Neupogen Amgen 30

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Neupogen Amgen 30 Injektionslösung
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • filgrastimum ADNr 30 Mio. U., natrii acetas trihydricus, polysorbatum 80 ut sorbitolum, aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem pro 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Neupogen Amgen 30 Injektionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Neutropenie

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 51035
  • Berechtigungsdatum:
  • 11-10-1991
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Neupogen® Amgen

Amgen Switzerland AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Filgrastim (G-CSF) (aus gentechnisch veränderten E. coli-Bakterien hergestellt).

G-CSF steht für: rekombinierter unglykosylierter humaner Methionin-Granulozyten-Kolonien

stimulierender Faktor.

Hilfsstoffe: Natriumacetat-Puffer (pH 4), Sorbitol, Polysorbat 80 (aus gentechnisch verändertem

Mais hergestellt), Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Injektionslösung in Durchstechflaschen bzw. Fertigspritzen.

Neupogen Amgen 30: 1 Durchstechflasche (1,0 ml Injektionslösung) bzw.1 Fertigspritze (0,5 ml

Injektionslösung) enthält 30 Millionen Einheiten (entsprechend 300 µg) Filgrastim.

Neupogen Amgen 48: 1 Fertigspritze (0,5 ml Injektionslösung) enthält 48 Millionen Einheiten

(entsprechend 480 µg) Filgrastim.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Neupogen Amgen ist indiziert für:

·Verkürzung der Dauer und Reduktion der Schwere von Neutropenien bei Patienten (Erwachsene

und Kinder), die wegen einer malignen Erkrankung mit einer stark myelosuppressiven, zytotoxischen

Chemotherapie behandelt werden (ausgenommen sind die chronische myeloische Leukämie und das

myelodysplastische Syndrom).

Bei Kindern mit akuter myeloischer Leukämie sind keine randomisierten Studien durchgeführt

worden, aber es gibt sequentielle unkontrollierte oder nicht randomisierte Studien.

·Verkürzung der Dauer von Neutropenien bei hochdosierter zytotoxischer Chemotherapie mit

anschliessender autologer oder allogener Knochenmarktransplantation.

·Mobilisierung von Vorläuferzellen des peripheren Blutes (PBPC).

·Langzeitanwendung zur Erhöhung der Neutrophilenzahl und Reduktion der Infektionen bei Kindern

und Erwachsenen mit klinisch signifikanten Infektionen während der vergangenen 12 Monate und

dreimalig dokumentierter Neutropenie ANC <0,5× 109/l bei schwerer kongenitaler Neutropenie,

zyklischer Neutropenie und idiopathischer Neutropenie.

·Behandlung persistierender Neutropenie (ANC ≤1,0× 109/l) bei Patienten mit fortgeschrittener

HIV-Infektion, um das Risiko einer bakteriellen Infektion zu reduzieren, wenn andere Möglichkeiten

zur Behandlung der Neutropenie nicht angebracht sind.

Dosierung/Anwendung

Patienten, die wegen einer malignen Erkrankung mit einer zytotoxischen Chemotherapie behandelt

werden

Dosierung

Die empfohlene Dosis von Neupogen Amgen beträgt 0,5 Mio.E. (5 µg) pro Kilogramm

Körpergewicht pro Tag. Die Behandlung mit Neupogen Amgen sollte frühestens 24 Stunden nach

Anwendung einer zytotoxischen Chemotherapie begonnen werden.

Der Inhalt einer Durchstechflasche Neupogen Amgen 30 (30 Millionen Einheiten/ml) oder einer

Fertigspritze Neupogen Amgen 30 (60 Millionen Einheiten/ml) entspricht der für einen Patienten mit

60 Kilogramm Körpergewicht benötigten Tagesdosis. Der Inhalt einer Fertigspritze

Neupogen Amgen 48 entspricht der für einen Patienten mit 96 Kilogramm Körpergewicht benötigten

Tagesdosis:

Packung

Injektionslösungsvolumen

pro 60 Kilogramm Körpergewicht

Neupogen Amgen 30

Durchstechflasche

1 ml (1 Durchstechflasche)

Neupogen Amgen 30

Fertigspritze

0,5 ml (1 Fertigspritze)

Behandlungsdauer

Die tägliche Therapie mit Neupogen Amgen sollte so lange erfolgen, bis die erwartete

Neutrophilenzahl nach dem tiefsten Absinken der Werte (Nadir) wieder den normalen Bereich

erreicht hat. Im Anschluss an eine bewährte Standard-Chemotherapie solider Tumoren, Lymphome

und lymphatischer Leukämie ist mit einer Behandlungsdauer von bis zu 14 Tagen zu rechnen. Im

Anschluss an die Induktions- und Konsolidierungstherapie einer akuten myeloischen Leukämie kann

die Behandlungsdauer wesentlich länger sein (bis zu 38 Tagen), je nach Art, Dosis und

Dosierungsschema der verwendeten zytotoxischen Chemotherapie.

Bei Patienten, die eine zytotoxische Chemotherapie erhalten, wird eine vorübergehende Steigerung

der Neutrophilenzahl typischerweise 1 bis 2 Tage nach Beginn einer Behandlung beobachtet. Zur

Erzielung eines anhaltenden Therapieerfolges sollte Neupogen Amgen jedoch nicht abgesetzt

werden, bevor der zu erwartende Nadir (tiefstes Absinken) überwunden ist und die Neutrophilenzahl

wieder im normalen Bereich liegt. Ein vorzeitiger Abbruch der Behandlung mit Neupogen Amgen,

d.h. noch vor Erreichen des zu erwartenden Nadirs (tiefstes Absinken), wird nicht empfohlen. Wenn

die Neutrophilenzahl nach Durchlaufen des Nadirs (tiefstes Absinken) 1,0× 109/l erreicht hat, sollte

die Therapie gestoppt werden.

Art der Anwendung

Neupogen Amgen kann als tägliche subkutane Injektion oder als tägliche intravenöse Infusion über

30 Minuten nach Verdünnen mit 5%iger Glukose-Lösung verabreicht werden (siehe «Hinweise zur

Verdünnung» im Kapitel «Sonstige Hinweise»).

In den meisten Fällen wird die subkutane Verabreichung vorgezogen. Es liegen Hinweise aus einer

Studie mit Einzeldosisverabreichung vor, wonach eine intravenöse Verabreichung die

Wirkungsdauer verkürzen kann. Die klinische Bedeutung dieser Beobachtung hinsichtlich der

Mehrdosenverabreichung ist nicht geklärt.

Patienten die mit einer zytotoxischen Chemotherapie behandelt werden mit anschliessender

Knochenmarktransplantation

Dosierung

Die empfohlene Anfangsdosis von Neupogen Amgen beträgt 1,0 Mio.E. (10 µg) pro Kilogramm

Körpergewicht pro Tag. Die erste Behandlung mit Neupogen Amgen sollte frühestens 24 Stunden

nach Anwendung der zytotoxischen Chemotherapie und spätestens 24 Stunden nach der

Knochenmarktransplantation erfolgen.

Behandlungsdauer

Für eine Anwendung von mehr als 28 Tagen in dieser Indikation sind die Wirksamkeit und

Unbedenklichkeit von Neupogen Amgen nicht belegt.

Dosisanpassung

Nachdem die Neutrophilenzahl den Nadir (tiefstes Absinken) durchschritten hat, sollte die

Tagesgabe von Neupogen Amgen den Veränderungen im Blutbild wie folgt angepasst werden:

Neutrophilenzahl

Neupogen Amgen Dosisanpassung

>1,0× 109/l an 3 aufeinanderfolgenden Tagen

Dosis reduzieren auf 0,5 Mio.E.

(5 µg)/kg täglich

Falls ANC für weitere 3 Tage noch >1,0× 109/l Neupogen Amgen absetzen

Falls die ANC im Verlauf der Behandlung unter 1,0× 109/l abfällt, sollte die Dosis

von Neupogen Amgen gemäss den oben genannten Schritten wieder erhöht werden.

ANC = Absolute Neutrophilenzahl

Art der Anwendung

Neupogen Amgen wird als intravenöse Infusion über 30 Minuten oder 24 Stunden, oder als

subkutane Dauertropfinfusion über 24 Stunden verabreicht. Neupogen Amgen sollte mit 20 ml

5%iger Glukose-Lösung verdünnt werden (siehe «Hinweise zur Verdünnung» im Kapitel «Sonstige

Hinweise»).

Mobilisierung von Vorläuferzellen des peripheren Blutes (PBPC)

Mobilisierung peripherer Blutstammzellen bei Patienten, die sich einer myelosuppressiven Therapie

mit nachfolgender autologer PBPC Transfusion mit oder ohne Knochenmarktransplantation

unterziehen oder bei Patienten, die sich einer aplastischen Therapie mit nachfolgender PBPC

Infusion unterziehen

Dosierung

Die empfohlene Dosierung von Neupogen Amgen beträgt 1,0 Mio.E. (10 µg) pro Kilogramm

Körpergewicht pro Tag an 5 bis 7 aufeinanderfolgenden Tagen.

Behandlungsdauer

Meist sind ein oder zwei Leukapheresen an den Tagen 5 und 6 ausreichend. Unter Umständen kann

die Durchführung zusätzlicher Leukapheresen notwendig sein. Die Behandlung mit

Neupogen Amgen sollte bis zur letzten Leukapherese beibehalten werden.

Art der Anwendung

Neupogen Amgen wird als subkutane Dauerinfusion über 24 Stunden, oder als einzelne subkutane

Injektion verabreicht. Für Infusionen sollte Neupogen Amgen in 20 ml 5%iger Glukose-Lösung

verdünnt werden (siehe «Hinweise zur Verdünnung» im Kapitel «Sonstige Hinweise»).

Mobilisierung von PBPC nach einer myelosuppressiven Chemotherapie

Dosierung

Die empfohlene Dosierung von Neupogen Amgen beträgt 0,5 Mio.E. (5 µg) pro Kilogramm

Körpergewicht pro Tag vom ersten Tag nach der Beendigung der Chemotherapie an bis der zu

erwartende Nadir (tiefstes Absinken) überschritten und die Neutrophilenzahl wieder zu

Normalwerten zurückgekehrt ist. Die Leukapherese sollte während des Zeitraums durchgeführt

werden, in dem die absolute Neutrophilenzahl (ANC) von <0,5× 109/l auf >5,0× 109/l steigt. Für

Patienten, die sich vorher keiner umfangreichen Chemotherapie unterzogen haben, reicht oft schon

eine Leukapherese aus. Anderenfalls werden zusätzliche Leukapheresen empfohlen.

Patienten, die sich vorher einer sehr umfangreichen myelosuppressiven Therapie unterzogen haben

und denen Neupogen Amgen zur Mobilisierung von PBPC verabreicht wird, können ungenügende

PBPC aufweisen, um den empfohlenen Minimalertrag zu produzieren (minimaler Gesamtertrag aus

den Leukapheresegewinnungen: ≥10 bis 30× 104 GM-CFC/kg oder ≥1 bis 2,5× 106 CD34+-

Zellen/kg).

Art der Anwendung

Neupogen Amgen wird als subkutane Injektion verabreicht.

Mobilisierung von PBPC bei gesunden Spendern für die allogene Transplantation

Die Stammzellmobilisierung sollte nur unter Aufsicht von Zentren vorgenommen werden, die

Erfahrung haben in der Sammlung von Stammzellen gesunder Spender.

Dosierung

Die empfohlene Dosierung von Neupogen Amgen beträgt 1,0 Mio.E. (10 µg) pro Kilogramm

Körpergewicht pro Tag für 4 bis 5 aufeinanderfolgende Tage. Die Leukapherese sollte an Tag 5

begonnen werden und – wenn notwendig – bis Tag 6 fortgeführt werden, um 4× 106 CD34+-Zellen

pro Kilogramm Körpergewicht des Empfängers zu gewinnen.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Neupogen Amgen bei gesunden Spendern <16 Jahren oder

>60 Jahren wurde nicht untersucht.

Art der Anwendung

Neupogen Amgen wird als subkutane Injektion verabreicht.

Patienten mit schwerer kongenitaler Neutropenie, zyklischer Neutropenie und idiopathischer

Neutropenie

Dosierung

Kongenitale Neutropenie: Die empfohlene Initialdosierung von Neupogen Amgen beträgt 1,2 Mio.E.

(12 µg) pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag als Monodosis oder aufgeteilt.

Idiopathische oder zyklische Neutropenie: Die empfohlene Initialdosierung von Neupogen Amgen

beträgt 0,5 Mio.E. (5 µg) pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag als Monodosis oder aufgeteilt.

Dosisanpassung

Bei jedem Patienten soll die Dosis individuell so gewählt werden, dass ein ANC Minimalwert von

1,5× 109/l erreicht wird.

Eine tägliche Langzeitanwendung ist angezeigt, um eine adäquate Neutrophilenzahl

aufrechtzuerhalten. Die Dosis soll verdoppelt werden, wenn nach 1-2 Wochen der ANC Zielwert von

1,5× 109/l nicht erreicht wurde, und die Dosis soll halbiert werden, wenn ein ANC Wert von >10,0×

109/l überschritten wird. Eine schnellere Erhöhung der Dosis ist bei Patienten mit schweren

Infektionen angezeigt. Dosen von mehr als 14,5 Mio.E. (145 µg) pro Kilogramm Körpergewicht pro

Tag sind sicher und gut vertragen worden.

Art der Anwendung

Neupogen Amgen wird als subkutane Injektion verabreicht.

Patienten mit HIV-Infektion

Dosierung

Zur Behebung der Neutropenie

Die empfohlene Initialdosis von Neupogen Amgen beträgt 0,1 Mio.E. (1 µg) pro Kilogramm

Körpergewicht pro Tag mit Titration bis maximal 0,4 Mio.E. (4 µg) pro Kilogramm Körpergewicht

pro Tag, bis sich die Neutrophilenzahl normalisiert hat und auf diesem Niveau gehalten werden kann

(ANC >2,0× 109/l). In klinischen Studien sprachen >90% der Patienten auf diese Dosierung an und

erreichten im Median innerhalb von 2 Tagen einen normalen Neutrophilenwert.

Bei einer geringen Anzahl Patienten (<10%) waren Dosen von bis zu 1,0 Mio.E. (10 µg) pro

Kilogramm Körpergewicht pro Tag notwendig, um die Neutropenie zu beheben.

Zur Aufrechterhaltung einer normalen Neutrophilenzahl

Sobald die Neutropenie behoben worden ist, sollte die wirksamste Mindestdosis ermittelt werden,

mit der sich eine normale Neutrophilenzahl aufrechterhalten lässt. Eine anfängliche Dosisanpassung,

die auf die subkutane Verabreichung von 300 µg/Tag alle zwei Tage durch subkutane Injektion

ausgerichtet ist, wird empfohlen. Eine weitere Dosisanpassung kann je nach ANC des Patienten

erforderlich sein, damit sich die Neutrophilenzahl auf >2,0× 109/l halten lässt. In klinischen Studien

war es nötig, an 1 bis 7 Tagen pro Woche 300 µg pro Tag zu verabreichen, damit ein ANC von

>2,0× 109/l aufrechterhalten werden konnte; die Verabreichung erfolgte im Median an 3 Tagen pro

Woche. Eine Langzeitmedikation kann erforderlich sein, um einen ANC von 2,0× 109/l

aufrechtzuerhalten.

Art der Anwendung

Neupogen Amgen wird als subkutane Injektion verabreicht.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Ältere Patienten

Da zurzeit erst wenige Erfahrungen in der Behandlung älterer Patienten vorliegen, können spezielle

Dosisempfehlungen für diese Patientengruppe noch nicht gegeben werden.

Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen

Studien mit Neupogen Amgen bei Patienten mit Einschränkungen der Nieren- oder Leberfunktion

haben gezeigt, dass sich das pharmakokinetische oder pharmakodynamische Profil kaum von dem

bei Gesunden unterscheidet (siehe «Pharmakokinetik»). Eine Dosisanpassung ist daher bei diesen

Patienten nicht erforderlich.

Pädiatrische Patienten

Die Dosierungsempfehlungen für pädiatrische Patienten, die eine myelosuppressive zytotoxische

Chemotherapie erhalten oder pädiatrische Patienten mit schwerwiegender kongenitaler Neutropenie,

zyklischer Neutropenie und idiopathischer Neutropenie, sind pro Kilogramm Körpergewicht

identisch mit denjenigen für Erwachsene.

Daten aus klinischen Studien mit pädiatrischen Patienten zeigen, dass die Sicherheit und

Wirksamkeit von Neupogen Amgen bei Erwachsenen und bei Kindern, die eine myelosuppressive

Chemotherapie erhalten, vergleichbar sind.

65% der im Rahmen klinischer Studien zu schwerer chronischer Neutropenie behandelten Patienten

waren jünger als 18 Jahre. Die Wirksamkeit für diese Altersgruppe, die meist Patienten mit

kongenitaler Neutropenie umfasste, wurde belegt. Für pädiatrische Patienten, die wegen schwerer

chronischer Neutropenie behandelt wurden, ergaben sich im Vergleich zu Erwachsenen keine

Unterschiede im Sicherheitsprofil des Präparates.

Kontraindikationen

Neupogen Amgen darf nicht angewendet werden bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit

gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN IN ZUSAMMENHANG MIT

ALLGEMEINEN RISIKEN UND UNERWÜNSCHTEN WIRKUNGEN

Überempfindlichkeit

Überempfindlichkeitsreaktionen, darunter Anaphylaxie, wurden bei Patienten, die Neupogen Amgen

erhielten, bei der Erst- oder Folgebehandlung berichtet. Neupogen Amgen sollte dauerhaft abgesetzt

werden bei Patienten, die eine klinisch signifikante Überempfindlichkeit zeigen. Neupogen Amgen

darf nicht angewendet werden bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber

Filgrastim oder Pegfilgrastim.

Pulmonale Nebenwirkungen

Es wurde über pulmonale Nebenwirkungen, insbesondere interstitielle Pneumonie, nach G-CSF

Verabreichung berichtet. Für Patienten mit einer kürzlichen Vorgeschichte von Lungeninfiltraten

oder Pneumonie kann ein höheres Risiko bestehen. Das Auftreten pulmonaler Beschwerden wie

Husten, Fieber und Atemnot in Verbindung mit radiologischen Hinweisen auf pulmonale Infiltrate

sowie die Verschlechterung der Lungenfunktion können erste Anzeichen für ein akutes

Atemnotsyndrom (ARDS) sein. Die Behandlung mit Neupogen Amgen sollte abgebrochen und eine

angemessene Therapie eingeleitet werden.

Glomerulonephritis

Bei Patienten, die Filgrastim und Pegfilgrastim erhielten, wurde über Glomerulonephritis berichtet.

Im Allgemeinen klangen die Fälle von Glomerulonephritis nach einer Dosisreduktion oder Absetzen

der Behandlung mit Filgrastim und Pegfilgrastim ab. Ein Monitoring der Urinwerte wird empfohlen.

Kapillarlecksyndrom

Nach Anwendung von Granulozyten-koloniestimulierenden Faktoren wurde über

Kapillarlecksyndrom berichtet, das durch Hypotonie, Hypoalbuminämie, Ödem und

Hämokonzentration charakterisiert ist. Patienten, die Symptome des Kapillarlecksyndroms

entwickeln, sollten engmaschig überwacht werden und eine symptomatische Standardbehandlung

erhalten, die die Notwendigkeit einer Behandlung auf der Intensivstation einschliessen kann (siehe

Kapitel «Unerwünschte Wirkungen»).

Splenomegalie und Milzruptur

Nach Anwendung von Neupogen Amgen wurde bei Patienten und gesunden Spendern über häufige

Fälle von Splenomegalie, die im Allgemeinen asymptomatisch verliefen, und seltene Fälle von

Milzruptur berichtet. Einige Fälle von Milzrupturen verliefen tödlich. Deshalb sollte die Grösse der

Milz sorgfältig überwacht werden (z.B. klinische Untersuchung, Ultraschall). Die Diagnose einer

Milzruptur sollte bei Spendern und/oder Patienten in Betracht gezogen werden, die über linksseitige

Oberbauchschmerzen oder Schmerzen in der Schulterregion berichten. Es wurde festgestellt, dass

eine Verringerung der Dosis von Neupogen Amgen das Fortschreiten der Milzvergrösserung

verlangsamte oder verhinderte. Bei 3% der Patienten erwies sich eine Splenektomie als erforderlich.

Wachstum von malignen Zellen

Granulozyten-Kolonien stimulierende Faktoren können in vitro neben dem Wachstum von Zellen

myeloischen Ursprungs in ähnlicher Weise auch das Wachstum von Zellen nicht-myeloischen

Ursprungs fördern. Da auch Zellen von nicht-myeloischen Tumoren G-CSF-Rezeptoren exprimieren

können, ist bei Patienten mit ungenügendem Ansprechen auf die Chemotherapie ein Abbruch der G-

CSF-Behandlung zu erwägen.

Chronische myeloische Leukämie oder myelodysplastisches Syndrom

Die Sicherheit und Wirksamkeit der Verabreichung von Neupogen Amgen an Patienten mit

myelodysplastischem Syndrom oder chronischer myeloischer Leukämie sind nicht ermittelt worden.

Neupogen Amgen ist für die Anwendung bei diesen Erkrankungen nicht indiziert. Besondere

Vorsicht ist bei der diagnostischen Unterscheidung der Blastentransformation einer chronischen

myeloischen Leukämie von einer akuten myeloischen Leukämie geboten.

Thrombozytopenie

Thrombozytopenie wurde bei Patienten, die Neupogen Amgen erhielten, berichtet.

Die Thrombozytenzahlen sollten engmaschig überwacht werden, v.a. in den ersten paar Wochen der

Behandlung mit Neupogen Amgen. Eine vorübergehende Unterbrechung der Behandlung oder

Herabsetzung der Dosis von Neupogen Amgen sollte bei Patienten in Betracht gezogen werden, die

eine Thrombozytopenie entwickeln (Plättchenzahl <100× 109/l).

Leukozytose

Während der Behandlung mit Neupogen Amgen in Dosen von mehr als 0,3 Mio.E. (3 µg)

pro Kilogramm und Tag wurden gelegentlich Leukozytosen von 100× 109/l und mehr beobachtet.

Direkt mit einem solchen Grad der Leukozytose in Verbindung zu bringende Nebenwirkungen sind

nicht berichtet worden. Wegen der mit einer Leukozytose verbundenen möglichen Risiken sollten

regelmässige Kontrollen des weissen Blutbildes erfolgen. Bei Leukozytenzahlen von mehr als 50×

109/l nach Passieren des zu erwartenden Nadirs (tiefstes Absinken) sollte Neupogen Amgen sofort

abgesetzt werden. Wenn während der Verabreichung von Neupogen Amgen zur Mobilisierung von

PBPC die Leukozytenzahl auf über 70× 109/l ansteigt, sollte Neupogen Amgen abgesetzt werden.

Vorübergehende Leukozytose (WBC >50× 109/l) wurde bei 41% der untersuchten gesunden Spender

beobachtet. WBC-Zahlen von >75× 109/l wurden bei 2% der gesunden Spender beobachtet.

Immunogenität

Wie bei allen therapeutischen Proteinen besteht ein Potenzial für Immunogenität.

Die Inzidenz der Entwicklung bindender Antikörper liegt bei weniger als 1% in mehr als

1000 Probanden, die Filgrastim während klinischer Amgen Studien erhielten; sie waren jedoch nicht

mit neutralisierender Aktivität oder unerwünschten klinischen Folgen assoziiert.

Hämaturie/Proteinurie

Hämaturie/Proteinurie tritt bei wenigen Patienten auf. Regelmässige Harnanalysen sind deshalb

angezeigt.

WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN IN ZUSAMMENHANG MIT CO-

MORBIDITÄTEN

Osteoporose

Bei Patienten mit vorbestehender Osteoporose wird eine Überwachung der Knochendichte

empfohlen, wenn länger als sechs Monate ununterbrochen mit Neupogen Amgen behandelt wird, da

unter Langzeittherapie Fälle von Osteoporose beobachtet wurden.

Besondere Vorsichtsmassnahmen bei Patienten mit Sichelzellanämie

Publikationen zufolge ist bei Patienten mit Sichelzellanämie eine hohe Leukozytenzahl nachteilig.

Aus diesem Grund sollte der Arzt bei diesen Patienten Neupogen Amgen nur unter Vorsicht

anwenden und die entsprechenden Laborwerte engmaschig überwachen. Er sollte den möglichen

Zusammenhang zu Splenomegalie und vaso-occlusiven Krisen berücksichtigen.

Bei Patienten mit Sichelzellanämie, die Neupogen Amgen erhielten, wurde über Sichelzellkrisen

berichtet, die in einigen Fällen tödlich verliefen. Aus diesem Grund ist eine Behandlung von

Patienten mit Sichelzellanlage oder Sichelzellanämie mit Neupogen Amgen nur unter Vorsicht

angezeigt.

Latex-Allergie

Die Nadelkappe der Fertigspritze enthält trockenen Naturgummi (ein Derivat von Latex), der

allergische Reaktionen verursachen könnte.

Fruktose-Intoleranz

Neupogen Amgen enthält Sorbitol. Patienten mit der seltenen erblichen Fruktoseintoleranz sollten

dieses Arzneimittel nicht anwenden.

WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN IN ZUSAMMENHANG MIT DER

CHEMOTHERAPIE

Risiken bei hochdosierter Chemotherapie

Neupogen Amgen darf nicht angewendet werden, um die Dosierung der zytotoxischen

Chemotherapeutika über das empfohlene Dosierungsschema zu erhöhen. Besondere Vorsicht sollte

bei der Behandlung von Patienten mit hochdosierter Chemotherapie angewendet werden, da zum

einen ein verbessertes Ansprechen von Tumoren auf eine solche Behandlung bis jetzt nicht

nachgewiesen werden konnte, und zum anderen hohe Dosen an Chemotherapeutika zu verstärkten

toxischen Wirkungen, einschliesslich kardialen, pulmonalen, neurologischen und dermatologischen

Wirkungen führen können (vgl. hierzu auch die Fachinformationen der jeweils verwendeten

Chemotherapeutika).

Chemotherapie mit verzögerter Myelosuppression

Die Wirksamkeit von Neupogen Amgen bei Chemotherapie mit verzögerter Myelosuppression, z.B.

mit Nitroseharnstoffen oder mit Mitomycin C oder mit myelosuppressiven Dosen von

Antimetaboliten wie 5-FU oder Cytosinarabinosid, ist noch nicht genügend dokumentiert.

Einfluss der Chemotherapie auf Erythrozyten und Thrombozyten

Neupogen Amgen reduziert signifikant die Inzidenz von schwerer und febriler Neutropenie.

Trotzdem bleibt für den Patienten, der nach einem myelotoxischen Chemotherapie-Schema

behandelt wird, das Risiko, eine Thrombozytopenie und Anämie zu entwickeln, bestehen. Deshalb

wird empfohlen, die Thrombozytenzahl und den Hämatokrit regelmässig zu überprüfen. Besonders

vorsichtig sollten Chemotherapeutika (Einzelsubstanzen und Kombinationen) angewandt werden, die

bekanntermassen schwere Thrombozytopenien verursachen können.

Thrombozytopenie

Patienten die Neupogen Amgen nach höheren Dosen an myelosuppressiven Chemotherapeutika

erhalten, können einem grösseren Risiko ausgesetzt sein, eine Thrombozytopenie zu entwickeln.

EMPFEHLUNGEN FÜR BLUTBILD MONITORING

Die Behandlung mit Neupogen Amgen allein verhindert nicht, dass es unter myelosuppressiven

Medikamenten zu einer Thrombozytopenie und Anämie kommt.

Da dem Patienten unter der Behandlung mit Neupogen Amgen solche Medikamente grundsätzlich in

höheren Dosen oder grösserer Zahl verabreicht werden können, erhöht sich unter Umständen auch

das Risiko einer Thrombozytopenie und Anämie. Eine regelmässige Überwachung des Blutbildes

wird empfohlen. Anämie und vorübergehende Erhöhung myeloischer Stammzellen sind weitere

Veränderungen des Blutbildes, die ebenfalls einer engen Überwachung bedürfen.

Über Thrombozytopenie wurde bei Patienten berichtet, die Neupogen Amgen erhielten. Speziell

während den ersten Wochen der Therapie mit Neupogen Amgen sollte die Thrombozytenzahl

überwacht werden.

Bei Thrombozytopenien (Thrombozytenzahlen <100× 109/l) sollte Neupogen Amgen vorübergehend

abgesetzt oder die Dosis reduziert werden.

Infektionen, die eine Myelosuppression verursachen

Die Ursache einer Neutropenie kann eine opportunistische Infektion sein, zum Beispiel durch den

Mycobacterium-avium-Komplex hervorgerufen, die das Knochenmark infiltriert, oder eine maligne

Erkrankung wie ein Lymphom. Bei Patienten, die bekanntermassen an einer

knochenmarkinfiltrierenden Infektion oder einem Malignom leiden, sollte zusätzlich zur Behandlung

der Neutropenie mit Neupogen Amgen eine zweckmässige Therapie der zugrundeliegenden

Krankheit erwogen werden. Die Wirkungsweise von Neupogen Amgen auf die Neutropenie im

Zusammenhang mit eben erwähnten Krankheitsbildern ist nicht hinreichend bekannt.

BESONDERE PATIENTENGRUPPEN/SPEZIFISCHE INDIKATIONEN

Spezielle Vorsichtsmassnahmen bei Patienten die sich einer PBPC Mobilisierung unterziehen

Überprüfung der Ausbeute an Progenitorzellen

Bei der quantitativen Bestimmung der Progenitorzellen von mit Neupogen Amgen behandelten

Patienten sollte besondere Aufmerksamkeit auf die zu verwendende Methode gelegt werden. Die

Ergebnisse der CD34+-Zellzahlbestimmung mittels Durchflusszytometrie hängen von der

Genauigkeit der verwendeten Methodik ab. Empfehlungen von Zahlen, die auf den Untersuchungen

anderer Laboratorien basieren, sollten daher mit Vorsicht interpretiert werden.

Statistische Auswertungen weisen auf eine zwar komplexe, jedoch in gleichbleibendem Verhältnis

zueinander stehende Wechselbeziehung zwischen der Anzahl reinfundierter CD34+-Zellen und der

Plättchenregenerationsrate nach hochdosierter Chemotherapie hin.

Die Empfehlung einer Minimalanzahl von ≥2,0× 106 CD34+-Zellen pro Kilogramm Körpergewicht

basiert auf veröffentlichten Erfahrungswerten, die zu einer angemessenen hämatologischen

Regeneration führten. Über diesen Wert hinausgehende Mengen scheinen mit einer schnelleren,

geringere Mengen mit einer langsameren Erholung zu korrelieren.

Mobilisierung

Es gibt innerhalb desselben Patientenkollektivs keine prospektiv randomisierten

Vergleichsuntersuchungen der beiden empfohlenen Methoden zur Mobilisierung peripherer

Stammzellen (Neupogen Amgen allein oder in Kombination mit myelosuppressiver Chemotherapie).

Der Grad der Unterschiede zwischen einzelnen Patienten und zwischen den Laborbestimmungen der

CD34+-Zellmengen erschwert einen direkten Vergleich zwischen unterschiedlichen Studien. Da es

aus diesem Grund schwierig ist, eine optimale Methode zu empfehlen, sollte die Wahl der geeigneten

Mobilisierungsmethode jeweils unter Berücksichtigung der Gesamtbehandlungsziele für den

einzelnen Patienten erfolgen.

Vorangegangene Behandlung mit zellschädigenden Substanzen und Mobilisierung von PBPC

Bei zuvor sehr extensiv mit myelosuppressiver Therapie behandelten Patienten, bei denen

nachfolgend Neupogen Amgen zur Mobilisierung der peripheren Blutstammzellen eingesetzt wird,

kann es vorkommen, dass die Mobilisierung dieser Blutzellen nicht ausreicht, um die empfohlene

Minimalanzahl von ≥2,0× 106 CD34+-Zellen pro Kilogramm Körpergewicht zu erzielen.

Einige zytotoxische Substanzen weisen eine besondere Toxizität auf die Blutstammzellen auf und

können die Mobilisierung dieser Zellen negativ beeinflussen. Werden vor der beabsichtigten

Mobilisierung der Stammzellen über längere Zeit Substanzen wie Melphalan, Carmustin (BCNU)

und Carboplatin eingesetzt, so können diese die Ausbeute an Stammzellen vermindern. Dagegen hat

sich die Gabe von Melphalan, Carboplatin oder BCNU in Kombination mit Neupogen Amgen als

förderlich für die Mobilisierung der Stammzellen erwiesen. Ist die Transplantation peripherer

Blutstammzellen beabsichtigt, so sollte die Mobilisierung der Stammzellen in einer frühen

Behandlungsphase des Patienten erfolgen. Bei solchermassen behandelten Patienten sollte die

Anzahl mobilisierter Stammzellen vor Durchführung einer hochdosierten Chemotherapie besonders

beachtet werden. Wenn die Ausbeuten den oben ausgeführten Kriterien zufolge nicht ausreichend

sind, so sollten alternative Behandlungsformen in Erwägung gezogen werden, bei denen der Einsatz

von Blutstammzellen nicht erforderlich ist.

Spezielle Vorsichtsmassnahmen bei gesunden Spendern, die sich einer PBPC Mobilisierung

unterziehen

Die Mobilisierung peripherer Blutstammzellen bietet keinen direkten klinischen Nutzen für gesunde

Spender und sollte nur zum Zwecke allogener Stammzelltransplantation in Erwägung gezogen

werden.

Die PBPC Mobilisierung soll nur bei Spendern vorgesehen werden, die die Auswahlkriterien für eine

Stammzellspende in Bezug auf normale Laborparameter unter spezieller Berücksichtigung der

hämatologischen Werte erfüllen.

Falls mehr als eine Leukapherese angezeigt ist, soll vor der Apherese den Spendern mit einer

Plättchenzahl von <100× 109/l spezielle Beachtung geschenkt werden.

Im Allgemeinen sollte bei einer Plättchenzahl <75× 109/l keine Apherese durchgeführt werden.

Bei 35% der untersuchten gesunden Spender wurde nach Filgrastim-Applikation und Leukapherese

eine vorübergehende Thrombozytopenie (Thrombozytenwerte <100× 109/l) berichtet. Vereinzelte

Fälle mit Werten <50× 109/l wurden ebenfalls beobachtet.

Bei Spendern, die mit Antikoagulantien behandelt werden oder die bekannte Störungen der

Hämostase haben, sollte keine Leukapherese durchgeführt werden.

Die Gabe von Neupogen Amgen sollte unterbrochen werden oder die Dosis reduziert werden, wenn

die Leukozytenzahl auf >70× 109/l steigt.

Spender, die Granulozyten-koloniestimulierende Faktoren zur Mobilisierung von peripheren

Blutstammzellen erhalten, sollten bis zur Normalisierung der Blutwerte beobachtet werden.

Bei gesunden Spendern sind die Daten zur Langzeitanwendung beschränkt.

Im Rahmen von Post-Marketing-Erfahrungen wurde bei gesunden Spendern über pulmonale

Nebenwirkungen (Hämoptyse, Lungeninfiltrate) berichtet.

Die Erhebung von Langzeitsicherheitsdaten bei Spendern dauert an.

Für einen Zeitraum von bis zu 4 Jahren gibt es keine Berichte über Störungen der Hämatopoese bei

gesunden Spendern. Trotzdem kann das Risiko einer Stimulation eines malignen myeloischen Klons

nicht ausgeschlossen werden.

Es wird empfohlen, dass die Apherese-Zentren eine systematische Berichterstattung und Erfassung

der Stammzellspender vornehmen, um die Überwachung der Langzeitsicherheit sicherzustellen.

Besondere Vorsichtsmassnahmen bei Empfängern allogener, durch Neupogen Amgen mobilisierter

peripherer Blutstammzellen

Bei Patienten, die G-CSF nach einer allogenen Knochenmarktransplantation erhalten hatten, wurde

über GvHD und Todesfälle berichtet (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).

Spezielle Vorsichtsmassnahmen bei Patienten mit schwerwiegender, kongenitaler, zyklischer und

idiopathischer Neutropenie

Die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Neupogen Amgen bei Neugeborenen und bei

Neutropenien autoimmuner Genese ist nicht gesichert.

Neupogen Amgen darf nicht angewendet werden bei Patienten mit schwerer kongenitaler

Neutropenie, die eine Leukämie entwickeln oder bei denen Anzeichen für eine leukämische

Entwicklung bestehen.

Transformation zu Leukämie oder Prä-Leukämien

Besondere Aufmerksamkeit ist der Differentialdiagnose der schweren chronischen Neutropenie zu

widmen, um sie von anderen hämatologischen Störungen wie aplastische Anämie, myeloische

Dysplasie und der myeloischen Leukämie zu unterscheiden.

Vor der Therapie ist ein kompletter Blutstatus, ein Differentialblutbild, eine Zählung der

Thrombozyten, eine Erhebung der Morphologie des Knochenmarkes und eine Karyotypisierung

durchzuführen.

Bei Patienten mit kongenitaler Neutropenie sind unter Langzeitbehandlung mit Neupogen Amgen

(12,1% über 5 Jahre) myeloische Dysplasien oder Leukämien aufgetreten. Diese Beobachtungen

wurden nur bei Patienten mit kongenitaler Neutropenie gemacht. Sie sind normale Komplikationen

der Krankheit und stehen in ungewisser Beziehung zur Therapie mit Neupogen Amgen. Bei einer

Untergruppe von ca. 12% der Patienten, die bei Erhebung der Ausgangswerte zytogenetisch ohne

Befund waren, wurden in der Folge bei wiederholten Routinekontrollen abnorme Veränderungen

festgestellt, zu denen auch eine Monosomie 7 gehörte. Es ist zurzeit unklar, ob die Weiterführung der

Therapie bei Patienten mit gestörter Zytogenese diese zu zytogenetischen Anormalitäten,

myeloischen Dysplasien oder einer leukämischen Transformation prädisponiert. Es wird empfohlen,

ca. alle 12 Monate morphologische und zytogenetische Knochenmarkuntersuchungen durchzuführen.

Andere besondere Vorsichtsmassnahmen bei Patienten mit HIV-Infektion

Blutbild

Die Absolute Neutrophilenzahl (ANC) sollte – insbesondere in den ersten Behandlungswochen mit

Neupogen Amgen – engmaschig überwacht werden. Gewisse Patienten sprechen unter Umständen

sehr rasch und mit einem beträchtlichen Anstieg der Neutrophilenzahl auf die ersten Gaben von

Neupogen Amgen an. Es wird empfohlen, die ANC in den ersten Tagen der Verabreichung von

Neupogen Amgen täglich zu bestimmen. Für die ersten 2 Wochen gilt die Empfehlung, die ANC

mindestens zweimal wöchentlich zu messen, anschliessend einmal pro Woche oder einmal alle zwei

Wochen während der Erhaltungstherapie. Während der intermittierenden Verabreichung von

300 µg/Tag Filgrastim kann die ANC der Patienten im zeitlichen Verlauf beträchtlich schwanken.

Zur Bestimmung der Minimalwerte der ANC eines Patienten wird empfohlen, die für die ANC-

Messung vorgesehenen Blutproben unmittelbar vor einer festgelegten Verabreichung von

Neupogen Amgen zu entnehmen.

Besondere Patientenpopulationen

Die Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Leber- und/oder Nierenfunktionsstörung sind beschränkt

(siehe «Pharmakokinetik» und «Dosierung/Anwendung»).

Die Wirkung von Neupogen Amgen bei Patienten mit wesentlich verminderter Anzahl myeloischer

Stammzellen ist noch nicht untersucht worden. Da Neupogen Amgen hauptsächlich auf die Reifung

der neutrophilen Vorläuferzellen wirkt, mit entsprechender Erhöhung der Neutrophilenwerte im Blut,

kann die Wirkung bei Patienten mit geringer Menge an Vorläuferzellen vermindert sein (in ähnlicher

Weise wie nach vorausgegangener extensiver Radio- und Chemotherapie).

WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN IN ZUSAMMENHANG MIT

DIAGNOSTISCHEN VERFAHREN

Knochenimaging

Eine erhöhte hämatopoetische Aktivität des Knochenmarks als Antwort auf eine Therapie mit

Wachstumsfaktoren wurde mit vorübergehend abnormalen Knochenscans in Verbindung gebracht.

Dies sollte bei der Interpretation der Ergebnisse von Darstellungen der Knochen mittels bildgebender

Verfahren berücksichtigt werden.

Interaktionen

Wirksamkeit und Unbedenklichkeit einer Gabe von Neupogen Amgen und myelosuppressiven

zytotoxischen Chemotherapeutika am selben Tage sind nicht eindeutig belegt. Wegen der

Empfindlichkeit von sich schnell teilenden myeloischen Zellgruppen gegenüber einer

myelosuppressiven zytotoxischen Chemotherapie sollte Neupogen Amgen innerhalb eines Zeitraums

von 24 Stunden vor oder nach einer entsprechenden Chemotherapie nicht verabreicht werden. Es gibt

Hinweise, dass bei einer gleichzeitigen Verabreichung von Neupogen Amgen und 5-Fluorouracil der

Schweregrad der Neutropenie unter Umständen akut verschlimmert werden kann.

Möglicherweise auftretende Wechselwirkungen mit anderen hämatopoetischen Wachstumsfaktoren

und Zytokinen sind im Rahmen klinischer Prüfungen bisher nicht untersucht worden (vgl. auch

Abschnitt «Inkompatibilitäten» im Kapitel «Sonstige Hinweise»).

Da Lithium die Freisetzung von neutrophilen Granulozyten fördert, potenziert Lithium

wahrscheinlich die Effekte von Neupogen Amgen. Obwohl diese Wechselwirkung nicht direkt

untersucht wurde, gibt es keine Hinweise auf eine Gefährdung durch diese Wechselwirkung.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Erfahrungen über die Unbedenklichkeit einer Anwendung von Neupogen Amgen

während der Schwangerschaft vor. Es gibt Berichte in der Literatur, die aufzeigen, dass Filgrastim

bei schwangeren Frauen durch die Plazentaschranke tritt. Tierexperimentelle Studien haben eine

Reproduktionstoxizität gezeigt.

Es wurde bei einem hohen Mehrfachen der klinischen Expositionen und mit gleichzeitig

vorliegender maternaler Toxizität eine erhöhte Inzidenz einer embryonalen Letalität bei Kaninchen

beobachtet. Neupogen Amgen soll während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei

denn, dies ist eindeutig erforderlich.

Frauen, die während einer Behandlung mit Neupogen Amgen schwanger werden, werden dazu

aufgefordert, am Schwangerschaftsüberwachungsprogramm-Programm von Amgen teilzunehmen.

Kontaktinformationen werden dem behandelnden Arzt von Amgen Switzerland AG mitgeteilt.

Stillzeit

Da nicht bekannt ist, inwieweit Neupogen Amgen in die Muttermilch übertritt, sollte

Neupogen Amgen während der Stillzeit nicht angewendet werden. Ein Risiko für das

Neugeborene/Kleinkind kann nicht ausgeschlossen werden. Es muss eine Entscheidung darüber

getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit

Neupogen Amgen verzichtet werden soll bzw. die Behandlung mit Neupogen Amgen zu

unterbrechen ist. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der

Therapie für die Frau zu berücksichtigen.

Frauen, die während einer Behandlung mit Neupogen Amgen stillen, werden dazu aufgefordert, am

Stillzeitüberwachungs-Programm von Amgen teilzunehmen. Kontaktinformationen werden dem

behandelnden Arzt von Amgen Switzerland AG mitgeteilt.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung der Nebenwirkungen

Die untenstehenden Daten beinhalten Nebenwirkungen von klinischen Studien sowie von

Spontanmeldungen. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die unerwünschten Wirkungen nach

abnehmendem Schweregrad angegeben.

Systemorganklassen

gemäss MedDRA

Unerwünschte Wirkungen

Sehr häufig

(≥1/10)

Häufig

(≥1/100, <1/10)

Gelegentlich

(≥1/1'000, <1/100)

Selten

(≥1/10'000,

<1/1'000)

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Anämie (21.3%)

Thrombozytopenie

(15.1%)

Splenomegaliea

Leukozytose

Milzruptura

Sichelzellkrisena

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeita,b

(21.7%)

Verschlechterung

einer rheumatoiden

Arthritis

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Verminderter Appetit

Hyperurikämie

Osteoporose

Chondrokalzinose

pyrophosphat

(Pseudogicht)

Erkrankungen des

Nervensystems

Kopfschmerzen

(16.3%)

Gefässerkrankungen

Epistaxis

Kapillarlecksyndroma

Angiopathie

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Husten

nicht kardiale

Brustschmerzen

Akutes

Atemnotsyndroma

Atemfehlfunktiona

Pulmonales Ödema

Interstitielle

Lungenerkrankung

Lungeninfiltration

Pulmonale Fibrosea

Kehlkopfschmerzen

(pharyngolaryngeale

Schmerzen)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Erbrechen (25.7%)

Übelkeit (24.2%)

Durchfall (22.6%)

Verstopfung (10.3%)

Leber- und

Gallenerkrankungen

Hepatomegalie

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellgewebes

Alopezie (15.3%)

Kutane Vaskulitis

akute febrile

Dermatose (Sweet's

syndrome)

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Muskuloskelettale

Schmerzenc (42%)

Erkrankungen der

Nieren und Harnwege

Hämaturie

Proteinurie

Glomerulonephritis

Harnabnormalitäten

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Fatigue (12.5%)

Schleimhautentzündung

(15.0%)

Asthenie

Schmerzen

Reaktionen an der

Einstichstelle

Untersuchungen

Erhöhte alkalische

Phosphatase

Erhöhte

Laktatdehydrogenase

Erhöhte Aspartat-

Aminotransferase

Erhöhte γ-Glutamyl-

Transferase

Erniedrigter

Glukosespiegel

a siehe Abschnitt «Beschreibung ausgewählter unerwünschter Wirkungen»

b einschliesslich Anaphylaxie, Hautausschlag, Urtikaria, Angioödem, Dyspnoe und Hypotonie

c einschliesslich Knochenschmerzen, Rückenschmerzen, Arthralgie, Myalgie, Schmerzen in den

Extremitäten, muskuloskelettale Schmerzen, muskuloskelettale Schmerzen im Brustkorb,

Nackenschmerzen

Beschreibung ausgewählter unerwünschter Wirkungen

Arzneimittel-Überempfindlichkeitsreaktionen

Überempfindlichkeitsreaktionen, darunter Anaphylaxie, Hautausschlag, Urtikaria, Angioödem,

Dyspnoe und Hypotonie, wurden bei Erst- und Folgebehandlung in klinischen Studien und nach

Marktzulassung berichtet. Insgesamt wurden diese Symptome häufiger nach i.v. Applikation

berichtet. In einigen Fällen wiederholten sich die Symptome bei einer Reexposition, was auf einen

kausalen Zusammenhang hindeutet. Neupogen Amgen sollte dauerhaft abgesetzt werden, falls eine

schwerwiegende allergische Reaktion auftritt.

Pulmonale Nebenwirkungen

In klinischen Studien und nach Markteinführung wurde über pulmonale Nebenwirkungen

einschliesslich interstitieller Lungenerkrankung, Lungenödem und Lungeninfiltration berichtet, die

in einigen Fällen zu einer Atemfehlfunktion oder einem akuten Atemnotsyndrom (Acute Respiratory

Distress Syndrome (ARDS) führten, welche tödlich verlaufen können (siehe Kapitel «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»).

Kapillarlecksyndrom

Nach der Markteinführung wurde nach Anwendung von Granulozyten-koloniestimulierenden

Faktoren über Fälle von Kapillarlecksyndrom berichtet. Diese sind im Allgemeinen aufgetreten bei

Patienten mit fortgeschrittenen malignen Erkrankungen, bei Sepsis, bei Patienten, die mehrere

chemotherapeutische Behandlungen erhalten haben oder die sich einer Apherese nach PBPC

Mobilisierung unterzogen haben (siehe Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Splenomegalie und Milzruptur

Nach Anwendung von Neupogen Amgen wurde über Fälle von Splenomegalie und Milzruptur

berichtet. Einige Fälle von Milzrupturen verliefen tödlich (siehe Kapitel «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Leukozytose und Thrombozytopenie

Nach Anwendung von Neupogen Amgen wurde Leukozytose und Thrombozytopenie berichtet

(siehe Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Sichelzellkrisen

In Einzelfällen wurde nach Markteinführung bei Patienten mit Sichelzellanlage oder

Sichelzellanämie über Sichelzellkrisen berichtet (siehe Kapitel «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Kutane Vaskulitis

Nach Markteinführung wurde über kutane Vaskulitis bei Patienten berichtet, die mit Neupogen

Amgen behandelt wurden.

Pädiatrische Population

Daten aus klinischen Studien bei Kindern und Jugendlichen zeigen, dass die Sicherheit und

Wirksamkeit von Neupogen Amgen sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern, die eine

zytotoxische Chemotherapie erhalten, ähnlich sind. Es wird angenommen, dass es keine

altersabhängigen Unterschiede in der Pharmakokinetik von Filgrastim gibt. Das einzige immer

wieder berichtete unerwünschte Ereignis war muskuloskelettaler Schmerz, was sich nicht von den

Erfahrungen bei Erwachsenen unterscheidet.

Es gibt zu wenige Daten, um den Einsatz von Neupogen Amgen bei Kindern und Jugendlichen

weiter zu beurteilen.

Andere besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Insgesamt wurden keine Unterschiede in der Sicherheit und Wirksamkeit bei Patienten über 65 Jahre

im Vergleich zu jüngeren Erwachsenen (>18 Jahre), die eine zytotoxische Chemotherapie erhielten,

beobachtet. Die klinische Erfahrung zeigt ebenso keine Unterschiede im Ansprechen zwischen

älteren und jüngeren Patienten. Es gibt keine ausreichenden Daten, um die Neupogen-Anwendung

für den Einsatz bei älteren Patienten in anderen zugelassenen Indikationen zu beurteilen.

Kinder und Jugendliche mit SCN

Bei Kindern und Jugendlichen mit schwerer chronischer Neutropenie, die eine chronische

Behandlung mit Neupogen Amgen erhielten, wurde über Fälle von verminderter Knochendichte und

Osteoporose berichtet.

Überdosierung

Die Auswirkungen einer Überdosierung von Neupogen Amgen sind noch nicht bekannt. Patienten

mit schwerer chronischer Neutropenie mit Dosen über 14,5 Mio.E. (145 µg) pro Kilogramm

Körpergewicht pro Tag zeigten keine Krankheitssymptome. Bei Patienten die eine zytotoxische

Chemotherapie erhalten, gefolgt von einer Knochenmarktransplantation, haben sich Dosierungen bis

zu 7,0 Mio.E. (70 µg) pro Kilogramm Körpergewicht als verträglich erwiesen.

Im Falle einer Überdosierung führt das Absetzen von Neupogen Amgen in der Regel zu einem

Abfall der Neutrophilenzahl auf die Hälfte binnen 1 bis 2 Tagen und zu einer Einstellung auf

normale Werte innerhalb von 1 bis 7 Tagen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L03AA02

Filgrastim ist ein hochgradig gereinigtes unglykosyliertes Protein aus 175 Aminosäuren und wird aus

E. coli-Bakterien gewonnen, in deren Genom biotechnologisch das Gen für den humanen

Granulozyten-Kolonien stimulierenden Faktor eingefügt wurde.

Wirkungsmechanismus

Der humane Granulozyten-Kolonien stimulierende Faktor ist ein Glykoprotein, das die Entstehung

funktionsfähiger neutrophiler Granulozyten und deren Freisetzung aus dem Knochenmark reguliert.

Pharmakodynamik

G-CSF in Neupogen Amgen führt innerhalb von 24 Stunden nach Applikation zu einer deutlichen

Steigerung der Anzahl neutrophiler Granulozyten im strömenden Blut, begleitet von gering

ausgeprägter Erhöhung der Anzahl Monozyten. Bei einigen Patienten mit schwerer chronischer

Neutropenie kann Neupogen Amgen ebenfalls die Anzahl der zirkulierenden eosinophilen und

basophilen Granulozyten geringfügig zum Normwert erhöhen. Einige dieser Patienten zeigen die

Eosinophilie oder Basophilie bereits vor der Therapie. Diese Erhöhung der Neutrophilenspiegel im

Blut ist im empfohlenen Dosierungsbereich dosisabhängig. Wie in Versuchen gezeigt werden

konnte, verfügen die als Reaktion auf eine Behandlung mit Neupogen Amgen vom menschlichen

Körper produzierten Neutrophilen über eine normale bis erhöhte Phagozytose und

Superoxidproduktion.

Die Verwendung von Neupogen Amgen allein oder nach einer Chemotherapie mobilisiert die

Freisetzung hämatopoetischer Vorläuferzellen ins periphere Blut. Diese Vorläuferzellen des

peripheren Blutes (Peripheral Blood Progenitor Cells, PBPC) können gewonnen und nach einer

aplasierenden, zytotoxischen Therapie entweder anstelle von oder zusätzlich zu einer

Knochenmarktransplantation infundiert werden. Ausserdem können PBPCs nach einer (stark)

myelosuppressiven zytotoxischen Therapie unterstützend gegeben werden. Die Infusion von PBPC

beschleunigt die hämatopoetische Wiederherstellung und verkürzt die Risikodauer für

hämorrhagische Komplikationen und setzt die Notwendigkeit von Thrombozytentransfusionen herab.

Bei gesunden Spendern ermöglichte eine für 4 bis 5 aufeinanderfolgende Tage subkutan applizierte

Dosis von 10 µg pro kg Körpergewicht und Tag bei der Mehrzahl der Spender eine Gewinnung von

≥4× 106 CD34+-Zellen pro kg Körpergewicht des Empfängers nach zwei Leukapheresen.

Nach Beendigung der Behandlung mit Neupogen Amgen fallen die Neutrophilenspiegel im Blut

binnen 1 bis 2 Tagen wieder auf ca. die Hälfte ab und erreichen nach ca. 1 bis 7 Tagen normale

Werte. Die Therapie mit Neupogen Amgen führt zu einer signifikanten Verringerung von Auftreten,

Schweregrad und Dauer einer Neutropenie bzw. eines neutropenischen Fiebers, wie sie nach

Durchführung einer zytostatischen Chemotherapie oder einer aplasierenden Chemotherapie und einer

anschliessenden Knochenmarktransplantation häufig beobachtet werden. Patienten, die neben einer

Chemotherapie auch mit Neupogen Amgen behandelt werden, müssen weniger häufig und weniger

lange stationär aufgenommen werden. Ferner benötigen sie weniger Antibiotikagaben verglichen mit

Patienten, die sich einer Chemotherapie ohne Zusatzbehandlung unterzogen haben.

Die Behandlung mit Neupogen Amgen verringert die Dauer der febrilen Neutropenie, des Einsatzes

von Antibiotika sowie der Hospitalisierung im Anschluss an eine Induktions-Chemotherapie bei

Patienten mit akuter myeloischer Leukämie signifikant. Die Häufigkeit von Fieber sowie von

dokumentierten Infekten wurde unter diesen Bedingungen nicht reduziert. Bei Patienten mit bereits

vor Therapiebeginn tiefen Leukozytenwerten aufgrund reduzierter Markreserven (z.B. nach

ausgedehnter Strahlentherapie und/oder nach wiederholten Chemotherapiezyklen) ist die Wirkung

von G-CSF noch nicht bewiesen. Bei diesen Patienten kann eine G-CSF-Therapie die übliche

Dosisadaptation der Chemotherapeutika vorläufig nicht ersetzen.

Eine retrospektive europäische Studie untersuchte die Anwendung von G-CSF nach allogener

Knochenmarktransplantation bei Patienten mit akuter Leukämie. Diese Studie wies darauf hin, dass

bei der Anwendung von G-CSF eine Erhöhung des Risikos von Graft-versus-Host-Disease (GvHD),

behandlungsbedingter Mortalität (treatment related mortality, TRM) und Mortalität vorliegt. Bei

einer separaten retrospektiven internationalen Studie bei Patienten mit akuter und chronisch-

myeloischer Leukämie wurde kein Einfluss auf GvHD, TRM und Mortalität beobachtet. Eine

Metaanalyse von allogenen Transplantationsstudien, die Ergebnisse aus neun prospektiven

randomisierten Studien, acht retrospektiven Studien und einer Fall-kontrollierten Studie beinhaltete,

zeigte keinen Einfluss auf das Risiko bezüglich akuter GvHD, chronischer GvHD oder frühzeitiger

behandlungsbedingter Mortalität.

Relatives Risiko (95% KI) von Graft-versus-Host-Reaktion (GvHD) und behandlungsbedingter

Mortalität (TRM) nach Behandlung mit G-CSF nach Knochenmarktransplantation

Publikation

Zeitraum der Studie N

Akute

Grad II-IV GvHD

Chronische

GvHD

Meta-Analyse

(2003)

1986-2001a

1198

1,08

(0,87; 1,33)

1,02

(0,82; 1,26)

0,70

(0,38; 1,31)

Europäische retrospektive

Studie (2004)

1992-2002b

1789

1,33

(1,08; 1,64)

1,29

(1,02; 1,61)

1,73

(1,30; 2,32)

Internationale

retrospektive

Studie (2006)

1995-2000b

2110

1,11

(0,86; 1,42)

1,10

(0,86; 1,39)

1,26

(0,95; 1,67)

a Die Analyse beinhaltete Studien, bei denen während dieser Zeit Knochenmarktransplantationen

eingeschlossen waren; einige Studien verwendeten GM-CSF (Granulocyte-macrophage colony-

stimulating factor)

b Die Analyse beinhaltete Patienten, die in diesem Zeitraum eine Knochenmarktransplantation

erhalten hatten

Die Therapie mit Neupogen Amgen bei Kindern oder Erwachsenen mit schwerer chronischer

Neutropenie (schwere kongenitale Neutropenie, zyklische Neutropenie, idiopathische Neutropenie)

führt zu einer Erhöhung der absoluten Neutrophilenzahl im peripheren Blut und einer Verminderung

von Infektionen und damit zusammenhängenden Folgen.

Die Verwendung von Neupogen Amgen bei Patienten mit HIV-Infektion hält die Neutrophilenzahl

im Normalbereich, wodurch antivirale Medikamente und/oder andere myelosuppressive Präparate in

der üblichen Dosierung verabreicht werden können. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass sich bei

Patienten mit einer HIV-Infektion, die mit Filgrastim behandelt werden, das HIV stärker vermehrt.

Wie bei anderen hämatopoetischen Wachstumsfaktoren beobachtet, zeigt auch G-CSF in vitro einen

stimulierenden Effekt auf das Wachstum menschlicher Endothelzellen.

Pharmakokinetik

Absorption

Sowohl nach subkutaner als auch intravenöser Gabe von Neupogen Amgen wurde ein linearer

Zusammenhang zwischen Dosis und Serumkonzentration von Filgrastim festgestellt. Nach

einmaliger Applikation von Filgrastim in Dosen zwischen 1,7 und 69,0 µg/kg Körpergewicht

(Kurzinfusion i.v. über 30 Minuten) wurden Spitzenkonzentrationen im Serum zwischen 5 und

1840 ng/ml gefunden. Nach s.c. Applikation empfohlener Dosen wurden Serumkonzentrationen bis

zu 118 ng/ml gemessen, die während eines Zeitraums von 8 bis 16 Stunden oberhalb von 10 ng/ml

lagen. Das ermittelte Verteilungsvolumen im Blut war ca. 150 ml/kg.

Elimination

Sowohl nach s.c. als auch nach i.v. Applikation folgte die Clearance von Filgrastim einer Kinetik

erster Ordnung. Die bestimmte Gesamtkörper-Clearance war 0,6 ml pro Minute und kg. Die

durchschnittliche Eliminationshalbwertzeit betrug ca. 3,5 Stunden.

Unter Dauerinfusion mit Neupogen Amgen von bis zu 28 Tagen bei Patienten nach autologer

Knochenmarktransplantation ergaben sich vergleichbare Halbwertzeiten ohne Anzeichen einer

Kumulation.

Das pharmakokinetische Profil der Konzentration von 0,96 mg/ml weist einen unbedeutenden,

konzentrationsbedingten Unterschied gegenüber den niedrigeren Konzentrationen von 0,6 mg/ml und

0,3 mg/ml auf. Dieser Unterschied hat keinen Einfluss auf das pharmakodynamische Ansprechen

insgesamt (gemessen am Ansprechen der Neutrophilen).

Kinetik spezieller Patientengruppen

Patienten mit Nieren- und Leberinsuffizienz

In einer Studie mit 12 Patienten mit unterschiedlichen Nierenfunktionsstufen wurden eine Zunahme

von Cmax und AUC sowie eine Abnahme des Verteilungsvolumens und der Clearance bei

Probanden mit Nierenerkrankungen im Endstadium im Vergleich zu gesunden Probanden und

Patienten mit mässiger Niereninsuffizienz beobachtet. Da die ANC Mittelwertprofile über die

unterschiedlichen Nierenfunktionsstufen, einschliesslich Nierenerkrankungen im Endstadium,

ähnlich waren, ist eine Dosisanpassung von Neupogen Amgen bei Patienten mit

Nierenfunktionsstörungen nicht notwendig. Resultate einer Studie mit 12 Patienten mit

Beeinträchtigung der Leberfunktion zeigen, dass die Pharmakokinetik und die Pharmakodynamik

von Neupogen Amgen zwischen Probanden mit eingeschränkter Leberfunktion und Gesunden

ähnlich sind. Daher ist eine Dosisanpassung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion nicht

notwendig.

Präklinische Daten

Bei bestimmten malignen Zellen wurde die Expression von Rezeptoren für G-CSF (granulocyte

colony-stimulating factor) nachgewiesen. Die Möglichkeit, dass Filgrastim bei manchen Tumortypen

als Wachstumsfaktor wirkt, ist nicht auszuschliessen.

Das karzinogene Potenzial von Filgrastim ist nicht untersucht worden. Filgrastim induzierte weder

bei Vorliegen noch bei Fehlen eines arzneimittel-metabolisierenden Enzymsystems Genmutationen

in Bakterien. Filgrastim hatte keine beobachtbare Wirkung auf die Fertilität männlicher oder

weiblicher Ratten oder deren Trächtigkeitsverlauf bei Dosierungen bis zu 500 mcg/kg.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Neupogen Amgen sollte nicht mit Kochsalzlösung verdünnt werden. Bezüglich der Kompatibilität

von Neupogen Amgen mit Kunststoffen nach Verdünnen zur Infusion siehe «Hinweise für die

Handhabung».

Haltbarkeit

Neupogen Amgen Durchstechflaschen und Fertigspritzen sind nur zum einmaligen Gebrauch

bestimmt. Nicht gebrauchte Restlösung ist zu verwerfen.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit EXP bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Im Kühlschrank (2-8 °C) lagern.

Sollte Neupogen Amgen versehentlich Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ausgesetzt werden, hat

dies keine nachteiligen Auswirkungen auf die Stabilität des Präparates.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Die chemische und physikalische Stabilität der verdünnten Infusionslösung wurde für 24 Stunden bei

2 °C bis 8 °C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet

werden. Wenn es nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen

der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Verdünnung nicht unter kontrollierten und validierten

aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C

aufzubewahren.

Hinweise für die Handhabung

Hinweise zur Verdünnung von Neupogen Amgen zur Infusion

Neupogen Amgen kann bei Bedarf mit 5%iger Glukoselösung für Injektionszwecke verdünnt

werden. Aus der verdünnten Lösung heraus kann Filgrastim an Glas oder Kunststoffe adsorbiert

werden. Nach vorschriftsmässiger Verdünnung zur Infusion ist die Lösung jedoch kompatibel mit

Glas und mit Kunststoffen wie Polyvinylchlorid, Polypropylen sowie Copolymerisaten aus

Polyäthylen und Polypropylen. Beträgt die Konzentration von Filgrastim nach Verdünnung weniger

als 1,5 Mio.E. (15 µg) pro ml Infusionslösung, so sollte Humanalbumin (Endkonzentration 2 mg

Albumin/ml Infusionslösung) zugesetzt werden.

Verdünnungsbeispiel: Beträgt das angestrebte Volumen der verdünnten Lösung 20 ml, der Gehalt an

Filgrastim darin aber weniger als 30 Mio.E. (300 µg), so sollten 0,2 ml einer 20%igen

Humanalbuminlösung zugesetzt werden.

Neupogen Amgen sollte jedoch in keinem Fall unter eine Konzentration von 0,2 Mio.E. (2 µg)

pro ml Infusionslösung verdünnt werden.

Neupogen Amgen enthält kein Konservierungsmittel: Wegen des möglichen Risikos einer

mikrobiellen Kontamination sind Neupogen Amgen Durchstechflaschen und Fertigspritzen nur zum

einmaligen Gebrauch bestimmt. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist

entsprechend nationaler Anforderungen zu entsorgen.

Zulassungsnummer

51035 (Swissmedic).

Packungen

Neupogen Amgen 30:

Durchstechflaschen zu 1,0 ml Injektionslösung: 5 [A]

Fertigspritzen zu 0,5 ml Injektionslösung: 5 [A]

Neupogen Amgen 48:

Fertigspritzen zu 0,5 ml Injektionslösung: 5 [A]

Zulassungsinhaberin

Amgen Switzerland AG, 6301 Zug.

Stand der Information

März 2015.

Version #080115

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier

10-8-2018

Westminster Pharmaceuticals, LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Levothyroxine and Liothyronine (Thyroid Tablets, USP) Due to Risk of Adulteration

Westminster Pharmaceuticals, LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Levothyroxine and Liothyronine (Thyroid Tablets, USP) Due to Risk of Adulteration

Westminster Pharmaceuticals, LLC is voluntarily recalling all lots, within expiry, of Levothyroxine and Liothyronine (Thyroid Tablets, USP) 15 mg, 30 mg, 60 mg, 90 mg, & 120 mg to the wholesale level. These products are being recalled as a precaution because they were manufactured using active pharmaceutical ingredients that were sourced prior to the FDA’s Import Alert of Sichuan Friendly Pharmaceutical Co., Ltd., which as a result of a 2017 inspection were found to have deficiencies with Current Good Ma...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

9-8-2018

Stronghold Plus ad us. vet. 30 mg / 5 mg, Loesung zum Auftropfen fuer Katzen

Stronghold Plus ad us. vet. 30 mg / 5 mg, Loesung zum Auftropfen fuer Katzen

● Die Neuzulassung erfolgte am 09.08.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

6-8-2018

G & C Raw, LLC Recalls Pat's Cat Turkey, and Ground Lamb Pet Food, because of Possible Listeria Monocytogenes Health Risk

G & C Raw, LLC Recalls Pat's Cat Turkey, and Ground Lamb Pet Food, because of Possible Listeria Monocytogenes Health Risk

G & C Raw, of Versailles, OH is recalling 30 1-lb containers of Pat's Cat Turkey Cat Food and 40 2-lb containers of Ground Lamb Dog Food because it has the potential to be contaminated with Listeria monocytogenes. Listeria monocytogenes can cause serious and sometimes fatal infections in animals eating the products.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

31-7-2018

July 30, 2018: Two People Guilty of Distributing Tramadol Pills

July 30, 2018: Two People Guilty of Distributing Tramadol Pills

July 30, 2018: Two People Guilty of Distributing Tramadol Pills

FDA - U.S. Food and Drug Administration

27-7-2018

BVL und BfArM rufen zur Mitarbeit in der Gemeinsamen Expertenkommission zur Einstufung von Stoffen auf

BVL und BfArM rufen zur Mitarbeit in der Gemeinsamen Expertenkommission zur Einstufung von Stoffen auf

Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sich bis zum 30. September 2018 für die dritte Berufungsperiode bewerben.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

17-7-2018

Blokhuis kondigt grootschalige extra vaccinatie aan: Ruim half miljoen kinderen krijgen oproep

Blokhuis kondigt grootschalige extra vaccinatie aan: Ruim half miljoen kinderen krijgen oproep

Volgend jaar worden zo’n 650.000 kinderen extra opgeroepen om zich te laten inenten tegen de zeer ernstige infectieziekte meningokokken. Het gaat om kinderen die zijn geboren na 1 januari 2001 en voor mei 2004. Dat laat staatssecretaris Paul Blokhuis (VWS) weten in een brief aan de Tweede Kamer. Reden voor deze maatregel is dat in de afgelopen jaren een stijging te zien is van het aantal mensen dat de infectie meningokokken type W oploopt. Met deze extra vaccinatieronde moet die groei worden ingedamd. He...

Netherlands - Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport

5-7-2018

Inhaltsverzeichnis der aktuellen Pharmeuropa 30.3

Inhaltsverzeichnis der aktuellen Pharmeuropa 30.3

Inhaltsverzeichnis der aktuellen Pharmeuropa 30.3

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

2-7-2018

Blissful Remedies Issues Voluntary Nationwide Recall of Certain Kratom Powder Capsule

Blissful Remedies Issues Voluntary Nationwide Recall of Certain Kratom Powder Capsule

Blissful Remedies., is voluntarily recalling only Lot No.: 112710 with expiration 03/2019 found embedded on the top of package of kratom ( mitragyn a speciosa) powder products, it manufactured, processed, packed, and/or held, between “March 1, 2018” to “April 30, 2018” to the consumer level. The products have been found by the U.S. Food and Drug Administration (“FDA”) via sample testing to have salmonella contamination. Blissful Remedies has not received reports of adverse events related to this recall. ...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

21-6-2018

Gaia Ethnobotanical, LLC., Voluntarily Recalls Kratom Products Due to Potential Salmonella Contamination

Gaia Ethnobotanical, LLC., Voluntarily Recalls Kratom Products Due to Potential Salmonella Contamination

Gaia Ethnobotanical, LLC., is voluntarily recalling all kratom (mitragyna speciosa) powder products, with Lot No.: 0102031800 it manufactured, processed, packed, and/or held, between March 18, 2018 to March 30, 2018 to the consumer level. The products have been found by the U.S. Food and Drug Administration (“FDA”) via sample testing and finding to have salmonella contamination. In lieu of such FDA findings the company has implemented standard operating procedures and sterilization processes in accordanc...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

6-8-2018

Agopton® 15 mg/30 mg Kapseln

Rote - Liste

3-8-2018

Scandonest and associated names

Scandonest and associated names

Scandonest and associated names (Active substance: mepivacaine) - Community Referrals - Art 30 - Commission Decision (2018)5380 of Fri, 03 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/A-30/1455

Europe -DG Health and Food Safety

1-8-2018

Imlygic (Amgen Europe B.V.)

Imlygic (Amgen Europe B.V.)

Imlygic (Active substance: talimogene laherparepvec) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)5199 of Wed, 01 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/10459/201710

Europe -DG Health and Food Safety

1-8-2018

Bridion (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Bridion (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Bridion (Active substance: sugammadex) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5213 of Wed, 01 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/885/T/30

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Nityr (Cycle Pharmaceuticals Ltd)

Nityr (Cycle Pharmaceuticals Ltd)

Nityr (Active substance: nitisinone) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5446 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4582

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Esmya (Gedeon Richter Plc.)

Esmya (Gedeon Richter Plc.)

Esmya (Active substance: ulipristal) - Referral - Commission Decision (2018)5101 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2041/A-20

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Aimovig (Novartis Europharm Limited)

Aimovig (Novartis Europharm Limited)

Aimovig (Active substance: erenumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5102 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4447

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Besponsa (Pfizer Europe MA EEIG)

Besponsa (Pfizer Europe MA EEIG)

Besponsa (Active substance: inotuzumab ozogamicin) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5104 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4119/T/7

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Segluromet (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Segluromet (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Segluromet (Active substance: ertugliflozin / metformin hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5103 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4314/T/2

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Invokana (Janssen-Cilag International NV)

Invokana (Janssen-Cilag International NV)

Invokana (Active substance: canagliflozin) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)5105 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2649/R/37

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

NovoEight (Novo Nordisk A/S)

NovoEight (Novo Nordisk A/S)

NovoEight (Active substance: turoctocog alfa) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)5093 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2719/II/23

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Hyrimoz (Sandoz GmbH)

Hyrimoz (Sandoz GmbH)

Hyrimoz (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5097 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4320

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Halimatoz (Sandoz GmbH)

Halimatoz (Sandoz GmbH)

Halimatoz (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5098 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4866

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Rasagiline ratiopharm (Teva B.V.)

Rasagiline ratiopharm (Teva B.V.)

Rasagiline ratiopharm (Active substance: rasagiline) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)5108 of Mon, 30 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Hefiya (Sandoz GmbH)

Hefiya (Sandoz GmbH)

Hefiya (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5099 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4865

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Alsitek (AB Science)

Alsitek (AB Science)

Alsitek (Active substance: masitinib) - Refusal of authorisation - Commission Decision (2018)5109 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4398

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

UBAC (Laboratorios Hipra, S.A.)

UBAC (Laboratorios Hipra, S.A.)

UBAC (Active substance: Streptococcus uberis vaccine (inactivated)) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5152 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/V/C/4595

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Apoquel (Zoetis Belgium S.A.)

Apoquel (Zoetis Belgium S.A.)

Apoquel (Active substance: Oclacitinib maleate) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)5153 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/V/C/2688/R/13

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Ofev (Boehringer Ingelheim International GmbH)

Ofev (Boehringer Ingelheim International GmbH)

Ofev (Active substance: Nintedanib) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)5115 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/10319/201710

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Ceplene (Noventia Pharma Srl)

Ceplene (Noventia Pharma Srl)

Ceplene (Active substance: Histamine dihydrochloride) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)5116 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/796/R/36

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Zalmoxis (MolMed S.p.A.)

Zalmoxis (MolMed S.p.A.)

Zalmoxis (Active substance: Allogeneic T cells genetically modified with a retroviral vector encoding for a truncated form of the human low affinity nerve growth factor receptor (?LNGFR) and the herpes simplex I virus thymidine kinase (HSV-TK Mut2)) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)5118 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2801/R/10

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Trazimera (Pfizer Europe MA EEIG)

Trazimera (Pfizer Europe MA EEIG)

Trazimera (Active substance: trastuzumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5095 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4463

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

RXULTI (Otsuka Pharmaceutical Europe Ltd)

RXULTI (Otsuka Pharmaceutical Europe Ltd)

RXULTI (Active substance: brexpiprazole) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5088 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3841

Europe -DG Health and Food Safety

26-7-2018

Trospi® 30 mg

Rote - Liste

25-7-2018

Parsabiv (Amgen Europe B.V.)

Parsabiv (Amgen Europe B.V.)

Parsabiv (Active substance: etelcalcetide) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4981 of Wed, 25 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

25-7-2018

News and press releases:  IT systems unavailable from 27 to 30 July 2018

News and press releases: IT systems unavailable from 27 to 30 July 2018

EMA website and online applications will be temporarily unavailable

Europe - EMA - European Medicines Agency

25-7-2018

Firazyr 30 mg Injektionslösung

Rote - Liste

25-7-2018

previva sanol® 20/30 Tabletten

Rote - Liste

24-7-2018

ACV meeting statement, Meeting 8, 30 May 2018

ACV meeting statement, Meeting 8, 30 May 2018

Advisory Committee on Vaccines meeting statement

Therapeutic Goods Administration - Australia

11-7-2018

Vantavo (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Vantavo (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Vantavo (Active substance: alendronic acid / colecalciferol) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4511 of Wed, 11 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1180/T/30

Europe -DG Health and Food Safety

11-7-2018

Tovanor Breezhaler (Novartis Europharm Limited)

Tovanor Breezhaler (Novartis Europharm Limited)

Tovanor Breezhaler (Active substance: glycopyrronium bromide) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4526 of Wed, 11 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2690/T/30

Europe -DG Health and Food Safety

6-7-2018

TGA presentation: National Medicines Symposium, 30 May 2018

TGA presentation: National Medicines Symposium, 30 May 2018

This presentation covers the revised requirements for advertisements for medicines containing Schedule 3 substances

Therapeutic Goods Administration - Australia

27-6-2018

Xgeva (Amgen Europe B.V.)

Xgeva (Amgen Europe B.V.)

Xgeva (Active substance: denosumab) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)4112 of Wed, 27 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2173/PSUSA/9119/201709

Europe -DG Health and Food Safety

27-6-2018

NovoMix® 30

Rote - Liste

26-6-2018

Feraccru® 30 mg Hartkapseln

Rote - Liste

25-6-2018

Xofigo (Bayer AG)

Xofigo (Bayer AG)

Xofigo (Active substance: Radium Ra 223 dichloride) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)4018 of Mon, 25 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2653/R/30

Europe -DG Health and Food Safety

20-6-2018

Blincyto (Amgen Europe B.V.)

Blincyto (Amgen Europe B.V.)

Blincyto (Active substance: blinatumomab) - Centralised - Authorisation - Switch to non-conditional - Commission Decision (2018)3953 of Wed, 20 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3731/II/9

Europe -DG Health and Food Safety

19-6-2018

SOLYMBIC (Amgen Europe B.V.)

SOLYMBIC (Amgen Europe B.V.)

SOLYMBIC (Active substance: adalimumab) - Centralised - Withdrawal - Commission Decision (2018)3913 of Tue, 19 Jun 2018

Europe -DG Health and Food Safety