Nitrolingual Pumpspray

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Nitrolingual Pumpspray Nitrolingual Pumpspray
  • Darreichungsform:
  • Nitrolingual Pumpspray
  • Zusammensetzung:
  • glyceroli trinitras 0,4 mg pro dosi, excipiens um die Lösung, die Dosen für ein Schiff von 200.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Nitrolingual Pumpspray Nitrolingual Pumpspray
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Koronartherapeutikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 40558
  • Berechtigungsdatum:
  • 28-11-1977
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Transferiert von Lubapharm AG

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie sollten es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Nitrolingual®, Pumpspray

Was ist Nitrolingual Pumpspray und wann wird es angewendet?

Nitrolingual Pumpspray ist ein Nitroglycerin-Pumpspray und wird bei Angina pectoris auf

Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet. Bei plötzlich auftretenden Brustschmerzen,

die mit Angst, Schweissausbrüchen, Beklemmung und Atemnot einhergehen können, lindert

Nitrolingual Pumpspray diese Beschwerden im Allgemeinen innerhalb von Minuten.

Was sollte dazu beachtet werden?

Verzicht auf Zigarettenrauchen, fettarme und cholesterinarme Nahrung sowie ein ärztlich

überwachtes, regelmässiges Training kann die Behandlung mit Nitrolingual Pumpspray unterstützen.

Wann darf Nitrolingual Pumpspray nicht angewendet werden?

Damit Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die für Sie am besten geeignete Behandlung festlegen kann, sollten

Sie ihn informieren

-bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe,

–wenn Sie früher einmal irgendeine ungewöhnliche oder allergische Reaktion (wie z. B.

Hautausschlag) auf Nitroglycerin, Nitrate oder Nitrite gehabt haben,

–wenn Sie an einem Kreislaufzusammenbruch mit sehr niedrigem Blutdruck wie bei Schock und

akutem Herzinfarkt leiden,

–wenn Sie erhöhten Hirndruck haben (Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird dies wissen und Sie darüber

informieren),

–wenn Sie an einer Erkrankung der Herzklappen oder einer Entzündung des Herzens leiden.

Wichtiger Hinweis:

Nitrolingual Pumpspray darf nicht angewendet werden bei Einnahme von bestimmten Arzneimitteln

(Phosphodiesterasehemmer wie Sildenafil, Tadalafil resp. Vardenafil) zur Behandlung von

Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion) resp. Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruck im

Lungenkreislauf, da durch diese der blutdrucksenkende Effekt von Nitrolingual Pumpspray erheblich

verstärkt werden kann, was einen Kreislaufzusammenbruch verursachen kann. Sollten Sie aber

dennoch einen Phosphodiesterasehemmer eingenommen haben, ist die Anwendung von Nitrolingual

Pumpspray innerhalb von 24 Stunden nach dessen Einnahme strikt verboten. Dies gilt auch im Falle

von plötzlich auftretenden Herzbeschwerden. Wenden Sie sich in dieser Notfallsituation an einen

Arzt oder eine Ärztin und informieren Sie ihn/sie über die Einnahme des Phosphodiesterasehemmers.

Beachten Sie als Patient mit koronarer Herzkrankheit daher die Anwendungs-beschränkungen

solcher Arzneimittel oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber, bevor Sie solche

Arzneimittel einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Nitrolingual Pumpspray Vorsicht geboten?

Folgende Wechselwirkungen dieses Arzneimittels müssen beachtet werden:

Die gleichzeitige Gabe anderer gefässerweiternder Mittel, von blutdrucksenkenden Präparaten,

Calciumantagonisten, Neuroleptika (Arzneimittel gegen bestimmte psychiatrische/psychische

Erkrankungen) oder Antidepressiva und Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von

Nitrolingual Pumpspray verstärken.

Bei zusätzlicher Einnahme von bestimmten Arzneimitteln sog. Phosphodiesterase-hemmern zu einer

bestehenden Nitrattherapie (wie zum Beispiel mit Nitrolingual Pumpspray) kann es zu einer

erheblichen Verstärkung des blutdrucksenkenden Effektes kommen (siehe unter „Wann darf

Nitrolingual Pumpspray nicht angewendet werden?“). Daher dürfen Sie als Patient mit koronarer

Herzkrankheit solche Arzneimittel nicht anwenden.

Informieren Sie auf jeden Fall Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn

Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben, oder Medikamente (auch selbstgekaufte!)

einnehmen oder äusserlich anwenden.

Bei bestimmungsgemässem Gebrauch tritt keine Gewöhnung ein, beim Dauergebrauch von hohen

Dosierungen ist sie aber möglich.

Aufgrund der möglichen Blutdrucksenkung kann auch bei bestimmungsgemässem Gebrauch von

Nitrolingual Pumpspray die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme im Strassenverkehr oder zum Bedienen

von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt im besonderen Masse im Zusammenwirken mit

Alkohol.

Darf Nitrolingual Pumpspray während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit

eingenommen/angewendet werden?

Sofern vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet, darf Nitrolingual Pumpspray während

der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Nitrolingual Pumpspray?

Soweit nicht anders verordnet, bei drohendem oder bereits eingetretenem Anfall, 1 - 2 Sprühstösse in

den Mund sprühen. Vor einer erwarteten körperlichen oder seelischen Belastung vorbeugend 1 - 2

Sprühstösse in den Mund sprühen. Tritt keine völlige Beschwerdefreiheit auf, so kann die Dosierung

wiederholt werden. Eine höhere Dosierung ist auf Anweisung des Arztes oder der Ärztin möglich.

Zur Anwendung jeweils die Schutzkappe senkrecht nach oben abziehen. Um die Handhabung des

Nitrolingual Pumpsprays kennenzulernen und um beim ersten Einsatz die Dosierkammer vollständig

aufzufüllen wird das Ventil zunächst einmal betätigt und der Inhalt in die Luft gesprüht. (Sprühkopf

zügig und vollständig durchdrücken und dann wieder loslassen). Dies kann auch erforderlich sein,

wenn der Pumpspray längere Zeit nicht benutzt wurde. Jetzt ist der Pumpspray funktionsbereit und

braucht vor der Anwendung nicht geschüttelt zu werden. Beim Sprühen wird die Flasche senkrecht

mit dem Sprühkopf nach oben gehalten. Die Öffnung im Sprühkopf ist möglichst nahe an den Mund

heranzubringen. Da sich die Öffnung leicht tasten lässt, dient sie auch als sichere Orientierungshilfe

bei nächtlichen Verabreichungen. Die Pumpspraystösse werden in Abständen von etwa 30 Sekunden

bei angehaltenem Atem in den Mund gesprüht, am besten unter die Zunge, nicht inhaliert.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Die Anwendung und Sicherheit von Nitrolingual Pumpspray bei Kindern und Jugendlichen ist bisher

nicht geprüft worden.

Welche Nebenwirkungen kann Nitrolingual Pumpspray haben?

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

Häufig:

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von

mehr als 1 von 10 Behandelten

100 Behandelten

Gelegentlich:

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1'000

Behandelten

Selten:

weniger als 1 von 1 000,

aber mehr als 1 von 10'000 Behandelten

Sehr selten:

weniger als 1 von 10'000 Behandelten, oder unbekannt

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Nitrolingual auftreten:

Sehr häufig können bei Behandlungsbeginn Kopfschmerzen (“Nitratkopfschmerzen”) auftreten, die

erfahrungsgemäss meistens nach einigen Tagen bei weiterer Einnahme abklingen.

Häufig werden bei der Erstanwendung, aber auch bei einer Dosiserhöhung, ein Abfall des Blutdrucks

und/oder Kreislaufregulationsstörungen bei Lagewechsel (orthostatische Hypotonie) beobachtet, die

mit einer Erhöhung der Pulsfrequenz, Benommenheit sowie einem Schwindel- und Schwächegefühl

einhergehen können.

Gelegentlich wurde beobachtet:

-Übelkeit, Erbrechen, flüchtige Hautrötungen (Flush) und allergische Hautreaktionen,

-Starker Blutdruckabfall mit Verstärkung der Herzschmerzen (Angina pectoris Symptomatik),

-Kollapszustände, häufig mit Herzrhythmusstörungen mit Verlangsamung der Pulsfrequenz und

plötzlichem Bewusstseinsverlust.

Sehr selten wurden beobachtet:

-Schwere entzündliche Hauterkrankung

Sonstige Hinweise:

- Bei Gabe von Nitrolingual Pumpspray kann, bedingt durch eine relative Umverteilung des

Blutflusses in minderbelüftete Lungenabschnitte, eine vorübergehende Verminderung des

Sauerstoffgehaltes im Schlagaderblut auftreten, wodurch bei Patienten mit Durchblutungsstörungen

der Herzkranzgefässe eine Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff ausgelöst werden kann.

- Ein Nachlassen der Wirksamkeit (Toleranzentwicklung) sowie die Abschwächung der

Arzneimittelwirkung bei vorheriger Behandlung mit anderen Nitrat-Arzneimitteln wurde

beschrieben. Zur Vermeidung einer Wirkungsabschwächung oder eines Wirkungsverlustes sollten

gleichbleibend hohe Dosierungen vermieden werden.

- Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren

Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Massnahmen

entscheiden kann.

- Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf Nitrolingual Pumpspray nicht

nochmals angewendet werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Durch das durchsichtige Behältnis erhalten Sie einen ständigen Überblick über den Verbrauch. Sie

sollten sich rechtzeitig, bevor das Steigrohr nicht mehr in die Flüssigkeit eintaucht, einen neuen

Nitrolingual Pumpspray besorgen. Der Flascheninhalt kann nur so weit abgesprüht werden, wie die

Öffnung am unteren Ende des Steigrohres vollständig in die Flüssigkeit eintaucht. Wie bei allen

anderen Pumpsprays auch, lässt sich der Bodenrest nicht mehr absprühen. Nitrolingual Pumpspray

soll nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet werden. Nach Gebrauch nicht gewaltsam

öffnen oder verbrennen. Nicht gegen Flammen oder auf glühende Körper sprühen.

Bei Raumtemperatur (15 - 25°C) lagern, nicht einfrieren. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit „EXP“ bezeichneten Datum angewendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Nitrolingual Pumpspray enthalten?

Ein Pumpspraystoss enthält 0,4 mg Glyceroltrinitrat (Nitroglycerin), ausserdem: Mittelkettige

Triglyceride, Mittelkettige Partialglyceride, Ethanol abs., Pfefferminzöl.

Zulassungsnummer

40558 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Nitrolingual Pumpspray? Welche Packungen sind erhältlich?

Sie erhalten Nitrolingual Pumpspray in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Eine Packung enthält eine Sprayflasche mit ca. 200 Anwendungen.

Zulassungsinhaberin

Gebro Pharma AG, Liestal

Herstellerin: G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, 25551 Hohenlockstedt, Deutschland

Diese Packungsbeilage wurde im April 2007 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.