Nonafact

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Nonafact
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Nonafact
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Antihämorrhagika
  • Therapiebereich:
  • Hämophilie B
  • Anwendungsgebiete:
  • Behandlung und Prophylaxe von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie B (angeborener Faktor IX-Mangel).

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Autorisiert
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/H/C/000348
  • Berechtigungsdatum:
  • 03-07-2001
  • EMEA-Code:
  • EMEA/H/C/000348
  • Letzte Änderung:
  • 02-03-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

EMA/172905/2016

EMEA/H/C/000348

Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit

Nonafact

Menschlicher Blutgerinnungsfaktor IX

Dies ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR) für

Nonafact. Hierin wird erläutert, wie der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) das Arzneimittel

beurteilt hat, um zu seinem befürwortenden Gutachten zur Erteilung der Genehmigung für das

Inverkehrbringen und seinen Empfehlungen zu den Anwendungsbedingungen für Nonafact zu

gelangen.

Was ist Nonafact?

Nonafact besteht aus einem Pulver und einem Lösungsmittel, die zur Herstellung einer Infusion

(Topfinfusion in eine Vene) gemischt werden. Nonafact enthält als Wirkstoff den menschlichen

Gerinnungsfaktor IX, der die Blutgerinnung unterstützt.

Wofür wird Nonafact angewendet?

Nonafact wird zur Behandlung und Verhütung von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie B (einer

durch den Mangel an Faktor IX bedingten angeborenen Blutungsstörung) angewendet. Nonafact kann

bei Erwachsenen und Kindern im Alter von über sechs Jahren angewendet werden. Nonafact ist sowohl

zur Kurz- als auch zur Langzeitanwendung angezeigt.

Das Arzneimittel ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich.

Wie wird Nonafact angewendet?

Die Behandlung sollte unter Aufsicht eines Arztes eingeleitet werden, der Erfahrung in der Behandlung

von Hämophilie besitzt. Nonafact wird durch Infusion in eine Vene mit einer Geschwindigkeit von

höchstens 2 ml/min verabreicht. Der Arzt berechnet die geeignete Dosis, die sich danach richtet, ob

Nonafact zur Behandlung von Blutungen oder zur Verhütung von Blutungen bei chirurgischen Eingriffen

eingesetzt wird. Die Dosis wird darüber hinaus abhängig vom Schweregrad der Blutung und der Art des

© European Medicines Agency, 2016. Reproduction is authorised provided the source is acknowledged.

chirurgischen Eingriffes angepasst. Die Anwendung erfolgt im Allgemeinen einmal täglich, außer bei

lebensbedrohlichen Situationen. Nach entsprechender Einweisung können sich Patienten das

Arzneimittel mitunter selbst spritzen. Ausführliche Erläuterungen zur Berechnung der Dosierung sind

der Packungsbeilage zu entnehmen.

Wie wirkt Nonafact?

Nonafact enthält den humanen Gerinnungsfaktor IX, ein Protein, das aus menschlichem Plasma (dem

flüssigen Bestandteil des Blutes) extrahiert und aufgereinigt wurde. Faktor IX ist eine der Substanzen

(Faktoren) im Körper, die für die Blutgerinnung notwendig sind. Patienten mit Hämophilie B leiden an

einem Faktor IX-Mangel, was Blutungsprobleme wie Blutungen in den Gelenken, Muskeln oder inneren

Organen verursacht. Nonafact wird angewendet, um den fehlenden Faktor IX zu ersetzen. Es korrigiert

den Faktor IX-Mangel und ermöglicht eine vorübergehende Kontrolle der Blutgerinnungsstörung.

Wie wurde Nonafact untersucht?

Nonafact wurde in zwei klinischen Studien mit 26 Patienten, die Nonafact als prophylaktische

Behandlung (beispielsweise vor intensivem Körpertraining) erhielten, bzw. mit acht Patienten, die

Nonafact bei elf chirurgischen Eingriffen erhielten, untersucht. Die meisten Patienten litten an schwerer

Hämophilie B. Bei den Studien wurde die Anzahl der schweren bzw. lebensbedrohlichen

Blutungsepisoden bewertet, die während der Behandlung bzw. während oder nach einem chirurgischen

Eingriff auftraten.

Welchen Nutzen hat Nonafact in diesen Studien gezeigt?

Nonafact wurde in Bezug auf seine Fähigkeit zur Verhütung von Blutungen bei Patienten mit

Hämophilie B mit „gut“ bzw. „ausgezeichnet“ bewertet.

Welche Risiken sind mit Nonafact verbunden?

Patienten mit Hämophilie B können Antikörper (Inhibitoren) gegen Faktor IX bilden. Wenn dies

geschieht, kann Nonafact nicht effizient wirken. Bei einigen Patienten, die mit Arzneimitteln behandelt

wurden, die Faktor IX enthalten, wurde Überempfindlichkeit (allergische Reaktionen) beobachtet. Die

vollständige Liste der im Zusammenhang mit Nonafact berichteten Nebenwirkungen ist der

Packungsbeilage zu entnehmen.

Nonafact darf nicht bei Patienten angewendet werden, die überempfindlich (allergisch) gegen

menschlichen Gerinnungsfaktor IX oder einen der sonstigen Bestandteile oder Mausproteine sind.

Warum wurde Nonafact zugelassen?

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) gelangte zu dem Schluss, dass der Nutzen von Nonafact

bei der Behandlung und Verhütung von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie B gegenüber den

Risiken überwiegt, und empfahl, die Genehmigung für das Inverkehrbringen von Nonafact zu erteilen.

Welche Maßnahmen werden zur Gewährleistung der sicheren und

wirksamen Anwendung von Nonafact ergriffen?

Es wurde ein Risikomanagementplan entwickelt, um sicherzustellen, dass Nonafact so sicher wie

möglich angewendet wird. Auf der Grundlage dieses Plans wurden Sicherheitsinformationen in die

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und die Packungsbeilage für Nonafact

Nonafact

EMA/172905/2016

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aufgenommen, einschließlich geeigneter Vorsichtsmaßnahmen für Angehörige der Heilberufe und

Patienten.

Weitere Informationen über Nonafact

Am 3. Juli 2001 erteilte die Europäische Kommission eine Genehmigung für das Inverkehrbringen von

Nonafact in der gesamten Europäischen Union.

Den vollständigen Wortlaut des EPAR für Nonafact finden Sie auf der Website der Agentur:

ema.europa.eu/Find medicine/Human medicines/European public assessment reports

. Wenn Sie

weitere Informationen zur Behandlung mit Nonafact benötigen, lesen Sie bitte die Packungsbeilage

(ebenfalls Teil des EPAR) oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Zusammenfassung wurde zuletzt im 01-2016 aktualisiert.

Nonafact

EMA/172905/2016

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Packungsbeilage

B. PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Nonafact 100 IE/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Menschlicher Blutgerinnungsfaktor IX

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Nonafact und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Nonafact beachten?

Wie ist Nonafact anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Nonafact aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Nonafact und wofür wird es angewendet?

Nonafact kann zur Vorbeugung und Behandlung von Blutungen bei Patienten, die an Hämophilie B

(einem angeborenen Mangel an aktivem Faktor IX) leiden, eingesetzt werden. Faktor IX ist ein

normaler Bestandteil von menschlichem Blut. Ein Mangel an Faktor IX verursacht Probleme bei der

Blutgerinnung, was zu Blutungen in Gelenken, Muskeln und inneren Organen führen kann. Durch die

Verabreichung von Nonafact kann dieser Mangel ausgeglichen werden.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Nonafact beachten?

Nonafact darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen den menschlichen Blutgerinnungsfaktor IX oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;

wenn Sie allergisch gegen Mausprotein sind oder schon einmal eine allergische Reaktion auf

Mausprotein hatten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Falls die Blutung nicht wie erwartet zum Stillstand kommt; suchen Sie in diesem Fall unverzüglich

Ihren Arzt auf.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie

Nonafact anwenden.

Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie ein Risiko für Thrombosen haben

oder in der Vergangenheit thromboembolische Komplikationen hatten, wenn Sie an einer

Lebererkrankung oder Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden oder ein chirurgischer Eingriff bei Ihnen

geplant ist. Unter diesen Umständen ist Ihr Risiko, dass sich Blutgerinnsel im Körper bilden, erhöht.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen.

Allergische Reaktionen

In seltenen Fällen kann Nonafact zu heftigen allergischen Reaktionen (anaphylaktischem Schock)

führen. Sollten Sie nach der Anwendung Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Jucken

und Rötungen, ein Engegefühl im Brustkorb, keuchende Atmung oder ein Gefühl von Benommenheit

entwickeln, verständigen Sie unverzüglich Ihren Arzt. Wenn Sie bereits in der Vergangenheit auf die

Anwendung von Blut oder einem Blutprodukt überempfindlich reagiert haben, ist Nonafact nur dann

anzuwenden, wenn dies absolut notwendig ist (in lebensbedrohlichen Situationen). Dies hat dann in

einem Krankenhaus oder unter strenger ärztlicher Aufsicht zu erfolgen.

Neutralisierende Antikörper (Inhibitoren)

Unter Hämophilie B leidende Personen, die Faktor-IX-Präparate erhalten, sind auf die Entwicklung

neutralisierender Antikörper gegenüber Faktor IX (Inhibitoren) zu beobachten (siehe auch Welche

Nebenwirkungen sind möglich). Ihr Arzt wird Ihr Blut regelmäßig auf das Vorhandensein dieser

Antikörper untersuchen, insbesondere wenn Sie bei einer früheren Behandlung mit einem Faktor-IX-

Produkt eine heftige allergische Reaktion gezeigt haben.

Thrombose

Es besteht ein mögliches Risiko, dass höhere Dosen Nonafact Gerinnsel in Blutgefäßen verursachen,

die zu einer Thrombose führen. Wenn Sie unter einer Leber- oder Herzerkrankung leiden oder in

letzter Zeit operiert wurden, besteht ein erhöhtes Risiko für Komplikationen bei der Gerinnung. Dies

gilt auch für Neugeborene und Patienten mit einem erhöhten Thrombose-Risiko oder

Verbrauchskoagulopathie, einer Krankheit, bei der das Blutgerinnungssystem gestört ist. Ihr Arzt wird

entscheiden, ob die Anwendung von Nonafact ein Risiko für Komplikationen bei der Blutgerinnung

bedeutet.

Kardiovaskuläre Ereignisse

Wenn bei Ihnen Risikofaktoren bezüglich des Herz-Kreislauf-Systems bestehen, kann eine

Substitutionsbehandlung mit Faktor IX dieses kardiovaskuläre Risiko erhöhen.

Virussicherheit

Wenn Medikamente aus menschlichem Blut und Plasma hergestellt werden, kommen bestimmte

Maßnahmen zur Anwendung um zu verhindern, dass Infektionen auf Patienten übertragen werden.

Dazu gehören die sorgfältige Auswahl von Blut- und Plasmaspendern um sicherzustellen, dass

Personen, die möglicherweise Infektionsträger sein könnten, ausgeschlossen werden, und die Testung

jeder Spende sowie aller Plasmapools auf Anzeichen von Viren/Infektionen. Die Herstellung umfasst

außerdem bei der Verarbeitung des Blutes bzw. Plasmas Verfahrensschritte, die Viren inaktivieren

oder entfernen. Trotz dieser Maßnahmen bei der Anwendung von Medikamenten, die aus

menschlichem Blut oder Plasma hergestellt sind, kann eine Übertragung einer Infektion nicht völlig

ausgeschlossen werden. Dies gilt auch für unbekannte oder neu auftretende Viren oder Infektionen

anderer Art.

Die getroffenen Maßnahmen gelten als wirksam gegen Hüllviren wie das menschliche

Immunschwächevirus (HIV), Hepatitis-B- (HBV) und Hepatitis-C-Virus (HCV) sowie gegen die nicht

umhüllten Viren Hepatitis A und Parvovirus B19.

Ihr Arzt rät Ihnen möglicherweise, eine Impfung gegen Hepatitis A und B in Betracht zu ziehen, wenn

Sie regelmäßig/öfter menschlichen aus Plasma gewonnenen Gerinnungsfaktor IX erhalten.

Es wird dringend empfohlen, dass jedes Mal, wenn Sie eine Dosis Nonafact erhalten, Name und

Chargenbezeichnung des Produktes protokolliert werden, um einen Nachweis der verwendeten

Chargen zu führen.

Kinder

Es liegen nur unzureichende Daten vor, um eine Behandlung von Kindern unter 6 Jahren mit Nonafact

zu empfehlen.

Anwendung von Nonafact zusammen mit anderen Arzneimitteln

Wechselwirkungen zwischen Nonafact und anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere

Medikamente einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen

andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel

handelt.

Nonafact darf niemals mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Da Hämophilie B bei Frauen nur sehr selten vorkommt, stehen keine weiteren Erfahrungen in der

Anwendung von Faktor IX während der Schwangerschaft und Stillzeit zur Verfügung. Daher sollte

Faktor IX bei schwangeren oder stillenden Frauen nur dann verwendet werden, wenn dies eindeutig

angezeigt ist.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es sind keine Auswirkungen von Nonafact auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen bekannt.

Nonafact enthält Natriumchlorid

Nonafact enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) je Dosis, d. h. es ist im Wesentlichen

„natriumfrei“.

3.

Wie ist Nonafact anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker

an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Empfohlene Dosis

Ihr Arzt entscheidet, welche Menge Nonafact Sie benötigen. Die genaue Dosis hängt von der Schwere

des klinischen Zustandes, Ihrem Körpergewicht und der Menge an Faktor IX in Ihrem Blut ab. Wenn

Sie sich operieren oder einen Zahn ziehen lassen müssen, informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt

darüber, dass Sie an einem Faktor-IX-Mangel leiden. Dieser wird dafür sorgen, dass Ihnen Faktor IX

verabreicht wird, sofern dies erforderlich ist.

Nonafact wird Ihnen von Ihrem Arzt oder einer Krankenschwester verabreicht. Nonafact kann von

Ihnen selbst angewendet werden, wenn es sich hierbei um eine in Ihrem Land zulässige

Verfahrensweise handelt und wenn Sie entsprechend unterwiesen worden sind.

Es ist wichtig, dass die Konzentration von Faktor IX in Ihrem Blut regelmäßig überprüft wird. Wenn

Sie 1 Internationale Einheit (IE) je Kilogramm Körpergewicht erhalten, nimmt die Konzentration an

Faktor IX in Ihrem Blut um etwa 1,1 % der normalen Aktivität zu.

Die gebotene Anfangsdosierung wird unter Verwendung folgender Formel bestimmt:

Erforderliche Einheiten = Körpergewicht (kg) x gewünschte Zunahme an Faktor IX (%) (IE/dl) x 0,9

Ihr Arzt legt die zu verabreichende Dosis Nonafact fest, die Sie benötigen, und wie häufig Sie das

Medikament im einzelnen Fall anwenden sollten. Die folgende Übersicht kann zur Ermittlung der

Dosierung bei Blutungen und chirurgischen Eingriffen verwendet werden:

Größe und Umfang der Blutung /

Art des chirurgischen Eingriffs

Erforderliche

Faktor-IX-

Konzentration

(%) (IE/dl)

Häufigkeit der Dosierung (Stunden)

/ Dauer der Therapie (Tage)

Blutungen

Frühe Anzeichen von Blutungen in

den Gelenken, in den Muskeln oder

in der Mundhöhle

20-40

Infusion alle 24 Stunden

wiederholen. Mindestens 1 Tag, bis

die von Schmerzen angezeigte

Blutung vorüber oder eine Heilung

eingetreten ist.

Stärkere Blutungen in den

Gelenken und in den Muskeln oder

Hämatome

30-60

Infusionen 3-4 Tage lang oder

länger alle 24 Stunden wiederholen,

bis der Schmerz und die akute

Beeinträchtigung abgeklungen sind.

Lebensbedrohliche Blutung

60-100

Infusionen alle 8 bis 24 Stunden

wiederholen, bis die

lebensbedrohliche Situation vorüber

ist.

Chirurgie

Kleinere chirurgische Eingriffe

einschließlich Zahnextraktionen

30-60

Mindestens 1 Tag lang, alle 24

Stunden, bis die Heilung eingetreten

ist.

Größere chirurgische Eingriffe

80-100

(prä- und

postoperativ)

Infusionen alle 8 bis 24 Stunden

wiederholen, bis eine entsprechende

Wundheilung eingesetzt hat.

Anschließend die Therapie für

weitere 7 Tage fortsetzen, um eine

Faktor-IX-Aktivität von 30 % bis

60 % (IE/dl) aufrechtzuerhalten.

Im Verlauf der Behandlung sollte die Faktor-IX-Konzentrationen in Ihrem Blut regelmäßig überprüft

werden. Insbesondere bei größeren chirurgischen Eingriffen ist es wichtig, die Faktor-IX-

Konzentrationen in Ihrem Blut vor und nach dem Eingriff zu überprüfen.

Zur langfristigen Vorbeugung gegen Blutungen bei Patienten mit schwerer Hämophilie B sollten die

üblichen Dosen von 20 bis 40 IE Faktor IX je Kilogramm Körpergewicht in Abständen von 3 bis 4

Tagen verabreicht werden. In einigen Fällen und insbesondere bei jüngeren Patienten ist es

erforderlich, die Dosen in kürzeren Abständen oder höheren Mengen zu verabreichen.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Nonafact zu stark oder zu schwach ist,

informieren Sie Ihren Arzt.

Gebrauchsanleitung

Auflösung des Pulvers

Das Pulver in der mitgelieferten Menge Wasser zur Injektion auflösen. Die Lösung sollte nicht zu kalt

sein, wenn sie verabreicht wird. Außerdem löst sich das Pulver rascher auf, wenn man beide

Durchstechflaschen zuerst auf Raumtemperatur (15°C – 25°C) erwärmen lässt.

Medikament aus dem Kühlschrank nehmen und warten, bis beide Durchstechflaschen

Raumtemperatur (15°C – 25°C) erreicht haben.

Den Kunststoffdeckel von den Durchstechflaschen entfernen.

Die Oberfläche der Gummistöpsel beider Durchstechflaschen mit Hilfe einer mit 70 %-igem

Alkohol getränkten Gaze desinfizieren.

Die Schutzfolie von einem Ende der Transfernadel entfernen und den Stopfen der

Durchstechflasche mit dem Wasser zur Injektion durchstechen. Die Schutzhülle vom anderen

Ende der Transfernadel entfernen. Die Durchstechflasche mit dem Lösungsmittel umdrehen und

den Gummistopfender Pulverflasche mit der Transfernadel durchstechen.

Die Produktflasche beim Umfüllen des Lösungsmittels schräg halten, damit das Lösungsmittel

an der Flaschenwand entlang nach unten fließen kann.

Die leere Durchstechflasche und die Transfernadel entfernen.

Die Durchstechflasche vorsichtig schwenken, um das Pulver vollständig aufzulösen. Nicht

schütteln! Das Pulver löst sich innerhalb von 5 Minuten auf und eine klare, farblose bis

hellgelbe Lösung entsteht.

Die Lösung unmittelbar vor der Anwendung überprüfen: Sie sollte klar oder leicht opaleszent sein.

Verwenden Sie keine Lösungen, die trübe aussehen oder Rückstände enthalten.

Nach der Auflösung sollte das Präparat sofort angewendet werden (zumindest innerhalb von 3

Stunden).

Art der Anwendung

Intravenöse Anwendung.

Es wird empfohlen eine Geschwindigkeit von 2 ml/min bei der Verabreichung nicht zu überschreiten.

Dauer der Behandlung

Hämophilie B ist eine chronische Erkrankung, die möglicherweise eine lebenslange Behandlung mit

Faktor IX erfordert.

Wenn Sie eine größere Menge von Nonafact angewendet haben, als Sie sollten

Symptome einer Überdosierung mit menschlichem Gerinnungsfaktor IX wurden nicht festgestellt.

Wenn Sie die Anwendung von Nonafact vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Wie alle Arzneimittel, die aus menschlichem Blut gewonnen werden, kann die Anwendung von

Nonafact allergische Reaktionen verursachen, unter anderem das Anschwellen des Kehlkopfs,

Brennen und Stechen an der Infusionsstelle, Schüttelfrost, Rötungen, Hautausschlag, Juckreiz und

Ekzeme, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Rastlosigkeit, Herzrasen, ein Engegefühl im

Brustkorb, Kribbeln, Erbrechen und eine keuchende Atmung.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Nebenwirkungen, damit Sie wissen, wie Sie diese

erkennen können und sich beim Auftreten von Nebenwirkungen verhalten sollen. Leichte allergische

Reaktionen, wie beispielsweise Hautausschlag, können nötigenfalls mit Antihistaminen behandelt

werden (Arzneimittel gegen Allergien). Bei schweren allergischen Reaktionen (anaphylaktischem

Schock) muss die Anwendung des Produkts unverzüglich abgebroche

n und der behandelnde Arzt

verständigt werden.

Ihr Körper kann Antikörper (Inhibitoren) gegenüber Faktor IX entwickeln, die Nonafact inaktivieren.

Ihr Arzt wird Ihr Blut regelmäßig auf das Vorhandensein von Antikörpern untersuchen. Nehmen Sie

unverzüglich Kontakt zu Ihrem Arzt auf, wenn Sie der Ansicht sind, die Wirkung des Produktes lasse

allmählich nach. Dies ist an einer erhöhten Neigung zu Blutungen zu erkennen.

Wenn Sie eine Behandlung zur Unterdrückung von Antikörpern (Inhibitoren) benötigen, sollte dies in

einem Behandlungszentrum für Hämophilie erfolgen. Im Verlauf der Behandlung werden Sie streng

auf mögliche Nebenwirkungen hin untersucht.

Es besteht ein sehr geringes Risiko, dass Nonafact dazu führt, dass Blutgerinnsel in Blutgefäßen

gebildet werden und daraus eine Thrombose entsteht. In seltenen Fällen kann auch die

Körpertemperatur bei der Anwendung von Nonafact ansteigen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale

Meldesystem* anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden können.

[*Zur Umsetzung in der Druckversion, siehe Hinweise im „annotated QRD template“.]

5.

Wie ist Nonafact aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C).

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt nach der Auflösung sofort, d. h. maximal 3 Stunden

nach der Rekonstitution, angewendet werden.

Überprüfen Sie vor der Anwendung, ob die Lösung klar oder leicht opaleszent ist. Das Produkt darf

unter keinen Umständen angewendet werden, wenn Trübungen, Klumpen oder Partikel sichtbar sind.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Nonafact enthält

Der Wirkstoff ist menschlicher Blutgerinnungsfaktor IX. Jede Durchstechflasche enthält 500 IE

oder 1000 IE menschlichen Blutgerinnungsfaktor IX. Nach Rekonstitution mit Wasser für

Injektionszwecke enthält Nonafact 100 IE pro ml.

Die sonstigen Bestandteile sind Natriumchlorid, Histidin, Saccharose und Wasser für

Injektionszwecke.

Wie Nonafact aussieht und Inhalt der Packung

Nonafact ist als Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung erhältlich

(Durchstechflasche mit 5 ml oder 10 ml).

Nonafact besteht aus einem Karton mit folgendem Inhalt

Eine Durchstechflasche Nonafact mit 500 IE bzw. 1000 IE Faktor IX

Eine Durchstechflasche Wasser für Injektionszwecke mit 5 ml bzw. 10 ml Inhalt

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Sanquin Plasma Products B.V.

Plesmanlaan 125

NL, 1066 CX Amsterdam

Niederlande

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im

MM.JJJJ

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen

Arzneimittel-Agentur (EMA) http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Die Therapie sollte unter Aufsicht von in der Behandlung von Patienten mit Hämophilie erfahrenen

Ärzten durchgeführt werden.

Nicht vorbehandelte Patienten

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Nonafact bei nicht vorbehandelten Patienten sind noch nicht

erwiesen. Es liegen keine Daten hierzu vor.

Überwachung der Behandlung

Im Verlauf der Behandlung ist eine entsprechende Bestimmung der Faktor-IX-Spiegel ratsam, um die

zu verabreichende Dosis und die Häufigkeit der wiederholten Infusionen zu ermitteln. Einzelne

Patienten können unterschiedlich auf Faktor IX ansprechen, dies zeigt sich in verschiedenen

Halbwertszeiten und unterschiedlicher Wiederfindungsrate. Eine auf dem Körpergewicht basierende

Dosis muss bei untergewichtigen oder übergewichtigen Patienten gegebenenfalls angepasst werden.

Vor allem bei größeren chirurgischen Eingriffen ist eine genaue Überwachung der

Substitutionstherapie mittels Gerinnungsanalyse (Faktor-IX-Aktivität) unerlässlich.

Dosierung

Die Dosis und die Dauer der Substitutionstherapie hängen von der Schwere des Faktor-IX-Mangels,

dem Ort und dem Ausmaß der Blutung sowie dem klinischen Zustand des Patienten ab.

Die Anzahl der verabreichten Einheiten Faktor IX wird in Internationalen Einheiten (IE) ausgedrückt,

die sich auf den aktuellen WHO-Standard für Faktor-IX-Produkte beziehen. Die Faktor-IX-Aktivität

im Plasma wird entweder in Prozent (bezogen auf normales menschliches Plasma) oder in

Internationalen Einheiten (bezogen auf den Internationalen Standard für Faktor IX im Plasma)

ausgedrückt.

Eine Internationale Einheit (IE) Faktor-IX-Aktivität ist äquivalent der Menge an Faktor IX in einem

Milliliter menschlichen Plasma.

Bedarfsbehandlung

Die Berechnung der erforderlichen Dosis von Faktor IX beruht auf der empirischen Erkenntnis, dass 1

Internationale Einheit (IE) Faktor IX je kg Körpergewicht die Faktor-IX-Aktivität im Plasma um 1,1

% der normalen Aktivität erhöht. Die erforderliche Dosis wird unter Verwendung folgender Formel

bestimmt:

Erforderliche Einheiten = Körpergewicht (kg) x gewünschter Anstieg von Faktor IX (%) (IE/dl)

x 0,9

Die zu verabreichende Menge und die Häufigkeit der Verabreichung sollten sich bei jedem einzelnen

Fall stets an der klinischen Wirksamkeit orientieren.

Tritt eines der nachfolgenden hämorrhagischen Ereignisse ein, dann darf die Faktor-IX-Aktivität nicht

unter die angegebenen Werte der Plasmaaktivität (in % der normalen oder IE/dl) in dem

entsprechenden Zeitraum fallen. Die folgende Übersicht kann zur Ermittlung der Dosierung bei

Blutungen und chirurgischen Eingriffen verwendet werden:

Größe und Umfang der Blutung /

Art des chirurgischen Eingriffs

Erforderliche

Faktor-IX-

Konzentration

Häufigkeit der Dosierung (Stunden)

/ Dauer der Therapie (Tage)

(%) (IE/dl)

Blutung

Hämarthrose im Frühstadium,

Blutungen in den Muskeln oder in

der Mundhöhle

20-40

Infusion alle 24 Stunden

wiederholen. Mindestens 1 Tag, bis

die von Schmerzen angezeigte

Blutung vorüber oder eine Heilung

eingetreten ist.

Hämarthrose in größerem Umfang,

Blutungen in den Muskeln oder

Hämatome

30-60

Infusionen 3-4 Tage lang oder

länger alle 24 Stunden wiederholen,

bis der Schmerz und die akute

Beeinträchtigung vorübergehen.

Lebensbedrohliche Blutungen

60-100

Infusionen alle 8 bis 24 Stunden

wiederholen, bis die

lebensbedrohliche Situation vorüber

ist.

Chirurgie

Kleinere chirurgische Eingriffe

einschließlich Zahnextraktionen

30-60

Mindestens 1 Tag lang alle 24

Stunden, bis die Heilung eingetreten

Größere chirurgische Eingriffe

80-100

(prä- und

postoperativ)

Infusion alle 8-24 Stunden

wiederholen, bis eine entsprechende

Wundheilung eingetreten ist,

anschließend die Therapie für

mindestens weitere 7 Tage

fortführen, um die Faktor-IX-

Aktivität auf einem Niveau von

30 % bis 60 % (IE/dl)

aufrechtzuerhalten.

Prophylaxe

Zur Langzeitprophylaxe gegen Blutungen bei Patienten mit schwerer Hämophilie B beträgt die übliche

Dosis 20 bis 40 IE Faktor IX je Kilogramm Körpergewicht in Abständen von 3 bis 4 Tagen.

In einigen Fällen und insbesondere bei jüngeren Patienten ist es erforderlich, die Dosen in kürzeren

Abständen oder höheren Mengen zu verabreichen.

Kinder und Jugendliche

Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Nonafact bei Kindern von 0 bis 6 Jahren ist nicht untersucht

worden. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Intravenöse Anwendung. Es wird empfohlen, eine Geschwindigkeit von 2 ml/min bei der

Verabreichung nicht zu überschreiten.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile: Natriumchlorid ,

Saccharose, Histidin.

Bekannte allergische Reaktion gegen Mausprotein.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Unter Anwendung von Nonafact können allergische Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Das

Produkt enthält Spuren von Mausproteinen. Die Patienten sind anzuweisen, beim Auftreten von

Symptomen einer Überempfindlichkeitsreaktion die Anwendung des Produktes sofort abzubrechen

und ihren Arzt zu informieren.

Die Patienten sind über frühe Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion, wie Urtikaria,

generalisierte Urtikaria, Engegefühl im Brustkorb, keuchende Atmung, Blutdruckabfall und

Anaphylaxie, zu informieren.

Im Falle eines Schocks ist eine medizinische Standardtherapie für Schock durchzuführen.

Nach wiederholter Behandlung mit humanen Blutgerinnungsfaktor-IX-Produkten sollen die Patienten

auf die Bildung neutralisierender Antikörper (Inhibitoren) hin überwacht werden, die unter

Verwendung geeigneter biologischer Tests in Bethesda-Einheiten (B.E.) zu quantifizieren sind.

In der Literatur wird von einem Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Faktor-IX-Inhibitoren

und allergischen Reaktionen berichtet. Daher sollen Patienten, bei denen allergische Reaktionen

auftreten, auf das Vorhandensein eines Inhibitors untersucht werden. Es ist zu beachten, dass bei

Patienten mit Faktor-IX-Inhibitoren bei erneuter Exposition gegenüber Faktor IX ein erhöhtes Risiko

für das Auftreten einer Anaphylaxie besteht.

Wegen des Risikos allergischer Reaktionen auf Faktor-IX-Produkte sollen die ersten Faktor-IX-Gaben

nach Ermessen des behandelnden Arztes unter medizinischer Aufsicht erfolgen, sodass eine mögliche

allergische Reaktion angemessen behandelt werden kann.

Die Verabreichung des Produktes sollte bei Patienten mit Lebererkrankungen, bei postoperativen

Patienten, bei Neugeborenen oder bei Patienten mit einem erhöhten Thrombose-Risiko oder

Verbrauchskoagulopathie in Anbetracht des potenziellen Risikos thrombotischer Komplikationen im

Rahmen biologischer Tests auf frühzeitige Anzeichen einer thrombotischen oder

Verbrauchskoagulopathie klinisch überwacht werden. Dabei ist der Erfolg einer Behandlung mit

Nonafact in den aufgeführten Fällen jeweils im Verhältnis zu den Risiken abzuwägen, die mit diesen

Komplikationen verbunden sind.

Kardiovaskuläre Ereignisse

Bei Patienten mit vorbestehenden kardiovaskulären Risikofaktoren kann eine Substitutionstherapie mit

Faktor IX die kardiovaskulären Risiken erhöhen.

Virussicherheit

Standardmaßnahmen zur Vorbeugung von Infektionen, die aus der Anwendung medizinischer

Produkte resultieren, welche aus menschlichem Blut oder Plasma hergestellt sind, umfassen die

Auswahl der Spender, die Testung einzelner Spenden und Plasmapools hinsichtlich bestimmter

Infektionsmarker und die Implementierung wirksamer Fertigungsschritte zur Inaktivierung/Entfernung

von Viren. Dennoch kann bei der Anwendung von Medikamenten, die aus menschlichem Blut oder

Plasma hergestellt sind, eine Übertragung von Krankheitserregern nicht völlig ausgeschlossen werden.

Dies gilt auch für Viren oder andere Krankheitserreger unbekannter oder neuer Art.

Die getroffenen Maßnahmen gelten als wirksam gegen Hüllviren wie das Humane Immundefizienz-

Virus (HIV), das Hepatitis-B-Virus (HBV) und das Hepatitis-C-Virus (HCV) sowie gegen die nicht

umhüllte Viren wie das Hepatitis-A- und das Parvovirus B19.

Für Patienten, die regelmäßig/wiederholt aus Plasma hergestellte Faktor-IX-Produkte erhalten, ist eine

entsprechende Impfung (Hepatitis A und B) in Erwägung zu ziehen.

Es wird dringend empfohlen, dass Name und Chargenbezeichnung des Produktes bei jeder

Verabreichung von Nonafact an einen Patienten protokolliert werden, um eine Verbindung zwischen

dem Patienten und der Charge des Arzneimittels zu wahren.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) je Dosis, d. h. es ist im Wesentlichen

„natriumfrei“.

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung mit menschlichem Gerinnungsfaktor IX wurden nicht festgestellt.

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Rekonstitution

Die beiden Durchstechflaschen auf eine Temperatur zwischen 15°C und 25°C erwärmen

lassen.

Den Kunststoffdeckel von den Durchstechflaschen entfernen.

Die Oberfläche der Stopfen beider Durchstechflaschen mit Hilfe einer mit 70%-igem

Alkohol getränkten Gaze desinfizieren.

Die Schutzfolie von einem Ende der Transfernadel entfernen und den Stopfen der

Durchstechflasche mit dem Wasser zur Injektion durchstechen. Die Schutzhülle vom

anderen Ende der Transfernadel entfernen. Die Durchstechflasche mit dem Lösungsmittel

umdrehen und den Gummistopfen der Pulverflasche mit der Transfernadel durchstechen.

Die Produktflasche beim Umfüllen des Lösungsmittels schräg halten, damit das

Lösungsmittel an der Flaschenwand entlang nach unten fließen kann.

Die leere Durchstechflasche und die Transfernadel entfernen.

Die Durchstechflasche vorsichtig schwenken, um das Pulver innerhalb von 5 Minuten

vollständig aufzulösen. Die entstandene Lösung ist klar, farblos bis hellgelb und hat einen

neutralen pH-Wert.

Rekonstituierte Produkte sind vor der Verabreichung einer Sichtprüfung auf Partikel und

Verfärbungen zu unterziehen. Die Lösung sollte klar oder leicht opaleszent sein. Keine Lösungen

verwenden, die trüb sind oder Ablagerungen aufweisen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

8-5-2018

Neurovascular Stents Used for Stent-Assisted Coiling (SAC): Letter to Health Care Providers - Recommendations Associated With the Use of These Devices in the Treatment of Unruptured Brain Aneurysms

Neurovascular Stents Used for Stent-Assisted Coiling (SAC): Letter to Health Care Providers - Recommendations Associated With the Use of These Devices in the Treatment of Unruptured Brain Aneurysms

The FDA has received reports associated with the use of these devices in the treatment of unruptured brain aneurysms that suggest some events of peri-procedural stroke and/or death may have been related to procedural risks or patient selection related factors. These factors include patients who had serious co-morbidities resulting in a reduced life expectancy, or who were intolerant to required anticoagulation or anti-platelet therapy.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

29-8-2018

Coagadex (Bio Products Laboratory Ltd)

Coagadex (Bio Products Laboratory Ltd)

Coagadex (Active substance: human coagulation factor X) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)5772 of Wed, 29 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3855/II/07

Europe -DG Health and Food Safety

23-8-2018

EU/3/18/1979 (Bayer AG)

EU/3/18/1979 (Bayer AG)

EU/3/18/1979 (Active substance: Human monoclonal IgG2 antibody against tissue factor pathway inhibitor) - Corrigendum - Commission Decision (2018)1246 of Thu, 23 Aug 2018

Europe -DG Health and Food Safety

2-8-2018

EU/3/14/1351 (Kyowa Kirin Holdings B.V.)

EU/3/14/1351 (Kyowa Kirin Holdings B.V.)

EU/3/14/1351 (Active substance: Recombinant human monoclonal IgG1 antibody for fibroblast growth factor 23) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)5289 of Thu, 02 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/133/14/T/02

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Zalmoxis (MolMed S.p.A.)

Zalmoxis (MolMed S.p.A.)

Zalmoxis (Active substance: Allogeneic T cells genetically modified with a retroviral vector encoding for a truncated form of the human low affinity nerve growth factor receptor (?LNGFR) and the herpes simplex I virus thymidine kinase (HSV-TK Mut2)) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)5118 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2801/R/10

Europe -DG Health and Food Safety

29-6-2018

EU/3/18/2040 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/18/2040 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/18/2040 (Active substance: Recombinant human placental growth factor) - Orphan designation - Commission Decision (2018)4185 of Fri, 29 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/035/18

Europe -DG Health and Food Safety

27-6-2018

EU/3/17/1874 (Sangamo Therapeutics UK LTD)

EU/3/17/1874 (Sangamo Therapeutics UK LTD)

EU/3/17/1874 (Active substance: Recombinant adeno-associated viral vector serotype 6 encoding the B-domain-deleted human factor VIII) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)4099 of Wed, 27 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/019/17/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

2-6-2018

EU/3/14/1350 (Novartis Europharm Limited)

EU/3/14/1350 (Novartis Europharm Limited)

EU/3/14/1350 (Active substance: Recombinant human monoclonal antibody of the IgG1 kappa class against human macrophage colony-stimulating factor) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3630 of Sat, 02 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/107/14/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

29-5-2018

EU/3/18/2015 (Baxalta Innovations GmbH)

EU/3/18/2015 (Baxalta Innovations GmbH)

EU/3/18/2015 (Active substance: Adeno-associated viral vector serotype 8 containing a functional copy of the codon-optimised F8 cDNA encoding the B-domain deleted human coagulation factor VIII) - Orphan designation - Commission Decision (2018)3382 of Tue, 29 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/010/18

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

EU/3/16/1817 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/16/1817 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/16/1817 (Active substance: Human donor haematopoietic stem and progenitor cells that have been treated ex vivo with the protein transduction domain of the HIV-1 transactivation protein fused to MYC transcription factor) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3143 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/191/16/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

16-5-2018

EU/3/14/1305 (AbbVie Deutschland GmbH and Co. KG)

EU/3/14/1305 (AbbVie Deutschland GmbH and Co. KG)

EU/3/14/1305 (Active substance: Humanised recombinant monoclonal antibody against epidermal growth factor receptor conjugated to maleimidocaproyl monomethylauristatin F) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3022 of Wed, 16 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/065/14/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

6-4-2018

EU/3/12/1072 (Le4D Limited)

EU/3/12/1072 (Le4D Limited)

EU/3/12/1072 (Active substance: Encapsulated human retinal pigment epithelial cell line transfected with plasmid vector expressing human ciliary neurotrophic factor) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)2008 of Fri, 06 Apr 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/160/11/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

23-3-2018

EU/3/18/1999 (uniQure Biopharma B.V.)

EU/3/18/1999 (uniQure Biopharma B.V.)

EU/3/18/1999 (Active substance: Recombinant adeno-associated viral vector containing a codon-optimized Padua derivative of human coagulation factor IX cDNA) - Orphan designation - Commission Decision (2018)1888 of Fri, 23 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/232/17

Europe -DG Health and Food Safety

21-3-2018

EU/3/15/1595 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/15/1595 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/15/1595 (Active substance: Live attenuated Listeria monocytogenes bioengineered with a chimeric human epidermal growth factor receptor 2 fused to a truncated form of the Lm protein listeriolysin O) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)1819 of Wed, 21 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/162/15/5T/01

Europe -DG Health and Food Safety

8-3-2018

Human coagulation factor VIII

Human coagulation factor VIII

Human coagulation factor VIII (Active substance: Human coagulation factor VIII) - Corrigendum - Commission Decision (2017)7630 of Thu, 08 Mar 2018

Europe -DG Health and Food Safety