Neo

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Neo - Gilurytmal - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 50 Stück, Laufzeit: 60 Monate,25 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Neo - Gilurytmal - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Prajmalin

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 15445
  • Letzte Änderung:
  • 29-08-2016

Packungsbeilage

126942_F_GI_10-04-12_Neo-Gilurytmal – Filmtabletten    Seite 1 von 7 

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER 

NEO-GILURYTMAL - Filmtabletten 

Wirkstoff: Prajmaliumbitartrat 

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses 

Arzneimittels beginnen. 

-  Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. 

-  Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. 

-  Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. 

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie. 

-  Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder sie 

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, 

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. 

Diese Packungsbeilage beinhaltet

1.  Was ist NEO-GILURYTMAL und wofür wird es angewendet? 

2.  Was müssen Sie vor der Einnahme von NEO-GILURYTMAL beachten? 

3.  Wie ist NEO-GILURYTMAL einzunehmen? 

4.  Welche Nebenwirkungen sind möglich? 

5.  Wie ist NEO-GILURYTMAL aufzubewahren? 

6.  Weitere Informationen 

1.  WAS IST NEO-GILURYTMAL UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET? 

Neo-Gilurytmal enthält als Wirkstoff  Prajmaliumbitartrat und ist ein Mittel zur Behandlung von 

bestimmten Arten unregelmäßiger oder zu rascher Herztätigkeit/Herzrhythmusstörungen (tachykarde 

supraventrikuläre Herzrhytmusstörungen AV-junktionale Tachykardien, supraventrikuläre Tachykardien 

beim WPW Syndrom, oder paroxysmales Vorhofflimmern).  

Neo-Gilurytmal ist ein Antiarrhythmikum der Klasse Ia. 

2.  WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON NEO-GILURYTMAL BEACHTEN? 

NEO-GILURYTMAL darf nicht eingenommen werden, 

-  wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Prajmaliumbitartrat oder einen der sonstigen 

Bestandteile von NEO-GILURYTMAL sind. 

-  wenn Sie gleichzeitig unter Herzschwäche und Herzrhytmusstörungen leiden, sollte erst die 

Behandlung der Herzschwäche erfolgen, da Herzrhytmusstörungen eine Folge der Herzschwäche 

sein können. 

-  wenn Sie unter einer fortgeschrittenen Herzleistungsschwäche (manifester Herzinsuffizienz) 

leiden, welche sich durch Kurzatmigkeit und/oder Schwellung der (Fuß-)Gelenke äußert. 

-  wenn bei Ihnen eine zu langsame Herzschlagfolge (< 50 Schläge/Minute) festgestellt wurde 

-  wenn Sie unter bestimmten Erregungsüberleitungsstörungen vom Vorhof des Herzens zur 

Herzkammer (AV-Block 2. und 3. Grades) leiden 

-  wenn Sie unter einer Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff durch akute 

Herzrhythmusstörungen (Adam-Stokes-Anfälle) leiden 

-  wenn bei Ihnen vorbestehende Erregungsleitungsstörungen innerhalb der Herzkammer bekannt 

sind 

-  wenn Sie unter einer erheblich verlängerten Erregungsausbreitungszeit innerhalb der 

Herzkammern (EKG: Verbreiterung des QRS-Komplexes) bzw. Verlängerung der gesamten  

elektrischen Herzkammeraktion (EKG: QT-Zeit) leiden 

-  wenn Sie an Entzündung der Herzinnenhaut (bakterieller Endokarditis) leiden 

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-  wenn eine Vergiftung  mit bestimmten Herzmedikamenten (Herzglykosiden) vorliegt 

-  wenn Sie in der Vergangenheit bereits eine durch Medikamente hervorgerufene Gallestauung 

(Cholestase) hatten 

-  wenn Sie an einer bestimmten Erkrankung mit Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden 

-  wenn Sie innerhalb der letzten drei Monate einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) erlitten haben 

oder Ihre Herzleistung stark eingeschränkt ist  

-  wenn bei Ihnen eine bekannte Genmutation vorliegt (Polymorphismus für CYP 450 2D6, der zu 

einer gestörten Verstoffwechselung führt (ca. 7 - 8% der Bevölkerung)) 

-  wenn Sie unter einer schweren Nierenschädigung leiden  

-  während der Stillzeit 

-  wenn Sie unter einer Vergrößerung  des Herzmuskels leiden (Hypertrophe Kardiomyopathie) 

Besondere Vorsicht  bei der Einnahme von NEO-GILURYTMAL ist erforderlich, 

-  wenn Sie unter bestimmten Reizleitungsstörungen des Herzens leiden („Syndrom des kranken 

Sinusknotens“, inkompletter Schenkelblock ) 

-  falls bei Ihnen eine leichtere Erregungsüberleitungsstörung vom Vorhof des Herzens zur 

Herzkammer (AV-Block I. Grades) festgestellt wurde 

-  falls Sie unter Blutdruckabfall beim Aufstehen, der zu Schwindel, Ohrensausen oder Ohnmacht 

führen kann, leiden, da keine ausreichenden Erfahrungen zur Sicherheit vorliegen. 

Neo-Gilurytmal sollte bei Kindern und Jugendlichen nicht angewandt werden aufgrund nicht 

ausreichender Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit. 

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen sollten nur mit Vorsicht einer Behandlung unterzogen 

werden. Bei mäßiggradiger Niereninsuffizienz (Kreatinin Clearance 30-60 ml/min) wird Ihr Arzt die 

Dosis auf die Hälfte der Standarddosierung reduzien. Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin 

Clearance unter 30 ml/min) darf Neo-Gilurytmal nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 2 „Neo-

Gilurytmal darf nicht eingenommen werden"). 

Nach Behandlungsbeginn ist eine Kontrolle bestimmter Leberwerte im Blut (Bilirubinwerte und  

Transaminasen) nach der ersten und dritten Behandlungswoche erforderlich, um das Auftreten von 

Leberfunktionsstörungen zu vermeiden. Kontrollen des Blutbildes sind in regelmäßigen Abständen 

(alle 3 bis 6 Monate) angezeigt. Ihr Arzt wird die Behandlung mit Neo-Gilurytmal absetzen, wenn 

folgende Symptome bei Ihnen auftreten: Fieber, Juckreiz, Gelbfärbung der Augenbindehaut, brauner 

Urin, heller Stuhl, wobei das Fieber einige Tage vor den anderen Symptomen auftreten kann.  

Für Patienten mit Zeichen einer Leberfunktionsstörung ist eine Langzeittherapie mit Neo-Gilurytmal 

nicht geeignet. 

Während der Behandlung sollten in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen des Herzens 

vorgenommen werden. 

Bei Einnahme von NEO-GILURYTMAL mit anderen Arzneimitteln 

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor 

kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel 

handelt. 

Bei Kombination von Neo-Gilurytmal mit bestimmten anderen Medikamenten zur Behandlung von 

Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Herzenge oder Herzschwäche (Beta-Rezeptorenblockern, 

Calciumantagonisten, Chinidin) muss mit einer Verstärkung der Wirkung von Neo-Gilurytmal 

gerechnet werden. 

Die Anwendung von Neo-Gilurytmal mit ähnlich wirkenden Medikamenten (Antiarrhytmika der 

Klasse I) sollte wegen Gefahr des Auftretens schwerwiegender Nebenwirkungen unterbleiben. 

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Neo-Gilurytmal verstärkt dosisabhängig Störungen der Überleitung im Herzen, die durch 

Medikamente wie z.B. Herzglykoside hervorgerufen werden. 

Bei gleichzeitiger Einnahme von Verapamil (Antiarrhytmikum der Klasse IV) erhöht Neo-Gilurytmal 

die Wirkstoffkonzentration von Verapamil im Blut. 

Neo-Gilurytmal wird durch bestimmte Enzyme (Cytochrom P 450 Isoenzym CYP 2D6) verstoffwechselt 

und kann diese in ihrer Wirkung abschwächen bzw. aufheben. Bedeutsame Wechselwirkungen zwischen 

Neo-Gilurytmal und anderen Substanzen, die die Enzymaktivität abschwächen bzw. aufheben sind 

möglich, ihre Häufigkeit ist jedoch nicht bekannt. 

Die Häufigkeit von lang anhaltenden Gallestauungen (Cholestasen) nimmt bei gleichzeitiger Behandlung 

mit Hormonen (z.B. “die Pille“), Sulfonamiden (Antibiotika oder Mittel gegen Zuckerkrankheit), 

Salicylaten (Mittel zur Schmerz- und Rheumatherapie) und Diazepam (Beruhigungsmittel) zu. 

Die gleichzeitige Gabe von Substanzen, die die Enzymaktivität steigern, wie z.B. Rifampicin (Mittel 

gegen Tuberkulose), Phenobarbital (Beruhigungsmittel), Phenytoin und Carbamazepin (Mittel gegen 

Epilepsie), führt zur Beschleunigung des Abbaus von Prajmalin in der Leber und damit zu einem 

erheblichen Wirkungsverlust von Prajmalin. 

Bei gleichzeitiger Einnahme von Adenosin (Antiarrhythmikum) kann es zu bestimmten Veränderungen 

der elektrischen Aktivität des Herzens kommen, welche im EKG (Elektrokardiogramm) sichtbar werden. 

Eine gleichzeitige Verabreichung von Medikamenten, die zu bestimmten EKG- Veränderungen 

(Verlängerung QTc - Zeit) führen, sollte wegen eines möglichen Auftretens lebensbedrohlicher 

Herzrhythmusstörungen vermieden werden. 

Bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten muskelentspannenden Medikamenten (curareartige 

Muskelrelaxantien) wird deren lähmende Wirkung verstärkt. 

Bei Einnahme von NEO-GILURYTMAL zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken 

Trinken Sie keinen Alkohol unter Behandlung mit Neo-Gilurytmal. 

Schwangerschaft und Stillzeit 

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. 

Schwangerschaft:  

Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Prajmalin bei schwangeren Frauen vor. Neo-

Gilurytmal darf daher in der Schwangerschaft nur in Notfällen eingenommen werden. Teilen Sie Ihrem 

Arzt unbedingt mit, wenn Sie schwanger sind, oder vorhaben, schwanger zu werden. 

Stillperiode: 

Daten zum Übertritt von Prajmalin in die Muttermilch liegen nicht vor. Neo-Gilurytmal darf daher 

während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Gegebenenfalls ist abzustillen. 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen 

Neo-Gilurytmal kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zur Bedienung von 

Maschinen beeinträchtigen, besonders zu Behandlungsbeginn, bei Präparatewechsel sowie in 

Zusammenhang mit Alkohol. 

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von NEO-GILURYTMAL 

Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat. Bitte nehmen Sie Neo-Gilurytmal daher erst nach 

Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit 

leiden. 

    !

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3.  WIE IST NEO-GILURYTMAL EINZUNEHMEN? 

Nehmen Sie NEO-GILURYTMAL immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei 

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. 

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:   

Anfangsbehandlung: 3 - 4 mal täglich 1 Tablette für 2-3 Tage.  Bei Patienten unter 50 kg Körpergewicht 

wird Ihr Arzt die Tagesdosis entsprechend reduzieren. 

Nach der Anfangsbehandlung kann auf Anordnung des Arztes die Dosis allmählich, um eine halbe 

Tablette alle 2 Tage, reduziert werden.  

Bei abrupter Dosisverminderung können Rückfälle auftreten.  

Die Einstellung mit Neo-Gilurytmal bedarf einer sorgfältigen Überwachung durch den Arzt. 

Dauerbehandlung:  2 mal täglich 1 Tablette, oder 2 - 4 mal täglich 1/2 Tablette. 

Die maximale Tagesdosis soll 100 mg (5 Tabletten) nicht überschreiten. 

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen ist eine Dosisanpassung erforderlich. Bei mäßiggradiger 

Niereninsuffizienz (Kreatinin Clearance 30-60 ml/min) wird Ihr Arzt die Dosis halbieren. 

Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin Clearance unter 30 ml/min) darf Neo-Gilurytmal nicht 

angewendet werden. 

Für Patienten mit Zeichen einer Leberfunktionsstörung ist eine Langzeittherapie mit Neo-Gilurytmal nicht 

geeignet. 

Zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine ausreichenden Daten zur Sicherheit und 

Wirksamkeit vor. Neo – Gilurytmal soll bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden. 

Vor Beginn einer Langzeittherapie ist eine Genüberprüfung vorzunehmen, um einen bestimmten 

Gendefekt (Defizienz des CYP 450 2D6-Systems) auszuschließen. Auf diese kann bei einer 

kurzfristigen stationären Behandlung unter ärztlicher Aufsicht und wiederholten EKG-Kontrollen 

verzichtet werden. 

Während der Behandlung sollten in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen vorgenommen 

werden (z.B jeden Monat ein Standard EKG, alle 3 Monate ein Langzeit EKG gegebenenfalls ein 

Belastungs EKG). Bei Verschlechterung einzelner Parameter wird Ihr Arzt eine Therapieüberprüfung 

vornehmen. 

Neo-Gilurytmal Filmtabletten sind unzerkaut während oder nach dem Essen mit reichlich Flüssigkeit 

einzunehmen. 

Die Dauer der Behandlung mit Neo-Gilurytmal wird vom Arzt bestimmt. 

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung 

von NEO-GILURYTMAL zu stark oder zu schwach ist. 

Wenn Sie eine größere Menge von NEO-GILURYTMAL eingenommen haben, als Sie sollten, 

suchen Sie bitte unverzüglich einen Arzt auf. 

Überdosierung/Vergiftung: 

Vergiftungszeichen wie z.B. Schwindel, langsamer Puls, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit, treten 60 - 90 

Minuten nach der Einnahme auf. 

Leichte Vergiftung ab ca. 7 Tabletten beim Erwachsenen.  

Schwere Vergiftung ab ca. 10 Tabletten beim Erwachsenen. 

Lebensbedrohliche Vergiftung: ab ca. 17 Tabletten beim Erwachsenen. 

Für den Arzt: Weitere Hinweise zur Überdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation. 

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Wenn Sie die Einnahme von NEO-GILURYTMAL vergessen haben, 

nehmen Sie nicht die doppelte Menge Neo-Gilurytmal ein, sondern setzten Sie die Einnahme wie 

verordnet fort. 

Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt. 

Wenn Sie die Einnahme von NEO-GILURYTMAL abbrechen 

Setzen Sie die Einnahme von Neo-Gilurytmal nicht eigenmächtig ab, da sich der gewünschte 

Behandlungserfolg nicht einstellen bzw. dass sich das Krankheitsbild wieder verschlechtern kann. 

Bitte nehmen Sie deshalb mit Ihrem Arzt Kontakt auf, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder 

vorzeitig beenden wollen. 

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und 

Apotheker. 

4.  WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH? 

Wie alle Arzneimittel kann NEO-GILURYTMAL Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem 

auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten 

Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser 

Gebrauchsinformation angegeben sind. 

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt: 

Sehr häufig:   mehr als 1 Patient von 10 

Häufig:     1 bis 10 Patient(en) von 100  

Gelegentlich:     1 bis 10 Patient(en) von 1000  

Selten:     1 bis 10 Patient(en) von 10 000  

Sehr selten:        weniger als 1 Patient von 10 000  

nicht bekannt:  aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar 

Erkrankungen des Immunsystems 

- Nicht bekannt: Hautveränderungen, Gelenkschmerzen, Nierenerkrankungen, Blutbildveränderungen 

(Leukopenie, Thrombozytopenie, Eosinophilie, aplastischen Anämie, Anstieg von bestimmten 

Antikörpern) und Herabsetzung der blutbildenden Funktion des Knochenmarkes die auf eine 

Überempfindlichkeit (allergischer Mechanismus) zurückgeführt werden  

Psychiatrische Erkrankungen 

- Nicht bekannt: Verwirrtheit, Ruhelosigkeit, Desorientierung 

Augenerkrankungen 

- Sehr selten: Sehstörungen in Form von Doppelbildern oder Schleier vor den Augen. Es handelt sich 

hierbei um eine Beeinflussung der Augenmuskulatur. Diese Nebenwirkung ist dosisabhängig und 

bildet sich bei Verminderung der Dosis voll zurück. 

Herzerkrankungen 

- Sehr selten: Auslösung bzw. Verschlechterung einer bestehenden Herzleistungsschwäche, bedingt 

durch die die Kontraktionskraft des Herzens senkende und eine gefäßverengende Wirkung von 

Prajmalin; 

Auslösung oder Verstärkung von Herzrhythmusstörungen (zu schnelle oder zu langsame 

Herzschlagfolge) bis hin zum Herzstillstand.  

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichnugsort: 

- Selten: Hitzegefühl oder Kopfschmerzen 

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Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes 

- Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Verstopfung 

Leber- und Gallenerkrankungen 

- Gelegentlich: Gallestauungen, die sich nach Absetzen des Medikamentes spontan zurückbilden. Ihr 

Arzt wird Ihnen anordnen, die Behandlung mit Neo-Gilurytmal zu unterbrechen, wenn in der 

zweiten bis vierten Woche nach Beginn der Behandlung eines oder mehrere der folgenden 

Symptome bei Ihnen auftreten: Fieber, Juckreiz, Gelbfärbung der Augen, brauner Urin, heller Stuhl, 

wobei das Fieber einige Tage vor den anderen Symptomen auftreten kann. Eine Behandlung der 

Gallestauung mit Medikamenten ist nicht möglich. 

- Selten: in den ersten Wochen vorübergehender Anstieg von bestimmten Leberenzymen bis zum 

dreifachen Normwert 

- Nicht bekannt: Leberzellschäden, Leberenzündung 

5.  WIE IST NEO-GILURYTMAL AUFZUBEWAHREN? 

Nicht über 25°C lagern.  

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. 

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. 

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Blisterstreifen und dem Umkarton nach „Verwendbar 

bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten 

Tag des Monats. 

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren 

Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme 

hilft die Umwelt zu schützen. 

6.  WEITERE INFORMATIONEN 

Was  NEO-GILURYTMAL enthält: 

Der Wirkstoff pro Filmtablette ist: 20 mg Prajmaliumbitartrat  

Die sonstigen Bestandteile sind: 

Filmtablettenkern: 

Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Maisstärke, Povidon, Talkum, Farbstoff Indigotin (E 132). 

Filmüberzug: 

Macrogol 6000, Poly(butylmethacrylat-(2-dimethylaminoethyl)-methacrylat-methylmethacrylat) (1:2:1), 

Talkum, Farbstoffe  Titandioxid (E 171) und Indigotin (E 132). 

Wie NEO-GILURYTMAL  aussieht und Inhalt der Packung 

Neo-Gilurytmal sind blaue, runde Filmtabletten mit Bruchrille. Die Tabletten können in gleiche Hälften 

geteilt werden. 

Neo-Gilurytmal ist in Packungsgrößen zu 25 und 50 Filmtabletten erhältlich. 

Pharmazeutixcher Unternehmer und Hersteller 

Pharmazeutischer Unternehmer: 

TEOFARMA S.r.l.,  

Valle Salimbene (PV), Via F.lli Cervi 8, I-27010, Italien 

Tel.: 0039 0382 422008 

126942_F_GI_10-04-12_Neo-Gilurytmal – Filmtabletten    Seite 7 von 7 

Fax: 0039 0382 525845 

E-Mail:  servizioclienti@teofarma.it  

Für produktbezogene Fragen steht als lokaler Ansprechpartner 

ZAK-Pharma Dienstleistung Ges.m.b.H. 

Amalienstraße 48/8, A-1130 Wien 

Tel.: (01) 879 38 95 

zur Verfügung 

Hersteller:  

TEOFARMA S.r.l.,  

Viale Certosa 8/A, I-27100 Pavia, Italien 

     

Zulassungnummer: 

15.445 

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im  März 2010 

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Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt: 

Überdosierung: 

Symptome: 

Verminderung der Depolarisierungsgeschwindigkeit und kardiodepressive Wirkung können zu 

zahlreichen kardiovaskulären Störungen führen: 

-  Hypotonie, kardiogener Schock, Lungenödem, Oligurie bis Anurie 

-  Bradykardie, Erregungsleitungsstörungen: QRS-Verbreiterung, intraventrikulärer Block, 

totaler AV-Block, Asystolie 

-  Verschlechterung von tachykarden Herzrhythmusstörungen (z.B. Torsade de pointes) bis zum 

Kammerflimmern 

Nach Mehrfachgabe von Neo-Gilurytmal können bei defizienten Metabolisierern mit genetischem 

Polymorphismus vom Typ CYP 450 2D6 deutlich höhere Plasmaspiegel aufgebaut werden. 

Insbesonders bei gleichzeitigem Vorliegen einer schweren Niereninsuffizienz ist daher das Risiko 

einer lebensbedrohlichen Intoxikation nicht auszuschließen.  

Therapie von Intoxikationen: 

Bei Überdosierung steht die möglichst frühzeitige Eliminierung von Neo-Gilurytmal durch 

Magenspülung nach vorheriger Gabe von Aktivkohle an erster Stelle. Das Anlegen eines temporären 

Schrittmachers ist als begleitende Maßnahme zu erwägen, weil die Magenspülung von einer 

Bradykardie als Folge vagaler Stimulation begleitet sein kann. Die weitere Behandlung sollte sich an 

der klinischen Symptomatik orientieren und kann im Einzelfall Hämoperfusion, forcierte Diurese und 

weitere intensivmedizinische Maßnahmen wie Defibrillation und künstliche Beatmung erfordern. Im 

Falle einer Tachyarrhythmie empfiehlt sich die Infusion von Natriumionen (20-80 ml einer 1 molaren 

Lösung in 2-3 Minuten), im Falle einer Bradyarrhythmie eine temporäre Schrittmacherstimulation. 

Zur Kreislaufunterstützung kann Dopamin (2-10 µg/kg/min) angezeigt sein. 

Als lebenserhaltende Maßnahme kann bei Herzstillstand ein kardiopulmonaler Bypass angezeigt sein.