Novantron 10 mg/5 ml

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Novantron 10 mg/5 ml Injektionslösung
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • mitoxantronum 10 mg zu mitoxantroni hydrochloridum, natrii chloridum, natrii sulfas, natrii acetas anhydricus, Säure aceticum glaciale, Wasser ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 5 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Novantron 10 mg/5 ml Injektionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Zytostatikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 46574
  • Berechtigungsdatum:
  • 16-08-1985
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Novantron®

MEDA PHARMA

Zusammensetzung

Wirkstoff: Mitoxantronum ut Mitoxantroni hydrochloridum.

Hilfsstoffe: Natrii chloridum, Natrii sulfas, Natrii acetas anhydricus,

Acidum aceticum glaciale, Aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem.

Galenische Form und Wirkstofmenge pro Einheit

Novantron liegt als sterile, wässrige Lösung von Mitoxantronhydrochlorid

vor, alle Formen enthalten Mitoxantronum 2 mg pro 1 ml

Injektionslösung und sind frei von Konservierungsstofen.

Novantron 10: 1 Injektionsfasche zu 10 mg/5 ml Injektionslösung.

Novantron 20: 1 Injektionsfasche zu 20 mg/10 ml Injektionslösung.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Metastasierendes Mamma-Karzinom,

Non-Hodgkin-Lymphome,

akute Leukämie der Erwachsenen,

Blastenschub der chronischen myeloischen Leukämie,

hepatozelluläres Karzinom,

palliative Therapie des fortgeschrittenen hormonrefraktären Prostata-

Karzinoms mit Schmerzzuständen, in Kombination mit niedrig dosierten

Steroiden (Prednison).

Novantron ist indiziert für die Behandlung von gehfähigen Patienten mit

Multipler Sklerose bei rasch progredientem Verlauf und Versagen oder

Unverträglichkeit einer Vortherapie mit Immunmodulatoren. Die rasche

Progression kann sich entweder als kontinuierliche Zunahme

neurologischer Defzite mit und ohne überlagerte Schübe (sekundär

progredienter Verlauf) oder als rasch akkumulierende Defzite aufgrund

sich unvollständig zurückbildender Schübe (schubförmiger Verlauf mit

Residuen) äussern.

Dosierung/Anwendung

Folgende Dosierungen werden im Allgemeinen empfohlen:

Metastasierendes Mamma-Karzinom, Non-Hodgkin-Lymphome,

hepatozelluläres Karzinom

Monotherapie

In Monotherapie wird für den ersten Behandlungszyklus eine Dosis von

14 mg Mitoxantron/m² Körperoberfäche empfohlen. Diese Dosis kann

nach 21 Tagen wiederholt werden.

Eine niedrigere Initialdosis von 12 mg Mitoxantron/m² Körperoberfäche

wird bei Patienten mit verminderter Knochenmarksreserve infolge

vorausgegangener Chemotherapie und/oder Strahlentherapie oder in

schlechtem Allgemeinzustand empfohlen.

Die Anwendungsdauer soll auf eine kumulative Dosis von 120–140

mg/m² oder bis zum Auftreten von Kardiotoxizität beschränkt werden.

Kombination mit anderen Zytostatika

Bei Kombination mit anderen knochenmarkstoxischen Zytostatika soll

die Initialdosis um 2–4 mg Mitoxantron/m² Körperoberfäche unter die

vorstehend empfohlene Dosis für die Einzelbehandlung reduziert

werden.

Leukämie

Monotherapie

Zur Induktionstherapie der Leukämie der Erwachsenen 10–12 mg

Mitoxantron/m² Körperoberfäche über 5 Tage (Gesamtdosis: 50–60 mg

Mitoxantron/m²). Da bei Verwendung von 12 mg Mitoxantron/m² an fünf

aufeinanderfolgenden Tagen höhere Remissionsquoten erzielt wurden,

wird diese Dosierung bevorzugt empfohlen, sofern es der Zustand des

Patienten erlaubt.

Kombinationschemotherapie

Zur Induktionstherapie sollten 10–12 mg Mitoxantron/m²

Körperoberfäche über 3 Tage und 100 mg Cytarabin/m²

Körperoberfäche über 7 Tage gegeben werden (letzteres als

Dauerinfusion über jeweils 24 Stunden).

Sollte ein zweiter Behandlungskurs notwendig werden, empfehlt sich

dazu die gleiche Kombination in der gleichen täglichen Dosierung; dabei

sollte Novantron nur noch an zwei Tagen und Cytarabin an 5 Tagen

gegeben werden.

Bei Kombinationen von Novantron mit anderen Zytostatika können

Dosisanpassungen erforderlich sein und sind bei der Induktionstherapie

sowie bei weiteren Behandlungskursen zu berücksichtigen.

Treten während des ersten Induktionskurses schwere oder

lebensbedrohliche nicht-hämatologische Nebenwirkungen auf, sollte ein

zweiter Induktionskurs erst nach Abklingen dieser Nebenwirkungen

durchgeführt werden.

Die Anwendungsdauer von Novantron soll auf eine kumulative Dosis von

300 mg Mitoxantron/m² Körperoberfäche begrenzt werden.

Hormonrefraktäres fortgeschrittenes Prostatakarzinom

Die empfohlene Dosis beträgt 12 mg/m² Novantron alle 3 Wochen

kombiniert mit 10 mg täglich Prednison oral. Die Anwendungsdauer soll

auf eine kumulative Dosis von 120–140 mg/m² oder bis zum Auftreten

von Kardiotoxizität beschränkt werden.

Sekundär chronische Multiple Sklerose

Die empfohlene Dosis beträgt 12 mg/m² Mitoxantron alle 3 Monate. In

Einzelfällen können beim Auftreten eines aktiven Schubs innerhalb des

Intervalls zu Beginn der Behandlung kürzere Behandlungsintervalle

gewählt werden. Hier ist der mögliche Nutzen gegenüber dem Erreichen

der behandlungslimitierenden kumulativen Gesamtdosis (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen») abzuwägen. Die

Behandlung sollte eine kumulative Dosis von 100 mg/m² normalerweise

nicht überschreiten.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Pädiatrie

Für die Behandlung von Leukämien in der Pädiatrie liegen begrenzte

Erfahrungen vor. In Monotherapie wurden komplette Remissionen mit

einer Dosierung von 8 mg Mitoxantron/m² Körperoberfäche über 5 Tage

erzielt. Bei anderen Indikationen liegen keine Daten zur Wirkung und

Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen vor, die Anwendung kann daher

nicht empfohlen werden.

Leberinsufzienz

Vor jeder Behandlung sollte die Leberfunktion überprüft werden.

Onkologische Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollten mit

Vorsicht behandelt werden; eine Dosisreduktion kann erforderlich sein.

Patienten mit multipler Sklerose sollten in einem solchen Fall nicht mit

Mitoxantron behandelt werden.

Niereninsufzienz

Bei Patienten mit Niereninsufzienz soll Mitoxantron mit Vorsicht

eingesetzt werden.

Dosisanpassung bei Patienten mit soliden Tumoren und Non-Hodgkin-

Lymphomen

Die Dosisanpassung bei Patienten mit soliden Tumoren und Non-

Hodgkin-Lymphomen bei wiederholter Gabe sollte sich am Ausmass und

der Dauer der Knochenmarkssuppression orientieren. Falls am 21. Tag

nach Verabreichung von Novantron Normalwerte für weisse

Blutkörperchen und Blutplättchen vorliegen, kann gewöhnlich die

vorhergehende Dosis von Mitoxantron verabreicht werden. Bei

Leukozytenwerten <3’000/µl sollte die Behandlung verschoben werden.

Bei Unterschreiten eines Leukozytennadirs von 1’500 Zellen/µl sollte die

nächste Dosis um 20–25% reduziert werden.

Art der Anwendung

Novantron wird in eine laufende intravenöse Infusion injiziert oder als

Kurzinfusion verabreicht (siehe «Sonstige Hinweise/Hinweise für die

Handhabung»).

Kontraindikationen

Bekannte Überempfndlichkeit gegen Mitoxantron oder einen der

Hilfsstofe, Schwangerschaft, Stillzeit.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Novantron sollte nur von im jeweiligen Fachgebiet erfahrenen Ärzten

angewendet werden.

Bei einer vorliegenden Panzytopenie oder bei schweren foriden Infekten

ist bei der Anwendung von Novantron Vorsicht geboten.

Bei multipler Sklerose sollte die Behandlung erst nach Abklingen des

Infekts bzw. nach Normalisierung des Blutbilds beginnen.

Blutbildkontrollen sollten vor jeder Behandlung mit Novantron, zwischen

Tag 12 und 16 nach Applikation und im Falle von Symptomen einer

Infektion vorgenommen werden. Mit Ausnahme der Initialbehandlung

akuter Leukämien sollte Mitoxantron nicht verabreicht werden, wenn die

Leukozytenwerte <1500 Zellen/µl liegen (siehe

«Dosierung/Anwendung»).

Novantron kann infolge des Herstellungsprozesses Spuren von

Natriummetabisulft enthalten. Sulfte können bei empfndlichen

Personen (insbesondere bei denjenigen mit Asthma oder Allergien in der

Vorgeschichte) allergieähnliche Reaktionen auslösen, einschliesslich

anaphylaktischer Symptome und Bronchospasmen.

Auf Grund der immunsuppressiven Wirkung von Novantron kann der

Erfolg von Schutzimpfungen beeinträchtigt sein und soll eine Impfung

mit Lebendimpfstofen vermieden werden.

Novantron kann bis zu 24 Stunden nach Verabreichung eine blaugrüne

Verfärbung des Urins bewirken. Eine bläuliche Verfärbung der Skleren

kann ebenfalls auftreten. Die Patienten sollten darauf hingewiesen

werden.

Kardiotoxizität

Kardiotoxizität, in ihrer schwersten Form als möglicherweise irreversible

und fatale Herzinsufzienz, kann während oder Monate bis Jahre nach

der Mitoxantrontherapie auftreten; dieses Risiko erhöht sich mit der

kumulativen Gesamtdosis. Bei einer kumulativen Gesamtdosis von 140

mg (allein oder in Kombination mit anderen Chemotherapeutika) wurden

bei 2,6% der Tumorpatienten Herzinsufzienz beobachtet.

Es wird empfohlen, die linksventrikuläre Auswurfraktion (LVEF) vor der

ersten Dosis Mitoxantron und bei Patienten mit multipler Sklerose vor

jeder weiteren Dosis zu bestimmen (mittels Echokardiographie oder

MUGA). Bei Krebspatienten soll die Herzfunktion vor und während der

Therapie sorgfältig überwacht werden.

Zusätzliche LVEF-Messungen sind notwendig, falls Symptome einer

Herzinsufzienz auftreten.

Patienten, welche eine klinisch signifkante Reduktion der

linksventrikulären Auswurfraktion aufweisen (Reduktion um ≥20% des

Ausgangswerts bzw. Abfall auf Werte <50%), sollten nicht mit

Mitoxantron weiterbehandelt werden.

Bei Patienten mit schweren Herzerkrankungen in der Vorgeschichte

sollte die Behandlung mit Novantron mit besonderer Vorsicht

vorgenommen und sorgfältig überwacht werden.

Latente oder aktive kardiovaskuläre Erkrankungen, frühere oder

gleichzeitige Strahlentherapie des Mediastinums/Pericards, Vortherapie

mit Anthrazyklinen bzw. gleichzeitige Verabreichung anderer

kardiotoxisch wirksamer Arzneimittel können das kardiotoxische Risiko

erhöhen. Mit oder ohne Risikofaktoren kann die Kardiotoxizität auch bei

niedrigeren kumulativen Dosen auftreten.

Es wurde auch über Fälle von plötzlichem Tod bei Patienten mit Multipler

Sklerose berichtet. Ein kausaler Zusammenhang mit der Verabreichung

von Mitoxantron ist nicht bekannt.

Sekundärleukämien

Bei onkologischen Patienten, die mit Anthracyclinen behandelt wurden,

wurde das Auftreten einer sekundären myeloischen Leukämie (AML)

berichtet. Mitoxantron, ein Anthracendion, ist eine verwandte Substanz.

Das Auftreten einer refraktären Sekundärleukämie ist häufger, wenn

Anthracycline in Kombination mit DNA-schädigenden Antineoplastika

gegeben werden, die Patienten mit zytotoxischen Arzneimitteln stark

vorbehandelt wurden oder wenn die Anthracyclin-Dosen gesteigert

wurden. Das kumulative Risiko, eine mit der Therapie

zusammenhängende AML zu entwickeln, wurde bei 1774 Patientinnen

mit Brustkrebs, die Mitoxantron in Kombination mit anderen

zytotoxischen Arzneimitteln und Strahlentherapie erhalten haben, nach

5 Jahren auf 1,1%, bzw. nach 10 Jahren auf 1,6% geschätzt.

In der Postmarketing-Periode wurde unter Mitoxantron vereinzelt über

akute Leukämie berichtet (Inzidenz bei Anwendung in der Onkologie

1,04%, bei multipler Sklerose 0,07%), einschliesslich einige Fälle mit

Todesfolge.

Aufgrund des erhöhten Risikos für Leukämie sollte Mitoxantron bei

Mamma-Karzinom nicht als adjuvante Therapie angewendet werden.

Interaktionen

Bei Kombinationsbehandlungen mit anderen antineoplastisch wirksamen

Substanzen kann eine erhöhte Toxizität (insbesondere Myelo- und

Kardiotoxizität) nicht ausgeschlossen werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Novantron darf nicht während der Schwangerschaft verabreicht werden.

Es gibt keine adäquaten und gut kontrollierten Studien bei schwangeren

Frauen.

Mitoxantron kann die Entwicklung des Embryos gefährden. Mitoxantron

wird als potentielles humanes Teratogen angesehen aufgrund des

Wirkmechanismus und des Einfusses auf die embryonale Entwicklung,

der bei ähnlichen Substanzen nachgewiesen wurde.

Tumorpatienten/innen im geschlechtsreifen Alter müssen während und

bis zu 3 Monaten nach Beendigung der Chemotherapie einen wirksamen

Empfängnisschutz praktizieren. Bei Patientinnen mit multipler Sklerose,

welche schwanger werden können, sollte vor jeder Dosis ein

Schwangerschaftstest durchgeführt werden und das Ergebnis vor der

Behandlung vorliegen. Die Patientinnen sollten über das potentielle

Risiko für den Föten informiert werden.

Novantron wird mit der Muttermilch ausgeschieden und Konzentrationen

von bis zu 18,0 ng/ml wurden noch 28 Tage nach der letzten Injektion

nachgewiesen. Vor Beginn der Behandlung mit Novantron sollte deshalb

abgestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Das Nebenwirkungsprofl von Mitoxantron für die Tumorbehandlung und

die Behandlung der Multiplen Sklerose ist ähnlich und zurückzuführen

auf die dosisabhängige toxische Wirkung von Mitoxantron.

Bei der Behandlung mit Mitoxantron stehen Myelosuppression und

Kardiotoxizität im Vordergrund.

Durch die Kombination oder eine vorherige Behandlung mit

kardiotoxischen Zytostatika wird die Kardiotoxizität noch verstärkt.

Folgende Nebenwirkungen wurden in der Monotherapie und der

Kombinationstherapie beobachtet. Zu beachten ist hierbei, dass

Nebenwirkungen in der Kombinationstherapie (Tumoren: mit Zytostatika;

Multiple Sklerose: mit Kortikosteroiden) verstärkt auftreten.

Häufgkeitsangaben

Sehr selten: <0,01%; selten: ≥0,01%–<0,1%; gelegentlich: ≥0,1%–<1%;

häufg: ≥1%–<10%; sehr häufg: ≥10%.

Infektionen

Sehr häufg: Pilzinfektionen (15%), Sepsis (34%), Infektionen des oberen

Atemtrakts (53%), Infektionen des Urogenitaltrakts (32%), Pharyngitis

(19%).

Häufg: Hautinfektionen inkl. Hautmykosen.

Unbekannte Häufgkeit: Opportunistische Infektionen.

Gut- und bösartige Neoplasien

Die Behandlung mit Topoisomerase II-Inhibitoren wie z.B. Mitoxantron in

Kombination mit anderen Zytostatika und/oder Bestrahlungstherapie

wurde mit Fällen von akuter myeloischer Leukämie (AML) oder

myelodysplastischem Syndrom in Zusammenhang gebracht (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Blut und lymphatisches System

Sehr häufg: Anämie (75%), Leukozytopenie (100%), Neutropenie

(100%), Panzytopenie, Thrombozytopenie (39%), Hämorrhagie (11%).

Bei der Gabe therapeutischer Dosen kommt es zu einer

Knochenmarksdepression. In erster Linie sind hiervon die Leukozyten

betrofen. Bei Patienten mit vorausgegangener Chemotherapie und/oder

Strahlentherapie sowie bei Patienten in schlechtem Allgemeinzustand

kann es zu einer ausgeprägten Knochenmarkshemmung kommen. Bei

Beachtung der Dosierungsrichtlinien wird der tiefste Leukozytenwert

(Nadir) in der Regel 6–15 Tage nach Verabreichung von Novantron

beobachtet mit anschliessender Erholung des Knochenmarks und des

peripheren Blutbilds, die in der Regel am 21. Tag nach Verabreichung

abgeschlossen ist. Ein schwerer Abfall der Blutplättchen wird selten

gefunden, noch seltener ein schwerer Abfall der roten Blutkörperchen.

Immunsystem

Gelegentlich: Allergische Reaktionen (z.B. Exanthem, Atemnot).

Sehr selten: Schwere allergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock).

Stoffwechsel und rrnährungsstörungen

Sehr häufg: Anorexie (25%), Appetitlosigkeit (25%).

Sehr selten: Gewichtsveränderungen.

Psychiatrische Störungen

Häufg: Angst, Verwirrung, Depression.

Nervensystem

Sehr häufg: Lähmungserscheinungen, unspezifsche neurologische

Ausfälle (jeweils 11%), Schläfrigkeit, Müdigkeit (jeweils 39%).

Häufg: Kopfschmerzen.

Augen

Häufg: Konjunktivitis, verschwommenes Sehen.

Sehr selten: Blauverfärbung der Skleren.

Herz

Sehr häufg: Arrhythmien (18%), EKG-Veränderungen (11%).

Häufg: Stauungsherzinsufzienz, verminderte linksventrikuläre

Auswurfraktion, Kardiomyopathie, Schmerzen in der Brust,

Sinusbradykardie.

Ebenfalls beobachtet wurde Myokardinfarkt.

Es gibt Berichte nach der Markteinführung über Kardiotoxizität bei

Mitoxantrontherapie mit kumulativen Dosen unter 100 mg/m². Viele der

Patienten, denen Mitoxantron aufgrund einer onkologischen Indikation

verabreicht wurde, erhielten auch noch andere kardiotoxische

Arzneimittel (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Gefässsystem

Häufg: Ödeme, Hypotonie.

Sehr selten: Blauverfärbung des perivenösen Gewebes.

Lunge, Atemwege, Thorax und Mediastinum

Sehr häufg: Husten (13%), Dyspnoe (18%).

Häufg: Pneumonie, Sinusitis, Rhinitis.

Magen-Darmtrakt

Sehr häufg: Gastrointestinale Blutung (16%), Abdominalschmerzen

(15%), Übelkeit (76%), Erbrechen (11%), Verstopfung (16%), Durchfall

(47%), Mukositis (10%), Stomatitis (19%).

Häufg: Sodbrennen.

Unbekannte Häufgkeit: Pankreatitis.

Hepato-biliäres System

Sehr häufg: Erhöhung der Gammaglutamyltranspeptidase γ-GT (15%),

der Aspartataminotransferase AST (15%) und der

Alaninaminotransferase ALT (15%).

Häufg: Gelbsucht, Hepatotoxizität.

Bei Patienten mit akuter Leukämie kam es gelegentlich zu schweren

Erhöhungen der Leberenzyme und zu einer Beeinträchtigung der

Leberfunktion. Deshalb müssen die Leberenzyme engmaschig

kontrolliert werden.

Haut und subkutanes Bindegewebe

Sehr häufg: Hautblutung (11%), Haarausfall (61%) (nach Absetzen der

Therapie meistens reversibel).

Häufg: Rötung, Ausschlag.

Gelegentlich: Bläuliche Verfärbung der Haut.

Ebenfalls beobachtet wurden Gewebsnekrosen und Veränderungen des

Nagelbetts.

Niere und ableitende Harnwege

Sehr häufg: Blau-grüne Verfärbung des Urins (11%), Erhöhung des BUN

(blood urea nitrogen).

Häufg: Nierentoxizität, Erhöhung des Serumkreatinins.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Sehr häufg: Asthenie (24%), Fieber (78%).

Sehr selten: Phlebitis, schwere lokale Reaktionen (Nekrosen) an der

Applikationsstelle infolge von Paravasaten.

Multiple Sklerose

Bei der Behandlung der Multiplen Sklerose wurde zusätzlich über

folgende unerwünschten Wirkungen berichtet:

Stoffwechsel und rrnährungsstörungen

Häufg: Erhöhter Blutglucosespiegel, erniedrigter Kaliumwert.

Reproduktionssystem und Brust

Sehr häufg: Menstruationsstörungen (61%), einschliesslich Amenorrhoe

(53%) (welche von längerer Dauer und dem vorzeitigen Eintreten der

Menopause entsprechend sein kann) und Menorrhagie (7%).

Überdosierung

Bei Überdosierung kommt es zu einer Verstärkung der beobachteten,

unerwünschten Wirkungen. Ein Antidot steht bis heute nicht zur

Verfügung.

4 Patienten, die versehentlich 140–180 mg/m² Novantron als

Bolusinjektion erhielten, verstarben an der Folge einer schweren

Leukopenie mit Infektion.

Novantron kann aufgrund der raschen Verteilung in das Gewebe und der

hohen Gewebeafnität nicht durch Peritoneal- und Haemodialyse

entfernt werden. Zur Behandlung der Überdosierung können deshalb nur

supportive Massnahmen empfohlen werden. Die Patienten sollten

umgehend in einer Station aufgenommen werden, die über sämtliche

Möglichkeiten der supportiven Therapie verfügt.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L01DB07

Mitoxantron, ein zytotoxisches Anthrachinon-Derivat, ist ein

Topoisomerase II-Inhibitor und wirkt über Interkalation der DNA.

Onkologie: Die antineoplastische Wirkung wurde in einer Reihe von

Tiermodellen bei transplantablen Tumoren nachgewiesen. Die zytozide

Wirkung ist in menschlichen Zellkulturen sowohl bei proliferierenden als

auch bei nicht proliferierenden Zellen nachgewiesen worden, was auf

eine phasenunspezifsche Wirkung hinweist.

Multiple Sklerose: Die Wirkung von Mitoxantron auf das Immunsystem ist

nicht völlig charakterisiert. Mitoxantron hat eine nicht-selektive

immunsupprimierende Wirkung, resultierend in verminderter Produktion

infammatorischer Cytokine, einer verminderten Antikörperproduktion

und einem verminderten Myelinabbau durch Makrophagen. Über

welchen Mechanismus die Progredienz der Multiplen Sklerose beeinfusst

wird, ist nicht bekannt.

In zwei Phase II Studien und einer Phase III Studie bei 194 Patienten

(MS3) wurde eine Wirkung von Mitoxantron bei Patienten mit Zeichen

der akuten entzündlichen Aktivität im Sinne von Schüben nachgewiesen.

Dies wurde auch in der kranialen Kernspintomographie dokumentiert.

Bei Patienten mit kontinuierlicher Verschlechterung ohne Schübe ist die

zu erwartende Wirkung geringer. Daten in primär progredienter Multiple

Sklerose liegen nicht vor.

Pharmakokinetik

Distribution

Mitoxantron wird zu 78% an Plasmaproteine gebunden. Nach einer

intravenösen Injektion von Mitoxantron werden triphasische

Plasmaclearance und Verteilung mit einem scheinbaren

Distributionsvolumen im Fliessgleichgewicht (Steady state) von über 100

l/m² beobachtet. Tierpharmakologische Studien mit radioaktiv

markiertem Mitoxantron weisen auf eine schnelle, umfassende, der

Dosis proportionalen Verteilung in die meisten Gewebe hin. Mitoxantron

passiert nicht die Placenta-Schranke und nur in sehr geringen

Konzentrationen die Blut-Hirn-Schranke. In die Hoden tritt nur ein

vernachlässigbarer Anteil über.

Metabolismus/rlimination

Die renale Ausscheidung ist gering; nur 6–11% der verabreichten Dosis

werden innerhalb von 5 Tagen im Harn gefunden. Davon sind 65%

unverändertes Mitoxantron. Die restlichen 35% bestehen hauptsächlich

aus 2 inaktiven Metaboliten, die Mono- und Dicarboxy-Derivate von

Mitoxantron.

Die Hauptausscheidung erfolgt über die Galle (25% der

Gesamtausscheidung) innerhalb von 5 Tagen. Die Substanz wird

langsam eliminiert mit einer terminalen Halbwertszeit von 12,4 Tagen

(Bereich von 10,2–18,4 Tage).

Kinetik spezieller Patientengruppen

Es liegen keine Daten zur Pharmakokinetik bei Patienten mit

Niereninsufzienz vor.

Bei eingeschränkter Leberfunktion ist die Clearance von Mitoxantron

reduziert. Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion (Bilirubin

>3,4 mg/dl) haben eine 3× höhere AUC als Patienten mit normaler

Leberfunktion.

Es liegen keine Daten zur Pharmakokinetik bei Patienten mit Ascites,

Pleuraerguss, Perikarderguss und Ödemen vor.

Die Pharmakokinetik wurde bei Kindern und Jugendlichen nicht

untersucht.

Präklinische Daten

Fertilität

Bei Ratten wurden Fertilität der F

- und F

-Generation sowie

Überlebensrate, Entwicklung und Verhalten der F

- und F

-Generation

durch die Gabe von Mitoxantron an die F

-Generation nicht beeinfusst.

Karzinogenität

Intravenöse Behandlung von Ratten und Mäusen, einmal alle 21 Tage

während 24 Monaten, mit Novantron führte zu einer erhöhten Inzidenz

von Fibromen und Tumoren des äusseren Gehörgangs in Ratten bei

einer Dosis von 0,03 mg/kg (0,02-faches der empfohlenen humanen

Dosis, auf einer mg/m² Basis) sowie zu hepatozellulären Adenomen in

männlichen Mäusen bei einer Dosis von 0,1 mg/kg (0,03-faches der

empfohlenen humanen Dosis, auf einer mg/m² Basis).

Intravenöse Behandlung von Ratten mit Novantron, einmal alle 21 Tage

während 12 Monaten, führte zu einer erhöhten Inzidenz von Tumoren

des äusseren Gehörgangs in Ratten bei einer Dosis von 0,3 mg/kg (0,15-

faches der empfohlenen humanen Dosis, auf einer mg/m² Basis).

Mutagenität

Novantron war in vivo in Knochenmarkzellen der Ratte klastogen.

Novantron war auch klastogen in zwei in vitro Versuchen; es induzierte

DNA-Schäden in primären Rattenhepatozyten und in chinesischen

Hamsterovarzellen. Novantron war mutagen in bakteriellen und

Säugetier-Testsystemen (Ames-Test mit Salmonella typhimurium und r.

coli sowie L5178Y TK+/- Maus-Lymphomatest).

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Novantron soll nicht mit anderen Arzneimitteln in der gleichen Infusion

gemischt werden. Heparin darf nicht Novantron-Lösungen zugesetzt

werden, da es hierbei zu Ausfällungen kommen kann.

Haltbarkeit, besondere Lagerungshinweise

Novantron soll nach dem auf der Packung mit «EXP» angegebenen

Verfalldatum nicht mehr angewendet werden.

Novantron soll bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahrt werden und

darf nicht gefrieren.

Da Novantron eine selbstkonservierende parenterale Lösung ist, können

der Ampulle bei Einhaltung einer strikten Asepsis die jeweils benötigten

Mengen portionenweise bis zu 7 Tage entnommen werden.

Fertige Infusionslösungen mit Novantron behalten für 72 Stunden ihre

Wirksamkeit, sollten jedoch aus mikrobiologischen Gründen maximal 24

Stunden bei 2–8 °C aufbewahrt werden.

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Zytostatika-Hinweis

Beim Umgang mit Novantron sind die Vorschriften zur Handhabung von

Zytostatika einzuhalten. Gegenstände, die mit Novantron-Lösungen

Kontakt hatten, können mit einer Lösung aus 5,5 Gewichtsteilen

Calciumhypochlorit in 13 Teilen Wasser gereinigt werden.

Verabreichung von Novantron

Novantron muss streng intravenös gegeben werden.

Es wird in eine gut laufende intravenöse Infusion von isotoner

Natriumchloridlösung oder 5% Glukose langsam über einen Zeitraum

nicht unter 3–5 Minuten injiziert. Novantron kann auch zur Kurzinfusion

(5–15 Minuten) in 50 ml oder 100 ml isotoner Natriumchloridlösung oder

5% Glukose verdünnt werden.

Vorzugsweise sollte eine grosse Vene gewählt werden und Venen im

Gelenkbereich oder in Extremitäten mit beeinträchtigter venöser oder

lymphatischer Drainage sollten wenn möglich vermieden werden.

Paravasate an der Infusionsstelle sind zu vermeiden. Wenn Anzeichen

oder Symptome von Paravasaten auftreten (wie z.B. Brennen,

Schmerzen, Juckreiz, Erythem, Schwellung, bläuliche Verfärbungen oder

Ulzerationen), ist die Infusion sofort zu beenden und an einer anderen

Vene oberhalb der vorhergehenden Applikationsstelle oder am anderen

Arm neu anzusetzen. Über schwere lokale Reaktionen (Nekrosen) infolge

von Paravasaten wurde in Einzelfällen berichtet.

Bei einer Paravasation sind intermittierend Eisbeutel auf den betrofenen

Bereich zu legen und die betrofene Extremität hochzulagern. Der

Paravasat-Bereich ist aufmerksam auf Anzeichen von Nekrose und/oder

Phlebitis zu überwachen, die möglicherweise weitere medizinische oder

chirurgische Behandlung erforderlich machen.

Novantron darf niemals subkutan, intramuskulär, intraarteriell oder

intrathekal verabreicht werden. Es liegen Berichte über lokale/regionale

Neuropathie, manchmal irreversibel, nach intraarterieller Verabreichung

und über zentrale/periphere Neuropathie und Neurotoxizität

einschliesslich Anfällen, die zum Koma und schweren neurologischen

Folgen führten, und Paralyse mit Darm- und Blasenfunktionsstörungen

nach intrathekaler Gabe vor.

Zulassungsnummer

46574 (Swissmedic).

Packungen

Novantron Inj Lös 10 mg Fl 5 ml. (A)

Novantron Inj Lös 20 mg Fl 10 ml. (A)

Zulassungsinhaberin

MEDA Pharma GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen.

Stand der Information

März 2008.

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8-11-2018

Marbonor 10% ad us. vet., Injektionsloesung

Marbonor 10% ad us. vet., Injektionsloesung

● Die Neuzulassung erfolgte am 08.11.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

30-10-2018

Onsior 10 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten fuer Hunde

Onsior 10 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten fuer Hunde

● Änderung Text "Anwendungseinschränkungen"

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

27-10-2018

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/418713/2018 vom 27.06.2018 (korrigierte Version vom 01.10.2018) betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Morphin und der Wirkstoffkombination Morphin/Cycliz

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/418713/2018 vom 27.06.2018 (korrigierte Version vom 01.10.2018) betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Morphin und der Wirkstoffkombination Morphin/Cycliz

Das BfArM veröffentlicht den Umsetzungsbescheid für den Wirkstoff Morphin und der Wirkstoffkombination Morphin/Cyclizin infolge des Europäischen PSUR Single Assessment Verfahrens nach Artikel 107d) bis g) der Richtlinie 2001/83/EG.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

26-10-2018

Vorläufige Tagesordnung der 83. Routinesitzung am 15. November 2018

Vorläufige Tagesordnung der 83. Routinesitzung am 15. November 2018

83. Routinesitzung nach § 63 AMG am 15. November 2018 um 10:00 Uhr im BfArM, Hörsaal 1

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

24-10-2018

Vita Health Products Recall (2018-10-24)

Vita Health Products Recall (2018-10-24)

Health Canada

24-10-2018

Inflacam 0,5 mg/ml ad us. vet., orale Suspension

Inflacam 0,5 mg/ml ad us. vet., orale Suspension

● Die Neuzulassung erfolgte am 24.10.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

23-10-2018

Bravecto Plus spot-on Katze L ad us. vet., Loesung zum Auftragen auf die Haut

Bravecto Plus spot-on Katze L ad us. vet., Loesung zum Auftragen auf die Haut

● Die Neuzulassung erfolgte am 23.10.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

23-10-2018

Bravecto Plus spot-on Katze M ad us. vet., Loesung zum Auftragen auf die Haut

Bravecto Plus spot-on Katze M ad us. vet., Loesung zum Auftragen auf die Haut

● Die Neuzulassung erfolgte am 23.10.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

23-10-2018

Bravecto Plus spot-on Katze S ad us. vet., Loesung zum Auftragen auf die Haut

Bravecto Plus spot-on Katze S ad us. vet., Loesung zum Auftragen auf die Haut

● Die Neuzulassung erfolgte am 23.10.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

18-10-2018

Mom Life Market recalls 10" & 16" Personalized Stuffed Plush Bunnies

Mom Life Market recalls 10" & 16" Personalized Stuffed Plush Bunnies

The recalled products may contain phthalate levels that exceed the allowable levels.

Health Canada

18-10-2018

Scientific Opinion on Flavouring Group Evaluation 201 Revision 2 (FGE.201Rev2): 2‐alkylated, aliphatic, acyclic alpha,beta‐unsaturated aldehydes and precursors, with or without additional double‐bonds, from chemical subgroup 1.1.2 of FGE.19

Scientific Opinion on Flavouring Group Evaluation 201 Revision 2 (FGE.201Rev2): 2‐alkylated, aliphatic, acyclic alpha,beta‐unsaturated aldehydes and precursors, with or without additional double‐bonds, from chemical subgroup 1.1.2 of FGE.19

Published on: Wed, 17 Oct 2018 00:00:00 +0200 The Panel on Food Additives and Flavourings of the European Food Safety Authority was requested to consider in this revision 2 of Flavouring Group Evaluation 201, the additional data on genotoxicity submitted by the Industry on two substances, 2‐methylpent‐2‐enal [FL‐no: 05.090] and 2 methylcrotonaldehyde [FL‐no: 05.095], from subgroup 1.1.2 of FGE.19. In FGE.201Rev1, the Panel concluded that further data were required in order to clarify the genotoxic poten...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

17-10-2018

Applicability of in silico tools for the prediction of dermal absorption for pesticides

Applicability of in silico tools for the prediction of dermal absorption for pesticides

Published on: Tue, 16 Oct 2018 00:00:00 +0200 Based on the “Human in vitro dermal absorption datasets” published as supporting information to the revised EFSA Guidance on Dermal Absorption, in silico models for prediction of absorption across the skin have been evaluated. For this evaluation, a systematic literature search and review was performed, identifying 288 publications describing mathematical models for prediction of dermal absorption. Eleven models potentially relevant to the regulatory assessm...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

11-10-2018

Re‐evaluation of oxidised soya bean oil interacted with mono‐ and diglycerides of fatty acids (E 479b) as a food additive

Re‐evaluation of oxidised soya bean oil interacted with mono‐ and diglycerides of fatty acids (E 479b) as a food additive

Published on: Wed, 10 Oct 2018 00:00:00 +0200 The EFSA Panel on Food Additives and Flavourings (FAF) provides a scientific opinion re‐evaluating the safety of thermally oxidised soya bean oil interacted with mono‐ and diglycerides of fatty acids (TOSOM) (E 479b) when used as a food additive. The Scientific Committee on Food (SCF) and the Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA) derived an acceptable daily intake (ADI) of 25 and 30 mg/kg body weight (bw) per day, respectively. There was n...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

11-10-2018

Wild boar in focus: Review of existing models on spatial distribution and density of wild boar and proposal for next steps

Wild boar in focus: Review of existing models on spatial distribution and density of wild boar and proposal for next steps

Published on: Wed, 10 Oct 2018 00:00:00 +0200 This report provides a review of existing models for predicting the spatial distribution and abundance of wild boar at various scales (global, continental, national and regional) in order to inform the development of a new model to produce estimates of wild boar abundance at European level. The review identifies and discusses a range of models based on a wide variety of data types, corresponding to those targeted by the data collection model set by ENETwild,...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

10-10-2018

Sprayology Issues Voluntary Nationwide Recall of Homeopathic Aqueous-Based Medicines Due to Microbial Contamination

Sprayology Issues Voluntary Nationwide Recall of Homeopathic Aqueous-Based Medicines Due to Microbial Contamination

Eight and Company LLC, d/b/a Sprayology is voluntarily recalling all lots within expiry from 10/18-7/22 of its aqueous-based homeopathic product line for human use. All products manufactured by the contract manufacturer, King Bio, have been recalled due to possible microbial contamination.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

10-10-2018

Enforcement Report for the Week of October 10, 2018

Enforcement Report for the Week of October 10, 2018

Recently Updated Records for the Week of October 10, 2018 Last Modified Date: Tuesday, October 09, 2018

FDA - U.S. Food and Drug Administration

10-10-2018

Credelio 56 mg ad us. vet., Kautabletten fuer Hunde

Credelio 56 mg ad us. vet., Kautabletten fuer Hunde

● Die Neuzulassung erfolgte am 10.10.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

10-10-2018

Credelio 112 mg ad us. vet., Kautabletten fuer Hunde

Credelio 112 mg ad us. vet., Kautabletten fuer Hunde

● Die Neuzulassung erfolgte am 10.10.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

10-10-2018

Credelio 225 mg ad us. vet., Kautabletten fuer Hunde

Credelio 225 mg ad us. vet., Kautabletten fuer Hunde

● Die Neuzulassung erfolgte am 10.10.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

10-10-2018

Credelio 450 mg ad us. vet., Kautabletten fuer Hunde

Credelio 450 mg ad us. vet., Kautabletten fuer Hunde

● Die Neuzulassung erfolgte am 10.10.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

10-10-2018

Credelio 900 mg ad us. vet., Kautabletten fuer Hunde

Credelio 900 mg ad us. vet., Kautabletten fuer Hunde

● Die Neuzulassung erfolgte am 10.10.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

9-10-2018

Tagesordnung für die 130. Beratung des Ausschusses Analytik der Deutschen Homöopathischen Arzneibuch-Kommission

Tagesordnung für die 130. Beratung des Ausschusses Analytik der Deutschen Homöopathischen Arzneibuch-Kommission

Das BfArM gibt die Tagesordnung für die 130. Beratung des Ausschusses Analytik der Deutschen Homöopathischen Arzneibuch-Kommission am 09.10. und 10.10.2018 bekannt.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

9-10-2018

Metacam 5 mg/ml ad us. vet., Injektionsloesung

Metacam 5 mg/ml ad us. vet., Injektionsloesung

● Verzicht Packungsgrösse 10 ml

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

6-10-2018

Feststellungsbescheid vom 02.10.2018

Feststellungsbescheid vom 02.10.2018

Feststellungsbescheid vom 02.10.2018

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

2-10-2018

Forthyron 200 ad us. vet., Tabletten

Forthyron 200 ad us. vet., Tabletten

● Die Zulassung ist am 02.10.2018 erloschen.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

2-10-2018

Forthyron 400 ad us. vet., Tabletten

Forthyron 400 ad us. vet., Tabletten

● Die Zulassung ist am 02.10.2018 erloschen.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

15-11-2018

CRYSVITA 10/20/30 mg Injektionslösung

Rote - Liste

15-11-2018

Sevredol® 10 mg/20 mg Filmtabletten

Rote - Liste

12-11-2018

Spinraza (Biogen Netherlands B.V.)

Spinraza (Biogen Netherlands B.V.)

Spinraza (Active substance: nusinersen) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)7550 of Mon, 12 Nov 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4312/T/10

Europe -DG Health and Food Safety

12-11-2018

Tetraspan® 10 % Infusionslösung

Rote - Liste

9-11-2018

Toctino 10 mg/30 mg Weichkapseln

Rote - Liste

8-11-2018

Palladon® injekt 2 mg/10 mg/100 mg

Rote - Liste

8-11-2018

Voluven 10 % Infusionslösung

Rote - Liste

5-11-2018

Hydrocortison acis® 10 mg, Tabletten

Rote - Liste

31-10-2018

Fluorescein Alcon 10%

Rote - Liste

24-10-2018

Loratadin-ratiopharm® 10 mg Tabletten

Rote - Liste

23-10-2018

EU/3/16/1804 (Eli Lilly Nederland B.V.)

EU/3/16/1804 (Eli Lilly Nederland B.V.)

EU/3/16/1804 (Active substance: Pegylated recombinant human interleukin-10) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6994 of Tue, 23 Oct 2018

Europe -DG Health and Food Safety

23-10-2018

Benzaknen® 5 %/10 % Gel

Rote - Liste

23-10-2018

Nubral® Creme 10%

Rote - Liste

22-10-2018

EU/3/10/815 (Pfizer Europe MA EEIG)

EU/3/10/815 (Pfizer Europe MA EEIG)

EU/3/10/815 (Active substance: Sildenafil citrate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6993 of Mon, 22 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/068/10/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

19-10-2018

Recocam (Bimeda Animal Health Limited)

Recocam (Bimeda Animal Health Limited)

Recocam (Active substance: Meloxicam) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6954 of Fri, 19 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/V/C/2247/T/10

Europe -DG Health and Food Safety

15-10-2018

Diazepam-ratiopharm 10 mg Zäpfchen

Rote - Liste

15-10-2018

BENDAFOLIN 10 mg/ml Injektionslösung

Rote - Liste

11-10-2018

Vimpat® 10 mg/ml Sirup

Rote - Liste

11-10-2018

Vimpat® 10 mg/ml Infusionslösung

Rote - Liste

26-9-2018

Kexxtone (Elanco GmbH)

Kexxtone (Elanco GmbH)

Kexxtone (Active substance: Monensin sodium) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6324 of Wed, 26 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/V/C/2235/T/10

Europe -DG Health and Food Safety