Nif-Ten

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Nif-Ten Kapseln
  • Darreichungsform:
  • Kapseln
  • Zusammensetzung:
  • nifedipinum 20 mg, atenololum 50 mg, excipiens pro capsula.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Nif-Ten Kapseln
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Hypertonie

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 48627
  • Berechtigungsdatum:
  • 30-06-1988
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Nif-Ten®

ASTRAZENECA

Was ist Nif-Ten und wann wird es angewendet?

Nif-Ten ist die Kombination von zwei Herzpräparaten, Nifedipin und Atenolol, die sich in ihrer

Wirkung sinnvoll ergänzen.

Der Kalziumantagonist Nifedipin schützt das Herz vor übermässiger Belastung und wirkt

spannungslösend auf die herzfernen Gefässe. Die Durchblutung nimmt zu und ein erhöhter Blutdruck

wird gesenkt.

Der Betablocker Atenolol dämpft die Herztätigkeit und senkt den erhöhten Blutdruck ohne die

Muskulatur der Atemwege zu beeinflussen; die Wirkung krampflösender Arzneimittel bei Patienten

mit atemwegsverengenden Lungenerkrankungen bleibt erhalten. Mit entsprechender Vorsicht können

somit auch Patienten mit Asthma oder Atembeschwerden Nif-Ten zur Senkung des erhöhten

Blutdrucks einnehmen.

Nif-Ten vereint die beiden Substanzen in einer Kapsel in spezieller Form: die Wirkstoffe werden im

Magen-Darmtrakt über einen längeren Zeitraum fortlaufend freigesetzt. Die blutdrucksenkende

Wirkung hält so länger an, und das Arzneimittel muss weniger häufig bzw. nur einmal oder zweimal

täglich eingenommen werden.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verschreibt Ihnen Nif-Ten zur Senkung des erhöhten Blutdrucks

(Hypertonie) und zum Schutz vor Herzschmerzen. Dadurch ist die körperliche Belastbarkeit erhöht,

und dem Auftreten von Herzschmerzen wird vorgebeugt. Hingegen ist Nif-Ten nicht geeignet zur

Behandlung des akuten Anfalls von Herzschmerzen (Anfall von Angina pectoris), da die Wirkung

nicht rasch genug einsetzt.

Nif-Ten darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Das Arzneimittel darf keinesfalls plötzlich, sondern nur nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der

Ärztin und schrittweise innert 1–2 Wochen abgesetzt werden.

Wann darf Nif-Ten nicht angewendet werden?

Falls Sie jemals eine allergische Reaktion auf Nif-Ten oder einen seiner Inhaltsstoffe gezeigt haben,

oder an einem Herzblock (Puls unter 50 Schläge pro Minute) oder an einer Herzschwäche, die noch

nicht oder nur unzureichend behandelt wurde, leiden, sollten Sie Nif-Ten nicht einnehmen.

Auch falls Sie Probleme mit den Herzklappen (Aortenstenose) oder den Nieren haben, oder je einen

langsamen oder unregelmässigen Puls, einen sehr tiefen Blutdruck oder schlechte Durchblutung

hatten, ist Nif-Ten nicht geeignet. Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn eine dieser

Krankheiten festgestellt wurde.

Nif-Ten darf nicht in Kombination mit Rifampicin, einem Arzneimittel gegen Tuberkulose,

eingenommen werden.

Nif-Ten ist für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht geeignet, da die

bestehenden Erfahrungen noch ungenügend sind.

Wann ist bei der Einnahme von Nif-Ten Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Für Patienten mit Herzschwäche ist eine spezielle Behandlung, eventuell die Kombination mit einem

anderen Herzmittel, notwendig.

Wenn Sie an Asthma, chronischer Bronchitis oder an einer anderen chronischen Lungenerkrankung,

die mit einer Verengung der Atemwege einhergeht, leiden, so fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin,

ob Sie Nif-Ten einnehmen dürfen.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes) leiden und Ihr

Blutzucker oft niedrig ist. Es ist möglich, dass er Ihre Diabetesbehandlung neu anpassen muss. Die

Zeichen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) beim behandelten Zuckerkranken können durch Nif-

Ten maskiert werden, vor allem kann eine Pulsbeschleunigung oder Zittern (als «Vorwarnung»)

ausbleiben.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie Probleme

mit Herz, Nieren, Leber oder Schilddrüse haben, wenn Sie an Durchblutungsstörungen leiden oder

Disopyramide resp. Amiodarone gegen unregelmässigen Herzschlag einnehmen.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin auch mit, wenn Sie

Arzneimittel gegen unregelmässigen Herzschlag, zu hohen Blutdruck, Angina pectoris,

Herzschwäche, Magengeschwüre, Schmerzen, Rheuma, Epilepsie oder Tuberkulose einnehmen.

Denken Sie vor einem chirurgischen Eingriff daran, dass dem Narkosearzt bzw. der Narkoseärztin

alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, bekannt sein müssen.

Suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf, falls Ihr Ruhepuls im Verlauf der

Behandlung unter 50 Schläge pro Minute sinkt oder falls Ihr Blutdruck zu niedrig ist. Anzeichen

hierfür sind Müdigkeit oder Schwindel bei raschem Aufstehen.

In seltenen Fällen können zu Beginn der Behandlung Herzschmerzen auftreten. In diesem Fall

sollten Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.

Falls Sie Clonidin gegen Bluthochdruck oder Migräne einnehmen, sollten Sie weder Clonidin noch

Nif-Ten von sich aus absetzen, ohne mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin darüber gesprochen zu haben.

Nicht zusammen mit Grapefruitsaft einnehmen, da dies eine verstärkte Wirkung zur Folge haben

kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Nif-Ten während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während der Schwangerschaft oder in der Stillperiode darf Nif-Ten nicht eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Nif-Ten?

Sie sollten Nif-Ten genau nach den Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin einnehmen.

Hypertonie (Bluthochdruck)

Im Allgemeinen beträgt die Dosis für Erwachsene bei Bluthochdruck 1-mal täglich 1 Kapsel Nif-

Ten.

Koronare Herzkrankheit (Herzschmerzen, Angina pectoris)

Bei Angina pectoris beträgt die übliche Dosierung 2-mal täglich 1 Kapsel Nif-Ten.

Ältere Patienten (über 65): Bei Herzschmerzen sollte die Behandlung mit 1 Kapsel täglich begonnen

werden und nur unter strenger ärztlicher Kontrolle auf 2 Kapseln erhöht werden.

Nehmen Sie die Kapsel am besten immer zur gleichen Tageszeit.

Schlucken Sie die Kapsel unzerkaut mit etwas Wasser oder Fruchtsaft, nicht mit Kaffee oder

Alkohol.

Wenn Sie die Einnahme einer Kapsel vergessen, so holen Sie diese sobald als möglich noch am

selben Tag nach. Die vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnete tägliche Dosis darf jedoch nicht

überschritten werden.

Ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin sollten Sie die Dosis nicht verändern oder das

Arzneimittel absetzen. Ein unkontrollierter Blutdruck kann gefährliche Folgen haben. Die

Beendigung der Behandlung soll keinesfalls plötzlich, sondern schrittweise über 1–2 Wochen

erfolgen. Um die Wirkung von Nif-Ten in gewissen Fällen zu verbessern, kann Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin Ihnen zusätzlich noch andere Arzneimittel verschreiben.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Nif-Ten haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Nif-Ten auftreten:

Häufig können Kopfschmerzen, Benommenheit, Gesichtsrötung mit Wärmegefühl,

Wasseransammlung im Gewebe, Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit, verlangsamter Pulsschlag,

kalte Extremitäten, Herzklopfen und Übelkeit auftreten.

Gelegentlich sind Schlafstörungen, Nervosität, Kribbeln in den Händen und Füssen, Zittern,

Schwindel, Schmerzen in der Herzgegend (vor allem bei Anstrengung), tiefer Blutdruck, Atemnot,

Verstopfung, Durchfall, Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, Erbrechen, Bauchschmerzen,

Juckreiz, Hautausschlag, Schwitzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, erhöhte

Harnausscheidung und Unwohlsein beobachtet worden.

Selten ist von kleinflächigen Blutungen in die Haut, Verwirrtheit, Stimmungsschwankungen,

Alpträumen, Psychosen, Halluzinationen, Sehstörungen, trockenen Augen, Gelbsucht (gelbe Haut

und/oder Augen), Haarausfall, Impotenz, Blähungen, Zahnfleischproblemen, Nesselfieber,

Vergrösserung der männlichen Brust und Allergie berichtet worden. Bestehende

Durchblutungsstörungen, eine Schuppenflechte und Atembeschwerden bei Asthmatikern können

selten verstärkt werden.

Die meisten dieser Beschwerden verschwinden jedoch im Verlauf der Behandlung, wenn Ihr Körper

sich an das Arzneimittel gewöhnt hat.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren. Sie wissen Bescheid, ob Sie Nif-Ten

weiterhin einnehmen dürfen und werden die Dosierung entsprechend verändern oder Nif-Ten

schrittweise absetzen.

Was ist ferner zu beachten?

Nicht über 30 °C, vor Feuchtigkeit und Licht geschützt sowie für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Nif-Ten enthalten?

1 Kapsel enthält als Wirkstoffe 50 mg Atenolol und 20 mg Nifedipin sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

48627 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Nif-Ten? Welche Packungen sind erhältlich?

Sie erhalten Nif-Ten in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 30 und 100 Kapseln.

Zulassungsinhaberin

AstraZeneca AG, 6301 Zug.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2010 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

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