Natriumchlorid + Glukose Bichsel 1:2

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Natriumchlorid + Glukose Bichsel 1:2 Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • natrii chloridum 3 g, glucose anhydricum 33.3 g Glukose monohydricum, aqua ad iniectabilia q.s. die Lösung für 1000 ml, Endwerte., Natrium 51.3 mmol/l, chloridum 51.3 mmol/l, Glukose anhydricum 185 mmol/l.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Natriumchlorid + Glukose Bichsel 1:2 Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Kohlenhydrate-Zufuhr

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 29801
  • Berechtigungsdatum:
  • 03-06-1963
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Eigenschaften/Wirkungen, Sonst. Hinweise, Packungen

Natriumchlorid + Glucose «Bichsel» 1:1 / 1:2

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Natriumchlorid, Glucose

Hilfsstoff: Wasser für Injektionszwecke

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Infusionslösungen zur Kohlenhydrat-, Elektrolyt- und Wasserzufuhr.

1000 ml enthalten:

NaCl 0,9 % / Glucose 5 %

Natriumchlorid g

Glucose, wasserfrei g

0,45

33,3

Wasser für Injektionszwecke q.s. ad 1000

Elektrolyte:

Na+ mmol/l

Cl- mmol/l

Energiegehalt kJ/l

kcal/l

theor. Osmolarität mOsm/l

ca. 420

ca. 100

ca. 560

ca. 133

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

·als parenterale Kalorienzufuhr

·zum Ausgleich geringer Natriumchloridverluste

·bei Wasserverlust

·bei Oligurie durch Exsikkose

·bei hypertoner Dehydratation

·als Trägerlösung für kompatible Arzneimittel.

Dosierung/Anwendung

Die Dosierung richtet sich nach dem klinischen Zustand, dem Alter und dem Gewicht des Patienten.

Die Infusionsgeschwindigkeit sollte so gewählt werden, dass eine Dosierung von 0,5 g Glucose/kg

KG/Stunde nicht überschritten wird.

Übliche Dosierung

Erwachsene: 500 - 2500 ml pro Tag bei einer Infusionsgeschwindigkeit von 1,5 - 3,5 ml/min.

Maximale Infusionsgeschwindigkeit: 250 - 500 ml/h (ca. 4 - 8 ml/min.).

Kleinkinder: 80 - 100 ml pro kg Körpergewicht/Tag bei einer Infusionsgeschwindigkeit von

0,25 - 1 ml/min.

Hinweise

Das Infusionsbesteck sollte mindestens alle 24 Stunden gewechselt werden.

Um zusätzliche Arzneimittel während der Infusion beizufügen, muss der Durchflussregler

geschlossen sein und auf eine gründliche Durchmischung geachtet werden.

Kontraindikationen

Hyperglykämie, Hyperhydratation, Ödeme, hypotone Dehydratation, dekompensierte

Herzinsuffizienz, schwere Niereninsuffizienz, Hypokaliämie.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus.

Die Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz, der Säure-Basen-Haushalt und der Blutzucker sollten genau

überwacht werden.

Natriumchloridhaltige Lösungen sind mit besonderer Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit

Herzinsuffizienz, kardiopulmonären Krankheiten, Hypertonie, peripheren Ödemen,

Hypoproteinämie, Niereninsuffizienz, Leberzirrhose, bei Patienten, die mit Corticoiden oder mit

ACTH behandelt werden, sowie Acidose.

Interaktionen

Corticosteroide und ACTH können eine Natriumretention mit kardialer Dekompensation,

Hypervolämie, Ödeme und/oder Hypernatriämie begünstigen.

Gewisse Medikamente (Schleifen-Diuretika, Thiazide) können die Glucosetoleranz vermindern.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor. Bei der Anwendung in der

Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

Unerwünschte Wirkungen

Bei vorschriftsgemässer Anwendung von NaCl/Glucose-Infusionslösungen und bei Beachtung der

Vorsichtsmassnahmen sind keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten (siehe auch

"Überdosierung").

Wie mit jeder längerfristigen Infusionstherapie, kann es zu Venenreizungen und Thrombophlebitis in

der Nähe der Infusionsstelle kommen.

Überdosierung

Symptome

Bei zu hoher Infusionsgeschwindigkeit oder bei zu grossem Flüssigkeitsvolumen können folgende

Symptome einer Überdosierung auftreten: Hyperhydratation, Hypervolämie, kardiale

Dekompensation, Ödeme, Hypokaliämie, Hyperglykämie, Acidose.

Therapeutische Massnahmen

Bei Auftreten von Symptomen der Überdosierung ist die Infusion sofort zu unterbrechen, die

physiologischen Parameter des Patienten sind zu bestimmen und therapeutische Massnahmen

einzuleiten:

·Hypervolämie, kardiale Dekompensation, Ödeme: Forcierte Diurese mittels eines passenden

Diuretikums (z.B. Furosemid).

·Hypokaliämie: Zufuhr von Kalium.

·Hyperglykämie: Insulin-Gabe. Es besteht die Möglichkeit einer sekundären Hypoglykämie.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code B05BB02

NaCl/Glucose-Infusionslösungen sind steril und zur intravenösen Anwendung bestimmt. Sie dienen

der parenteralen Flüssigkeits- und Kohlenhydratzufuhr, sowie der Hydratation.

Die Lösungen sind bezüglich NaCl hypoton. Daraus resultiert nach Verbrauch der Glucose

osmotisch freies Wasser. Zwischen den Konzentrationen von Na+ und Cl- besteht kein

physiologisches Verhältnis, so dass die Lösungen leicht ansäuernd wirken.

Pharmakokinetik

NaCl

Natrium und Chlorid werden vorwiegend im Extrazellulärraum gefunden. Der Tagesumsatz beträgt

100 - 180 mmol. Die Elimination erfolgt über die Nieren. Die Regulation der Natriumausscheidung

und -rückresorption wird durch die Mineralocorticoide gesteuert.

Glucose

Glucose wird über den Zitronensäurezyklus abgebaut und kann pro Mol Glucose bis zu 48 Mol

Adenosin-Triphosphat ergeben (Brennwert ca. 4 kcal/g, Oxidationswasser 0,6 ml/g).

Präklinische Daten

Es liegen keine Daten vor.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Die Zugabe von Arzneimitteln zu Infusionslösungen kann zu Inkompatibilitätsreaktionen führen.

Während manche Reaktionen sofort auffallen, muss jedoch auch mit subtileren physikalischen,

chemischen oder pharmakologischen Unverträglichkeiten gerechnet werden.

Beim Mischen mit anderen Arzneimitteln ist zu beachten, dass der pH-Wert der Lösungen im sauren

Bereich liegt, was zu Ausfällungen in der Mischung führen kann.

Die Zugabe von medikamentösen Zusätzen muss auf aseptischem Weg erfolgen. In jedem Fall ist

darauf zu achten, dass eine vollständige Mischung des Zusatzes mit der Lösung gewährleistet ist.

Eine Lagerung solcher Lösungen muss vermieden werden.

Auf die Kompatibilität muss auch geachtet werden, wenn mehrere Infusionen durch das gleiche

Infusionsbesteck wie die NaCl/Glucose-Infusionslösung verabreicht werden.

NaCl/Glucose-Infusionslösungen sollen nicht gleichzeitig, vor oder nach Verabreichung von Blut

oder Blutkomponenten durch das gleiche Infusionsbesteck infundiert werden, da die Gefahr einer

Pseudoagglutination besteht.

Haltbarkeit

Verfalldatum beachten.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C aufbewahren; nicht einfrieren. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Nur klare Lösungen ohne sichtbare Partikel und intakte Behälter verwenden. Restmengen verwerfen.

Zulassungsnummer

29801 (Swissmedic)

Packungen

Natriumchlorid + Glucose «Bichsel» 1:1

PP-Flaschen: 25 x 100 ml (B), 25 x 250 ml (B), 10 x 500 ml (B), 10 x 1000 ml (B)

PP-Infusionsbeutel: 20 x 250 ml (B), 1 x 500 ml (B), 12 x 500 ml (B), 1 x 1000 ml (B), 8 x 1000 ml

Natriumchlorid + Glucose «Bichsel» 1:2

PP-Flaschen: 25 x 100 ml (B), 1 x 250 ml (B), 25 x 250 ml (B), 1 x 500 ml (B), 10 x 500 ml (B),

1 x 1000 ml (B),10 x 1000 ml (B)

PP-Infusionsbeutel: 1 x 250 ml (B), 20 x 250 ml (B), 1 x 500 ml (B), 12 x 500 ml (B), 1 x 1000 ml

(B),

8 x 1000 ml (B)

Zulassungsinhaberin

Grosse Apotheke Dr. G. Bichsel AG

3800 Interlaken

Stand der Information

Mai 2003

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