Nurofen voor Kinderen

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Nurofen voor Kinderen Kaukapsel 100 mg
  • Dosierung:
  • 100 mg
  • Darreichungsform:
  • Kaukapsel
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Nurofen voor Kinderen Kaukapsel 100 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • anti-entzündliche und antirheumatische Produkte, nicht-steroidale propionzuurderivaten

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE503022
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Nurofen für Kinder 100 mg, Weichkapseln zum Zerbeißen

Zur Anwendung bei Kindern

ab 20 kg Körpergewicht (7 Jahre) bis 40 kg Körpergewicht (12 Jahre)

Ibuprofen

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben

bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat

benötigen.

Wenn Ihr Kind Nebenwirkungen bekommt, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Wenn Ihr Kind sich nach 3 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlt, wenden Sie

sich an Ihren Arzt.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Nurofen für Kinder 100 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Nurofen für Kinder 100 mg beachten?

Wie ist Nurofen für Kinder 100 mg anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Nurofen für Kinder 100 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Nurofen für Kinder 100 mg und wofür wird es angewendet?

Der Wirkstoff Ibuprofen ist für die Wirkung dieses Arzneimittels verantwortlich. Er

gehört zur Gruppe der nicht-steroidalen Antiphlogistika (NSAR).

Nurofen für Kinder 100 mg wird bei Kindern ab 20 kg Körpergewicht (7 Jahre) bis 40 kg

Körpergewicht (12 Jahre) angewendet zur symptomatischen Behandlung von leichten bis

mäßig starken Schmerzen. Nurofen für Kinder 100 mg wird angewendet für das Fieber zu

senken.

Wenn Ihr Kind sich nach 3 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlt, wenden Sie sich

an Ihren Arzt.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Nurofen für Kinder 100 mg beachten?

Nurofen für Kinder 100 mg darf nicht angewendet werden bei Kindern,

die allergisch gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind;

die nach vorherigen Einnahmen von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen

Antiphlogistika (NSAR) schon einmal unter allergischen Reaktionen wie Asthma,

laufender Nase, Nesselausschlag oder Schwellungen des Gesichtes, der Zunge, der

Lippen oder der Kehle gelitten haben;

die allergisch auf Erdnüsse oder Soja reagieren, da dieses Arzneimittel Sojalecithin

enthält;

mit bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen

Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüren (peptischen Ulzera) oder Blutungen

(mindestens zwei unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwüre oder

Blutungen);

mit Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im

Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit NSAR;

mit schweren Leber-, Herz- oder Nierenfunktionsstörungen;

mit Hirnblutungen (zerebrovaskulären Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen;

mit ungeklärten Blutbildungsstörungen;

die stark dehydriert sind (verursacht durch Erbrechen, Durchfall oder unzureichende

Flüssigkeitsaufnahme).

Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft ein.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Nurofen für Kinder 100 mg

anwenden,

wenn Ihr Kind an Asthma oder allergischen Erkrankungen leidet, da es zu

Kurzatmigkeit kommen kann;

wenn Ihr Kind an Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronischen obstruktiven

Atemwegserkrankungen leidet, da dann ein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen

besteht. Die allergischen Reaktionen können sich als Asthmaanfälle (sogenanntes

Analgetika-Asthma), Quincke-Ödem oder Nesselsucht äußern;

wenn Ihr Kind an gastrointestinalen Erkrankungen leidet oder jemals gelitten hat;

wenn Ihr Kind eine eingeschränkte Nierenfunktion hat;

wenn Ihr Kind an Leberfunktionsstörungen leidet. Bei einer länger dauernden

Einnahme von Nurofen für Kinder 100 mg ist eine regelmäßige Kontrolle der

Leberwerte, Nierenfunktion und des Blutbildes erforderlich;

Vorsicht ist angeraten, wenn Ihr Kind gleichzeitig Arzneimittel erhält, die das Risiko

für Geschwüre oder Blutungen erhöhen können, z. B. orale Kortikosteroide (wie

Prednisolon), blutgerinnungshemmende Medikamente (wie Warfarin), selektive

Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (zur Behandlung von depressiven

Verstimmungen), oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS;

wenn Ihr Kind gleichzeitig andere nicht-steroidale Entzündungshemmer,

einschließlich so genannter COX-2-Hemmer (Cyclooxigenase-2-Hemmer wie

Celecoxib oder Etoricoxib) einnimmt, da diese Kombination vermieden werden sollte

(siehe Abschnitt „Einnahme von Nurofen für Kinder 100 mg zusammen mit anderen

Arzneimitteln“);

wenn Ihr Kind an SLE (systemischer Lupus erythematodes: ein Zustand des

Immunsystems, durch den das Bindegewebe angegriffen wird, was zu Schmerzen in

den Gelenken, Hautveränderungen oder zu Funktionsstörungen bei anderen Organe

führen kann) oder Mischkollagenose leidet;

wenn Ihr Kind bestimmte angeborene Blutbildungsstörungen hat (z.B. akute

intermittierende Porphyrie);

wenn Ihr Kind an Blutgerinnungsstörungen leidet;

wenn Ihr Kind an schwerwiegenden Hautreaktionen wie exfoliativer Dermatitis,

Stevens-Johnson-Syndrom oder toxischer epidermaler Nekrolyse leidet. Beim ersten

Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautdefekten oder sonstigen Anzeichen einer

Überempfindlichkeitsreaktion sollte Nurofen für Kinder 100 mg abgesetzt werden;

wenn Ihr Kind an chronisch entzündlichen gastrointestinalen Erkrankungen (Colitis

ulzerosa, Morbus Crohn) leidet;

wenn Ihr Kind dehydriert ist. Es besteht ein Risiko für Nierenfunktionsstörungen bei

dehydrierten Kindern;

wenn Ihr Kind gerade eine größere Operation hatte;

wenn Ihr Kind Windpocken hat (Varizellen-Infektion), da die Anwendung von

Nurofen für Kinder 100 mg während dieser Krankheit vermieden werden sollte.

Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über

den kürzesten für die Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Perforationen, auch mit tödlichem

Ausgang, wurden während der Behandlung mit allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder

ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt

in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf. Wenn es während der

Behandlung mit Nurofen für Kinder 100 mg zu Magen-Darm-Blutungen oder

Geschwüren kommt, ist die Behandlung sofort abzubrechen. Das Risiko für das Auftreten

von Magen-Darm-Blutungen, Geschwüren und Durchbrüchen ist höher mit steigender

NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschwüren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den

Komplikationen Blutung oder Durchbruch (siehe Abschnitt 2: „Nurofen für Kinder 100

mg darf nicht angewendet werden bei Kindern “), und bei älteren Patienten. Diese

Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen. Für

diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig dosierter

ASS oder anderen Arzneimitteln, die das Risiko für Magen-Darm-Erkrankungen erhöhen

können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit Magenschleimhaut schützenden

Arzneimitteln (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen

werden.

Im Allgemeinen kann die gewohnheitsmäßige Anwendung von (verschiedenen Arten von)

Schmerzmitteln zu dauerhaften schweren Nierenschäden und sogar zu Nierenversagen

(Analgetika-Nephropathie) führen.

NSAR können Symptome einer Infektion und von Fieber maskieren.

Entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkstoffe wie Ibuprofen sind

möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle („Herzinfarkt“)

oder Schlaganfälle verbunden, besonders bei Anwendung in hohen Dosen. Überschreiten

Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer.

Sie sollten die Behandlung vor der Einnahme von Nurofen für Kinder 100 mg mit Ihrem

Arzt oder Apotheker besprechen, wenn Sie

eine Herzerkrankung, einschließlich Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Angina

(Brustschmerzen), haben oder einen Herzinfarkt, eine Bypass-Operation, eine

periphere arterielle Verschlusskrankheit (Durchblutungsstörungen in den Beinen oder

Füßen aufgrund verengter oder verschlossener Arterien) oder jegliche Art von

Schlaganfall (einschließlich Mini-Schlaganfall oder transitorischer ischämischer

Attacke (TIA)) hatten;

Bluthochdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinspiegel haben oder Herzerkrankungen

oder Schlaganfälle in Ihrer Familienvorgeschichte vorkommen oder wenn Sie Raucher

sind.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten treten häufiger Nebenwirkungen nach der Anwendung von NSAR

auf, insbesondere solche im Magen- und Darmbereich. Siehe auch Abschnitt 4 “Welche

Nebenwirkungen sind möglich“ für weitere Informationen.

Wenn Sie eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen,

insbesondere in höherem Alter, sollten Sie jegliche ungewöhnliche Symptome im

Bauchraum (vor allem Magen-Darm-Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie

melden.

Die längere Anwendung jeglicher Art von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen kann

diese verschlimmern. Ist dies der Fall oder wird dies vermutet, sollte ärztlicher Rat

eingeholt und die Behandlung abgebrochen werden. Die Diagnose von Kopfschmerz bei

Medikamentenübergebrauch (Medication Overuse Headache, MOH) sollte bei Patienten

vermutet werden, die an häufigen oder täglichen Kopfschmerzen leiden, obwohl (oder

gerade weil) sie regelmäßig Arzneimittel gegen Kopfschmerzen einnehmen.

Anwendung von Nurofen für Kinder 100 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Ihr Kind andere Arzneimittel einnimmt,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen hat oder demnächst andere Arzneimittel

einnehmen wird.

Nurofen für Kinder 100 mg kann andere Arzneimittel beeinträchtigen oder von diesen

beeinträchtigt werden. Zum Beispiel:

Arzneimittel, die gerinnungshemmend wirken (d. h. das Blut verdünnen/die

Blutgerinnung verhindern, wie Acetylsalicylsäure, Warfarin, Ticlopidin)

Arzneimittel, die hohen Blutdruck senken (ACE-Hemmer wie Captopril, Betablocker

wie Atenolol-haltige Arzneimittel, Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten wie Losartan)

Einige andere Arzneimittel können die Behandlung mit Nurofen für Kinder 100 mg

ebenfalls beeinträchtigen oder durch eine solche selbst beeinträchtigt werden. Sie sollten

daher vor der Anwendung von Nurofen für Kinder 100 mg zusammen mit anderen

Arzneimitteln immer den Rat Ihres Arztes oder Apothekers einholen.

Dies gilt insbesondere für die Einnahme folgender Arzneimittel:

Andere NSAR einschließlich Cyclooxigenase-2-

Hemmer,

da sich dadurch das Risiko von

Nebenwirkungen erhöhen kann;

Digoxin (gegen Herzinsuffizienz),

da die Wirkung von Digoxin verstärkt werden

kann;

Glukokortikoide (Arzneimittel, die Kortison

oder kortisonartige Stoffe enthalten),

da sich dadurch das Risiko von Magen- und

Darmgeschwüren oder -blutungen erhöhen

kann;

Thrombozytenaggregationshemmer,

da sich dadurch das Risiko von Blutungen

erhöhen kann;

Acetylsalicylsäure (geringe Dosis),

da sich der blutverdünnende Effekt verringern

kann;

Arzneimittel zur Blutverdünnung (wie

Warfarin),

da Ibuprofen die blutverdünnende Wirkung

dieser Arzneimittel verstärken kann;

Phenytoin (gegen Epilepsie),

da die Wirkung von Phenytoin verstärkt werden

kann;

Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer

(Arzneimittel gegen Depression),

da diese das Risiko von

Magen-/Darmblutungen erhöhen können;

Lithium (ein Arzneimittel gegen manisch-

depressive Erkrankung und Depression),

da die Wirkung von Lithium verstärkt werden

kann;

Probenecid und Sulfinpyrazon (Arzneimittel

gegen Gicht),

da dadurch die Ausscheidung von Ibuprofen

verlangsamt werden kann;

Arzneimittel gegen hohen Blutdruck und

Entwässerungstabletten,

da Ibuprofen die Wirkung dieser Arzneimittel

abschwächen kann und dadurch möglicherweise

ein erhöhtes Risiko für die Nieren entsteht;

Kaliumsparende Diuretika (wie Amilorid,

Kaliumcanrenoat, Spironolacton, Triamteren),

da dadurch eine Hyperkalämie (zu viel Kalium

im Blut) auftreten kann;

Methotrexat (ein Arzneimittel gegen Krebs oder

Rheumatismus),

da die Wirkung von Methotrexat verstärkt

werden kann;

Mifepriston (ein Arzneimittel zum

Schwangerschaftsabbruch),

da die Wirkung von Mifepriston verringert

werden kann;

Tacrolimus und Cyclosporin (Arzneimittel zur

Immunsuppression),

da dadurch Nierenschäden auftreten können;

Zidovudin (ein Arzneimittel gegen AIDS),

da es bei der Anwendung von Nurofen für

Kinder 100 mg bei HIV-positiven Hämophilie-

Patienten („Blutern“) zu einem erhöhten Risiko

für Gelenkblutungen (Hämarthrosen) oder

Blutungen, die zu Schwellungen führen,

kommen kann;

Sulfonylharnstoffe (Arzneimittel gegen

Diabetes),

da der Blutzuckerspiegel beeinflusst werden

kann;

Chinolon-Antibiotika,

da das Risiko für Krampfanfälle erhöht sein

kann;

Voriconazol und Fluconazol (CYP2C9-

Hemmer), bei Pilzinfektionen angewendet,

da die Wirkung von Ibuprofen verstärkt werden

kann. Eine Reduktion der Ibuprofendosis sollte

in Betracht gezogen werden, insbesondere,

wenn hohe Dosen von Ibuprofen zusammen mit

entweder Voriconazol oder Fluconazol

verabreicht werden;

Aminoglykoside,

da NSAR die Ausscheidung von

Aminoglykosiden verlangsamen können.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn etwas des oben aufgeführten auf

Ihr Kind zutrifft. Falls Sie nicht sicher sind, welche Arten von Arzneimitteln Ihr

Kind einnimmt, zeigen Sie diese dem Arzt oder Apotheker.

Einnahme von Nurofen für Kinder 100 mg zusammen mit Alkohol

Während der Einnahme von Nurofen für Kinder 100 mg sollten Sie keinen Alkohol

trinken. Einige Nebenwirkungen wie z. B. solche mit Einfluss auf den Magen-Darm-

Trakt oder das Nervensystem werden wahrscheinlicher, wenn Alkohol und Nurofen für

Kinder 100 mg gleichzeitig eingenommen werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft ein.

Vermeiden Sie, wenn vom Arzt nicht anders angeraten, die Anwendung dieses

Arzneimittels in den ersten 6 Monaten der Schwangerschaft.

Stillzeit

Nur geringe Mengen von Ibuprofen und seinen Abbauprodukten gehen in die

Muttermilch über. Nurofen für Kinder 100 mg kann während der Stillzeit eingenommen

werden, wenn es in der empfohlenen Dosis und für die kürzest mögliche Zeit angewendet

wird.

Fortpflanzungsfähigkeit

Nurofen für Kinder 100 mg gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln (NSAR), die die

Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigen können. Diese Wirkung ist nach Absetzen des

Arzneimittels reversibel (umkehrbar).

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei der kurzzeitigen Anwendung hat dieses Arzneimittel keinen oder einen

vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen.

Nurofen für Kinder 100 mg enthält Sojalecithin

Es darf nicht angewendet werden, wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber

Erdnuss oder Soja sind.

Nurofen für Kinder 100 mg enthält Glucose und Sucrose

Bitte nehmen Sie Nurofen für Kinder 100 mg erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein,

wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zucherunverträglichkeit leiden.

3. Wie ist Nurofen für Kinder 100 mg anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben

bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt

oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Nurofen für Kinder 100 mg ist zum Einnehmen.

Die Weichkapseln sollten gekaut und danach geschluckt werden. Zusätzliche

Flüssigkeitsaufnahme ist nicht nötig.

Dieses Arzneimittel ist nur für die kurzzeitige Anwendung vorgesehen.

Es sollte die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten für die Symptomkontrolle

erforderlichen Zeitraum angewendet werden.

Nurofen für Kinder 100 mg sollte bei Kinder unter 7 Jahren oder bei Kindern mit

einem Körpergewicht unter 20 kg nicht verwendet werden

Die empfohlene Dosis beträgt:

Bei Kindern wird Ibuprofen nach Körpergewicht dosiert, in der Regel mit 5 bis

10 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis und bis zu 20 bis 30 mg/kg Körpergewicht als

Tagesgesamtdosis.

Körpergewicht

des Kindes (kg)

Alter (Jahre)

Einzeldosis

Maximale

Tagesdosis

20-29

200 mg

Ibuprofen

(entspricht

2 Weichkapseln)

600 mg

Ibuprofen

(entspricht

6 Weichkapseln)

30-40

10-12

300 mg

Ibuprofen

(entspricht

3 Weichkapseln)

900 mg

Ibuprofen

(entspricht

9 Weichkapseln)

Einzeldosen sollten, falls nötig, etwa alle 6-8 Stunden verabreicht werden

(oder mit einem Mindestabstand von 6 Stunden zwischen den Einzeldosen).

WARNHINWEIS: Überschreiten Sie nicht die angegebenen Dosierungen.

Wenn die Anwendung dieses Arzneimittels für mehr als 3 Tage erforderlich ist

oder wenn sich die Symptome verschlimmern, sollte ärztlicher Rat eingeholt

werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Nurofen für Kinder 100 mg angewendet haben,

als Sie sollten

Setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung, wenn Sie versehentlich mehr als die

empfohlene Dosis gegeben haben. Folgende Anzeichen können auftreten: Übelkeit,

Erbrechen, Bauchschmerzen oder seltener Durchfall. Zusätzlich Ohrensausen,

Kopfschmerzen, Magen-Darm-Blutungen, Benommenheit, Erregung, Verwirrtheit, Koma,

Krampfanfälle, metabolische Azidose, erhöhte Prothrombin-Zeit/INR, akutes

Nierenversagen, Leberschäden und Verschlechterung des Asthmas bei Asthmatikern.

Wenn Sie eine gössere Menge von Nurofen für Kinder haben angewendet, Kontaktieren

Sie sofort Ihren Arzt, Ihren Apotheker oder das Antigiftzentrum (070/245.245).

Wenn Sie die Anwendung von Nurofen für Kinder 100 mg vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung

vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über

den kürzesten, für die Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird. Auch

wenn Nebenwirkungen nur selten vorkommen, kann bei Ihrem Kind eine der für NSAR

bekannten Nebenwirkungen auftreten. Wenn das so ist oder wenn Sie Bedenken haben,

beenden Sie die Anwendung dieses Arzneimittels und sprechen baldmöglichst mit Ihrem

Arzt. Ältere Patienten haben ein höheres Risiko, Probleme auf Grund von

Nebenwirkungen zu bekommen, wenn sie dieses Arzneimittel einnehmen.

BEENDEN SIE die Anwendung dieses Arzneimittels und suchen Sie umgehend

ärztliche Hilfe, wenn bei Ihrem Kind eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt:

Anzeichen von Magen-Darm-Blutungen wie: starke

Bauchschmerzen, Schwarzfärbung des Stuhls/Teerstuhl, Erbrechen von Blut oder

dunklen Partikeln, die wie Kaffeesatz aussehen.

Anzeichen einer seltenen aber schwerwiegenden

allergischen Reaktion wie Verschlimmerung von Asthma, ungeklärtes Keuchen oder

Kurzatmigkeit, Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen, Atemschwierigkeiten,

Herzrasen, Blutdruckabfall bis hin zum Schock. Bei Auftreten einer dieser

Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige

ärztliche Hilfe erforderlich.

Schwere Hautreaktionen wie Hautauschlag am ganzen

Körper, Schuppung, Blasenbildung oder Abschälung der Haut.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihrem

Kind auftritt, sich verschlimmert oder Nebenwirkungen auftreten, die nicht

aufgeführt sind.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen und Übelkeit,

Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Erbrechen, Blähungen (Flatulenz) und

Verstopfung sowie geringfügige Blutverluste im Magen und/oder Darm, die in

Ausnahmefällen Blutarmut (Anämie) hervorrufen können.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Magen-Darm-Geschwüre, -Durchbruch oder -Blutung, Entzündung der

Mundschleimhaut mit Geschwürbildung (ulzerative Stomatitis), Verschlechterung

bestehender Darmkrankheiten (Colitis oder Morbus Crohn),

Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

Zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung,

Reizbarkeit oder Müdigkeit

Sehstörungen

Verschiedenartige Hautausschläge

Überempfindlichkeitsreaktionen mit Nesselsucht und Juckreiz

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Ohrensausen (Tinnitus)

Erhöhte Harnstoffkonzentration im Blut, Schmerzen in der Seite und/oder im

Bauchraum, Blut im Urin und Fieber können Anzeichen einer Nierenschädigung sein

(Papillennekrose)

Erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut

Verminderter Hämoglobinwert

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Speiseröhrenentzündung, Entzündung der Bauchspeicheldrüse und Bildung von

membranartigen Darmverengungen (intestinale, diaphragmaartige Strikturen)

Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Herzinfarkt und Schwellungen des Gesichts

und der Hände (Ödeme)

Verringerte Urinausscheidung und Schwellungen (besonders bei Patienten mit

Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion), Wasseransammlungen (Ödeme),

trüber Urin (nephrotisches Syndrom); Entzündung der Nieren (interstitielle Nephritis),

die zu akutem Nierenversagen führen kann. Wenn eines der oben genannten

Anzeichen auftritt oder Sie ein allgemeines Gefühl des Unwohlseins empfinden,

beenden Sie die Anwendung von Nurofen für Kinder 100 mg und suchen Sie sofort

Ihren Arzt auf, da dies erste Anzeichen einer Nierenschädigung oder eines

Nierenversagens sein können.

Psychotische Reaktionen, Depression

Hoher Blutdruck, Gefäßentzündung (Vaskulitis)

Herzklopfen (Palpitationen)

Funktionsstörungen der Leber, Leberschäden (erste Anzeichen können

Hautverfärbungen sein), insbesondere bei Langzeitanwendung, Leberversagen, akute

Leberentzündung (Hepatitis)

Störungen bei der Blutbildung – erste Anzeichen sind: Fieber, Halsschmerzen,

oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit,

Nasen- und Hautblutungen sowie unerklärliche blaue Flecken. In diesen Fällen

müssen Sie die Therapie sofort abbrechen und einen Arzt aufsuchen. Jegliche

Selbstbehandlung mit Schmerzmitteln oder fiebersenkenden Arzneimitteln

(Antipyretika) sollte unterbleiben.

Schwere Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen während einer

Windpockenerkrankung (Varizelleninfektion)

Verschlimmerung infektionsbedingter Entzündungen (z. B. nekrotisierende Fasziitis)

sind im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung bestimmter Schmerzmittel

(NSAR) beschrieben worden. Wenn Entzündungszeichen neu auftreten oder sich

verschlimmern, müssen Sie ohne Verzug zu Ihrem Arzt gehen. Es muss geklärt

werden, ob eine anti-infektive/antibiotische Therapie notwendig ist.

Symptome einer aseptischen Meningitis (Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit,

Erbrechen, Fieber oder Bewusstseinseintrübung) wurden nach Einnahme von

Ibuprofen beobachtet. Patienten mit bestehenden Autoimmunerkrankungen

(systemischer Lupus erythematodes, Mischkollagenose) sind möglicherweise eher

betroffen. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn diese Symptome auftreten.

Schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung (z. B.

Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme, toxische epidermale

Nekrolyse/Lyell-Syndrom), Haarausfall (Alopezie)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Reaktivität der Atemwege wie Asthma, Verkrampfungen der Bronchialmuskulatur

(Bronchospasmus) oder Kurzatmigkeit

Arzneimittel wie dieses sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für

Herzanfälle („Herzinfarkt“) oder Schlaganfälle verbunden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das aufgeführte nationale Meldesystem

anzeigen.

Belgien : Website: www.fagg-afmps.be, E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Luxemburg: http://www.ms.public.lu/fr/activites/pharmacie-medicament/index.html

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Nurofen für Kinder 100 mg aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Karton angegebenen Verfalldatum nicht

mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Nurofen für Kinder 100 mg enthält

Der Wirkstoff ist Ibuprofen. Jede Weichkapsel zum Zerbeißen enthält 100 mg

Ibuprofen.

Die sonstigen Bestandteile sind: Gelatine, gereinigtes Wasser, Glucose Sirup, Sucrose,

Fumarsäure (E297), Sucralose, Citronensäure (E330), Acesulfame-Kalium (E950),

Natriumedetat, Glycerol, natürliches Orangen Aroma, Eisen(III)-oxid (E172),

Eisen(III)-hydroxid-oxid (E172), Titandioxid (E171), Propylenglycol und HPMC

2910/hypromellose 3cP.

Verarbeitungshilfsmittel: mittelkettige Triglyceride, Sojalecithin und Stearinsäure

Wie Nurofen für Kinder 100 mg aussieht und Inhalt der Packung

Nurofen für Kinder 100 mg ist eine orangefarbene, quadratische Weichkapsel aus

Gelatine zum Zerbeißen mit dem Aufdruck „N100“ in weißer Tinte.

Nurofen für Kinder 100 mg ist abgepackt in PVC/PE/PVdC/Al-Blisterpackungen und

erhältlich in Packungen zu 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30 und 32

Weichkapseln.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Reckitt Benckiser Healthcare (Belgium) NV/SA, Researchdreef 20, B – 1070 Brüssel

Hersteller

Reckitt Benckiser Healthcare International Ltd, Thane Road, Nottingham, NG90 2DB,

Vereinigtes Königreich

Zulassungsnummer

BE503022

Art der Abgabe

Apothekenpflichtig.

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

BE: Nurofen für Kinder 100 mg, Weichkapseln zum Zerbeißen

CY, EL: Nurofen for Children 100mg Soft Chews Orange

LU: Nurofen pour Enfants100 mg, capsules molles à mâcher

SE, FI, NO: Nurofen, 100 mg chewable, capsules, soft

UK: Nurofen for Children Orange Flavoured Soft Chews, 7 years and older, 100mg,

Chewable Capsule, Soft

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im 11/2016