Nitrolingual

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Nitrolingual 0,4 mg - Pumpspray
  • Einheiten im Paket:
  • 11,2 g (entsprechend ca. 200 Sprühstößen), Laufzeit: 36 Monate,4,9 g (entsprechend 75 Sprühstößen), Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Nitrolingual 0,4 mg - Pumpspray
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Glyceroltrinitrat
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 14908
  • Berechtigungsdatum:
  • 01-10-1971
  • Letzte Änderung:
  • 08-03-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray

Wirkstoff: Glyceroltrinitrat (Nitroglycerin)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray beachten?

Wie ist Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray und wofür wird es angewendet?

Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray enthält den Wirkstoff Glyceroltrinitrat (Nitroglycerin).

Glyceroltrinitrat (Nitroglycerin) steigert die Herzleistung und wirkt spasmolytisch, also

entspannend auf die glatte Muskulatur. Nach Einnahme bewirkt die Entspannung eine

Erweiterung der Blutgefäße und damit eine Entlastung des Herzens, die zu einer

Abnahme des Sauerstoffbedarfs führt. Außerdem verbessert der Wirkstoff gezielt die

Sauerstoffversorgung der minderdurchbluteten Bezirke des Herzens. Da die Aufnahme

über die Mundschleimhaut sehr schnell erfolgt, werden die akuten Beschwerden, die sich

in Beklemmungsgefühl und Schmerzen äußern können, rasch beseitigt.

Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray wird angewendet:

Zur Behandlung des akuten Angina pectoris Anfalles (Schmerzen im Brustraum, die in

die Umgebung ausstrahlen können) und Durchblutungsstörungen des Herzens

Zur vorbeugenden Einnahme unmittelbar vor körperlicher Belastung oder anderen

Situationen, die erfahrungsgemäß Angina pectoris Anfälle auslösen können

Bei akuter Linksherzinsuffizienz (Herzschwäche, äußert sich durch Kurzatmigkeit)

Zur Notfallbehandlung bei akutem Lungenödem (Flüssigkeitsansammlung im

Lungengewebe).

Außerdem wird Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray empfohlen bei: Krampf des

Mageneinganges, krampfartigen Zuständen bei Entzündung der Bauchspeicheldrüse

sowie bei krampfartigen Gallenwegskoliken.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray

beachten?

Gegenanzeigen sind Krankheiten oder Umstände, bei denen bestimmte Arzneimittel nicht

angewendet werden dürfen, da hier im Allgemeinen der zu erwartende Nutzen in keinem

günstigen Verhältnis zu einem möglichen Schaden steht. Damit der Arzt sorgfältig prüfen

kann, ob Gegenanzeigen bestehen, muss er über Vorerkrankungen, Begleiterkrankungen,

eine gleichzeitige andere Behandlung sowie über Ihre besonderen Lebensumstände und

Gewohnheiten unterrichtet werden. Gegenanzeigen können auch erst nach Beginn der

Behandlung mit diesem Arzneimittel auftreten oder bekannt werden.

Auch in solchen Fällen sollten Sie Ihren Arzt informieren.

Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Glyceroltrinitrat, andere Nitratverbindungen, Pfefferminzöl

oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels

sind,

bei akutem Kreislaufversagen (Schock, Kreislaufkollaps und Schockformen, die durch

Verminderung der zirkulierenden Blutmenge entstehen),

bei sehr niedrigem Blutdruck(ausgeprägter Hypotonie), d.h. systolischer Blutdruck unter

90 mmHg,

bei durch Herzversagen ausgelöstem Schock (kardiogenem Schock), sofern nicht durch

geeignete Maßnahmen ein ausreichend hoher Füllungsdruck im Herzen

(linksventrikulärer, enddiastolischer Druck) gewährleistet ist,

wenn Sie an einer Herzmuskelerkrankung mit Verengung des Herzinnenraumes

(hypertropher, obstruktiver Kardiomyopathie) leiden,

bei Erkrankungen, die mit einem erhöhten Schädelinnendruck einhergehen (z.B.

Kopfverletzungen, Gehirnblutungen) (bisher wurde allerdings nur bei hochdosierter

Gabe von Glyceroltrinitrat in die Vene eine weitere Drucksteigerung beobachtet),

bei vorliegendem schwerem Blutmangel (schwere Anämie),

bei Einnahme von bestimmten Arzneimitteln (Phosphodiesterasehemmer, z.B.

Sildenafil, Vardenafil oder ähnliche Produkte) zur Behandlung von Erektionsstörungen

(erektile Dysfunktion) oder bestimmten Lungengefäßerkrankungen (pulmonale arterielle

Hypertonie), da durch diese der blutdrucksenkende Effekt von Nitrolingual 0,4 mg-

Pumpspray erheblich verstärkt werden kann. Beachten Sie als Patient mit koronarer

Herzkrankheit daher die Anwendungsbeschränkungen solcher Arzneimittel oder

sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, bevor Sie solche Arzneimittel einnehmen.

Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray darf auch dann nicht angewendet werden, wenn Sie als

Patient diese Arzneimittel (Phosphodiesterasehemmer) eingenommen haben und akute

Halsschmerzen entwickeln.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Nitrolingual 0,4 mg-

Pumpspray anwenden, wenn eine der folgenden Bedingungen auf Sie zutrifft:

einengende Herzbeutelentzündung (konstriktive Perikarditis) oder

Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel (Perikardtamponade).

niedriger Füllungsdruck, z.B. bei akutem Herzinfarkt, eingeschränkter Funktion der

linken Herzkammer (Linksherzinsuffizienz). Eine Blutdrucksenkung unter 90 mmHg

systolisch sollte vermieden werden.

eine Verengung der Herzklappen der linken Herzkammer (Aorten- und/oder schwere

Mitralstenose).

Neigung zu Kreislaufregulationsstörungen durch niedrigen Blutdruck (orthostatische

Dysregulation).

eine Störung der Gehirndurchblutung, da deren Symptome durch einen niedrigen

Blutdruck (Hypotonie) herbeigeführt werden können.

Kombination von Angina pectoris und mittelschwerer bis schwerer Verengung der

Herzklappen (Aortenstenose).

beginnender grüner Star (Glaukom).

eine vergrößerte linke Herzkammer (linksventrikuläre Hypertrophie) verbunden mit einer

Verengung der linken Herzklappe (Aortenstenose). Die Anwendung von Nitrolingual 0,4

mg-Pumpspray kann hier die Blutversorgung des Herzens durch einen beschleunigten

Puls (Tachykardie) und einen verringerten diastolischen Aortendruck gefährden.

Bei entsprechend sensibilisierten Patienten können durch Nitrolingual 0,4 mg –

Pumpspray Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Atemnot) ausgelöst werden.

Kinder

Es liegen keine Daten über die Anwendung von Nitrolingual bei Kindern vor.

Anwendung von Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben

oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray senkt den Blutdruck. Dieser Effekt wird verstärkt, wenn es

zusammen mit folgenden Arzneimitteln eingesetzt wird:

andere gefäßerweiternde Mittel,

blutdrucksenkende

Präparate

(z. B. Beta-Rezeptorenblocker,

Kalziumantagonisten,

entwässernde Arzneimittel (Diuretika), ACE-Hemmer),

Arzneimittel

gegen

seelische

Erkrankungen

Depressionen

(trizyklische

Antidepressiva) oder Psychosen (Neuroleptika),

Alkohol,

Sapropterin, einen Wirkstoff zur Behandlung der Hyperphenylalaninämie,

Phosphodiesterasehemmer

(z.B.

Sildenafil,

Vardenafil

oder

ähnliche

Produkte)

Behandlung

Erektionsstörungen

(erektile

Dysfunktion)

oder

bestimmten

Lungengefäßerkrankungen (pulmonale arterielle Hypertonie). Patienten, die mit solchen

Arzneimitteln behandelt wurden

und im Falle eines akuten Angina-pectoris-Anfalls ein

Akutnitrat

(wie

Nitrolingual

mg-Pumpspray)

benötigen,

sind

zuvor

sofort

Krankenhaus einzuweisen.

N-Acetylcystein

(zur

Schleimlösung

Atemwegserkrankungen)

kann

gefäßerweiternde Wirkung von Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray verstärken.

Wenn

organischen

Nitraten,

z.B.

Isosorbiddinitrat,

Isosorbid-5-Mononitrat,

vorbehandelt wurden, kann eine höhere Dosierung von Glyceroltrinitrat zur Erzielung der

gewünschten

Wirkung

Blutkreislauf

erforderlich

sein.

Nitrolingual

Pumpspray kann bei gleichzeitiger Anwendung von Dihydroergotamin (Arzneimittel zur

Behandlung

Migräne)

Anstieg

DHE-Spiegels

führen

damit

dessen

blutdrucksteigernde Wirkung verstärken.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Heparin und Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray kommt es

einer

Wirkungsabschwächung

Heparin.

Unter

engmaschigen

Kontrollen

Blutgerinnungsparameter ist die Heparindosis entsprechend anzupassen. Nach Absetzen

von Glyceroltrinitrat kann es zu einer deutlich verminderten Blutgerinnung (sprunghafter

Anstieg der PTT) kommen, so dass eine Reduktion der Heparindosis erforderlich sein kann.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

unbekannt,

Glyceroltrinitrat

oder

seine

Abbauprodukte

Muttermilch

übergehen. Ein Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden.

Es gibt keine Hinweise auf schädliche Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

!

Warten

mindestens

Minuten

nach

Anwendung

Nitrolingual

Pumpspray bevor Sie fahren oder eine Maschine bedienen. Sollten Sie sich schwach,

schwindelig oder unwohl fühlen, warten Sie bis es Ihnen besser geht. Bei Behandlungsbeginn,

Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol sollten Sie

besonders vorsichtig sein.

Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray enthält geringe Mengen (weniger als 10 mg pro Dosis)

Alkohol (Ethanol).

3.

Wie ist Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Wann immer es möglich ist, sollten Sie sich bei Anwendung von Nitrolingual 0,4 mg-

Pumpspray hinsetzen.

Empfohlene Dosis

Wenn vom Arzt nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten:

1 - 3 Sprühstöße beim Einsetzen eines Angina pectoris Anfalls oder unmittelbar vor Bela-

stungen, die erfahrungsgemäß einen Anfall auslösen können.

Bei akuter Linksherzinsuffizienz und akutem Lungenödem (Flüssigkeitsansammlung im

Lungengewebe) werden unter Kontrolle der Kreislaufverhältnisse je nach Schweregrad 1-

3 Sprühstöße Nitrolingual 0,4 mg – Pumpspray angewendet. Bei Nichtansprechen kann

nach 10 Minuten die Behandlung mit der gleichen Dosis wiederholt werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Es liegen keine Daten über die Verwendung von Glyceroltrinitrat bei Kindern vor.

Art der Anwendung:

Um die Handhabung des Nitrolingual-Pumpsprays kennenzulernen und um beim ersten

Einsatz die Dosierkammer vollständig aufzufüllen, wird das Ventil zunächst betätigt und

der Inhalt so lange in die Luft gesprüht, bis Flüssigkeit austritt. Dies kann auch erforderlich

sein, wenn der Spray längere Zeit nicht benutzt wurde.

Da sich die Öffnung leicht tasten lässt, dient sie auch als sichere Orientierungshilfe bei

nächtlichen Anwendungen.

1. Setzen Sie sich möglichst hin.

2. Nehmen Sie die Schutzkappe ab.

3. Halten Sie die Flasche senkrecht mit dem Finger auf den

Sprühkopf.

Spray

Anwendung

nicht

schütteln.

4. Öffnen

Mund

führen

Flasche

möglichst nahe an Ihr Kinn (siehe Bild).

5. Drücken Sie den Sprühkopf, so dass der Sprühstoß mit

dem Wirkstoff unter die Zunge gelangt (siehe Bild). Dabei

halten Sie den Atem an.

6. Warten Sie 30 Sekunden, bevor Sie den nächsten

Sprühstoß einnehmen.

Durch

transparente

Behältnis

erhalten

einen

ständigen

Überblick

über

Verbrauch. Der Flascheninhalt kann nur soweit abgesprüht werden, wie die Öffnung am

unteren Ende des Steigrohres vollständig in die Flüssigkeit eintaucht. Wie bei allen anderen

Sprays auch, läßt sich der Bodenrest nicht mehr absprühen. Sie sollten sich rechtzeitig

einen neuen Nitrolingual-Pumpspray besorgen.

Dauer der Anwendung:

Über die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray angewendet

haben, als Sie sollten

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit größeren Mengen von Nitrolingual 0,4 mg-

Pumpspray ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen.

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung können Nebenwirkungen in verstärkter

Form auftreten, z.B. starker Blutdruckabfall (Hypotonie) mit reflektorischer Erhöhung der

Pulsfrequenz, Schwächegefühl, Schwindel und Benommenheit sowie Kopfschmerzen,

Hautrötung, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Hinweis

für

den

Arzt:

Informationen

Überdosierung

finden

Ende

dieser

Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Anwendung von Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Wenn Sie die Anwendung von Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray abbrechen

Brechen Sie die Behandlung nicht ab, ohne Ihren Arzt zu fragen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung der Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Sehr häufig:

Kopfschmerzen

(Diese

treten

insbesondere

Behandlungsbeginn

oder

Dosiserhöhung auf, klingen aber bei weiterer Einnahme erfahrungsgemäß nach einigen

Tagen ab).

Häufig:

Blutdruckabfall und/oder Kreislaufregulationsstörungen bei Lagewechsel (orthostatische

Hypotension) (Diese treten insbesondere bei Behandlungsbeginn oder bei Dosiserhöhung

auf, klingen aber bei weiterer Einnahme erfahrungsgemäß nach einigen Tagen ab).

Erhöhung der Herzfrequenz (Tachykardie),

Schläfrigkeit,

Schwindelgefühl,

Schwächegefühl (Asthenie).

Gelegentlich:

Übelkeit,

Erbrechen,

Hautrötungen des Gesichts (Flush),

bläuliche Verfärbung der Haut oder Schleimhäute (Zyanose),

starker Blutdruckabfall mit Verstärkung der Herzschmerzen (Angina pectoris-Symptomatik),

Verlangsamung der Pulsfrequenz (Bradykardie),

plötzlicher Bewusstseinsverlust (Synkope),

Kreislaufkollaps,

allergische Reaktionen, wie z.B. Hautreaktionen und in Einzelfällen eine Schwellung der

Zunge.

Sehr selten:

schwere entzündliche Hauterkrankung (exfoliative Dermatitis), allergischer Hautausschlag,

Durchblutungsstörung im Gehirn (zerebrale Ischämie),

Ruhelosigkeit,

Beeinträchtigung der Atmung,

Erhöhter Gehalt von Methämoglobin im Blut (Methämoglobinämie).

Nicht bekannt:

Toleranz: Ein Nachlassen der Wirksamkeit (Toleranzentwicklung) sowie die Abschwächung

der Arzneimittelwirkung bei vorheriger Behandlung mit anderen Nitrat-Arzneimitteln wurde

beschrieben. Zur Vermeidung einer Wirkungsabschwächung oder eines Wirkungsverlustes

sollten gleichbleibend hohe Dosierungen vermieden werden.

Sonstige Hinweise:

Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie

Ihren

Arzt,

damit

über

Schweregrad

gegebenenfalls

erforderliche

weitere

Maßnahmen entscheiden kann.

Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf Nitrolingual 0,4 mg-

Pumpspray nicht nochmals angewendet werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten)

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5.

Wie ist Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

Flasche im Umkarton aufbewahren um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach (Verwendbar bis)

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray enthält

Der Wirkstoff ist: Glyceroltrinitrat

1 Sprühstoß enthält 0,4 mg Glyceroltrinitrat (Nitroglycerin).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mittelkettige Triglyceride, Mittelkettige Partialglyceride, Ethanol, Pfefferminzöl, (S)-

Natriumlaktat-Lösung, (S)-Milchsäure, Wasser.

Wie Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray aussieht und Inhalt der Packung

Nitrolingual 0,4 mg-Pumpspray ist eine klare farblose bis hellgelbe Lösung in einer

Glasflasche, die ggf. mit transparentem rotem Kunststoff überzogen sein kann und welche

mit einer metrischen Pumpe, weißem Kunststoff-Sprühkopf sowie mit einer abnehmbaren

Schutzkappe ausgestattet ist.

1 Flasche mit 6,3 g Lösung (entsprechend ca. 75 Sprühstöße)

1 Flasche mit 13,2 g Lösung (entsprechend ca. 200 Sprühstöße)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

G. POHL-BOSKAMP GmbH & Co. KG

Kieler Straße 11

25551 Hohenlockstedt

Deutschland

Tel.: +49 48 26 59-0

Fax: +49 48 26 59-109

E-Mail: info@pohl-boskamp.de

Z.Nr.: 14.908

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2017

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Bei einer Überdosierung sollte der klinische Status des Patienten einschließlich der

Vitalfunktion und des mentalen Status überwacht werden. Therapeutische Maßnahmen

zur Unterstützung des kardiovaskulären Systems und der Atemwege sind entsprechend

den klinischen Erfordernissen und, wenn vorhanden, den nationalen Empfehlungen

durchzuführen.

Im Falle einer milden Hypotonie kann das Hochlegen der Beine des Patienten und/oder

Absenken des Kopfes wirksam sein.

Eine schwere Methämoglobinämie muss angenommen werden, wenn eine arterielle

Blutgasanalyse Anzeichen einer Azidose zeigt oder der Patient Symptome einer Zyanose

aufweist.

Neben einer Sauerstoffbehandlung sollte Methylenblau i.v. (1 bis 2 mg/kg Körpergewicht)

über 5 Minuten gegeben werden; es sei denn, der Patient leidet unter einem G-6-PD-

Mangel.