Norepine

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Norepine Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung 1 mg-ml
  • Dosierung:
  • 1 mg-ml
  • Darreichungsform:
  • Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Norepine Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung 1 mg-ml
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Adrenergicum.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE357244
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

NOREPINE 1 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Norepinephrin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Norepine und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Norepine beachten?

Wie ist Norepine anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Norepine aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST NOREPINE UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Norepine ist ein Arzneimittel zur Anwendung in Krankenhäusern durch medizinisches

Fachpersonal.

1ml Norepine enthält entsprechend 1 mg Norepinephrin. Es ist für die Verabreichung als

intravenöse Infusionslösung nur nach Verdünnung bestimmt.

Das Arzneimittel Norepine verengt die Blutgefäße und stärkt die Pumpfunktion des Herzens.

Norepinephrin wird im Notfall appliziert bei:

- Akuter Hypotonie (niedriger Blutdruck) ohne Blutvolumenverlust;

- Kardiovaskulärem Kollaps (akuter Anfall, bei dem das Herz und die Blutgefäße nicht mehr

in der Lage sind, alle Gewebe im Körper mit Blut zu versorgen).

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON NOREPINE BEACHTEN?

Norepine darf nicht angewendet werden,

Wenn Sie allergisch (Überempfindlichkeit) gegen Norepinephrin oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von Norepine sind.

Bei Hypertonie (hohem Blutdruck), da überempfindliche Patienten stärker auf die

blutdrucksteigernden Wirkungen von Norepinephrin reagieren.

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Packungsbeilage

Bei Hypotonie (niedrigem Blutdruck) aufgrund eines Blutvolumenverlusts.

Bei zu hohem Kohlensäuregehalt im Blut (Hyperkapnie), Sauerstoffmangel im Gewebe

(Hypoxie) und vaskulären Verschlusskrankheiten.

Bei Hyperthyroidismus (Schilddrüsenüberfunktion), da diese Patienten stark auf die

Wirkungen von Norepinephrin reagieren und bereits eine niedrige Dosierung toxisch

wirken kann.

Bei Prinzmetal-Angina (vasospastische Angina Pectoris im Ruhezustand), da der

Koronarblutfluss (Blutfluss der Herzgefäße) so stark und so lange verringert sein kann,

dass es zu einem Herzmuskelinfarkt (Herzattacke) kommen kann.

Während einer Anästhesie mit Chloroform, Cyclopropan oder Halothan (siehe Abschnitt

Anwendung von Norepine zusammen mit anderen Arzneimitteln).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor

Sie Norepine anwenden.

bei bestehenden Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems; in diesem Fall muss zur

Vermeidung von Hypertonie der Blutdruck und die Herzgeschwindigkeit während der

Arzneimittelverabreichung häufig überprüft werden (siehe Abschnitt 4).

bei Blutkrankheiten mit Sauerstoffmangel bzw. erhöhtem Kohlensäuregasgehalt kann es

bei der Anwendung von Norepine zu Herzrhythmusstörungen (Pulsbeschleunigung oder

unkoordinierte und ineffektive Herzkontraktionen) kommen (siehe Abschnitt 4).

Norepinephrin hat eine stark gewebereizende Wirkung; demnach dürfen nur stark

verdünnte Lösungen appliziert werden.

Wenn Sie an der Injektionsstelle Brennen oder Schmerzen verspüren, sagen Sie es bitte

sofort Ihrem Arzt, da dies ein Zeichen von Extravasation (Austritt der Lösung aus den

Blutgefäßen in das umliegende Gewebe) sein kann (siehe Abschnitt 4).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie unter Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes mellitus,

Engwinkelglaukom oder Prostatavergrößerung leiden.

Katecholamine, einschließlich Norepine, könnten eine Rolle bei der Entwicklung einer

plötzlichen vorübergehenden Schwächung des Herzmuskels (der so genannten Tako-

Tsubo-Kardiomyopathie) nach schwerem und akutem Stress spielen (siehe Abschnitt 4).

Es wurde beobachtet, dass die Insulin Sensitivität durch die Verabreichung von Norepine

bei schlanken Erwachsenen ohne Diabetes mellitus oder Hypertonie in der Vorgeschichte

vermindert sein kann. Dies ist möglicherweise nicht auf eine veränderte Insulinsekretion

zurückzuführen. Das lässt darauf schießen, dass die Insulin-Infusionsraten während der

Verabreichung des Arzneimittels erhöht und bei Absetzen des Arzneimittels wieder

gesenkt werden muss.

Ihr Arzt muss auf jeden Fall regelmäßig während der Behandlung Ihren Blutzuckerspiegel

messen, und Sie entsprechend Ihres Gesundheitszustands wirksam behandeln, um einen zu

hohen oder zu niedrigen Blutzuckerspiegel zu vermeiden (siehe Abschnitt 4).

Anwendung von Norepine zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Anästhetika (z.B. Chloroform, Cyclopropan,

Halothan) mit Norepine ist kontraindiziert, da diese die Erregbarkeit des Herzmuskels

erhöhen und es dadurch zu schnellen und unregelmäßigen Herzkontraktionen kommen kann

(siehe Abschnitt Norepine darf nicht angewendet werden).

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Packungsbeilage

Norepine darf nur

mit äußerster Vorsicht

angewandt werden, wenn Sie folgende

Arzneimittel einnehmen:

- Atropinsulfat (Arzneimittel im Rahmen der Notfallbehandlung);

- Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, wie trizyklische Antidepressiva

(z.B. Imipramin) und Monoaminoxidase-Hemmer;

- Antihistaminika, d.h. Arzneimittel zur Behandlung von Allergien (z.B. Diphenhydramin,

Tripelennamin, Dexchlorpheniramin);

- Bestimmte Alkaloide des Ergotamin-Typs, z.B. Guanethidin oder Methyldopa;

- höhere Mengen von Digitalin oder Chinidin, Arzneimittel zur Behandlung von

Herzerkrankungen;

- Furosemid oder andere Diuretika, d.h. Arzneimittel zur Förderung der Harnausscheidung.

- Entacapone.

- Milnacipran.

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Norepinephrin beeinflussen: Phentolamin-

Mesylat und Propranolol.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Schwangerschaft

Norepine sollte in der Schwangerschaft nur bei dringendem Bedarf angewandt werden. D.h.

eine Anwendung von Norepinephrin ist nur im Notfall zu Reanimationszwecken

empfehlenswert, wenn der klinische Nutzen das potenzielle Risiko für den Fötus übersteigt.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Norepine in die Muttermilch übergeht. Ein Risiko für

Neugeborene/Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden. Das Stillen sollte während der

Behandlung mit Norepine beendet werden.

Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Keine verfügbare Angaben.

Norepine enthält einen sonstigen Bestandteil Natriummetabisulfit, das in seltenen Fällen

schwere allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit) oder Bronchospasmen hervorrufen

kann, besonders bei den Patienten empfänglich für Sulfite (siehe Abschnitt 2 Norepine darf

nicht angewendet werden).

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro ml. Es ist also im

Wesentlichen frei von Natrium.

3.

WIE IST NOREPINE ANZUWENDEN?

Vor der Verabreichung wird Norepine mit 5%iger Glucoselösung zu Injektionszwecken

verdünnt.

Norepine wird als Infusion in eine der großen Venen, vorzugsweise in die Armvene,

verabreicht.

Die zu verabreichende Menge an Norepine wird von Ihrem Arzt entsprechend Ihres

individuellen Bedarfs bestimmt.

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Packungsbeilage

Wenn Sie eine größere Menge von Norepine angewendet haben, als Sie sollten

Eine Überdosierung mit Norepinephrin kann folgende Symptome verursachen:

- Kopfschmerzen;

- Blässe;

- Stark erhöhter Blutdruck;

- Abnormal verlangsamter Puls;

- Stark erhöhter peripherer Widerstand und verringerte Herzleistung.

Wenn Sie die Anwendung von Norepine vor Behandlungsende abbrechen, treten

gegebenenfalls erneut Anzeichen einer Hypotonie auf.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen wird folgendermaβen festgelegt:

Sehr häufig: bei mehr als jedem 10 Patienten

Häufig: bei 1 bis 10 Patienten von 100

Gelegenlich: bei 1 bis 10 Patienten von 1 000

Selten: bei 1 bis 10 Patienten von 10 000

Sehr selten: bei weniger als jedem 10 000 Patienten

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Potenziell lebensbedrohliche Nebenwirkungen:

- Akute Hypertonie mit Hirnblutungen und Lungenödemen.

Während der Behandlung mit Norepine können die folgenden Nebenwirkungen auftreten:

Sehr häufig:

- Akutes Glaukom (erhöhter Augeninnendruck) bei Patienten mit anatomischer Prädisposition

(siehe Abschnitt 2);

- Arterielle Hypertonie (hoher Blutdruck) (siehe Abschnitt 2);

- Gewebehypoxie (geringe Versorgung der Gewebe mit Sauerstoff);

- Ischämisch bedingte Verletzungen (unzureichend durchblutetes Gewebe) aufgrund der

starken gefäßverengenden Wirkung.

Häufig:

- Tachykardie (erhöhte Herzfrequenz) (siehe Abschnitt 2);

- Bradykardie (verminderte Herzfrequenz) (siehe Abschnitt 2);

- Arrhythmien (Änderungen der Herzfrequenz) (siehe Abschnitt 2);

- Palpitationen;

- Erhöhte Herzmuskelkontraktibilität;

- Akute Herzinsuffizienz.

Selten:

- Angst;

- Schlaflosigkeit;

- Geistige Verwirrung;

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- Kopfschmerzen;

- Psychotische Störungen (Verhaltensstörungen);

- Schwächegefühl;

- Zittern;

- Verminderte Wachsamkeit;

- Anorexie (Appetitmangel);

- Übelkeit;

- Erbrechen;

- Ateminsuffizienz oder Atembeschwerden;

- Dyspnoe (Atemnot);

- Mögliche Reizungen und Gewebeschäden an der Injektionsstelle;

- Kältegefühl und Blässe an den Gliedmaßen und im Gesicht durch die Verengung der

Blutgefäße;

- Akutes Glaukom (erhöhter Augeninnendruck) (siehe Abschnitt 2).

Nicht bekannt:

- Herzstillstand,

- Plötzlicher Herztod,

- Gerinnselbildung im Blut, die zur Thrombose führt,

- Angstzustände,

- Unruhezustände,

- Reizbarkeit,

- Harnverhalt,

- Verminderte Creatinin-Clearance,

- Veränderter Glukosestoffwechsel (verminderte Insulin-Sensitivität) (siehe Abschnitt 2).

- Herzmuskelversagen aufgrund eines starken, stressreichen Ereignisses (Tako-Tsubo-

Kardiomyopathie) (siehe Abschnitt 2).

Bei Überdosierung bzw. Verabreichung der herkömmlichen Dosis an überempfindliche

Patienten können folgende Nebenwirkungen häufiger auftreten:

- Blässe;

- Starkes Schwitzen;

- Erbrechen;

- Retrosternale Schmerzen (Schmerzen in der Brust);

- Halsschmerzen;

- Hypertonie;

- Photophobie (Lichtscheu).

Bei kontinuierlicher Verabreichung von Norepinephrin zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks

ohne Blutvolumenersatz kann es zu folgenden Symptomen kommen:

- Schwerwiegende periphere und viszerale Vasokonstriktion;

- Verringerter Blutdurchfluss durch die Nieren;

- Verringerte Harnproduktion;

- Sauerstoffmangel im Gewebe;

- Erhöhter Milchsäurespiegel im Blut.

Bei Extravasation von Norepinephrin (Austritt der Lösung aus den Blutgefäßen in das

Gewebe) kommt es zur Bildung von Wundschorf und Hautnekrosen um die Infusionsstelle.

Bei längeren Infusionen kann es an den Extremitäten zu Gangränbildung kommen.

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Packungsbeilage

Durchblutungsstörungen an der Infusionsstelle, mit oder ohne Extravasation, können mit

heißen Umschlägen und lokaler Phentolamin-Infiltration gelindert werden (siehe Abschnitt 2).

Eine längere Verabreichung blutdrucksteigernder Arzneimittel, wie in diesem Fall von

Norepinephrin, kann zur Verringerung des Blutvolumens führen, was kontinuierlich durch

einen angemessenen Ersatz mit Wasser und Elektrolyt korrigiert werden muss. Bei nicht

behandeltem Blutvolumenverlust kann beim Absetzen der Norepinephrin-Infusion eine

Hypotonie eintreten bzw. der Blutdruck bleibt aufrechterhalten, aber es besteht die Gefahr

einer schwerwiegenden peripheren und viszeralen Vasokonstriktion mit eingeschränkter

Durchblutung.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte anzeigen.

Abteilung Vigilanz

EUROSTATION II

Victor Hortaplein, 40/40

B-1060 BRUSSEL

Website: www.fagg-afmps.be

E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST NOREPINE AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Norepine-Ampullen müssen im Kühlschrank bei einer Temperatur von 2 bis 8°C vor

Licht geschützt aufbewahrt werden. Verfalldatum auf der Packung beachten.

Die verdünnten Norepine-Infusionslösungen, die gemäß den Angaben im Abschnitt

“Hinweise zur Anwendung, Handhabung und Entsorgung” (Abschnitt nur für Ärzte und

medizinisches Fachpersonal, siehe unten) hergestellt werden, sind in einer 5%igen

Glucoselösung mit oder ohne 0,9%-igem Natriumchlorid (Mischungsverhältnis 50/50 V/V)

bei Zimmertemperatur (15-25°C) während 24 Stunden stabil.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Ampullen nach EXP

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Die ersten beiden Ziffern geben den

Monat und die letzten vier Ziffern das Jahr an. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten

Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

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Packungsbeilage

Was Norepine enthält

Wirkstoff

Norepinephrin-Base

Norepinephrin-Bitartrat

(1mg/ml

Norepinephrin-Base entsprechen 2mg/ml Norepinephrin-Bitartrat);

Die sonstigen Bestandteile sind : Natriumchlorid, Natriummetabisulfit, Weinsäure und

Wasser zu Injektion.

Wie Norepine aussieht und Inhalt der Packung

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (steriles Konzentrat).

Farblose 5-ml-Glasampulle (Typ I) mit 4 ml Lösung.

Die Ampullen können in Kunststoffblister auch einzeln verpackt werden.

Eine Packung enthält 5, 10, 20, 50 oder 100 Ampullen.

Norepine ist eine sterile, klare, farblose bis gelbliche wässrige Infusionslösung ohne sichtbare

Partikel.

Es ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel.

Zulassungsnummer: BE357244

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Laboratoires Sterop - Avenue de Scheut, 46-50 - 1070 Brüssel – Belgien

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im 07/2014

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweise zur Anwendung, Handhabung und Entsorgung

Das Konzentrat zur Herstellung von Infusionslösungen in einer 5%-igen Glucoselösung zu

Injektionslösung verdünnen. Bei der Verdünnung von Norepinephrin zur intravenösen

Verabreichung eine aseptische Technik verwenden.

Zur Injektion bestimmte Präparate müssen immer sichtgeprüft werden und dürfen bei

Präsenz von Partikeln oder Farbveränderungen nicht mehr verwendet werden.

Norepinephrin wird ausschließlich als intravenöse Infusion verabreicht. Norepinephrin-

Infusionen in eine große Vene, vorzugsweise in die Vene der Ellenbeuge, verabreichen, da

in diesem Fall die bei längerer Vasokonstriktion bestehende Gefahr der Bildung von

Hautnekrosen offenbar gering ist. Auf keinen Fall in die Venen der unteren Gliedmaßen

verabreichen.

IV-Katheter durch eine Kanüle in die zentrale Vene einführen und mit Heftpflaster

befestigen.

Injektionsstelle häufig überprüfen, um den ungehinderten Fluss der Infusionslösung

sicherzustellen.

Blutdruck regelmäßig überwachen. Zu Beginn der Infusion sollte der Blutdruck alle 2

Minuten gemessen werden, bis der gewünschte Blutdruck erzielt ist. Anschließend den

Blutdruck während der gesamten Infusionsdauer alle 5 Minuten messen.

Infusionsrate mit Hilfe eines Infusionssystem ständig überwachen. Den Patienten während

der gesamten Infusionsdauer überwachen.

Nicht verwendete Arzneimittel gemäß den örtlich geltenden Bestimmungen entsorgen.

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Packungsbeilage

Wiederherstellung des Blutdrucks

Bei akuter Hypotonie:

Der Blutvolumenverlust muss vor Verabreichung blutdrucksteigernder Arzneimittel möglichst

vollständig ausgeglichen worden sein. Norepinephrin kann vor und während der

Wiederherstellung des Blutvolumens verabreicht werden.

Verdünnung:

Eine Ampulle Norepine mit 1000 ml 5%-iger Glucoselösung zu Infusionszwecken oder einer

Mischung aus 5%-iger Glucose- und 0,9%-iger Natriumchloridlösung verdünnen.

Bei Patienten, die eine salzarme Ernährung einhalten müssen, nur eine 5%-ige Glucoselösung

zu Infusionszwecken verwenden.

Übliche Dosierung:

Eine 4-ml-Ampulle (4 mg Norepinephrin-Base) in 1000 ml 5%-ige Glucoselösung geben.

Ein Milliliter dieser Verdünnung enthält 4 Mikrogramm Norepinephrin-Base.

Verdünnungstabelle:

Nachstehende Tabelle kann bei der Berechnung der zu verdünnenden Ampullen als

Bezugsrahmen verwendet werden, um die jeweils erforderliche Norepinephrin-Konzentration

zu erhalten.

Gewünschte Norepinephrin-

Verdünnung

Anzahl der benötigen

Ampullen

Volumen der zur Verdünnung

verwendeten Lösung

4 Mikrogramm/ml

1

1 Liter

8 Mikrogramm/ml

2

1 Liter

12 Mikrogramm/ml

3

1 Liter

16 Mikrogramm/ml

4

1 Liter

20 Mikrogramm/ml

5

1 Liter

Eine anfängliche Dosis von 2 bis 3 ml der verdünnten Lösung (8 bis 12 Mikrogramm

Norepinephrin-Base) pro Minute (bzw. 0,11 bis 0,17 Mikrogramm/kg/Min) verabreichen und

die Reaktion beobachten. Die Infusionsrate entsprechend angleichen, um einen normalen

Blutdruck herzustellen und aufrechtzuerhalten (in der Regel ist dies ein systolischer Blutdruck

von 80 mm Hg bis 100 mm Hg), der ausreicht, um die Durchblutung der lebenswichtigen

Organe aufrechtzuerhalten.

Bei Patienten mit bestehender Hypertonie wird empfohlen, den Blutdruck auf nicht mehr als

40 mm Hg unterhalb des zuvor gegebenen systolischen Blutdrucks zu erhöhen.

Eine durchschnittliche Infusionsrate von 0,5 bis 1 ml pro Minute mit der verdünnten Lösung

(bzw. 0,03 bis 0,06 Mikrogramm/kg/Min) führen in der Regel zu zufriedenstellenden

Blutdruckwerten.

Hohe Dosierungen:

Oben genannte Posologie kann je nach individuellem Zustand des Herzens und der Blutgefäße

verändert werden. Die Empfindlichkeit gegenüber Arzneimittelwirkungen variiert stark von

Patient zu Patient.

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Packungsbeilage

Die Verabreichung von größeren Mengen wie 17 4-ml-Ampullen in 24 Stunden (das

entspricht 0,67 Mikrogramm/kg/Min) kann erforderlich sein, wenn der Patient weiterhin einen

niedrigen Blutdruck aufweist. Es sollte jedoch stets auf okkulten Blutvolumenverlust

geachtet und dieser im Bedarfsfall korrigiert werden.

Die Überwachung des zentralen Venendrucks ist bei der Erkennung und Behandlung dieser

Situation generell hilfreich.

Volumenersatz:

Der Grad der Verdünnung hängt vom klinischen Flüssigkeitsbedarf des Patienten ab.

Werden große Mengen benötigt, können zur Vermeidung einer Überdosierung von

Norepinephrin pro Zeiteinheit stärker als 4 Mikrogramm/ml verdünnte Lösungen verwendet

werden. Sind große Volumen aus klinischen Gründen hingegen unerwünscht, kann eine

höhere Konzentration als 4 Mikrogramm/ml erforderlich sein.

Behandlungsdauer:

Die Behandlungsdauer hängt von der klinischen Situation ab und kann von einigen Stunden

bis zu sechs Tagen betragen.

Die Infusion sollte fortgeführt werden, wenn der Blutdruck und die Haut an der

Injektionsstelle

ohne

Behandlung

normal

bleiben.

Norepinephrin-Infusionen

müssen

allmählich reduziert werden, um ein plötzliches Absetzen zu vermeiden.

Adjunktive Therapie bei Herzstillstand

Norepinephrin-Infusionen werden bei der Herzwiederbelebung eingesetzt, um einen

entsprechenden Blutdruck wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten, nachdem der effektive

Herzschlag und die Ventilation mit anderen Mitteln hergestellt wurden.

Übliche Dosierung:

Zur Aufrechterhaltung des systemischen Blutdrucks während der Behandlung eines

Herzstillstandes wird Norepinephrin genau wie in Abschnitt “Wiederherstellung des

Blutdrucks” beschrieben eingesetzt.

Informationen zu speziellen Patientengruppen

Neugeborene:

Die besonderen Wirkungen von Norepinephrin bei Neugeborenen sind nicht gut bekannt.

Kinder:

Bei der Verabreichung von Norepinephrin an Kinder muss mit gleicher Vorsicht vorgegangen

werden wie bei Erwachsenen. Es wird eine anfängliche Dosis von 0,05 Mikrogramm/kg/Min

Norepinephrin-Base empfohlen. Bei gleichzeitiger Überwachung des Blutdrucks kann die

Infusionsrate bis zu 0,5 Mikrogramm/kg/Min angeglichen werden.

Ältere Patienten:

Ältere Patienten reagieren besonders empfindlich auf die Wirkungen von Sympathomimetika.

Norepinephrin muss deshalb mit Vorsicht angewandt werden.

Leber- und Niereninsuffizienz:

Die Pharmakokinetik von Norepinephrin wird durch eine Leber- oder Niereninsuffizienz nicht

signifikant beeinflusst. Da der Blutfluss in Organen wie in der Leber oder in den Nieren

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sinken kann, muss die Anwendung von Sympathomimetika bei Leber- und Nierenpatienten

mit Vorsicht erfolgen.

Warnhinweise zur Anwendung und Handhabung

Norepinephrin ist mit folgenden Lösungen und Arzneimittelprodukten inkompatibel:

Alkaline Lösungen oder Oxidans, Barbiturate, Chlorpheniramin, Chlorothiazid, Novobiocin,

Nitrofurantoin, Phenytoin, Natriumbicarbonat, Natriumiodid, Streptomycin, Vollblut oder

Plasma, cefamandole, cefoxitin, moxalactam.

Norepine nicht mit Plasma oder Vollblut mischen. Ist eine Erhöhung des Blutvolumens

indiziert, muss Norepine separat und nicht im Plasma oder Vollblut verabreicht werden,

beispielsweise indem ein Katheter mit Y-Stück verwendet wird.

Die Injektionsstelle muss häufig kontrolliert werden. Mit Vorsicht vorgehen, um eine

Extravasation zu vermeiden, die eine Hautnekrose um die infundierte Vene verursachen kann.

Bei einer Extravasation von Norepinephrin, oder wenn die Lösung neben die Vene injiziert

wird, kann das betroffene Gewebe aufgrund der gefäßverengenden Wirkung des Arzneimittels

auf Blutgefäße verletzt werden.

Aufgrund der verengten Venenwände und der damit einhergehenden erhöhten Permeabilität

kann es zu einem geringen Austreten von Norepinephrin in das Gewebe um die infundierte

Vene kommen. Dadurch kann das betroffene Gewebe erbleichen, was nicht unbedingt auf eine

Extravasation hinweist. Es sollte in diesem Fall dennoch die Injektionsstelle gewechselt

werden, um die Nebenwirkungen der Vasokonstriktion zu vermindern.

Behandlung von extravasationsbedingter Ischämie

So schnell wie möglich 10 bis 15 ml 0,9%-iger Natriumchloridlösung zusammen mit 5 bis 10

mg Phentolamin-Mesylat in die Injektionsstelle applizieren. Hierzu eine Spritze mit dünner

Kanüle verwenden und lokal injizieren.

Behandlung sonstiger Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörungen an der Infusionsstelle, mit oder ohne Extravasation, können mit

heißen Umschlägen und lokalem Applizieren von 10 ml 0,9%-iger Natriumchloridlösung mit

5 mg Phentolamin-Mesylat gelindert werden.

Wenn Sie zu viel Norepine verabreicht haben

Die Infusion sofort abbrechen, bis sich der Zustand des Patienten stabilisiert.

Als Gegenmittel kann ein Alpha-Blocker, wie z.B. Phentolamin-Mesylat (5 bis 10 mg),

intravenös verabreicht werden. Diese Dosis kann bei Bedarf wiederholt verabreicht werden.

Wechselwirkungen gemäß Labortests

Norepinephrin erhöht nachweislich den Glycerin-, Acetoacetat-, β-Hydroxybutyrat- und

Glucose-Spiegel im Blut. Plasma-Lactat-, Pyruvat- und Alanin-Werte werden durch die

Wirkung von Norepinephrin gesenkt.

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