Neurodol Tissugel

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Neurodol Tissugel Putz
  • Darreichungsform:
  • Putz
  • Zusammensetzung:
  • Die Website mit Eis: lidocainum 50 mg, propylenglycolum, conserv.: E 216, E 218, excipiens ad gelatum pro 1 g.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Neurodol Tissugel Putz
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Neuralgie post erpetica

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 54746
  • Berechtigungsdatum:
  • 30-04-1999
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Neurodol® Tissugel

IBSA

Was ist Neurodol Tissugel und wann wird es angewendet?

Neurodol Tissugel ist ein selbsthaftendes Pflaster, das Lidocain (ein Lokalanästhetikum) als

Wirkstoff enthält. Es darf nur auf unversehrte Haut aufgebracht werden. Neurodol Tissugel wird zur

Linderung von Schmerzen, wie sie nach dem Abheilen einer Gürtelrose verbleiben können (Post-

Herpes-Neuralgie), eingesetzt und hat auf die normale Empfindlichkeit der Haut keinen Einfluss.

Neurodol Tissugel darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Wann darf Neurodol Tissugel nicht angewendet werden?

Neurodol Tissugel ist für die Behandlung der Gürtelrose (Herpes Zoster) nicht angezeigt. Es darf

weder auf unvollständig abgeheilte Herpes-Zoster-Läsionen noch auf verletzte Haut aufgetragen

werden.

Neurodol Tissugel darf bei Überempfindlichkeit auf Lidocain oder andere Lokalanästhetika

(Tetracain, Procain, Benzocain, usw.) oder auf eine der anderen in Neurodol Tissugel enthaltenden

Substanzen, bei Kindern unter 12 Jahren und bei Patienten und Patientinnen mit atopischer

Dermatitis (Hautentzündung unbekannter Ursache) nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Neurodol Tissugel Vorsicht geboten?

Sollte sich während der Anwendung eine Hautreizung oder ein Brennen einstellen, sind die

selbsthaftenden Pflaster vorübergehend zu entfernen. Bei Verschwinden der Symptome, jedoch

frühestens 24 Stunden nach der letzten Pflasterapplikation, kann die Behandlung wieder

aufgenommen werden, falls noch immer neuralgische Schmerzen bestehen.

Falls Sie an einer Lebererkrankung leiden oder falls Sie Arzneimittel für das Herz einnehmen, sollten

Sie den Arzt bzw. die Ärztin davon in Kenntnis setzen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!), einnehmen

oder äusserlich anwenden.

Darf Neurodol Tissugel während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit

eingenommen/angewendet werden?

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit möglichst auf

Arzneimittel verzichten. Falls Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten, sowie während

der Stillzeit dürfen Sie Neurodol Tissugel nur mit ausdrücklicher Einwilligung Ihres Arztes bzw.

Ihrer Ärztin anwenden.

Wie verwenden Sie Neurodol Tissugel?

Falls der Arzt bzw. die Ärztin nichts anderes verordnet, applizieren Sie einmal pro Tag bis zu

maximal 3 selbsthaftende Pflaster auf die schmerzende Stelle und decken diese möglichst

flächendeckend ab. Falls erforderlich können die Pflaster auch mit der Schere in kleinere Teile

geschnitten werden. Vor der Applikation entfernen Sie die durchsichtige Schutzfolie. Zwischen zwei

Pflasterapplikationen ist ein Behandlungsunterbruch von mindestens 12 Stunden einzuhalten.

Die selbsthaftenden Pflaster dürfen nur auf intakte, unverletzte Haut aufgebracht und pro Tag nicht

länger als 12 Stunden hintereinander dort belassen werden.

Neurodol Tissugel niemals verwenden, wenn keine Schmerzen vorliegen. Neurodol Tissugel nicht

auf Schleimhäute (Augen, Mundhöhle, Geschlechtsorgane, usw.), Wunden oder entzündete Haut

aufbringen. Halten Sie sich strikt an die Anwendungsvorschriften.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Neurodol Tissugel haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Neurodol Tissugel auftreten:

Auf der behandelten Hautstelle können ein Ödem (Wasseransammlung), ein Erythem (lokale

Hautrötung), ein Juckreiz oder ungewöhnliche Empfindungen auftreten. Solche örtlich begrenzte

Reaktionen ergeben sich bei oder gleich nach der Applikation von Neurodol Tissugel, sie sind meist

leichter und vorübergehender Natur und verschwinden spontan nach ein paar Minuten oder Stunden.

Beim Auftreten einer lokalen Reizung, die als brennendes Gefühl wahrnehmbar ist, sollte die

Behandlung abgebrochen werden (siehe auch: «Wann ist bei der Anwendung von Neurodol Tissugel

Vorsicht geboten?»).

Selten können sich auch allergische Reaktionen manifestieren. Bei folgenden Symptomen ist sofort

der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren: Hautschwellungen mit Juckreiz (Urtikaria), Anschwellen

von Gesicht und Hals (Angioödem), Atmungsschwierigkeiten (Bronchospasmen), Herz-Kreislauf-

Kollaps (anaphylaktischer Schock).

Bei folgenden Symptomen, die bei einer Überdosierung auftreten können, sollten Sie sofort Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren: Nervosität, Angst, Verwirrtheit, Bewusstseinstrübungen,

Schwindelgefühle, verschwommenes oder doppeltes Sehen, Hitze- oder Kältegefühl,

Muskelkrämpfe, Zittern, Erbrechen, verminderte Herzfrequenz, Blutdrucksenkung, Ohnmacht.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren. Neurodol Tissugel darf

nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Nach dem

Öffnen des Beutels sind die Pflaster innerhalb von 3 Monaten zu verwenden. Stellen Sie sicher, dass

nach jeder Pflasterentnahme der Beutel wieder gut verschlossen ist.

Nicht über 30 °C aufbewahren. Arzneimittel, deren Verfalldatum abgelaufen ist, sind der Apotheke

zurückzubringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Neurodol Tissugel enthalten?

Wirkstoff: 700 mg Lidocain pro Pflaster.

Hilfsstoffe: Propylenglykol, Konservierungsmittel E 216, E 218 und weitere Hilfsstoffe. Das

selbsthaftende Pflaster besteht aus einer mit Gel imprägnierten Polyesterschicht.

Zulassungsnummer

54746 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Neurodol Tissugel? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 5 und 10 selbsthaftenden Pflastern.

Zulassungsinhaberin

IBSA Institut Biochimique SA, 6903 Lugano.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2003 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.