Novalgin Filmtabletten

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Novalgin Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 10 Stück, Laufzeit: 60 Monate,100 Stück, Laufzeit: 60 Monate,1000 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Novalgin Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Metamizol-Natrium
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 3192
  • Berechtigungsdatum:
  • 02-05-1952
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Novalgin

®

Filmtabletten

Wirkstoff: Metamizol-Natrium 1 H

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Novalgin und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Novalgin beachten?

Wie ist Novalgin einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind Novalgin Filmtabletten aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Novalgin und wofür wird es angewendet?

Novalgin ist ein schmerzstillendes, fiebersenkendes und krampflösendes Arzneimittel.

Es wird angewendet zur kurzfristigen Behandlung von:

akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen,

krampfartigen Leibschmerzen (Koliken),

Tumorschmerzen,

sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen, soweit andere therapeutische Maßnahmen

nicht angezeigt sind,

hohem Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Novalgin beachten?

Novalgin darf nicht eingenommen werden,

wenn

allergisch

gegen

Metamizol

oder

einen

Abschnitt

genannten

sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie allergisch gegen Arzneimittel sind, die Pyrazolone (z. B. Isopropylaminophenazon,

Propyphenazon

oder

Phenazon)

oder

Pyrazolidine

(z. B.

Phenylbutazon,

Oxyphenbutazon)

enthalten,

falls Sie in der Vergangenheit bei Verwendung von Schmerzmitteln mit asthmaartigen Zuständen

oder

Atemnot

(sog.

„Analgetika-Asthma“),

Nesselausschlag

oder

Schwellungen

Gesicht

und/oder an den Schleimhäuten im Mund und Rachen reagiert haben,

wenn Ihr Knochenmark geschädigt ist (z. B. nach einer Chemotherapie) oder die Blutbildung

aufgrund einer Erkrankung des blutbildenden Systems beeinträchtigt ist,

falls Sie an einer der folgenden Stoffwechselerkrankungen leiden:

sog. „Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel“: eine seltene Erbkrankheit, bei der ein

Zerfall der roten Blutkörperchen ausgelöst werden kann,

sog. „akute hepatische Porphyrie“: eine seltene Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffs,

bei der sog. „Porphyrieattacken“ mit Bauchschmerzen und/oder ZNS-Beschwerden ausgelöst

werden können,

während der letzten 3 Monate der Schwangerschaft,

während der Stillzeit (während und bis zu mindestens 48 Stunden nach der letzten Anwendung

von Novalgin darf nicht gestillt werden. Siehe „Schwangerschaft und Stillzeit“),

bei Neugeborenen und Säuglingen unter 3 Monaten oder unter 5 kg Körpergewicht, aufgrund

fehlender Daten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Novalgin einnehmen.

Bei nur geringfügigen Schmerz- und Fieberzuständen ist Novalgin nicht angezeigt.

Bei folgenden Beschwerden, die unter einer Behandlung mit Novalgin auftreten, muss sofort die

Anwendung von Novalgin beendet und unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden:

Wenn es zu einer unerwarteten Verschlechterung Ihres Allgemeinbefindens kommt, das Fieber

nicht abklingt oder neu auftritt oder schmerzhafte Schleimhautveränderungen in Mund, Nase oder

Rachen auftreten. Diese Erscheinungen können ein Hinweis auf eine schwere Nebenwirkung sein

(sog. „Agranulozytose“ = Hemmung der Neubildung weißer Blutkörperchen. Siehe auch 4.

„Welche

Nebenwirkungen

sind

möglich?“).

Unter

Umständen

kann

sich

Risiko

einer

Agranulozytose erhöhen, wenn Novalgin länger als eine Woche angewendet wird.

Wenn

während

Novalgin-Behandlung

punktförmige

Blutungen

Haut

und/oder

Schleimhäuten auftreten oder wenn Sie eine verstärkte Neigung zu Blutungen bemerken. Die Zahl

der Blutplättchen könnte vermindert sein.

Wenn Sie zu Schwäche und einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen und Blutergüsse neigen. In

diesem Fall, wenn es zu einer stark verringerten Zahl aller Blutzellen gekommen ist, wird Ihr Arzt

die Behandlung sofort abbrechen.

Wenn

Ihnen

eine

schwere

Hauterkrankung

Störung

Allgemeinbefindens,

schmerzhafter Blasenbildung der Haut, besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich, auftritt.

Wenn

Ihnen

schwere

Reaktionen

Haut

Schleimhaut

ausgedehnter

Blasenbildung und Rötung auftreten.

In den oben beschriebenen Fällen wird der Arzt Ihr Blutbild so lange kontrollieren, bis sich die Werte

wieder normalisiert haben.

Auch bei längerfristiger Behandlung mit Novalgin sind regelmäßige Blutbildkontrollen erforderlich

(siehe auch 3. „Wie ist Novalgin einzunehmen?“).

Wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen/Beschwerden leiden, müssen Sie vor Beginn der

Behandlung Ihren Arzt darüber informieren, weil das Risiko schwerer Unverträglichkeitsreaktionen

erhöht ist:

wenn Sie bei Verwendung von Schmerzmitteln jemals asthmaartige Zustände oder Atemnot,

Nesselausschlag oder Schwellungen im Gesicht und/oder an den Schleimhäuten im Mund und

Rachen hatten (siehe „Novalgin darf nicht eingenommen werden“),

Asthma,

insbesondere

wenn

gleichzeitig

chronischem

Schnupfen

Nasennebenhöhlenentzündung (sog. „Rhinosinusitis“) und Nasenpolypen leiden,

bei chronischem Nesselausschlag,

Unverträglichkeit gegen bestimmte Farbstoffe (z. B. Tartrazin) bzw. Konservierungsmittel (z. B.

Benzoate),

Unverträglichkeit gegen Alkohol (starke Gesichtsrötung, Tränenfluss und Niesen schon nach

Konsum geringer Alkoholmengen).

In diesen Fällen wird Ihr Arzt die Behandlung mit Novalgin streng überwachen. Wenn Sie während

der Behandlung Veränderungen an der Haut oder andere Anzeichen einer Unverträglichkeitsreaktion

bemerken sollten, müssen Sie sich sofort an einen Arzt wenden, der die Behandlung abbrechen wird.

Patienten, die auf Metamizol allergische Reaktionen zeigen, sind auch besonders gefährdet, in gleicher

Weise auf andere Schmerzmittel, vor allem solche, die andere Pyrazolone/Pyrazolidine enthalten, zu

reagieren (siehe auch „Novalgin darf nicht eingenommen werden“).

Novalgin kann den Blutdruck unter Umständen stark senken. Diese Reaktion kann von der Dosis

abhängen und tritt eher auf bei:

zu niedrigem oder stark schwankendem Blutdruck,

beginnendem Kreislaufversagen (z. B. nach einem Herzinfarkt oder bei Schwerverletzten),

Flüssigkeitsmangel (z. B. durch zu geringe Flüssigkeitsaufnahme),

hohem Fieber.

Arzt

wird

solchen

Fällen

Behandlung

besonders

überwachen

gegebenenfalls

kreislaufunterstützende Maßnahmen ergreifen.

Wenn Sie unter einer schweren Erkrankung der Herzkranzgefäße oder einer starken Verengung der

hirnversorgenden Blutgefäße leiden, wird Ihr Arzt ebenfalls die Kreislauffunktion streng überwachen,

um einem Blutdruckabfall vorzubeugen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer Störung der Nieren- oder Leberfunktion leiden, da er

dann die Behandlung sorgfältig überwachen und gegebenenfalls die Dosierung entsprechend anpassen

wird.

Nach der Verwendung höherer Novalgin-Dosen kann der Harn rötlich gefärbt sein. Dies wird durch

ein Stoffwechselprodukt hervorgerufen und ist harmlos.

Novalgin soll – wie alle Schmerzmittel – nicht über längere Zeit oder in hohen Dosen ohne ärztlichen

Rat angewendet werden. Bei starken Schmerzen im Bauchraum sollten schmerzstillende Mittel

möglichst nicht vor der Untersuchung durch den Arzt genommen werden, da sie die Diagnose

wichtiger Beschwerden verschleiern können. Gegebenenfalls ist dem Arzt davon Mitteilung zu

machen.

Einnahme von Novalgin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel

eingenommen/angewendet

haben

oder

beabsichtigen,

andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Novalgin

kann

Wirkung

Arzneimitteln,

Ciclosporin

enthalten,

vermindern.

gleichzeitiger Anwendung ist daher eine Kontrolle durch den Arzt (Bestimmung der Blutspiegel von

Ciclosporin) erforderlich.

einer

gleichzeitigen

Behandlung

Schmerzmitteln

(Metamizol)

einem

sog.

„Antirheumatikum“ (Methotrexat) kann es v. a. bei älteren Patienten zu einem ansteigenden Risiko für

Schädigung

Knochenmarks

oder

Blutes

kommen.

Daher

sollte

diese

Arzneimittelkombination vermieden werden.

gleichzeitige

Behandlung

bestimmten

Arzneimitteln

Blutverdünnung

(Acetylsalicylsäure/Aspirin) kann die Wirkung auf die Blutverdünnung herabsetzen. Bitte sprechen

Sie daher vor der gleichzeitigen Einnahme mit Ihrem Arzt.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die Bupropion (gegen Depressionen) enthalten, kann

Metamizol

Konzentration

Bupropion

Blut

verringern.

Bitte

sprechen

gleichzeitigen Einnahme mit Ihrem Arzt.

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, die Chlorpromazin enthalten, kann es zu einer

starken Senkung der Körpertemperatur kommen.

Bei Patienten, die Metamizol anwenden, wurde über eine Interferenz mit bestimmten Labortests

berichtet (z. B. Tests zur Messung der Serumspiegel von Kreatinin, Triglyceriden, HDL-Cholesterin

und Harnsäure).

Einnahme von Novalgin zusammen mit Alkohol

Während einer Behandlung mit Novalgin soll kein Alkohol konsumiert werden, da die Wirkung von

Novalgin verändert wird.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft:

keine

hinreichenden

Erfahrungen

vorliegen,

wird

Arzt

Novalgin

während

ersten

Schwangerschaftsdrittels nicht und während des zweiten Schwangerschaftsdrittels nur nach strenger

Nutzen-Risiko-Abwägung verwenden.

Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf Novalgin nicht angewendet werden.

Stillzeit:

Die Abbaustoffe von Metamizol gehen in die Muttermilch über, daher darf während und bis zu

mindestens 48 Stunden nach der letzten Anwendung von Novalgin nicht gestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

empfohlenen

Dosierung

keine

Beeinträchtigung

Konzentrations-

Reaktionsvermögens bekannt.

Vorsichtshalber

sollte

aber,

zumindest

höheren

Dosierungen,

Möglichkeit

einer

Beeinträchtigung

Betracht

ziehen

Bedienen

Maschinen,

Führen

Fahrzeugen und sonstige gefahrvolle Tätigkeiten verzichten. Dies gilt insbesondere, wenn Sie Alkohol

zu sich genommen haben.

3.

Wie ist Novalgin einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung richtet sich nach der Intensität der Schmerzen oder des Fiebers und der Empfindlichkeit

jeweiligen

Patienten

Novalgin.

Grundsätzlich

wird

niedrigste

schmerz-

fieberkontrollierende Dosis gewählt.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis:

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren (über 53 kg):

Einzelgabe

werden

normalerweise

1–2

Filmtabletten,

Bedarf

6-mal

Filmtablette eingenommen, aber nicht mehr als 6 Filmtabletten pro Tag.

30–60 Minuten nach der Anwendung kann eine deutliche Wirkung erwartet werden.

Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren:

Für diese Altersgruppe stehen andere Darreichungsformen in niedrigerer Dosierung zur Verfügung.

Ältere Patienten (über 65 Jahre) und Patienten mit schlechtem Allgemeinzustand:

Ihr Arzt wird die Dosis gegebenenfalls vermindern.

Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion:

Ihr Arzt wird Novalgin nur kurzfristig und gegebenenfalls in entsprechend geringerer Dosierung

verordnen.

Art und Dauer der Anwendung

Zum Einnehmen.

Novalgin

Filmtabletten

sind

unzerkaut

ausreichend

Flüssigkeit

(z. B.

einem

Glas

Wasser)

einzunehmen.

Über

Dauer

Anwendung,

welche

sich

nach

Schwere

Erkrankung

richtet,

entscheidet Ihr Arzt.

Bei längerfristiger Behandlung mit Novalgin wird Ihr Arzt regelmäßig Ihr Blutbild kontrollieren.

Wenn Sie eine größere Menge von Novalgin eingenommen haben, als Sie sollten

Nach

Überdosierungen

wurden

Übelkeit,

Erbrechen,

Bauchschmerzen,

eine

Einschränkung

Nierenfunktion/akutes Nierenversagen und

seltener

Schwindel, Schläfrigkeit, Koma, Krämpfe

sowie Blutdruckabfall bis hin zum Schock und erhöhter Puls beobachtet. Bei Auftreten dieser

Beschwerden müssen Sie unverzüglich einen Arzt verständigen.

Hinweis für das medizinische Fachpersonal:

Weitere Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Novalgin vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen

Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Novalgin abbrechen

Wenn

Behandlung

vorzeitig

abgebrochen

wird,

können

ursprünglichen

Beschwerden

wiederum auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Blutdruckabfall (nicht allergisch bedingt, dosisabhängig) nach der Einnahme, der manchmal auch

schwer sein kann.

Auch bei Anwendung an Patienten mit hohem Fieber kann es zu starkem Blutdruckabfall

kommen.

Arzneimittelausschlag.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Allergische

(Überempfindlichkeits-)Reaktion,

häufig

einhergehend

Blutdruckabfall,

Schwindel, Übelkeit und evtl. Atemnot.

Haut-

Schleimhautreaktionen

(wie

z. B.

Juckreiz,

Brennen,

Rötung,

Nesselausschlag,

Schwellungen),

Atemnot,

Magen-Darm-Beschwerden;

Übergang

großflächigem

Nesselausschlag mit starken Schwellungen, z. B. im Gesicht, aber auch im Hals-Rachen-Raum

(Erstickungsgefahr!), asthmaartige Zustände, Herzrhythmusstörungen und Blutdruckabfall oder -

anstieg.

Bei Patienten mit sog. „Analgetika-Asthma“ (siehe „Novalgin darf nicht eingenommen werden“)

äußern sich Unverträglichkeitsreaktionen typischerweise in Form von Asthmaanfällen.

Entzündliche Hautveränderungen (u. a. Rötungen, Bläschenbildung).

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Kreislaufschock.

Sogenanntes „Analgetika-Asthma“ (asthmaartige Anfälle, ausgelöst durch Schmerzmittel) (siehe

„Novalgin darf nicht eingenommen werden“).

Akute Nierenfunktionsstörungen bis hin zum Nierenversagen: Ausscheidung von Proteinen im

Harn, Verminderung oder Ausbleiben der Harnproduktion; akute Nierenentzündung.

Nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Blutarmut aufgrund der Verminderung des blutbildenden Knochenmarks, einhergehend mit starker

Verminderung aller Blutzellen, kann zu Schwäche und erhöhter Anfälligkeit für Infektionen und

Blutergüsse führen.

Starke Verminderung bestimmter weißer Blutzellen, erhöht die Anfälligkeit für Infektionen,

Fieber.

Agranulozytose

äußert

sich

hohem

Fieber,

Schüttelfrost,

Halsschmerzen,

Schluckbeschwerden

sowie

Entzündung

Mund-,

Nasen-,

Rachen-

Genital-

oder

Analbereich. Bei Patienten, die Antibiotika erhalten, können diese Zeichen allerdings minimal

sein. Lymphknoten- oder Milzschwellung ist gering oder fehlt ganz. Die Blutsenkung ist stark

beschleunigt, die Granulozyten (bestimmte weiße Blutzellen) sind erheblich vermindert oder

fehlen vollständig. Im Allgemeinen, aber nicht immer, finden sich aber normale Werte für andere

Blutbestandteile (z. B. roter Blutfarbstoff, rote Blutzellen und Blutplättchen).

Verminderung der Zahl aller weißen Blutzellen.

Starke Verminderung der Blutplättchen, wodurch erhöhtes Risiko einer Blutung und Neigung zu

Blutergüssen besteht.

Allergische Herzerkrankung (Kounis-Syndrom).

Allergische (Überempfindlichkeits-)Reaktionen, häufig einhergehend mit starkem Blutdruckabfall,

Schwellungen, Kreislaufversagen, Bewusstlosigkeit.

Asthmaanfälle.

Schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung der

Haut besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; blasenförmige Ablösung der Haut.

Magen-Darm-Blutung.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 Wien

Österreich

Fax: +43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie sind Novalgin Filmtabletten aufzubewahren?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/Etikett nach „Verwendbar bis“/„Verw.

bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten

Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Novalgin Filmtabletten enthalten

Der Wirkstoff ist: Metamizol-Natrium 1 H

1 Filmtablette enthält 500 mg Metamizol-Natrium 1 H

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Macrogol 4000, Magnesiumstearat,

Tablettenüberzug:

Methylhydroxypropylcellulose,

Saccharin-Natrium

Macrogol

8000,

Titandioxid (E 171), Talkum.

Wie Novalgin Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung

Novalgin Filmtabletten sind nahezu weiße, beidseitig gewölbte, längliche Filmtabletten mit der

Prägung „OEP“ auf einer Seite. Eine Packung enthält 10, 30, 50, 100, 200 oder 1.000 Filmtabletten in

PVC/Aluminiumblisterpackungen.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

sanofi-aventis GmbH, Leonard-Bernstein-Straße 10, 1220 Wien, Österreich

oder

Hersteller:

Chinoin Pharmaceutical and Chemical Private Works Co. Ltd., Lévai u. 5

2112 Veresegyház, Ungarn

Z. Nr.: 3.192

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2018.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie der Überdosierung mit Metamizol

Für Metamizol ist kein spezifisches Antidot bekannt. Liegt die Einnahme von Metamizol nur kurz

zurück, kann versucht werden, die Aufnahme in den Körper durch Maßnahmen einer primären

Entgiftung (z. B. Magenspülung) oder durch resorptionsmindernde Maßnahmen (z. B. Aktivkohle) zu

begrenzen.

Hauptmetabolit

(4-N-Methylaminoantipyrin)

kann

durch

Hämodialyse,

Hämofiltration, Hämoperfusion oder Plasmafiltration eliminiert werden.

Die Behandlung der Intoxikation kann, ebenso wie die Prävention von schweren Komplikationen,

allgemeine und spezielle intensivmedizinische Überwachung und Behandlung erforderlich machen.