Mycophenolat-Mofetil Sandoz

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Mycophenolat-Mofetil Sandoz Kapseln
  • Darreichungsform:
  • Kapseln
  • Zusammensetzung:
  • mofetili mycophenolas 250 mg, color.: E 132, excipiens pro Kapsel.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Mycophenolat-Mofetil Sandoz Kapseln
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Immunsuppressivum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 58620
  • Berechtigungsdatum:
  • 17-07-2009
  • Letzte Änderung:
  • 20-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Mycophenolat-Mofetil Sandoz®

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Mycophenolat-Mofetil Sandoz und wann wird es angewendet?

Mycophenolat-Mofetil Sandoz enthält den Wirkstoff Mycophenolat-Mofetil. In Ihrer Packung sind

entweder 150 lilafarbene Filmtabletten, 300 blau/orange Kapseln, die oral (durch den Mund)

eingenommen werden.

Mycophenolat-Mofetil gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, welche helfen, die natürliche

Abwehrreaktion des Körpers gegen verpflanzte Organe zu unterbinden.

Die Filmtabletten oder Kapseln von Mycophenolat-Mofetil Sandoz werden verwendet, um zu

verhüten, dass Ihr Körper nach einer Nieren-, Herz- oder Lebertransplantation das verpflanzte Organ

abstösst. Mycophenolat-Mofetil Sandoz wird im Allgemeinen in Verbindung mit anderen

Arzneimitteln, wie Ciclosporin und Corticosteroiden, verwendet.

Mycophenolat-Mofetil Sandoz darf nur auf Verschreibung eines Arztes oder einer Ärztin verwendet

werden.

Wann darf Mycophenolat-Mofetil Sandoz nicht angewendet werden?

Mycophenolat-Mofetil Sandoz kann beim ungeborenen Kind zu schweren Geburtsschäden und zu

Fehlgeburten führen.

Aus diesen Gründen dürfen Sie Mycophenolat-Mofetil Sandoz nicht einnehmen, wenn Sie

schwanger sind, vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, während der Behandlung oder

innerhalb von 6 Wochen nach der Behandlung schwanger zu werden.

Sie dürfen Mycophenolat-Mofetil Sandoz nicht einnehmen, wenn Sie stillen.

Wenn Sie schwanger werden könnten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die besten

Verhütungsmethoden.

Wenn Sie schwanger werden könnten, aber die notwendigen Verhütungsmassnahmen nicht

anwenden können oder wollen, dürfen Sie Mycophenolat-Mofetil Sandoz nicht einnehmen.

Mycophenolat-Mofetil Sandoz darf nicht angewendet werden bei einer Überempfindlichkeit auf den

Wirkstoff Mycophenolat-Mofetil. Die Anwendung von Mycophenolat-Mofetil Sandoz bei Kindern

und Jugendlichen wurde, ausser bei nierentransplantierten Kindern und Jugendlichen, bisher nicht

ausreichend untersucht.

Wann ist bei der Einnahme von Mycophenolat-Mofetil Sandoz Vorsicht geboten?

Mycophenolat-Mofetil Sandoz kann beim ungeborenen Kind zu schweren Geburtsschäden und zu

Fehlgeburten führen. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über die beste Methode

der Empfängnisverhütung.

Wenn Sie an der seltenen Stoffwechselkrankheit Lesch-Nyhan-Syndrom oder Kelly-Seegmiller-

Syndrom leiden, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, denn Sie sollten in diesen Fällen

Mycophenolat-Mofetil Sandoz nicht einnehmen.

Bei gegenwärtigen oder früheren Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt, zum Beispiel bei einem

Magengeschwür, sollte Mycophenolat-Mofetil Sandoz mit Vorsicht angewendet werden.

Der Arzt bzw. die Ärztin wird zur Kontrolle des Blutbildes regelmässige Tests vornehmen, da

Mycophenolat-Mofetil Sandoz die Blutbildung im Knochenmark beeinträchtigen kann. Falls

unerwartet blaue Flecken oder Blutungen auftreten, sollten Sie dies Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin

mitteilen.

Aufgrund der durch Mycophenolat-Mofetil Sandoz verminderten körpereigenen Abwehr kann es zu

vermehrten Infektionen mit Krankheitserregern kommen. Bei Anzeichen einer Infektion (z.B. Fieber,

Halsschmerzen) sollten Sie daher Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich verständigen.

Patientinnen und Patienten mit erhöhter Sonnenempfindlichkeit sollten sich schützen vor Sonnen-

und UV-Licht durch Tragen schützender Kleidung und Verwendung eines Lichtschutzpräparates mit

hohem Schutzfaktor.

In einer kumulativen Auswertung von mit Mycophenolat-Mofetil Sandoz berichteten Fälle wurde

über eine kleine Anzahl von Fällen von sog. Pure Red Cell Aplasia (PRCA, der Körper bildet keine

oder nur vermindert rote Blutkörperchen), überwiegend bei Patienten mit Nieren- oder

Pankreastransplantation, berichtet, die mit Mycophenolat-Mofetil Sandoz in Kombination mit

anderen Arzneimitteln, die das körpereigene Abwehrsystem unterdrücken, behandelt worden waren.

Bei einigen Patienten wurde nach Unterbruch oder Dosisreduktion der Behandlung mit

Mycophenolat-Mofetil Sandoz eine Erholung des roten Blutbilds beobachtet. Eine Änderung der

immunsuppressiven Behandlung bei Transplantationspatienten sollte mit grosser Vorsicht erfolgen,

um nicht das Transplantat zu gefährden (siehe «Welche Nebenwirkungen kann Mycophenolat-

Mofetil Sandoz haben?»).

Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen: Es wurden keine

spezifischen Studien durchgeführt. Aufgrund der bisher gemachten Erfahrungen ist ein Einfluss von

Mycophenolat-Mofetil Sandoz unwahrscheinlich.

Falls Sie andere Arzneimittel einnehmen wie Azathioprin, Tacrolimus oder Ciclosporin A, welche

auch Patientinnen und Patienten nach einer Organverpflanzung verabreicht werden, Antazida und

Protonenpumpenhemmern (Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure), Cholestyramin

(Arzneimittel zur Senkung der Blutfette), Telmisartan (Arzneimittel zur Senkung des

Bluthochdrucks), die Antibiotika Rifampicin, Norfloxacin in Kombination mit Metronidazol,

Ciprofloxacin oder Amoxicillin plus Clavulansäure, oder Aciclovir und Ganciclovir gegen

Virusinfektionen, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, da es zu Wechselwirkungen zwischen

Mycophenolat-Mofetil Sandoz und diesen Arzneimitteln kommen kann.

Sind Sie auf Schutzimpfungen angewiesen? Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Sie beraten, ob eine

Impfung durchgeführt werden kann oder nicht.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Mycophenolat-Mofetil Sandoz während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Mycophenolat-Mofetil Sandoz darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da es

das ungeborene Kind schädigen kann oder es zu Fehlgeburten kommen kann! Vor

Behandlungsbeginn mit Mycophenolat-Mofetil Sandoz muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen

werden. Dazu müssen zwei negative Schwangerschaftstests innerhalb von 8-10 Tagen vorliegen,

wobei letzterer direkt vor Beginn der Behandlung erfolgen muss. Weitere Schwangerschaftstests

sollten während Terminen zur Nachuntersuchungen durchgeführt werden.

Wenn Sie schwanger werden könnten, aber die notwendigen Verhütungsmassnahmen nicht

anwenden können oder wollen, dürfen Sie Mycophenolat-Mofetil Sandoz nicht einnehmen. Sollten

Sie trotzdem schwanger werden, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Es muss eine wirksame Empfängnisverhütung mit zwei zuverlässigen Verhütungsmethoden

durchgeführt werden, und zwar schon bevor Sie Mycophenolat-Mofetil Sandoz einzunehmen

beginnen, während der Behandlung mit Mycophenolat-Mofetil Sandoz sowie noch während sechs

Wochen nach Beendigung der Einnahme von Mycophenolat-Mofetil Sandoz. Teilen Sie Ihrem Arzt

bzw. Ihrer Ärztin sofort mit, falls Sie schwanger sind oder in nächster Zeit eine Familie gründen

möchten.

Bei Männern (fortpflanzungsfähig und vasektomiert) unter Behandlung mit Mycophenolat-Mofetil

Sandoz wird die Verwendung von Kondomen während der Behandlung und bis mindestens 90 Tage

nach Behandlungsende empfohlen.

Bei den Partnerinnen von Männern unter Behandlung mit Mycophenolat-Mofetil Sandoz wird

empfohlen, während der Behandlung und bis mindestens 90 Tage nach Behandlungsende eine

zuverlässige Verhütungsmethode anzuwenden.

Mycophenolat-Mofetil Sandoz darf nicht angewendet werden, wenn Sie stillen.

Wie verwenden Sie Mycophenolat-Mofetil Sandoz?

Der Arzt bzw. die Ärztin wird Sie darüber informieren, wie Sie das Arzneimittel einnehmen müssen.

Es ist wichtig, dass Sie die Filmtabletten, Kapseln genau nach Vorschrift des Arztes bzw. der Ärztin

einnehmen.

Im Allgemeinen wird Mycophenolat-Mofetil Sandoz wie folgt eingenommen:

Um zu verhindern, dass die eingepflanzte Niere abgestossen wird

Erwachsene

Die erste Dosis wird sobald wie möglich nach der Nierentransplantation gegeben. Täglich müssen

zwei Gramm (2 g) des Wirkstoffs (4 Filmtabletten oder 8 Kapseln) eingenommen werden. Die

Tagesdosis wird im Allgemeinen auf zwei Verabreichungen verteilt, so dass morgens 2 Filmtabletten

oder 4 Kapseln sowie abends 2 Filmtabletten oder 4 Kapseln einzunehmen sind.

Gewisse Patientinnen und Patienten erhalten 3 g (6 Filmtabletten oder 12 Kapseln) täglich, wiederum

die halbe Tagesdosis am Morgen und die andere Hälfte abends.

Kinder und Jugendliche im Alter von 3 Monaten bis 18 Jahren

Der Arzt bzw. die Ärztin wird die Dosis aufgrund der Körperfläche (berechnet aus Grösse und

Gewicht) festlegen. Die empfohlene Dosis ist zweimal täglich 600 mg/m2.

Um zu verhindern, dass das eingepflanzte Herz oder die eingepflanzte Leber abgestossen wird

Erwachsene

Die erste Dosis wird sobald wie möglich nach der Herz- bzw. Lebertransplantation gegeben. Täglich

müssen drei Gramm (3 g) des Wirkstoffs (6 Filmtabletten oder 12 Kapseln) eingenommen werden.

Die Tagesdosis wird im Allgemeinen auf zwei Verabreichungen verteilt, so dass morgens 3

Filmtabletten oder 6 Kapseln sowie abends 3 Filmtabletten oder 6 Kapseln einzunehmen sind.

Mycophenolat-Mofetil Sandoz Filmtabletten oder Kapseln werden im Allgemeinen auf nüchternen

Magen eingenommen. Nehmen Sie die Filmtabletten oder Kapseln unzerkaut mit einem Glas Wasser

ein. Die Filmtabletten dürfen nicht gebrochen oder zerstossen und die Kapseln nicht geöffnet

werden.

Sie müssen Mycophenolat-Mofetil Sandoz genau nach Anweisung des Arztes bzw. der Ärztin

einnehmen. Hören Sie nicht auf, das Arzneimittel einzunehmen, bis der Arzt bzw. die Ärztin Sie

dazu auffordert.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin empfiehlt Ihnen möglicherweise, eine geringere Dosis einzunehmen, falls

die Niere noch nicht richtig funktioniert.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Anwendungsfehler

Was ist zu tun, wenn Mycophenolat-Mofetil Sandoz in zu grossen Mengen eingenommen wurde?

Falls Sie mehr Kapseln/Filmtabletten als verordnet als Einzel- oder Tagesdosis eingenommen haben,

sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.

Was müssen Sie beachten, wenn Sie zu wenig Mycophenolat-Mofetil Sandoz eingenommen oder

eine Einnahme vergessen haben?

Nehmen Sie schnellstmöglich die zu wenig genommenen Kapseln/Filmtabletten ein; danach nehmen

Sie Mycophenolat-Mofetil Sandoz weiter, wie verordnet.

Falls Sie mehr als 1 Dosis vergessen haben, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Welche Nebenwirkungen kann Mycophenolat-Mofetil Sandoz haben?

Mycophenolat-Mofetil Sandoz schwächt die körpereigenen Abwehrmechanismen, damit die Niere,

das Herz oder die Leber, die Ihnen eingepflanzt wurde, nicht abgestossen wird. Der Organismus

kann deshalb auch Infektionen nicht so gut abwehren wie sonst. Patienten, die Mycophenolat-Mofetil

Sandoz einnehmen, können daher häufiger Infektionen mit Bakterien, Pilzen oder Viren im Bereich

der Haut, des Mundes, des Darmes, der Lungen und der Harnwege erleiden. Bei einer sehr kleinen

Zahl von Patientinnen und Patienten, die mit Arzneimitteln wie Mycophenolat-Mofetil Sandoz zur

Verhütung der Transplantatabstossung behandelt worden sind, hat man Krebserkrankungen des

lymphatischen Gewebes und der Haut beobachtet. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird regelmässige

Blutuntersuchungen vornehmen, um Veränderungen bei den Blutkörperchen oder bei den Stoffen,

die im Blut transportiert werden (z.B. Zucker, Fett, Cholesterin), festzustellen.

Für ältere Patienten (≥65 Jahre) kann im Vergleich zu jüngeren Patienten ein erhöhtes Risiko für

Infektionen, Blutungen im Verdauungstrakt und Lungenödeme bestehen. Bei älteren

nierentransplantierten Patienten wurde zudem Atemnot deutlich häufiger beobachtet als bei jüngeren

Patienten.

Folgende weitere Nebenwirkungen können nach der Einnahme von Mycophenolat-Mofetil Sandoz

auftreten:

Alle Anwendungsbereiche

Sehr häufig (>10% der Patienten):

Blutvergiftung, Blutarmut, Kopfschmerzen, Zittern, Blutdruckanstieg oder -abfall,

Herzrhythmusstörungen, Atemnot, Entzündung der Nasennebenhöhlen und des Rachens, Angst,

Missempfindungen, Gewichtszunahme, Verstopfung, Durchfall, Verdauungsstörungen, Pilzbefall im

Mund, Übelkeit, Erbrechen, Akne, Rückenschmerzen, Muskelschwäche, Harnwegsinfektionen, Blut

im Urin, Nierenfunktionsstörungen, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Fieber, Fieberbläschen, Schmerzen

auf der Brust, Wasseransammlung im Brust- und Lungenbereich, allgemeine Schmerzen,

Sehstörungen, Flüssigkeitsansammlung in den Geweben.

Bei Kindern von Frauen, welche während der Schwangerschaft Mycophenolat-Mofetil Sandoz in

Kombination mit anderen immunsuppressiven Medikamenten einnahmen, wurden angeborene

Fehlbildungen beobachtet. Ebenso sind während der Schwangerschaft Fehlgeburten aufgetreten.

Bei Patientinnen welche Mycophenolat-Mofetil Sandoz einnahmen, sind spontane Fehlgeburten

aufgetreten (hauptsächlich im ersten Trimenon).

Sehr häufig Änderungen von Laborwerten und Blutbild:

Hohe oder tiefe Anzahl weisse Blutkörperchen, tiefe Anzahl Blutplättchen, hohes Cholesterin im

Blut, hoher Blutzucker, hohe oder tiefe Kaliumwerte, tiefe Phosphatwerte.

Häufig (1 bis 10% der Patienten):

Blutungen, Diabetes mellitus, Bindehautentzündung, Flüssigkeit auf der Lunge, Entzündung der

Speiseröhre, Blähungen, Appetitverlust, Schwierigkeiten beim Wasserlassen inkl.

erschwertes/schmerzhaftes Ablassen von Harn, Unwohlsein.

Häufig Änderungen von Laborwerten und Blutbild:

Zuwenig oder zuviel Wasser im Kreislauf.

Während der Therapie mit Mycophenolat-Mofetil in Kombination mit anderen Arzneimitteln, die die

körpereigene Abwehr unterdrücken, wurden Fälle von sog. Pure Red Cell Aplasia beobachtet

(PRCA, der Körper bildet keine oder nur vermindert rote Blutkörperchen).

Bei Nierentransplantationspatienten:

Sehr häufig (>10% der Patienten):

Schwindel, Schlafstörungen, vermehrter Husten, Entzündung des Rachens, Bronchien oder Lunge,

akute Nierenfunktionsstörung, Flüssigkeitsansammlung in den Geweben.

Häufig (1 bis 10% der Patienten):

Haut- oder Schleimhautblutung, Vermehrung der roten Blutkörperchen (Polyzythämie),

Funktionsstörungen der Nebenschilddrüse, zu wenig Calcium, Eiweisse und Blutzucker,

Übersäuerung, erhöhtes Kreatinin, zu viel Calcium, Lipide und Harnstoff, Depression,

Empfindungsstörungen, Schläfrigkeit, grauer Star, Herzenge, Herzrasen, Herzklopfen, Thrombose,

Asthma, Schnupfen, Entzündung oder Wucherung der Zahnschleimhaut, Entzündung des Magen-

Darm-Trakts, Blutungen im Magen-Darm Bereich, Pilzbefall im Magen-Darm Bereich,

Darmverschluss, Magenentzündung, Hernie oder vergrösserter Bauchraum, Funktionsstörungen der

Leber inkl. veränderte Leberwerte, Leberentzündung, Hautveränderungen, Pilzerkrankung der Haut,

Juckreiz, Schwitzen, Haarausfall, Herpes zoster, vermehrte Behaarung, Hautausschlag, Verdickung

der Haut, Hautgeschwüre, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Beinkrämpfe, vermehrter

Harndrang, erhöhte Eiweisse im Urin, Harnstau, Nierenbeckenentzündung, Erektionsstörungen,

Zysten, grippeähnliche Symptome, aufgeschwollenes Gesicht, Beckenschmerzen.

Bei Herztransplantationspatienten:

Sehr häufig (>10% der Patienten):

Infektionen, Haut- oder Schleimhautblutung, Schwindel, Übersäuerung, erhöhte Harn-

Stickstoffwerte im Blut, erhöhtes Kreatinin, erhöhte Blutfette, erhöhter Harnstoff, zuviel Wasser im

Kreislauf, zuwenig Magnesium und Natrium, Verwirrtheit, Depression, Unruhe, Schläfrigkeit,

Schlafstörungen, langsamer Puls, akute Verschlechterung der Herzfunktion, Flüssigkeitsansammlung

im Herzen, vermehrter Husten, Asthma, Schnupfen, Lungenentzündung, Bauchschmerzen,

veränderte Leberwerte, Fieberbläschen, Herpes zoster, Hautausschlag, Beinkrämpfe,

Muskelschmerzen, vermindertes Wasserlassen, verminderte Harnmenge.

Häufig (1 bis 10% der Patienten):

Cushing Syndrom (mit Vollmondgesicht, dickerer Nacken etc), Schilddrüsenunterfunktion, zuwenig

Calcium, Zucker, Chlor, Sauerstoff oder Eiweisse im Blut, Erhöhung des pH Wert des Bluts, Gicht,

durch Atmung verursachte Übersäuerung des Bluts, Durst, Gewichtsverlust, emotionale Labilität,

Halluzinationen, Denkstörungen, Krampfanfälle, Nervenschmerzen, Augenblutungen, Taubheit,

Ohrschmerzen, Geräusch in den Ohren (Tinnitus), Engegefühl in der Brust, langsamer Puls,

Blutdruckprobleme bei Lagewechsel, Herzstillstand, chronische verminderte Leistung des Herzens,

Kreislaufkollaps, Krämpfe in den Gefässen, erhöhter venöser Druck, Atemaussetzer, Entzündung der

Bronchien, Nasenbluten, Aushusten von Blut, vermehrter Auswurf, Schluckauf, Neubildung von

Körpergeweben (Neoplasie), Eintritt von Luft in den Lungenspalt, Stimmveränderungen,

Appetitlosigkeit, Entzündung des Magen-Darm-Trakts, Zahnfleischentzündung, Wucherung der

Zahnschleimhaut, Mundschleimhautentzündungen, Schluckstörungen, Teerstuhl, Hernie oder

vergrösserter Bauchraum, Leberfunktionsstörungen inkl. Erhöhung der Leberwerte und Gelbsucht,

Juckreiz, Hautveränderungen (Zellulitis), Hauterkrankungen (inkl. Pilz), Hautkrebs, Verdickung der

Haut, Schwitzen, Blutungen, Wundheilungsstörungen, Gelenk- und Nackenschmerzen, vermehrter

(nächtlicher) Harndrang, Harnverhalt, Harninkontinenz, Erektionsstörungen, Zysten, grippeähnliche

Symptome, aufgeschwollenes Gesicht, Blässe, Beckenschmerzen.

Bei Lebertransplantationspatienten:

Sehr häufig (>10% der Patienten):

Infektionen, erhöhte Harn-Stickstoff-Werte im Blut, erhöhtes Kreatinin, erniedrigtes Calcium,

Blutzucker, Magnesium, Phosphat und Eiweisse im Blut, Verwirrtheit, Depression, Benommenheit,

Schlaflosigkeit, schneller Pulsschlag, Verstärkung von Husten, Lungenentzündung, Hernien,

Bauchfellentzündung, Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum, vergrösserter Bauchraum,

Bauchschmerzen, Entzündung der Gallenwege, Gelbsucht infolge Stauung in den Gallenwegen,

Leberentzündung, hohe Leberwerte, Juckreiz, Hautausschlag, Schwitzen, Wundheilungsstörungen,

vermehrter Harndrang, verminderte Harnmenge, Schüttelfrost.

Häufig (1 bis 10% der Patienten):

Blutungen an Haut und Schleimhäuten, Übersäuerung des Blutes, erhöhte Lipide, Phosphat im Blut,

zuwenig Natrium, Sauerstoff im Blut, Gewichtsveränderungen, psychische Störung, abnormes

Denken, Delirium, Erregung, Krämpfe, Mundtrockenheit, Taubheitsgefühl, Nervenschmerzen,

Schläfrigkeit, Taubheit, langsamer Puls, Kreislaufkollaps, Asthma, Entzündung der Bronchien,

Nasenbluten, beschleunigte Atmung, Thrombose, Eintritt von Luft in den Lungenspalt, Pilzbefall der

Atemwege, Schnupfen, Schluckstörungen, Magenentzündungen und -geschwür, Magen-

Darmblutungen, Darmverschluss, Teerstuhl, Mundgeschwüre, Beschwerden am Enddarm,

Gelbsucht, Erhöhung der Leberwerte, pilzbedingte Hautentzündung, Herpes zoster, vermehrte

Behaarung, gutartige Hauttumoren und -geschwüre, Ausschläge, Hautveränderungen (Zellulitis),

Hodenverdrehung, Abszess, Gelenk- Nacken und Muskelschmerzen, Beinkrämpfe, Osteoporose,

(akutes) Nierenversagen, Harninkontinenz, Zysten, grippeähnliche Symptome.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Falls Sie Mycophenolat-Mofetil Sandoz Kapseln einnehmen, sollten Sie diese ganz schlucken und

die Kapseln nicht öffnen. Falls eine Kapsel zerbricht, Waschen Sie die Haut, die mit dem Pulver in

Berührung gekommen ist, mit Wasser und Seife. Gelangt Pulver aus einer beschädigten Kapsel in

Ihre Augen oder in den Mund, spülen Sie gründlich mit viel Leitungswasser.

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lassen Sie nicht verwendete Filmtabletten und Kapseln bei Ihrem Apotheker bzw. Ihrer Apothekerin

entsorgen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Mycophenolat-Mofetil Sandoz enthalten?

1 Kapsel Mycophenolat-Mofetil Sandoz enthält 250 mg Wirkstoff (Mycophenolat-Mofetil), E132 als

Farbstoff und Hilfsstoffe zur Herstellung von Kapseln.

1 Filmtablette Mycophenolat-Mofetil Sandoz enthält 500 mg Wirkstoff (Mycophenolat-Mofetil) und

Hilfsstoffe zur Herstellung von Filmtabletten.

Zulassungsnummer

58620, 58674 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Mycophenolat-Mofetil Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen mit 300 (3× 100) Kapseln Mycophenolat-Mofetil Sandoz 250 mg

Packungen mit 150 (3× 50) Filmtabletten Mycophenolat-Mofetil Sandoz 500 mg

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

30-7-2018

Hyrimoz (Sandoz GmbH)

Hyrimoz (Sandoz GmbH)

Hyrimoz (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5097 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4320

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Halimatoz (Sandoz GmbH)

Halimatoz (Sandoz GmbH)

Halimatoz (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5098 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4866

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Hefiya (Sandoz GmbH)

Hefiya (Sandoz GmbH)

Hefiya (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5099 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4865

Europe -DG Health and Food Safety

13-7-2018

Erelzi (Sandoz GmbH)

Erelzi (Sandoz GmbH)

Erelzi (Active substance: etanercept) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4712 of Fri, 13 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Temozolomide Sandoz (Sandoz GmbH)

Temozolomide Sandoz (Sandoz GmbH)

Temozolomide Sandoz (Active substance: temozolomide) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4480 of Tue, 10 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Pemetrexed Sandoz (Sandoz GmbH)

Pemetrexed Sandoz (Sandoz GmbH)

Pemetrexed Sandoz (Active substance: pemetrexed) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4485 of Tue, 10 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

23-5-2018

Zessly (Sandoz GmbH)

Zessly (Sandoz GmbH)

Zessly (Active substance: infliximab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)3215 of Wed, 23 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4647

Europe -DG Health and Food Safety

8-3-2018

Mycophenolate mofetil, mycophenolic acid

Mycophenolate mofetil, mycophenolic acid

Mycophenolate mofetil, mycophenolic acid (Active substance: mycophenolate mofetil or mycophenolic acid) - Centralised - Art 28 - (PSUR - Commission Decision (2018)1540 of Thu, 08 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/10550/201705

Europe -DG Health and Food Safety