Nervifene

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Nervifene Lösung
  • Darreichungsform:
  • Lösung
  • Zusammensetzung:
  • chlorali hydras 500 mg, aromatica, color.: E 150, excipiens ad solutionem pro 5 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Nervifene Lösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Hypnotikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 52138
  • Berechtigungsdatum:
  • 29-03-1993
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Nervifène®

INTERDELTA

Was ist Nervifène und wann wird es angewendet?

Nervifène enthält Chloralhydrat. Dieser Wirkstoff hat eine einschläfernde und beruhigende Wirkung.

Nervifène führt den Schlaf herbei, der anschliessend zwischen 5 und 8 Stunden dauert. Nervifène

darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet werden und kann nur während

kurzer Dauer bei Unruhe und Schlaflosigkeit eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Eine Änderung der Lebensweise, die Beseitigung von Spannungszuständen, eine Umstellung der

Essgewohnheiten, der Verzicht auf anregende Getränke (z.B. Kaffee, Alkohol) tragen dazu bei, die

Unruhe zu verringern und wieder einen guten Schlaf zu erreichen.

Wann darf Nervifène nicht angewendet werden?

Nervifène darf bei Überempfindlichkeit oder Allergie gegen einen seiner Bestandteile, bei schweren

Leber-, Nieren- und Herzerkrankungen, bei bestimmten Stoffwechselstörungen («Porphyrien»)

sowie bei Magengeschwüren nicht angewendet werden.

Nervifène ist auch bei Atemproblemen kontraindiziert, insbesondere wenn Sie nachts wegen

Atembeschwerden (Schlafapnoe) erwachen.

Wann ist bei der Einnahme von Nervifène Vorsicht geboten?

Eine gewohnheitsmässige Einnahme kann zu Abhängigkeit führen. Wie jedes andere Schlafmittel

darf Nervifène nicht während längerer Zeit eingenommen werden.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Das gilt vor allem bei gleichzeitigem Alkoholkonsum.

Während der Behandlung mit Nervifène sollte daher auf Alkoholkonsum verzichtet werden.

Nervifène kann die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen, die gleichzeitig eingenommen

werden. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Nervifène zusammen mit anderen

Medikamenten, insbesondere Schlafmitteln, Medikamenten gegen Depressionen, gegen Epilepsie

oder gegen zu hohen Blutdruck oder Antikoagulantien (Medikamente zur Blutverdünnung),

einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an andern

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden (bei Externa)!

Darf Nervifène während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werde?

Während der Schwangerschaft dürfen Sie Nervifène nicht einnehmen.

Nervifène geht in die Muttermilch über und sollte daher nicht während der Stillzeit eingenommen

werden.

Wie verwenden Sie Nervifène?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin legt die für Sie richtige Dosierung und Behandlungsdauer fest. Bei

Erwachsenen wird das Medikament als Schlafmittel in der Regel in der folgenden Dosierung

verabreicht: 1 bis 2 Messlöffel zu 5 ml vor dem Schlafengehen (d.h. 0,5 bis 1 g Chloralhydrat); als

Beruhigungsmittel während des Tages: ein halben Messlöffel (= 2,5 ml) 1–3 Mal täglich nach dem

Essen ( d.h. 0,25 zu 0,75 g Chloralhydrat). Bei Kindern nach Verordnung des Arztes bzw. der Ärztin.

Nervifène vor der Einnahme mit kaltem Wasser verdünnen. Der bittere Geschmack von Nervifène,

der durch aromatische Extrakte etwas verdeckt wird, kann leicht nach der Einnahme durch etwas

Zuckerwasser beseitigt werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Die Therapie sollte ohne vorherige

Benachrichtigung des Arztes bzw. der Ärztin nicht unterbrochen werden. Wenn Sie glauben, das

Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw.

mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Nervifène haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Nervifène auftreten:

Magendarmstörungen (Blähungen, Durchfall, Erbrechen, Verwirrtheit), Übelkeit, Kopfschmerzen,

Schläfrigkeit. Es können auch Erregungszustände oder Verwirrtheit auftreten.

Bei Überempfindlichkeit kann es zu Hautrötungen kommen. Eine zu hohe Dosierung kann zu einem

Blutdruckabfall oder zu Herzrhythmusstörungen führen, die unverzüglich dem behandelnden Arzt

gemeldet werden müssen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Nervifène muss in der Originalpackung verschlossen, vor Wärme geschützt und ausser Reichweite

von Kindern aufbewahrt werden. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP»

bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, der/die

über die ausführliche Fachinformation verfügt.

Was ist in Nervifène enthalten?

1 ml Nervifène enthält 100 mg Chloralhydrat, Saccharose, Aromastoffe, einen Farbstoff (E 150) und

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

52138 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Nervifène? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliches Rezept.

Flaschen zu 125 ml und 300 ml.

Zulassungsinhaberin

Interdelta SA, 1701 Fribourg/Givisiez.

Diese Packungsbeilage wurde im Juli 2005 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.