des Asthmas bei

Asthmatikern, Benommenheit, Brustschmerzen, Herzklopfen, Ohnmacht, Krämpfe (vor allem bei

Kindern), Schwäche und Schwindelgefühle, Blut im Urin, Frieren und Atemprobleme berichtet.

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel (Antidot).

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Nebenwirkungen können durch die Einnahme der kleinsten wirksamen Dosis über die kürzest

mögliche Zeit nötig zur Linderung der Symptome minimiert werden. Es können bei Ihnen eine oder

mehrere der für NSAR bekannten Nebenwirkungen auftreten. Wenn das so ist oder wenn Sie

Bedenken haben, beenden Sie die Einnahme dieses Arzneimittels und sprechen sofort mit Ihrem Arzt.

Ältere Patienten haben ein höheres Risiko, Probleme auf Grund von Nebenwirkungen zu bekommen,

wenn sie dieses Arzneimittel einnehmen.

BEENDEN Sie die Einnahme dieses Arzneimittels und suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn

eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt:

Anzeichen von Magen-Darm-Blutungen wie starke Bauchschmerzen, Teerstühle, das Erbrechen

von Blut oder dunklen Teilchen, die im Aussehen gemahlenem Kaffee ähneln.

Anzeichen von sehr seltenen aber ernsthaften allergischen Reaktionen wie Verschlechterung

von Asthma, unerklärliches Keuchen oder Kurzatmigkeit, Schwellungen des Gesichts, der Zunge

oder des Rachens, Atembeschwerden, Herzrasen, Blutdruckabfall bis zum Schock. Dies kann selbst

bei der ersten Einnahme dieses Arzneimittels geschehen.

Schwere Hautreaktionen wie Ausschlag am ganzen Körper; sich abschilfernde, blasenziehende

oder sich abschälende Haut.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie die unten beschriebenen anderen Nebenwirkungen

entwickeln.

Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100)

Magenbeschwerden wie Sodbrennen, Magenschmerzen und Übelkeit, Verdauungsbeschwerden,

Durchfall, Erbrechen, Blähungen (Flatulenz), Verstopfung; leichter Blutverlust im Magen und/oder

Darm, der in außergewöhnlichen Fällen Blutarmut hervorrufen kann.

Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, unter Umständen mit Durchbruch oder Magen-Darm-

Blutungen, Entzündung der Mundschleimhaut mit Geschwüren, Verschlechterung bestehender

Darmkrankheiten (Colitis ulcerosa oder Crohn’sche Krankheit), Magenschleimhautentzündung

Störungen des Zentralnervensystems wie Kopfschmerzen, Benommenheit, Schlaflosigkeit,

körperliche Unruhe, Erregbarkeit, oder Müdigkeit

Sehstörungen

Verschiedenartige Hautausschläge

Überempfindlichkeitsreaktionen mit Nesselsucht und Juckreiz

Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Ohrensausen (Tinnitus)

Erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut, Schmerzen in der Seite und/oder im Unterbauch, Blut im

Urin und Fieber können Anzeichen einer Nierenschädigung sein (Papillennekrose)

Verminderter Hämoglobinwert

Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000)

Speiseröhrenentzündung, Entzündung der Bauchspeicheldrüse und Bildung von membranartigen

Darmverengungen

Herzinsuffizienz, Herzanfall und Schwellungen des Gesichts und der Hände (Ödeme)

Verringerte Urinausscheidung und Schwellungen (besonders bei Patienten mit Bluthochdruck oder

eingeschränkter Nierenfunktion), Wasseransammlungen (Ödeme), trüber Urin (nephrotisches

Syndrom); Entzündung der Nieren (interstitielle Nephritis), die zu akutem Nierenversagen führen

kann. Wenn eines der oben genannten Anzeichen auftritt oder Sie ein allgemeines Gefühl des

Unwohlseins empfinden, beenden Sie die Einnahme von Nurofen und suchen Sie sofort Ihren Arzt

auf, da dies erste Anzeichen einer Nierenschädigung oder eines Nierenversagens sein können.

Psychotische Reaktionen, Depression

Hoher Blutdruck, Gefäßentzündung

Herzklopfen (Palpitationen)

Funktionsstörungen der Leber, Leberschäden (erste Anzeichen können Hautverfärbungen sein),

besonders bei Langzeitanwendung, Leberversagen, akute Leberentzündung (Hepatitis)

Störungen bei der Blutbildung - erste Anzeichen sind: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche

Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, schwere Erschöpfung, Nasen- und Hautblutungen

sowie unerklärliche blaue Flecken. In diesen Fällen sollten Sie die Therapie sofort abbrechen und

einen Arzt aufsuchen. Jegliche Eigentherapie mit Schmerzmitteln oder fiebersenkenden

Arzneimitteln (Antipyretika) sollte unterbleiben.

Ernsthafte Hautentzündungen und Weichteilkomplikationen während einer Varizelleninfektion

(Windpocken, Gürtelrose)

Verschlimmerung von infektionsabhängigen Entzündungen (z. B. nekrotisierende Fasziitis), die im

Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter NSAR berichtet wurde. Wenn Entzündungszeichen

auftreten oder sich verschlimmern, sollten Sie ohne Verzug zu Ihrem Arzt gehen. Es muss geklärt

werden, ob eine anti-infektive oder antibiotische Therapie notwendig ist.

Symptome einer aseptischen Meningitis (Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen,

Fieber oder Verwirrung) wurden nach Einnahme von Ibuprofen beobachtet. Patienten mit

bestehenden Krankheiten des Immunsystems (systemischer Lupus erythematodes,

Mischkollagenose) sind möglicherweise eher betroffen. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn

diese Symptome auftreten.

Ernste Hautreaktionen wie Hautausschlag mit roter Verfärbung und Blasenbildung (z. B. Stevens-

Johnson-Syndrom, Erythema multiforme, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell Syndrom),

Haarausfall (Alopezie)

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen. Sie können sich äußern als Gesichtsödem,

Zungenschwellung, Kehlkopfschwellung, Luftnot, Herzjagen, Blutdruckabfall (Anaphylaxis,

Angioödem oder schwerer Schock). Verschlechterung von Asthma

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Reaktionen der Atemwege wie Asthma, Verkrampfungen der Bronchien oder Kurzatmigkeit

Es kam zu einer schweren Hautreaktion, bekannt als DRESS-Syndrom, kommen. Die Symptome

von DRESS umfassen Hautausschlag, Fieber, geschwollene Lymphknoten und eine Zunahme von

Eosinophilen (einer Form der weißen Blutkörperchen).

Arzneimittel wie Nurofen können mit einem geringfügig erhöhten Risiko, einen Herzinfarkt oder

Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Nurofen aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Nurofen enthält

Der Wirkstoff ist: Ibuprofen. 1 überzogene Tablette enthält 200 mg Ibuprofen.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Croscarmellose-Natrium, Natriumdodecylsulfat, Natriumcitrat, Stearinsäure,

hochdisperses Siliciumdioxid

Tablettenüberzug: Carmellose-Natrium, Talkum, Arabisches Gummi, Sucrose, Titandioxid (E 171),

Macrogol 6000

Drucktinte: Opacode black, bestehend aus: Schellack, Eisenoxid schwarz (E 172), Lecithinum

vegetabile (Soja), Antifoam DC 1510

oder

Black Printing Ink bestehend aus: Schellack, Eisenoxid schwarz (E 172), Propylenglycol

Wie Nurofen aussieht und Inhalt der Packung

Weiße bis cremeweiße, runde, beidseitig gewölbte überzogene Tabletten mit einem schwarzen Logo-

Aufdruck auf einer Seite in Packungen zu 12, 24 oder 48 überzogene Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Reckitt Benckiser Deutschland GmbH, Darwinstrasse 2 - 4, 69115 Heidelberg, Deutschland

Hersteller

Reckitt Benckiser Healthcare International Ltd, Nottingham NG90 2DB, Vereinigtes Königreich

Repräsentanz

Reckitt Benckiser Austria GmbH, Guglgasse 15, 1110 Wien, Österreich, Tel.: 01-740 039 10

Z.Nr.: 14712

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2018.

19-7-2018

Analgetika-Warnhinweis-Verordnung (AnalgetikaWarnHV) am 01.07.2018 in Kraft getreten

Analgetika-Warnhinweis-Verordnung (AnalgetikaWarnHV) am 01.07.2018 in Kraft getreten

Die Verordnung erfasst rezeptfreie Schmerzmittel, die zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen oder von Fieber eingesetzt werden und beispielsweise die Wirkstoffe Paracetamol, Ibuprofen Diclofenac oder Acetylsalicylsäure (Aspirin) enthalten.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

21-2-2017

Takeda Pharma A/S recalls batch of Pamol® in packs of 300 film-coated tablets

Takeda Pharma A/S recalls batch of Pamol® in packs of 300 film-coated tablets

Takeda Pharma A/S recalls a batch of Pamol® in packs of 300 film-coated tablets after the discovery of Ibumetin 600 mg containing ibuprofen in some packs. Both types of medicine are used for the treatment of mild pain, but they work in different ways and may cause different adverse reactions.

Danish Medicines Agency

12-7-2018

Ibuprofen AbZ 200 mg Filmtabletten

Rote - Liste

30-5-2018

Ibuprofen-CT 4 % Kindersaft

Rote - Liste

24-5-2018

Pedea (Orphan Europe S.A.R.L.)

Pedea (Orphan Europe S.A.R.L.)

Pedea (Active substance: Ibuprofen) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)3257 of Thu, 24 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/1712/201707

Europe -DG Health and Food Safety