Nimbex 20mg/10ml

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Nimbex 20mg/10ml Injektionslösung
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • cisatracurium 20 mg ut cisatracurii besilas, aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem pro 10 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Nimbex 20mg/10ml Injektionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Muskelrelaxans

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53677
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-01-1997
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Transferiert von GlaxoSmithKline AG

Nimbex®

Aspen Pharma Schweiz GmbH

Zusammensetzung

Wirkstoff: Cisatracurii besilas.

Hilfsstoffe: Aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Nimbex Ampullen zu 2 mg/mL enthalten 2,68 mg Cisatracurii besilas (entspricht 2 mg

Cisatracurium) pro mL.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Nimbex wird während chirurgischen Eingriffen, einschliesslich Herzchirurgie, sowie bei anderen

Eingriffen und in der Intensivpflege angewendet. Es wird als Zusatz zur Allgemeinnarkose oder als

Zusatz zur Sedation in der Intensivpflege, zur Relaxation der Skelettmuskulatur und zur

Erleichterung der trachealen Intubation und der mechanischen Ventilation eingesetzt.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung bei intravenöser Bolus-Injektion beim Erwachsenen

Tracheale Intubation:

Die empfohlene Intubationsdosis von Nimbex beim Erwachsenen beträgt 0,15 mg/kg in rascher

Verabreichung über 5 bis 10 Sekunden. Diese Dosis ergibt 120 Sekunden nach Injektion gute bis

sehr gute Bedingungen zur Intubation. Höhere Dosen verkürzen die Anschlagszeit. Die folgende

Tabelle fasst die pharmakodynamischen Daten für die Nimbex Applikationen zwischen 0,1 und

0,4 mg/kg beim gesunden Erwachsenen während der Opioid- (z.B. Fentanyl) oder Propofol-Narkose

zusammen:

Initiale

Nimbex-

Dosis

mg/kg

Anästhesie

Zeitdauer bis

90% T1*-

Suppression

Minuten

Zeitdauer bis

maximale T1*-

Suppression

Minuten

Zeitdauer bis

25% spontane

T1*-Erholung

Minuten

Opioid

0,15

Propofol

Opioid

Opioid

* Reizantwort nach Einzelreiz, wie auch erste Reizantwort nach Train-of-Four Reizen des Adductor

pollicis nach supramaximaler Elektrostimulation des Ulnaris.

Unter einer Enfluran- bzw. Isofluran-Anästhesie kann die klinisch effektive Wirkungsdauer einer

Nimbex-Initialdosis um bis zu 15% verlängert sein.

Erhaltungsdosis:

Der neuromuskuläre Block kann durch eine Erhaltungsdosis verlängert werden. Eine Dosis von

0,03 mg/kg ergibt einen zusätzlichen klinisch wirksamen Block von 20 Minuten während einer

Opioid- oder Propofol-Narkose. Weitere Dosen bewirken keine progressive Verlängerung des

Blockes.

Spontanerholung:

Wenn die Spontanerholung begonnen hat, ist die Dauer unabhängig von der verabreichten Dosis.

Während einer Opioid- oder Propofol-Narkose beträgt die Zeit im Schnitt ungefähr 13 Minuten bis

zu einer Erholung von 25 zu 75% und 30 Minuten von 5 zu 95%.

Antagonisierung:

Nach Anwendung von Nimbex ist der neuromuskuläre Block leicht reversibel mit einer

Standarddosis einer Anticholinesterase. Die Erholungsgeschwindigkeit von 25 zu 75% und zur

vollen klinischen Erholung (T4:T1 ≥0,7) ist im Schnitt ungefähr 4 bzw. 9 Minuten nach der

Anwendung der Anticholinesterase bei einer 10% T1-Erholung.

Übliche Dosierung bei Pädiatriepatienten zwischen 1 Monat und 12 Jahren

Tracheale Intubation:

Wie bei Erwachsenen beträgt die empfohlene Intubationsdosis von Nimbex 0,15 mg/kg

Körpergewicht in rascher Verabreichung über 5 bis 10 Sekunden. Diese Dosis schafft 120 Sekunden

nach der Injektion gute Voraussetzungen für eine tracheale Intubation. Die pharmakodynamischen

Angaben für diese Dosis sind in den nachfolgenden Tabellen aufgeführt. Wenn eine kürzere

klinische Wirksamkeit erforderlich ist, weisen die pharmakodynamischen Daten darauf hin, dass eine

Dosis von 0,1 mg/kg Körpergewicht nach 120 - 150 Sekunden ähnliche Intubationsbedingungen

schaffen kann.

Bei Pädiatriepatienten im Alter zwischen 1 Monat und 12 Jahren hat Nimbex eine kürzere klinische

Wirksamkeit und ein schnelleres Spontanerholungsprofil als bei Erwachsenen unter ähnlichen

Anästhesiebedingungen. Zwischen den Altersgruppen von 1 bis 11 Monaten und 1 bis 12 Jahren

wurden geringfügige Unterschiede hinsichtlich der pharmakodynamischen Profile beobachtet; sie

werden in den nachfolgenden Tabellen zusammengefasst.

Pädiatriepatienten im Alter zwischen 1 bis 11 Monaten

Initiale

Nimbex-

Injektions-

Dosis

mg/kg

Anästhesie

Zeitdauer bis

Suppression

Minuten

Zeitdauer bis

maximale

Suppression

Minuten

Zeitdauer bis

25% spontane

T1-Erholung

Minuten

0,15

Halothan

0,15

Opioid

Pädiatriepatienten im Alter zwischen 1 bis 12 Jahren

Initiale

Nimbex-

Injektions-

Dosis

mg/kg

Anästhesie

Zeitdauer bis

Suppression

Minuten

Zeitdauer bis

maximale

Suppression

Minuten

Zeitdauer bis

25% spontane

T1-Erholung

Minuten

0,08

Halothan

Opioid

0,15

Halothan

0,15

Opioid

Aufgrund der obigen Daten kann unter Halothan mit einer Potenzierung des neuromuskulär

blockierenden Effektes von Nimbex um bis zu 20% gerechnet werden.

Zur Anwendung von Nimbex bei Kindern unter Enfluran- bzw. Isofluran-Anästhesie sind keine

Daten verfügbar; es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass auch diese Substanzen die

klinisch effektive Wirkungsdauer einer Nimbex-Dosis um bis zu 20% verlängern.

Erhaltungsdosis:

Der neuromuskuläre Block kann mit einer Erhaltungsdosis verlängert werden. Während einer

Halothan-Narkose ergibt eine Dosis von 0,02 mg/kg einen zusätzlich klinisch wirksamen Block von

ungefähr 9 Minuten. Weitere Erhaltungsdosen ergeben keinen progressiv wirksamen Block.

Spontanerholung:

Sobald die Erholung von einer neuromuskulären Blockade im Gange ist, ist die Geschwindigkeit

unabhängig von der verabreichten Nimbex-Dosis. Während einer Opioid- oder Halothan-Narkose ist

die mittlere Erholungszeit von 25 zu 75% und von 5 zu 95% ungefähr 11 bzw. 28 Minuten.

Antagonisierung:

Nach Anwendung von Nimbex kann der neuromuskuläre Block mit einer Standarddosis einer

Anticholinesterase leicht rückgängig gemacht werden. Die Erholungsgeschwindigkeit von 25 zu 75%

und zur vollen klinischen Erholung (Verhältnis T4:T1 ≥0,7) ist ungefähr 2 bzw. 5 Minuten nach

Applikation der antagonisierenden Substanz bei 13% T1-Erholung.

Anwendung einer intravenösen Infusion

Dosierung bei Erwachsenen und Pädiatriepatienten zwischen 1 Monat und 12 Jahren:

Die Erhaltung des neuromuskulären Blockes kann durch eine Infusion erreicht werden. Zur

Erhaltung einer 89 bis 99% T1-Suppression nach ersten Anzeichen einer Spontanerholung wird eine

initiale Infusionsrate von 3 µg/kg/min (0,18 mg/kg/h) empfohlen. Nach der Stabilisierung des

neuromuskulären Blockes sollte eine Infusionsrate von 1 - 2 µg/kg/min (0,06 bis 0,12 mg/kg/h) bei

den meisten Patienten genügen, um den Block aufrecht zu erhalten.

Eine Reduktion der Infusionsrate bis zu 40% kann erforderlich sein während einer Isofluran- oder

Enfluran-Narkose (siehe auch «Interaktionen»). Die Infusionsrate wird abhängig sein von der

Konzentration der Cisatracurium-Infusionslösung, dem gewünschten Grad des Blockes und dem

Gewicht des Patienten. Die folgende Tabelle gibt Richtlinien für die Infusionsmenge des

unverdünnten Nimbex 2 mg/mL.

Infusionsmenge von Nimbex 2 mg/mL

Gewicht des

Patienten

Dosis

µg/kg/min

Infusionsrate

1,0 1,5 2,0 3,0

0,6 0,9 1,2 1,8 mL/h

2,1 3,2 4,2 6,3 mL/h

3,0 4,5 6,0 9,0 mL/h

Eine Dauerinfusion führt nicht zu einer progressiven Zu- oder Abnahme des Blockes. Nach Absetzen

der Nimbex-Infusion erfolgt die Spontanerholung wie nach einer einzelnen Bolusinjektion.

Obwohl keine spezifischen Studien mit Pädiatriepatienten unter 2 Jahren vorliegen, lassen

Extrapolationen der pharmakodynamischen Daten für Bolus-Dosen vermuten, dass die

Infusionsgeschwindigkeiten von Nimbex ähnlich sein sollten.

Dosierung bei Neugeborenen unter einem Monat:

Für Neugeborene können keine Dosierungsempfehlungen gegeben werden, da die Verabreichung

von Nimbex bei dieser Patientenpopulation nicht geprüft wurde.

Dosierung bei älteren Patienten:

Es sind keine Dosierungsanpassungen erforderlich. Bei diesen Patienten hat Nimbex ein ähnliches

pharmakodynamisches Profil wie bei jungen Erwachsenen, nur - wie auch bei anderen

neuromuskulären Blockern - kann die Anschlagszeit etwas verlängert sein.

Dosierung bei Patienten mit Niereninsuffizienz:

Es sind keine Dosierungsanpassungen erforderlich bei Patienten mit Nierenversagen. Bei diesen

Patienten hat Nimbex ein ähnliches pharmakodynamisches Profil wie bei Patienten mit normaler

Nierenfunktion, nur die Anschlagszeit könnte etwas verlängert sein.

Dosierung bei Patienten mit Leberinsuffizienz:

Es sind keine Dosisanpassungen erforderlich bei Patienten mit terminalen Lebererkrankungen. Bei

diesen Patienten hat Nimbex ein ähnliches pharmakodynamisches Profil wie bei Patienten mit

normaler Leberfunktion. Es könnte aber eine gering verkürzte Anschlagszeit vorkommen.

Dosierung bei adipösen Patienten:

Bei adipösen Patienten (mehr als 30% über dem Idealgewicht) sind keine Dosierungsanpassungen

erforderlich, da das pharmakokinetische bzw. pharmakodynamische Profil von Nimbex mit jenem

nicht adipöser Patienten weitgehend vergleichbar ist.

Dosierung bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen:

Nimbex wurde mit Erfolg verwendet, um eine neuromuskuläre Blockade bei Patienten zu erreichen,

die sich einem chirurgischen Eingriff am Herzen unterzogen. Wenn Nimbex durch eine rasche

Bolus-Injektion (über 5 - 10 Sekunden) an Patienten mit schweren kardiovaskulären Erkrankungen

verabreicht wurde, wurden bei keiner der untersuchten Dosen (bis zu und einschliesslich 0,4 mg/kg

[8× ED95]) irgendwelche klinisch signifikanten kardiovaskulären Wirkungen beobachtet.

Dosierung bei Patienten in der Intensivpflege:

Nimbex kann als Bolus und/oder Infusion bei erwachsenen Patienten in der Intensivpflege

angewendet werden.

Initial ist eine Infusionsrate von 3 µg/kg/min (0,18 mg/kg/h) bei diesen Patienten zu empfehlen.

Bezüglich Dosierung, die zu- oder abnehmen kann über die Zeit, kann es bei den einzelnen Patienten

eine grosse Variationsbreite geben.

In klinischen Studien war die Infusionsrate im Schnitt 3 µg/kg/min (0,5 bis 10,2 µg/kg/min oder 0,03

bis 0,6 mg/kg/h).

Die mittlere Spontanerholungsgeschwindigkeit nach einer Dauerinfusion (bis zu 6 Tagen) betrug bei

diesen Patienten ungefähr 50 Minuten.

Das Erholungsprofil nach einer Nimbex-Infusion in der Intensivpflege ist unabhängig von der

Infusionsdauer.

Dosierung bei hypothermen Herzoperationen:

Es wurden noch keine Studien mit Nimbex bei hypothermen Operationen (25-28 °C) durchgeführt.

Wie mit andern Muskelblockern könnte die Infusionsrate zur Aufrechterhaltung einer adäquaten

Relaxation unter diesen Bedingungen signifikant reduziert sein.

Überwachung

Wie bei anderen neuromuskulären Blockern ist das Überwachen der neuromuskulären Funktion beim

Gebrauch von Nimbex empfohlen, um die Dosierung individuell festzulegen.

Kontraindikationen

Nimbex ist kontraindiziert bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber

Cisatracurium, Atracurium oder Benzolsulfonsäure.

Nimbex ist bei Neugeborenen unter einem Monat kontraindiziert, da es in dieser Patientenpopulation

nicht geprüft worden ist.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Cisatracurium lähmt die Atemmuskulatur und die Skelettmuskeln, aber hat keine Wirkung auf

Bewusstsein oder Schmerzschwelle. Nimbex sollte daher nur angewendet werden von einem

Anästhesisten oder unter seiner Aufsicht oder von anderen Klinikern, die mit der Anwendung und

Wirkung von neuromuskulären Blockern vertraut sind. Intubation, Beatmung und adäquate arterielle

Sauerstoffsättigung müssen möglich sein.

Vorsicht sollte auch bei der Verabreichung von Cisatracurium bei Patienten mit bekannter

Überempfindlichkeit gegenüber anderen neuromuskulären Blockern walten, da über einen hohen

Prozentsatz (mehr als 50%) von Kreuz-Empfindlichkeit zwischen neuromuskulären Blockern

berichtet wurde (vgl. «Kontraindikationen»).

Cisatracurium hat keine signifikanten vagolytischen oder ganglienblockenden Eigenschaften.

Nimbex hat daher keine wesentliche klinische Wirkung auf die Herzfrequenz und wird so die

Bradykardie, bedingt durch einige Narkotika oder durch vagale Stimulation während der Operation,

nicht beeinflussen.

Patienten mit Myasthenia gravis oder anderen Formen neuromuskulärer Erkrankungen haben eine

erhöhte Empfindlichkeit auf nichtdepolarisierende Blocker gezeigt. Es wird empfohlen, die

Initialdosis nicht höher als 0,02 mg/kg zu wählen.

Schwere Säure-Basen- und/oder Serumelektrolyt-Störungen können die Empfindlichkeit auf

neuromuskuläre Blocker erhöhen oder erniedrigen.

Bei Patienten mit einer Anamnese von maligner Hyperthermie wurden keine Studien gemacht.

Cisatracurium wurde bei Patienten mit Verbrennungen nicht verwendet, aber wie bei anderen

nichtdepolarisierenden neuromuskulären Blockern muss die Möglichkeit eines höheren Bedarfs und

einer kürzeren Wirkungsdauer in Betracht gezogen werden.

Nimbex ist hypoton und darf wegen Haemolysegefahr nicht über den gleichen venösen Zugang wie

eine Bluttransfusion verabreicht werden.

Patienten auf der Intensivstation (ICU):

Hohe Dosen an Laudanosin, einem Metaboliten von Cisatracurium und Atracurium, führten in

Tierversuchen zu vorübergehender Hypotonie und bei einigen Spezies zu zerebralen Exzitationen.

In Übereinstimmung mit der im Vergleich zu Atracurium verminderten Infusionsrate sind die

Laudanosin-Plasmaspiegel bei einer Cisatracurium-Infusion um etwa 1/3 geringer als im Falle einer

Atracurium Infusion.

Es gibt vereinzelte Berichte von Krampfanfällen bei Patienten auf der Intensivstation, welchen

Atracurium sowie weitere Substanzen über mehrere Tage verabreicht wurden. Diese Patienten

wiesen in der Regel einen oder mehrere medizinische Zustände auf, welche für Krampfanfälle

prädisponierend sind (z.B. Schädeltrauma, hypoxische Enzephalopathie, Hirnödem, virale

Enzephalitis, Urämie). Ein Kausalzusammenhang mit Laudanosin ist aber nicht auszuschliessen.

Bei Langzeitanwendung (ICU) konnte in seltenen Fällen eine Verlängerung der Erholungszeit

beobachtet werden.

Interaktionen

Mehrere Arzneimittel beeinflussten die Tiefe und/oder Zeitdauer der Wirkung von

nichtdepolarisierenden neuromuskulären Blockern, einschliesslich folgenden:

Gesteigerte Wirkung:

Narkosemittel:

Flüchtige Stoffe wie Enfluran, Isofluran und Halothan.

Ketamin.

Andere nichtdepolarisierende neuromuskuläre Blocker.

Andere Arzneimittel:

Antibiotika einschliesslich Aminoglykoside, Polymyxine, Spectinomycin, Tetracycline, Lincomycin

und Clindamycin.

Antiarrhythmika einschliesslich Propranolol, Kalziumblocker, Lidocain, Procainamid und Chinidin.

Diuretika einschliesslich Furosemid und möglicherweise Thiazide, Mannitol und Acetazolamid.

Magnesiumsalze.

Lithiumsalze.

Ganglienblocker: Trimetaphan, Hexamethonium.

Selten kommt es vor, dass gewisse Substanzen eine Myasthenia gravis verschlimmern oder eine

latente aufdecken oder sogar ein Myasthenie-Syndrom verursachen. Eine erhöhte Empfindlichkeit

auf nichtdepolarisierende neuromuskuläre Blocker kann die Folge sein. Solche Arzneimittel

schliessen verschiedene Antibiotika, Betablocker (Propranolol, Oxprenolol), Antiarrhythmika

(Procainamid, Chinidin), Antirheumatika (Chloroquin, D-Penicillamin), Trimetaphan,

Chlorpromazin, Steroide, Phenytoin und Lithium ein.

Die Anwendung von Suxamethonium, um die Wirkung eines nichtdepolarisierenden

neuromuskulären Blockes zu verlängern, kann zu einem verlängerten komplexen Block führen, der

mit Anticholinesterasen schwer zu antagonisieren ist.

Gesenkte Wirkung:

Vorangegangene Dauerbehandlung mit Phenytoin oder Carbamazepin.

Cholinesterasehemmer, wie sie üblicherweise zur Behandlung von Alzheimer eingesetzt werden, wie

z.B. Donepezil, können die Dauer der neuromuskulären Blockade mit Cisatracurium verkürzen und

deren Tiefe vermindern.

Keinen Einfluss:

Vorgängige Anwendung von Suxamethonium hat keinen Einfluss auf die Dauer des

neuromuskulären Blockes erzeugt durch einen Nimbex-Bolus oder auf die Infusionsrate.

Schwangerschaft/Stillzeit

Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für die Föten gezeigt, aber man verfügt über

keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Daher sollte Nimbex während der

Schwangerschaft nur verwendet werden, wenn es eindeutig notwendig ist.

Es ist nicht bekannt, ob Cisatracurium oder seine Metaboliten über die Muttermilch ausgeschieden

werden. Daher sollte Cisatracurium in der Stillzeit nicht verabreicht werden, es sei denn es ist

eindeutig notwendig.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Cisatracurium wird immer zusammen mit einem Allgemeinanästhetikum eingesetzt, daher sollten die

üblichen Vorsichtsmassnahmen hinsichtlich Fahrtüchtigkeit und Bedienen von Maschinen nach

Allgemeinanästhesie beachtet werden.

Unerwünschte Wirkungen

Die Häufigkeiten der sehr häufigen bis gelegentlichen unerwünschten Wirkungen wurden anhand der

Daten aus zusammengefassten, internen klinischen Studien ermittelt.

Bei der Klassifikation der unerwünschten Wirkungen wurde folgende Konvention gewählt: Sehr

häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100), selten (≥1/10'000 bis

<1/1000), sehr selten (<1/10'000).

Daten aus klinischen Studien

Funktionsstörungen des Herzens

Häufig: Bradykardie.

Funktionsstörungen der Gefässe

Häufig: Hypotonie.

Gelegentlich: Hautrötung.

Bei einzelnen pädiatrischen Patienten wurden eine Erhöhung der Pulsfrequenz und ein Absinken des

mittleren arteriellen Blutdruckes beobachtet.

Die hämodynamischen Veränderungen lagen innerhalb von ± 20% des Ausgangswertes und

erforderten keine Behandlung; die Prüfärzte beurteilten sie als klinisch nicht relevant und ordneten

sie nicht der Verabreichung von Nimbex zu.

Atmungsorgane (Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen)

Gelegentlich: Bronchospasmus.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Ausschlag.

Postmarketing Daten

Störungen des Immunsystems

Sehr selten: Anaphylaktische Reaktionen.

Nach Verabreichung von neuromuskulären Blockern wurden anaphylaktische Reaktionen

verschiedener Schweregrade beobachtet. In sehr seltenen Fällen wurde bei Patienten, welche Nimbex

zusammen mit einem oder mehreren Anästhetika erhielten, über schwere anaphylaktische

Reaktionen berichtet.

Muskelskelettsystem (Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der

Knochen)

Sehr selten: Myopathie, Muskelschwäche.

Es gibt Berichte von Muskelschwäche und/oder Myopathie nach längerdauernder Verabreichung von

Muskelrelaxantien bei schwerkranken Intensivpflegepatienten. Die meisten dieser Patienten erhielten

gleichzeitig Kortikosteroide. Diese Fälle wurden vereinzelt im Zusammenhang mit Cisatracurium

gemeldet und ein Kausalzusammenhang wurde nicht nachgewiesen.

In seltenen Fällen wurde von Symptomen berichtet, welche auf eine Histaminfreisetzung

zurückgeführt werden könnten, wobei keine Dosisabhängigkeit festgestellt werden konnte, auch

nicht bei Dosen von bis zu 8× ED95. Ein Kausalzusammenhang mit der Verabreichung von Nimbex

lässt sich aber nicht ausschliessen.

Überdosierung

Als Hauptzeichen einer Überdosierung von Nimbex ist eine verlängerte Muskellähmung mit den

entsprechenden Konsequenzen zu erwarten. Es ist wichtig, die pulmonale Ventilation und die

Sauerstoffzufuhr aufrechtzuerhalten, bis zum Einsetzen der Spontanatmung. Volle Sedation ist

erforderlich, da Nimbex keinen Einfluss auf das Bewusstsein hat. Sobald erste Anzeichen der

Spontanerholung sichtbar werden, kann diese durch Anticholinesterasen beschleunigt werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: M03AC11

Wirkungsmechanismus:

Cisatracurium ist ein nichtdepolarisierendes Muskelrelaxans. Es verbindet sich mit den cholinergen

Rezeptoren an der motorischen Endplatte, um die Wirkung des Acetylcholins zu antagonisieren.

Daraus resultiert ein kompetitiver Block der neuromuskulären Transmission. Diese Wirkung kann

durch Cholinesterase-Hemmer wie Neostigmin oder Edrophonium leicht rückgängig gemacht

werden.

Pharmakodynamik:

Die ED95 (Dosis, die benötigt wird, um eine 95%ige Unterdrückung der Zuckungen als Antwort auf

eine Stimulation des N. ulnaris am M. Adductor pollicis zu erreichen) von Cisatracurium wird auf

0,05 mg/kg Körpergewicht während einer Opioid-Anästhesie (z.B. Fentanyl) geschätzt.

Die ED95 von Cisatracurium bei Kindern während einer Halothan-Narkose beträgt 0,04 mg/kg

Körpergewicht.

Pharmakokinetik

Die Nichtkompartiment-Pharmakokinetik von Cisatracurium ist unabhängig von der Dosis (geprüft

zwischen 0,1 und 0,2 mg/kg, d.h. 2 - 4 × ED95).

Das Pharmakokinetik-Modell bestätigt dieses Ergebnis und erweitert es bis zu 0,4 mg/kg (8 × ED95).

Distribution

Nach Injektion von Cisatracurium Dosen von 0,1 und 0,2 mg/kg bei gesunden, erwachsenen

chirurgischen Patienten beträgt das Verteilungsvolumen im Steady State 121 bis 161 mL/kg.

Metabolismus

Cisatracurium wird im Körper bei physiologischem pH und physiologischer Temperatur durch die

Hofmann'sche Elimination (ein chemischer Prozess) zu Laudanosin und zum Metaboliten

monoquaternäres Acrylat abgebaut. Dieser Prozess macht ca. 80% der totalen Cisatracurium-

Clearance aus. Laudanosin wird weiter abgebaut zu Desmethylmetaboliten, welche mit

Glucuronsäure konjugiert werden. Das monoquaternäre Acrylat wird durch nicht spezifische

Esterasen hydrolysiert und bildet den Metaboliten monoquaternärer Alkohol.

Elimination

In gesunden Erwachsenen mit normaler Nierenfunktion werden ca. 15% der Cisatracurium-Dosis

unverändert im Urin ausgeschieden. Der übrige Anteil wird hauptsächlich in Form konjugierter

Metaboliten über die Niere ausgeschieden. Folglich ist die Elimination von Cisatracurium

weitgehend organunabhängig, während die Metaboliten hauptsächlich über Leber und Niere

ausgeschieden werden. Die Metaboliten besitzen keine muskelrelaxierende Wirkung.

i.v. Bolus-Injektion

Die pharmakokinetischen Parameter nach Injektion von Cisatracurium zu Dosen von 0,1 und

0,2 mg/kg bei erwachsenen chirurgischen Patienten mit gutem Allgemeinzustand sind in

untenstehender Tabelle zusammengefasst:

Parameter

Mittelwert

Clearance

4,7 bis 5,7 mL/min/kg

Verteilungsvolumen im Steady

State

121 bis 161 mL/kg

Eliminations-Halbwertszeit:

·Cisatracurium

22 bis 29 Minuten

·Laudanosin

3 bis 3,6 Stunden

Infusionen

Die Pharmakokinetik von Cisatracurium nach einer Infusion von Nimbex ist gleich wie nach einer

Bolus-Injektion. Die Pharmakokinetik wurde bei gesunden chirurgischen Patienten studiert, die

initial einen Bolus von 0,1 mg/kg Nimbex erhielten, gefolgt von einer Infusion zur Erhaltung einer

T1-Suppression von 89-99%. Die mittlere Clearance von Cisatracurium war 6,9 mL/kg/min und die

Halbwertszeit 28 Minuten. Das Erholungsprofil war unabhängig von der Infusionsdauer und

vergleichbar mit einer Bolus-Injektion.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Kinder:

Die Pharmakokinetik wurde anhand 20 gesunder Kinder im Alter von 2-12 Jahren untersucht, welche

im Rahmen einer Halothan-Narkose Cisatracurium erhielten. Die Plasma-Clearance von

Cisatracurium war höher und die Einstellung des Gleichgewichtes zwischen Plasmakonzentration

und neuromuskulärem Block erfolgte in diesen Patienten schneller als in Erwachsenen, welchen

Cisatracurium im Rahmen einer Opioidnarkose verabreicht wurde. Diese Resultate entsprechen der

Tatsache, dass Cisatracurium bei Kindern einen schnelleren Wirkungseintritt und eine kürzere

Wirkungsdauer aufweist.

Ältere Patienten:

Es gibt keine klinisch wichtigen Unterschiede in der Pharmakokinetik von Cisatracurium zwischen

älteren und jungen Patienten. In einer Vergleichsstudie war die Plasma-Clearance altersunabhängig.

Kleinere Unterschiede im Verteilungsvolumen (+ 17%) und der Halbwertszeit (+ 4 Minuten) hatten

keine Auswirkung auf das Erholungsprofil.

Patienten mit Niereninsuffizienz:

Es gibt keine klinisch wichtigen Unterschiede in der Pharmakokinetik von Cisatracurium bei

Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz im Vergleich mit Gesunden. In einer Vergleichsstudie

konnten weder statistisch signifikante noch klinisch wichtige Unterschiede der pharmakokinetischen

Parameter von Cisatracurium nachgewiesen werden. Das Erholungsprofil ist unverändert.

Die Konzentrationen an Cisatracurium-Metaboliten sind bei Patienten mit abnormer renaler Funktion

höher als bei Gesunden (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Diese Metaboliten haben

jedoch keine muskelrelaxierende Wirkung.

Patienten mit Leberinsuffizienz:

Es gibt keine klinisch wichtigen Unterschiede in der Pharmakokinetik von Cisatracurium bei

Patienten mit terminalem Leberversagen im Vergleich mit Gesunden. In einer Vergleichsstudie bei

Patienten während der Lebertransplantation und bei Gesunden fanden sich nur geringe Unterschiede

im Verteilungsvolumen (+ 21%) und der Clearance (+ 16%), hingegen kein Unterschied in der

Eliminations-Halbwertszeit. Das Erholungsprofil war unverändert.

Die Konzentrationen an Cisatracurium-Metaboliten sind bei Patienten mit abnormer hepatischer

Funktion höher als bei Gesunden (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Diese

Metaboliten haben jedoch keine muskelrelaxierende Wirkung.

Adipöse Patienten:

Die Pharmakokinetik von Cisatracurium in adipösen Patienten (mehr als 30% über dem

Idealgewicht) unterscheidet sich nicht von jener bei Normalgewichtigen.

Die Einstellung des Gleichgewichtes zwischen Plasma-Konzentration und neuromuskulärem Block

erfolgte zwar bei adipösen Patienten 16% langsamer, hatte jedoch keinen klinisch signifikanten

Einfluss auf den Wirkungseintritt oder das Erholungsprofil.

Patienten in der Intensivpflege:

Die Pharmakokinetik von Cisatracurium bei Patienten in der Intensivpflege, die über eine längere

Zeit eine Infusion erhielten, ist vergleichbar mit jener gesunder chirurgischen Erwachsenen, die eine

Infusion oder einen Bolus erhielten. Die mittlere Clearance war 7,5 mL/kg/min und die Eliminations-

Halbwertszeit 27 Minuten. Das Erholungsprofil war unabhängig von der Infusionsdauer.

Die Konzentrationen an Cisatracurium-Metaboliten sind bei Patienten mit abnormer renaler und/oder

hepatischer Funktion höher als bei Gesunden (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Diese Metaboliten haben jedoch keine muskelrelaxierende Wirkung.

Präklinische Daten

Reproduktionstoxizität

Studien an Ratten haben gezeigt, dass Cisatracurium keinen negativen Einfluss auf die

Fetalentwicklung dieser Spezies hat. Die Untersuchungen reichen aber nicht aus, um das potentielle

Risiko bei menschlichen Feten zu beurteilen, da die Metabolisierung differiert und die systemische

Exposition gering war.

Fertilitätsstudien wurden nicht durchgeführt.

Mutagenität

Cisatracurium war in einem mikrobiellen In-vitro-Test in Konzentrationen bis zu 5000 µg/Platte

nicht mutagen.

In vivo wurden in einer zytogenetischen Studie an der Ratte keine Chromosomenschäden bei

subkutanen Dosen von bis zu 4 mg/kg beobachtet.

In einem Mutationstest an Säugerzellen in vitro war Cisatracurium in Konzentrationen von 40 µg/mL

und höher mutagen.

Der positive Befund aus dem In-vitro-Test erscheint für Cisatracurium, das nur selten und/oder

kurzzeitig angewendet wird, von fragwürdiger klinischer Relevanz.

Kanzerogenität

Studien zur Kanzerogenität wurden nicht durchgeführt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Nimbex ist chemisch nicht stabil, wenn es mit einer Ringerlösung verdünnt wird.

Da Nimbex nur in saurer Lösung stabil ist, sollte es nicht gemischt werden mit alkalischen Lösungen,

z.B. Thiopental-Natrium, weder in der Spritze noch in der Nadel. Es ist nicht kompatibel mit

Ketorolac, Trometamol oder Propofol-Emulsion.

Kompatibilitäten

Es konnte gezeigt werden, dass Nimbex verträglich ist mit den nachstehenden peri-operativ häufig

verwendeten Arzneimitteln, wenn sie in eine laufende Infusion über einen Y-Seiten-Schluss in den

Infusionsschlauch gegeben werden: Alfentanil-Hydrochlorid, Droperidol, Fentanyl-Citrat,

Midazolam-Hydrochlorid und Sufentanil-Citrat.

Werden andere Arzneimittel über dieselbe liegende Nadel oder Kanüle verabreicht, empfiehlt es

sich, die Nadel jedes Mal gut durchzuspülen, zum Beispiel mit 0,9% NaCl.

Haltbarkeit

Das verdünnte Nimbex ist physikalisch und chemisch stabil für mindestens 24 Stunden bei 5-25 °C

in einer Konzentration zwischen 0,1 und 2 mg/mL entweder in Polyvinylchlorid (PVC) oder

Polypropylen-Beuteln in den unter «Hinweise für die Handhabung» aufgelisteten Infusionslösungen.

Da aber das Produkt kein Konservierungsmittel enthält, sollte die Lösung unmittelbar vor Gebrauch

hergestellt, sobald als möglich verwendet und eine eventuelle Restlösung entsorgt werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nimbex sollte im Kühlschrank (2-8 °C) lichtgeschützt gelagert werden. Nicht einfrieren. Das

Verfalldatum wird mit «EXP» bezeichnet.

Hinweise für die Handhabung

Nimbex enthält kein Konservierungsmittel und ist daher zum Gebrauch eines einzelnen Patienten

bestimmt.

Nimbex kann entweder in Polyvinylchlorid (PVC) oder Polypropylen-Beuteln mit folgenden

Infusionslösungen verdünnt werden:

0,9% NaCl, 5% Glucose, 0,18% NaCl + 4% Glucose, 0,45% NaCl + 2,5% Glucose.

Angaben zu Inkompatibilitäten siehe «Sonstige Hinweise».

Wie bei anderen intravenös applizierten Arzneimitteln, wenn eine kleine Vene als Injektionsort

gewählt wird, sollte die Vene mit einer geeigneten Lösung (z.B. 0,9% NaCl) nach der Nimbex-

Applikation durchgespült werden.

Zulassungsnummer

53677 (Swissmedic).

Packungen

Nimbex 2 mg/mL: 5 Ampullen zu 2,5 mL (B)

Nimbex 2 mg/mL: 5 Ampullen zu 10 mL (B)

Zulassungsinhaberin

Aspen Pharma Schweiz GmbH, 6340 Baar

Stand der Information

Mai 2014.

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier

10-8-2018

Enforcement Report for the Week of July 25, 2018

Enforcement Report for the Week of July 25, 2018

Recently Updated Records for the Week of July 25, 2018 Last Modified Date: Friday, August 10, 2018

FDA - U.S. Food and Drug Administration

9-8-2018

Vita-Mix Corporation recalls Ascent and Venturist Series 8-ounce and 20-ounce Blending Containers

Vita-Mix Corporation recalls Ascent and Venturist Series 8-ounce and 20-ounce Blending Containers

The container can separate from the blade base exposing the blades, posing a laceration hazard to consumers.

Health Canada

27-7-2018

Dringende Sicherheitsinformation zu STA Néoplastine CI 10 and CI Plus 10 von Stago

Dringende Sicherheitsinformation zu STA Néoplastine CI 10 and CI Plus 10 von Stago

Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

18-7-2018

Orphan designation:  Recombinant humanised anti-human interleukin-1 beta monoclonal antibody,  for the: Treatment of Behçet’s disease

Orphan designation: Recombinant humanised anti-human interleukin-1 beta monoclonal antibody, for the: Treatment of Behçet’s disease

On 1 October 2010, orphan designation (EU/3/10/796) was granted by the European Commission to XOMA Ireland Ltd, Ireland, for recombinant humanised anti-human interleukin-1 beta monoclonal antibody for the treatment of Behçet’s disease.

Europe - EMA - European Medicines Agency

10-8-2018

Torisel (Pfizer Europe MA EEIG)

Torisel (Pfizer Europe MA EEIG)

Torisel (Active substance: Temsirolimus) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5521 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/799/T/71

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Brinavess (Correvio)

Brinavess (Correvio)

Brinavess (Active substance: vernakalant hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5523 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1215/T/31

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Lymphoseek (Norgine B.V.)

Lymphoseek (Norgine B.V.)

Lymphoseek (Active substance: tilmanocept) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)5520 of Fri, 10 Aug 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Sivextro (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Sivextro (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Sivextro (Active substance: tedizolid phosphate) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5522 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2846/T/28

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Cubicin (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Cubicin (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Cubicin (Active substance: Daptomycin) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5519 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/637/T/69

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Thalidomide Celgene (Celgene Europe B.V.)

Thalidomide Celgene (Celgene Europe B.V.)

Thalidomide Celgene (Active substance: Thalidomide) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5524 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/823/T/57

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

CANCIDAS (Merck Sharp and Dohme B.V.)

CANCIDAS (Merck Sharp and Dohme B.V.)

CANCIDAS (Active substance: caspofungin) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5517 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/379/T/67

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Tesavel (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Tesavel (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Tesavel (Active substance: sitagliptin) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5518 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/910/T/65

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Januvia (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Januvia (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Januvia (Active substance: sitagliptin) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4511 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/722/T/65

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Bortezomib Hospira (Pfizer Europe MA EEIG)

Bortezomib Hospira (Pfizer Europe MA EEIG)

Bortezomib Hospira (Active substance: bortezomib) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5515 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4207/T/10

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Fampyra® 10 mg Retardtabletten

Rote - Liste

7-8-2018

By Aug. 10, all packages and advertisements for “covered” tobacco products (except for cigars and pipe tobacco) and roll-your-own/cigarette tobacco products must have the required nicotine warning statement. https://cards.twitter.com/cards/2m2m96/5xn98 …

By Aug. 10, all packages and advertisements for “covered” tobacco products (except for cigars and pipe tobacco) and roll-your-own/cigarette tobacco products must have the required nicotine warning statement. https://cards.twitter.com/cards/2m2m96/5xn98 …

By Aug. 10, all packages and advertisements for “covered” tobacco products (except for cigars and pipe tobacco) and roll-your-own/cigarette tobacco products must have the required nicotine warning statement. https://cards.twitter.com/cards/2m2m96/5xn98 …

FDA - U.S. Food and Drug Administration

7-8-2018

Memantine Accord (Accord Healthcare Limited)

Memantine Accord (Accord Healthcare Limited)

Memantine Accord (Active substance: memantine) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)5421 of Tue, 07 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2766/R/10

Europe -DG Health and Food Safety

7-8-2018

exoderil® Creme 10 mg

Rote - Liste

7-8-2018

Zovirax Duo 50 mg/g / 10 mg/ g Creme

Rote - Liste

6-8-2018

Otezla (Celgene Europe B.V.)

Otezla (Celgene Europe B.V.)

Otezla (Active substance: apremilast) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5391 of Mon, 06 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3746/T/20

Europe -DG Health and Food Safety

3-8-2018

Simvalip® 20mg Filmtabletten

Rote - Liste

1-8-2018

Spasmex® 20 mg Filmtabletten

Rote - Liste

31-7-2018

Rocuroniumbromid Kabi 10 mg/ml

Rote - Liste

30-7-2018

Esmya (Gedeon Richter Plc.)

Esmya (Gedeon Richter Plc.)

Esmya (Active substance: ulipristal) - Referral - Commission Decision (2018)5101 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2041/A-20

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Zalmoxis (MolMed S.p.A.)

Zalmoxis (MolMed S.p.A.)

Zalmoxis (Active substance: Allogeneic T cells genetically modified with a retroviral vector encoding for a truncated form of the human low affinity nerve growth factor receptor (?LNGFR) and the herpes simplex I virus thymidine kinase (HSV-TK Mut2)) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)5118 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2801/R/10

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Xarelto® 20 mg Filmtabletten

Rote - Liste

30-7-2018

Xarelto® 10 mg Filmtabletten

Rote - Liste

27-7-2018

EU/3/11/868 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/11/868 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/11/868 (Active substance: Lenalidomide) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)5045 of Fri, 27 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/160/10/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

25-7-2018

previva sanol® 20/30 Tabletten

Rote - Liste

25-7-2018

Vesanoid 10 mg Weichkapseln

Rote - Liste

23-7-2018

Tadalafil Heumann 20 mg Filmtabletten

Rote - Liste

22-7-2018

Even when Essure is no longer sold, the #FDA will remain vigilant in protecting patients who’ve already had this device implanted. We’ll continue to monitor adverse events and publicly communicate any new safety findings on this - and any other device. ht

Even when Essure is no longer sold, the #FDA will remain vigilant in protecting patients who’ve already had this device implanted. We’ll continue to monitor adverse events and publicly communicate any new safety findings on this - and any other device. ht

Even when Essure is no longer sold, the #FDA will remain vigilant in protecting patients who’ve already had this device implanted. We’ll continue to monitor adverse events and publicly communicate any new safety findings on this - and any other device. https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-07-20/bayer-to-stop-selling-contraceptive-implant-after-threats-by-fda …

FDA - U.S. Food and Drug Administration

20-7-2018

Agenda:  Agenda - CAT agenda of the 18-20 July 2018 meeting

Agenda: Agenda - CAT agenda of the 18-20 July 2018 meeting

Committee for Advanced Therapies (CAT) agenda for the meeting on 18-20 July 2018

Europe - EMA - European Medicines Agency